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Das neue Register des Chemischen Zentralblattes.

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96.
Jaghrgang 1926]
____
Durch die allgemeine Anwendung organischer Farbpigrnente in der neuzeitlichen Gummimischerei miissen
wir die von B o d e aufgestellten Normien hinsichtlich der
Farben sogar erweitern, indem man eine Alkohol- und
Wasserextraktion einschalten muG, um zu bestimmen,
dafi keine Farben vorhanden sind, welche ,,b i e r 1o s 1i c h" sind.
Wenn Flaschensclheiben nicht s c h w i m m e n miilJten, ware es leicht, bei den heutigen Gummipreisen sehr
gute stark mineralisierte Produkte herzustellen, welche
ohne EinfJui3 auf das Bier waren, und nur darauf kommt
es schliei3lich an. Man stellt in der modernen Gummimischerai brillante Vulkanisate hinsichtlich Zugfestigkeit
und Dauerelastizitat her mit einem Gummjgehalt von bloij
30 % . Aber die Flaschensoheiben sollen ,,schwimmen".
1st die= Forderong berechtigt? Gewif3 ist sie das. Wenn
die Flaschenscheiben nicht schwimmen, dann bleiben sie
beim Auskochen und bei der Reinigung a m Boden des
Reinigungstroges liegen und flieBm bei nicht sorgfaltiger
Arbeit durch das Abflui3rohr des Troges ab. Das ist der
Eauptgrund, warurn die Flaschensoheikn mhwimmend
verlangt werden, und aus diesem namlichen G r a d e darf
man sie nioht stark mineralisisren.
Wieviel Pigmente und Zusatze bleiben dern armen
Gummitechniker aber noch ubrig, welcbe das ohnehin an
der Schwimmgrenze liegende spezifische Gewicht des
Rohgummis nicht unter die Schwimmgrenze beschweren?
Technisch Unmogliches kann man vom Gurnmifabrikanten aicht verlangen. Die leichtesten Fiillmittel, welche
wir fur Flaschensch,eiben anwenden kiinnen, sind Kreide
(spez. Gew. 2,7), kolloide Kieselsaure (spez. Gew. 1,65)
und die verschiedenen RuiSsorten, wie GasruD, Flammrui3 und gewohnlicher Rui3. Die spezifisohen Gewichte
der letztgenannten liegen bei etwa 1,75.
Mit den Zusatzen k o l l o i d e K i e s e l s a u r e und
R U G ist dem Fabrikanten bei den heutigen Gummipreisen die einzige Moglichkeit g e g e h n , Flascheascheiben
zu erzeugen, die noch verkauflich sind. Diese Flaschenscheiben s i d dann natiirlich s c h w a r z , und damn mu8
man den Abnehmer erst gewohnen, da der Handler gewohnt ist, rote Bierflaschenscheiben zu verkaufen. Allerdings sieht man auf den schwarzen Flaschenscheiben
Verunreinisgungen nicht so gut wie auf roten und weiaen,
und hierin liegt wohl die einzige schwache Seite schwarzer Flaschenscheiben. Dieser Nachteil wird aber durch
die groae E l a s t i z i t a t und S t r a m m h e i t solcher
mit kolloider Kieselsaure und Rui3 hlergestellter Flaschenscheiben reichlich aufgehoben. Kein Artikel der Gummiindustrie liegt gunstiger in Deutschland, die moderne
amerikanische Volumenmischerei einzufuhren, als die
schwirnrnenden Flaschenscheiben ") . Wahrend man sonst
in Deutschland andere Gummiartikel noch nach dem Gewichte verkauft im Gegensatz zu Amerika, wo ganz allgemein spezifisch leichte Gummiware bevorzugt wird, so
rnuB die Flaschenscheibe spezifisch leielit erzeugt werden.
D i e s e A u s e i n a n d e r s e t z u n g e n f ii h r e n
m i c h zu f o l g e n d e m V o r s c h l a g e , d e r s o wohl i m Interesse d e r Gurnmiindustrie
wie i m l n t e r e s s e d e r B r a u e r e i i n d u s t r i e
und d e r A b n e h m e r l i e g t : ,,Erzeugen wir
i n Z u k u a f t r e g e n e r a t f r e i e , f a k t i s f F e ie ,
hygienisch wie brauereitechnisch einw a n d f r e i e , b i l l i g h e r z u s t e l l e n d e , r uf3h a l t i g e und kolloidale Kieselsiiure haltig e , schwimm ende, s c h w a rze, stra m m e ,
h o c h el a s t i s c h e F l a s c h e n s c h e ib e n."
3) C. 0 L i n N o r t fi (Goodyear Tire tk Rubber Co.). ,,Effect
on Compounding Ingredients.''
St. Louis, 12.--16. April 1920.
535
Stock: Das n e w Register dea Chemischen Zedtralblattes
American Chemical Society,
--___
Die neuen Normen fur die Prufung von Flaschenscheiben lauten d a m :
1. Die Scheibe SOU nach Zerkleinerung mittels Raspel bei
8 stundiger Extraktion mit Aceton (Kautschukharz,
freier Schwefel, Paraffin, Wachse usw.) und nachfolgender 8 stiindiger Verseifung mit alkoholischer Kalilauge (Faktis) nicht mehr als 15 % verlieren.
2. Die Scheibe inuf3 schwimmen; der Aschengehalt ist
unbegrenzt, darf aber die Scheibe nicht zum Untersinken unter Wasser bringen.
3. Die Scheibe darf keine in Wasser and Alkohol turgeszierende Fiillmi ttel wie Holz oder Faserstoff e enthalten.
4. Die Scheibe darf keine inWasser undAlkohol losliden
organisclien Farbistoffe oder in Wassferund Alkohol losIiche Vulkanisationsbeschleuniger enthalten.
5. Der Reinkautschukgehalt ist dem Fabrikanten vollkonirnen uberlassen; da die Scheibe schwimrnea in 1.113
und faktisfrei seiu m u 13 , kam d.er Kautschukgehalt
nicht unter eine gewisse Grenze fallen.
6. Die Scheibe darf nicht ,,k u r z" beim Dehnen r.eiijen,
sie md3 ,,stramm" und ,,hochelastisch" seia, d. h. sie
mui3 richtig vulkanisiert sein.
'7. Die Scheibe muS frei von alkohol- uad wasserliislichen
Phstikatoren sein, ebenso von iibelriechenden Plastikatoren.
Eine moderne Flaschenscheibe, welche hei den heutigen Rohgummipreisen den Brauereifachmann, den Bummifabrikanten m d den Konsumlenten befriedigt, setzt sich
7,usamman aus den Komponenten: Nicht gertiuoherte
Hevea Crepes, amerikanischer Gasrut3 (Mikronex),
kolloide Kieiselsaure, Schwefel und ein bierunliislicher
Plastikator (geruchlos) .
[A. 34.1
;-
Das neue ,Register des Chemischen
Zentralblaltes9.
Von ALFREDSTOCK,
Berlin-Dahlem.
(Eingeg. 18. M&z 1926.)
Dies mist weit mlehr als ein Rosgister; es ist eine wissenschaftliche Leistung, mit der die Bearkiter, d,ie verdienstlichen Redakteure des Chemischen Zentralbhttes, der
chernischen Welt ejn w~ertvoll~es
G.eschenk mach,en.
Schon vor einigen Jahren fiatte der Vorstand der
D eutschen Chemischen G'esmellschaft beschloss'en, dem
Jahresregister des Chemlischen Zentralbla ttes ein organisches Formelregister anzugliedern. Weil der ZentralblattJa hrgang 1924 noch zur Registerspgnne d'es G'eneralregisters VP (1322-1924) zahltTee,
konnte die Neuordnung erst
jetzt durchgefiihrt werden. Die Herren Dr. P f 1 u c k e
und Dr. B e h r 1 e haben diese Gelegenheit benutzt, dern
Sachregister eine tiefgreif ende Verhlees3erung zuteil werden zu lassen. Sie habmen das dem Zentralblatt bd'sher
beigegebene sysiernatische Register in d a s alphabetische
SGlchregist,er himeingearbeitet. Indem s i e s>achlich verwandte Einzelbeiten unter Haiiptstichworten zusammenfai3ten und so gebildet'e groi3ere AbNsc,hnitte notigenfalls
weiter unterteilten, haben sie eine vortreffliche 'Ubersichtlichk,eit erzielt.
Hauptstichworte sind b'eispielsweits'e:
Atomstruktur, Bakteri,en, Blutzucker, Bode.n, Brennstoffe,
Enzyme, Kolbid.e, are, Petroleum, Pflanzen, Spektrum,
Strahlen, Vitarnine.
Die geschickte Art, wie der Stoff vereinigt und gegliedert ist, hebt das Werk zur Hohe ein'ee Handbuehes
i) S a c h - u n d
Formelregister des Chemis c h e n Z e n t r a l b l a t f e s 1 9 2 5 1 u. 11. Rerausgegeb,en
von der Deutschen Chcmdschen G~esellschail,bearbeitet von DT.
M. P f l u c k e und Dr. E. B e h r l e . V e r l a g C h e m i e ,
Leipzig und Rarlin, 1926. 626 Seiten.
536
[
Brennbare technische Gase
~~
oder Jahresberichbes empor. Diels bedeutet einen wichtigen Fortschritt im Registrierwesen (wie er ubrigens auch
anderwarts, in Amerika, neuepdings angestrebt wird).
J e blesorgniserregender die chemisohe Origimlliteratur
anschwillt und je schwieriger es dem Forsoher oder Techniker wird, selbst den Oberblick auch nur uber sein
engeres Fachgebiet zu behalten, um so wichtiger werden
ja Art unfd Gute der Registrierung. Schlechte und unvollstandige Register konnen zum Masseagrab werden, in
dem die Ergebnisse chemischer Arbeit verschwinden. Das
vorliegende Register ist, Stichproben zufolge, von ausgezeichneter Vollstandigkelit und Zuverlassiglreit. Eine besondere Erleichterung bedeutet es fur die Grenzgebiete,
physikaliische Chemie, Physiologie, Pharmakologie usw.
Bbschnitte wie ,,Leitfahigkeit", ,,Drusen und Drusenextrakte", ,,Arzneimittel" unterrichten in anschaulichster
Weise uber die Arbeit des Jahres.
Leider mui3te darauf verzichtet werden, den Zentralblatt-Zitaten die ketreff enden Autorennamen hinzuzufugen;
sonst waren Umfang und Preis zu gewaltig gestiegen.
Bei den anorganischen Vlerbindungen ist die sich
immer mehr einburgernde Wertigkeitsb,ezeichnung mit
Zahlen (z. B. ,,Eisen (11)" statt ,,Ferro") restlos durchgefuhrt worden. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dai3 die
Elemente und ihre samtlichen Verbindungen beieinander
stehen.
Die organischen Verbindungen sind ausnahmslos in
dem genau nach R i c h t e r schem System gestalteten
Formelregister aufgefuhrt. Alle w,ichtigeren findlen Bich
aui3erdem im Sachregister unter dem Namen der Stammsubstanz, dem die Substituenten folgen. Auf diese Zwiespaltigkeit lionnte mit Rucksicht auf die technischen Fachgenossen nicht verzichtet weden, die sich nur langsam
damit befreunden, die Bruttoformel einer gesuchten Verbindung auszurechnen und im Formelregister aufzusuchen.
Der Obersichtlichkeiit des Ganzen kommt ein recht
zweckmai3iger Druck zugute.
Auf weitere Einzelheiten einzugehen, ist hier nicht
der Ort. Ein Hinweis auf dielse treffliche, den Wert
unserels Chemischen Zentralblattes steigernde Neuerscheinung ersdiien mir angebracht.
Wegen der Wichtigkeit tdes Neuen Registers des Chemischen
Zentralblattes wird hier nooh ein Brief wiedergegeben, den Prof.
W i e 1 a n d , Munchen, am 1. Marz 1926 an die Redaktion des
Chemischim Zentralblattes gerichtet bat:
,,Im Nachstehenden mochte ich mioh kurz iiber das
neue Sachregister 1925 I und I1 auflern, das Sie mir zur
Begutachtung iibersandt haben.
Ich mochte von vorneherein bemerken, dai3 die groi3e
Ausfuhrlichkeit dieses nach den neuen Geisichtspunkten
angelegte Register sehr bequem und brauchbar macht.
Das Register ist so ausfuhrlich, dai3 sich die Frage erhebt,
ob nicht am Ende allzuviel Arbeit darauf verwendet und
allzuviel Druckraum ihm eingeraumt ist. 1c:h bin eigentlich der Meinung, dai3 der Abneigung mancher Chemiker,
das Formelregister zu benutzen, nicht in dem MaBe
Rechnung getragen werden sollte, wie dies hier geschieht.
Das Formelregister ist und bleibt das Fundament
der
organischen
chemischen Registrierung;
ich
personlich erachte es fur alle analysierten Verbindungen fur ausreichend. Die groi3e Sorgfalt, die daneben auf die Anfertigung des Sachregisters verwendet
wird, kann der Natur der Sache nach nie zu einem durchgreifenden Erfolge fiihren, weil es gar nicht moglich ist,
alle denkbaren Benennungen fur einen Stoff zu bringen;
z. B. wenn man Aoetoin unter dem rationellen Namen
Acetylmethylcarbinol sucht, f i d e t man es in dem neuen
-
Zeitschrift ftir
angewandte Chemie
~
~-
Sachregister nicht. Auch durfte es kaum durchfuhrbar
sein, die Chemiker dahin zu bringen, daf3 sie das Triphenylaethan unter Methan aufschlagen. Konsequenterweise muDte dann ja auch das Toluol als Methanderivat
registriert werden. Eingefuhrte Trivialnamen lassen sich
nicht beiseite stellen.
Sehr gut gefallt mir die Z u s a m m e n f a s s u n g
ganzer Gruppen durch ein kollektives
S t i c h w o r t ; dadurch wird das friihere systematischs
Register, das eben doclh in den letzten Jahren fehlte, voll
und ganz ersetzt.
Es ist mir nicht recht klar, warum statt Wasserstoffyeroxyd Wasserstoffsuperoxyd gesagt wird, wahrenddem
das Acetylperoxyd die Praposition super nicht fuhrt.
Meiner Meinung naoh kommt man in allen Fallen rnit der
Rezeichnung der Peroxyde, Persauren usw. aus.
Wenn ich nochmals zusammenfassen darf, so genugte
nach meiner Ansicht in Zukunft die Unterbringung der in
ihrer Zusammensetzung genau bekannten organischen
Stoffe im Formelregister; fur den Hinweis auf das Sachregister ware der gebrauchlichste Name der betreffenden
Verbindung zu benutzen.
Alles i n allem sehe ich i n dem neuen
S a c h r e g i s t e r a n s i c h e i n M e i s t e r w e r k . Mir
scheint aber, daij unsere Tendenz dahin gehen mi& die
Literatur der Registrierung so weit als irgend nioglich
in Schranken zu halten, und eis will mir weiter scheinen,
als ob sich in einer solchen Beschrankung furderhin auch
hier der Meister zeigen werde."
H. W i e 1a n d .
Brennbare technische Gase.
Mitteilung des Normsenausschusses der deutschen Industrie.
(Eingeg. 25. Mllrz 1926.)
Entwurf 1, Z. ang. Ch. 38, 925 [1925].
Bepeits in Heft 18 der NDI-Mitteilungen vom 3. Sept. 1925
wurden zwei Vorschlage iiber die Benennung technischer Gase
zur Kritik veroffentlicht, wm die Meinungen der betei1igte.n Fachvertreter uber die Aufstellung eines einheitlichren EntwurEes, der
spater in das Norm'ensammelwerk aufgenommen werdea soll,
kennenzukernen. Diese Entwiirfe w.urd,en gleichzeitig mehr,eren
Fachzeitschriflen rnit der Bitte um Veroffentlichung zur Verfugung gest,ellt und in dlankenswert'er Weise in
,,Uas Gas- und Wasserfach", Heft 39 vom 26. Sept. 1925,
,,Zeitschrift fur angewandtie Cheniie", Heft 41, vom 8. Okt.
1925,
,,Bsennstoff, un:d Warmewi~schaft", 2. Oktoberheft 1925
mit vollem Wortlaut zum Atbdruck gebracht.
Auf Grund dieser Veroffentlichungen gingen Einwande in
grol3er Zahl sowohl von Fachverbiinden als auch von einzelnen
Fachl,eut#enbei der Geschaftsstelle des NDI und beim Venein
Deutscher Gas- und Wasserfachmann'er als der federfuhrenden
Organisation fur den Nurnberger Vorschlag ,ein. Selbst aus den1
Auslande lagen Briefe vor, die sich rnit den b.eiden Vorschlagen
befafiten.
Am 11. Dezember 1925 fancd geliegentlich d'er Herbetsitzungsr:eihe des Norm,enausschcueses der Deutschen Industrie eine
Sitzung statt, zu d e r Verstreter des Galsfache,s, unld zwar sowohl
Wissenschaftler als auch B,eZrieb#sfaohleute,nnd 0rganimit;ionen
eingeliadlen waren. - Die Einwand,e wurd,en in mehrstundiger
B,eratung b,ehand$elt. Erwahnt sei, dafi ,die weitaus grofite Zahl
d e r Einwaride sich mit gewissen Abanderungswunsch,en fur den
im Jalhre 1924 gelegentlich der Tagung des Dleutschen Vereins
von Gas- und Wasserfacbmannern in Niirnberg aufgestellten
Vorschlag auosprach. Der Vorschlag fder Brennkraifttechnischen
Gesellschaft Berlin fand nur vereinzelte Zn.stimmung. So sah
sich ,dbe V'ersammlung, in d e r sowoh1 Anhanger des Vor.
schlnges ,,Numberg" d s auch des Vorschlages ,,B,erlin" WTtreten waren, vor die Aufgabe gelstellt, aus dfen vorliegenden
Unterlagen das Beste auszuwahfen. Das Ergebnis ivt in dtem
Entwurf E 1356 - Brennbape technische Gase, Benjennning niedegelsegt.
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