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Das positive Bandenspektrum des Stickstoffs und seine nderung mit der Temperatur.

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549
4. Das positive Bandenspe7ctrum
des S t i c k s t o f s wnnd seine Anderzcng m$t der
l'ernperatur ;
uon Emest A n g e r e r .
(Hierm Taf. XIV, Figg. 1-6,
Taf. XV, Figg. 1-6.)
1. Die Untersuchung von Donaghey.
Hr. J. P. D o n a g h e y hat im Jahre 1907 auf Anregung
von Hrn. Geheilnrat R o n tgen im hiesigen Institut untersucht,
ob das sichtbare Spektrum des positiven Glimmlichtes von
Wasserstoff und Stickstoff in Geisslerschen Rohren durch
Abkuhlung der Gase auf die Temperatur von fester Kohlensaure und von fliissiger Luft bei konstanter Dichte eine Anderung erfahrt. Fur die Wahl von Stickstoff waren mitbestimmend die beobachteten Lichterscheinungen in der hohen Erdatmosphare, die durch elektrische Entladungen hervorgerufen
werden.
Hr. D o n a g h e y fand'):
1. das Spektrum des Wasserstoffs erfahrt keine sichtbare
Veranderung ;
2. das Spektrum von Stickstoff dagegen erfahrt charakteristische Veranderungen ; eine davon wurde genauer beobachtet
und ist in der beigefiigten vergrofierten Reproduktion einer
photographischen Aufnahme des Spektrums deutlich erkennbar.
Die Aufnahme (Taf. XIV, Fig. 1) stellt die gelb-griine Partie des
Stickstoffspektrums dar und zwar hatte bei der oberen Aufnahme die RGhre Zimmertemperatur, bei der unteren war sie
auf die Temperatur der flussigen Luft abgekuhlt. Die Unterschiede zwischen beiden Spektren sind augenfallig. Das Bild,
das der tiefen Temperatur entspricht, ist im allgemeinen vie1
lichtschwacher. Besonders der diffuse Hintergrund in der Mitte
1) J. P. D o n a g h e y , Diss. Miinchen 1908. Dortselbst auch ailsfiibrliche Literaturangabe.
550
8.Angerer.
des Bildes ist nahezu verschwunden. Dagegen treten rechts
und links zwei Liniengruppen auf, die einige Ahnlichkeit mit
den Banden im roten und gelben Teil des Spektrums haben,
und von denen in dem oberen Spektrum kaum Andeutungen
zu sehen sind. - Beide Spektren sind nacheinander auf dieselbe Platte mit genau gleicher Expositionszeit aufgenommen.
Die Linien der starker brechbaren Bande haben nach
I) o n a g h e y die Wellenlangen
die der anderen Bande
5308,l A.-E.
13,8 .,
1577 , I
1975
2671
5572,6 L.-E.
7771
7)
17
$271
$672
71
77
9177
71
77
Es verlangten diese Resultate jedoch noch eine eingehende
Priifung, ehe man annehmen konnte, daB es tatsachlich die
Y'emperatur des leuchtenden Stickstoffs war, welche die Anderungen des Spektrums bedingt. Vor allem war nicht von
vornherein die Moglichkeit auszuschliefien, da6 Verunreinigungen des Stickstoffs vorhanden waren, deren Spektrum bei
tiefer Temperatur mehr hervortrat, oder die vielleicht sogar
durch ihr Ausfrieren das Auftreten einiger neuer Stickstofflinien veranlagten. D o n a g h e y selbst hat darauf hingewiesen,
daS die Wellenllinge der neu auftretenden Linien der einen
Bande fast ubereinstimmt mit der k n g s tromschen Messung
der Kohlenoxgdlinien.
Andererseits sind viele Fiille bekannt yon Anderung der
Spektren durch Variation des Druckes im Entladungsrohr oder
durch die Entladungsbedingungen , so daB man an derartige
sekundare Einwirkungen der tiefen Temperatur denken mu8te.
Einem Wunsche von Hrn. Geheimrat R o n t g e n folgend,
habe ich die Donagheyschen Versuche nachgepruft, fortgefuhrt und auf das ganze sichtbare Spektrurn ausgedehnt.
2. Instrumentelle Anordnung.
D i e H e r s t e l l u n g v o n Stickstoff u n d d i e A n o r d n u n g zum
Fiillen der Sp ek tralrohren.
Es wurde Sorge gotragen, die En tladungsrohren mit m09Der Stickstoff wurde ent-
Zichst reinem Stickstoff zu fiillen.
Positives Bandenspektrum
des
Stickstoffi usw.
551
wickelt aus einem erwarmten Gemisch voii gleichcn Teilen
Ammoniumchlorid, Kaliumnitrit und Kaliumbichromat mit der
neunfachen Menge Wasser. Das Gas, das als Verunreiriigungen
hauptsachlich Stickoxyde und Chlorwasserstoff aufweist, konnte
in einem Gasometer iiber Wasser aufbewahrt werden. Der
Gasometer bestand aus zwei Glasflaschen von je etwa 5 Liter
Inhalt, die durch ein kurzes Rohr miteinander verbunden waren.
Dureh den Druck des Gases stieg Wasser aus der unteren in
die obere Flasche.
Das Gas passierte dann weiter in sehr langsamem Strom
zwei groBe Waschflaschen, die mit angesauerter Ferrosulfatlosung gefiillt waren, ferner zwei Flnschen rnit schwefelsaurer
Kaliumpermanganatlijsung und endlich je eine Flasche mit
30 proz. Kalilauge und reiner Schwefelsaure. Die Waschfliissigkeiten ltonnten erneuert werden, ohne daB Luft in das
abgesperrte Gas trat, und diese Erneuerung wurde stets vorgenommen, elie die F'liissigkeiten ihr Absorptionsvermogen verringerten - bei der Ferrosulfatlosung z. B. sobald .sie sich
lavendelgrun gefarbt hatte.
Alle Glasrohrrerbindungen
waren verblasen. - Dann wurde der Stickstoff durch ein 60 cm
langes weites Glasrohr iiber Phosphorpentoxyd geleitet und
gelangte von da in einen Verbrennungsofen, der mit Kupferspulen beschickt war. Das gliihende Kupfer entfernt die letzten
Reste von Sauerstoff und Stickoxyden. Das Gas war so trocken
und rein, daB im Laufe eines Semesters das Phosphorpentoxyd
nicht merklich angegriffen wurde und von den Kupferspulen
erst die beiden ersten schwarz geworden, die letzten vier oder
funf noch vollstandig unverandert geblieben waren.
Hinter dem Verbrennungsofen kam ein zweites Rohr mit
Phosphorpentoxyd und dann ein gefetteter Glashahn B, (Fig. l),
der den Gasentwickelungsapparat von den Entladungsrohren
trennte. Bis zu diesem Hahn stand der Apparat stets unter
Uberdruck.
Die Anordnung z u r Fiillung der Spektralrohren ist in
Fig. 1 skizziert. Die Rohren wurden durch Abkuhlung von
KokosnuBkohle niit fliissiger Luft evakuiert. So kam Quecksilberdampf iiberhaupt nicht in Beriihrung rnit den Rijhren.
Leider lieBen sich die beiden Absperrhiihne Is. und H,
nicht vermeiden. Zur Absorption der Hahnfettdampfe befand
-
552
3.Anger e.p.
sich hinter dem ersten Hahn eine Glasspirale, welche mit
Silberfeilspanen gefullt war, die im Stickstoffstrom ausgegluht
worden waren. Diese Spirale tauchte wahrend der Fullung
der Rijhren in flussige Luft und entfernte auch etwa vorhandene Spuren von Wasserdampf oder anderen kondensierbaren Gasen. Zwischen den Rohren und dem Hahn H, befand sich die Kokoskohle, durch die der Gasstrom hindurch
U
Fig. 1.
geleitet wurde, und die, mit flussiger uft abgekiihlt, sicher
kein Gas von dem Absperrhahn H , her zuriicktreten lie6.
Die Kohle war nach dem Ausgliihen in das GefiaB eingefiillt
worden und wurde vor Beginn der Versuche mehrere Tage
im elektrischen Ofen auf 360° erhitzt, wahrend haufig das
entwickelte Gas mit einer Wasserstrahlpumpe abgepumpt und
frischer Stickstoff zugefiihrt wurde. Zwischen H, und die
Wasserstrahlpumpe war ein mit Chlorcalcium gefiillter Ballon
geschaltet.
~
Die Spektralr6hren und ihre Fullung.
Ich habe bei dieser Untersuchung im wesentlichen drei
Typen von Rolaren verwandt. Rohre I und I1 unterschieden
sich dadurch, daB I1 Innenelektroden hatte, wahrend I elektrodenlos war (Fig. 2). A ist ein Ansatz, durch den man von
Positives Bandenspektrum des Stickstofs usw.
553
oben her in die vertikal gestellte Kapiilare sehen konnte. Der
Ansatz kommunizierte jedoch nicht mit dem Tnnenraum der
Rohre. Er wurde durch eine aufgekittete Glasplatte verschlossen und bei B mit etwas Phosphorpentoxyd getrocknet.
Auf die Glasplatte kam ein total reflektierendes Prisma, das
die Lichtstrahlen horizontal machte. So konnte man die Rohre
bei A festklemmen und von unten her ein zylindrisches Dewarsches Gefa6 mit fliissiger Luft uberschieben. Das lastige Be-
B
B
A
I
n
Ill
I'ig. 2.
schlagen der Glasflachen lie6 sich dabei vollstandig vermeiden.
Bei der Rohre 111 ging die Entladung durch den vertikalen
uncl den horizontalen Schenkel. Man konnte nun den vertikalen Schenkel in flussige Luft tauchen und das Licht des
gekiihlten und das des nicht gekiihlten Schenkels unmittelbar
iibereinander auf den Spalt des Spektroskopes werfen. - Die
Rohren mit Innen- (Aluminium-)Elektroden wurden vor dem
Gebrauch mit destilliertem Wasser gereinigt und gut getrocknet. Die elektrodenlose Rohre I wurde etwa 2 Wochen
554
4. Angerer.
lang xnit einer Losung von Kaliumbichromat in reiner Schwefelsaure vorbehandelt, die nach B a l y alle Kohlenstoffverbindungen wirksam entfernen soll.
Die Rohre, die gefullt werden sollte, wurde an das T-Stuck
(Fig. 1) angeschmolzen und in einen elektrischen Ofen gebracht.
Zur Reinigung der Rohre wurde zungchst das Volumen
bis zu dem Hahn Ill mit der Wasserstrahlpumpe evakuiert
und einigemale mit Stickstoff gespiilt, dann kam die Kokoskohle in fliissige Luft, wahrend die Rohre in dem Ofen auf
etwa 360° erhitzt war. Das Vakuum stieg schnell so hoch, daB
keine Entladung mehr durch die Rohre ging. Es wurde nun
alle paar Minuten etwas Stickstoff eingelassen und durch die
Rohre Strom geschickt, bis die Kohle wieder alles Gas absorbiert hatte. Neue Rohren zeigten ein paar Sekundin lang
das Stickstoffspcktrum, dann erschienen die Kohlenoxydbanden
und die Wasserstoffliriien. Darauf wurden so betrachtliche
Mengen Wasserstoff aus dem Elektrodenmetall frei, daB sein
Spektrum ohne fremde Linien erschien ; am hartnackigsten
erhielt sich die rote Wasserstofflinie im Spektrum. Erst wenn
die Rohre etwa eine halbe Stunde durch Erhitzung unil Stromdurchgang gereinigt war, blieb das Stickstoffspektrum unverandert. Trotzdem wurde die Reinigung no& etwa eine halbe
Stunde fort.gesetzt. Die fremden Gase, die durch das Anschmelzen der Rohre in diesen Teil des Apparates gekommen
waren, konnten durch eine derartige Behandlung vollstandig
entfernt werden. - Zuletzt wurde dann in cler Regel die
Kohle aus der flussigen Luft entfernt und gleichzeitig ein Iangsamer Strom Stickstoff zugeleitet. Wenn die Rohre schon
leuchtete, wurde sie abgeschmolzen. Der Gasdruck, der beim
Abschmelzen in der Rohre herrschte, wurde in diesem Teil der
Arbeit nicht gemessen, weil ich Quecksilber als manometrische
Substanz nicht verwenden wollte. Ich wahlte den I h c k so
hoch, daW die - 3 mm weite - Kapillare noch vollstandig
von dem goldgelben positiven Licht ausgefiillt wurde und
das blaue negative Licht die Kathode ebeu ganz bedeckte.
Am langsten wurde die Reinigung bei der eiektrodenlosen
Rohre I fortgesetzt, die drei Stunden lang im elektrischen
Ofen auf 360° erhitzt wurde, wiihrend die Kokoskohle etwa
Positives Banclenspektrum des Stickstoffs usw.
20 Stunden ein au6erordentlich
erhielt. l)
hohes Vakuum
555
aufrecht
D e r Spektrograph u n d die iibrigen Apparate.
Die Spektren wurden mit einem groflen S teinheilschen
Spektrographen photographisch aufgenommen. Derselbe batte
Objektive von 19 cm Brennweite und dem Offnungsverhkltnis
Y: 4,5 und wurde mit einem Rutherford(Compound-) Prisma
verwendet.
Die zur Ausmessung bestimmten Aufnahmen wurden mit
einem Telesystem von etwa 6,4 facher Vergroflerung gemacht.
Dabei erwies es sich als vorteilhaft, die Platte schrag gegen
den axialen Strahl zu stellen, um ein langeres Stuck des Spektrums scharf zu erhalten. Diese Neigung der Platte war fur
verschiedene Teile des Spektrums sehr verschieden groB, und
zwar war in1 langwelligen Teil die Brennweite fur Strahlen
groBter Wellenlange am kleinsten, im violetten Teil fur Strahlen
groBter Wellenlange am grof3ten.
Es waren auf der photographischen Platte bei der Wellenlange
6800
&-E.
5300
4300
3900
,,
,,
>,
10 A,-E. = 0,25 m m
7)
i?
= 0,38
= 1707
= 1782
7,
It
,,
Leider muBte bei dem Arbeiten mit dem Telesystem das
Objektiv stark ahgehlendet werden , wenn man eine betrachtliche Scharfe der Linien erreichen wollte, und dadurch wurde
die Lichtstarke so herabgedruclrt, daB eine Aufnahme des
Stickstoffspektrums 3-5 Stunden dauerte.
1) Bei der Reinigung der RGhre I11 tauchte nur der vertikale Schenkel
in den Ofen, wahrend der borizontale rnittels eines Bunsenbrenners erhitzt wurde. War nun die eine Elektrode heiB, die andcrc kalt, so lieB
sich kein Strorn von der heiBen zur kalten Elektrode erzwingen, wenn
der Druck dadurcb, daB die Rohre in Verbindung rnit der gekuhlten
Kohle war, sehr gering gehalten wurde. Machte man dagegen die heiUe
Elektrode zur Rathode, so leuclitete die RGhre sehwach riitlich-violett
und die Wandungen der Kapillare zeigten dabei eine schGne rote Fluoresnenx. Machte man die kalte Elektrode zur Kathode und erhahte den
Drnck durch Zulassen von etwns Gas, so erhielt man die bekannte griine
Fluoresxenx.
556
8.Angerer .
Die Breite des Spaltes betrug in der Regel 0,Ol mm, bei
manchen Aufnahmen 0,02 mm.
Zur Ausmessung der Spektren wurden uber und unter das
Stickstoffspektrum die Eisenlinien photographiert. Zu diesem
Zweck steckte ich auf den Spalt eine Blende, welche nur den
mittleren Teil desselben freilie8, und konzentrierte das Licht
der Stickstoffriihre auf diese Stelle. Nach der Aufnahme kam
eine andere Blende auf den Spalt, die den mittleren Teil des
Spaltes zudeckte, dagegen daruber und darunter ein Stuck frei
lie& Nun wurde der Spalt mit dem Licht eines zwischen Eisenstaben brennenden Bogens beleuchtet, das durch eine Mattscheibe diffus gemacht worden war. Bei der Entwickelung der
Platte erschien dann das Stiakstoffspektrum oben und unten
vom Eisenspektrum eingefaBt. - Die Zimmertemperatur
konnte wahrend der Aufnahmen bis auf 0,5O konstant gehalten werden. Auf versehiedenen Platten, die unter gleichen
Urnstanden, aber zu verschiedenen Zeiten aufgenommen worden
waren, stimmten die Abstande von zwei einige Zentimeter
auseinander liegenden Linien bis auf 1-2 Hundertstel mm
uberein - ein Zeichen, daf3 diese Art, das Vergleichsspektrum
aufzunehmen, zulassig war.
Die Eisenlinien wurden mittels des von B u i s s o n publizierten Atlas des Eisenspektrums l) identifiziert, welcher seinerseits wieder auf die F a b r y -13uissonschen Wellenlangenbestimmungen einiger Eisenlinien mit dem Interferometer bezogen ist.
Die Rohren wurden mit einem Klingelfussinduktor fur
13 cm Funkenlange erregt, der mit einem A.E.G.-Turbinenunterbrecher betrieben wurde. Parallel zu den Rohren war
eine Sicherheits.Funkenstrecke yon etwa 1 cm geschaltet. Der
Primarstrom, den ich auci der Stadtischen Leitung (110 Volt)
nahm, wurde durch Gluhlampenwiderstande so weit geschwacht,
daB sich die Riihren im Dauerbetrieb nicht mehr als zulassig
erwarmten.
Ich habe bei diesen Untersuchungen verschiedene Studien
uber die Photographie des wenzjer brechbaren Teiles des Spek1) H. B u i s s o n , Annales de la facult4 des Sciences de Marseille
18. Fascioule 111. 1908.
Positives Bandenspektrzim des Srickstoffs usw.
557
trums gemacht und mijchte meine Resultate hier erwahnen:
Eine aufierordentlich starke Rot-, Orange- und Gelbempfindlichkeit einer Platte erreicht man, wenn man dieselbe in einer
wasserigen l/*,, Promille Pinacyanol-Ammoniaklosung badet
und dann rasch trocknet. Gelbgriin bis blaugrun wird dann
jedoch vie1 schwacher gedeckt als rot. Fur gelb und griin
ist die Flavinplatte von H a u f f sehr empfindlich, auch arbeitet
sie weich und schleierfrei. Man kann die Flavinplatte mit
Pinacyanol sensibilisieren, wodurch man, iiber das ganze Spektrum nahezu gleiche Deckung erhalt. Leider wiesen meine
Badeplatten haufig Stellen ungleicher Empfindlichkeit auf,
welche die Schonheit der Spektren beeintrachtigen. Ich habe
deshalb spater zur Photographie des roten bis gdben Teiles
die bekannten ,,Spektralplatten" von W r a t t e n und W a i n w r i g h t verwendet, die zwar nicht so empfindlich, nber doch
gleichma6iger sind. Alle mit Pinacyanol behandelten Platten
Iiaben starke Neigung zur Schleierbildung. - Vie1 schwieriger
war eine geniigend gro8e Empfindlichkeit fur das Gebiet von
5300-4800 A.-E. zu erreichen. Am besten schienen mir noch
Flavinplatten zu sein, die in einer l/lo Promille Homokoll.
Ammoniaklosung gebadet w r e n . - Diese Angaben beziehen
sich auf das Stickstoffspektrum , das. eine wesentlich andere
Intensitatsverteilung besitzen diirfte , als etwa das Sonnenspektrum.
3. Qualitative Versuche.
Bei den im folgenden beschriebenen Versuchen wurde der
Spektrograph z u n h h s t ohne das Telesystem verwendet.
Ich konnle feutstellen, clap lrei allen Fariationen von I<iihenform (Innen- uud Aubenelektroden), von Gasdruck und Entladungsbedingunyen, solange nur hei normalent Betrieb drr Xiillre
positive Bandenspektrum auftrat, dieses auch die oben eriualinten griinen Banden und andere, weniger auffallige, aber
charakferistische Veranderungen zeigte, wenn die Rohre mit flussiger
L u f t abgekulilt wurde: I) Auch die sorgfaltigste Reinigung des
dus
Gases und der R6hre konnte die Intensitat dieser auftretenden
Liiiien nicht verringern, wahrend andererseits, als bei einer
*
1 ) Vergleiche die Tafel XIV, Figg. 3, 4, 5 , die Spektren bei holler
und bei tiefer Temperatur, ferner Abschnitt 4, p. 561.
558
E, Angerer.
Versuchsreihe die Rijhre mit einem gefetteten Hahn abgeschlossen wurde, die Intensitat der Linien auch nicht vergroBert
wurde. Man wird bei diesen Versuchen wohl in erster Linie
Verdacht auf die Anwesenheit von Kohlenoxyden und Kohlenwssserstoffen haben miissen, deren Linien bekanntlich besonders
leicht in Spektren anderer Gase auftreten. Es hat jedoch
erstens der Kopf der CO-Bande, die dem einen griinen Streifen
il- 5614 i.-R. zunachst liegt, die erheblich grogere WeHenlange
5661 A.-N. und an der Stelle des zweiten Streifens sind in
dem CO-Spektrum iiberhaupt kaum wahrnehmbare Linien. DaB
sich andererseits das CO-Spektrum bei tiefer Temperatur nicht
andert, habe ich durch einen eigenen Versuch nachgewiesen. Urn zu prufen, ob nicht Verunreinigungen des Stickstoffes mit
Stickoxyden die Anderung des Spektrums verursachten, un tersuchte ich drei von Go e t z e- Leipzig bezogene Rijhren, die mit
fl0, bzw. mit NO und N,O gefullt waren. In dem Bandenspektrum, das diese Rohren emittieren, zeigten sich die
Donagheyschen Streifen jedoch nicht. Die Versuche mit der rechtwinkelig gebogenen Rohre I11
ergaben glejchfalls die beschriebenen Veranderungen in dem
gekuhlten Schenkel. Auch das spricht dafur, daB die b d e rungen des Spektrums durch die l'emperatw verursacht werden.
Denn bei dieser Rohre sind Gasdruck und Stromstarke in dem
gekuhlten und dem warmen Schenkel gleich. Venn ferner die
der tiefen Temperatur entsprechenden Banden durch eine in
der Kalte ausfrierende Verunreinigung veranlaBt waren - was
j a an sich schon unwahrscheinlich ist, - so hatten sie sich
bei dieser Rohre auch in dem nicht gekuhlten Schenkel gezeigt.
Das war aber nicht der Fall - selbst als die Rohre 10 Stunden
lang in fliissiger Luft gestanden hatte.
DaB endlich die Veranderungen nicht von einer bei tiefer
Temperatur auftretenden Pluoreszenz der Glaswand herriihren,
hat schon D o n a g h e y untersucht und ich konnte es bestatigen.
Der Gasdruck in der Spektralrohre beeinflu& das Auftreten
der neuen Linien nur mittelbar: bei relativ hohen Drucken
wird die Kapillare so heiB, da6 die heftig siedende fliissige
Luft zur Kuhlung nicht ausreicht. Wird indes die Stromstarke
etwas verringert, so treten die grunen Banden wieder hervor.
Bei den tiefsten Drucken war die gelbe und grune Partie des
Positives Bandenspektrum des Stickstoffs U S M .
559
Spektrums sehr lichtschwach und die Veranderung deshalb entsprechend undeutlich. Zwischen diesen Grenzen liegt jedoch
ein weites Gebiet, in dem der Druck die beschriebenen Veriinderungen nicht merklich beeinflufit.
Die Farbe des Lichtes, das die Kapillare ausstrahlt, ist
bei normalem Druck goldgelb und wird bei tiefer Temperatur
etwas weiBlicher. Bei tiefem Druck leuchtete die Kapillare
braunlich, in fliissiger Luft ,,pfirsichrot" (rotviolett).
Wenn der Strom, der durch die Rohre fliefit, s e h schwach
genommen wird, so treten schon bei Zimmertemperatur die
beschriebenen Veranderungen des Spektrums auf. Darin scheint
m i r ein weiterer Grund fur die Auffassung zu liegen, da6 die
niedrige l'emperatur die Veranderungen hervorruft. Ahnliche
Versuchsverhaltnisse diirfte W i i l l n e r l) gehabt haben, der
in der zitierten Arbeit beschreibt, da6 das Bandenspektrum
des Stickstoffs im Griin (von h = 5603 bis 1, = 5445 k.-E.)
snders in einer 2,5 cm weiten Spektralrohre aussieht, als in
einer 0,25 cm weiten, und diese Anderung gleichfalls der Temperatur zuschreibt,.
--
Wenn man die Rohren mit Gleichstrom speist,, so unterscheiden sich die Spektren nicht von den oben beschriebenen.
Ich habe nun weiter einige Versuche unternommen, urn den
,,scheiubaren Widerstand'< der Rohren, das hei6t den Quotienten
Spannung
Stromstarlre
bei normaler und ljei tiefer Temperatur zu messen.
Ich verwendete fur diese Versuche eine Akkumulatorenbatterie
von etwa 3700 Volt, die unter Zwischenschaltung gro6er Lampenwiderstande, eines Jodkadmium-Amylalkoholwiderstandes und
eines geeigneten Zeigergalvanometers mit den Klemmen der
Rohre verbunden werden konnte. Parallel mit der RBhre war
ein Braunsches Elektrometer geschaltet. Die Rohre war von
der Form 11, sie wurde mit einem Glashahn gegen die iibrigen
Rohrleitungen sbgeschlossen.
Es wurde mit dieser Anordnung zunachst der scheinbare
Widerstand der Rohre bei Zimmertemperatur bestimmt ; dann
lram die Riihre in fliissige Luft und nach etwa einer Viertel1) A. W i i l l n e r , Wied. Ann. 35. p. 619. 1859.
560
3.Angerer.
stunde erfolgte die korrespondierende Messung bei tiefer Temperatur. Bei dieser Versuchsanordnung blieb also bei der
Temperaturanderung die Dichte des Gases konstant, sein Druck
anderte sich. - Nach einer derartigen Messung wurde durcli
Offnen des Hahnes der Gasdruck in der Rijhre etwas geiindert
und dann der nachste Doppelversuch gemacht. Es zeigte sich
nun, dafl der scheinbare Widerstand der Rohre durch die Abkuhlung bald vergroBert und bald verringert wurde, je nach
dem Gasdruck, bei welchem der Versuch angestellt wurde. Die
Erklgrung dieser Ergebnisse kann man in der bekannten Tatsache finden, daB der scheinbare Widerstand einer Geisslerschen
Rohre, wenn man sie, von hohen Drucken angefangen, allmahlich auspumpt, bei gewohnlicher Temperatur bis zu einem
Minimum abnimrnt, und bei zunehmender Gasverdunnung
wieder anateigt. Da nun die Abkuhlung eine Druckerniedrigung
zur Folge hat, so wird der scheinbare Widerstand, wenn er
vom Druck und nicht von der Dichte abhangt, bei hoheren
Drucken durch die Abkiihlung abnehmen , bei tieferen zunelimen mussen. Diese fjberlegung steht im Einklang mit den
beschriebenen Experimenten.
Wurde man andererseits bei hoher und bei tiefer Temperatur den Druck konstant lassen, also die Gasdichte andern,
so durfte man keine erhebliche Anderung des scheinbaren
Widerstandes bekommen. Auch das habe ich durch den Versuch bestatigen konnen.
Zu diesem Zweck wurde eine Rohre tnit einer Quecksilberpumpe und einem Mc Leodschen Manometer verbunden.
Dann bestimmte ich die Abhangigkeit des scheinbaren Widerstandes der Rohre von dem Gasdruck bei Zimmertemperatur.
Hierauf kam die Rohre in ein GefaB mit flussiger Luft und
nach der Abkuhlung wurden die Messungen des scheinbaren
Widerstandes wiederholt.
Stellt man diese beiden Versuchsreihen graphisch dar,
indem man als Abszissen die Drucke, als Ordinaten die
,,scheinbaren Widerstandel' nimmt, so erhalt man fiir hohe
und fur tiefe Temperatur je eine Kurve, die zusammenfallen
mussen, wenn der Druck allein den inneren Widerstand bestimmt. Das ist nun auch innerhalb der Versuchsfehler
der Fall.
Positives Bandenspektrum des Stickstoffs usw.
561
Das fur die vorliegende Spektraluntersuchung wichtige
Resultat der beschriebenen Versuche ist also, da6 die Entladungsbedingungen der verwendeten Spektralrohren nicht
wesentlich geandert werden, wenn die Rohren auf die Temperatur der fliissigen Luft abgekiihlt werden.
Das blaue Licht, das bei StickstoErohren die Kathode
umgibt, emittiert bekanntlich ein ganz anderes Spektrum, als
die positive Lichtsaule. I n diesem ,,negativen Bandenspektrum" ist, wie gleichfalls achon lange bekannt, das positive
Bsndenspektium schwach andeutet.
Ich habe nun durch okulare Beobachtung feststellen
kijnnen , daI3 dieses positive Bandenspektrum im negativen
Glimmlicht die der tiefen Temperatur entsprechenden Banden
aufweist, auch wenn die Rohre Zimmertemperatur besitzt.
DaS diese Banden jedoch nicht etwa dem negativen Bandenspektrum selbst angehoren, durfte dadurch bewiesen sein, daJ3
die iibrigen, starken negativen Banden auf den beschriebenen
Photographien des positiven Spektrums nicht sichtbar sind.
,
4. Begchreibung der dnderungen des Spektrums bei tiefer
Temperatur.
Das Spektrum, das die mit fliissiger Luft gekiihlte Rohre
aussendet, ist im allgemeinen von gemhgerer Tntensitiit als das
Spektrum bei normaler Temperatur. Nur einige wenige Banden
und Linien bleiben von dem allgemeinen Riickgang der Intensitat verschont und scheinen dadurch in mehr oder minder
hohem Grade heller geworden zu sein. Da keine quantitativen
Messungen der Intensirat gemacht wurden, liiSt sich die Frage,
ob die Helligkeitszunahme einiger Stellen bloB relativ oder in
manchen Fallen auch absolut ist, nicht mit Sicherheit entRcheiden. Nach dem Vorangehenden durfte dieser Entscheid
wohl auch durch die Versuchsbedingungen, die Belastung der
Rohre, modifiziert werden. Von den im folgenden beschriebenen
Anderungen sind tibrigens die meisten sehr auffallig und wurden
sowohl visuell als auch photographisch festgestellt. l)
1) Vgl. die beiliegenden Tsfeln.
Annalen der Physik. IV. Folge. 32.
36
562
A Angerer.
Die Intensitat der Bandenreihe im roten und gelben Teil
des Spektrums nimmt bei Seormaler Ternperatur von der ersten
bis zu der vierten Bande (A rc 6622,9) allmahlich zu; von der
vierten bis zu der eehnten wieder allmahlich ab. Von dieser
steigt die Intensitat der Banden wieder langsam an bis zur
siebzehnten (h = 5804,l). Die achtzehnte Bande, die letzte
dieser Reihe, ist wieder etwas lichtschwacher.
Bei tiefer Temperatur nimmt die Intensitlit der vierten
Bande relativ wenig ab, wlhrend die ubrigen Banden bedeutend lichtschwilcher werden: Der Intensitatsanstieg zu der
Bande 4 und der Intensifatsabfall nach ihr ist demnach vie1
steiler, als bei gewohnlicher Temperatur. Die Kante der orangeroten Bande 12 (A = 6068,Z)behalt bei tiefer Temperatur ihre
Intensitat nahezu bei und tritt dadurch deutlich vor den
Linien ihrer Umgebung hervor. Bei hoher Temperatur sind
die der Bande 12 folgenden drei Banden ebenso lichtstark wie
diese, bei tiefer Temperatur merklich lichtschwiicher. Auch
in dem Aussehen der einzelnen 3anden tritt eine Veranderung
auf. Die Kanten weden bei tiefer Temperatur intensiver im
Vergleich zu den ubrigen Linien der Bande. Die dritte
und funfte Linie jeder Bande, die bei normaler Temperatur
breit verwaaohen escheinen sind bei tiefer Temperatur
schmaler.
Das folgende Spektralgebiet von A = 5607,9 bis A = 5571,l
ist bei tiefer Temperatur relativ sehr hell und diirfte auch
absolut, im Vergleich mit dem Spektrum bei hoher Temperatur,
seine Intensitiit vermehrt haben. Es ist dies der eine der von
D o n a g h e y photographierten Streifen. Die Grenzlinie des
Streifens I = 5570,3 folgt dagegen dem allgemeinen Gesetz
der Irttensitatsabaahme bei tiefer Temperatur.
Ton der Wellenlange A = 5526,B bis A = 5339,5 zeigt
das normale Spektrum einen hellen, kontinuierliohen Hintergrund, der bei tiefer Temperatur verschwindet, so da8 die
kraftigsten Linien dieses Gebietes, besonders die Linien
A = 5478,1, 544i,7, 5406,8, 5372,3 isoliert hervortreten. Die
Helligkeitsabnahms bei tiefer Temperatur ist hier stirker, als
in den ubrigen Toilen des Spektrums.
Die nun folgenden Linien A = 5329,8 bis A = 5290,2, die
dem zweiten Donagheystreifen entsprechen, sind wieder bei
Positives Bandenspektrum des Stickstoffs usw.
563
tieferer Temperatur merklich intensiver, als dieselbe Stelle bei
normaler Temperatur. In beiden Streifen konnten Linien gemessen werden, die in den Hasselbergschen Tabellen fehlen,
wiihrend H s s a e l b e r g im allgemeinen viele Linien angibt,
deren Intensit&t bei meinen Versuchen zur photographischen
Festlegung nicht ausreichte.
Die Bande, deren Kante bei 5184,O liegt, nimmt bei tiefer
Temperafur etwas s a r k e r an Entensitat ab, als es die Regel ist.
Die Liniengruppe von etwa 5100 bis il = 5032,l wird
dagegen relativ weniger lichtschwach, so daB sich auf den
Aufnahmen bei tiefer Temperatur einige Linien messen lassen,
die bei hoher Ternperatur zu wenig definiert sind.
In dem nun folgenden Gebiet des kannelierteu Bandenspektrums zeigen einige Banden die Tendenz, bei tiefer Temperatur ein sekundares Maximum an ihrem Ende auszubilden.
Dies ist der Fall bei den Wellenlangen 4760 bis 4736,2, ferner
bei il = 4467 bis 4445,1, und zwar sind dieee beiden Gruppen
bei tiefer Temperatur anch absolut intensiver als bei hoher
Temperatur; endlich bei il = 4176 bis 4165.
5. Wellenliingentabellen.
In den folgenden Tabellen sind die Wellenlangen der Stickstofflinien verzeichnet, wie sie sich aus der Ausmessung der
photographischen Aufnahmen ergeben hat.
Bekanntlich hat H a s s e l b e r g I) sehr umfangreiche Messungen des Stickstoffbandenspektrums publiziert. E r verwandte
ein Schwefelkohlenstoffprisma und benutzte als Standardlinien
die Ang s t r omschen Messungen der F r a u n ho ferschen Linien.
Wegen der Anderung der Dispersion seines Prismas mit der
Temperatur brachte er Korrektionen an. H a s s e l b e r g eahlt wenigstens im roten und griinen Teil des Spektrums - vie1
mehr Linien auf, als ich auf meinen Platten unterscheiden
konnte. AuBerdem gibt er die Wellenlangen bis auf Hundertel
Angstrom Einheiten an, wahrend meine MeBfehlergrenze im
weniger brechbaren Teil des Spektrums etwa 0,2 k.-E. betragt
und erst i m blau und violett unter 0,l k - E . sinkt. Meine
-
1) B. H a sselb e r g , Zur Spektroskopie des Stickstoffs, MIBrn. d.
Petersb. Akad. 32. p. 1, Nr. 15. 1884/85.
36 *
E. Aageter.
564
Zahlen diirften daher kaum die Genauigkeit der Hasselbergschen erreichen. Wenn ich sie trotzdem hier veroffentliche,
so geschieht dies einmal, weil sie an die modernen Inter.
ferometermessungen angeschlossen sind, die bekanntlich um
0,5-1,3 &-E. hoher sind als die alten A n g s t r o m schen
Messungen; auBerdem sind meine Zahlen erstmals fur das
Stickstoffspektrum siimtlich auf photographischem Wege gewonnen. Endlich stellt die gute Ubereinstimmung meiner
Werte mit den (reduzierten) H a s s e l b e r g schen eine gewisse
Prufung der vorliegenden Untersuchungen dar.
Ich habe es unterlassen, die Intensitaten der Linien zahlen.
maI3ig anzugeben, einmal, da mir die Schatzung der Intensitat nach dem Auesehen der Linie unter dem Mikroskop zu
willkiirlich zu sein schien, und dann, weil die photographische
Platte in verschiedenen Spektralbereichen allzu verschieden
empfindlich ist. Intensive, wohldefinierte Linien sind durch
den Druck hervorgehoben , die schwachsten Linien sind eingeklammert. Linien, die bei tiefer Temperatur (relativ) hervortreten, sind durch ein t. T. bezeichnet.
Die Angaben der Wellenlangen beziehen sich auf 76 cm
Quecksilberdruck und 15O.
Wellenliinge
6574
Bemerkung
1. Bandkante
6863,5
6856
6843
6799
6786
6776
2. Bandkante
6693
6687,5
6674
6668
6661,3
6657,O
6652,O
6645,8
6639,7
6622,9
6771
6767,5
6756,5
6749
6742
6738,5
6733
6727
6720,5
67 15,5
6712
6703,6
Bemerkung
Wellenliinge
6612,s
6607,2
6599,6
6594,O
65ai,o
(6577,i’)
6572,s
6566,8
6560,7
6544,3
3. Bandkante
6534,2
6515,6
6510,O
\
)
I
t.
T.
565
Positives Bandenspektrsm des Stickstoffs usw.
Wellenlange
Wellenlange
Bemerkung
________
_-
-
4
6495,O
6489,9 4
6483,l
6468,O
6452,s
6439,s
6419,s
6408,6
6393,s
6384,O 2
6378,~a
6372,6
6366,5
6347,4 g
6342,3 5
6322,l
6313,O
3
6306,5 5
6295,4
6277,O i;j
6272,7
6252,2
6243,O
6236,l
6225,6
6185,O
6174,7
6126,s
6119,5
6114,6
6108,s
6102,l
2-
,
6. Randkante
~
2
3
~
7. Bandkante
3
9
6061,l
6056,7
6051,O
6044,3
6027,4
6012,9
6005,b
6001,O
5988,4
14. Bandkante
5864,3
16. Bandkante
8. Bandkante
9. Bandkante
17. Bandkante
5797,O
5793,O
5788,4
5782,O
5768,O
5763,2
5754,7
5747,6
5733,O
18. Bandkante
charakteristischer
Raum
schwach
5660,5
5632,s
5614,9
5607,9)
5602,2
5598,5
schwach
I
559215 t.T
5587,l
12. Bandkante
t. T.
13. Bandkante
~~
5847,O
5842,6
5831,7
I dunkler
10. Bandkante
sehr lichtschwach)
11. Bandkante
~~
15: Bandkante
5804,l
5
6068,2
5951,s
5950,s
5946,4
5934,8
5905,f)
5898,2
5894,l
5883,O
I
5582,9
5578,6
5574,l
5570,3
5553,5
5548,O
5544,9
5533,l
5526,8
5519,7
5616,b
nach recbts verwaschen
E. Angerer.
566
Wellenllinge
Bemerkung
1
II
5509,6
5506,8
5502,O
(5495,5)
5483,4
5478,l
5472,5
5464,8
5458,3
I1
6441,7
1
5433,5
5436,7
5428,s t.T.
5422,4
5406,s
5401,O
5397,8
(5394,O)
5387,3
537.293
5367,O
5363,9
5359,9
5353,7
5339,5
5336,l
5333,6
schwache Linien
und Streifen
I!
il
il
I1
5329181t.T.
5326,6
5325,6
5320,l t. T.
5316,l t. T.
5312,5 t. T.
5307,S
gen Linien, die 1
5300,9
mehr auf5290,2 t. T. nicht
liisbtar bis zu der
5274,5
isolierten Linie
5244,O
5274,7
5213,7
nach r. verwwhen
5208,7
nach r. verwaaohen,
(5202,6)
(5196,2)
sehwach
!I
Wellenliinge
5184,O
5178,5
(5175,2)
5166,7
5159,5
(5155,l)
(5152,6)
(5149,3)
5146,6
5198,5
5127,O
5089,9
5084,3
5080,4 t. T.
5077,7
5073,O
6066,4
5056,9 t. T.
5054,O
5046,3 t. T.
5032,l
4974,8
4973,O
492P,3
4917,3
4908,3
4906,9
4905,2
4897,4
4894,8
4892,5
4889,9
4812,6
4809,8
4809,O
4807,7
4806,7
4805,9
4804,8
4803,3
4801,6
4799,8
Bemerkung
-_-
kontinuierlicher
Hintergrund
Bandkante
sekundgre Bandkante
Bandkante
Positives Bandenspektrum des 8tickstoffs usto.
567
.-
W elienllinge
4798,O
4796,O
4794,3
4792,O
4789,8
4788,5
4787,O
4784,5
4781,4
4780,l
4773,O
4769,6
4766,5
4164,l
4761,5
4759,z
4756,s
4755,O t. T.
4750,8
4748,l
4747,O t. T.
4746,O
4744,3
4743,9 t. T.
4742,O
4740,2
4739,O
4736,2
47s9
4723,7
4721,6
Bemerkung
4i0291
4701,5
47094
4707,3
4705,8
4703,8
1
nach rechte abschattiert
sehr sohwach
4693,s
4692,2
4690,5
46&,8
4&9,1
4657,8
4656,O
4654,5
4653,O
4651,4
464996
4648,O
4646,b
Bandkante
4718,5
4717,5
4716,2
4714,5
4?12,6
4711,l
Wellenliingo
sekundilre Bandkante
4644,7
4643,6
4642,9
4642,2
4641,s
4639,O
4637,2
4635,2
4633,7
4632,8
4630,2
4629,5
4628,3
4627,5
4625,9
4622,l
4621,O
4619,8
4617,2
4614,4
4611,s
4599,5
Bandkante
kontinuierlicher
Hintergrund
nach rechts abschattiert
breit
aekundtire Bandkante
sehr breit
breit
Randkante
E. Angerer.
568
Bemerkung
\V ellenllinge
__---
4572,5
4568,O
4566,6
4665,O
4563,6
4562,O
4560,5
4559,O
-
4
--
__-
I
(1 Wellenllinge
rontinuierl. Grund
I/
?
11
4563,6
4552,7
4551,4
4550,3
4549,2
4546,9
4543,2
2
5
4489,s
4486,l
4485,3
4484,5
4483,4
4481,7
4480,3
4478,9
4417,6
4475,9
4474,25
4473,O
4472,05
4470,9
4468,9
(4467,8)
4466,6
4463,4
4460,3
4457,8
(4452,5)
4450,O
4446,4
4445,l
h;
3
3
2
Bandkante
4414,s
f;
E3
Bemerkung
4416,6
4416,"
4
3 3a
4555,6
1
I
--
intensiver als die
Umgebung
(1
j
''
1
1
I
,
'
I
I
1
j
4413,5
4412,5
4411,8
4410,7
4409,6
4408,5
4407,s
4407,l
4405,6
4404,l
4402,7
4402,l
4401,O
4400,3
4399,6
4399,2
4398,4
4397,9
4397,4
4396,4
4396,2
4395,5
4394,3
4393,5
4392,2
4390,l
4389,O
irei schmsle Linien
lrei breite Linien
ler rechte Begleiter
ist schwkher
do.
gleich intensiv
vie die Hauptlinie
i
.nd noch schwgchere
Linien , die nicht
mehr meabsr
Bandkante
'
4354,l
4353,5
4352,4
4351,5
4350,5
I
4348,5
4347,4
4346,9
1
569
Positives Bandenspektrum des Stickstoffs usw.
~
Wellenlhge
Bemerkung
Wellenlhge
Bemerkung
___
__.____
4346,3
43444
4345,s
4343,3
4341,9
4340,O
4338,2
4337,6
4336,6
4336,l
4335,4
4335,l
4334,3
4332,9
4332,l
4331,6
4331,3
4330,3
4329,7
4328,5
4327,8
4326,7
4326,O
4324,9
4324,O
4323,l
4322,7
4322,O
4321,l
4320,9
4319,8
4319,O
4318,3
4317,5
4316,8
4316,O
4315,2
4314,5
4313,5
4312,7
4312,l
sekundgre Bandkante, sehr intea&
breit
4311,O
4310,4
4309,7
4308,4
4307,8
4307,2
4305,6
4305,l
4304,5
4278,3
4277,8
4276,6
4276,2
4275,6
4275,O
4273,6
4272,7
4271,8
1
4269,b
4268,9
4268,2
4267,O
4265,O
4364,2
4262,s
4261,8
4260,4
4259,6
4259,2
4258,2
4257,8
4257,O
4256,l
4255,5
4255,2
4254,2
4254,O
4252,4
4251,7
4250,6
4249,9
4248,8
Bandksnte
Intens. Bandkante
?
E
0)
.
I
El
2
nach links verwaschen
E. A;agerer.
570
Wdledtioge
Belmerknng
4248,5
4247,O
4246,4
4245,7
4245+3
4244,4
4243,8
4243,O
4242,2
4241+3
4240,9
4239,9
4239,3
4238,6
4237,5
4236,s
4204,4
1
i
I
1
1
(4236,3)
4235,l
4234,5
4233,9
42%2,4
4231,8
4231,3
4229,8
4229,l
4228,5
4226,8
4226,4
4225,?
4224,Z
4223,6
4222,9
4220,6
4220,O
4217,l
4215,3
4213,8
4211,8
4210,4
4208,4
4207,3
4205,2
1
j
j
Mitteliinie
am starksten
I
1
4198,4
4197,7
4197,l
4196,3
4195,4
4194,6
4194,O
4193,75
4192,6
4191,4
4190,4
4190,O
4188,9
4188,4
4187,7
4187,Z
I
Mittellinie
am schwiichsten
1
1
letzte Linie
am starksten
I
3ehr intenaiveBandkante
4201,b
4201,3
4200,6
Mittellhie
am stalksten
Mittellinie
am schwiichsten
,,
4186,s
4186,3
4185,s
4184,9 4
4184,l g4183,2
4182,4
4181,4 S
4180,5
4179,6
4178,7 &'
4177,9
4177,4
4176,8 2
4175,9 irj
41 75,4
4174,7
4173,3
4172,5
4171,9
4171,O
(4170,6)
breit
5;
breit
3
:
schwach kontinuierlich
Positives BandenspehtTurn des Stichstoffs usw.
W ellenltinge
Bemerkung
Wellenlilnnge
bei t. T.
intensiver
1
1
1
I
1
1
1
Bandkante
breit
Bemerkung
______
-
4170,2
4169,6
4168,7
4168,O
4167,2
4166,9
4166,O
4165,5
4163,6
4162,9
4162,2
4160,s
4160,2
4159,7
4158,l
4157,5
4157,O
4155,2
4154,7
4154,l
4152,3
4151,8
4151,3
4149,5
4149,O
4148,4
4146,4
4145,9
4145,5
41429
4141,4
4141,2
4140,b
4I40,2
4139,8
4139,4
4139,O
4138,4
4137,9
4137,2
4136,'l
4136,l
57 1
4135,l
4134,2
4133,7
4133,3
4132,P
4131,2
4129,9
4189,5
4128,6
4128,O
4127,3
412'7,O
4126,4
4125,s
4125,4
4124,6
4124,3
4123,7
4122,7
4122,O
4121,O
(4120,2)
4119,l
4118,2
(4116,2)
4115,4
(4114,9)
4114,l
4113,3
4112,7
4111,9
4111,2
4110,4
4109,6
4109,l
4108,2
410'1,5
4106,9
4105,8
4105,3
4104,5
E. Angerer.
572
Bemerkung
_
I
_
_
4103,3
4102,7
4102,O
4100,9I
I
l i
~
.I
1
410012
4099,6
4098,Z
4097,6
4097,l
l
4-094,s
40939
1
4065,9
4065,7
4064,s
4064,O
4063,6
4063,O
4061,9
4059,.
4058,s
Bandkante
4092,s
4091,s
4091,Z
4090,2
4089,5
4088,l
4087,2
4086,9
4085,8
Doppellinie?
schwach
40S3,l
4081,7
(I
4057,5
4057,O
4056,6
4055,9
4055,2
4054,85
4054,6
4054,2
4053,8
4053,3
4052,26
4051,3
4060,26
4080,4
4080,l
4079,l
4078,5
4077,7
4077,4
4076,9
4076,l
4075,9
4075,l
4074,6
4074,l
4073,2
4072,3
4071,4
_.____
___
schwach
7,
1,
sehr schwach
I?
,l
1,
Intensive Bandkante
40SS,4
die Linien folgen
sich zu eng, urn sie
trennen zu kijnnen
4085,5
4085,O
4084,4
4084,O
4070,5
4069,6
4068,7
4067,s
4066,9
1
schwach
4049,8
4049,l
4048,4
4048,O
4047,6
4047,l
4046,7
4046,3
404594
4044,9
4044,O
loppelt ?
4043,4
aoaz,4
4041,6
nach rechts verwaschen
)?
nach links verw.
breit, vielleicht
doppelt
Positives Bandenspekkum des Stickstoffs usw.
Wellenliinge
Bemerkung
Wellenlfinge
-
4041,O
4040,6
4040,O
4039,3
4038,8
4038,2
4037,5
4036,9
4036,3
4035,s
4035,O
4034,4
4033,7
4033,O
4032,3
4031,9
4030,s
4030,4
4029,s
4028,7
4028,2
4027,7
4026,5
4026,O
4025,6
4024,2
4023,7
4023,3
4022,s
4021,l
4020,s
4019,3
4019,l
4018,5
4016,7
4016,3
4015,9
4013,7
401411
4013,2
1
I
1
1
1
1
1
I
1
1
\
573
Bemerkung
~ _ _ _ _
.
4011,5
4011,l
4010,7
4008,s
4008,2
4008,O
4005,s
4005,4
4005,2
4002,9
4002,6
4002,2
3998,b
3997,8
3997,OS
3996,25
3995,s
3995,2
3994,5
3993,9
3993,5
3993,15
3992,6
3992,15
3992,O
3991,7
3991,2
3990,3
3989,5
3989,l
3988,5
3987,85
3987,3
3986,7
3986,3
3985,9
3985,25
3985,O
3984,5
39847
3983,l
sehr schweche
Triplets
kaum
unterschei dbar
sehr intensive
Bandkante
?
E. Anyerer.
574
~~
Wellenllinge
Wellenlsinge
Bemerkung
3954,8
3954,5
3954,O
3951,s
sej1,5)
3949,8
3946,7
3982,2
3981,4
3980,6
3980,5
3979,8
3979,l
3978,7
3978,2
3977,4
3977,O
3976,2
3976,6
3975,7
3975,l
3974,4
3973,8
3973,2
3972,6
3971,9
3971,l
3970,5
3970,O
3969,O
3968,5
3967,9
.5
Schwerpunkt des letzten
Triplets
39433
39*3,7
3941,6
1
I
3940,9
3940,5
3939,9
3939,3
3938,6
3937,7
3937,2
3936,7
3936,3 4
3935,6 r ~ )
3934,5
3933,4 I1
3933,2
3932,3
3931,8
3931,l %
3930,9
3930,O
Ei
3929,7 8
3929,O
3928,7
3928,2
3927,4 8
3926,6
3925,9 9
3925,l
3924,2
3923,5
3922,7
3922,4
e
:-
1
z::
I
1
I
3965,9
3964,6
3964,l
3963,7
3962,l
3961,7
3961,3
3959,s
39594
3959,l
3957,5
3957,l
3956,6
Bandkante
kontihuierl. Grund bis
1
I
'
5
1
1
2
I
I
~
i
~
2
'
a
I
1
575
Positives Bandenspektrclm des Stickstoffs usw.
Wellenliinge
3921,7
39P1,O
3920,6
3917,5
3916,8
3916,2
3915,6
3914,3
3914,l
3912,6
3812,l
3911,7
3910,5
3908,5
3906,8
3905,l
3904,2
3903,2
3902,2
1
I
Bemerkung
1
Bemerkung
Wellenliinge
-.
1'-
3901,O
l
i3900,O
__
5898,7
3895,2
3894,8
3893,7
3892,7
3890,6
3890,2
3889,6
3888,8
3887,7
3887,l
3886,5
3885,4
3684,4
3883,4
3882,9
3882,3
Von den beifolgenden lafeln enthalt die erste unter Fig. 1
die - bereits auf p. 519 beschriebene - VergroBerung einer
Aufnahme von Donaghey. Fig. 2 zeigt eine unvergrofierte
Reproduktion einer meiner eigenen Aufnahmen dieses Gebietes, welche die beiden bei tiefer Temperatur auftretenden
Banden besonders typisch zeigt. Als Vergleichsspektrum dient
hier das Quecksilberspektrum.
Die nachsten drei Figuren sind Abbildungen des ganzen
Spektrums bei hoher und bei tiefer Temperatur. Leider sind
die drei dargestellten Spektralbereiche nicht unter denselben
Bedingungen aufgenommen.
Fig. 3 zeigt die Banden im roten bis gelben Teil des
Spektrums bei hoher und bei tiefer Temperatur. Als Vergleichsspektrum ist das Eisenspektrum mit aufgenommen. Diese
beiden Aufnahmen sind auf zwei verschiedenen Platten gemacht und getrennt entwickelt worden.
Fig. 4 zeigt die gelbe bis zur blauen Partie. Diese Aufn:thme wurde mit der rechtwinkelig gebogenen Rohre gemacht.
576 E. Bngerer. Positives Bandenspektrurn dee SEickstoffs usw.
Das obere Spektrum lieferte der horizontale Schenkel bei
Zimmertemperatur, das untere dagegen der vertikale Schenkel
in fliissiger Luft. Leider ist das obere Spektrum etwas zu
schwach exponiert, weil die Wand des horizontalen Schenkels
das Bild etwas verzerrt und dieser Fehler bei der Aufnahme
nicht geniigend kompensiert wurde.
Fig. 5 stellt den blauen und violetten Teil des Spektrums
dar. Von den beiden Aufnahmen wurde die obere bei tiefer,
der zweite bei hoher Temperatur gemacht. Sie sind genau
gleich lange exponiert.
Die folgende Taf. XV stellt VergrbSerungen der ausgemessenen Platten dar. Die VergroBerung ist etwa 4 fach
linear. Von den feinen Details, das die Originale zeigen, ist
auf den Reproduktionen leider sehr vie1 verloren gegangen.
Ich habe dann weiterhin noch einige vorlaufige Versuche
iiber die Spektren von Helium, Argon und Wasserstoff bei
tiefer Temperatur gemacht.
Bei Helium konnte ich keine merkliche Verschiedenheit
der Spektren bei normaler und bei tiefer Temperatur finden.
Bei Argon nehmen die Liniengruppen in den weniger
brechbaren Teilen des Spektrums bei tiefer Temperatur an
Intensitat zu. Die Rohre wurde mit einem Induktor mit parallel
geschalteter Kapazitiat betrieben.
Das Spektrum des Wasserstoffs zeigt - wie j a schon
bekannt war - keine weeentlichen Anderungen bei tiefer
Temperatur.
Niinchen, Physik. Institut d. Universitiat, Miirz 1910.
(Eingegangen 9. Marz 1910.)
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