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Das Schllkraut. Von Daniel-Schmaltz. Bd. 1 der ДArzneipflanzen in EinzeldarstellungenФ. Hippokrates-Verlag Marquardt & Cie. Stuttgart 1939. Pr. geh. RM. 7 25 geb. RM

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in den senkrechten Spalten zugehorige chexnische Dateu - eingcteilt
nach Name und Formel, Vorkommen, Darstelling. Eigenschaften,
Anwendung - wiedergegeben siud. Es entstelit so eine Stoffanordnung, die - wie der Titel des Biichleins schon treffend Zuni
Ausdruck bringt - ein kahles ,,Skelctt" tier Chemic clarstellt, dein
es an ,,warinem Pleisch und Blut" und damit a n lebendigeni
Lebeii niangelt. Und wenn es wirklich zutrafe, dafi - wie eine
tiichtige Verlagsanpreisung behauptet - das Durcharbeiten des
Biichleins ein ,,Sitzenbleiben aosgeschlossen" mache, so sprHche
das nicht fur das Biichlein, sondern gegen den Chernieunterricht
rler I\iittelschule. Denn der chemische Schulunterricht soll ja doch
nicht ein trockenes chernisches Wissen - siinberlich tabelliert tiach
Vorkonimen, Darstellung, Eigenschaften und Anwendungen - verniitteln, sondern soll genieinschaftlicli niit anderen naturwissenschaftlichen Fachern in das natiir~vissenschaftliclie Denken cinfiihren nnd die lebendigen Zusamnienhiingc iiiit \'olk und Heimat,
Natur, Technil; und taglicheni 1,eben aufzeigcn.
Der behandelte chemische Stoff selbst ist -- von inanchcrlei
Ausnahnien abgesehen - irn grol3en und garizen fehlerfrei zusanuuew
getragen.
E , 1Yiberg. [ B R . 1.1
Die e x a k t e n M e t h o d e n d e r M i k r o m a B a n a l y s e . Von J . M i k a .
Mit 19 Abb. u. 4 Tab. Band XLII von ,,Die cheni. Aualyse",
herausg. 1-011 11'. B o t t g e r . F. Enke, Stuttgurt 1930.' Pr. geh.
RM. lS.-,
gcb. RJf. l9,bO.
In eineni 99 Seiten umfassenden allgenieinen Tcil werden die
Grundvorausset~uii.~en
tler nIikroniaBanalyse, die Restimtnung des
.kquivalenzpunktes, der W'irkungsgehalt der MaWlosungen und die
Hestimmuiig ilires Verbrauclies sowie die sonstigen Hilfsrnittel maWannlytischer nlikroarbeit beschriehen. Der spezielle Teil von 72 Seiten
[Tmfang beliandelt die Neutralisationsanalyse, die OxydationsRedul;tionsanal)-sc sowic die Komplexbildungs- untl Fallutigsanalyse.
V f . scliiipft in seincui Biichleiii aus eigeucr Erfalirunx iind
bringt in kritisclier IVcise eine ausgezeichiiete Rehandlung rlcr
XikroniaUanalyse. Besonclers griindlicli hrhaiidelt sind die inethotlischen Abschnitte. Dirse bieten eine Fiille von Arregungeii und
fiihren den Leser wieder zuriick ZII Fragcstellungcn, die auch in
(lie Biakroanalytik hineinspiclcii untl iibcr <lit=inan sich aus deli1
Gefiihl der praktischen \?crhuntlcnheit init cler Gelnauchsanalytik
nicht iinnier Rechenschaft abltgt. Nicht i i i i r dcr apparativc Teil,
a n dem vielleicht nur das auszusetzeri ist, daW er noch clurch eitie
liritische Behandlung der erforderlichen Eigenschaften der Hilfsapparate bei der ElektromaWanalyse zu crganzen wHre, sondern
auch der spezielle Teil bieten eine Fiille von Snre-qingen und Erfahrungen, nus denen man bei der praktischcn .4rbeit Nutzen ziehen
kann. Somit steht das Bandchen weit iiber den1 Typus cines reiuen
Speaialmerkes und sollte in jeder Bibliothek, die eine Abteilung fiir
chemische Analyse enthalt, zu finden sein.
P . W,tdf/. [BB. 23.1
K u r z e s L e h r b u c h d e r Enzymologie. \'on Tli. Uersiti. 2. Aufl.
m. 32 Abb. Akadeni. Verlagsges. 111. 1). FI., 1,eipzig 1939. Preis
geli. RRI. 11.--, geb. RM. 12,80.
Es ist ein erfreuliches Zeiclien fur d a s zuueli~nendeInteresse
a n biologischen Fragen, daO schon nacli knapp 2 Jahren dns Lehrbuch dcr Enzyrnologie von Th. Bersin in der zweiten Auflage ersclieinen konnte.
In dieseni kurzen Lehrbucli ist dcr Fortschritt der Ietzten
Jnhre, in denen sich unsere biocheruischeii Kenntnisse stark erweitert uiid insbesondere sich iu vielfaltigcr Verkniipfung zwischen
Cheinie der Naturstoffe uud der Enzyme ausgewirkt haben, von Brrsiti
klar herausgearbeitet worden. I n den knapp nnd didaktisch glauzend
abgefal3ten Kapiteln wird neben der Spezifitat und Darstellungsmethode der Fermente vor allem ihre chernische Konstitution rind
ihr Wirkungsmechanismus eingehend beschrieben. Das Lehrbuch
gewahrt einen sehr guten Einblick in das Gebiet der Enzymologie
und kann warm empfohlen werden. Ausfiilirlich behandelt werden
die Carbolipdrasen, -4midascn. Proteaseu und Redoxaseii. Wemi
auch manche Probleme mit Absiclit ein wenig vereinfacht geseheri
sind. so ist doch gcrade hierdurch eine einheitliche Linie entstanden.
die d e u Studenten die Einfiihrung erleichtcrt.
Ein Wunsch steht m. E. noch offen, niiullich eine ausfiihrlichere
Behandlung der Themen des dritten Teiles, in dein die Bedeutung
der Enzyme f u r die Atmung, Ernahrung 'und den Stoffwechsel
beschrieben sind. Eine umfassendere Darstellung der Leistung der
tierischen und pflanzlicheu Zelle und der Organisation des biologischen Xreislaufes wiirde eine wertvolle Ergauzung zii der vorwiegend analytischen Natur der enzymologischen Betrachtungen
darstellen.
C . Endrcs. [BB. 70.1
Physical C o n s t a n t s of H y d r o c a r b o n s . Vol. I. Paraffins, Olefiiis,
.4cetylenes, and other aliphatic hvdrocarbons. Von G. E g l o f f.
403 Seiten. A. C. S. Monograph Series Nr. 78. Reinhold Publishin::
Corporation, New York 1939. Pr. geb. $ 9,--.
Das Buch ist der erste Band eines vierteiligen Werkes, das die
physikalischen Konstanten von Kohlenwasserstoffeii bei kritiscber
Weitnng des nloglichst aus dcr Originalliteratur gesainmelten
218
Zahleuniaterials tabellenmiiWig wiedergeben soll. Iin vorlie~antlcn
Bande werden die aliphatischen Kohlenwasserstoffe beriicksichtigt.
Der zweite Band wird die Cycloparaffine und Terpene. der dritte
die aromatischen Kohlenwasserstoffe zuni Gegenstand haben. Ini
letzten, sicher interessantesten Bande sollen die Beziehungen zwischen
struktnrellen Eigenschaften und physikalischen Konstanten bchandelt werden.
Die Einleitung erliiutert das Prinzip des Aufbaus der Tal)ellen,
das von der uniibertroffenen Systematik des Beilstrirtschen Handhuchs nicht wesentlich ahweicht. Die Genfer Nonieuklatur findet
ini allgemeinen Anwendung (Ansnahine z . I1. : Endung ,,-yne" s t a t t
,,-he'' f i i r ilcetplenderivate). Bedauerlich ist, dall - abgesehen
von einigen Temperaturfunktionen bestimniter Konstanten - a u s sch1ieOlich die Schnielz- und Siedepunkte, spezifischen Gewichte
und Brochungsindices tabelliert sind, wahrend alle iibrigen Konstanten (z. B. kritische und theruiische Daten, Viscositaten, freie
Energien, Parachor und Oktanzahlen) einer spateren, besonderen
\'eroffentlirhung vorhehalten werden. Trotzdem kann die ZweckmaWigkeit einer ckrartigm ZusaiuiiienstellunIg kauni bestritten
werden, zunial gerade in der Xolileii\~asserstoffchei~e
die ,,physilialische Aiialyse" mehr und iiiehr an Bedeutung gewinnt. Die Vollstandigkeit und Cbersichtlichkeit der wiedergegebenen Daten,
einschl. der .%lipbe von Literaturzitaten, sowie die groWe Sorgfalt
in clcr kritischen Siclitiuig eines in seiner ZuverlHssigkeit sehr unterschiedliclicn Materials lassen dicses Spezialwerli. 31s wertvolle Brgiinzung tler international anerkannten Tabellenwerke physikalischi~hrniischerKonstmiten erscheineu, zuinal die nencsten Daten his
in tlns Jahr 1038 hiueiii I~eriicksichtigt werdeii.
G. R. ! S C h d / ~ C . [ H B . s7.1
Die Heilmittel. \'on .:1 8 t r a u W . n'olier sir koiiuiirii. V ; I ~
sie sind, \vie sie wirken. 144 S., 32 AhI). 11. 15 t.'ornielldtler.
-1.
Frohlich, 1,eipzig 193s. Tasclienforrnat. I'r. gvb. I<I!I. 1 ,-.
Das Biichlein uuterrichtet den interessierten Laien iiber Herkunft, Herstellung und Wirkungsweise der 2000 wichtigsten untl
gebrauchlichsten HeiLnuttel. Die Gcfahr eines Rezeptbuches fiir
den Laien ist vermieden, da Angaben iiber die Dosierung d l i s
felilen. Die iiiedizinischen und cheuiischen Pachaustlriicke untl
Fremdworter sind, wo irgeiidin(iglich, durch dein T.aien \-erstiintlljche
H ~ V C ~ I I ~i I1iB.
I I J177.1
~.
Susdriickc ersct7.t.
D a s S c h o l l k r a u t . Vori D a i i i c l - S c h i n a l t z . U d . 1 tler ,,.4rzncipflanzen in EinzeldarstelliiiiRen".
Hippokrates -Verlag Jlnrquartlt CEr Cie., Stuttgart 1939. Pr. geh. KM. 7,25, geb. RJI. 8.50.
Die Verfasser haben sich vorgenorniuen. eine Saniiiilung
,,.4rzneipflaiizen i n Einzeldarstellungeii" hcrauszu~elxn,in welcher
sowohl die offizinellen Arzneipflanzen als auch ,,nltberiihiute, ahcr
vielfacli in Yerge.ssenheit geratene Heilpflanzen" in ersrliopfender
Weise rlargcstellt werden sollen. Als erstes Produkt der inedizinischpliarniazeiitischen (:erueinscliaftsat.beit liegt die Monographie des
Schollkrautes vnr. I n 6 Kapitelii werden Geschichte, Botanik,
Cheinie, Pliarriiakologie, Phariuazie und die iuedizinische Anwendung
des Schollkrautes besprochen. Uas letzte Kapitel fiillt, nach Abzug
von Vorwort nnd Index, a k i n fast ein Drittel des Buches. Der
luediziiiisclie Verfasser referiert nicht nur, Lerichtrt vielniehr in
breiter Ausfiiirlichkeit (Krankengeschicliten!) auch iiber seine
cigeneu \'ersiiche und Beobachtiingen. denn i n dcr Ruchreihe sollen
,,vor alleni einige experimentell und kritiscli iinterbaute Erfahrungen" niedergclegt werden, nni den Arzt zii vernnlassen, ,,&r
Pflanzeuheilkundc inehr als bisher seine Aufinrrksaiiikeit zu
schenken".
Der clieniische Teil des Buches lalit leider an viclen
Stellen dic notmendige Klarheit vcrniissen, natnentlich in c\eiu .%\Ischiiitt Alkaloidc. hlan liest z. B. iiber das Chelergthrin S, 45: , , l k
Autoren stellten aus der freien Base die Pseudocyanitlc her I I I I ~ I
fiihrteii sie in das quartare Chlorid iiher". Ferner S . 40 iibcr d s s
Homochelidonin: ,,Die Abwescnlieit der Gruppe CH.O€I an1 King 1I
erweist sich dadnrch, daB dns Alkaloid nicht acylier1);ir ist". .iuf
der naclisten Seite findet sich jecloch die Strukturforuiel d r s HOIIIOchelidonins niit der tatsachlicli vorliaudenen alkoholischeu Gruppe.
Seite 50 lesen wir iiber das Allokryptopin: ,,Es kotnuit in zwri
hlodifikationen vor, VOII denen aber Uada?ncr nur eine bestltigen
konnte." Dem Cheiiiiker springt bei der Uetrarhtung der Strukturforiuehi des Chelidonins S. 42,4.5 und 47 sofort rlcr 4wertige Stickstoff i n die Augen. S. 45 und 47 sind auch antlere 1:ormeln fehlerhaft wiedergegeben. Oft stoWt man auf ungewohnte ilusdriicke,
wie ,,Queck-Silberbrenner" oder ,,die Luuiinescenz u nr eine brauurot
lutninescierende Zone" oder .,als Bindungsart (der Chelidonsaure)
gibt Lerch vor alleni das Calciurusalz aii". - Zu deui Abschnitt
Cheliclonsaure ware zu bemerkeii, daW an Stelle der vorhandenen
4 Seiten 1 Seite Text vollig geniigen wiirde, denn wenn jemand
durchaus wissen mochte, wie man vor 80 oder 100 Jahrcn die Satire
untersucht hat, so wird er sich die Originalliteratur vornehmeii.
SchlieWlich : Wenn ein Arzneitnittelfabrikant sogenannte spagyrischc
Essenzen auf den Markt bringt. so ist das lcein Gruud. uni in einer
Monographie des Schollkrautes iiber die ,,Berechtigung der Spagyrik"
zu diskutieren. Es bleibe dahingestellt, ob es iiberhaupt angebracht
ist, .,Industriezubereitungen", die lieute diese und morgen jenc
Gestalt anuehmen, im Rahinen des Werkes zu besprechen. - Das
Erscheinen einer S a d u n g ,.Arzneipflauzeu in Einzcldnrstelluti~cu"
diirfte von vielen Interessenten begriil3t werden. Ib ware aber zu
wiinschen, da13 die Bearbeitung der weiteren Bande nlit grijDerer
Sorgfalt und scharferer Xonzentration auf das Wesentliche erfolgt.
Th. Boehm. [BB. 4.1
Prof. .Dr. B. E m m e r t , 0.Prof. fiir Chemie am Chemischen
Iustitut der Universitat LL'iirzburg, feiert am 15. bIai seinen
(10. Geburtstag.
Dr. F. S t e i m i u i g , Berlin, 1,citer iler Patentabteilung der
ZellR.nlIe-Xrbeitsgeiiieiiischaft und des Deutscheii Zellwoll-Rings, der
sick auf tlein Gebiet tler Eutwicklung der Xunstseideteclinik bcsotitlere T'erclienste erworben hat, feiert aui 15. hIai seiiien 60. Gebiirtstag.
Ur. C. U i i g e w i t t c r , Hauptgeschiftsfuhrer der Wirtschnftsgruppe Clieiiiisclie Indnstrie und Reichsbeauftragter f i r Cheniie, der
a111 25. April seineu SO. Geburtstag feiertc, beging das Jnbiliiuiii
seiner 25jahrigeu Titigkeit in der Cheiuiscben Industrie. lcincs seiner
Hauptverdienste ist die einlieitlichc organisatorischc Ziisamnienfnssung der gesaiiitcn Clieniiewirtschaft zn ilirer gegenwhtigen gcwaltigeii 1,eistiingsfiiliigkeit. wofiir ihm aiilaljlich seines (:ehurtstagc.s
(~eneralfeltliiiarscliallGiiring nnd l<eicliswirtschaftsininister Punk
iliren Dank nnd ilirti besotitlere Anerkeniimig ausgesprochen haben.
Verliehen: Prof. Dr. \VC,. 0 s t w n l ( 1 , Ortlinarius fur Kolloidcheiuie aii der IJiiiversitiit I,cipzig, ariliiWlicli seiner Vortragsreise')
VOIII KBnig der Bulgarcii clas I~oiiii~inndei~rkreuz
des AlexaiitlcrOrdens.
Ernannt: Dr. J. K i i h n a u , L)ozeiit f i r physiologisclic Chciuic
und Physiologie (Problenie dtis Iiiteruiediarstoffwechsels und der
Zellatmung) an der Universitat Frankfurt a. M., zum a. 0.Prof. Dr. phil. habil. H. R o c h e l m e y e r , Universitat Frankfurt a. hi.,
zum Dozenten fiir Pharinazie (insbesondere Webpharmazie) in' der
NaturwissenschaftlicheiiFakultat.-Dr.
-1ng. habil. H. T e i c h m a u n ,
1'.H. Dresden (Lichtelektrizitlt), zurn Dozenten neuer Ordnung iii
angewandte Physik.
Prof. Dr. X. S c h a r r e r , 0.Prof. fiir Agrikulturchenue der Tiniversitat Giel3eu. crhielt eiiien Ruf auf den Lehrstnhl f i r Agrikultnrcheiuie der dentschen T. H. Briinn.
Gestorben: Dr. K. H o l z e r , Stettin, Handelschemiker (Untcrsuchungen in der Zuckerindustrie), am 15. April.
Dem K a i s e r W i l h e l m - I n s t i t u t f u r p h y s i k a l i s c h e CLeiuie u n d E l e k t r o c h e m i e . Berlin-Dahlem (Leitung: Prof. Dr.
Il'liie,5en) wurde aiii 1. Mai in Essen die Goldene Fahne verliehen.
I h s Institut ist durch diese Verleihung i n die Reilie der NS-Musterlirtriehe nnfgenommen wordeu.
Ausland.
Frof. Dr. ill. S a m e c , Uiiiversitat Ljubljana (Jugoslawien),
wurde anlal3licli seiiies Vortrages iiber Aufbau der Starke vnr der
Ueutschen Cheinischen Gesellschaft am 4. nIai die Hofmann-Plakette
uberreicht.
1)
Vgl. diese Ztschr. 58, G94 119391.
VEREIN DEUTSCHER CHEMIKER
AUS DEN BEZlRKSVER6INEW
Bezirksverein GroB-Berlin und M a r k . Sitzung ani 21. Fe1)ruar 1940 ini Horsanl fur anorganische Cheulie der T. IT. Berlin.
1;nrsitzender: Dr. 0. F a n s t . Teilnehmerzahl 110.
Prof, Dr. Dr. R . Fricke, Stuttgart: Neuere Ergebnisse der
For.~cIiuvgGber akiive Zmtande fester Stoffe.
Yortr. besprach einleitend, welche Bedeutung rcntgenographischen Cntersuchungen aktiver Bodenkorper z u k o m t , die bei
Gleichgewichtsverschiebungen niitwirken, wenn man zii gcnaueii
Definitionen gelangen will.
Zusammen mit I<. Walter wurde das Gleichgewicht 3Fe f
4 5 0 + Fe,O,
4H, untersucht. Diese!: Gleichgewicht wurde sowohl von aktivein als aucli von inaktivem Eisen ausgehend bei verschiedeneu 'l'emperaturen gemessen. Die Gleichgewichte wurden von
beiden Seiten her eingestellt. Beim Ausgehen von inaktivem Eisen
wurden bei tieferen Einstellungstemperaturen hohere Verhdtnisse
von H,O zu H, und damit auch hohere Sauerstoffdrucke erhalten
als beini Ausgehen von aktivem Eisen. Je hoher die Einstellungstemperatur war, uin so tnehr naherten sich die Gleichgewichtskonstanten, weil das aktive Eisen bei hoheren Temperaturen inaktiv
wird. Bei den tiefsten Einstellungstemperaturen war die oben
angegebene Reaktion fiir aktives Eisen als Ausgangsmaterial um
rd. 7 kcal lnehr exotherm als f i i r inaktives a s e n als Aiisgangsmaterial (berechnet nach der Reaktionsisochore).
Die rontgenographische Untersuchung der unter AusschluD
von 1,uftsauerstoff entnommenen Bodeakorper ergab folgendes :
Das Fe,O, hatte, ganz gleich, ob man vom aktiven oder inaktiven
Eisen ausging, bei derselben C.leichgewichtsteniperatnr yraktiscli
+
diesellx niittlere Teilcheiigriil3e. 1,etztere nahni mit steigender
GleichgewichtsteIperatur in beiden Fallen gleichnidl3ig zu. Uuterschiede i n den Interferenz-Intensitaten, welche Riickschlusse auf
Gitterstorungen oder auf Unterschiede von Gitterstiirungen i r n Fe,O,
zugelassen hatten, wurden nicht gefunden. Dagegen zeigte iii Uhercinstituniung mit einer friiheren Untersuchung des Vortr. mit
Lolwmann u. Wall das aktive Eisen unregelmaljige Gitterstorungeri
und aufierdeiii cine gegeniiber deiu inaktiven Eisen etrras geringere
TeilchengroWe. Aus den Gitterstorungen lie0 sich-eine Erhohung
des Warnueinhaltes pro Gramrtlatom Eisen von rd. 1,9 kcal, d. h.
also fur die Gleichgewichtsreaktion (3 Fe-Atolue) von rd. 5,7 kcal
abschatzen. Die TeilchengroBenunterschiede zwischen den beiden
Eisenpraparaten waren aber so klein, daD der restlich noch verbleihende Unterscliied in der Kcaktionswlruie von iiber 1 kcal fur
die beiden Eisensorten hierdurch nicht erklart werden konnte, weil
dann cine bestininit zii hohe ~esaiiitoherfl~clienenergieherausgekommen ware.
Immerhin zeigt aber diese erste, von eiucr sorgfiltigen rontgenographischen Priifung der beiden Korper begleitete Untersuchung
eiues heterogenen Gleichgewiclites, daW in diesem Falle die Unterschiede im Energieinhalt des Metalles das MaDgebende fur die Verschiebung des (;leirhgewichtes waren und daW die zweite, n a d i c h
n ~ i gunterdie Oxpdpliasc, fiir die C l e i c h g ~ ~ ~ i r h t s v c r s c l ~ i e bvon
georrlnetcr lhxlentiiiig war.
Prof. l f r . E. Reinau, Ilerliii:
7' h e,~r t io h i ~ ~ r . ti s i ~Ihdcrziairlrr/ Lt.
scrf~hu?iyt!tl.
Das thcrmokinetische Verfaliren bestrlit datiii. tlal3 IUXI i n
Rodenproben, die zuvor auf bestininlte Kriiiiielstruktur gebracht
werden, wiihrend 3 6 - 4 8 11 die durch Bakterien erzeugte Wame
beobachtet. Auf Grund von 6- bis 8maliger Ablesung des W2rmevorgangrs kann die ,,ThermoMnese" des Gesamtbodens bildlich
dargestellt werden. Die Diirigung selbst wird wie beim Felddiingungsversuch vorgenommen. Nur hinsichtlich der Humusfrage verhdt
sich Vortr. anders. Die Bodenproben bekoiumen nicht eine Grunddiingung von 200 dz/ha Mist, sondern dessen Gleichwert in bezug
auf Kohlenstoff als Zucker. Bei den Probediingungsversuchen, die
Vortr. 1 9 3 6 1 9 3 8 im Institut fiir Landwirtschaftsforschung in
Recife (Pernambuco) ausarbeitete, werden alle Dimgemittel in
wal3riger Losnng von normalisierter Konzentration angewandt. Die
Proben werden in kleine Thermosflaschen von 150 cm3 Inhalt
gefiillt, u. zw. so, dalj noch etwas Luftraum iiber der Bodenprobe
bestehen bleibt. Man verschlieljt die einzelnen Probefiaschen mit
einer Gummikappe. die 2 Atmungsoffnungen und eiu Schlitzventil
fiir das Thermometer hat.
Ein einfaches Kurvensystem, das zur Protokollfiihrung aufgestellt wird; unter Berucksichtigung des Zeitintervalls (Stundenstriche) und unter Einhaltung einer konstanten AuOentexuperatur
(8 einzelue Diingungsversuche einer Bodenprobe werden in einem
Thcrniostaten 36 h unter Schutz vor Zugluft wid Temperaturschwankung der Umgebung bei 23O durchgefiihrt), gibt Anhaltspunkte iiber seinen lnikrobiologischen Zustand und die weitcre
fiehandlung des untersuchten Bodeiis.
A n Hand umfangreichen Xurvenmaterials erlauterte Vortr.
die Anwendbarkeit seiner Bodenuntersuchungslmethsde und in
welcher Weise man aus der Form der Kurven die Diingingsbediirftigkcit des Uodens festzustellen vexmag.
Bezirksverein Hannouer. S i t z u n g a m 20. E ' e b r u a r 1 9 4 0
im Institut f i i r Anorganische Chemie der Technischen Hochschule
Hannover. Vorsitzender: Prof. Dr. G. K e p p e l e r . Teilnehmerzahl: 53. Nachsitzung im Biiigerbraiu.
Dr. K . Hamann, I. G. Farbenindustrie, Uerdingen: Chenaie
der Polymeriaution und der Polymerisate (m. Vorfiihrungen 11. Lichtbildern).
Die Synthese kiinstlicher Hochpolymerer ist auf zwei Wegen
moglich: 1. durch Polymerisation, 2. durch Kondensation. Durch
Polymerisation werden je nach den Versuchsbedingungeu Produkte
niit dem Molekulargewicht bis 10000 (Hemikolloide) oder rd. 100000
und mehr (Eukolloide) erhalten. Die Streitfrage: Sind die hochpolymeren Stoffe Makromolekiilc, bei denen alle Atome , durch
Hauptvalenzen verbunden sind, oder Micellmolekiile, bei denen kleine
Molekiile durch Nebenvalenzbindungen zu grol3eii Aggregaten vereinigt werden, wurde vornehmlich durch die Arbeiten Stazcdingws
im Sinne der Makromolekiile beantwortet').
Polymerisationsfahig sind ungesattigte Verbindungen ohne
inneren Valenzausgleich oder VerbindGgen mit Rhgsgstrukttur. Durch
eine Reihe von Lichtbildern wurde die Beziehung zwischen Konstitution und Polymerisationsf&igkeit dargelegt. Die Polyuerisation ist eine Kettenreaktion, die Auslosung erfolgt durch die verschiedensten Beschleuniger, deren Wirkungsweise zum groDen Tcil
noch nicht geklart ist. Nur f u die Natriurnpolymerisation des
Butadiens laat sich auf Grund der Arbeiten von Ziegler') der Reaktionsablauf angeben.
1)
CgI. Slor~'''nger, ,,Ubcr (lip makromnleknlme Chemie", d i m Ztsclir. 48, W1 [193;:.
z,
S. Ziegbr, ebenda 49, 4UY Il93til.
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