close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Das Telestereoskop.

код для вставкиСкачать
494
setztem Sinne erfolgen. ( P o g g e u d o r f f ' s Annalen Bd. 68,
S. 449). Ich habe den von mir zuerst augefiihrten Versuch
so inotlificirt, dars ich von zwei unisono tiiueoden Stiinmgnbelii die eiiie vor das reclite, die andere vor das liiike
Olir Iiielt, uiid nur eiiie derselbeii uni ihre Axe clrehte.
Dabci hiirte iiiaii iiicht ein blokes Anschwellcn und Abuehnieii, soridern wail glaubt dternirend den T o n init dein
eiiieii und dnnn init dctn andern O h r e zii Iilircii. Bckauiitlicli stiiinpft sich der Eindruck auf das Auge durch Continnit;it iu clcr Weise nb, dafs inan, wenn es lange eiiie
Farbr gesehen, u n d iiun ihin zwei abwechseliid geboten
werdcii, cs sich iinr des Eindruchs der zweiteii bewrifst
w i d . Dicscin analog scheint d e r vorliergeiieiide akustische
Vcrsncli zu seyii. Das Tioininelfell des ciiicn Ohres ist in
ScIimingutigeu versctzt , wahrentl das des aiidern noch rufieiitl erst dieselbe begiiint. Statt eiiier iiiimittelbareii Coin
bination heider Eindriicke werdcii wir uiis des iieueii als
eiiies iiherwiegenden b e \ d s t , obgleicli die Iiitensitlt beider Errcguiigca dieselbe ist.
X111. n u s Teeleslereoskop;
( A u s der Vofsischen Zeitung
1855, No. 149).
P r o f e s s o r H e l m b o 1 t z bat jungst einen Apparat construirt,
d e r znulchst der wissenschaftlicheu Optik bestimmt, doch
zugleicli eine so werthvolle Gabe fiir die Uebung uiid Gewandtheit im riclitigen Gebrauch des Auges, sowolil fur
Sch;itzuiig voii Fernen, als iiberbaupt fur die Priifuug der
Wal i rhei t einer Auscbaunng, ebenso interessarit fur den
Natariisthetiker, den Landschafter u. s. w. als angenehin
anregetid fur den uaiven Geiiufs d e r m schOnend Gegend
ist, daCs eiiie nabere Notiz dariiber hoffentlich nicht ohnc
Iuteirsse s e p wird.
(I
495
I)as Stereoskop lehrt tins, dafs die lebendige Aiischauung
der Korpcrform, welche wir bei Betraclitung wirlrlicber
Gegeiistiinde von gerinyer Entfernung haben, darauf bcrulit, dars wir mit beiden Augen davon efwas cerschiedene
pe rs p ect iv isch e A nsi clit cn ge w i nil en. A us zw c i p ers p e c t ivischeii Ansicliten, die von verschiedenen Punkten aufgeiiomineii sind, Ilifst sich a b e r die korperliche Foriii und
Entfernung der dargestcllten (;egenst%udc vollstlindig construiren. Bei fernen Gegcnstiindeti jedoch sincl dic bcidcn
Angen einander zu nahe, um merklich vcrschiedeiic Ansichten zu gcben, daher ist die 12eurtlieilung ihrcr Iriirperlichen Form, Entfernung u. s. w., wenn nicht Schlagscliatten riiid Luftperspective eiiizelne Aufschlusse geben, liiicliat
unrollkonimen. Die den Horizont begranzendeu Bergrcitien ersclieiticn z. I3. ineist als glatte, gcrad aufsteigcntio
Wiinde, die d e r E'liiclie des austeigendcu Himu~elsgcwijlbes anzuhaften scheineo. Im Stereoskop k a n u iiinti n u n
zwei photographische Arisicliteii der Laiidscliaft combinir e n , welclie von zwei beliebig weit von eiiiandcr entfcriitcu Standpunkten aufgeiiommen sind, untl wclclie hinrcichend von einander geschieden sind, uin eine dcutliclie
Vorstellung der kiirperlichen Form z u geben. Die stcreoskopischen Laodschaftsbilder geben also eine vollstandigrre
Ansicht d e r Landschaft, als es die wirkliche Atischauung
d e r wirklichen Landschaft thut. Nur indern d e r Beobachter sich von der Stelle bewegt und also wcnigsteas nac!l
eiiiander die perspectivischen Anschauuogen vcrschiedener
St a u d p u n k t e ve rg lei ch t, k a n 11 er allm a h I i g sei II c A ns clr a u u n g
ergauzen. Wenn diese Bewegiing des Beobachters ihrer
zeitlichen Bediogungen eutaufsert, die verscliiedeiien Anschauungeo , welche ihr Resultat siud, z u eiiier Gleichzeitigkeit zusaminengedrangt werdeii kdnnten, \vijl.de der Reiz
dcr utiinittelbar z~isammenfasse~idcn
Atischauung aricli der
\virkliclien Natur gegenuber ein solcher seyn, wie der photograpliirten Landschaft das Stereoskop i h n zu geben meils.
H e I m h o I t z hat diefs init seitiem Instrument, das man
als Stereoskop fur feriie Gcgeiistlinde Telestercoskop gcPS
tc
496
tauft hat, erreicht. Dasselbe besteht aus eiaem etwa 4 Fufs
langen Brette, an dessen Enden, senkrecht gegen die Flilche
und 45O geneigt gegen die LIngenlinie des Brettes, zwei
Spiegel befestigt sind. In der Mitte des Brettes sind, diesen Spiegeln parallel, zwei kleinere befestigt, in dereri
eineu der Beobachter mit dem recbten, in den andern mit
dem linken Auge hiueinsieht. In den kleinen Spiegeln
sieht er die grofsen, in den grofsen die Landschaft gespiegelt. Nach Bediirfnils kannen vor die Augen des Beobacbters noch BrillenglPser oder ein doppeltes opernglas
eingeschaltet werden, urn Vergrbfserungen hervonu bringen.
Dabei siebt nun das rechte Auge des Beohachters die Landschaft so wie sie vorn rechten Ende des Brettes, das linke,
\vie sie vorn linken erscbeiut. Dem Beobachter wird also
kiinstlich gleicbsam eine Augendistanz r o n vier Furs, statt
der gewbhnlicben von drei Zoll gegeben.
Der Anblick ist ein tiberraschend zierlicher, da er die
der stereoskopischen Photographien um eben so vie1 iibertrifft, wie ein vollendetes Oelgemilldc einen Kupferstich.
Gegenstsnde, welche eine Viertel- bis eine halbe Meile
entfernt siud, Ibsen sich deutlich von ihrem Hintergrunde
ab , nilhere erscheinen in ihrer vollen kbrperlichen Gestalt
and namentlich Baumgruppen gewilbren einen eigenthilmlichen Anblick, weil aich die Kronen und Zweige gaaz
rou einander abllisen: die Landschaft tritt aus ihrein Rahmen. Man wird zugeben, dafs diese VorzUge hinreichen,
in dem Instrumente im Allgemeinen eine wesentliche Bereicherung der Iandschaftlicben Anschauungsfilbigkeit zu
erblicken, dem Maler insbesondere eineu sehr heilsamen
Cursus der natiirlichen Perspective zu lesen und dafs endlich jeder Ruhepunkt, der dem gliicklichen Besitzer gestattet, iiber die Mauern des Hofes, tiber die Gegenfronten
der Strafaeu den Blick schweifeu zu lassen, fortan wobl
geru dein abscheulich gescbmacklogen Spielwerk der schwarZen Glaskugeln, jenen m besonderen Kennzeichen a der s c h b
nen Gegend geru zu Gunsten dieser einfachen und einnigen Construction entsagen wird.
Gedruckt Lei A. W. 9 c h a d e in Berlin, Gdnrtr. 15
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
145 Кб
Теги
telestereoskop, das
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа