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Das Tris(tert-butylimido)tellurit-Dianion in einer Te2N6Li4-Kfigverbindung.

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ZUSCHRIFTEN
phie (Aluminiumoxid/2% Essigester in Hexan, R, = 0.7) ergab 0.98 g (95 %) reines
4, Schinp. 61 -62°C (Ether). Analyse ber. fur C,,H,,N,: C 82.90, H 5.73, N 11.37;
gef. C 83.06, H 5.78, N 11.19. 'H-NMR (200 MHz, CDCI,, 2 5 T , TMS): 6 = 4.25
Das Tris(tevt-butylimido)tellurit-Dianion in einer
Te,N,Li4-Kafigverbindung**
(~,3H),7.11(d,1H),7.36-721(m,5H),7.70(t,1H),7.81(dt,1H),8.22(d,1H),
8.46 (d. 1 H), 8.67 (dd. 1 H).
2: 4 (0.9 g, 3.6mmol) wurde in 11 mL kalter Schwefelsiure (97proz.) gelost. Die
Temperatur der Losung wurde auf 10 'C eingestellt und dann Salpetersiiure
(1.5 mL, 1OOproz.) tropfenweise unter heftigem Riihren zugegeben. Die Losung
wurde weitere 3 h bei Raumtemperatur geruhrt, dann auf Eis gegossen, mit NH,OH
neutralisiert und dreimal mit je 100 mL Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden im Vakuum eingeengt, chromatographiert (Aluminiumoxid/Ether-Hexan 1 :1, R, = 0.7) und ergaben 0.9 g (75%) 2. Umkristallisieren
aus Ether!Hexan lieferte 21 (Schmp. 110-11O.S"C), wihrend BUS Ethanol 211
(Schmp. 118-118.5 C) erhalten wurde. Analyse ber. fur C,,H,,N,O,: C 60.71, H
3.60, N 16.66; gef. C 60.81, H 3.60. N 16.50. 'H-NMR (200 MHz, CDCI,, 25°C.
TMS): d = 4.69 (s, 2H), 7.30 (d, 1 H), 7.82--763 (m, 4H), 8.11 (d, I H ) , 8.28 (d,
1 H), 8.41 (dd, 1 H), 8.64 (d, 1 H), 8.86 (d, 1 H).
5: 2 (0.5 g. 1.5 mmol) wurde in 5 mL wasserfreiem THF unter Argon gelost. Zu
dieser Losung wurden zwei Tropfen wasserfreies Triethylamin und 10 mL
[D,]Ethdnol zugesetzt. Die Losung wurde eine Woche auf 40°C erwirmt, dann
wurde das Losungsmittel im Vakuum entfernt. Die aus der Losung ausgefallenen
weiI3en Kristalle wurden abfiltriert und getrocknet. Die NMR-Analyse zeigte 92 95% Deuterierung ausschlienlich in der Benzylposition.
Tristram Chivers", Xiaoliang Gao und Masood Parvez
Professor Max Herberhold zum 60. Geburtstag gewidmet
~
Eingegdngen am 9. Juni 1995 [Z 80751
Stichworte: Festkorperstrukturen . Nitroverbindungen Photochromie . Protonentransfer . Tautomerie
M. Irie, R. Iga, Mucromolecules 1986, 19, 2480; A. Mamada, T. Tanaka, D.
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Hardwick, J. Phys. Chem. 1962, 66. 2434.
(C,,H,,N,O,),
Rontgenstrukturanalyse von 21 (und 211): C,,H,,N,O,
M , = 672.6 (336.3),orlhorhombisch (monokhn), Raumgruppe Pna2, (P2,/c),
(I =14.051(4) (8.340(3)), h = 5.159(2) (12.740(4)), c = 42.017(9) (14.408(4)) A,
f l = 9 0 " (92.13(2)"). V = 3045.8 (1529.8)A3, Z = 4 (4), phel,=1.467
( 1 . 4 6 ) g ~ m - ~~(CU,,)
,
=1.5418 (1.5418)A, 11 = 8.602 (8.563)cm-I, T =
173 K, Kristallabmessungen 0.38 x 0.12 x 0.1 (0.32x 0.2 x 0.18). Die kristallographischen Daten wurden auf einem PHILIPS-PW1100/16-Diffraktometer
aufgenommen, 3' < 28 < 52" (0/20 Scans); 2053 (1903) unabhangige Reflexe,
1270 (1381) rnit I z 3a(Z) wurden beobachtet und fur die Strukturverfeinerung
verwendet: Die Struktur wurde rnit Direkten Methoden gelost und gegen IF,I
verfeinert bis R = 0.06 (0.037). R n = 0.09 (0.053) fur 301 (226) Variablen.
GOF = 1.723 (1.256). Eine nach der Konvergenz erstellte Differenzelektronendichiekarte zeigte kein Signal rnit mehr als 0.1 (0.05)e k 3 .Weitere Einzelheiten zur Kristallstrukturuntersuchung konnen beim Direktor des Cambridge
Crystallographic Data Centre, 12 Union Road, GB-Cambridge CB2 lEZ, unter Angabe des vollstindigen Literaturzitats angefordert werden.
I) Durch Differenz-FT-IR-Messungen bestltigt. b) Die Reaktion wurde iiber
inindestens fiinf Halbwertszeiten verfolgt. Im Fall der Kristdlle von 51 ergab
rich fur die Geschwindigkeit des thermischen Zerfalls ein zweifach exponentieller Abfall, der sich BUS den einfachen Exponentialfunktionen der Spuren von
nichtdeuteriertem 2 und von 5 zusammensetzt. c) Die Daten der Elementarzellen der beiden deuterierten Polymorphe waren innerhalb der experimentellen
Fehler mit denen der nicht-deuterierten identisch (siehe Lit. [lo]).
Hergestellt nach einer modifizierten Vorschrift zur Synthese von 6-Chlor-2,2'bipyridin: D. B. Moran, G. 0. Morton, J. D. Albright, J. Heterocycl. Chem.
1986,23. 1071
2756
0') VCH Verlugsgesellschafi mhH, 0-69451 Weinheim, 1995
Die Entwicklung der Tellur-Stickstoff-Chemie wurde viele
Jahre lang durch den explosiven Charakter einfacher Verbindungen wie Te,N,[', 21 und K,[Te(NH),Ir2] behindert. In jungster Zeit fiihrte jedoch die Entdeckung von sicher handhabbaren
Te-N-Reagentien zu bedeutenden Fortschritten. Viele Te-NVerbindungen haben Strukturen und/oder gehen Reaktionen
ein, die entweder einzigartig sind oder zumindest deutlich von
denen ihrer leichteren Chalkogen-Analoga abheben13].So sind
zum Beispiel die drei Telluratome in den zwolfgliedrigen Ringen
von (XTeNSN),N (X = C1, F) iiber eine p,-Nitridobriicke verbunden',], das Te"-Derivat (Me,Si),NTeN(SiMe,), bildet nach
Oxidation rnit AsF, ein monomeres Radikalkati~n"~,
das Kation Te,S,N;+ hat eine bicyclische Strukturr6Iund N,N'-Di-tertbutyltellur(~v)-diimid liegt als thermisch stabiles Dimer
(tBuN)Te(p-NtBu),Te(NtBu) 1 V O ~ " ~ .
Charakteristisch fur Schwefel(~v)-diimideRN=S=NR ist die
quantitative Bildung von [RNS(R')NR]Li, wenn sie rnit RLiReagentien umgesetzt werdenls1. Die Strukturen dieser Organolithiumaddukte konnten erst kurzlich aufgeklart werdenrgl.Wir
berichten hier iiber die Reaktion des Dimers 1 mit Phenyllithium oder besser noch rnit tBuNHLi, die [(iBuN),TeLi,l, 2
ergab (Schema 1). In Komplex 2 liegt ein Te,N,Li,-Kafig
1
Schema 1. a)
2
+ 4tBuNHLi, - 2 tBuNH,
vor, der das erste strukturell charakterisierte TrisimidotelluritIon Te(NR)z- (R = tBu) enthalt. Dieses Dianion ist isoelektronisch mit dem kurzlich beschriebenen Trianion Sb(NR):(R = PhCH,CH,), das als Trilithiumderivat einen Sb,N,Li,Kafig bildetr"]. Wird 2 rnit zwei Molaquivalenten PhPC1, oder
PhBCI, umgesetzt, so entstehen das spirocyclische Te'"-Derivat
Ph(tBuN)P(p-NtBu),Te(p-NtBu),P(NtBu)Ph 3 bzw. der Vierring PhB(p-NtBu),Te(NtBu) 4.
tBu
N
\
/p\
Ph
tBu
/N\
N
tBu
tBu
/Ph
/N\
/T\
N
/p\
~Bu
tBu
3
[*I
[**I
N
tbu
/N\
PhB
\
N
p
u
/Te
tBu
4
Prof. Dr. T. Chivers, Dr. X. Gao, Dr. M. Parvez
Department of Chemistry
The University of Calgary
Calgary, Alberta, T2N IN4 (Kanada)
Tekfax: h t . + 403/289-9488
Diese Arbeit wurde vom Natural Sciences and Engineering Research Council
(Kanada) gefordert.
0044-8249/95/10722-27S6$10.00+ .2Sj0
Angen. Chem. 1995. 107, N r . 22
ZUSCHRIFTEN
Verbindung 2 erhielten wir iiberraschenderweise zunachst aus
der Reaktion von 1 rnit Phenyllithium in 35% Ausbeute (zusanimen rnit Diphenyltellurid) als feuchtigkeitsempfindliche,
farblose Kristalle. Eine Rontgenstrukturanalyse ergab die dimere Struktur von 2. Danach fanden wir heraus, daI3 2 in 91 %
Ausbeute entsteht, wenn man 1 in Toluol bei -78°C rnit
vier Molaquivalenten tBuNHLi versetzt und anschlieI3end auf
Raumtemperatur erwarmen lafit.
Eine Tieftemperatur-Rontgenstrukturanalyse bestatigte das
Vorliegen eines Te,N,Li,-Kafigs in 2 (Abb. 1)" 'I. Alle Lithium-
(a)
(b)
Abb. 1. Struktur des Dimers 2 im Kristali, a) rnit allen Li-PYatzen (mit je 50%
Besetzung auf Li(3a) und Li(3b)), b) als gemittelte Struktur rnit Li(3) und Li(3)*
jeweils auf den Mittelpunkten zwischen zwei der Fehlordnungslagen. Wegen der
besseren ubersichtlichkeit sind nur die a-Kohlenstoffatome der tBu-Gruppen an
den Stickstoffatomen gezeigt. Ausgewahlte Bindungslangen [A] und -winkel ["I sind
im Text erwahnt. Die Sternchen kennzeichnen symmetrieaquivalente Atome (Symmetrieoperation: x, 112 - x, z ) .
atome sind nicht solvatisiert (Umkristallisierung aus Toluol),
und die fehlgeordneten Atome Li(3) und Li(3)* besetzen jeweils
zwei Lagen zu je 50 %. Abbildung I zeigt sowohl die fehlgeordnete a b auch die gemittelte Struktur des Te,N,Li,-Kafigs. Im
Dimer [W(NtBu),Li,], rnit einem W,N,Li,-Kafig sind alle vier
Lithiumatome fehlgeordnet (mit 2/3-Be~etzung)~''~.
Im Hinblick auf die geschatzten Werte von 2.05 bzw. 1.83 8,fur Te"-NEinfach- bzw. -Doppelbindungen[' 31 passen der mittlere Te-NAbstand von 1.9808, und die verzerrt pyramidale Koordinationssphare an den Te-Zentren rnit N-Te-N-Bindungswinkeln von 93.6" gut zu der Beschreibung von 2 als Dilithiumderivat des Tris(tert-Buty1imido)tellurit-DianionsTe(NtBu): -, das
man als Resonanzhybrid 5 darstellen kann (das freie Elektronenpaar am Te-Atom wurde weggelastBu
sen).
Es ist eine allgemeine Regel, da8 die
213Li-N-Bindungslangen mit steigender Ko' ' sN,
dTe\>ordinationszahl der Li-Zentren zunehtBu
tBu
men['41; in den Te,N,Li,-Kafigen von 2
sind jedoch beide Typen von Lithiumato5
men dreifach koordiniert. Die mittleren
Li-N-Abstande fur Li(1) und Li(2) betragen 1.93(2) bzw.
2.07(2) A, wlhrend die mittleren Li-N-Abstande von Li(3a) und
Li(3b) 2.08(3), 2.14(3) und 2.20(2) A groI3 sind, wobei sich der
langste davon in der ,,Taille" des Kafigs befindet (Abb. 1a und
Schema 1). So kann das Dimer 2 als verzerrtes hexagonales
und
Prisrna betrachtet werden (vgl. [ (thf)Mg(NPh)],['
[RAl(NR)]6[15b]).
Den Li-Li-Abstanden von 2.25(3)-2.35(3) 8,
kann keine bindende Wechselwirkung zugeschrieben werdenL6].
Die 'H-NMR- und 'Li-NMR-Spektren von 2 in C,D, weisen
im Temperaturbereich von 185-298 K Singuletts bei 6 = 1.34
bzw. 5.7 auf. Organostickstoff-Lithiumverbindungen haben in
Losung meist einen anderen Assoziationsgrad als im Festkorper"']. Um die Struktur von 2 in Losung vollstandig zu charakterisieren, miissen weitere NMR-Untersuchungen und Messungen der Molekulmasse durchgefuhrt werden.
7
Angew. Chem. 1995,107, Nr. 22
Die neuartige Kafigverbindung 2 ist das erste strukturell
charakterisierte Triimidotellurit-Ion Te(NR): - . Die Verbindung K,[Te(NH),] 6, die vermutlich das unsubstituierte Ion
Te(NH):- enthalt, wurde schon vor vielen Jahren in nicht angegebener Ausbeute in Form von farblosen Kristallen aus der
bemerkenswerten Reaktion von Diphenyltellurid rnit Kaliumamid in flussigem Ammoniak erhalten, aber nur aufgrund analytischer Daten charakterisiert ['I. Verbindung 6ist hockuplosiv,
wohingegen man 2 ohne Furcht vor Explosionen handhaben
kann; es ist leicht loslich in organischen Losungsmitteln wie
Toluol oder T H E Das Te(NtBu)f --Ion ist formal isoelektronisch rnit dem Tellurit-Ion Te0:- und ein potentiell vielseitiger
Baustein zum Aufbau von Cyclen (oder Kafigen), die auch andere Hauptgruppenelemente enthalten, wie die folgenden Beispiele zeigen.
Wird 2 rnit zwei Molaquivalenten PhPCI, in Hexan bei
- 100"C und anschlieDend unter langsamer Erwarmung auf
Raumtemperatur umgesetzt, bilden sich orange Kristalle der
spirocyclischen Verbindung 3 sowie elementares Tellur. Komund ' 2 S T e - N M R - ~ p e k t r ~ ~ k(siehe
~pi~~h
plex 3 wurde 'H-, 3LPExperimentelles) und durch eine Rontgenstrukturanalyse[' 'I
charakterisiert. Die spirocyclische Struktur von 3 (Abb. 2) ist
Abb. 2. Struktur von 3 im Kristall. Ausgewahlte Bindungslangen [A] und -winkel
["I: Te(1)-N(1) 2.034(5), Te(l)-N(2) 2.212(5), P(I)-N(l) 1.736(5), P(1)-N(2)
1.646(5), P(I)-N(3) 1.498(6); N(1)-Te(1)-N(l)* 103.4(3), N(1)-Te(1)-N(2) 110.6(2),
N(l)-Te(l)-N(2)* 68.2(2), N(2)-Te(l)-N(2)* 178.2(3). Te(1)-N(2)-P(1) 97.3(2),
Te(1)-N(l)*-P(1) 101.3(3), N(I)*-P(l)-N(2) 89.7(2). Die Sternchen kennzelchnen
symmetrieHquivalenteAtome (Symmetrieoperation: 2 - x, y , 1/2 - z ) .
vergleichbar mit der des erst kiirzlich bestimmten vergleichbaren Komplexes PhB(p-NtBu),Te(p-NtBu),BPh['sl. Es ist
bemerkenswert, daB der Borkomplex aus TeC1, und
PhB(NtBu),Li, (im Molverhaltnis 1:2) direkt in einer Metathesereaktion entsteht, wahrend bei der Herstellung von 3 ein RedoxprozeI3 und ein Transfer von NtBu-Gruppen vom Tellurzum Phosphorzentrum unter Bildung von elementarem Tellur
stattfindet. Die Umsetzung von 2 rnit zwei Molaquivalenten
PhBCl, liefert dagegen den neuen viergliedrigen BN,Te-Ring 4
in Form von gelben Kristallen in ca. 30% Ausbeute, gemeinsam
mit dem bekannten cyclischen Tellur(u)-imid (tBuNTe), ['I. Die
Struktur von 4 wurde ebenfalls durch eine Einkristall-Rontgenstrukturanalyse bestatigt (Abb. 3)" Die B-N-Bindungslangen
(1.45 - 1.46 A) und die fast planare Koordinationsgeometrie an
den verbruckenden Stickstoffatomen (Winkelsumme 356.7")
sprechen fur einen betrachtlichen Mehrfachbindungsantei1'20"
Die endo- und exocyclischen Te-N-Bindungslangen von 2.081
bzw. 1.878 A gleichen denen des Tellurdiimid-Dimers
sowie
Einfach- bzw. Doppelbindungen.
0 VCH Verlagsgeselischafi mbH, 0-69451 Weinheim, 199s
0044-824919SjlO722-2757.8 iO.00 f ,2510
2757
ZUSCHRIFTEN
[4] a) H. W Roesky,]. Miinzenberg. M. Nokerneyer, Angew. Chem. 1990,102,73;
Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 1990,29, 61; b) J. Miinzenberg, H. W. Roesky. S.
Besser, R. Herbst-Irmer, G. M. Sheldrick, Inorg. Chem. 1992, 31, 2986.
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[7] T. Chivers, X. Gao, M. Parvez, J. Am. Chem. Sac. 1995, i17, 2359.
[8] a) J. Kuyper, K. Vrieze, J. Chem. Soc. Chem. Commun. 1976.64; b) J. Kuyper,
P. C. Keijzer, K. Vrieze, J. Organornet. Chem. 1976, 116, 1.
[9] a) F. Pauer, D. Stalke, J Orgunomet. Chem. 1991, 418, 127; b) S. Freitag, W.
Abb. 3. Struktur von 4 im KriKolodziejski, F. Pauer, D. Stalke, J. Chem. Sac. Dalton nuns. 1993, 3479.
stall. Ausgewahlte Bindungslan[lo] A. J. Edwards, M. A. Paver, P. R. Raithby, M.-A. Rennie, C. A. Russell, D. S.
gen [A] und -winkel ["I: B(1)Wright, Angew. Chem. 1994, 106, 1334: AngeM . Chem. Int. Ed. Engl. 1994, 33.
N(2) 1.46(1). B(l)-N(3) 1.45(1),
1277.
Te(1)-N(l) 1.878(7), Te(1)-N(2)
[I 11 Kristalldaten fur 2: C,,H,,N,Li,Te, M = 354.85, orthorhombisch, Raum2.081(7), Te( 1)-N(3) 2.081(6):
gruppe Pnnia (Nr. 62). a =19.380(3), 6 =17.551(4), c =10.341(2) A, V =
N(2)-B(I)-N(3) 104.1(8), B(1)3517(1)A3. Z = 8 , pb,,,=1.366gcm-', F(OOO)=1448, A=0.71069A, T =
N(2)-Te(l) 93.6(6), B(l)-N(3)220(1) K, p(MoK.) =16.79 em-'. Die Daten wurden auf einem RigakuTe(1) 94.1(5), N(2)-Te(l)-N(3)
AFC6S-Diffraktometer rnit der w-28-Methode gesammelt. D a m wurde ein
67.0(3), N(l)-Te(l)-N(2) 113.0(3),
farbloser, prismenformiger Kristall (0.45 x 0.30 x 0.28 mm') in einer GlaskaN(l)-Te(l)-N(3) 111.8(3).
pillare prlpariert. Von 3533 gemessenen Reflexen wurden 2040 als beobachtet
Die Daten wurden einer Lorentz-, Polarisations- und
eingestuft ( I > 3.00~(1)).
einer Absorptionskorrektur unterzogen. Die Struktur wurde mit Direkten Methoden (SAPI91: Fan Hai-Fu, Rigaku Corp., Tokio. 1991) gelost und mit der
Im Hinblick auf die erst jungst bewiesene Fahigkeit des TriFourier-Methode erweitert (DIRDIF92). Die Nichtwasserstoffatome wurden
thiotellurit-Ions TeS:-, mit einer Vielzahl von Ubergangsmetalanisotrop verfeinert. Eines der Lithiumatome ist fehlgeordnet und auf zwei
len neuartige Schichtstrukturen zu bilden["], lal3t dies auch fur
Lagen (Li(3a), Li(3b)) rnit gleicher Besetzung verteilt. Die Wasserstoffatome
die Ligandeneigenschaften von 5 auf interessante Ergebwurden berechnet. jedoch nicht verfeinert. Die Verfeinerung (volle Matrix.
Kleinste-Fehlerquadrate-Verfahren)konvergierte bei R = 0.036 und Rw =
nisse hoffen.
0.036. Alle Berechnungen fur 2, 3 und 4 wurden mit dem Programmpdket
teXsan (Molecular Structure Corp.) durchgefiihrt 119b].
Experimentelles
[12] A. A. Danopoulos, G. Wilkinson, 8.Hussain, M. B. Hursthouse, J. Chem. SOC.
Chem. Commun. 1989, 896.
2: Eine Losung von IBuNHLi (0.360g, 4.49mmol) in 30mL Toluol wird bei
[I31 a) J. Munzenberg, H. W. Roesky, M. Noltemeyer, S. Besser, R. Herbst-Irmer.
- 78 "C unter Ruhren zu einer orangen Losung von Te,(NtBu), (0.60 g, 1.11 mmol)
Z. Narurforsch. B 1993,48,199;b) H. W. Roesky, J. Munzenberg. R. Bohrd, M.
in 10 mL Toluol gegeben. Wlhrend sich die Losung auf 23 "C erwirmt, wird sie fast
Noltemeyer, J. Organornet. Chem. 1991, 418, 339.
farblos. Nach 5 h wird das Volumen der Losung auf ca. 0.5 mL reduziert und die
[14] M. Veith, S. Miiller-Becker in The Chemistry o/Inorganic Ring Systems (Hrsg. :
entstehenden farblosen Kristalle schnell rnit 5 mL kaltem Toluol (- 30 "C) gewaR. Steudel), Elsevier, Amsterdam, 1992, S. 132.
schen. Eine weitere Charge Kristalle erhllt man aus dem Filtrat bei -20 "C, wenn
[15] a) T. Hascall, K. Ruhlandt-Senge, P. P. Power, Angew. Cliem. 1994, 106, 3 5 ;
das Volumen auf ca. 1 mL reduziert wird. Die vereinigten Ausbeuten von 2 betrugen
Angew. Chem. Int. Ed. EngI. 1994.33, 356; b) C. E. Housecroft, Cluster Mole0.718 g (1.01 mmol, 91%). 'H-NMR (C,D,, 25°C): 6 =1.34 (s); '*'Te-NMR
cules of'the p-Block Elements, Oxford University Press, Oxford, 1994, S. 24.
~
in D,O):
(C,D,, 2 5 T , Ph,Te): 6 = 152.6 (s): 'Li-NMR (C,D,, 25 "C, 4 . 0 LiCIO,
[16] K. Gregory, P. von R. Schleyer, R. Snaith, Adv. Inorg. Chew. 1991, 37, 58.
b = 5.7 (s).
[171 Kristalldaten fur 3: C,,H,,N,P,Te, M =770.49, monoklin, Raumgruppe C2/c
3: Eine Losung von PhPCI, (O.O50g, 0.282mmol) in 10mL Hexan wird bei
(Nr. 15), a = 26.598(4), b = 9.195(1), c =17.799(3) A, p =109.24(1), V =
- 100°C unter Riihren zu einer farblosen Losung von [Li,Te(NtBu),], (0.100 g,
4109(1) A', Z = 4. phE..=1.245 gem-', F(OO0) =1616, 2 = 0.71069 A. T =
0.141 mmol) in 20mL Hexan getropft: dabei entsteht eine orange Losung. Beim
296(1) K, ~(Mo,,) = 8.32 cm-I. Die Daten wurden von einem orangen PlattErwarmen auf 23 "C blldet sich ein schwarzer Niederschlag aus elementarem Tellur.
chen (0.4 x 0.45 x 0.07 mm-'), das in einer Glaskapillare montiert wurde, geDie Mischung wird weitere 10 h geriihrt und danach filtriert. Nach Volumenreduksammelt. Von 3975 gemessenen Reflexen wurden 2043 als beobachtet eingetion des orangen Filtrats auf 3 mL bilden sich innerhalb einiger Stunden groRe
stuft ( I > 3.00a(I)). Die Daten wurden einer Lorentz-, Polarisations- und
Pllttchen. Eine zweite Charge erhalt man durch Abkiihlen der eingeengten MutterAbsorptionskorrektur unterzogen. Die Struktur wurde mit Direkten Metholauge (ca. 0.5 mL) auf -20°C. Die vereinigten Ausbeuten von 3 betrugen 87 mg
den (SAPI91) gelost und rnit der Fourier-Methode erweitert. Die Nicht(0.113 mmol, 40%). 'H-NMR (C6D,, 25°C): 6 =7.9-8.1 (m). 7.05-7.3 (m. 5H).
wasserstoffatome wurden anisotrop verfeinert. Die Wasserstoffatome wurden
1.66(d, J= 1. 46H z, 9H ) , 1.60(s39H),1.35(s,9H). 31P{'HJ-NMR(C,D,,25'C,
berechnet. aber nicht verfeinert. Die Verfeinerung (volle Matrix, Kleinste-Feh.~'P)
85%H,PO,):b = - 3 7 . 9 [ ~ , ~ J ( ' ~ ~ T e=121.5Hz];'25Te-NMR(C,D,,25uC,
lerquadrate-Verfahren) konvergierte bei R = 0.044 und Rw = 0.043. Siehe
Ph,Te): 6 = - 254.0 [t. 2J('2sTe,3'P)=124.2 Hz].
auch Lit. [19b].
4: Eine Losungvon PhBCI, (0.118 g, 0.741 mmol) in 5 mL Pentan wird bei -78 "C
[IS] H.-J. Koch, H. W. Roesky, S. Besser. R. Herbst-Irmer, Chem. Ber. 1993, 126,
langsam zu einer Losung von [Li,Te(NfBu),], (0.263 g, 0.371 mmol) in 20 mL To571.
luol gegeben. Die PdrblOSe Losung wird innerhalb von 20 min orange. Nachdem sich
[I91 a ) Kristalldaten fur 4: C,,H,,BN,Te, M = 428.88, orthorhombisch, Raumdas Reaktionsgemisch auf 20°C erwlrmt hat, wird noch 2 h weitergeriihrt und
gruppe Pbca (Nr. 61). a =19.845(2), b =17.799(2), c =11.656(2)& V =
danach durch eine fane Fritte abfiltriert. Das Losungsmittel wird im Vakuum
4117.1(8) A3, 2 = 8, pbcr.=1.384 gem-', F(000) =1744, 1 = 0.71069 A,
abgezogen, der Ruckstand in 2 mL Diethylether gelost. Nach Abkiihlen auf - 20 "C
T = 150 K, p(MoK.) = 14.48 em-'. Die Daten wurden von einem farblosen
konnen farblose Kristalle von 4 (0.092 g, 0.215 mmol, 29%) isoliert werden. 'HPllttchen (0.55 x 0.30 x 0.17 mm') gesammelt, das auf einem Glasfaden befeNMR (C6D6,25°C): 6 =7.2-7.6 (m, 5H), 1.70 (s, 9H). 1.11 (s, 18H): "B-NMR
stigt war. Von 5280 gemessenen Reflexen wurden 2634 als beobachtet einge(C,D,, 25 "C, NaBH, in D,O): b = 36.0 (s). Nach der Isolierung von 4 erhielten wir
stuft ( I > 3.00 a([)). Die Daten wurden einer Lorentz-, Polarisations- und einer
einige orange Kristalle von Te,(NtBu), (identifiziert aus 'H-NMR- und MS-Daten
Absorptionskorrektur unterzogen. Die Struktur wurde mit der Schweratom[7]) aus einer Pentan-Losung des Riickstands.
methode gelost (PATTY) und mit der Fourier-Methode erweitert. Die Nichtwasserstoffatome wurden anisotrop verfeinert. Die Wasserstoffatome wurden
Von 2 , 3 und 4 erhielten wir zufriedenstellende Elementdranalysen.
berechnet, aber nicht verfeinert. Die Verfeinerung (volle Matrix, Kleinste-Fehlerquadrate-Verfahren) konvergierte bei R = 0.051 und Rw = 0.055. h) Weitere
Eingegangen am 27. Juni 1995 [Z 81401
Einzelheiten zu den Kristallstrukturuntersuchungen von 2-4 konnen beim
Direktor des Cambridge Crystallographic Data Centre, 12 Union Road, GBStichworte: Heterocyclen . Lithiumverbindungen . StickstoffCambridge CB2 lEZ, unter Angabe des vollstindigen Literaturzitats angeforverbindungen
Tellurverbindungen . Tris(tert-buty1imido)dert werden.
tellurit
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S.1062.
[I] S. Strecker, C. Mahr, Z . Anorg. Chem. 1934, 221, 199.
[21] T. J. McCarthy, X. Zhang, M. G. Kanatzidis, Inorg. Chem. 1993, 32, 2944; b)
X. Zhang, M. G. Kandtzidis, J. Am. Chem. Sac. 1994, 116, 1890; c) Inorg.
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Kasprowski. M. Pryka, Coord. Chem. Rev. 1994, 130, 301.
2758
0 VCH
Verlag.rgesellschujtmbH, 0-69451 Weinheim, 1995
0044-8249/95/10722-27S8$i0.00+.2S/0
Angew. Chem. 1995. i07,Nr. 22
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