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Das Versicherungswesen im Verein deutscher Chemiker.

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Zeitschrift fur angewandte Chemie
und
Zentralblatt fur technische Chemie
XXI. Jahrgang.
Heft 4.
Das Versicherungswesen
im Verein deutscher Chemiker.
Von Dr. GEORGBARTH.
(Eingeg. d. 13.112. 1907.)
Gelegentlich der Hauptversammlung des Vereinn deutscher Chemiker wurde bekanntlich auch
die Aufstellung von Vertrauensmannern fiir Lebensversicherung beschlossen, welche eine werbende
Tiitigkeit unter den Mitgliedern des Vereins ausiiben sollen (diese Z. 20, 1506 [1907]). I n den
verschiedenen Bezirksvereinen wird nun die
Durchfuhrung dieses Beschlusses erwogen und man
scheint sogar in manchen Vereinen Schwierigkeiten zu begegnen, fur diesen Vertrauensposten
geeignete Personlichkeiten zu finden, da es wohl
den meisten Kollegen fern liegt, eine Art Agentur
der Stuttgarter Versicherungsgesellschaft zu iibernehmen. Angesichts dieses Umstandes erscheint
mir die Durchfiihrung dieses Beschlusses der
Hauptversammlung nicht so ganz einfach ; ich
mochte daher hier kurz auseinandernetzen, in welcher Weise jene Vertrauensstellung aufgefaot werden
konnte, zum Nutzen der Vereinsmitglieder wie der
Versicherungsgesellschaft.
Bekanntlich bestehen von seiten des Vereins
deutscher Chemiker Vertrage mit einigen Versiche
rungsgesellschaf’ten, und es ware somit recht woh
denkbar und auch durchaus begreiflich, daBauchdiea
Gesellschaften, z . B . die Unf allversicherungsgesell
schaft usw., den Verein um Aufstellung eines Ver
trauensmannes angehen, so daB sich in Bezirks
vereinen abermals Schwierigkeiten bei Obernahmf
dieses Vertrauensamtes ergeben konnten.
Aus diesem Grunde erscheint es mir nicht un
angebracht, in jedem Bezirksverein ein Mitglied ah
Vertrauensmann fur Versicherungswesen zu wahlen
welches die Aufgabe hat, die Vereinsmitglieder be
AbschluD von Versicherungen j e d e r Art in voll
kommen uneigenniitziger Weise zu beraten, sofen
dies gewiinscht wird. Ein weiteres Wirkungsfelc
dieser Vertrauensmanner ware aber die Beratunj
der Mitglieder bei Regulierung yon Schadenfillen
wodurch die Erfahrungen, welche Versicherte mi
einzelnen Gesellschaften machten, auch der All
gemeinheit zugute kamen. Auf diese Weise k6nnt
auch vie1 Material iiber die Kulanz der einzelnei
Versicherungsgesellschaften gesammelt werden, wa
gewiB beim AbschluB neuer Vertriige des Verein
recht wertvoll ware. SchlieBlich ware vielleich
auch eine Organisation der gesamten oder wenigsten
einzelner Vertrauensmanner mSglich, welche ein
gutachtliche Tatigkeit fur Schiedsgerichte in UnfaU
sachen ausiiben konnte.
Mit Riicksicht auf die binnen kurzem zu ex
wartende staatliche Versicherung der Privatbeamte
ware es nicht unzweokmaljig, in den Kreisen unsere
Mitglieder Personlichkeiten zu besitzen, welche, i
Ch. 1908.
24. Januar 1908.
11e n Zweigen des Versicherungswesens erfahren,
n steter Fiihlung mit den Bediirfnissen unserer
fitglieder, dem Vorstande des Vereins ihre Erahrungen zur Verfiigung stellen konnten.
Es diirfte somit angezeigt sein, die Vertrauensnanner nicht nur auf die Lebensversicherung zu
mxhriinken, sondern sofort auf alle Versicherungs:esellnchaften’auszudehnenund zwar nicht nur im
linne einer werbenden Tiitigkeit, sondern vor allem
mch in dem Sinne, daR die Mitglieder bei den Verxauensmannern eventuell Unterstiitzung finden,
Jei Streitigkeiten u. dgl., die eben leider bei man:hen Versicherungen immer noch nicht ganz ausgeichlossen sind, und die vielfach noch die Ursache
3ind, daB von manchen Versicherungszweigen noch
verhaltnisrnaBig wenig Gebrauch gemacht wird.
Vielleicht tragen diese wenigen Zeilen dazu bei,
lie Organisation des Versicherungswesens im Versine deutscher Chemiker anzubahnen nicht nur im
Interesse der Versichsrungsgeselhchaften, sondern
vor allem zum Besten unserer Mitglieder.
N ii r n b e r g , Dezember 1907.
I
N a c h s c h r i f t.
Wir haben die vorstehende Mitteilung gern
zum Abdruck gebracht, weil sie eine Reihe fruchtbarer Gedanken fur die Entwicklung des Versicherungswesens innerhalb unseres Vereines enthilt. Was der Verf. vorraussieht, ist bereits
eingetroffen. Auch die anderen Versicherungsgesallschaften, mit denen der Verein Vorzugsvertriige
hat, haben gebeten, daO die Vertrauensmanner fur
Versicherungsangelegenheiten sich auch mit der
Aufkliirung der Mitglieder iiber Unfall-, Krankenversicherung u. dgl. befassen mochten.
Wir wollen auch hier noch einmal betonen,
daB es sich bei der Tatigkeit der Vertrauensmanner nur um eine ganzlich unparteiische und
unverbindliche Onentierung uber die Einrichtungen
der mit uns im Vertragsverhaltnis stehenden Gesellschaften und uber die Vorteile des Abschlusses
einer Versicherung rnit ihnen handeln soll. Der
Vorstand uhd der Vorstandsrat des Vereins
hielten es fur auDerst wiinschenswert, wenn Fachgenossen sich in erster Linie bei einem gleichstehenden und uninteressierten Kollegen Rat
und Auskunft holen konnten, und erst wenn
sie sich iiber das ihnen vorschwebedde Ziel vollstiindig klar waren, sich mit den Organen der Versicherungsgesellschaften in Verbindung zu setzen
brauchten. Es h a t dem Verein natiirlich vollkommen
fern gelegen, seinen Mitgliedern eine eigentliche
Agententatigkeit zuzumuten. Dagegen glaubte er
annehmen zu diirfen, daB eine Beihe Fachgenossen
sich soweit fiir volkswirtschaftlicbe ninge im allgemeinen und fur Versicherungsangelegenheiten im
besonderen interessieren wiirden, daB sie sich gernin
die in Betracht kommenden Fragen einarbeiten und
19
146
Wentzki: Anwendung von Natur-SteinfLltern in der chew. Praxis.
ihren Fachgenossen Auskunft erteilen wurden. DaB
fur die bevoratehende Beratung fur Privatbeamtenversicherung weitere Kreise des Vereins mit Versicherungsangelegenheitenvertraut werden, erscheint
auch dem Vorstand von besonderem Nutzen.
G e s c h a f t s s t e l l e u. R e d a k t i o n d e s V e r e i n s
d e u t s c h e r C h e m i k er.
Uber die Anwendung von
NaturXSteinfiltern in der chemischen
Praxis.
Von 0. WENTZKI.
Die Trennung fester Korper yon Flussigkeiten
bietct im Rleinen wie im GroBbetriebe oft Schwierigkeiten, z. B. wenn es sich um Filtration von Siiuren
oder Laugen handelt, und es durfte wohl manchen
Fig. 1.
Kollegen interessieren, von cincr einfachen Met,hode Kenntnis zu erhalten, die es gestattet, auch
konz. Mineralsauren und Losungen von Btzalkalien
bequem, und soweit rueine Erfahrung reicht, mit
qualitativ und quantitativ gutem Erfolg zu filtrieren.
Bei Filtrationsversuchen, die ich vor einiger
Zeit mit dem GroBwasserfilter ,,System Lanz" auszufuhren Gelegenheit hatte, war das dort benutzte
Filtermaterial, ein Naturstein, von mir auf seine
Bestandigkeit gegen Sauren und Btzalkalien gepruft wordcn.
Da das Resultat ein gutes war und mir das
Filtermaterial auch sonst 81s brauchbar fur chemische Zwecke schien, so habe ich nach dieser Richtung
Vemuche angestellt.
Diese haben nieinen Erwartungen entsprochen, und ich benutze den Filterstein seitdem
mehrfach im Laboratorium und im Betrieb.
Bei dem C+roBwasserfilter,,System Lanz" wird
[a n ~ $ ~ ~ & ~ f ~ ~ m i e .
das Wasser, nachdcm es in einem aus Kies und Sand
bestehenden Vorfilter von den groberen Schwehestoffcn befreit worden ist, durch ein Filterelement
filtriert, welches aus einem bestimmten Natursandstein gearbeitet ist.
Dieser Stein ist aderordentlich poros, jedoch
sind die Poren sehr klein, und ist die Kapillarkraft
des Steines dementsprechend betrachtlich groW.
GieRt man Wasser auf den ausgetrockneten
Stein, so verschwindet dieses momentan in ihm,
taucht man den Stein in Wasser, so wird es aufgesogen wie von einem Schwamm.
Die Porositat des Steines ergibt sich aus folgenden Zahlen. Es betragt das Volumen eines Kilogramms des Steines ca. 551 ccin und zwar set.zt es
sich zusammen aus ca. 165 ccm Porenraum und
385 ccm Steinraum.
Die Dimensionen der bei der Wnsserfiltration
nach dem L a n z schen System benutzten Elementc
sind nicht uberall die gleichen. Die Filtersteine des
Wasserwerks Homburg v.
d. H. ergeben die ,411smessungen: Holie 118 cm,
Breite 48 cm, Dicke 18 cm.
Fig. 1 zeigt denFilterstein
in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 und 3 im Langsschnitt
und Fig, 4 im Querschnitt.
Die Filtersteine sind, wie
aus Fig. 3 ersichtlich, mit
funf Hohkaumen versehen,
die mit der Bohrmaschine
in den Stcinkorper eingearbeitet sind. Bei der Wasserfiltration werden die Steine
niit der Seite, welche die
Hohlraume zeigt, mittels
Zement auf U - formigen
Rinnen befestigt. Letztere
stehen mit cinem gemeinmmen AbfluWrohr in Verbindung.
Die Filtration gescliieht
von aulJen nach innen.
Fig, 9 .
Das Wasser filtriert vermoge seines eigenen Drnckcs
und unter Mitwirkung der Capillaritat des Filtersteins durch die Wandungen dcs Elementes, s a m melt sich in den U-formigen Rinncn und wird durch
die gemeinsame Leitung abgefiihrt.
Durch die Schwebestoffe, welche dac: Rohwasser mit sich fuhrt, tritt naturgemlD allmahlich
eine Verschmutzung der Oberflache des Filterkorpers, aowie eine Verstopfung der auBeren Poren
ein, die cine Reinignng des Elementes niitig
machen.
DieSe erfolgt durch Ruckspulung, wobei ein
Teil des Reinwassers gezwungen wird, auf umgekehrtem Wege, also von innen nach auBen, die
Poren des Filters zu durchdringcn. Hierbei werden
die in den Porcn angesammelten Schwebestoffe mitgerissen und ebenso wie die auf der Oberfliche des
Filtersteines haftenden Schmutzkorper entfernt.
Das vorstehend skizzierte Verfahren der GroDWasserfiltration laat sich auch im Kleinen anwcndcn, sei es, daB es sich darum hnndelt, Trink-
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