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Das Weltbild der Naturwissenschaften von L. Lotze u. H. Sihler. Metzlersche Verlagsbuchhdlg. Stuttgart 1953. 1. Aufl. XI. 468S. 160 Abb. 2 Spektraltafeln gebd. DM 34

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slure-Oxydase, ,,malic enzyme" und vielen Dehydrasen. uberdies wird die Hemmung durch Erhijhung der Cozymase-Konzentration aufgehoben. Keine Hemmung duroh das Pest-Toxin erleiden Coenzym 11-abhHngige Dehydrasen aowie die Oxydation
von Bcrnsteinsaure, Citronenssure, usw., interessanterweise auch
nicht die Reoxydation von Dihydro-cozymase in Gegenwart von
dpfelsliure und schlieDlich nicht die Brenztraubensaure-Oxydation
durch Proteus vulgaris X 19-PrHparate, die das ,,klassische" LiposHure-Cozymase-System nicht enthalten. (Bacteriol. Proo. 1955,
116 ( P 16)). -MU.
(Rd 616)
Biopterin, ein neues neben Folsiiure als WnahsstoH notwendlgea
Pterldln wurde von H. P. Broquist sowie E. L. R. Stokstad nus
Urin isoliert (20 mg nus 4000 1). Es ist auBerdem in Ochsenleber,
Bierhefe und Kulturfiitraten der Alge Ochrornonas onthalten. Als
Teststamm diente das Protozoon Crithidia fasciculafu, bei dem es
in hohen Konzentrationen auch ohne FolsHure wirksam ist. 1 my
Fols&ure/cms hat aber bereits eine lOOfach sparende Wirkung
gegeniiber dem neuen Wuchsstoff. Umgekehrt kann er auch
durch hohe Konzentrationen FolsPure (100 my/cms) ersetzt werden. Damit war eine geringe gegenseitige Umwandlung der beiden
Faktoren durch das Protozoon wahrscheinlich gemacht und ein
erster Hinweis fiir die Konstitution des neuen Wuchsstoffs gegeben. Das Biopterin wurde schlieBlich als 2-Amino-4-oxy-6-(1',2'dioxypropy1)-pteridin identifiziert und zeigte von allen aktiven
Pteridinen die hUchste Wirksamkeit mit 0,05-2 my/cms fur halboptimalee Wachstum. Diese Aktivittit wurde bei einer Mutante
erhalten, die ihr Felstiure-Bediirfnia eingebiiat hatte. DaD fiir den
Stoffwechsel auch dieaer Mutante neben Biopterin ebenfalls Folstiure notwendig ist, geht daraus hervor, da9 die Enthemmuug
des Folsaure-Antagoniaten p-Chlorphenoxy-6-Hthyl-pyrimidinnur
durch die Kombination Biopterin + Folshure gelingt. (Proc. exp.
Biol. Yed. 89, 178 119551; J. Amer. chem. Soc. 77, 3167 [1955]).
-MU.
(Rd 610)
Blutgrnppenaktive nnd hllmagglutlnierende Substanzen In hoheren Pflanzen. Seit 1907 ist bekannt, daB manche hllheren Pflanzen
Protein-artige Substanzen enthalten, die Erythrocyten zu agglutinieren vermllgenl). Pflanzliche Agglutinine mit mehr oder weniger spezifischer Wirkung gegen die Agglutinogene A, B und 0
wurden aber erst 1947 und 1948 beschrieben*). Derartige PrHparate sind fur ihre Anwendbarkeit in der Blutgruppendiagnostik
untersucht worded). Da diese Protein-artigen Substanzen - im
I)
')
a)
Bakterloi. 45, 660 [1907].
Fundamentals of Immunology; Interscience, New York, 1947.
Ann. Med. exper. blol. Fennlae 26, 66 [1948].
Z. Hygiene 736, 200 [1953].
Zbl.
Gegensatz zu den tierisahen Agglutininen - keine Globuline zu
sein schcinen, ist vorgeachlagen worden, sie ale ,,Lectine" (latein.
lego) zu bezeichnen. Neuerdings wurden von a. F. Springer in der
Eibe ( T a m s cuspidata) hbher molekulare Substanzen nachgewiesen, die sich s e r o l o g i s c h wie Blutgruppenantigene oder
- h a p t en e verhalten. Sie finden sich hier wie auch in einigen anderen Pflanzenextrakten in der Kohlehydratfraktion'). Sie vertragen mehrstiindiges Autoklavieren zwischeu pH 6,5 und pH 7,5.
EiwoiB lHDt sich in ihnen nicht naehweisen. - Nur dieae letzteren,
sich serologisch wie Blutgruppenmucoide A, B und 0 verhaltenden
Substanzcn, kann man als ,,blutgruppenaktiv" bezeiehnen. (Naturwissenschaften 42, 37 [1955]). -Sp.
(Rd 602)
Die Biosynthese von p-Methory-zimtsluremethylester durc h
Lentinus Zepideus (Lelep) untersuchten G. Eberhardl und F. F.
Nord. Lelep witchst auf Cellulose, Glucose, XyloRe oder Athanol;
der Ester ist strukturell mit Lignin-Bausteinen verwandt. Folgender Syntheseverlauf wird angenommen:
-
,,---
Holz
J.
Cellulose
L
Glucose
L
Heptulose
L
I
Brenztraubensgure
; ) : ;Q (Ci tronensaure-
.1
(Shiklmisaure 7)
.1
Acetaldehyd
p-Oxyphenyl-brenztraubensaure
L
I!.
Alkohol
p-Methoxy-zi mtsiiuremethylester
Die Ketosauren: OxalessigsLure, a-Ketoglntarslure, Brenztraubensaure, Acetessigsaure, p-Oxypheuyl-brenztraubenstjure konnten papierchromatographisoh als Zwischenprodukte nachgewiesen
werden. Auch die Bildung von Glucose, Ribose und einer Heptulose nus Alkohol als einziger Kohlenstoff- Quelle wurde sichergestcllt. Die Ausscheidung von p-Methoxy-zimtsauremethylester
wird durch Zugabe von Natriumacetat besohleunigt, doch zeigten
Versuche mit 2-14C markiertem Acetat, da9 der Ester direkt aus
der Glucose des Nihrbodens entsteht und C,-Einheiten zu seiner
Bildung nicht erforderlich sind. Die Resultate deuten auf eine
Verwandtschaft des Mechanismus mit der Biosynthese von Tyrosin und Phenylalanin. (Arch. Biochem. Biophysics 55, 578
[1955]). -Be.
(Rd 660)
') Kiln.
Wschr. 33, 347 [195!5].
titeratu r
Dae Weltbild der Naturwlssensahaffen, von L. Lobe u. R. Sihler.
Metzlersohe Verlagsbuchhdlg., Stuttgart 1953. 1.Aufl. XI. 468S.,
160 Abb., 2 Spektraltafeln, gebd. DM 34.50.
Ea ist allzu wahr geworden, daU es so etwas wie einen ,,Naturwissenschaftler" in der M t t e des 20. Jahrhunderts kaum mehr
gibt. Wer diirfte heute noch wagen, von sich zu behaupten, daB
er ,;Naturwissenschuftler" in dem schlichten Sinne sei, daD ih.m
das Ganze der Natur als Forschungsgegenstand vor Augen. oder
ihm jederzeit ein uberblick iiber die Problematik aller naturwissensehaftlichen Bereiche gegenwtirtig sei.
In soloher Situation erscheinen deutsehe Biicher, die sich zur
Aufgabe machen, das bisher erarbeitete Wiseensgut iiber die Natur in iibersiehtlicher, auch filr den der Einzeldisziplin Fernstehenden, faDbarer Form gesammelt darzubieten, besonders interesaant. Wenn dariiber hinaus noch versucht wird, das so gesammelte Wissen durch naturphilosophische Unterbauung zu
einem ,,Weltbild der Naturwissenschaft" zusammenzuschauen, so
diirfte ein soleher Versuch mindeatens unserer ernsten Beachtung
wert sein.
Bei der oberfltichliohen Durehsieht des Werkes kommen dem
Leser wohl zunHchst Zweifel, ob der verhiiltnismil9ig geringe Umfangvon 470 Seiten ausreichen kann, die Fiille der in der Disposition angedeuteten Gegenstande auch nur oberflachlioh zu fassen.
Und aueh beim tieferen Eindringen in einzelne Kapitel hat man
wohl den Eindruck, daD manches Yal zuguusten der uberschau
auf Vertiefung verzichtet wurde. Doch mu9 der Ref. feststellen,
daB die ihm perallnlieh uiiherliegenden Kapitel iiber den ,,Aufbau
der anorganisohen Welt" und die ,,Welt der kleinsten Dimensionen" in klarer und sachlich einwandfreier Form und Sprache
das Notwendigste nus dem Bereich der Elementarteilchen, Atome
Angew. Chem. / 67. Jahrg. 1955
1 Nr. 19/20
und Molekeln enthalten. Aber auch die Kapitel nus der Geologie,
Astronomie, Biolcgie und Anthropologie geben eine reeht lesenswerte Uberschau iiber die Ergebnisse dieser Einzelwissenschaften.
Es erscheint dariiber hinaus dem Ref. ala ein besonderes Verdienst der Autoren, daO sie sich nicht scheuten, die verwirrende
FiilLe erkenntnistheoretischer Fragen, die nun einmal im Fortschritt der modernen Physik ebenso wie im biologischen Wissenschaftsbereich auftauchen, klar aufzuzeigen und ohne Voreingenommenheit heute mllgliche philosophiache LBeungen anzudeuten. Es ist verstandlieh, da9 in der gedrangten Form, die durch
den Umfang des Buches gegeben ist, keine endgiiltigen KlHrungen
iiber die kategorialen Probleme um Raum, Zeit, Kausalitat, Substanz oder das Lebendige zu erwarten sind. Aber es t u t einem
sich immer mehr auffasernden Wissensgetriebe not, sich auch einma1 wieder auf seine Grundprobleme zu besinnen und die Fortschritte ihrer Lllsungen zu iiberdenken. Hierzu ist das vorliegende
Werk eine gute Hife.
Dan die Verf. sieh dabei in ihren naturphilosophischen Betrachtuugen eingehender mit den LUsungen
befassen, die die Ontologie des Philosophen Nic. Hartmann bietet,
kann nur dankbar begrhDt werden, kann doch die Kategorienlehre
N. Hartnianns, wie sie in seinen Werken ,,Der Aufbau der realen
Welt" und ,,Philosophie der Natur" niedergelegt iet, gerade dem
naturwissenschaftlich Forschenden zu einem vertiefenden Eindringen in die Grundlagen seiner Wissenschaft verhelfen.
Im ganzen darf wohl gesagt werden, daD das Werk eine angenehme Bereicherung derjenigen deutschen Literatur ist, die, gegeniiber der angelstichsisehen immer nooh notleidend, sich um veretlndliche, zusammenfassende Darstellung naturwissenschaftlicher
Probleme bemiiht.
M. Coenen
[NB 101
-
633
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