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Das Wesen der Erfindung. Von Reg.-Baumstr. R. Mller-Liebenau. 261. S. Berlin 1924. Verlag J. Springer

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894
Neue Biicher
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Zeitschrift fur
angewandte Chemie
eine wirtschaftlich zu bewertende, objektiv neue Wirkung in
bestimmt verkniipften V o r g b g e n herbeifuhrt."
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Die grundsatzliche Beziehung gerade auf S c h o p e n h a u e r
(oder die oftere Anziehung von 0 s t w a 1d), welche Philosophie
und Jurisprudenz vielleicht nicht anerkennen werden, hat Verfasser nicht weiter motiviert. Sie veranlaDt zunachst die Betonung der K a u s a 1i t a t , d. h. der gesetzmaoigen Verbindung
von Ursache und Wirkung als zweier einzelner, aber zusammenc-c/
-coi
gehoriger Veranderungen; ebenso ergibt sich aus ihr die D r e i t e i 1 u n g d e r Veranderungen in solche der unorganischeu
Harnin in trockeaern Pyridin
Welt, des organischen Lebens und der geistigen seelischen
Funktionen. Es folgen interessante Betrachtungen iiber den
E r f i n d u n g s w e r t - sowohl als Nutzen auf der Wirkungsseite, wie als Unifang der geistigen Tat auf der UrsachenI
seite -, die nicht so rein philosophisch, wie die lange Er-c =
orterung der Kausalvorgange, gehalten sind.
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FeDas Patent sollte der obigen Dreiteilung entsprechend Ur/
-c - c\N/
sachenpatente in der unorganischen Welt, Reizpatente im orgaI1
nischen Leben (z. B. Yflanzenzucht, Heilkunde) und Motivc - c( -co,
patente im seelischen Leben (Literatur und Kunst) decken,
I
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wahrend wir tatsachlich im P a t e n t g e s e t z nur UrsachenZwischenprodukt
patente und einige Reizpatente kennen. Daneben gibt unser
G e b r a u c h s m u s t e r s c h u t z mit seinem unrichtigen Na1
men
den m o d e 11fahigen Ursachenerfindungen Schutz, wobei
/ -CO,
C,
der Gesetzgeber den Wertunterschied zwischen Gebrauchsmuster und Patent nicht festgelegt hat. Das G e s c h m a c k s m u s t e r deckt lediglich Motiverfindungen des darstellenden
Kunstgewerbes, und das literarische und kiinstlerische U r h e b e r r e c h t ist noch nicht mit den Patentgesetzen in Einklang gebracht. Der W a r e n z e i c h e n s c h u t z endlich bec< -co,
deutet nur ein Ursprungsattest.
I
L
Demgegeniiber erwartet Verfasser von der Zukunft ein
Pyridin-Hamochromogen
luckenloses Schutzgesetz, melcbes die drei Erfindungsarten unter
Ausdehnung auf Kleinpatente umfsssen, die heutigen Patente
auf Ursachenerhdung beschranken und die Gebiete der ReizBerichtigung.
und Motiverfindungen erschliei3en sollte.
Bericlitigung xu dem Referat iiber den Vortrag ron W.
Der zweite Teil erlautert die Priifung der Patente a n Hand
S e h u e i d e r : ,,Uber Pyridinimine", Z. ang. Ch. 37, 798 [1924].
der Merkmale: Kausalitat, Gedankenleistung, Verwendung
In Forniel I sind die Substituenten Pz in 2,4 und &Stellung - Verfasser schreibt hier ,,ursachenfahiges Ergebniss" - (entnnzuordnen. Formel V ist als p-Naphthylderivat zu schreiben.
sprechend der reinen Erfindung), Zweckangabe, Neuheit, ErBei Formel IX ist die Acinitrogruppe = NO, am ausgezeich- findungswert, Darstellung (entsprechend der schutzfahigen Erneten orthochinoiden Benzolkern in Orthostellung zum Stickstoff
findung). Hervorzuheben ist dabei die Entwicklung, dai3 Gegenzu zeichnen. Bei Formel XI fehlt an der parastandigen Acinitro- stand und Darstellung des Patentes moglichst konkret und
gruppe das Minuszeichen als Kennzeichen ihres negativ polaren
nicht abstrakt gehalten sein und daD n u r dem Eriinder ein
Charakters. Ferner ist zu berichtigen die Schreibweise ,,PyryPatentschutx zustehen sollte; eine Schwierigkeit aber, die durch
liumsalz" statt P 3' r i 11 i u m s a 1 z.
die Betrachtung des Verfassers nicht iiberwunden wird, bietet
die sogenannte Werkserfindung, die auf den Gedankengangen
einer ganzen Werksabteilung beruht und die in der heutigen
Industrie gar nicht SO selten ist. Sehr einleuchtend ist die
Neue Biicher.
Erijrterung der Abhangiglreit und des Teilschutzes gehalten, und
zweckmai3ig wird endlich die Anlehnung der Darstellung an
Das Wesen der Erfindung. Von Reg.-Baumstr. R. M i i l l e r - die einmal erkannte, rechtsphilosophische Ableitung gefordert.
L i e b e n a u. 261 S. Berlin 1924. Verlag J. Springer.
Die Beschreibung soll die Merkmale gemai3 dem definierten
Ein im besten Sinne anregendes Buch, das auf philoso- Erfindungsbegriff unter Beschrankung auf das Notwendige geben,
also den Kausalvorgang, den Erfindungssinn, den benutzten
phischer Deduktion rechtliche Grundlage, Niederschrift und
Stand der Technik und die Verwendbarkeit der Erfindung
Priifung der Patente festzulegen sucht! Da es von einem Nichtphilosophen und Nichtjuristen geschrieben ist, darf wohl ein erkennen lassen. Das Schema der Patentschrift lautet dann:
Kennzeichnung - Beschreibung - HauptanChemiker den Eindruck, den ihn das Werk gemacht hat, besprechen. Von S c h o p e n h a u e r ausgehend, werden die s p r u c h: Erfindungssinn, unveranderliche Ausfuhrungsmittel,
veranderliche Ausfuhrungsmittel - N e b e n a n s p r u c h: ErMerkmalsbegriffe der reinen Erfindung entwickelt und aus ihnen
d e r engere Begriff der schutzfahigen Erfindung in folgenden findungssinn, unverlnderliche Ausfiihrungsmittel, veranderliche
Ausf uhrungsmittel.
Worten definiert:
Richtlinien fur ein derartig begrundetes Schutzgesetz mit
,,Eine schutzfahige Erfindung ist die Herbeifiihrung einer
Palenten und Kleinpatenten der drei Gebiete werden zum
durch eine bestimmte Zweckangabe nach einem wirtschaftlichen
Ziele orientierten und darauf beschrankten lebendigen Wirkung Schlui3 gegeben und den Ursachen- und Reizerfindungen mit
Wirkung auf die AuDenwelt die Motiverfindungen mit dem
von objektiver Neuheit in einem vollstandigen Kausalvorgange,
dessen Erfindungswert eine nach der Hohe der zu seinem Wirkungsschauplatz in der Innenwelt (Literatur, bildende Kunst,
Ursachenzustande fiihrenden Erkenntnis das DurchschnittsmaB Tonkunst, Schauspielkunst, Spielzeug, Reklame usw.) beigefugt.
Der Chemiker konnte bei den zahlreichen Beispielen eine
blol3er Sachverstandigenleistung iiberschreitende geistige Tat
und einen ein ausgesprochenes Bediirfnis abstellenden Nutzen hiufigere Beziehung auf chemische Erfindungen noch wunschen;
aus seiner Wirkung aufweist."
auch den Erfindungsgedanken vieler Beispiele wird mancher
Vorteile und Nachteile dieser etwas komplizierten Fassung nicht ganz glucklich gewahlt, und iiberhaupt die Gruppen prakwird man sich am besten durch einen Vergleich mit der Defi- tischer Patente nicht geniigend vollstandig und durchschlagend
nition verdeutlichen, die der Referent geben wiirde, namlich : charakterisiert, finden; aber das wesentliche bleibt die an,,Eine schutzfiige Erfindung ist eine (die selbstverstandliche regende Wirkung des Buches auf den Laien - und hoffentlich
fachmannische Leistung uberschreitende) geistige Tat, welche
auch auf den Sachverstandigen.
F. Quincke. [BB. 203.1
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