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Das Wheatstone'sche Chronoskop verbessert vom Uhrmacher Hipp in Reutlingen.

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XII. Bas W h e o t s t o ne’sche Chronoskop, cert3e.ssert vom Uhrmncher H i p p in Reutlingen.
H>as W h e a t s t o n e’sche Chroiioskop ist eiu Iustrument
znin Messeii sehr kleiner Zeittlieilclien. ’) Wahrend auf gewbbnlichen Chrouoinetern hiichstens -2 Sekunden abgelcseii
werdeu kounen, so zeigt dngegeu dieses Cliroiioskop
,~Sekunden a~]. Man verspracli sicli davoii die glanzeudsteu Resultate, und hoffte, es ziir uninittelbaren Messuiig der Fallzeit eines Korpers uud soinit zur direkten Nachweisnng der
N e w t o u’sclieii Gesetze brauchen ZLI kiinnen. Das Instrument hat die Eiurichtuiig, dafs es still steht, weuii eine
mit dernselben i n Verbindung gebrachte clektrische Kette
geschlossen ist. W i r d der elektrisclie Strom uuterbrochen,
so. faugt es an sich zu bewegen uiid hort augenblicklich
mieder auf, sobald die Kette wiederuin geschlosseii ist. Dieses Oeffiien und Schliefsen der Kette wird durch eine kleine
inetallene Kugel bewerkstelligt, welche vor ihrein Fall ein
Glied der Kette bildet, vrbhrend ihres Falls den Stroni unterbrochen halt und durch ihr Auffalleii deuselben wiederuin
schliefst. Es ist somit die Maschiue wahrend des Falls des
Kbrpers in Rewegung und zeigt auf eiiiem Zifferblatte an,
wie vie1 r&a Selr. ddr Kiirper zu seinein Falle gebraacht
hat. - Allein trotz vieler punktlicher Versuche, welche nngestellt wurden, kounten iiiir widersprechende Resultate erzielt werden, uiid von einer Nachweisuiig der N em t o n =hen Gesetze war keine Rede. Bei genauer Prufung stellte
sich nun der Hauptinaugel des tnstrumentes heraus. Die
Bewegung desselbeu war iibinlich aiifaugs eine beschleunigte
uud wurde erst nach Verlauf einer halbeu Sekunde eine
gleichfiirmige, ivvoraus sich die vollige Uubrauchbarkeit desselben ergab.
Herr H i p p, Uhrmacher uud Mechaniker in Reutlingen,
1) Ann. Bd. 65. S. 451.
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WuCste auf eine adserst siunreiche Weise diesen Fehler dadurch zu beseitigen, daCs er das W e r k schon vor dem Falle
des Korpers sich bewegen liefs, wobei er die Einrichtung
traf, dafs die Zeiger sich iiur wahreiid des Falls drehten,
somit ein Zeitabschnitt gleichsain ausgeschieden murde. Aufser dieser wesentlichen Verbesserung besitzt das H i p p ’sche
Chroiioskop noch den Vorzug, dafs es -54uSek. angiebt und
mit solcher Eleganz und Genauigkeit gearbeitet ist, dafs wahrend des Laufs nicht die mindeste Abweichuug von einer
gleichfiirinigen Bewegung zu beinerken ist ; was sich leiclit
a n der Hiihe des Tons erkennen kifst, den das eigenthuinliclie Ecbappeinent von sich giebt.
Mit diesem verbesserten Chronoskop habe ich Versuche
gemacht, welche meine kuhnsten Erwartungen von eincr solchen Maschine weit ubertrafen.
Es wird daher nicht uninteressant seyn, wenn ich hier die Resultnte dieser Versuche
in der Kiirze mitlheile. Ich wahlte funf verschiedene Fallhijhen, uiid stellte iiiit jeder dieser Hiihen 10 Versuche an,
melche zu meiner nicht geringeii Verwunderung hiichstens
uiii
bis c $ u Sek. differirten. Hieraus ergab sich nun folgende Tabelle:
-
Falllrijlle in Millimelern
Zait des
Falls in
&, Sck.
1 1500 I 1000 I 500 I 100 I 20 I
1 258,7 I 230 1 160.2 1 69,7 I 29,5 I
ails welcher sich das Newton’sche Gesetz 2) :v’ =p? : t‘ unmittelbar ableiten liefs. Durch Rechnung ergab sich uoch,
wenn die FalIhfihe in einer Sekunde (uach P o u i l l e t ) zu
m In
4904,4 genoininen wurde, folgende Zusammenstellung:
Iialllliilie in Millimetcm
Fallreit in &Sekunden.
I 4904,4 I 1500 I 1000 I
1
500
I
100
I 20
1 2i6,5 I 225,7 1 159,6 I 7l,3 I 31,9
~
500
was in iiberraschender Uebereinstimmung mit obigen Versuchen steht, und ein eklatanter Beweis fur die Trefflichkeit des Instruments ist, auch dem Scharfsinn Hrn. H i p p ’ s
alle Ebre macht. Es ist eiuleuchtend, dafs sich init diesem
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Instrumeute ebeufalls hochst interessante Versuche uber die
Geschwindigkeit der Fliuten- und Kanonenkugeln anstelleu
lasseii.
Den Preis des Chronoskop hat Herr Hipp auf
66 F1. gestellt. Das aus England bezogene kostete 144 F1.
-
-
W. O e l s c h l a g e r ,
XIII.
Ueber Dolorm’t; uon
Obcrreallelirer.
A. con
Morlot.
( Aus den Berichten Gber die Mittheilungen von Freunden der Natunvissenschafien in W i e n . Februar 1848.)
M r . E l i e d e B e a u m o n t hat iin Bulletin de la sociCti
giologique von 1837, S . 17.6 177 eine sehr denkwurdige
Notiz iiber die Anwendung der Kechnung auf die Hypothese der Eutstehung des Anhgdrites, des Gypses und des
Dolomites durch Metamorphose veroffentIicht. W a s letzteren insbesondere anbelangt, so zeigt er, dafs 1 Kubikmeter Kalkstein, der 2750 Kilogrm. wiegt, dadurch in Dolomit umgewandelt mird, dafs von je zwei Atomen kohlensaurem Kalk, die 1264 wiegen, das eine durch kohlensaure
Magnesia ersetzt wird, das neue Product also 1167 wiegen,
daher die 2750 Kilogrm. Kalkstein 1264: 1167 =2750 :2537
Kilogrm. Dolomit liefern wiirden, die nocli immer im ursprunglichen Kubikmeter vertheilt w ~ r e n . Da aber das specifische Gewicht des Dolomits 2,878 ist, also 1 Kubikmeter
davon 2878 Kilogrm. wiegt, so kannen die 2537 Kilogrm.
nur einen Raum einnehmen von 2678 :2537 = 1 :0,88175 Kubikmeter, so dafs also ein Schwinden und Znsammenziehen
der urspriinglichen Masse von 1-0,88175 =<GG nahebei
stattgefunden hatte ), eiu Resultat, welches im Allgemeinen
recht gut mit dem drusigen Zustand so vieler Dolomite
-
1) Bci Wiederholung der Hercchnung aher mit Anwendung der seither
corrigirten Atomgewichte belrommt man etwas mehr als 12, n h l i c h genau
12,l Proc.
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