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Der Alchimist. Von G. Bugge. Die Geschichte Leonhardt Thurneyssers des Goldmachers von Berlin. Wilh. Limpert Berlin 1939. 304 Seiten 12 Bilder. RM

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V e r e i n e und I'eraammlungcn - R u n d s c h a u - N e u e Biicher
erhalt sotnit direkt das Termschema des Kernes. Beispielsweise
entstehen bei der Umwandlung des Aluminiums durch a-Strahlen
AP' (He,H)Si30 neben dem normalen Siso-Kern im Grundzustand
auch angeregte SPO-Kerne. Bei der Urnwandlung werden Protonen
emittiert. Entsteht nun der Si30-Kern im Grundzustand, so iibernimmt das emittierte Proton die game zur Verfiigung stehende
Energie. Entsteht dagegen ein angeregter Si30-Kern, so ist die
Energie des Protons entsprecheud diesem Energiebetrag kleiner.
Aus dern Energiespektruni der emittierten Protonen kann daher
das Termschema des Si30-Kerne.s abgelesen werden. Auf diese
Weise konnte das Termschema fast aller Kerne bis herauf Zuni
Ca ermittelt werden. Mit der eben heschriebenen Methode konnen
natiirlich nur die untersten Energieniveaus der Kerne angeregt
werdeu, da fur die ilnregung nur die kinetische Eneraie des eingeschossenen Teilchens, vermehrt iini die bei der Urnwandlung
frei werdende oder vermindert uin die zur Umwandlung notwendige
Energie, ziir Verfiigung steht. I'm etwa 8AIeV hoher liegende Kernniveaus erhhlt man durch Untersuchung des Resonanzeffektes bei
der Urnwandlung. H . Pose3) bat gefunden. daP beispielsweise bei
der Umwandlung des Aluminiums tlurch a-Strahlen nicht all?
a-Strahlenenergien in gleicher Weise die Fahigkeit haben, Umwandlungen hervorzurufen, sondern da5 gewisse schmale Energicbereiche
bevorzugt sind. Nach B0hr4) kommt dies dadurch zustande, da5
sich das a-Teilchen zunachst an den Aluminiumkern anlagert und
voriibergehend einen P31-Kern bildet, der dann unter Abgabe
eines Protons in einen Si30-Kern zerfallt. Durch Ausniessen der
Resonanzenergien der a-Teilchen kann inan also auf die Energieniveaus des P31-Kernes schliePen. Auf diese Weise war es m6,glich.
Energieniveaus bis herauf zu 17 Me\' zu untersuchen. Die Niveaus
hatten in diesem Bereich Abstande von ungefahr 1-2.105 el7
und eine Breite \-on etwa 5.104 el-.
Die Lebensdauer der angeregten &erne ist in der Regel kiirzer
als 10-lo s. Es gibt jedoch auch metastabile Kernzustande sehr
groBer Lebensdaner. Wahrscheinlich ist die Ikrnisomerie (Kerne
gleicher Ordnungszahl, gleichen Atonigewichts, aber mit verschiedenen radioaktiven Eigenschaften) auf rnetastabile Kerne
zuriickzufiihren. Interessant ist ein bri In115 beobachteter Fall.
I i P geht dnrch BeschieBen mit Neutronen. Protonen oder auch
x-Teilchen in ein radioaktives In116* iiber, das mit einer Halbwertszeit von 4 h zerfallt. Dabei werden nur y-Strahlen emittiert. Das
y-strahlende h u b * laBt sich aus dein stabilen InU$ auch durch
Kontgenbestrahlung (1.35 MeV) erzeugen. Die Erzeugung des
InuB* durch Neutronen, Protonen oder rw-StrahlenbeschuD kann
nur auf einer StoDanregung beruhen. da in diesen Fallen keine
Urnwandlung stattfindet, wie eingehende Untersuchungen gezeigt
haben.
Es wurde dann noch iiber Yersuche von Selawl.5) berichtet.
nach denen reine StoBanregung auch bei anderen Elementen beobachtet werden kann. Schauer untersuchte die a n verschiedenen
Elementen gestreuten a-Strahlen auf ihre Reichweiten : Vor allem
an .4luminium und Blei gestreute rw-Teilchen erleiden Energieverluste; der ZusammenstoI3 mit den Al- und Pb-Kernen ist also
unelastiscb und fiihrt zu einer Anregung dieser Kerne.
Eine Zusamnienstellung d l e r bisher bekannten Termschemata
rler Kerne ergibt, daB die Niveauabstande bei geringen Anregungsenergien etwa 1-2 MeV betragen und bei hohen Anregungsenergien
auf etwa 0,1 MeV abnehmen. Konnen bei einer Anregung der
Kerne mehrere Energieniveaus erreicht werden, so werden nieist
die hoher gelegenen bevorzugt. Einen allen Kernspektren gemeinsamen Zug oder einen Zusammenhang zmischen Kernbau und
Termschema 1aBt das bisher bekaunte Material noch nicht erkennen.
Die William G . Kerckhoff-Stiftung
verleiht, wie alljahrlich, Stipendien an akademisch gebildete Deutsche
(abgeschlossene Hochschulbildung) ziir weiteren wissenschaftlichen Ausbildung oder zur Durchfiihrung von Forschungsarbeiten,
insbesondere an solche, die die Hocbschullehrerlaufbahn einschlagen
wollen. Bewerbungen sind bis zum 1 . Mai 1940 dem Sekretariat
\(I
der Stiftung in Bad Nauheim einzureichen.
Der Alchimist. \'on (;. B u g g e . Die (kschichte Leonhardt Thurneyssers, des Goldmacbers w n Berlin. LViIh. Limpert, Berlin
1939. 304 Seiten, 12 Nilder. RM. 6,.50.
uber I,eheu, Wirken und Bedeutung des Leonhardt Thurneysser
hat Bfcygeselber in seinem Aufsatz auf S . 190 dieses Heftes berichtet.
Er hat nnbekannte Quellen erschlossen und manches Wichtige zur
Losung der Fragen beitragen konnen, welche die Personlichkeit Thurnepssers und das Problem einer richtigen Deutung der Alchemie
noch heute dem Chemiehistoriker stellen. Hier h a t er als strenger
Forscher gesprochen. Nicht so in seineni Buch ,,Der Alchimist".
.,Vor Jahren", so heiI3t es im Nachwort. ,,schwebte mir als Ziel
die Abfassung einer wissenschaftlichen Wiirdigung Thurneyssers
chemischer Leistungen vor. Ich wurde aber bald von den1 Menschen
Thurneysser so gefesselt . . . .. daB ich versucht habe, in einer Zeit
erzwungener MuBe das vorhandene Material zu der vorliegenden
Lebensgeschichte zu rerarbeiten, in der sich Historisches mit Erdichtetem misch t. ' '
Was ist entstanden? Kein Konian in dichterischem Sinne,
der den Vorwurf ausschlieglich nach kiinstlerischen Gesichtspunkten
gcformt hltte. Eine ernsthafte biographische oder wissenschaftsgeschichtliche Studie gewiB nicht, der Autor versichert es selbst.
Dafiir aber eine kulturhistorische Schilderung aus dem Deutschland nach dem Augsburger Religionsfrieden, eben die Geschichte
des Wundermannes und Tausendsassas Leonhardt Thurneysser,
romanhaft durch ihn selber und recht geeignet, nicht nur den
chemiekundigen 1,eser zu fesseln, sondern alle diejenigen, denen
das Gefiihl, daP sich die Fabel wirklich so begeben haben moge.
erst den eigentlichen LesegenuB erzeukt. Den Rezensenten hat das
Buch angeregt, sich alle moglichen Quellen vorzunehmen, die ihm
das Gesicht jener Jahrhunderthiilfte lebendig werden lieBen, Zeugnisse der politischen Geschichte, der Kunst, der Dichtung, der Naturanschauung. der Technik und des Wirtschaftslebens. So erstancl
ihm noch einmal nach der Kohlestiftzeichnung Bugges das crschiitternde Bild jener unseligen J ahrzehnte aus den1 Leben unsert'h
Volkes, da alles, was zur Bliite angesetzt hatte. jah abstarb oder 211
MiPwachs geriet, so daB uns heute der 30jahrige Krieg als der groBr
l'ollstrecker an verderbten Generationen erscheinen will.
Kann man sich von der Wirkung eines Buches Brsserrs
wiinschen ? Es sei in diesem Sinne angelegentlich empfohlen.
Der Verlag Limpert, dem n i r schon manches gute, volkstiimliche Chemiebuch verdanken, h a t den Band rnit Bildern aus der
Zeit und Photos l'hurneysserscher Originalia ansprechend ausge14'. Foersf. ;BB. 30 ;
stattet.
Der disperse Bau der festen Systeme. \'on D. B a l a r e w .
Allgemeine Theorie der Verunreinignng fester Systeme. ,,XolloidBeihefte", Band 50. Monographien zur reinen und angewandten
Kolloidchemie. Herausg. von X'. O s t w a l d . Th. Steinkopf, Dresden
und Leipzig, 1939. Preis br. RM. lo,--, yeb. RM. 11,50.
Auf der Grundlage der von M'o. O & d d und w. Buzugh entwickelten
Vorstellungen iiber ,,Chemische Zusammensetzung und DiVEREINE UND VPRSAMMLUNGEN
spersitatsgrad bei kristallinen Teilchen" entwickelt der Verfasser eine
Theorie iiber den,,Dispersen Bau der festen Systeme", unter besonderer
Beriicksichtigung der in den Feststoffen vorhandenen VerunreinigunDeutsche Bunsen-Gesellschaft.
gen, die als ,,Verwachsungskonglomerate" angesprochen werden :
, , m e im Laboratorium unter allen inoglichen Bedingungen aus
3. Diskussionstagung: Rbntgenmethoden in der Chemie.
einer Losung, Schmelze, Dampf oder einer anderen polymorphen
Vorbereitet von Prof. P. A. T h i e B e n , Berlin-Dahlem.
Modifikation entstehenden Makrokristalle, Skelette oder amorphen
Massen besitzen ohne Ausnahme einen Yerwachsungskonglomerat24. und 25. Mai 1940 im Harnack-Haus, Berlin-Dahlem.
bau, welcher ganz allgemein dem Bau der typischen Gele analog ist."
Beispiel : Ein isolierter Elementarwiirfel eines NaC1-Kristalls
uber folgende Vortrage wird diskutiert werden: L. Bew i l o g u a , Berlin-Dahlern : Interferometrische Mesaungen von freien
besitzt die stereochemische Zusammensetzung Nal3CIl4. Um die
Mokkiilen. - C. H e r m a n n , Oppau: Methodisches zur FourierElektroneutralitat dieses Elementarkristalls zu wahren, werden dem
A d g e e . - C1. P e t e r s , Oppau: Anwendung der rontgenograp7aischen Wasser H-Ionen entnommen und eingebaut oder adsorbiert. Es
Fourier-Analysc auf Fragen der cfwmischen Bindung. - R. F r i c k e ,
bildet sich demgemaB Na,,HCI,,.
I n der Mutterlauge entsteht die
Stuttgart : Ronlgenunterswhung won Qitterstiirmngen.- T h . S c h o o n ,
aquivalente NaOH-Menge.
Berlin-Dahlem : Beai,immung won Teilchengr6pen dwch R6ntgen- zlnd
,,Diese hydrolytische EinschlieBung ist . . . . . .eiue unvermeidEkktronenstrahlen. - R. H o s e m a n n , Stuttgart: Bestimmung sehr
liche Erscheinung, die bei der Bildung aller Realkristallsysteme als
groper Qitterkonstanten. - R. K o h l h a a s . Berlin-Dahlem: Rtinigendisperse Gebilde (Verwachsungskonglomerate) in entsprechendem
erh-undztny tton ffitlernmit Kettenmolekiilen. - R. B e r t h o l d , BerlinMaGe auftreten wird."
Dahlem: Rontgemgraphischfi Werkstufjpriifung. - I(. Molicire,
Dem Referenten erscheint diese Grundlage der ,,AUgemeinen
Berlin-Dahlem: Erkundung von Qrenzjfliiehnbereiehen durch ElekTheorie der Verunreinigung fester Systeme" anfechtbar:
tronen. - W. W i t t s t a d t , Berlin-Dahlem: Rontgenntetlwden unfer
Die Wahrscheinlichkeit, daB beim Auskristallisieren von Natrieztrernen Bedingungen ,
umchlorid ein Elementarwiirfel die Zusammensetzung Na,,Cl,, be-
194
Angewandte Chcmse
53.Jahrg.1940. Nr.17118-
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