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Der Chemiker im Heuhaufen.

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Der Chemiker im Heuhaufen
Wenn Sie auf der Suche nach einem
Kollegen, einem Berater oder einfach
nur nach einem Experten fr ein bestimmtes Gebiet sind, ist ein professionelles Verzeichnis eine wertvolle Hilfe.
Zahlreiche wissenschaftliche Gesellschaften fhren seit langem Listen von
Wissenschaftlern und ihren Forschungsschwerpunkten, um die Kommunikation zwischen ihren Mitgliedern
zu vereinfachen. Traditionell wurden
solche Verzeichnisse gedruckt, heutzutage werden sie zunehmend in OnlineDatenbanken gespeichert, die sich
leichter aktualisieren und abfragen
lassen. Krzlich haben sowohl die Gesellschaft Deutscher Chemiker als auch
die American Chemical Society (ACS)
ihre frei verfgbaren Online-Verzeichnisse aktualisiert.
Als sich die GDCh zur 0berarbeitung ihres Forschungs- und Technologiefhrers entschloss, nutzte sie die Gelegenheit, den zuletzt 1994 im Druck
erschienenen Fhrer in eine OnlineDatenbank umzuwandeln. Das Werk
hat das Ziel, die chemische Forschung in
der ganzen Bandbreite zu beschreiben
wie sie in deutschsprachigen L4ndern
betrieben wird. Der Fachbereichsfhrer
enth4lt darber hinaus Informationen
ber Studieng4nge.
Zum Zeitpunkt der Rezension enthielt der Forschungsfhrer Eintr4ge zu
2098 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in 1791 Arbeitsgruppen an
Universit4ten, Forschungseinrichtungen
und Firmen in sieben L4ndern. Das
Verzeichnis befindet sich jedoch noch
im Aufbau. Alle Forschenden, ob sie
nun GDCh-Mitglieder sind oder nicht,
werden gebeten, sich in die Datenbank
einzutragen; hierzu gibt es eine Anleitung, die den Prozess schrittweise er-
3274
l4utert. Hochschulen sind aufgefordert,
Informationen ber ihre Studieng4nge
einzutragen.
Das Directory of Graduate Research (DGR) der ACS hat einen schmaleren Fokus: Es ist auf Forscher und
Fachbereiche von Universit4ten mit
Promotionsm@glichkeit in den USA und
Kanada begrenzt. Das DGR wurde ursprnglich 1953 ins Leben gerufen, um
potenzielle Doktoranden ber die
Schwerpunkte der chemischen und
chemisch-technischen Fachbereiche in
Nordamerika zu informieren; es wurde
alle zwei Jahre neu aufgelegt. Mit der
Ver@ffentlichung der Ausgabe 2005
wurden
die
Online-Versionen
(DGRweb) der letzten vier Auflagen
kostenfrei zug4nglich gemacht.
Die Auflage 2005 des DGR enth4lt
ber 10 000 Forscher aus 665 Fachbereichen an Einrichtungen in den USA
und Kanada. Sie deckt die Gebiete
Chemie, Chemieingenieurwesen, Biochemie, Material- und Umweltwissenschaften ab. Die Daten werden von den
Institutionen selbst zur Verfgung gestellt. Eine Anleitung, wie man sich in
die Auflage 2007 eintr4gt, ist durch
Ausfllen eines Formulars auf der
Website erh4ltlich.
Die Datenbanken der ACS und der
GDCh enthalten 4hnliche Informationen ber Forschung und Arbeitsgruppen, die Suchm@glichkeiten unterscheiden sich jedoch.
Bei der GDCh sind drei Arten von
Suchen m@glich, sowohl auf Deutsch als
auch auf Englisch: Standard- und erweiterte Suchen im Forschungsfhrer
sowie Suchen im Fachbereichsfhrer. In
der Standardsuche (Abbildung 1) sind
zwei Vorgehensweisen m@glich, entweder getrennt oder kombiniert. Man kann
aus einem Katalog der Orte, Universit4ten oder Firmen und Arbeitsgebiete
w4hlen und einen ausklappbaren Baum
benutzen, um einen bestimmten Forscher zu finden. Alternativ steht eine
Stichwortsuche zur Verfgung, die auf
Personen oder Forschungsthemen eingeschr4nkt werden kann. Die Suche im
Fachbereichsfhrer funktioniert analog,
eine Katalogsuche kann mit einer
Stichwortsuche kombiniert werden.
Die erweiterte Suche erm@glicht die
Verknpfung von Stichworten mit
UND, ODER oder NICHT in Suchanfragen in den Feldern „Person“, „Arbeitsgebiet“ und „Ort“. Es steht auch
eine Maske fr die Suche nach chemischen Strukturen zur Verfgung, die
aber zurzeit nicht zu funktionieren
scheint.
Die Suchoptionen im DGR sind
einfacher und umfassender. Man kann
in den vier Auflagen 1999–2005 entweder nach einem Forscher (Abbildung 2)
oder einem Fachbereich suchen. In
beiden F4llen erlaubt die Eingabe von
Stichworten in eine Vielzahl von Feldern sehr genaue Anfragen. Beispiels-
Abbildung 1. Standardsuchmaske des GDCh-Forschungsfhrers.
2006 Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
Angew. Chem. 2006, 118, 3274 – 3275
Angewandte
Chemie
Abbildung 2. Faculty-Suchmaske des Directory of Graduate Research (ACS).
weise enth4lt die Suchmaske fr Personen Felder wie Dienstbezeichnung,
Bundesstaat, Studienort, Geburtsjahr
und Geschlecht.
Als Ergebnis einer Suche erh4lt man
aus beiden Datenbanken Listen von
Forschern und Links zu deren vollst4ndigen Eintr4gen. Bei der GDCh sind
diese in fnf Abschnitte gegliedert, die
einzeln aufgerufen werden mssen:
pers@nliche Daten, Lebenslauf, Forschungsthemen, Arbeitskreis und Ver@ffentlichungen. In 4hnlicher Weise sind
die Informationen ber Fachbereich in
vier Abschnitte unterteilt: Fachbereichsinformationen,
Gliederung,
Adressen und Studieng4nge. Leider sind
diese Informationen h4ufig noch sehr
lckenhaft. Zwar ist die Navigation
ohne Deutschkenntnisse m@glich, das
Lesen der Eintr4ge meist jedoch nicht.
Das DGR pr4sentiert die Informationen zu jedem Forscher und Fachbereich vollst4ndig auf einer Seite:
Adressen, Lebenslauf, Forschungsthemen, Ver@ffentlichungen und Ab-
Angew. Chem. 2006, 118, 3274 – 3275
schlussarbeiten bzw. Adressen, Links,
Fachbereichsinformationen,
Studieng4nge, Lehrk@rper und Statistiken, alles
nur in Englisch. Dieses Format bietet
einen klaren 0berblick ber eine
Person oder einen Fachbereich. Obwohl
die Eintr4ge h4ufig vollst4ndiger als im
GDCh-Forschungsfhrer sind, fehlen
auch hier mitunter Eintr4ge.
Um den Nutzen der beiden Angebote zu berprfen, versetzte ich mich
in die Rolle eines Absolventen, der nach
einer Promotionsm@glichkeit auf dem
Gebiet molekularer Magnetismus sucht.
Ich begann, indem ich den Ausdruck
„molecular magnetism“ in die Suchmaske des englischen GDCh-Forschungsfhrers eingab. Leider ohne Ergebnis. Ich bl4tterte im Katalog der
Forschungsthemen und fand auch hier
keine angemessene Kategorie fr dieses
multidisziplin4re Thema. Ich suchte also
nach dem allgemeineren Ausdruck
„magnetism“ und erhielt eine Liste von
fnf Arbeitskreisen. Indem ich diese
Liste auf Forschungsthemen hin unter-
suchte, konnte ich herausfinden, dass
eine der Gruppen tats4chlich auf dem
Gebiet „molekularer Magnetismus“ arbeitet. Ich suchte also nach dem deutschen Ausdruck und fand tats4chlich
zwei Arbeitsgruppen, ihre Adressen
einschließlich Homepages, kurzen Beschreibungen, aber wenig mehr.
In 4hnlicher Weise durchsuchte ich
das DGR, indem ich den Ausdruck
„molecular magnetism“ in das Feld
„specific research“ der Faculty-Suchmaske eingab. Ich erhielt eine Liste mit
acht Ergebnissen und konnte die relativ
vollst4ndigen Eintr4ge der Forscher
durch Klick auf ihre Name einsehen:
Adressen, Lebensl4ufe, Forschungsthemen und Ver@ffentlichungen, aber nur
einer enthielt einen funktionierenden
Link zur Homepage der Arbeitsgruppe.
Von kleineren M4ngeln abgesehen
sind sowohl das Directory of Graduate
Research (ACS) als auch der GDChForschungsfhrer ntzliche Werkzeuge
bei der Suche nach Forschern oder
Fachbereichen. Die Datenbankabfragen
sind schnell und bieten detaillierte Ergebnisse (wenn die Eintr4ge vollst4ndig
sind) und erm@glichen ggf. die Kontaktaufnahme per E-Mail oder ber die
Homepage (soweit angegeben). Die
beiden Datenbanken sind besonders
ntzlich bei der Suche nach einer Promotionsm@glichkeit, aber auch fr alle,
die auf der Suche nach einer bestimmten
chemischen Expertise sind. Es w4re
wnschenswert, wenn mehr nationale
Gesellschaften solche Dienstleistungen
anbieten wrden, idealerweise auf
Englisch.
Allison Mills
Wiley-VCH, Weinheim (Deutschland)
DOI: 10.1002/ange.200601545
2006 Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
Weitere Informationen siehe:
http://www.gdch.de/fofue
und
http://dgr.rints.com/
www.angewandte.de
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