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Der Deutsche Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine.

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Neue Bticher
39. Jahrgang 18251
-___
- Personalnachrichten
247
~-
.-
D 6 1 t e r , der mit einer photographischen Einrichtung versehen ist, sowie die Einrichtungen des Geophysical Laboratory in
Washington. Ahnlich iist auch der Ofen von Prof. F. M. J a g e r.
Uas Erhitzungsmikroskop von Prof. E n d e 11 bringt den Fortschritt, da6 es mit synchronischer Nikoldrehung amgestattet
ist. Endlich verwebt Vortr. noch auf die Einrichtung von
B u r g e D s , dem Leiter des Bureau of Standards, ein Mikropyrometer fur zuverlassige Schmelzpunktbestimmugea Der
mit einfaehen Mitteln konstruierte Apparat von G 1 a s e r gestattet es, auch zur Kontrolle von optischen Pyrometern verwendet zu werden, auch kann mit einfachen Mitteln eine VakuumeinTichtung angebracht werden, so dab man Beobachtungen im Vakuum und unter Druck vornehmen kann. Man
kann mit dem kleinen Erhitzungsmikroskop eehr schnell arbeiten, es ist dies blesonders wichtig, weil man au? diese Weise
Reaktionen zwischen den Materialien vermeiden kann.
Baurat A. S c h i l l e r , Berlin: ,,Das Glas im Alterturn".
Im Alterturn galt das Cihs a h besonders gro6e Kostbarkeit
und wurde mehr geschatzt a h Gold. Die Geschichte des Glases
ist sehr alt und reicht zuriick bis etwa 4000 v. Chr. Die letztzeitlichen Forschungen haben ergeben, dab die Erfindung des
Glases dmen Agyptern zuzuschreiben ist und d c h t den Phoniziern, wie die Sage enahlt. Uber die Herstellung des Glases
im Altertvm gibt uns auch wieder P 1 i n i u s Angaben, wo wir
auch die Skizze eines Glasofens finden. Die Herstellung des
Glases erfolgte in kleinen Ofen, die ein bienenkorbahnlichee
Aussehen hatten, und in denen ein, manchmal auch zwei Hafen
vorhanden waren, sowie eine Abteilung zum Kiihlen der Glasgegenwthde. Derartig primitive Ofen kann man auch heute
noch in nianchen Teilen des Orients finden, so hatte Vortr.
Gelegenheit, vor den Toren Konstantinopek eine derartig
primitive Glashiitte zu sehen. Die ersten Glasprodukte beslanden aus opakem undurchsichtigem Glas, weil man die Verunreinigungen aus den Matmerialien, aus denen das Glas hergestellt
wurde, nicht beseitigen komte. Es wurden zunachst aus dem
Cilas Perlen a l b r Art hergestellt, die in groi3en Mengen iiber
ganz Europa verbreitet wurden. Spater hat man diese Pwlen
in Mosaiikarbeit ausgefiihrt, die zum Teil Kuruslprodukte ersten
Ranges damtellen. Die Glanzperiode der Glasindustrie des
Altertumls beginnt in der Zeit, in der man die G l W r mosaikartig zusarnm~ensetzen konnte. Die sogenannten MilbefioriglLiser
bedeuten die groi3te Kostbarkeit, die das Alrlertum auf dem Gebiete der Glaser hervorgebracht hat. E s ist bis heute noch nicht
gelungen, die Technik der Millefioriglaser zu ergriinden, trotzdem die verschiedensten Theorien dariiber aufgestellt wurden.
E i m n wheblichen Fortschritt machte die antike Glasmacherkunst nach Erfindung der Glasmacherpfeife, die etwa um
300 v. Chr. erfolgt sein kann. Von diesem Zeitpunkt ab beginnt diie grobe Mannigfaltigkeit der Glasgefabe, die zum Teil
vom kiinstlerischen Standpunkt am so vollkommen sind, daD
man lsie staunend bewundern mui3. Man hat anfangs nach Erfindvng der Glasmacherpfeife nicht etwa aus G h s Gebrauchsgegenstande fur den Haushalt hergestellt, sondern meist Nachbildungen von Tim- und Memchenkopfen. Auch die Alchemisten
haben sich vie1 mtit dem Glase befafit, und e s wird auch von der
Erfindung e h e s b i e p m e n und Mmmerbaren Glases en5iklt.
Einle besondere Eigenschaft der antiken, hauptsachlich der
syrischen Gllser besteht darin, da13 sich auf ihnen im Verlauf
der Jahrtausende eine Irisschicht gebildet hat, die die Gefai3e
in den prachtvollsten Regenbogenfarben erschehen laat. Da
die Zusammemetzung der Glaser fast die gleiche ist, mub man
annehmen, d d die Irisschicht xusammenhangt rnit der Zusammemtzung des Bodens, in dem die Glaser gelegen haben.
Es handelt sich hierbei um eine Verwittlerungserscheinung, die
die Oberflache das Glases in feine Blattchen auflost, es bilden
sich Millionen von feinen Riseen und hierdurch wird die ungeheure StTahEenbrechung herbeigerufen, die das zauberhafte
Farbenbild emeugt. Es bedeutet diese Irisschicht eine langsame Zerstorung des Glases, die durch kiinstliche Mittel nicht
herrorgerufen werden kann. Eis i d also hier rnoglick wertlose
Nachahmungen zu erkennen.
ills diie Herstellung des Glases allgemeiner wurde und der
ICPeis der Gl~aswerkstattensich vergrofierte, und man begann
Gegenstande fur den Haushalt aus Glas herrzustellen, sank der
Wert. Vtiele Jahrhunderte h i n h r c h bleibt aber die Glasmacherkunst, die vom Orient aus nach und nach in fast alle Lander
Europas verpflanzt worden ist, eines der angeeehensten Handwerke.
Vortr. schlieat rnit dern Wunsch, dab das Glas in der Gegenwart wieder besaer bewertet wurde, als es zurzeit geschiehi.
Der Deutsche Verband technisch-wissenschaftlicher
Vereine
ladet die Mitglieder der angeschlossenen und nahesrtehenden
Korporationen zu einlem am Mittwoch, den 24. Februar, nachm.
4 Uhr, im Lichthaus der Osram G. m. b. H., Berlin, stattfindenden
in englischer Sprache gehaltenen Vortrag von Ober-Ing. R o s e n t h a 1 iiber: ,,Illuminating Economics" ein. Einlabkarben sind
kostenlos VOD der Geschaftsstelle des Deutschen Verbandes zu
beziehen.
Neue Biicher.
1
kohle, Koks, Teer. Abhandlungen zur Praxis der Gewinnung,
Veredlung uzld Verwertung der Brennstoffe. Herausgegeben
von Dr.-Ing. J. G w o s d z . Bd. V. Th. L i m b e r g , Die
Praxis des wirtschaftlichen Verschwelens u d Vergaeens,
angewandt auf mulmige Rohbraunkohle und sonstige feinkornige Brennstoffe. M.it 32 Abbildungen im Text und auf
5 Tafeln. Halle (Saale) 1925. W. Knapp. M 6,50; geb. M 7,80
Die wirtschaftliche Verschwelung von Rahbraunkohle ist
cine Aufgabe, die desto mehr in den Mittelpunkt der Brennstoffvenvertungsfragen geriickt wird, j e groDer die Bedeutung
d e r Bmunkohle im Energiehaushalt unseres Vaterlandes wkd.
Allerdings steht ja die Unzahl der Veroffentlichungen iiber
diesen Gegenstand im umgekehrten Verhaltnis zur Zahl der
L&ungen der gestellten Aufgabe. Immer wieder liest man
iiber die neuen Verfahren, aber immer wieder stellt sich
heraus, d!aD die V e r f m e r der betreff enden Publrikotionen teils
,,relata referieren", teils papierne V m b i a g e bringen. Um so
mehr horcht man auf, wenn ein Erfinder iiber eigene Konstruktionen berichtet, die htsachlich die Feuerprobe bestanden
haben. Dies ist bei dem vorliegenden Buche der Fall. Der
Verfasser hat, wie in Fachkreisen allgemfein bekannt, eineu
Schwelofen erfunden, der sich in einer Versuchsausfiihrung
eehr gut bewahrt hat und in konstruktiver Hinsicht von herkommlichen Bauarten wesentlich abweicht. - Verfasser befabt
sich zuerst rnit d e r Entwicklung der Schwelindustrie seit 1910,
in~besond~ere
rnit den Veranderungen und Verbesaerungen, die
der Roue-Ofen seit dieser Zeit erfahren hat. Die Drehofen
streift e r nur ganz kurz, um aich dann den Ofen seiner Bauart
zuzuwenden. Seine Mitteilungen sind um so initeressanter, als
er nicht blof3 P r h z i p und Bauart seines 0f.ans eingehend beschreibt, sondern auch die Ergebnisse des Versuchsbetriebs
zahlenmiii3ig nachweist, ebenso Warmebilanzen der einzelnen
Versuche wiedergibt und auf Grund dieser Erfahrungen Rentabilitatsberechnungen fur grode Anlagen aufstellt. - Ein ahnliches konstruktives Prinzip wendet e r auch bei einem Gasgenerator an, der aber meines Wiissens noch nlicht ausgefiihrt
ist. - Wenn man dem Buch einen Vorwurf machen kann, so is2
es der einer allzu subjektiven Darslellung. In Anbetracht des
Umstandes aber, dai3 in vielen anderen Publikationen bin+
reichend o b j e k t i v e Darstellungen dassen, wals auf dem
Gebiete des Schwelens geleistet worden ist, gegeben sind, mub
dieser ,,Fehler" als ein Vorzug des Buches angesehen werden.
Fiirth. [BB. 219.1
Personal- und Hochschulnachrichten.
Dr. R. R u b e n c a m p , Direktor der Farbenfabriken E.
T. Gleitsmann, Dnesden, feierte am 8. Januar w h e n 70. Geburtsbag.
Geheimrat Dr. R. W i l l s t a t t t e r , Prof. der Chemie an
der UniivemitLit Miinchen, wurde von der Preui3irschm A h dernile der Wiseemhaften unter die auswartigen Miitglieder
dies Physikahisch-mathemat~~henKlame eingereiht.
Dr. K. D i e r e n f e l d e r , Speyer, und Dr. B. L b m p a c h , Erlangen, Apothekenbesituer, wurde d e r Titel Pharm~azierat verliehen.
Das durch 0. Lummers Tod in Breslau erledigte Ordinankt
der Physik ist dem 0. Prof. Dr. C1. S c h a f e r in Marburg angeboten worden.
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