close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Der Einflu der Kaltbearbeitung auf die Temperatur des Beginns der Grauglut.

код для вставкиСкачать
Tammann, Neubert u. Boehme. Einfl.d. Kaltbearbeitung usw. 317
Der Einflzcrs der Kaltbearbeitung auf die
Temperatur des Beghns der Grauglut
Vofi G. l'ammalzm, 3.N e u b e r t
zclzd
W. Boehme
Beim Erhitzen fester Korper beginnen sie bei etwa 400"
ein sehr schwaches Licht, das Graulicht, auszusenden. Bei
undurchsichtigen Stoffen, wie Metallen, ist die Intensicat der
Graulichtstrahlung geringer als bei durchsichtigen. Die Temp.
d. Beg. d. Grst. ist bei den Metallen von der Natur derselben
nach fruheren Beobachtern') wenig abhangig. Unbekannt war
bisher, daB die Temp. d. Beg. d. Grst. durch Kaltbearbeitung
erheblich erniedrigt werden kann. Nach einer hinreichenden
Temperaturerhohung verschwindet diese Erniedrigung und die
Temp. d. Beg. d. Grst. ist dann gleich der des nicht bearbeiteten
Stoffes. Es handelt sich also hier um einen typischen Kaltbearbeitungseffekt.
Durch einen Walzgrad von 94O/, wird die Temp. d. Beg.
d. Grst. des Goldes von 398O auf 390°, also nur um So, erniedrigt. Dagegen betraigt diese Erniedrigung nach dem PulNach dem Erhitzen der
verisieren von Salzen 50--150°.
Salze auf eine Temperatur oberhnlb der Temp. d. Beg. d. Grst.
des Salzes im natiirlichen Zustande (des geschmolzerien nicht
zerriebenen Salzes) steigt die Temp. d. Beg. d. Grst. auf die
des natiirlichen Zustandes.
Der Grad cler Kaltbearbeitung kann bei den Salzen nicht
angegeben werden. I n der Regel wurden grobere Korner 2,
aus der erstarrten Schmelze in einem Porzellanmorser kraftig
und gleichmaflig etwa 8 Min. lang gerieben, -irodurch ein Korndurchmesser von 0,04-0,001 mm erreicht wurde. Dadurch
mird, \vie folgende Versuehe zeigen, die maximale Erniedrigung
der Temperatur der Graustrahlung erreicht.
Ein Teil des geriebenen Salzes wurde auf etwa 600' erhitzt, um dadurch dasselbe in seinen natiirlichen Zustand
iiberzufuhren. Es wurde also die Temperatur der Graustrahlung
1) H. F. W e b e r , Wied. Ann. 32. S. 256. 1887; F. S t e n g e r ,
ebenda,32. S. 271. 1887; H. E b e r t , ebenda, 33. S. 136.1888; R. E m d e n ,
ebenda, 36. S. 214. 1689.
2) Nur folgende Stoffe wurden als feinere Pulver gerieben: CaSO,,
BaSO, nnd Quarz.
KCL ............I
XaKO,
NaCl . . . . . . . . . . . I
302
311
295
.........I
-
?9:O
KC1 ........
KBr ........
K J .........
_
778 O
740
680
340
1074
980
800
760
664
316
884
976
855
990
2572
-
KNO, ......
&SO, ......
K,CrO, .....
NaCl .......
NaBr .......
NaJ ........
NaNO, .....
Na,SO, .....
Na,CrO, ....
Na,CO, .....
NaF ........
CaO .......
CaSO, .....
CaCO, (Mar-)
__
mor) ... .]
CaF, ....... 1378
950
BaCl, ......
593
Ba(NO,), ...
1580
BaSO, .....
452
AgCl ......
530
AgJ .......
660
Ag,SO, ....
42 5
CUCl ......
TlCl .......
429
Nephelin ...
Albit ......
Orthoklas . .
Wollastonit
1750
Quarz .....
Quarzglas . .
I
284
289
279
Tabelle
__
-
.-
'emp. d.
chmelr- h t . im
iat. Zupunkt
stand
____ _
1
280
281O
290
281
~
390 O
394
391
342
402
390
392
390
354
372
309
390
342
353
390
332
280
304
300
388
285
354
392
398
278
304
337
362
39 1
369
238
195
Gepulvert
1.
~
282'
384
255
290
272
390
279
389
246
285
240
389
300
259
254
225
227
290
272
295
255
257
293
389
277
290
210
241
257
208
218
1s1
Erniedrigung
der
Grstr.
remp. d.
Beg. des
Platzwechsels
2.
3.
- __ __-___
377' - 0
108O
327 O
387 393
10
304
136
269
294 390
77
52
494
130
399 442
0
340
187 390
113
316
0
390 392
262
108
- 163
87
387
262 285
69
438
1
370
42
340 447
94
279 301
293 324
26
225 106
53
14
128
296 301
424
28
293 93
220
30
837
184
97
184
99
9
258
391 395
1
125
128
296 301
14
263 286
127
121
283 314
370 134
238 330
161
20
220 _ -
-
- I -
Tammann, Neubert u. Boehme. Einfl. d. Kaltbearbeitung usw. 319
ein Ag-Konstantan-Thermoelement in das Salz. Die Erhitzungs/ min. o b e r dem Ofen begeschwindigkeit betrug I 5-10
fand sich eine Glasplatte, urn das Auge vor der Ofenstrahlung zu schiitzen. Die Graustrahlung der Salze begann bei
erheblich niedrigeren Temperaturen, als die, bei der die
Wande des Ofens aus K-Mnsse zu strahlen anfingen. Der
Beginn der Graustrahlung trat unvermittelt ein. Diese Tempe5 O bestimmt werden. Bei weiterer
ratur konnte bis auf
Temperatursteigerung wird die flimmernde Graustrahlung intensiver, urn in ein helleres Gelb, das sich schlieBlich in ein
mattes Rot verwandelt, uberzugehen.
H. F. Weber hat diese Erscheinung genauer beschrieben.
I n der Tabelle sind angegeben: Die Schmelzpunkte, die
Temp. d. Beg. d. Grst. im natiirlichen Zustande, die Temp. d.
Beg. d. Grst. der gepulverten Salze fur die l., 2., und 3. Erhitzung, die Erniedrigung der Temp. d. Beg. d. Grst. und die
Temp. d. Beg. d. Platzwechsels, die zu 0,57 der absoluten
Temperatur des Schmelzpunktes angenommen wurde2). Nachdem die Temp. d. Beg. d. Grst. bei der ersten Erhitzung bestimmt worden war, wurde der Heizstrom abgestellt. Die
Temperatur stieg darauf noch urn etwa 2O an, dann lief3 man
sie auf etwa 100° fallen und erhitzte das Salz zum zweiten
Male. Aus der Tabelle ist zu ersehen, da8 nach jedem Erhitzen die Temp. d. Beg. d. Grst. wachst und in einer Reihe
von Fallen schon bei der dritten Erhitzung die Temp. d. Beg.
d. Grst. des Salzes im naturlichen Zustande erreicht.
Bei den Salzen haufen sich die Temp. d. Beg. d. Grst. im
natiirlichen Zustande um die Mittelwerte 392O und 366O, fur
einige liegen sie sogar noch unter 300O.
*
KCl ......... 390°
KBr. ........ 394
KJ .......... 391
K,SO, ....... 402
S C r O , ...... 390
NaCl ........ 392
N a B r . . ...... 390
Na,CrO, ..... 390
C a O . . ....... 390
BaNO,. ...... 388
A g J . . . . . . . . . 392
Ag,SO, ...... 398
Orthoklas .... 391
N a J . . ....... 354O
Na,SO, ...... 304
NaNO, ...... 372
Na,CO, ...... 342
NaF. ........ 353
CaSO, ....... 332
CaF. ........ 304
BaCI,.. ...... 300
TIC1 ......... 304
Nephelin ..... 337
Albit ........ 362
Wollastonit ... 369
AgCl ........ 354
CaCO, ....... 280°
BaSO, ....... 285
CuCl ........ 278
Quarz ....... 238
Quarzglas .... 195
1) H. I?. Weber, Wied. Ann. 32. S. 256. 1887.
2) G. T a m m a n n , Ztschr. f.anorg.u.al1gem.Chem. 157. 5.325. 1926.
320
Annnlen der Physik. 5. Folge. Band 15. 1932
Die Temp. d. Beg. d. Grst. im natiirlichen Zustande und
die des Beginns des Platzwechsels sind voneinander unabhangig.
Bei Salzen, deren Schmelzpunkte unter 880O liegen, iibertrifft
die Temp. d. Beg. d. Grstr. die des Beginns des Platzwechsels
und bei Salzen, deren Schmelzpunkte iiber 880° liegen, beginnt
zuerst die Graustrahlung und dann erst beginnt in ihnen der
Platzwechsel. Bei Salzen, deren Schmelzpunkte sich wenig
von 880 O unterscheiden, fallen die beiden Temperaturen fast
zusammen. Die Differenz der Temp. d. Beg. d. Grst. und die
des Beginns des Platzwechsels hangen von der Temperatur
des Schmelzpunktes linear ab. Der Grund hierfiir ist, (la6
die Temp. d. Beg. d. Grst. sich von Stoff zu Mtoff nur wenig
andern, wahrend die des Platzwechsels linear com Schmelzpunkt abhangig sind.
Beim NaNO, und vielleicht auch beim XNO, liegen die
Temp. d. Beg. d. Grst. im natiirlichen Zustande oberhalb des
Schmelzpunktes, wahrend die des zerriebenen Salzes unterhalb
des Schmelzpunktes liegen. Es konnen also auch fliissige
Stoffe graustrahlen.
Das einzige von den untersuchten Salzen, welches sich
walzen la&, ist das AgC1. Ein Schmelzregulus des AgCl
wurde zu einem Plattchen ausgewalzt (82 01, Walzgrad). Die
Temp. d. Beg. d. Grst. des harten AgC1-Plattchens wurde zu
257O bestimmt. Nach 15 Min. langem Erhitzen auf 400° ergab sich die Temp. d. Beg. d. Grst. zu 354O.
(Eingegangen 5. Oktober 1932)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
206 Кб
Теги
beginns, grauglut, die, der, temperature, auf, einflu, des, kaltbearbeitung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа