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Der Foucault'sche Pendelversuch.

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A. Schuller.
I = --,
249
Q =I.E.t,
PC
in ihrer Homogeneltat bestehen lassen, so hindert nichts, a m gehend von den als Massen gefassten electrischen Begriffen,
iiber die Begriffe der electromotorischen Kraft und des
Widerstandes entsprechend zu verfugen.
In der theoretischen Astronomie ist der Begriff der
Masse eine Rechengrosse. Wenn aber jetzt Hr. B o h n in
der Physik den anschaulichen Begriff der Masse zu einer
Rechengrosse herabdriickt, befindet er sich nicht im Einklang
mit seinem Bestreben ,,unvorstellbare Ausdriicke" und ,,Schwierigbeiten fur die Anschauung" zu meiden.
K o n i g s b e r g i. Pr., im Febr. 1883.
XX. Dew* Poucault'sche Pemdelvmszcch I);
v m A. S c h u l l e r .
F o u c a u l t hat den Pendelrersuch, der die Drehung der
Erde sichtbar macht, mit einem sehr langen Pendel ausgefuhrt. Auch nachher hat man immer moglichst lange Pendel
verwendet, ohne dass dadurch der Erfolg gesichert erschiene.
Die Schwierigkeit, ein geniigend langes Pendel zu verwenden,
und die Unsicherheit des Resultates selbst bei 5-6 m langem
Pendel sind wohl die hauptsachlichen Ursachen, weshalb
dieser so einfache und doch so frappante Versuch seltener
gezeigt wird, als zu erwarten ware. Bei der im Folgenden
mitgetheilten Einrichtung geniigt die Anwendung eines 1-2 m
langen Pendels; dabei erfolgt die Ablenkung immer im richtigen Sinne, und man kann die Schwingungen mittelst Spiegel
vergrassert vorweisen , vodurch die Ablenkung schon nach
wenigen Minuten bemerkbar wird.
Das Pendel besteht aus einer Metallkugel von ungefiihr
0,5 kg, die an einem dunnen Draht oder an einer geflochtenen
Schnur hangt. Zur Unterstutzung dient die in Fig. 1 ange1) Nach einer in den ,,MCicgyctemi Lapok 1877'L enthaltenen Beschreibung.
A. SchcA2611er.
250
deutete Vorrichtung. A ist eine bei a durchlocherte Stahlschneide, welche auf dem. beweglichen Theile eines ebenfalls
durchlScherten Schlittens ruht , sodass die Bohrungen uber
einander zu stehen kommen. Der untere Schlittentheil hat
einen entsprechenden Spalt. B ist ein aus vier Spiegelglasstreifen hergestellter Rahmen , dessen Theile von Schrauben
zusammengehalten werden. Die Schneide D hat eine enge
Bohrung, in die ein harter Draht eingekittet ist, der zur
Aufnahme des Pendelfadens eine Oese am freien Ende hat.
- Bei der Zusammenstellung
legt man den Rahmen B auf
-4, sodass die Schneide den
rnittleren freigelassenen Theil
cler oberen Platten von B
heriihrt, dann steckt man den
Draht yon D durch die Oeffnungen im Rahmen (b) in der
unteren Schneide ( u ) und im
Schlitten , stellt die obere
Schneide senkrecht zur unteren nnd hiingt dann den Pendelfaden an. Die Schwingungen vollziehen sich so um
zwei aufeinander senkrechte
in derselben Ebene liegende
Linien.
Auf die Schneide D ist
Fig. 1.
noch eine Metallplatte C zur
Aufnahme eines Spiegels aufgeschoben , und an diese sind
Schraubenspindeln senkrecht zur Schneide befestigt. Die
auf diesen Schrauben bemeglichen Schraubenmuttern F F
dienen dazu, das auf die obere Schneide beziigliche Tragheitsmoment zu verandern, wodurch es moglich wird, die
Schwingungsdauern um die beiden aufeinander senkrechten
Schneiden einander gleich zu machen. Dieser Umstand ist
heim Foucault’schen Pendelversuche von hervorragender
Bedeutung, so zwar, dass das haufige Missglucken desselben
in erster Linie dem Ausserachtlassen dieses Emstand88 zu-
k
A. Schuller.
25 1
zuschreiben ist. Denn wenn die Schwingungsdauer um zwei
aufeinander senkrechte Axen verschieden ist, so verandert
sich aus diesem Grunde im allgemeinen die Bahn und damit
die Richtung der Bewegung. Die ursprunglich ebene Bewegung wird dadurch von selbst elliptisch, und die grosse Axe
der Bahn nimmt alsbald verschiedene Richtungen an. Z u r
Vermeidung dieses Uebelstandes muss man dahin trachten, das
Pendel b l e i b e n d ebene Schwingungen vollfiihren zu lassen ;
clenn sobald das erreicht ist, sind die auf beide Axen bezuglichen Schwingungen von gleicher Dauer, in welchem
Falle die Richtung der Bewegung sich nicht von selbst verandert. Die Abweichung, welche in diesem Falle auftritt,
kann fiiglich der Umdrehung der Erde zugeschrieben werden.
Zum Zwecke der Betreffenden Einstellung der Schrauben FF versetzt man das Pendel in Schwingungen, deren
Ebene ungefahr 450 mit den Schneiden bildet, wartet, bis
dieselben elliptisch werden, und beobachtet die Richtung der
Bewegung auf der Ellipse. Denkt man sich die Ellipse in
die Ebene der ruhenden Schneiden projicirt, so zeigt ein an
der Spitze der Ellipse in die Richtung der Bewegung gestellter
Pfeil gegen jene Schneide, um welche die raschere Schwingung erfolgt. Daraus ergibt sich, in welchem Sinne man die
Schrauben FF bewegen muss, um die Abweichung zu vermindern.
Damit die Schneiden und der Rahmen imnier wieder
in dieselbe Lage gebracht werden konnen, ist es zweckmassig,
eine A r t Arretirvorrichtung anzubringen. Diese bestcht aus
einem Ring mit ausserhalb liegender Drehungsaxe, in dem
vier mit den Spitzen aufwarts gerichtete Schrauben sind.
Wird der Ring gehob’en, so unterstutzen gleichzeitig zwei
gegeniiberliegende ScKrauben den Rahmen, die beiden anderen
die Platte an der beweglichen Schneide, zu welchem Zwecke
geeignete Einkerbungen angebracht sind.
Um ebene Schwingungen herstellen zu konnen, ist es
ganz besonders zu empfehlen, einen schon vorher erwahnten
Schlitten anzuwenden, auf dem das ganze Pendel ruht, den
man erst hin- und nach Verlauf einer Schwingung wieder
zuruckschiebt, um in die gwiinschte Ruhelage zu gelangen.
252
A. Schuller.
Sol1 die scheinbare Abweichung der Schwingungsebene
durch Projection gezeigt werden, so befestigt man auf der
Platte C einen Spiegel und stellt einen grosseren festen
Spiegel schief iiber jenen derart, dass er ungefahr 450 mit
dem Horizont bilde. Als Lichtquelle dient eine kreisformige,
wohl beleuchtete OeEnung, von der das Licht erst durch
eine Linse geht, dann nacheinander auf den schiefen, festen
Spiegel, auf den beweglichen und wieder auf den festen fallt?
endlich von hier auf einen Schirm geworfen wird, wo das
Bild der Oeffnung entsteht, und wo ein ausgespannter Faden
die ursprungliche Bewegungsrichtung angibt.
Bus einem popularen Vortrag uber die Luft und deren
Verflussigung I) mogen die folgenden Vorlesungsversuche hervorgehoben werden.
1. Zum N a c h w e i s e d e r S c h w e r e g a s f o r m i g e r
K o r p er dienen rnit Glashahnen versehene Literkolben! die
vorher rnit einer gewohnlichen Luftpumpe entleert wurden.
Der eine wird in verkehrter Stellung mit seiner Oeffnung
i n Wasser getaucht und der Hahn langsam geoffnet: das
heftige Einstromen des Wassers verrath die Abwesenheit
der Luft. Ein zweiter Kolben wird mit seiner Tara auf
eine Apothekerwage gestellt, worauf sein Hahn geoffnet
wird. Nach dem unter Zischen erfolgten Eindringen der
Luft kann man die Gewichtszunahme mit genugender Annaherung bestimmen. Wird noch ein dritter Kolben rnit
Leuchtgas oder Kohlensaure gefullt; so zeigt sich die Verschiedenheit in der Dichte.
2. Die V e r s c h i e d e n h e i t d e s G e w i ch t sve r l u s t e s ,
der vom umgebenden Gase herruhrt, wird rnit einer Apothekerwage gezeigt, deren eine Schale sammt Bugel durch
einen Bugel B Fig. 1 ersetzt ist, an den oben und unten j e
eine hohle Messingkugel von 0,5 1 Volumen mittelst Stangen
1) Schuller, 3. Bd. 20. Hft. der ung. Samml. popukr. naturwissenschaftl. Vortrage.
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