close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Der Gaskampf und die chemischen Kampfstoffe. Von Prof. Dr. Julius Meyer. 424 Seiten. (IV. Band der Sammlung ДChemie und Technik der GegenwartФ.) Verlag von S

код для вставкиСкачать
30. fahrgang IQZ,]
~
~
..
837
Neue Biicher
hat. Diese Arbeiten fuhrten zu dem Atzverfahren von Indigo
mittels Eisenvitriol und Natronlauge, wie es im D.R.P. Nr. 253 155
niedergelegt ist. Das auf d er Faser fixierte Eisenoxydulhydrat
ist eine Reserve fur Indigoblau, wahrend das Eisenoxydhydrat
gerade in entgegengesetzter Richtung wirkt, d. h. den blauen
Indigoton vertieft und abdunkelt. Das Verfahren konnte bis
heute in der Blaufhrberei keinen festen FuD fassen, da es eine
passende Eisenoxydulverbindung noch nicht gibt. Eine geeignete Atzfarbe miiDte die Reduktionskraft von 2 Atomen Wasserstoff im Liter haben, entsprechend einer Menge von 2 Molekiilen
7 aq.), was einer Einfiihrung von
Ferrosulfat krist. (FeSO,
548 g Eisenvitriol in das Liter Druckfarbe bedeutet, eine Menge,
die sich nicht unterbringen 1ai3t. Andere bestandige Eisenoxydulverbindungen kennen wir heute noch nicht, auch Eisenchlorur zeigt nicht die erforderliche Luftbestandigkeit. - Die
Nachteile der Vitriolkupe sind bei weitem nicht so hoch einzuschatzen, wie es in der Fachliteratur durchweg geschieht.
+
Cr. G . U 11 m a n n , Wien: ,,Verfahren und Praparat zur Unschhrllichmachung won Hartebildnern und Salzlosungen bei Seifprozessen".
Das neue Verfahren dient zur Beseitigung d er bei Seifprozessen aller Art, insbesondere i n der Textilindustrie auftretenden grol3en Storungen durch die Hartebildner und den
Salzgehalt des Betriebswassers. Diese Hartebildner mufiten
sonst durch Wasserreinigungsanlagen beseitigt werden. Das
Verfahren beruht Claut verschiedenen Patentanmeldungen auf
der Erkenntnis, dafi die Kalkseife bei ihrer Bildung durch Zugabe von weit unter stochiometrischen Mengen von kalkbestandigen 81en (nack Art der Monopolole) zur Seifenlosung in einer
ihrer Schadlichkeit vollstandig beraubten, nicht mehr klebrigen,
sondern leicht flockigen, auswaschbaren und den SeifprozeD in
keiner Weise storenden Form entsteht. Die Seife wird hierbei
in ihrer Wirkungskraft erhoht, was weitgehende Reduktionen
der sonst iiblichen Seifenmenge gestattet. - Durch die auch bei
Laboratoriumsprufungen erwiesene Tatsache, daD de r Schutzkorper starker in das Faserinnere hineindiff undiert und beim
SpiilprozeD wieder langsamer herausdiffundiert, wird auch wahrend des fiir die Kalkseifenbildung besonders geflhrlichen Spulprozesses ein praktisch vollstiindig genugender Schutz gegen
Kalkseifenablagerutig gewahrt. Die Ware wird trotz Verwendung harten Wassers weicher, das WeiD reiner, die Farben
leuchtender und alle Effekte klarer. - Die Erklarung, die fur
dieses Verhalten gegeben wird, beruht auf kolloidchemischen
(irundlagen. Es bilden sich aus Seife, Hartebildnern und Korpern des Typus d e r Monopolseife bei d4er gefundenen relativen
Dosierung kolloide Komplexe, durch welche die TeilchengroDe
der normalen Kalkseife wesentlich verkleinert und den Verhaltnissca bei deT Losung vm Seife in destilliertem Wiasser weitgeheiid angenahert wird. - Das vom Vortr. empfohlene Praparat, das den Namen ,,Hydrosan" (hergestellt von der Chemischen Fabrik R. Bernheim, Augsburg-Pfersee) fiihrt, hat als
Fettbasis zweckmaoig Gemische von Fettsauren geringerer Elektrolytempfindlichkeit und gegeniiber den sonstigen kalkbestandigen Olen verminderte Oxydierfahigkeit. Ferner sind dem Praparat auch noch den kolloiden Zustand unterstutzende Stabilisatoren oder Peptisationsmittel, wie Harnstoff und seine Derivate,
Abbauprodukte diverser organischer Salze usw. beigemischt. Die im Laboratorium fur biolcgisch-physikalische Chemie de r
Unikersitat Wien des Prof. Dr. W. P a u 1 i von E. V a 1 k o und
J . F r i s c h durchgefiihrten umfassenden Experimentalversuche
haben sowohl die geschilderten Erscheinuugen als auch die Talsaehe der wesentlieh verstarkten Dialysierbarkeit der Schutzkorper aufgeklart. Das Verfahren wird schon i n einer groDen
Anzahl Betrieben mit Vorteil durchgefuhrt, was der Vortr. durzh
eine Anzahl Muster belegen konnte.
Ing. A. M a j o r , Berlin: ,,Kraftverteilung u n d Ubertragung
i n Textilveredlungsanstalten unter besonderer Beruckcsichtigung
dcr elektrischen Zeugdruckrnaschinenantriebe".
Die mgekiindigben Vortrage van Prof. Dr. K. B r a s s , ,.Uber
rfic Autoxydation von Schwefelschwarzfarbungen", von A. G o 1d s o b e l , ,,Die wissenschaftliche Organisation der Arbeit", und von
Prof. Dr. M. W o s n e s s e n s k y , ,.#her Reuerungen in der Verwendung won Anilinschwarz", fielen wegen Abwesenheit der Autoren aus. - Die Vortrage von Ing. A. D a n k w o r t , ,,UDer Abdampfverwwtung", von Dr. D r e e h s 1 e r , ,,Die Kliirttng der
lndustrieabwasser" und die Vorfuhrung des ,,Variograyh-Musterzeichenapparates", mufiten leider wegen Zeitmangel ausfallm,
sollen aber auf de r nachsten Tagung nachgetragen werden.
Neue Biicher.
Der Gaskampl und die chemisehen Kampfstoffe. Von Prof. Dr..
J u l i u s M e y e r . 424 Seit,en. (IV. Band der Sammlung
,,Chemi.e und Teehhnik d e r Gegenwart".) Verliag von S. HimeI,.
Leipzig 1925.
Gsh. M 12,J e weiter wir von den Geschehnimssen dies gewaltigsten allser
Kriege abriicken, um so mehr klart sich das Bild j'ener groi3en
Zeit.
Dlas gilt auch fur 'den hinsichtlich seiner BrauchbarkeiP
und seiner Berechtigmg leinst vielumstrittenen Gaskampf. Wir.
wissen heute, dmai3 vor lallmem Frankreich, England unld Am'erika
in dier Darstellmg u d Erforsohung n,ener Gaskampfstofhe fieberhaft tatig sind, wir wissen aber mch, dai3 die Ansicht i i b r die,,barbarisehe" Art de r Kriegfuhrung mit chemischen Kampf stoffen einer ganz anderen Auffassung gerade in den Landern
gewichen ist, die sich 'einst nicht genugtun konnten, uns weun's'erer Erfolge und unserer Uberlegenheit in d e r neuen Waffie
zu schmSihen. Der Kampf mit chemischen M.itteln ist, das st.eht
fcst, ein bleibender, wichtiger, viel1,eidit .der wichtigste Bestandteil der modernen Taktik geword'en. Nur D.autNsehl!and is2
auch auf 'diesem Gebiete waffmenlos.
Um so mehr gilt es, wenigstens die Erinnerung an diese
deutsche Ruhmest,at -- denn das war wirklicii Organisation und
Durchfuhrung d.iieser modernsten aller K,ampfesarten - irn
deutschen Volke wach zu halten. Das ist schon in mehreren
Biic,?ern gewh'ehen: aber in keinem so ausfuhrlich und m'ustergiiltig wi!e in dem Buch'e von J. M e y e r . Hmier spricht nicht
inur der chemische 14r,isslenschaftler, ,sondern a w h ,der erfahrene
Offizier, rdler den Gaskrieg a n der Front a ls Bafaillonskomman' de w un'd im Gasdienst kennen gelernt hat. Und des ist es,
wias das Buch beeonmders wertvoll macht, daB es Theorie unld
Pnaxis gl'eichermai3en fachmknnisch beh,anidelt.
Iher allgem.eine Teil hian'delt \:om Gaskampf und Gas'scihufz,
wobei alle in Betracht kommenden Faktoren wie Witterungsund GelandeverhSiltnisse, Blas- und Gaswerflerverfahren, Gzsminen- und Artilberiegasschi~eien, Gashand- un.d Gewekrgranaten ursw. aasfiihrlich berucksichtigt werden. Wes'entlich
erscheint mir 'd8as Kapit.el iiber die Anwendung chemisch'er
Kampfstoffe vom sittlichen Standpunkbe aus, weil es 'durch
genaue Angabe de,s Prozent'satses .der G,astoten unld Gaserkranktlen gegeniiber 'den ,durch Bri.sanzgesehosse Getoteterr
oder Verleftzten zahlenmafiig die Liige von der Barbarlei des Gas-k a m p k s widerlegt. Im hesondcren Teil finden sich 'die von d m
verschiadenen kampfenden Parteien angewandten Gaskampfstoffe nach Darst'ellung und Eigenschaften zus~ammengestellt.
So ist das Buch tatsachlieh ein kurzes Kompendhm dcs.
ge'samten Gmkampf'es, eine Quelle reicher Erfahrungen fur 'dieAngehorigen der deutschcn Wlehrmacht, von be'sonderer Bedeutung fur den Chemiker, dab'ei ab,er, ohne laienh,aft zu sein,so verstandlich geschrieb.en, .daD jed'er, de r noch Sinn fur die.
GroBtaten unsseres Volkes in seiner iscliwersten Zeit b'esitzf,
e~smit groDem Interesse l'esen wird. Insbesondere solIte man
es der akademischen Jugend empfehlen, damit sie wenigst'ensgeistig fur 'die Zukunmft geriistet ist, nachdem uns 'das Diktat'
unserer Fe,inde jede praktisch,e Riistung zur Unmoglichlieit gemacht bat.
Einige kleine Versehen, 'die zu Wi,d'erspriichen fiihren, wie,
z. B. der dritfletzte und l'etzt'e Absatz auf Seite 265, sotllten.
bei einer wohl b.al,d n o h e n d i g wer,denden Newuflage richtigge stellt werden.
1%'. Steinkopf. [BB. 3191.
Riirschners deutscher Gelebrten-Kalender fiir das Jahr 1926:
unter redaktioneller Leitung von Dr. H a n s J a g e r , herausgegeben von Ilr. G e r h a r ,d L ii 'd t k e. 2. Jahrgang. 2733
Seiten gr.-8". Berlin und Leipzig, 1926. Verlag Walter
Ganzl'einen M 40,,d,e Gruyter 6k CO.
E.s bedurfte einer beson'dcren Kraftanstrengung der beiden.
Ke,nausgeber, urn ,den ,,Deutschen Gel.ehrten-Kailender" von d e r
Stufe, die de r erst,e Jahrgang e.innahm. auf die jetzige zu helbenWar das Werk bisher geeignet, in einer AnzahJ, aber durchaus
nicM in alJen Fallen brauchbare Auskunft zu. ertailien, so hat eo
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
200 Кб
Теги
band, prof, chemischen, kampfstoffe, die, der, sammlung, julius, gegenwartф, meyer, gaskampf, 424, und, technik, verlag, seiten, von, дchemie
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа