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Der Indianer Sommer in Nord-Amerika verglichen mit gewissen Witterungserscheinungen Mittel-Europas.

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1i 6
au' den Wiukcl von 71 O macbt, so mufs der brechende
W i o k e l uba' ungefabr 8 4 O betragen; wenn abcr die
brechende Flache seokrecht auf die Kante gescbliffeu
ist, 60 mufs der brechende Wiiikel i 1 " betragen, damit
von den wenig, Gcgen die Kanteu uu', bb' geneigten
Strahlen die gew~llolicbeototal rcflectirt werdcu und our
die ungewbhnlichen durch dns P r i s m durcbgeben.
Bei Canadabalsam wiirde in beiden Flillcn der brechende W i u k e I urn 6 O grbfser segn.
In der Fig. I9 Taf. lsind die mit l'erpenthiod zu
coostruirenden -Prismen in ihrcr nathrlicbcn Grbfse im
Durcbschuitt (in der Richtung dcs Hauptscbuitts des Kalkspntbs) dargestcllt.
X l l i . Drr Iriiliclner
Sommcr irr KorJ-Amerika,
cergtichun r i d gewissen ~~-i~terungserscheinungcn .Miirel- Europas ;
von
C. H . W
Muhlmann.
In
dcn letztcii Jabreo bat die Erscheinung des .India
ner -Sommers ( Indian Summcr) die hufincrksainkeit dcr
Meteorologen in Nord -Amerika i n hobcrern Gr:dc auf
sicb gezogen, und sie ist ioteressant geoug, urn aus den
dort angestellten B c o b a c h t u n p ' ), bei dem gebobeiieu
Staride unserer meteorolo+cbeo Kcnntoisse, durch kritisclies Ausschciden des Nebensiicblichcn und lrrigen in
deli nicht liberal1 klarcn nod bestiinmten Darstellungen
der arncrikaniscbcn Physiker dern Versuch eioer riclitigcn Erklarung den W e g zu bahneo.
Dcr Iirdiclner
Sominer besfebt in eincm eigcntlilimlicheri periodisch wiederliehreudcn Ansehen und eioer besooderen Beachaffen-
-
h i t
1) Besonden S i I I . Am.
Juirm.
Yu~
X .X Y I I
und
.T.Y.Y.
177
beit der A t m o s p b h , welcbe alljahrlich in allen Breiten
znjschen dem oberen See (F. B r a d y ) bis Jefferson
uarncks (Missuri), und wohl noch siidlicher zn Ende
October und im November eintritt; nach 0. bin ist mir
ihre Wiederkehr bis Neu-England und Ober-Canada bekanot geworden. Dann bat die Atmosphare ein getritbles, scbnach nebliges Ansehen und der Himmel zeigt bei
seiner eigenthitmlichen matten Farbung eine anffallende
R&he; dabei fsllt kein Regen und die Temperatur soll
fur die Jabrazeit unverhaltnifsmlfsig erhabt seyn, woher rielleicht der Name Sommer entsprungen. Warum
derselbe den Zuaatz Indian fubrt, ist nicbt ausznmachen.
In Neu-England gebt die Tradition, dafs er rom Vorherrschen des Sty. Windes in dieser Zeit b e f i b r e , von
Wlchem die Indianer glaobten, dals, er ihnen von ihrem
in dieser Cegeed residirenden guten Gotte Contantowit
als einc hesondere Gunstbezengung gesaodt werdc S a c h
Anderen ist der Bovember die eigentticbe Jagdzeit der
hdianer,. welche im weiteren Sinne acbon mch der Ernte
mit den von N. kommenden Zugvbgeln, derrn Wanderuogen im Neuen Continente wcit dgemeincr sind, als
in Europa unter dcmselbeo Parallel, beginnt;. erst im
November gebt es auf die Wintejagd. Pragt man den
Indiaper im Herbste, wann er zu eeine~nJagdbodeo gehe
(so driickt sich der Anglo-Amerikaner am), 80 erwiedert
cr: .a# W e n n unser Herbstsommer kommt, II oder, rn wenn
der grofse Geist uns unsern Herbrtsommer s e o d e t ; ~ damit mcint er eben die Zeit, wdcbe nir den Indianer
Sommer nennen. Diese milde Zeit im November tritt
nach den bscbst merkwitrdigcn kalten Regenschaoern ein,
wclche jeden Hcrbst,
wahracbeinlich aoabg den Regeuzeiten in Siid-Europa (S. Hrn. D ove's Abhandl. iu
dicsen Ann. Bd. XXXV), und daher vielleicht von boher Wichtigkeit fiir die Ansicht vom Eiuflufs des europaischen Alpensystems auf den niederainkenden Passat,
- einfallen, uod von Eode des Septembers bis Mitte
-
PoggendorIT'r Annal. Bd XXXXW.
12
Octobers etwa anhaltcn, wo endlicb die troekenkalten
n6rdlichen W i u d e einiges Uebergewicht ftber die sudlichen zu gewinnen scbeinen. Auf diese Regenzeit folgt
nun, oft im October, gewOhnlich aber erst im Nov. die
Zeit, welche man in ganz Nord-Amerika mit jenem Namen bele8t; gegeowSrtig versteht man darunter im engeren Sinne eine k u n e r e Zeit im Spatherbst, in welcber der
Hirnmel zwar heiter, aber nicht reinblau ist, sondern ein
auffallend dunstignebliges Ansehen hat; dann friert es
schon in den Nlchten, wshrend am Tage die Some noch
eine sebr angenehme W l r m e bringt , nnd das Wetter
mild fiir die Jabreszeit genannt zu werden verdient.
Auch bei uns ptlegf sich alljabrlicb eine iihnliche
Erscbeinung, der sogenannte Nachsommer , zu zeigen;
aber obgleich derselbe im Munde des Volkes mit den
sonderbarsten Namen bneichnet wird , nnd nicht etwa
ein Localphsnomen ist, denn e r ist aucb in Frankreich
und Italien, unter dem Namen: (kleiner) St. Martins
Sommer, bekannt ; 80 wird man vergebeha m e r e wissenscbaftlicben Lehrbtlcher und Schriften ltber Klimatologie
durcbbltittetn, um darlfber n3heren hufschlufs zo erbalten. Gerade so geht es in Ameriha, obwobl dort Jedennann diese Zeit geoau kennt. Dals aber das Phenomen bei urn wabrscheidich weniger regelmafsig and anhaltend ist, kanh nichts Auffallendes babeu, wenn wir
erwtigen, dals die Witterung in uoserem, dem oceanischen Klima schon ein wenig entrltckten Valerlande ein
wahres Bild der Versaderlichkeit abgiebt , und nicbt
ganz unpaseend I ) das Apdwetler der ganzen Welt n genannt worden ist; wahread im nbrdlichen hmerika alle
Wi tteruugsverlnderungen eine - grilfsere Regelmafsigkeit
zu behaupten, und selbst der Wind und der Barometerstand deutlicher als bei uns das von Hrn. D o v e aufgestellte Drchuugsgesetz zu befolgeu scheinen, so dafs man
schon friiber von wahren Moussoos dort hat sprechen
kdnnen. Daher ist es dcnn wohl nicht gewagt anzuneh-
179
men, dals such der Nachsommer in Amerika ein bestimmteres und auflallenderes Geprage trage, als in unserem Continente.
W i r wenden znerst onsern Blick auf die Hauptursachen dieser Emcheioung in der neuen Welt, welcbe
in so bohen Breiten (sodl. v a n 4Osten bis etwa zum
50sten Grad n. Br.) durch ihre Regelmafsigkeit in Erstaunen setzen mub. Es siad sehr veracbiedene Umstande ron den Amerikanern herbeigezogen worden, urn
diese eigeath(im1iche Periode dcr Witterung zu erklaren;
ich besahraoko micb darauf, das Wicbtigere daraua herrortubeben nod zu beleucbten, um zu entscheideo, in
wie weit die in Eoropa erbaltenen Resultate jcne bis
jetzt fast nur hypothetischen Ursachen zu vetificiren geeignet siad.
E n angenanntes Mitglied der Maryland -Academy
zu Baltimore, welcher in dieser Uber den Indiancr Sommer einen Vortrag hielt (Sill. Yd.=YII) fObrt an,
dals die Haoptursache eine regelmhfsige nod in weiter
Ausdebnung eintreteode TemperaturBnderung sey, we1cbe e r mit der Bildung von fewhfmNebeln in Zusammeabang setzt: ferner wirke dabei das Vowalten gewisaer eigentbthlicber Winde. Im Ostlicben Tbeile jenes
Continents ist bei nordwestlichen Winden die Atmosphlre trocken nod durchsichtig, wshrend Ostlicbe und
stldliche Winde Trtibung der Loft und haufige Nebel
an den KIfsten rernrsacben; daber rIibre nun die R6thung der Atmosphare e t c Leider fehlt es uns noch
iminer an detailtirten Witterangsjournalen aus den Vereinigteo Stanten, urn diefs Verhalten der Windricbtuog
in jener Zeit bestatigen oder widerlegen zu kllnoen; dazu
kommt noch der Umstand, welther Berflcksichtigang verdient, dafa im Herbst der Wind dort sehr verznderlich
scheint, so d a b Irruogen in den Angaben Uber den OWhemehendm Wind zu dieser Zeit leicbter maglich sind.
In Reu-England sol1 dann der S W . vorherrscben, ~ 3 1 1 12
a
180
rend Dr. F o o t (Sill. Pol. XXX),der 16 Jabre lang
den Wind beobachtete, - und mit ihm stimmen Lometeorol. Register ( 1822 bis 1825) und Herrn
Kii m tz’s Berechoungen ziemlich flbereio, - behauptet,
daCs der Wind nicbt eine mehr siidliche, sondern eine
mehr westliche und nordwestliche Richtung im November habe. Dieser Angabe widersprechen wenigstena nicht
die Beobochtungen , welche das Verbreiten dee Ncbels
aus den westlichen Gegenden nach 0.bin ziemlich auEser Zweifel setzen. Aus .den Untersuchungen von Hrn.
S c h o u w und KHmtz, welche eine vie1 lhgere Reihe
von Jahren an verschiedenen Orten in Europa in Hinsicht auf die Veraoderung der Winddirection in Rechnung gezogen haben, ergiebt sich, dab in wuercm Continente der Herbst eine befrYchtlichc Zunahme der siidlichen Winde, daher auch eioe gesteigerte Temperatur
bei wolkenlosem Himmel, ode$ den sogenannten Nachsomtner zeigt. Wir lassen ftir jetzt also jene Behauptung auf rich beruhen, tbeils weil der Herbst n i e der
Frlihling in den nordamerikaniscben Freistaaten seltener
heftige Winde, dagegen haufige Windstillen mit sich fiih,
ren soll, theils weil wir die Trabung der Atmosphare
weiterbin als von trocknen Nebeln herriihrend darzuthun
uns im Stande glaubcn.
Veranderungeo in der Lage der Luftschichten und
andere Umet’hde, ja selbst die ElektriciW, \vie fast iiberall
in der Meteorologie, werden mittelbar ebenfalls zu HWe
genommen; wir wenden uns jedoch zu dcr summarischen
Folgerung des anonymen Physikers aus der Wirkung
jener Ursachen, dais n%mlich das neblige hnsehen der
Atmosphare bei einer augenehmen Tageswfrme wesentlich mit einer Reduction der Temperatur zusammenhangc.
Die daraus entspringende Trtibung, welchc auf die uutere Luftscliicht bis einige 100 oder 1000’ HOhe beschrlnkt
ist, soll nAmlich von partiellen und langsalnen Luftstrihuen
aus S.und SO.herriihren, die auf kalte, trockne ndrdl. und
w e l 1’s
181
~ c s t l .Winde folgcn. Nebmen wir nun eelbet mit dem
Vcrfasser an, dafs ein solcher feuchtwarmer Strom mit
ciueln kalten ubrdlichen in Conflict trate, so ist es in der
That unbegreinich, wie dann die Temperator abnehmcn
8011, wYhrend eine Nebel- oder Wolkenbildung uoten
gleicineitig eintritt, in der hbberen Region aber der Wind
seine west!. oder n6rdl. Hichtuog behalt, daher hier der
Himmel trocken uod w'olkenlos bleibt. BDiefs ist nuu
gcnan der Zuslaod der Dinge wshrend des Indianer Somrnera.(g (?) Bei ruts pffegeo die w h n e r e n Wiode von
oben barabzuhommen auch der Vcriasscr raumt diefs ait
einer Stello cin, aber bier nimmt e r denooch zu dcr
merkwUrdi6en Annalime aeine Zuflucht, offenbar nur wegen seiner Hypothese VOR feuchten NebelD, dais sie dort
(enanahmsweise im Herbst !) die auffallende umgekehrte
Eigenscbaft besafsen, weithe mit. den Gesetaen der Benegung von Luftmaesen voo verachiedcner Warme und
Dichtigkeit im vollkommeesten Widerspruch steht.
So sind f a s t alle~von.den arnerikaniscben Gelehrten
geijufserten Aosichten reine Hypothesen; bekanntlicb liegt
auch in Nord - A m e d a die Meteorologie binsichtlich der
Bercchnuog ibrer Beobaclituogsjoiirnale in gar maocher
Beziebuog noch sehr irn Argen, so d a b die verschiedeMen Scbriftsteller oft gerade entgegengeselztc Aogaber,
aus deneelben zieheo. 1st aber das Ph3oomen ein bis
tief in's Innere allgemein bekanntes, so kbimte gerade
hach dem Aequiuoctium die Ostkiiste ondere Wiudverhiiltnisae zcigeo, a h die Bionenllinder im Beckcn det Mississipi nnd Missuri im W. der Allegbauys; schon V o l n e y
macbte darauf aofinerksam.
Was die aogebliche Ternperaturerhohung in RUcksicht auf die Jahreszeit betriffi,
so zcigt die Betracbtuog des Ganges der jYbrlichen Warmc
2u Salenl nacb den 45 jahrigen Bcobaehtungen H o 1y o k e b , dafs dieselbe, wenigstens an diesem Orte, sicb
nicht bestliligt, uud F o o t scheint mir Rccht zu habcn,
wenn er (a. a. 0. p. 12) dagcgen einwirft, dals es nur
-
182
in Folge der Rube der Luft am "age warmer zu seyn
scheint , was die Thermometer - Mittel keioesweges beatgtigten.
W i r kommen nun zu dem merkwilrdigsten Phanomen im Indiairer Sommer, einem begleitenden, aber charakterietischen Kennzeichen dieser Jahreszeit, nsmlich zu
der auffallendeo Rathe des Himmels, welche die Hauptveraolassuog zu den oben berilhrten Hypothesen gegeben
zu baben scheiut. Nach onserer Ansicht, welche auch in
Amerika Anhiinger besitzt (z. B. F o o t ) , ist dieselbe nichts
anderes als eine Folge des Verbrennens von Pflaozen.
Aucb dort schreibt F o o t den trochnen Neheln die in
dieaer Zeit haufige Augenaffection (SilI. Journ. Val.XXX
p . 11, und YO].
X x Y l I p. 146), wie es frilher F i n c k e
gethan, zu, nicht aber wll'srigen Nebelo, welcbe nicbt
schwer von jeneo nach unseren Erfahrungen zii unterscheiden siuda; uod waruui fehlte denn jene dem Indianer
Sommer so eigenthlimlicbe R6the dem Mai und Juni g h z licb, wo doch in Nord-Amerika eine neblige Afmospb;?re
noch hiufiger ist als im November? Im Gegentbeil beschreiben F o o t und A t na t e r (Si ll. YoL1(2.d.)p. 116)
die Atmosphare gerade zu dieser Zeit ale ganz merkwrlirdig
trocken, und jener fiigt ausdrkklich hinzu, dafs das dunstige, rsuchrige (emokp, siehe aucb H i t c h c o c k , Sill.
Journ. Vol. IV p. 337) Anseben immer verschwindet, sobald eio Regen erfolgt, wobei sich nach unserer hosicht die
Feucbtigkeit aller Rauch- und Staubtheilchen bemlchtigt,
welche bis dahin die Dorchsichtigkeit der Luft getriiht haben; uod wem fiele bei diesen Erfahrullgen uicht unser
H6henrauch in heifsen und trockneu Solnmeru ein? KUU
regoet es jedoch im November in jenen Breiten, nach
den tuir vorliegenden meteorologischen Beobachtungen
fast am wenigsten im ganzen Jahre; sollte man da nicht
glaubeir. dafs, wenn feuchfe Nebel bis zu mehrereo 1000
Fafs Hcilie die Erde bcdecheu, sie oacb einem Regen bald
wicderkehreu wiirden, wenn siidliche Wiorle wochen-
lOog ueue k'euchtigkcit herbeifnbrca, Hie das Mitglietl
tlrr Marlvlatid -Academy Qnoimmt. - Die Verwecbselung von feuchteo und trocknen Nebelo dort kaou aber
uicbt mehr Wunder nebmeo, wean man bedenkt, d a h
auch an den KUsteo der Nordsee die trocknen Nebel
aus den uaben bIoorgcgcoden fatachlich TOO Gelelirteo
f i r Seedunst gehalten wordeo. Die ganfe ErscheinuoF
ist eiofach aw der Gccvohobeit der Indianer und Jager
abzuleiteo, ddfs aie, nacltdarn die Nochtfroste schon eiuen Stillstand in d e r Vegatehi bcwirkt und die meisttn PUanzen rcrtrocknet siod, auf ihreo Wiotertilgeu
die .Felder, Prairico und SOlopFe, oft sclbst ( n o h l zufallig) Walder iu Brand setzeu, und dafs sicL dauu dic
Luft mit cincr ungebeureo Mcnpe POD Rauchtheilcheu
erfUllt, diu sich bei dar grOl'sereo Ruhe der Loft, der
Seltenheit des Siederscblags e t c laogen b r i o erLallcu
konneo ' ).
Weno der t r o c h e Nebel irn miltleren.Europa (doch,
rehen in England), nach den Untenuchungen von F in c k e.
Eg e o , B r a n d e r u. A., durch dar.Aozf&den von Vegelabilien ( besunders zo Eode des Frtihliup) o d i r durcb
Waldbrlnde eneogt , oder rielleicht durch rulkanischc
Eruptionen ( 1783) veraolafrt wird, so erhalt unaerc hnabme, dafs auch im NO. der Vercioigten Straten uod
der eogliscbeo Colonicn in Nord- Amerika das VerbrenDCD r o o PUauzen diers Pbhtiomen bervormfe, eioe nocli
our dafs hier eben die
grdlrere Wahrscbeinliclikcit,
Jabreszcit, wo der Hbbeuraucb eintritt, cine andere, als
bei UOI, nfmlirh das Eode dcs iodianer Sommers odcr
der Spatherbst ist,
wenn n i r io Erwaguog zichen,
da6, und darin rtimmeo alle Beobachter Ubcreio ( V o l ney, der hkademiker in Baltimore, Foot, H i l d r e t l i
-
-
1)
s.
Gbcr
&I
Prain'cn-Rrci~ntn A i w r r c r i n
1. p. 116; M'cll. tbrntl. p . 334;
Amtr- Acuel.
yvl
S i l l . YOI.
.r.rYfi
IY
p . 398. uod
.r,r.r.
~ i
Sill.
,/U,
Juurn
in dro .Tfcm. o/ t h r
cotxn mgeCinr.o h u ~ i. i i
Ilalc.
184
-
etc.)
nach den 3lteren Bericbten der Einwohner diese
Zeit 3 bis 4 Wochen, und urn so Ilinger, je weiter mau
nach W. vordrang ( W e l l a. a. O.), dauerte, jetzt dagegen hbchstens 14 und oft nrrr menige Tage (z. B. 1836)
anhalt, und weniger regelmlitig als sonst erscheint; und
dafs endlich die Abnabme dieser mjlden Zeit jm Jahre
nicht plbtzlich stattgefuuden, sondern sich ganz allruiilig
eingestellt babe. Diefs scheint mir ziemlich sicher die
Causalverbindung des trocknen Nebels mit der nach W.
hin vordringenden Bodencultur und mit dem Zuriickweichen der Aboriginer in’s Innere des Continents bei fortwahrender Verminderung ihrer Stzmrne und Anzahl nachzuweisen; dazu kommt noch, d a t sich die Iudianer dein
Lande westwlrts vom M;ssuri mit einer sehr sparliclieu
Vegetation, welches ich mit dem Namen der Steppenrviisten zu bezeichen vorgeschlagen, ilnmer mebr nahern,
also das Brennen der Prairien, und somit das Pkinomcn
des Hahenradchs *adthwendig abnehmen mu/;.
Dafs aber:witklteb trockne Nebel in der neaen W e l t
im grulten Maafsstabe existiren, sehen die merkwiirdigen Erfahrungen iru November 1819 ‘ ) in einem groken
TheiIe Nord Amerikes fast aufser Zweifel: In Folge
furchtbarer Peuersbriinste in den Waldungen siidlich porn
Ohio hatte sich ein, das Tageslicht verdunkelnder Nebel
verbreitet , und eine chemischc Analgso des schwarzen
Regenwassers ergab Rufs als den einzigen fremden Bestnndtheil darin. Solche Waldbrtinde gehbren dort eben
nicht zu den Seltenheiten * ) ; und im Oct. lS25 (u. a.
in M. G r e g o r Br. Am. Yo/.11)brach 2. B. , nach eiiiem in Europa wie in Amerika nugewohnlich heifsell
Sommer, der auch bei uns einen starken Hiiheurauch
(selbst im December) veranlaiste, an den Ufern des Mi-
-
a. a. 0.;
M o n t g . M a r t i n , Hist. of theBrit. Col. Yo/.ZfI;
(hurze Piotizen in G i I b. Ann. Bd. LXVII S . 187 u. 218.)
l ) Hale
u.
a.
1) li80:
C a u s c in Mem. of
fhe
.?mcr.
Acud. Yvl. I.
1%
riliniciii riiicr Bcr. sclitcckliclisten WaldbruiaJc atis, die
iu dtqi .fiiunlcn der Wettgeschicbte vcnciclinet siiit?
tTt-bcr uichr nls 6000 en$ Qiiadratmrilcn crgofs sich
c i i , nntwuefslicbcs Fedcrmecr , wshreud dcr miicht is c'rrcgtc courant ascendant sich wic bci eincr vulkanischcri
Eriiption in schrccklichcn Gewittcro entliitl. Ucbcr 11)
Brcitcngrade dcliotc sich dabei cin sclir duuk'ler Xchcl'
iiacli Sudcti liin nus.
Man gcrtith wirklich in Erstnunen, dafs dcs Pliauomens &rt niclit vie1 hiiiifiger E r w h
nung geschieht!
sornit ist wohl die Existenz truckner Nebel in Ainerilia erwicscn. Bei dew Mange1 nil
ausreiclieiidcn Bcobnchtongen will icb m r noch aiif einigc tbeoretischc Iktrachtuiigen iiber dcn flijlicnrnudi
cingehen, in so weit dieselben nicht init anerkaiiiitcii
yhysikaliscbcn Bcobachtungen odcr den Resultaten clor
Beobachtung in Widcrspruch steheo. Nacli E ge n's trcffliclcn Untersuchuogcn ) ist die Richtung uod Stlirkc
des Windes vom SrBfsten Einflufs auf dicfs Phiinooicn;
dhsselbe scheint in Amerika der Fall zu s e p Besondeis bichtig abcr ist unserer Ansicbt nacb, der Fcticlitigkeitszustnnd dcr Luft. Es scheiot v U i g erwicsen, dafs
dcr Haarriiuch, w g c n des AbsorptionsverInSRens tlcr
Kohle den Dauipf clcr .4fmosplilre zerstiire. Darin licgt
sicherlid clcr Grund, wcfshalb in Grolsbritannicn, wo
so ungerneiii vie1 Rnuch- und Kohlentlicilchen bcstiintlig
in die Liift sich crhcben, der Hiibunrauch clennocli zit
dcn Seltenhciten gchbrt: die itnuier fciiclite Atuiospliiiro
wirkt liicr schricll nicclersclila~end,(laher vou clort, wic:
w n Sclirvcdcn licr, das Meteor auf dern Coutineutc selten mhrgcnotnmcn wird. Eiiic weitere Bestlitigan~unscrer Ansicht crblickcri wir in dcni TJmstanRe, dafs auf
dem Mecrc selbst das Phsnotncn sehr seltcti 1)eobacbict
worden; uns ist k e h Fall bekantrt, dns Jahr 1783 ailsgcuuaiineo. wo sicli der Hiihcurnuch bis 50 RIcilon V ~ I I I
L a d c ab ubcr dcti atlnntisclien Ocean crslrcclilc, uod
-
-
1) Dcr llaarraiirli. Esseo 1836.
186
auch anf dem adriatischeo und mittellandischen Mecre
bis Syrien bin teigte. Urn so ruffaitender ist es, dais
sicL dieser Nebel, nach dee allgemeinen .Annabme, so
weit hat ltber das Meer verbreiten kdMen! Uiefs n b
thigt zu der Annabme, dafs die bhw? der rusgestofsenen Rauches noch weit grdber gewaen, ale man sie
ohnebin schon mgescblagen hat.
Zu welcber Art der
merkwtirdige Nebel im August 1831 gehart, der die Aufmerksomkeit der ganzen W e l t auf sich zog, uod dem
von 1783 in vieler Hinsicbt glich, ist noch uicht nlber
ermittclt worden; man beobachtete seine Verbreitung nach
einaoder in Afrika, Scid-Rufsland, SUd- Frsnkreicb, NordFraokreich, Nen-York und a d den Virgins-Inseln, und
zwar in dem k u p e o Zeitraum ron 14 Tagen!
W a s den klimatiscbeu EinQufs den Hahenrauchs betrifft, SO mbcbte nohl Niemand im Ernrt d a m zweiieln,
dafs ein solcher, wenigtenr a d berchrbkteren Raumcn
stattfindee mbsc. Am auffallendrten rrird deraelbe nohl,
negen seiner Erzeuguuog. bei der WPrme der L u k hervortreteo, und ich gehe in Bezug rat Amerikr noch nlher darauf ein, d r bei dem fraozbrischen Gnadier und
dern Akadier allgemein die Aosicht bemcbt, dofa die
Milde der Luft zur Zeit des Indirner Sommem von der
Hitze der grobeu Feuerflachen, welche die Prairien im
W eder Seen dann bilden, bcrrUhre, wahreud M'. G reg o r (a. a. 0.)diese Meinung fur ganz absurd erklzrt,
an der nur der gemeine Mmn no& fest bange.
Auch
bei UDI ist vie1 dari)ber bin- und bergcstritten worden;
uod doch Lonoen wir diesen finflufa nicht ganz von der
Hand weisen, weno es aucb nicbt mbglicb ist, denselben in eioer niimerischen Grafre anz$gebeo, war eine
ioteresrante bufgabe fur den Meteorologen in der ZukuaT1 werden kann. Icb verweire der KOne b a b e r auf
E g e 0's Scbrift , und begnlige mich , noch auf einen bioher, wie cs scbeiot, gauz tibersebenen Umctand aufmerkSam zu machen. Es ist bckannt, dals porase Kbrper,
-
-
187
und namentlich die Kohle, also ebenfdb, wenn anch im
geschwachten Grade negen der feinen Vertheilung, der
Hdbcurauch , Gasarten einsaugt und comprimirt ; vonugsweise und in weit grbCserer Menge gescbieht diefs bei
den coerciblea Gaaeo, insbesondere beim Wasserdampf,
mit demen Condensation immer eine Wllnne-Eutwicklung verbunden ist. 1st die Grtrlse denelben iiberbaupt
auch noch nicbt in Zablenwerthen genau ermittelt, waa
seine bedeutenden Schnierigkeiten bat, da die Temperaturerhbhung zuglcich von der Menge tuid der epecifiachen Wllmc des absorbirten Gases und von der Schnclligkeit der Absorption abhengig ist; uod ist auch ncjch
weniger eine genauere Ermittlung dee Einflusses des
Feuchtigkeitsgebaltes und der Warme der Luft m6)glich
gewesen, so ist doch so vie1 hlar, dafs der t r o c h e Nebe1 bei seiner grohen huedehnung nicht gnnt ohnc Anihil an dcr jedesmaligen Temperatur der Zeiten seyn
kann, in denen daa PbBnomen auftritt. Der gelebrte
Englander iat daber in aeinem trefflicbcn Werke @it seinem Urtheil Uber den rabdurden Volksglaubenw gar zu
vureilig geweseo.
Andere Einwirkungen des Hbhenrauchs auf die Temperatur, theils durch die Trabung der Atmoaphare, theile
mittelbar durch dae Vemcheucben von feuchten Nebeln
und Wolken, werden erst dann der Empirie ein weites
Feld der Untersucbung erbffnen, wenn die Zahl und die
Genauigkeit der Beobachtuneen weniger zu wiioscheu
lasseo: und wcnn wit auch nicht der Aosicbt siud, dafs
sich bededcnde hbweichungen in den niittleren Wertlien
ergeben werdeu, so acheint doch die Natur der Sache
noch zu der Beinerkang auizufordern, dals der aufsteigende Luftstrom bei trockoen Nebeln (in ibrer Heirnath)
lcbhafter , also die Temperatur der oberen Luftschicbtcn
verhaltnibmYfsig erh6lit werden mule.
Die Wirkuog des Hilhenrauchs auf den Uaromcterstand, theoretiscb betrachtet, wlirde sich, wic PUS dern
188
Qbigen folgt, miffelbar in eincr Verlnderung dca Gcsamrutdrncbs d i r Loft am Barometer aussprecben, unr
n i r 6 hier die Uotcrsucbung bairn C o d i c t e wechselnirLender Krafte noch zusammengesetzter uod schwieriger
seyn.
Urn die klimatologische Seite des Gegenstandes zu erscbbpfeh, wenden nir una noch ziir Feuchigkeit der Luft. Sie wird bacbst wabrxbehlicb durcli den
H6henrauch v m l n d e r t . E g e n f a d far Westpbalen
(a. a. 0 . ) aaab 5joLrigen Beobacbtuogen (1826 bis 1830)
am Psychrometer, dafs die Lult wlhrend dieses Phiioomena immer aosnebmend trocken war, ond die relative
Feuchtigkcit betrug oft nur 50, im Mittel 60 Yroceot
von dem zur gleickzeitigen Temperatur gehhenden Maximum des Wassedinnpfge6attt's. Daber vermag aucb wohl
der trockne Nebel den Regen mcrhlich zu rermindern;
das Volk am R b e h slrgt: der Haarrauch briugt Uiirre,
und eine allgemcine Angabme jener von dem Phaaonien
so btiudg belsstigten Gegenden Mt, d a b selbst Genitter
dadurth vertriebca werdeo. Man bat darther Recbnungen eogestellt; abet iiel eracheinen mir keinerweges entscbridend, da die, jedenfalls nicht sehr bedeotende Abweichung von der Witterung der benachbarten Ltinder
niir nus Beobacbiunssreihen sehr v i d e r Jabrc zu ermittcln ist. Kolile, als eia bcsserer Leiter dcr Elektricitst,
mufs in Form vou Raacll die Leitungsfshigkeit der Luft
bcfardern; folglich wird die Gewitterbilduog dmch den
Hobenraach verhiodert, oder schon vorhandene oiedrigziehende Gewitter m(issen dadurch geschwacht werden.
Zeigt nun die Gewittcrzabl in Gegenden, welche ole Heimath des Ph3nomens erkannt Bind, geriuge Abneicbuogeo, so diirfen wir ja nicht iiberseben, dals bier local
durch eincn stgrkeren courant ascendant mehr Gewitter Ilcrvorgerufen wcrden musscn; uod so kaon hicrdurch
311 der Zabl, viclleicht im Uebermaafsc, erselzt nerden,
rvns die gewitterauflusende Kralt des Haarrauchs vermindcrt hat. W i r scbliefscn daher gerade iilngekehrt: W e u u
cl~ciiso \id Gewittcr in G e y d e i i , welclie dcr Sitz des
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Phiinomens sind, als in den bcnachbarten Lsndern Forkolnmen, so diirfte diefs ein deutlicber Beweis seyn, dafs
clcr Hdhenrauch auf einen Tbeil der ron anderwarls kommenden Gewitterwolken terstreucod gcnirk t hat.
Diefs waren die Hauptmomentc, welche wir beim
Hahenrauch im Allgemeinen, Ibeils auf Erfahrung, tlieils
nuf tlieoretiscbe Betrachtung gestiltzt, hervonubeben bcabsicbtigten; und es antarliegt wobi keinem Zweifel, dafs
ein so grofsartigea Phznomcn aof mannicbfacbe nnd oft
sehr zusammengesetzte Weiae Einwirkungen aof seine
Umgebungen auozuiiben im SIande ist, deren n2here Err
forschung sich in der Zukunft auf die bezeichneten Punkte
besoodere zu ricbten haben lnochte; die Bestltiguog der
angcgebeuen wird einen neuen und. wichtigen indirecten
Beweia Iiefern fur die Hichtigkeit der a d o n ziemlich allgeineinen Ansicht vom Ursprunge des Phbomeos.
Was sein Auftreten ipr n6rdlichen Amerika betrifft, so
glauben wir, dutch die beigebrachten hndeutnngen zur
Gennge erwiesen zu haben, dals im Indiarxer Sommer
unser sogenannte HBheqraucb, und ni& f w & e Nebel,
eine Hauptrolle spislt; d a b ferner das Phtioomen des
trocknen Neb& auch in Nord-Amerika (wie auch in
Rufsland) existirt, wahrendl Hrn. Mu n c b e keine Deobachtung desselben im ilstlicben Emopa, in hsien und
hmerika bekannt geworden (G e b I e r b . Wirrterb. K. A.
1‘11.VII S. 42); und d a b n i r endlich hierdurch immer
inehr zu der Uebeneugung gefiihrt werden, d a b wedcr
Elektricitiit auf ganz unbegeiflicho Weisa an dem Ursprung0 dieses Nebels Theil habe, noch d a b wir mit
C IL I a d n i zn rein bypotbetiscben. kosmischen Staub- uod
Rauchmassen unsere Zuflucht nebmen mlissen, so lange
tcrrcstrischer noch in hiol~nglicherFiille vorhanden ist,
weon wir auch geradc nicht der Ansicht beizupflichten
gcneigt sind, wonach dcr Haarrauch groiJJterJheifs aus
Staub von Pflanzcn, Saainen und ebnlicben bygroskopischeu Substanzen besteht.
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