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Der Kampf um den Luftschutz. Von E. Haeuber und G. Gassert. Verlag Deutscher Luftschutz E. V. Berlin 1929. RM

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1048
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[Chem&-4;.
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~
I n den Abschnitteri des speziellen Teils wurden vcrallete
Methoden gekurzt behandelt oder durch neue ersetzt. So sind
die Abschnitte uber qualitative und quantitative Gerbstoffanalyse, uber Gerbexlrakte und synthetische Gerbstoffc, wciler
die Untersuchungsmethoden der Chromgerbbruhen neu bearbeitet. Neu aufgenommen sind ferner die Untersuehung der
Rohhaut, die internat ional-offizielle Methode der quantitativen
Gerbstoffbestinimung, die Viscositat der Gerbstoffextrakte,
einige neuere Saurebeslininiungsmethoden, die Bestimmung
von Gerbijlen in Gerbbruhen sowie die neu vorgeschlagenen
Methoden und Apparate der mechanischen Lederanalyse (Xahlfestigkeit, Abnutzbarkeit, IIarte, Elaslizitat, Porositat, Wasserbestlndigkeit, Sclirumpfungsfcmperatur, Farbe und Lichtechtheit). Vermiijt in diesern letzteren Abschnitt werden die
neuen Apparate des Dresdner Forschungsinstituts zur Messung
der Luft- und Wasserdurchllssigkeit von IIaut und Leder.
Die fast vollstandige Anfuhrung der in Betracht komnienden Analysenniethoden, durch die sich das Handbuch von
lileineren Werken, z. B. von den1 Gerbereichemischen Taschenbucli (Vagda-Kalender) unterscheidet, 1iBt dem Leser manchma1 eine kritische Behandlung der einzelnen Verfahren und
starkeres Hervorheben der gebrauchlichsten Methoden erwunscht erscheinen.
Das Werk wird auch in seiner neuen Auflage ein wertvolles
Hilfsmittel aller gerbereicheinischeri Laboratorien bilden urid
kann infolge seiner Erweiterungen und Verbesserungen auch
dem Hesitzer der alten Auflage zur Anschaffung empfohlen
F. Stalher. [BB. 2-15.]
werden.
Der Kampt um den Luftschutz. Von E. H a e u b e r und
G . G a s s e r t. Verlag Deutscher Luftschutz IL V., Berlin 1929.
KM. 3,-.
In der Broschiire, die vornehmlich die ,,bautechnische"
Frage des passiven Luftschutzes behandelt, wird zunlchst das
Problem selbst und vor allem die Notwendigkeit, den Luftschutzgedanken in das Volk zu tragen, erortert. Es wird in klarer
Weise gezeigt, dafi die Rustungen der Siegerstaaten, insbesondere auf dem Gebiet des Flugwesens, unbedingt einen Luftschutz der Zivilbevolkerung notwendig machen. Die Formen,
in denen sich die Verfasser die Verwirklichung des Luftschutzgedankens denken, diirften kauni ungeteilten Heifall finden.
Die Auloren treten fur eine ,,Anpassung des Stiidtebaus an die
heutige Methode der Kriegfuhrung" ein. Sie erblicken sie in
der ,,Auflockerung der Siedlungen". Dafi eine solche erstrebenswert ist, ist klar. Doch ist m. E. dieser Weg, einen brauchbaren
Luftschutz fur die Zivilbevolkerung zu schaffen, zur Zeit nicht
gangbar. Die Baureforni wird sich zunachst u a. auf den Einbau gassicherer Raume in die bereits bestehenden Baulcn beschranken mussen, wobei die verschiedenen Gefahrenzonen zu
berucksichtigen sind. Der Hauptwert des Huches liegt darin,
dall die Notwendigkeit des zivilen Gasschutzes und die Notwendigkeit eingehender Versuche auf diesem Gebiete auf
experimenteller Grundlage uberzeugend dargelegt wird. Erst
nach Durchfiihrung dieser Versuche kann die Einfuhrug der
zweckmafiigsten Ausfuhrungsfornien diskutiert werden. Die
Ihoschure briiyt als Hauptabschnitt eine nahezu luckenlose
Keihe von Zitaten aus der deutschen Presse auf diesem Gebiete.
1Yirlh. [BB. 220.1
Was mu8 jeder von der Einkomniensteuer wissen? Von Albert
A 11 i m a n. Verlag Eichler & Co., Leipzig 1929. Preis
brosch. IIM. 2,SO.
Handbiicher uber Steuerangelegenheiten sind in den
letzten Jahren so viele erschienen und darunter auch eine Anzahl besonders fur den Laien viillig unbrauchbarer Arbeiten,
daB man berechtigt ist, niit einem gewissen Vorurteil an eine
derartige Neuerscheinung heranzugehen. Doch wird man von
dem vorliegenden Buchlein angenehm uberrascht sein. Es ist
fur den Laien in steuerlichen Fragen geschrieben und fullt eine
hier bestehende Lucke vortrefflich aus. Der Verfasser geht
ganz neue Wege und versteht es ausgezeichnet, den trockencn
Stoff schmackhaft zu machen, indem e r aus dem Gesetz alle
weseptlichen Puukte herausschalt, sie auf die kurze Form eincr
Frage bringt und in klaren, allgemeinverstindlichen Wortcn
eine erschopfende Antwort gibt.
Wenn Inan daran denkt, daD von den Finanzamtern auf
Grund der Buchprllfungen in einem Jahre uber 100 Mill. RM.
__.____.
Zeilschr.. fur angew.
2,1929
Neue Bucher - Verein deutscher Chemiker
~
.
Mehrsteucrn festgesetzt worden sind, und uber 260 Mill. RM. an
Strafcn fur Steuerhinterziehungen, so kann jedein Steuerpflichtigen nur angeraten werden, sich mit dem grofien Gebiet
der Einkommensteuer etwas eingehender als bisher uhlich zu
befassen. A l l i m a n hat hierzu einen gangbaren Weg gewiesen. Besonders wertvoll sind auch seine Hinweise auf
steuerfreie Einkunfte, abzugsfahige Ausgaben, SteuerermaBigungen, Steuererlafi und Steuererstattung. Der Text wird
durch praktische Heispiele vortrefflich unlerslrichen. Auch
zur Nachprufung der Steuerbescheide leistet das E:uch gute
E'f/enberger. [KB. 226.1
Ilienslc.
VEREIN DEUTSCHER CHEMIKER
AUS DEN BEZIRKSVEREINEN
Bczirksverein GroB-Berlin und Mark. Sitzung aiii Montag,
dem 23. September 1929, 'LO Uhr, im ,,IIaus der Technik',
Priedrichstr. 110-112.
Vorsitzender: Prof. Dr. K. A r n d t.
Scliriftfuhrer: Dr. A. B u fi. Teilnchmerzahl: uber 350. Vor
der Sitzung im Vortragssaal dcr A. E. G . hatten sich um 19 Uhr
die Mitglieder rnit ihren Damen und GIsten zu einem Kundgang durch die sehr interessanten Ausstellungsraunie eingefunden. Eine grijllere Anzahl von Fuhrern erlauterte die
kielen auch fur den Cheniiker sehr wichtigen Apparate, die
fast alle in Hetrieb vorgefiihrt wurden.
Dr. Ernst B r iic h e : ,,L)er spezifische EinfluP der Gasmolekeln auf langsame Elektronen und seine Verwertung zur
Lo'sung alomchemischer Pragenl)."
Der Film ,,Das selbsttatige KraftWerk" zeigte die volllionimen selbsttatige Regelung des Kohlebedarfs, der Luftzufuhr
usw. eines Kraftwerkes, entsprechend dem Strombedarf, ohne
jede meuschliche Einmischung. - Zum SchluD wurde auf der
Uuhne des Vortragssaales eine nioderne Biihnenbeleuchtung
gezeigt.
Rheinischer Bezirksverein. Bericht uber die Besichtigung
der ,,hlullverwertung" in Koln-Niehl, a m 21. September 1929.
Zur Besichtjgung dieser i n Europa bisher einzigen Anlage
hatten sich nahezu 90 Teiluehmer eingefunden. Unter sachkundiger Fiihrung ging e s in den Betrieb.
Die An'hhr des Mulls geschieht in geschlossenen Gro&
rauniwagen, die Entleerung erfolgt automatiscb in einer geschlossenen Halle ohne jede Staubentwicklung. Der Weitertransport vollzieht Rich auf mechanisch bewegten E n d e r n .
Zunachst wird das sogenannte ,,Feintnull" abgesiebt, uiii in
cine besondere Aufbereitungsanlage m wandern. Weiter
wird das Grobmull durch groBe Magnetscheider \on allen
Eisenteilen wie Konservendosen, Rasierklingen usw. befreit
und kommt darin durch ein Bechenverk in einen grofien
Bunker. Von hier wird nach Bedarf fur die eigentliche Miillverbrennung entnommen. Die Verbrennung findet i n zwei
grollen Kesselaggregaten statt, die nur im Sommer infolge des
feuchten Gemuseabfalls einer geringen Kohlenstaubzusatzfeuerung bediirfen. h i der Verbrennung hinterbleibl die
Pchlacke, die zur Verwitterung a n freier Luft auf grofie
Halden geworfen wird, urn einige Wochen spiter gemahlen
und uriter Zusatz von Zement nach einer Art Brikettierungsverfahrcn zu Mauersteinen, Schwemmsteinen, Kanalbausteinen
g r o k r Festigkeit gepreBt zu werden. Bemerkenswert ist, daB
bei dem VerbrennungsprozeD u h r den eigenen Kraftbedarf
ein taglicher Uberschui3 von etwa NO00 Kilowatt erzielt wird,
der dem stadtischen Elektrizitatswerk zugefuhrt wirtl.
Das oben erwahnte, vorher abgesiebte ,,Feinmiill" wird
in einer besonderen KohlenstaubTrommelofenfeuerung geschmolzen. Je nach der angewandten Temperatur erhalt man
entwcder ein giellbares Material, das zu basaltartigen Pflastersteinen ausgegossen wird, oder eine Schmelzmasse, d i e ZUsammen mit flussiger Bitumenmasse im StraBenoberbau erfolgreich Anwendung gefunden hat. Jedoch sind die VerRuche auf diesem Gebiet noch kein'eswegs abgeschlassen.
Die Besichtigung dieser in allen Teilen wirklich modernen
und grollzugigen, mit einem Kostenaufwand von 10 Millionen
Mark errichteten Anlage der Stadt Koln hinterliea bei allen
Teilnehmern einen ausgezeichneten Eindruck.
Nachsitzung im Parkhaus der Messe rnit 30 Teilnehmern.
-___
1) Erscheint im Wortlaut in dieser Zeitschrifi.
-__-
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Vcrlag: Chemie, G. m. b. I?., Berlin W 10. - Verantwortlicher Schriftleiter: Prof. Dr. Dr.-Ing. e. h. A. B i n z , Berlin.
Verantworllich far ,,GeschMtl x h e hlilleilungen des Vereins": Prof. Dr. A. K I a g e s , Berlin. - Druck: MIaurPr & Dimmick. Berlin SO 16.
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