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Der Kukuksruf in akustischer Beziehung.

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Ohne Zweifel ware es noch zn friih, ein Gesetz fiir
diese Veriinderungen aufstellen zu wollen ; allein ein po
sitives Factuin ist es, dafs durch die Wirkung der Magnetkrgfte kein neues und eigeiithiiinliches Spectrum erzeugt
wird.
XI. Der Kukuksruf
i n akustischer Ileaiehung ;
vom Prof J. J. O p p e l .
(Aur d. Jahresbericlit. der
physiksl. Vercins in Pranklurt
a.
hi. 1869-70.1
D e n Ruf des Kukuks kennt zwar jedes Kind. Dennoch
lafst er in akustischer Beziehung der genaueren Beobnchtung noch einen liinlanglichen Spielranm. Die bciden Tiine,
aus welchem er bekanntlich zu bestchen scheiiit, giebt Jer
gelebrte Akustiker des 17 tell Jahrhiinderts, A t h a n a s i u s
K i r c h e r , so mit Noten wieder:
B e e t h o v e n ahmt in seiner behannteii nPastorn1-Symphonie. den K d u l m u f mittelst der Tbue d 2 6 ’ nach. Aehnliche Nachahinungen linden sich in der malenden Musilc
vielfacb, nainentlicli in mehren Volks - und Kinderliedern
alterer tin4 neiierer Zeit, von denen mir irn Attgenblick
drei erinnerlich sind. In einem der letztcren, das hier noclr
vie1 in Schulen gesungen wird, besteht die Wiedergabe in
den4 T h e n c2a1 (jeiies eine halbr, dicses cine Vierlelnote),
in zwei alteren aus einer groken, beziehungsweise kleiiieii
Terx auf ungefahr eben so hober Tonstufe.
Ich habe nun bei gelegentlicheii Spatzierglngen USW. iin
Verlaufe mehrer Jahrzehnte iiber auderthalb hundert Bci
spiele des Kiihuhsmfs sofort beim Vernehmen desselbeii
notirt, und dabei --wenigstens fur uiisere hiesige Gegcud
folgende Wahrnehmungen gemacht.
(Frankfurt)
W a s zuerst den Rliythmus aulangt, so stimmt der in
‘20*
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mehreu der besagten Nachahrnangen vorkommende dreitheilige Tact wenig mit der Natur. Ich wenigstens fand die
beiden Tune stat1 von fast genari gleicher Lunge und von
den zwei nacbst folgeiiden durch eiue mit beiden zusammenhtinscnde ringefahr gleich lange Pause getrenut, so dak man
das Ganze jedenfalls in viertheiligem Tacte schreiben miifste.
Das Interwall der beiden Tihe, sowie die absolute Tonhohe ist je nach den Individuen (und Zeiteu?) aerschieden.
Beitles jedoch nur innerhalb cines ruafsigen Spielraoms. Das
grafste der mir vorgekommeneii Intervalle ist eiue verininderte Quinte (ges' c'), das kleinste eiue etwas ZII knappe
grofse Sekunde (8c' oder desa c'). Beide jedoch nur vereinzelt wahrgenommen. Die reine Quart dagegen ist kcineswegs selten; allerdings, aber bei meitem am huufigslen
(uamlich iu 123 Fallen unter 157 beobachteten) fand ich
die T e r i , und zwar bald die reine grofse, bald die reine
kleine, noch weit hautiger aber eine unreine, ein Intervall,
das fur eine grofse Terz etcvas zii klein, fur eiue kleiue zu
g r o t erscheint , uud das ich gewohnlich schlechthin als
nKirkuksferz~~
bezeichnet habe. In dem mit Noten geschriebenen Beispielen habe ich freilich alle Terzen, welche naher an der groten lagen, als grofse, alle die der kleinen
nlher kamen, als kleine notirt, und nur in denjenigen Fallen,
(ich zahle 9 unter dcu erwahnten 123), wo dic Scharfe
meines Ohrs nicht ausreichte, jene Fragen des Naherliegens
zu eutscheiden, d. h. wo mir das gehbrte Intervall genau
in der Mitte zwischcn grofser und kleiner Terz zu schweben schien, ward diese Zweideuligkeit durch eiu eingeklamtnertes Erh6hungs- oder Erniedrigungszeichen vor einer
der beiden Noten angedeutet. Jedeufalls aber herrscht (wenigslens in den von mir gesammellen Beispielen) das grafsere
Intervall vor: ich habe 70 grorse gegen 44 kleine Terzen
notirt (aufser jenen 9 ganz zweideutigen).
Bezuglich der absoluten Tonhbhe, die mittelst der Stimmgabel bestimmt ward I ) , faud ich den haheren der beiden
1)
Nach blofser ScliBtzong des O h notirte Beispirle liabe ich liier unbcriichichtigt (respective ungeziihlt) gehssco.
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Tbne nie fiber ges2 bis g' hinaris,
den tieferen nie unter h' hinabgehcnd, und bcide Grlnzen (namentlich die er.
sfere) nur sellen erreicht. Insbesondere sind mir die in jcncn Nachaliniringen gebraucliten Tone dZ rmd b' oder gar
ca und u1 bis jetzt nieinals begegnet. Am haufgsten waren
un'er den rgrofsenw Terzen ( i d Anngherungen) e', ca (34
unter 70), ntichst dcm des', dann fis' d z ; unter den rn klei
nena bei wcitcm am hautigsten c'cis' (31 unter 44).
Beim Beginn des Rufes nach langerer Pause is&das I n tervall oft in den zwei oder drei ersten Tacten, nocb Bfters
blofs im ersten, rim eineu balben bis ganzen Ton kleinsr nls
in der ganzen Reihe der folgeiiden; rind zwar fand diese anfingliche Bermindcrring des Intervalls stele auf Kosten des
hoheretr (anfangenden), wie des tiefcren der beiden Tbnv
statt; welchtv letzlerer vielmehr stets auf der gleich anfangs
eingenommenen Stufe bis zu Ende verharrte. Einmal blieb
dieser zweite Ton am Schlusse ganzlich aus.
Zuweileu eiidlich, obgleich niir selten, vernimmt man
wohl auch einen d r e i t h i g e n , oder dreisilbigen Kukriksrirf.
Ich habe ibo bis jetzt nie in l h g e r e r Reihe, sondern hbchstens aweimal hintereinander gehurt, und davoo nur zwei
Falle notirt. Im eineu, wo er die beiden Scblrifstacte eincr
Isngeren Reihe des sehr hauligen f'des' bildete, waren die
drei Tune p ges' des', gesl ges' desl; im anderen, der, ebenfalls nur zwei Tacte bildend, isolirt vorkam, waren sie
f d ' k ' , f'd'h'.
Doch sollen es, wie mir von einem zuverlrssigen Beobachfer mitgetheilt wird, auch die Tune eines
vollkomrnnen Durdreiklungs (Quinte, Terz und Tonica) seyn.
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