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Der Meteorit von Lodran.

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321
von Juvinas und von Stannera lassen erkennen, dah es
die Mischung
4Fe Si03
12
;:;g(1
ist, und selbst Smith’s unvollstgndige Analyse des Steins
von Petcrsburg (Tenessee) fiihrt zri demselben Resultat.
Es ist im htilchsten Gradc wahrscheinlich, dafs aiich in
den Howarditen rind Cblarlniten die Augitsabstanz ein wesentlicher Gemengtheil ist , allein bis jelzt fehlt nach der
minet alogische Nachweis. In dem Stein von Lriotolaks kann
man aus A rpp e’s Analyse die Eristenz von Broncit
1 ;:$$
neben Olivin und Anorthit sehr leicht folgern.
XIII. Der dleteorit von Lodran;
volt 6. l’schermak.
( AUSZUg aus d. Sitznogsberkhteu d. Wiener Akad.
vom Hrn. Verfarrer
ubcrsandt.)
D e r Gtite des Hrn. T.O l d h a m in Calcutta verdanke ich
ein Stlick des merkwbrdigen Meteorsteines, welcher am
1. October 1568 bei Lodran ntichst Mooltan in Indien niederfiel. Dieser Meteorit ist im Brut-he Liirnig. Seine Gemcngtheile sind zum Theil hrystallisirt und schon durch
(lie Farbe unterscbeidbar. Die constituirenden Mineralien
sind: Nickeleisen, Olivin, Broncit, Magnetkies, Chrornit,
abgesehen vou mikroskopischen Einschliissen. Das Nicheleiseu bildet ein feines Netz, worin eimelnc Krystalle oder
Aggregate der tibrigen Mineralien eingeschlossen sind. Zur
Analyse wurden 197,8 Mgr. verwendet , welche lieferten:
Poggendod’s Annal. Bd. CXL.
21
322
Eisen
Nickel
Magnesia
Riichstand
169,O Mgr.
25,3
0,5
1,6
196,4
oder
1)
DB
1
)
n
'1
))
85,44 Proc.
12,79 n
0,25
0,81 M
99,29 n
1)
Der Ruckstand entliielt Kieselssure, Chrom, Eisen. Iler
Oliviu bilclet Kryslalle von blaugrauer oder blauer Farbung, die bis 2"'" lang sind und die Foim des basaltischen
Olivins zeigen. Prof. v. L a n g , welcher die Krystallmessiingen gutigst ubernalim, beobachtele die Flhchen I 0 0 ,
I 1 0 , 2 10, 3 1 0 , 0 1 0 , 2 0 1 und bestiumte die Winhel:
brobrchtct
1 0 0 : I10
i1o:iio
100:210
100:310
100:201
Lereclinet
= 65" 2'
D e s CI <I;c c aur.
65O 2'
49 67
47 2
35 36
40 27.
= 49 49
= 46 30 app.
= 33 30 n
= 41 0
Diinne Blattchen aiis den Olivinhryslallen angefertigt
zeipen parallel 0 0 I wellige Sprunge, welche von einein
schwarzen Mineral, das ich fiir Chromit halte, moasartig
besetzt sind. Es scheint demnach, dafs die Olivinhrpstalle
eine Verlnderung erlitten haben. Das Voliimgewicht des
Olivius wilt-de zii 3,307 bestimmt. Znr Analyse dienten
uiir 233,'2Mgr. bas Piilver wurde mit Salzssure zersetzt.
Die erhaltene Kieselsaure war rtwas grau und gab beim
weiteren Aufschliefsen mit hohl~nsaiirern Natron rind Salpeter noch Chrom, Eiseu und Magnesia. Es wiirden erhalten:
106,l Mgr. oder 4530 Proc.
Magnesia
28,A N
n
12,35 n
Eisenoxydul
Kieselslure
93,6 n
40,14~
Chromoxyd
1,4
0,60
Eisenoxydul
2,8 u
1,20 n
Magnesia
1,2
n
0,51
-~
233,9
100,30
11
1
)
13
I)
323
In dem durch Salzsaure Unzerlegten war also Chromit
untl Broncit enthallen.
Der Broncit bat eine pistaciengriine Farbung und erscheiiit in Kbrnerii, die oft mil Olivin vernacbsen sind,
uiid niclit sclten die Flacben Einer Zone erhennen lassen.
lhre Grofse ist im hbchsten Fall 2"". Beim Zerdiiicken
ist die Spaltbarheit nach I 0 0 und 0 10 zu erkennen. Es
wurden die Flachen 100, 320, 110, 2 3 0 , 130, 010
beobachtet rind gemessen die Winkel
beobaclltrt
bererhnet
100 : 110 = 45O 56'
100 : 230 = 57 15
100 : 320 = 34 50 app.
1 0 0 : 130 = 71 56
0 1 0 : iio = 44 o
110: 0 1 0 = 4 4
6 *
1)
45O 52'
57 6
34 30
72 5
44
44
8
8.
Die berechneten Winkel beziehen sich auf die fur den
Broncit (Enstatit) aus dem Meteoreisen von Breitenbacb
erhaltenen Zalileii '). Auch das optiscbe Verhalten beider
Mineralien stimmt uberein.
In1 Duiinschliffe erkennt man, dafs der Rroncit des Meteoriten von Lodran dreierlei Einschlusse enthllt. Der eine
Einscliluis besteht aus farblosen Kiigelchen , welche das
Licht tloppelt brechen und bfter eine zwillingsarlige Zusammensetzung erkennen lassen. Ilire Menge hann auf die
Analyse schon einen Eintlufs haben. Aufserdem bemerkt
man schwane Piinktchen (vielleicht Chromit) und baarfbrmige Korper als Einschlusse. Die Menge der beiden letzteren ist gering.
Uas Volumgewicht des Broncites bestimmte sich zii
3,313. Die Analyse, welche mit 571,3 Mgr. angestellt
wurde, gab
1)
Diese Annalen
Bd. 139, S. 315.
324
Kieselsgure 316,2 Mgr. oder S5,35 Proc.
Magnesia
187,7 n
32,85
Eisenoxydul 69,3
12,13 n
Thonerde
3,4 n
0,60
Y
0,58
Kal kerde -__ 3,3 H
579,9
IOl,.il.
Die Kalkerde, welche nicht zur Mischnng des Broncites
gehbrt, weist auf eine Beimengiing hin Die miLroskopisch
erkaunten Kiigelchen m6gen daher atis einem kalkhaltigen
Silicat beslehen, und zwar aus Anorthit.
Der Magnetkies zeigl heine tleutlichen Krystallformen.
In Salzsaiire gebracht eutwickelt er Schwefelwasserstoff
tinter Abscheidting vou Schwefel.
Der Chromit bildet schwarze glanzende Krystalle und
K6rner. Beobachtet wiirden die Formen I 1 I , 1 1 0, 3 1 I
und gemessen:
I)
J)
11
lieobaclrtet
bereclinct
70' 32'
31 29
50 29.
Strichpulver , Hsrte wid chemisrhe Reactionen entsprecheii dem Chromit.
Bei der ungleichfhnigen Menguns IiiEst sich das Ver
halt uifs der conslitnirenden Mineralien nicht durch Uniersucliung einer kleinen Quantittit bestimmen. Um doch eine
beilanfige Zahl zii erhalten, wurden in 600 Mgr. das Nickeleisen sowie der Magnesia - iind Eisengehalt des durch Salzs h r e zersetzbaren Antheils bestimmt iind darnach berecbuet:
Nickeleisen
3 2 3 Proc.
Olivin
28,9
Broncit mit Anoribit und Chromit 30;2
7,4 n
Magnetkies
loo.
Der Broncit etc. ist aus dem Reste berecbnet und es
ist dabei nocb u n g e f h 1 Proc. Anorthit und ebenso vie1
Chromit anzunehmen.
1 1 1 : 111 = 70'31'
0 1 1 : 1 3 1 = 31 a5
131 : 1 1 3 = 50 25
JJ
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