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Der Normenausschu der Deutschen Industrie und seine Beziehungen zur Chemie.

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Aafsattteil.
77
W6lfel: Der NormenausschuB der DeutPchen Industrie und seine Beziehungen zur Chemie.
31.-Jallryaug 191Ei1
Zeitschrift ft&r
angewandteChemie
Aufsatzteil
I. Bd., S. 77-80
Der NormenausschnB der Deutschen Industrie
und seine Beziehungen zur Chemie.
Von Oberingcnieur P. W~LPEL.
(Elngeg. 23.12. 1918.)
Mit der ausgcsprochenen Absicht, allgemeingultige Normen in
groBem Umfange fur ihren Enduhtriczweig zu bestimmen, hatte sich
aeit Jahren fast allein nur die Elektrotechnik beschaftigt. Sie hat
damit vie1 segensreiche Arbeit gcleiskt. Sie hat fiir ihrc Arbeiten
auch eine Stclle, die ,,Normalien und Leitditze dcs Vcrbandes
Dzutscher Elektrotechniker", wo die Normen niedergelcgt und damit weitestcn Kreisen zuganglich gcmacht werden.
Nicht so die chemischen Berufe. Uniibersehbar sind ihm mhlreichen Normen in Gesetzen und Vcrordnungen, in Kongrc B b e s c h l k n
eingekapselt, in zahllosen Buchcrn, Zcitschriften und loscn Bliittern
verteilt. Neue Normen wurden nicht nach bestimmten Regeln,
aondern wahllos von einzelnen. wenn es hoch kam, mehrcrcn Vereinipngen in gemeinsamer Arbeit geschaffen.
DLr N o r m e n a u s s c h u O d e r D c u t s c h e n I n d u s t r i e
wurde ins Lebcn gerufen, urn allcn Berufen, darunter auch der
Chemie und ihren InduEtriezweipcn, eine Grundlage fur gcrcgelte
Normalisierung und ,Zusammenarbcit zu geben.
Aus kleinen Anfangen im Mai 1917 ah NormalienausschuB fiir
den D-utschen Maschinenbau vom Verein D2utscher Ingcnicure
zu dem Zweck gcbildet, im Hecrcsauftrag Normen fur den deutschen
Maschinenbau feetzurutzen, wuchs sich die Vereinigung in unglaublich k u m r Zeit zu einem die ganze dcutsche Industrie umfassenden
G.bilde aus. Einmal, weil sicli die Notwendigkeit des Anschluws
a n verwandtc Berufe bald hcraustelfte, und dann, wcil sich durch
das Oberpmifcn in andere G, bic tc immcr mchr die ungeheuren Vortcile des h'ormalisierungsrc dankcns kenntlich machtcn. Nicht zulctzt war es die nahende ukrgangswirt!chaft und die Not der &it,
die einen ZueammcnschluB gcradezu hcrausfordcrtcn. Bei dcr Grundung des Normenausschusses der D,utschen Industrie am 22/12.
1917 standen siimtliche technische Behorden (Heercsverwakung,
Reichsmarincarr.t, Eisenbahnzentralarrt, Reichspatamt, Physikalisch-technischc FkichPanLtalt, E;ormaleichungskommission, Vcrsuchs- und M n t ~rialpriifunpsan-tcr, spatcr auch das Rcichsgesund:
heitsam t). die Wisscnschaft und die fiihrenden tcchnischen Vcreine.
daruntcr auch dcr Vcrein deutschcr Chemikrr, Pate und gelobten.
dem Neupborrnen die berte Pflege angedeihen zu lassen.
In wrlchcr W c i ~ ecr seine weitgrsteckten Zicle zu crrcichen gedenkt, sol1 hicr geschildtrt wcrden; denn es handclt sich darum. alle
in B tlzrclit kommenden Kreisc. zur crnEten Mitarbcit zu gcwinnen.
Kormcn sind nur dann vollwcrtip, wenn sie fchlcrlos sind und
strengste Priifung vcrtragen. Sic kijnnen es nur durch ausgii bigen
Erfahrunpau>tausch aller Ek tLiligten wcrden. Dcr NormenausschuD b tmclit(t es darum als seine Hauptaufpabe, die oft nur
loaen Vi rbindunpsfaden zwiechen vcrwandten Beruftzweigcn aufzuspurrn, fistc r zu zic hen und zueammeczukeupfcn. Es fc hltc bishcr
cine Sklle in D,utschland, dic sich diescr oft nicht lricht.cn Arbeit
untc rzop.
DGr Xormrnausschu0 will ferner dort helfend cingrcifrn, mo das
Wcsen und die Vortcile dcr Xormalisicrueg einer gewissen Unkenntnis
bcgegnen. Zum Gliick hat er das in1 vorliependen Fallc nicht notig,
wie die cinpangs crWahnt.cn znhfrcichcn Normen der chcmischen
Berufe bcrtiitiFcn. Utid auch, daB die in Angriff genommcne Arbeit
zu Nutz und Frommcn der dcutschen Indurtric gctan wcrden mu&
hat cr nicht nijtig zu bttonen.
Die nrucn Ncrmcn wcr 'en in Ausschiisfen ausgcarbeitet. die
aus Anpc horigen bestimrntcr Bcrufsvrrbande zusammenges tzt
sind und von eincm Obmann gclcitct wrrden, der Angchorige
dcr Wissrn~rhaftund vcnvandter h r u f e nach Wahl hinzuzieht.
Dk Geschafts5tr Ilc des h'ormenausschusses tritt bier hclfend ein,
wenn es niitip i! t.
Ncue Arbcitsausschiiose werden in der Regel so gcbildct, daB
oin Industricverband, wenn er die Notwendigkcit bestimmter,
Angew. ChBm. 1918. Aufsatztell (I. Band) xu Nr. 91.
16. April 1918
sein Fach beriihrender Normen erkennt, dies dem Vorstand des
Normenausschusses mitteilt und zweckmaBig dabei den geeigneten
Obmann vonchlapt. Die Bildung des Arbeitsausschusses wird den
verwandten Verbanden mitgeteilt und die Mitarbeit angercgt.
Ddr Obmann erhalt von dcr Geschaftsstelle die notigen Anweisungcn, nach welchen Regeln und Leitsiitzen die Normen zu
bildcn sind. Er ist wiihrend der Dauer seiner Tatigkiet Mitglied
des Vorstandsbeirates.
Daa ist in groBen Zugen der Werdegang der Norm: es ist hier
nicht der Ort, noch weiter in die Einzelheiten eu dringen, sie sind
mchr technischer Natur.
Normen erreichen nur dann ihren Zweck, wenn sic weiteste Verbreitung finden und zur Sblle sind, wenn sie gcbraucht werden. Daa
geplante B i o r m e n s a m m e l w e r k d e r D c u t s c h e n I n d u s t r i e wird sie vcreinigen und vor Vergestenheit bewahren.
Es cntrtcht selbzttiitig dadurch, da8 die neuen und auch die schon
bestehcndcn Normen auf lose Blatter einheitlichen Formats gedruckt, systematisch numericrt und an passender Stelle dem
Sammelwcrk eingefiigt werden. Ea wird ein eigenartiges Gebilde,
wic cs noch nirgends bestcbt und das vielseitipcn I n k r e s e n dienen
kann. Es wird nie zum vollstandigen AbschluB kommen, aber daa
schadct nichts. Es ist eine Eigentumlichkeit der Normen, abgesehcn von den sich auf Naturgesetzen aufbauendcn, daB sie keinen
starrcn Charakter haben und sich im Laufe der Zcit h d e r u n g e n
gefallen lassen m k n . Dicse Notwendigkeit wird wieder am
zweckrnaBigEten im Rahmen des Normensammelwcrkes, ah einer
leicht ubersichtlichen Zcntralstelle, erfiillt. Die Annehmlichkeit,
dem Saminelwerk belicbigc, anderen Berufezwcigen angehorende
h'ormen nach Bedarf entnehmen zu konnen, ist von nicht zu unterschatzender Bcdeutung und wird besonders von dem nachempfunden
werden, der sich schon cinmal von Berufs wcgen der Normenforschung untrr den bishcrigen Verhaltnissen untenichen muBte.
Wclchcs Arbeitsgebict der angewandten Chemic im NormenausschuB dcr D.utschen Industrie harrt, sei in folgcndcr, speziell das
Gc bir t dcr analyti~ch~ri
Chcmir bctrcffenden Zusammenstellung
angcdrutct. die wir dcr Lie benswurdigkeit dcs Hc rrn Professor Dr.
T h. W i 1 h. F r e s e n i u s , Wiesbaden, verdankcn:
1. Wissenschaftliche Grundlagen: Atomgcwichte, Ma&, Gcwichts-, Temperatureinhcit.cn sowie Fest.tjetzungcn iibcr dic zur Messung zu bcnutzenden Instrumcnte und dcren Eichung. Zuliissige
Fc h k r p c I:zen .
Vc reinbarungen ubcr die Darstellung der Analysenergebnisse in
bezug auf Nomenklatur, Formclschreibung, Angabe der Dezimdstcllcn.
2. Allgemeine praktischc Vercinbarungcn: Prnbcnahmc; Form
dcr Auftragserteilung, der Erlrdigung, der Entschcidung hi Differcnzen, Schicdsanalyeen, Aufbcwahrung der analysierten Proben,
Vcrfiipng iibcr die Proben usw.
3. Sp zicll analytische Mcthoden: z. B. zur Analyse der einzelnen
Nahrungsmittcl, zur Priifung der Arzneiniitkl, fur zollamtliche
Untcrsuchungen, fur Diinge- und Futtermittc I, fur Zuckeruntersuchungcn, fur Metall- und Erzanalysen. fur Wasseranalywn usw.
4. ~urtcilungserundeatzc: z. B. Verordnungen und Vereinbarungcn iibr r Nahrungsmittc 1, GenuBmittc.1 und Gc brauchsgegenetande, iibcr Zolltarifpositioncn usw., sowicNormen fiir die speziellen
Erzcupnisee der einzclnen Industrir zweige.
5. Ckbiihrcn usw: Gcectze und Verordnungen iihr Sachverstiindipcngc biihren, Vereinbarungen von Verbandcn iiber den gleichen
Gepns tand.
Dt!r Vc rfasser fiigt noch einigc Anreyngen hinzu. die tcile seiner
eigenen Praxis, kils Vorschlagen von andercr &ite entrtammen:
0. Einhcitliche Warcnbezeichnungen, die besondcrs in der Chemie
zu wiinschcn iibrip laseen.
7. Vorschriftm ubc r Vcrwcndung der Elektrizitat in chemischen
Bctricben. Eine dankbare Aufgabe in Zusammenarbcit mit dem
Verband D. utscher Elektrotcchniker. Die einwirkung der ver~chiedcnenSiiuren auf Mamhinen, Motoren und Apparate forded
zu passenden Vorschrifkn geradezu heraus.
10
78
Wentzel: Ober die ausgebrauchte Gasreinigungmasme der Gasanstalten usw.
P
[
Zeitschrlft ftir
angewandte Chemie.
-
deutet werden kannte, und dies urn so mehr, ah die Verfasser
zum Teil zu den GroBabnehmern der meisten Gaswerke gehoren.
Da ist nun zunilchst unter ,,Allgemeines" gesagt: ,,Eine besondere
Vorbereitung der Massen fmdet nicht statt. Das Materialist bekanntlich in Rucksicht auf seinen Verwendungszweck bereits von sandigem
Charakter, was sich auch durch die Anwendung in den Reinigerkasten
nicht iindert."
Ich weiB nicht, in welchem Gaswerksbetrieb die Verfaswr diew
Oberzeugung erhalten haben. Bei der heutigen allgemein iiblichen
Betriebsweise der Reinigung, bei der eine Masse mitunter ein ganzes
Jahr im &ten liegt, ehe sie herauskommt, pflegt dieselbe alles
andere als einen sandigen Charakter zu bcsitzen. Die Betriebsleiter
wiirden sich sehr freuen, wenn diese Eigenschaft vorhanden ware.
Wieviel Lohne bei dem miihseligen Aufpicken, wieviel Material an
zerbrochenen Horden konnte gespart werden ! Nein, die Masse bedarf,
wenn sie aus dem Kasten kommt, einer griindlichen Aufbereitung,
da sie so ein Material darstellt, welches mit den in Laboratorien
gcmeinhin vorhandenen Zerkleinerungsapparaten, geschweige denn
mit einer Kaffeemiihle, nicht fiir die Untersuchung vorzubereiten
ist. I m hiesigen Gaswerk wird die Masse nach dem Ausbringen aue
dem Reiniger so weit zerkleinert, d a 5 die darin befindlichen Knollen
die Gro5e einer Faust nicht iibersteigen. Dann kommt die Masfit.
in den Wender und ist darauf zum Versand fcrtig.
Von jedem verladenen Wagen wird nun eine Durchschnittsprobe
von etwa 10-15 kg genommen. Dieselbe wird gestampft, durchgeschaufelt, im Quadrat ausgebreitet und durch Ziehen der Diagonalen und Entfernen je zweier gegeniiberliegender Dreiecke auf etwa
5 kg gebracht. Nun wird sie noch durch ein Sieb von 5 qmm Maschenweite getrieben, Zuriickbleibendes so weit zerkleinert, d a 5 es ebenfalls
hindurchgeht. Aus dieser Probe werden dann 3 Musterflaschen von
etwa 250 g Inhalt, die fiir die eigene Untersuchung, den Kiiufer und
die eventuelle Schiedsanalyse bestimmt sind, abgefullt und versiegelt.
Nachschrilt der Schriftleitang.
Was nun die Untersuchung dieser Proben selbst anlangt, so ist es
Bei der Griindungssitzung ist unser Verein durch Herrn Dircktor bei geniigender Sorgfalt absolut uberflussig, dieselben doppelt anzuF. R u s s i g vertreten worden.
setzen. Hingegen diirfte es sich dringend empfehlen, zur BeEtimmung
Wir haben darauf hingewiesen, daB unser Verein bereits in den der Feuchtigkeit eine erheblich gro5ere Menge, 100g. zu verwenden.
,,Berichten der Echtheitskommission" der Fachgruppe fiir Chemie Dieselben werden in der Porzellanschale im Wassertrockenschrank bei
der Farben und Textilindustrie ,,Normen" herauegegeben hat. Zur etwa 80" bis zum konstanten Gewicht getrocknet, wobei man die
weiteren Ausarbeitung von Normen hat sich der Vorstand bereit
M a w jedesmal nach dem Herausbringen aus dem Trockenschrank
erklart und deswegen bereits mit den Vorstanden der Fachgruppen 2 Stunden im Wagezimnier offen stehen la5t, ehe man sie zuriickwagtin Verbindung gesetzt. Die Vertretung des Vereins in dem NormenZur Bestimmung des Schwefels und des Blaues wird die getrockausschu5 hat der Vorsitzende, Herr Dr. D i e h 1 , iibernommen;
nete Masse fein zerrieben.
R.
in den Beirat ist Herr Dir. Dr. B o s c h entsendet worden.
Die Bestimmung des Rohschwefels nach der von den Verfassern
empfohlenen Methode mu5 wegen ihrer grofkn Ungenauigkeit und
Verschwendung an Schwefelkohlenstoff, ohne da5 dabei eine wesentOber die ausgebrauchte Gasreinigungsmasse der liche
Zeitersparnis zu erzielen ist, verworfen werden. Als vorziiglich
Gasanstalten und die Untersuchung dieses
in Genauigkeit und Schnelligkeit ist di3 allgemein bekannte Methode
der Extraktion nach D r e h s c h m i d t (J. f. Gasbel. 189!2, 269)
Materials.
anzusehen, welche auch noch den Vorteil hat, d a 5 sie in sich selbet
Von Dr. WENTZEL.
eine Kontrolle fur richtiges Arbeiten birgt, indem man namlich
Chemlker der stgdtiaehen Gaswcrke in Charlottenburg.
auch die im Goochtiegel extrahierte Masse wieder in den Trocken(Eingeg. 2a.12 1918.)
schrank
stellt und zuruckwagt. Bei richtiger Arbeitsweise wird einr
I n der Einleitung zu der unter diesem Titel gemachten Mitteilung')
Differcnz, die 0,2% ubcrsteigt, kaum vorkommen.
ist gesagt, es erschien den Verfassern, als hauptsachlich am Verkauf
Der Rohschwefel enthiilt immer etwas Teer, welcher auch durch
und Kauf Beteiligten wiinschenswert, die mannigfachen Untereine nachtragliche Waschung mit Ather, wie B e r t e 1 s m a n n
suchungsverfahren zu ersetzen durch eine Arbeitsweise, die billigen
I, S. 272), sich nicht entfernen
Anspruchen gerecht wird und andererseits auch ein schnelles Arbeiten vorschreibt (Leuchtgasindustrie
1tiBt.
Will
man
daher
den
Gehalt
an Reinschwefel feststellen, so
ermijglicht. Ferner ware in diesem Zusammenhang nicht der Ort,
auf das Fur und Wider der recht zcthlreichen Methoden einzugehen, bringt man den Kolbeninhalt der D r e h s c h m i d t schen Extraktion wieder in Losung und spiilt in eine Porzellanschale, aus der
auch nicht nachzupriifen, ob das hier genannte Untersuchungsverman
das Liisungsmittel auf dem Wasserbade verdunstet. Vom
fahren betrachtliche analytische Fehlerquellen enthalt. Es solle
Ruckstand oxydiert man 0,5g vonichtig in einem E r l e n m e y e r eber betont werden, da5 sich die zu erwahnenden UntersuchungsKolben mit aufgelegtem Uhrglas mittels rauchender Salpetersaure.
verfahren bewahrt haben und gerade deshalb Anerkennung und
Sobald kein ungeloster Schwefel mehr zu sehen ist, bringt man den
weitere Kenntnis verdienen, weil sie wohl geeignet seien, fiir die
Inhalt dea Kolbens in eine Porzellanschale und dampft zweimal mit
Berechnung des Wertes des genannten Abfallproduktes der Gaskonz. Salzsaure auf weuige ccm ein. Man nimmt rnit verdiinnter
industrie herangezogen zu werden
Salzeaure auf, filtriert von der Kieselsiiure und fallt wie ublich in
Worin die billigen Anspriiche bestehen, ist nicht gesagt. Auf
der Hitze mit Bariumchlorid.
Genauigkeit darf scheinbar nicht Anspruch gemacht aerden, da
Die Differenz zwischen beiden Bestimmungen zeigt die Hohe
sich die Verfasser in diescm Punkte besonders vor der Priifung
der im Rohschwefel enthsltenen Verunrcinigungen an, welche meiauf etwaige Fehlerquellen verwahren. Die Hauptsache scheint
stens 1,5% nicht zu ubersteigen pflegen. Ausnahmsweise erhielt
ihnen demnach die Schnelligkeit zu sein, mit der eine Unterich bei einer Masse, die besonders lange im Kasten gelegen hatte,
suchung des Materials gemacht werden kann.
aber nur dreimal gebraucht war, 2,6% Differenz.
Bei der gro5en Wichtigkeit, die die ausgebrauchte GasreinigungsDie Bestimmung des Berlinerblaues nach K n u b 1 a u c h endmasse und ihre Verwendung gerade in der jetzigen Zeit gewonnen
lich ist natiirlich einwandfrei. Da5 aber diese Bestimmung besonhat, halte ich es fiir eine Pflicht, im einzelnen auf die mitgeteilten
ders einfach und schnell auszufiihren sei,wird weniger leicht behauptet
Verfahren einzugehen, d a ein Schweigen als Einventindnis gewerden konnen. Schon allein die Extraktion des Blaues rnit Kalilauge nimmt 12-16 Stunden in Anspruch. Das Hineinbringen des
l ) Angew. Chem. 31, I, 45 [1918].
8. Normen fiir Zement bei Verwendung in der chemischen Industrie, als Erganzung der schon linger bestehenden Normen iiber
Zusammensetzung und Bruchfestigkeit dieses Stoffes
angeregt
vom Verein deutscher Chemiker.
9. Farbenbestimmung nach Prof. 0 s t w a 1 d s Vorschlagen als
Norm. I n Zusammenarbeit mit der Farberei, Textilindustrie und
verwandten Berufen, um den unziihligen Phantasienamen willkurlicher Herkunft zum mindesten im Geschaftsverkehr ein Ende zu
machen. Dem Kaufmann sollte es iiberlasscn bleiben, ob e r die
Phantasienamen als Anrciz fur das kaufende Publikum beibehiilt,
was allerdings zu erwarten ist.
Damit ist die Reihe der Arbeitcn natiirlich llingst nicht erschopft, eine weitere Aufiiihlung wiirde aber den zur Verfiigung
stehendcn Raum iiberschreiten.
Die vorliegenden Ausfiihrungen sollen nur bezwecken, der angewandten Chemie ihren Platz im Rahmen des Normenausschusses
der Deutschen Industrie anzudeuten.
Die ehemaligen, in den chemischen Berufen noch zahlreichen
Freunde der ,,Briicke" werden es mit Genugtuung begrukn, da5
der von Prof. 0 s t w a 1d gepragte Irnpcrativ: ,,Vergeude keine
Energie, sondern we& sie !" dem NormenausschuD zur Richtschnur
dient. Man kann geradezu behaupten, da5 der Normenausschu5
den Wiederaufbau der ,,Briickc" in die Wege leitet, allerdings mehr
auf praktisch angewandten, statt auf rein wissenschaftlichen Fundamenten. Die Griinde, die s. Zt. zum Zusammenbruch der ,,Brucke"
fiihrten, waren wohl nur darin zu suchen, dal) die g r o h Masse und
die gesamte deutsche Industrie im Gleichma5 der Friedensarbeit
nicht fiir die Notwendigkeit der g r o h n , in der ,,Brucke" gepflegten
Organisationsgedanken zu erwarmen war; erst die Not der heutigen
Zeit hat den Bodcn vorbereitet, der dem damals gestreuten &men
das Wachsen ermoglicht.
[A. 18.1
-
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