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Der Rckstand der Leidener Batterie als Prfungsmittel fr die Art der Entladung.

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ANNALEN
1862.
uvo.
4.
IIER PHYSTK UND CHEMIE.
B A N D CXV.
w i r d eine Leidner Batterie entladen, indein nian einen
1)raht mit den beiden Beleglingen derselben in Reriihrung
bringt, so verschwiiidet nach K o h I r a u s c h ' s Bezeichnung
die dispoiiible Ladung I ) . Hat inan darauf die Innenseite
der Batterie isolirt, so findet nian dieselbe nach einiger
Zeit wieder geladen, und diesen Theil der ursprunglich
vurhandenen Elektricitatsmenge hat inan den verborgeiien n
oder '> wiederauftretenden Ruckstand ') geiiaiint. Von dies e m sol1 indel's i n der Folge niclit die Kede segn, sontlerii
blofs voii dcinjenigen Ruckstande, den man gleich nach Entladring der Batterie dnrch eiiie Luftstrecke i n derselbeii vorfiudet. Nachzuweisen, in wie weit dieser ein wesentliches
Merkinal fur die Art der Eutladung darbietet, ist die Aufge b e n a ch fo I g en d er Bet ra ch t ung en.
S a v a ry z, war der erste, der durch seine Versucbe
uber Magnetisirniig voii Stahlnadeln zur Annahme alteroirender Stroine gefiihrt warde. Seine 11ur andeutungsweise
rniigetheilten Vorstellungen wurden iieuerdings von F e d d e r s e I I ' ) urid P a a 1 z o w ') nls richtig erwiesen.
Erslerer bediente sich des W h e a t s t o n e ' schen rolirenden Spiegels, letzterer der evacuirten G e i f s 1 er'schen
Rohr e .
1)
(1
XCI, S 61.
X, S. 100 bis 104.
CVIII, S . 197 Bd. CXII, S. 452 Bd. CXIII, S. 439.
CXII, S 567 und Brrl. Monstab~.r. 1861
33
Poggendorfl'r Anna1 Rd CXV.
I ) P o g g Ann. Bd.
2 ) P o g g . Ann. Bd.
3 ) P o g g Ann. R d .
4 ) P n g q . l n n Rd.
514
Tch hatte das Gluck, die letzterwhhnte Arbeit entstehen zu selien, iiidem rneiii verehrter Freund, Hr. D r . P a a l z o w , inir nicht alleiii die Gelegenheit darbot, alleii seiiien
Untersiichungeii beiznwohnen , sonderii iiiich selbst auch
zu Forscliuogeii auf demselberi Gebiete anregte. W i r haben geineinscbaftlich zahlreiche Beobachtiiiigen angestellt
uhcr dns l ~ i l e i ider Batterie iriit lndactioiiselektriritat, woriiber bei einer aiiderii Gelegeiibeit Mittheiluiigen gemacht
werden sollen.
Nachher habe icli dasselbe Kapitel allein z u untersuchcn uriternornrneii uiid entdechte dabei, als ich die Selbstentladung der Batterie diirch das Inductorium untersuchte,
das Vorkoinineri negativer Ruckstaude bei positiv geladener
Battcrie.
Dr. P a a l z o w , der schon fruher bei der Entladung
der Batterie negative Riicksthnde gesucht, aber iiur zweifclhaft gefunden hatte, gab inir deii Rath, bei der Ladung
der Batterie init der Elektrisirinaschiue den Schlielsungsbogeii ahnlich wie dcii des [ndurtoriums eiuzurichteii.
Da ich jetzt iiicht allein bei solcheiii, sondern auch bei
anders besctiaffeiiem Sclrlielssuiigsbogcn liaufig negative Riickstande fand, so benutzte ich dieselben, um Fragen iiber
die Eutladung der Batterie, mit dcreii Searbeitung Dr.
P a a l z o w zum Theil noch iiach anderii Methoden beschaf
tigt ist , niit bearitworten zu helfeii.
Eirier iioch uicht gedruchten Arbeit von Dr. R. v. L i p h a r t iiber die Magnetisiruiig voii Stahluadelii mufs irh iioch
erwlhiieii , die derselbe, gestiitzt auf die Merkinale der
Art der Entladuiig, wie sie Dr. P a a l z o w gegeben, auf
die Aafforderung des letztereii liiii uiiteriionman hat, aus
welcher ich bier niir das Resultat aufiihre, dafs cine sogenaiinte anomale Magtietisirung iiie bei eiiifachen Entladungen voskain.
Ueber den Ruckstaiid der Batterie liegen nur weiiig
Reobachtuugen vor. M. v a n M a r u i n I ) erwahnt, dals ein
1 ) ivl.
v. & I n I unt : 3,’~
r s t r V c r v o k der ProrJrreemingen, geduun
Teylcr’s E l e c t r i w e r - flfachinr H ~ i i i r l r r n 1787, p . 9.
met
515
Theil der Ladung zuruckbleibe, wenn eiii Stuck des Schliefsungsbogens geschinolzeu wird. Messcnde Versuclie sind
rneiues Wisseiis zuerst VOII K i c f s ’ ) angestellt worden, welcher fand, dafs der Ruckstand bei inetallischein Widerstand
kleiner is!, als weiin destillirtcs W a s s e r in deli Schliefsungsbogen eingeschaltet wird. Gauz dieselbeii Versuche wurden
neuerdings voii K i j k e ’) wiederholt. F e d d e r s e n 3, behauptete ferner, dafs der Ruckstand im Verhaltuifs zur urspriiuglichen Ladung bei sehr grofsein Widerstande mit
der Schlagweite zunehuie.
Ich habe in den nachfolgenden Versuchen das Galvaiiometer zuin Messen der Ruckstlnde angewandt, und war
dadurch iin Staiide, sehr genau deli W e r t h derselbeii zii
ermitteln. Icli will indefs vorher in Kurze die leiteiideii
theoretischen Begriffe iiber den Verlauf eiuer alteriiirenden
Entladung voraiischicken, an wclche die nothwendigen B e
zeichnungen angekniipft werdcn sollen.
H e 1 ni h o 1 t z 4, war der crste, der theoretisch die Both
wendigkeit einer solcheii Elektricitatsbewrgung aessprach.
Nachher haben T h o m s o n 5 , und allgeineiner K i r c h ti o f f ‘j)
die Aufgabe mathernatisch behandelt.
Betrarhtet man die auf der innern Seleguog w8lirend
dcr Entladung der Batterie vorhandene Elektricit~tsrnengeq
als eine Function der Zeit t, und sieht voii dein Vorgange
auf dem Schliefsungsbogen ab, so lafst sich, Uberrinstiinmcnd
mit den Resultatell der. beiden genanntrii Mathematiker, fur
eiue altcriiirciide Elitladung folgende Gleichung aiifstellen:
q
= Q.e-
ht
Snt
(cm - +
H
‘19-
2n
y),
sin --
w o Q die Ladong der Batterie‘ bci Begiiiii der Entladiing
zuc Zeit t = 0 ist. 8, die Dauer einer Alternation, uud h
1 ) Lelire von der Reibungselektriri~jtBd I 1 S. 576 634 646.
2 ) P o g g Ann. Bd. CXIII S. 327.
3) P o g g Ann Rd. CllI S. 82 f f
4 ) H e l m h o l t z , Die Erllaltung der Krrft. Berlin 1647 S. 44.
6 ) Philosoph Magazine, Juni 1853. .
6 ) Pogg. Ann. B d . 100 S. I93 und Ild. 102 S. 529.
33*
516
sind Zahlen, die irgeiidwie von den Constanteu des Schliefsungsbogeiis und der Batterie abhlngen magen. Jedesinal,
weiin t ciu Vieifaclres von
o
erreiclrt, ist
2 = n.
uic
gleichzeitigen Wertlie vou Q siiid alsdann ihrcni absoluteii
Werth nach Maxiina, nnd zwar posiliv oder iiegativ, jeiiachdeln t a gcrade oder uiigerade. Bezeicliiicii wir diesel.
beu mit Q, Q,, Q ,
QA, Q., so is1
...
Qn=(-I>..e-nhe.
wo also m
=- e Pig. a.
Q
gesctzt ist.
Q=m*.Q,
Beisteheiide Figur giebt
uiis ein Bild dieserEntladung, wo dic Zeit t
als Abcisse, uiid q als
Ordiaatc aufgetragen
ist.
l)er Theorie iiacli
ist n, die Auzahl voii
Alleruolioiieii , streng
gcnoinincii, utieudlicb.
L u Experiment is1
abcr stets eiiie Fun.
Qa kenstrecke im Schliefsuiigsbogea, wodutcli
dic Entladuug schon
n)w
Q
3.
wird.
friiher
dung inI)auuterbrocbeii
der
die ScblagEutla-
@!I
weitc iiberhaupt iinmer
unvollstiiudig ist, so kanii es keitieu lrrthuiii vcranlassea, wenn
ich solcbe Entladungeu, die bei einem dew Cocfficienten n
entspreclrenden Maximuiii eitier Alternation abbrcclien, 8 ~ ~ 0 1 6 stdndige cinfache oder alternirende Eiitladungeii nenne, im
Gegensatz zu solchen ~~unoollstundigen
M, wo die Entlitdung
in irgend eincr Phase zwischen zwei Maxiinalwertheii Q.-'
und Q. auf h6rt. Beispielsweise wiire einc vollstiiiidige einfacbe Entladung diejenige, die YOII der Zeit t = 0 bis f = 6,
gedaaert hat und \PO dcr Ittickstaid
Q bett%gt, eiue unvollstiiiidige zweifacbc einc solche, die iniierlialb der zweiteu
(I
-
51 7
4ltrrnation irgcnd\.co bei einem W e r t h von y zwisrhen Q ,
uud Q ? ahhrielrt.
Uie Dauer dcr Totalrnkladung ist danit allgeinern:
T -- ( n - 1) H fin,
wo H,, hei uii\ ollstAndiger Entladiing Liciner a l s 0 seyri,
iind dann fiir die ganze leizte Alternation die obigr Gleichung fiir y nicbt inrlir gelten l ~ a n n .
Ich werdr n i i n wigen, dafs die 1Riichsi;indc einen %on
der Schlagweite rind dem Widerstandc ahhatigigen pel iodisclien Gang befolgen, tler sichere Schliisse auf den Vcrlauf der Entl~~dnrigen
gestattet, dafs ferrier, weiin wahreiid
derselbrii die Ladtirig der Ihtterie eirien Mauiinaiwerth rrreirht hat. eiiie bestimmte llichtigkeit d e s e l b e n nothw~eiidig
ist, damit die Elehtricitat i n ciner der vorhergtbenden Kewegurrg entgegeiigosetztetr Rtchtung die hweits vorgehildetc
Fonkeiistreche durchhrcche. I)ie Anzahl von Altrrnatiourn n
wird sirh als abh:tngig erweisen vorit Wideistande dcr Batferieob~if1;icheuiitl der Beschaifeirheit d w Fiinkenstrec1.e.
uiid sch l i ~ f s l ~werde
~h
ich versnchrn den Coelficientrn m,
oder das Ve~haltnifsder wahretid der Entladang aufeinancler
folgenden ;\4axima der 1,adiingen eutgepngesetzten Zeichenc
fiir bestirninte Widerst glide zii bestiinmen.
Das einfache Sclirina d r r
Pig. b.
nachfolgenden Vcrsurhe sicht
itian i n iiebenstehender Figur.
Hier bedeutct S den Haiiptschliefsiingsbogen, in wclchem
h i J die zu prufenden W i d e r s ~ a n d e eingeschaltet wurden,
F das Fanken~iiikrometer,tlrssen Elektroden Kugelii VOII
20,Omm
Durchmesser w a r m und
auf B: I i n i e genau eingestellt
werdeii konnten. 'I11 den Tabellen sind die Linien auf Millimeter reducirt worden, damit
die Zahlea init dein spater an-
+
518
gewaadteii Mikrometer, das in Millimeter getheilt war, besser
verglichen werden kounten.
Die Batterie bestand aus acht roin Mechanicus Herrn
S a u e r w a l d gearbeiteten Flasrheii von 0 , 2 5 0 Meter Belegung, die durch dicke Kupferstangen rnit einal~derverbundeli waren. I)a die Zusaniineristellriiig rnehrerer Flaschen
stets in derselbcn Art geschah, so gebe ich die Caparltlit
derselben sninmnrisch a n :
Flaschenzahl
Cnparitit
I
2
4
1,oo
2,11
449
8
8,03
An der aufseren Relcgung war die Erdleitung E , ein
I(upferdraht, der zu den Gasriihren des Hauses fiihrte, an
Pig c
gebracht. In einem zweiteii
Schliefsungsbogen v7ar ein Eritladrxngs- oder Fallapparat, ahnlich wie ihn R i e f s ) beschrieben hat und ein Galvanometer
bei T eingeschaltet Der Entladringsapparat ist in nebenstehender Figur besoridcrs nbgebildet. Senkrecht zur Bewewegungsebene des Fallarins A
hat Dr. v. L i p h a r t eineii Galgen aus Glasstaben nufsetzen
lassei), der in der Mitte eine
Met a I1I,rige I K 111it Be fest igun gs schraobek triigt. Eine init eiiier
Hulse unigebeiie Feder f druckt den A r m A gegen K . Ein
Draht verbindet den Conductor C (Fig. a ) der Elektrisirmaschine inittelst der Schraube k init &in Fallarm, ein anderer
kurzer Draht wurde am Kiiopf der Batterie und der Kleinm1 ) Lelne von der LIcibungselektriLitjt. I., § 365, sietie aucti v. M a r u m .
Tweedr Y ~ r v o l gder Proefneeniirigtn, gedann rnet T r j l e r ' s ELmlrizeer -Mczchtne. 1793 S . 20'3 bis 205 und 'I'af. V
519
scbraube 1 befestigt. So wird die Batterie diircli den Fallarm selbst geladen. Sobald die Entladuiig durcli die F u n keiistrecke F 1111 Hauptscblief~ui~gsbogeiigehiirt wordeii,
wurde inittelst der Schnrir s (Fig. c) der Arm A gesenkt,
hierrnit der Coiiductor ausgeschlossen, uiid die Elektricitatsmeuge des Riiclistandes durch den Ausschlag am Galvanometer G gcmesseii. Letzteres verdanke ich der Giite des
Hrii. Dr. Pa a 1 z o w. Zwei Drahtspiralen, roil je 8,6 Meter
Lange aus gut isolirtem, lU1"',3
dicliein Telegraphcndraht, in
je 86 Wiiiduiigeii gewickelt, uingeben deli kupferiieii Dlnipfer voii 5fPU Uiircliinesscr, iiinerhalb welches ein riiagiietischer Stahlspiegel an einein Coconfaden hangt. Mittelst
Feriirobr uiid Scale, die iii eiiier Eiitfernuiig von 2,s Meter
vom Spiegel eutferiit standen, wurdeii die Ableiikungcn des
letztereii gemessen, so da€s I"'" der Scale eirier W i n k e l bewegung des Spiegels 17011 44 Bogeiisekunden entsprach.
Die AufsteIIuiig dieser Apparate blieb in d e r ganzeri Reihe
der nachfolgciideii Uiitersuchuiigeii unvera~idert. D e r Ausschlag des Galvaiiometers ist iiach W e b e r I ) :
wo i d t die in der Zeit d t durch eiiien Querschnitt des
SchlieCsuiigsbogeiis fliefseiide Elektricitatsirienge ist. Mithiii
wird, welche Fuuction der Zeit i aiich seyn mag, die Ablenkung
s
r
A=
-a
0
idt
T
= - af g d t
=n(Q
-a
0
weiin R der Ruckstand der Batterie zur Zeit T ist. A, Q
und R solleii stets auf dieselbe Einheit bezogen werden,
iiamlich auf diejenige Elektricitatsmenge, die dein Magiiet1)
Elektrodynarnische Maafsbestiiurnungen
1846 S. (78) 286,
und
R i ers,
Lehre von der Keibungselektricitat Bd. I $. 501 bis 526. Die crsten
Versuche uber die Ableokung der Magneioadel d u d Keibungselektricitlt
ruhren von C o l l a d o n ( P o g g . Ann, Bd. 8 S. 3 3 6 ) und F a r a d a y
(Pogg. Ann. Bd.29 S.284). her.
320
spiegel eiiie A bleiikung voii eiiiem Millimeter der Scale
ertheilt; d a m ist A = Q - R.
Aus einer eiiizeiiien Kiickstand~beobarhtuug lafsst sirh
iiur sclten die Art der Eiitladuiig beurttirilen: deshnlb Inufsie
st e Is b ei eiu ein best ii n n i ten W i d e r st R ii d e eiii e ga n ze Versurhsrrihe init allinalilich ver;iiidrrter Schlagwnite angestellt
weiden. Lch will init den Beohaclitringeii bt.giiiiien, die
die sirhersten Srhliiese gestatten wid demgeinafs zuerst spiralforinige inctnllische, dniiri gwadlioige Drahte uod zuletzt fliissige W iderstatide iin Sclilief~[ingsbo,rreribeti achten.
Scblir~f~lirb
w.hr d e ich iiachweiscti, dafs inan tnit Hulfe des
Galraiioineters uiiter allen IJii~slanden die Ladung der Britterie geiiau erinittelii k a n i i .
1
M c t n I 1 isclt e \Vi d e r s t i n d e
A
\[Jil"lCIl.
lo den iiachfolgeiid zi~sairriiiriigestellteii Versiichsreihen,
die a11 veischiedciim Tageii angestellt miii deir , findet mail
die Dimensionen der W i d e r s t a i d e T erzeichnet.
( H i e r folgt d i e
'I
nbelle )
Zur Scite 520.
RSielistiude der Batteiie in ihrer Abblugiglieit
- -
TO^
dem Widerstrude, der Sehlagweite uud der llatterieobei4XiSehe.
1.
D.
=60000 Meter
Widerstand
Sclilngweiic
1(1111.
I1
I,
c
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4 FI.
2 121.
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2.
tioprctdralit, 0mu;L dirk nbit EirciileIti.
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M.5
+3
+3.9
.
0
RUeksuonile der Babrie in firer Abhtlngigkeit von dem Widerstande, der I SeBlagweite und der Batterieoberfliiche.
4.
D.
Widerstand
e
:3100
5.
Meter, Omm,2dick.
Wideratand
=c
6.
-
1500 Meter, Omm,2dick.
Scblagweit
b
2 FI.
a
Mm.
4 FI.
0,03
0,06
0909
0,18
0,27
0,36
446
0,64
0.63
0,72
0,81
0390
0.99
1,08
1,17
19%
1.63
1,71
1,89
2.07
2,25
2,47
2,70
2992
3,lS
3,37
3,60
3,82
4,05
4,27
4,SO
4,95
6,40
6,30
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2,5 +1,7 +2 11
1 +4
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2 +2,5 +2
3.8 +3
4 +5
6,5 +5,5
1 +1,6
111
1,s -2,2 -3
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- 1
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446
- 2
- 4 -2,5
- 2,s +1
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1,s +I$
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+
+
+
+
-
+
+b
+7
-l-3
+5,6
ti
f 8
+I0 +I
1 +5
2,s
+ 6
V
+
+
+lo
+ 0,s
+ 4
+ 4
+8
0
+0,5 +0,5
0 -1
+1,5 +2
4 FI.
I1
+3 +2,5
+2
+3 +2,5
+3
+1
+4
+1,s +0,5 +I I1
0
#,4
-0,5
0
+I
-0,3
+1,0
+3,5
+5
+6
-2,5
+5
+5,6
-0.5
-1,5
-1
+I
+I
+0,5 *,I
-096 -2,3
-1
-0.3
+I
+1,7
+2,3 + I S
+5
+4
-1.3 -0,3
-1
-1
-1
-1
-0,5 +1,5
+1,5 +2,5
+2
+2
+3 +3,5
+4+3
+2
+4
+4,5
+6
+5
+I
+1
+2
IV
-0.1
V
VI
+0
+4
+6
+6
0
+0,6
v1I
IV
+3
VllI
0
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+ 0,s +l,5
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1,3 +2,5
2 +2,5
0
++
0
V
+ 0,5
- 14
- 0,'i
- 1,O
VI
+I
+3
+3
VII
Vlll
0
I1
111
1V
V
0,9
-l,5
+o,'L
0
VI
+3,5
+10,3 +0,6
+ 1,4 +1,7
0
+ 2,3
+3
VII
+7,5 +7,5
Vlll
+O,O
+O,i
-1,5
-1.0
-l,5
-0,2
0
-6,l
0
+5,3 +l,O
+1,5
+? +0,5
+3,1
-0,7
-0,4
+0,3
fJ
+0,l
0
+6
+6
0
-1,5
-0,5
+3
+4
+2,6 -018
+2,2 -0Q
+3,2 +210
+J,8 -1,8
+ 4 , 5 -1,4
+4
-1,6
+5,0 -1.7
+5,6 +46
+4,8 -@6
+4
-2
+1,5 +0,5
+4
+5
+6,5
+7,5
+5,6
8 FI.
-0,2
+ 2,s +2
111
+0,4 -0,3
+1,4 -0,2
+2,0 +1,0
+2,0 -0,l
+all -0,2
f 2 . 5 -0,8
+2,i +2,6
+2,6
0
+2,8 -0,l
+3 +2,5
+2,6 +0,1
+3,1 +2,9
+3,0
+3,2
+4
+2,2
+2,7
+2,7
+3
+4
IX
+5
d
1 FI.
e
2 FI.
-0,2
-0,8
0
-0.2
-0,2
-0,4
0
+2
0
+3
+3,5
0
+I
+I
+5
4.6
+4,8 +I
419 +5
+I
+1
+1
+2,0 +2,0
+4
+5
+ 4
+8
+4
+6
+2
II
+4,5
+,s
0
- 0,3
=32 Meter, 1mm,3 dick.
b
4 FI.
a
+ 0,s + 0 , 3
+5
-0,5
+2,S
VII?
VIII?
+4,5
0
+1,6
0
b
2 FI.
a
+0,6
-0,6
0
+I
+4
Widmtrnd
+ 3 +4
+ 1.5 +2,5
+ 2,5
+2,8
+5,3 +2
IX?
+5
+2,3
+2
+ 2
+ 2
+5
+2
+ 1,s
+6
+4
+ I
+4
#,6
+4
+ I
+ 3
3.6
+0,1
X?
+
X?
+2,2
+2
+2
.
Die Ruckstlnde befolgen, wie inaii sieht, eiiieii eigctithurnlichen periodischen Gang. Sic begitincii bci der kleiiisten Schlngweite init positivcn Wertheii, welclie allnialrlicli
kleiner werdcii, d w r h 0 Iiitidttrchgehend das negative Zcicheii aniiehineii, und iiachdein sie eiii Maxiiriutn erreiclit,
init eiuem pliitzlichen S p r u n g dns Zeicheu wechseln, datiii
wiederuni his zii eirtrtn R l a x i i i i r i i n ansteigen , wonach eiite
dritte Periode iiiit rirgativcii Ruckstanden begiiint 11. s. f.,
bis bei klcinercu V'itler-~t~iudcttdrr Chug utidcntlirh wircl
utid die M a x i m , nach welchcn stcts der Eintritt einer neuen
Periode init riiier r~jinischenZiffer bezeiclinet wurde, nicht
111e Ii r in i t Sicli e I 11ei t u it t e r s c 11 i ed c 11 w er de i i k 6 I) t i en.
Legen wir die in der Eirilcitung \orgc~braclite Auschariuug fur den Verlauf I ) einer alternirrnderi Entladung
ti~iserer Retrachtung mi Grunde, so I&Tst sich sehr einfach
aer &isatninetihang dieser &wbacht(ingen e r k e n n e ~ ~ .
Bleiben wir zuti~ctist bei tler ersten Periode der Coluiiine I slehen, so hewciscn 111)s die vc~rl~altrrif~inBfsig
grofscii negativeii Ruck~t;inde (Id's die Eiitladungcn bei denr
ersteii, oder dem dritten, oder allgeinein in tlrr Nahe eities
ungeraden Jlaxitnuins yon q rthgc~ht~ocfiensind. So lange
dcr Gang der Rucksttinde s t e t i g verlauft, wie wir es innerhalh einer Periode schen, andert sich aiich nicht die Anaahl von Alternationen; bei dein ylo~zliclieu Sprung dagegen hat die negatire Ladiing, die bisher iu der Flasche geblieben war, jetzt bei der vergrofserten Schlagweite cine
entsprechcnd hiihere Dirhtigkeit errciclit , so d a k eine Rewegung der Elektricitat in der vorhergeheoden entgegengesetzteu Richiung, d. h. eiae neve Alternation beginnen
hann. Es wurde milhiti eiuer geradeti riitnisc.hen %ah1 der
Beg i n ii ein er ge r ad en ,4 iiza h 1 vo II A I t e r ti at io 11 e 11 c nt s pr ech eu
Vergleicht inan die in irgend einer Verticalcoluniiie
~
.
1 ) "ndi drr pliysikalisdicn Hyprdiese von einrm e i n z i p n elektrisc lirn
Fluidnrn i s t
PS
leichlrr, sic11 d e n Vorgang zii versinolictien.
Es
hinkt
die Ralterie tie; drr rrstrn Alternation nm Q1 nntvr d i t j c n i g v Elrktricitiitsmenge Iierab , (lie Clem ncntr;tlrn Ziistnnde mtnpriclit.- Bei drr
7.wci1t.n
ell-iirnt
Ql
-/- Q 1 wir*(ler
~ I (lie
I
R n t t c r i e ziiriick
11.
s
W.
522
(z. R. 1 a, b, c) bei verschiedener Oberflache gewonnenen
Maxima mit einander, so uberzeugt inan sich bald, dafs die
Dichtiglieit stets dieselbe, (in 1. a =
17
8
in 1. b = -.
2’
in
c = -).
Verfolgen wir die Kiickstiinde der zweiten Pel
riode, so steigt die Dichtigkeit derselben rasch an, das
Maximum ist weit griifser, als bei dcr ersten Periode, aber
die Dichtigkeit wiederuin bei allen Oberfliichen dieselbe :
4
48. 24. 11
19 9
4
_
_ - oder i n Col. 2: T
; y;i
. Daraus schliefse ich,
4’ 2 ’ I
dais zur Ruckwartsbewegung der Elektricitat in einer der
vorhergehenden entgegengesetaten Richtung eine bestimmte,
von der Lange der bereits durchbrochenen Funkenstrecke
abhangige Dichtigkeit gehort.
Dasselbe Resultat ergiebt sich auch schon aus der Thatsache, dafs es inoglich ist, eine Leidener Batterie mit lnductionselebtricit~t bleibend zu laden, und die Elektricitat
nicht durcti die, durch den Inductionsfunken vorgebildete
Funkenstrecke hindurch ins Inductorinin zuriickfliekt. Die€s
geschieht allerdings, aber nur bei einer bestilnniten von der
Schlagweite abhangigen Dichtigkeit, wie ich an einem andern Orte zeigen werde.
Allein nicht blofs die Lange, sondern aucb die Beschaffenheit der Funkenstrecke, d. h. die Art ihrer Modification
ist von Einflufs. Nur so iet es verstandlich, weshalb die
dritte Periode in Colurnne 2 bei einer Dichtigkeit
beginnen kann, wo in Colulnne 1 der Ruckstand
(Dichtigkeit
(y)
+ 45
2) bei derselben Schlagweite noch in der Bat4’
terie zurkkbleibt.
Gehen wir weiter zu den tibrigen Versuchsreihei) uber,
so erkennen wir bald, dafs es iioch eine zweite Ursache
€ur deli friiheren Eintritt der Perioden giebt.
Ich werde roraussetzen, dafs wir von der Schlagweite
0 bis 11 in allen Coluinnen einfache Entladungen haben,
(der Beweis k a n n erst spater gegeben werden) so haben
523
wir nacli deni vorliin arigefiilirtcii von I1 his 111 zweifache,
III bis IV dreifache Entladungen u. s. w.
Mail beinerkt nrin sogleich, dafs die zweite Pcriode
iiicht alleiii rim so friiher beginnt , je hleiner der Widerstand, sonderti dafs alsdann auch die Aiizalil r o n .4lteriiationen mit der Schlagweite schneller zriniinmt , so dnfs wir
z. B. bei derselben Schlagweite 1,7 1 einmal cine zweifache
(Columne 2 b), danii cine dreifache (C~olmiine3 a ) , ferner
cine vierfadie (Columne 4 b ) , uiid schliefslich cine scchsfaclie Entladung haben (Colunine 5 b). Bei den drei Ictzten hat nun der Ruckstand denselbeti Wl'crtli 3,5, folglicli
i d s , je kleiiier der Widerstand, riin so griifser der Co6fficient m scyn, der das VerhGltnifs der w8hrciid der Entladling arrfeiriander folgcndcii Rlnxiina der I,adring entgegengesetzten Zeicheii angiebt.
Giebt man dieses zu, so wird also, wenigstciis iiinerhalb G r ~ n z e n ,i n denen die vorliegenden Versuche aiigestellt siiid, die Anzahl voii Altern;itionen boi ein rind derselbeii Schlagweite rim so grofser seyn, je kleiiier der W i derstand ist, ersteiis weil der Coefficient m griifscr ist, rind
zweiteiis weil eiiie lielie Alternation bei gcringerer Dichfigkeit begiiinen kann, da die Funkenstrcckc durcli die hcftigere Entladung starker erwarint wird, und vielleiclit auch
wegen der geringeren Dauer der Etitladung wcviigcr Zeit
zur Abkiihluiig hat.
Daraus ergiebt sich danu voii selhst, weslinlh die Ruckstaude im Allgemeiiieii urn so liohere Wertlic crreichen,
je gr8fser der Widerstand, uiid woriii die Iiiconstaiizen
ihreii Grrind haben, die wir vielfach an der Grlozsclilagweite zwischeii zwei Perioden sehen. (Schlagweite D =4,05
und 4,27 i n 1 b iriid 2 a ; D -1 0 , 4 7 in 2 b uud D = 0,54 in
4 b). Das Maximum i i ~ i i i ~ l i c hh, r i welclieiii die eiiie Eritlndung
abbrach, liaiin eiii zweites Mal, wcil die Ladung der Batterie auch bei unveranderter Sclilagweite iiie ganz constaiit
ist, eiri w e n i ; ~griifser s e p , so tlafs cine neue A1te1.nR !*1011
beginneii katiu uiid in Folge desseli der beobaclitete Riickstarid bedcutend YOIII ersten abweichen, urid i n der Regel
voii
924
sogrtr d,ts entgegcirgesctzte Zeichen haberi wrrd Brispiele
der Art S P ~ P I Iwir i n C:olumne 6 bei 32 Meter Widerstaiicl
fast bei nllcii Sclilagweitcn. Es wurde in dieser Versurlrs
ieihe tnnner zuerst dcr griil'seic, d a n n der hleinet e , h a d i g
negative Riickstand tiotirt, der dann r i n t ~ rE i ~ ~ l a d uent
n~
sprictrt, die einr Alternation tnehr hatte. Die Periodcn h i i r d
der 4 1t zusatntiicn~rruckt, daCs krtne (';r:iozpunkte zwischrn
denselben angegeben werdcn I\iiniien, nnd die Aiizahl 1 on
~\lteriratiooci~lakt sic11 hier nicht tiii~hr etinitteln
Der fiestimtnunq von m fiir einen hwtimintcn Wider
slatid stehen i n tlirser Form d r r Vrrsurhe vielrrlei Hintlcrnisse tin W c p . Es Ial'st sic11 ii:irnlicli erstens nieinals sicher
bestiininen, ob dcr beobachtete Riickstand einer vollst;indigeo Elitladung e i i t ~ p t i c h ~in, dcm Sinne cles Wortes, wtr
es oben definirt wtirde. Die einfarlren Entladungen init positivetn Riickstande Find jeclerrfalls unvollst$ndig, feroer dicjenigen, wo cine neue Alternation soeben begiiint, wie gleiclifalls ails dein absolritc,n W e r t h drs Kiir.k\tandes hervorgrht,
(Beispiele Colrnntie 2 a 111, 1 a iind b 11); tiiisicher blriljt
es a b e r , wann die ollstiindige Entladitng eintritt. Resser
ware rn hei hleinercu Widrrstanden a n n ~ h e r n dzu bestiiiim e n , wo inan mehrere Altrrnationen hat und in der Crleichung R = rn', Q, die bekannlr~n W e i t h e , fiir R, n nnd Q
eioznsetzen hatte. Q llifst sich ermittelu, wenn tnan die Ableukung A i m F~aiiptsrhlieCsnngsbo~et~
mifsl, da slets Q=A+R
ist (s. s. 519).
So habe ich versrirht, ails den Kuchst$nden bei drr
Schlagweite 1,71, urid der derselbeir entsprechenden Ladung,
die = 29 beobachtet wurde, folgende Wtrthe zn berechnen.
+
Fur den Widerstand
der Colnm n e
2
3
J
5
Wir erlralteu
SO
'vr.
~ i a c11
dcr Gleirhung
-0,41
5,0 = m') . 29
-0,19
3 , 5 = m i .29
- q.59
3,.5 - mr . 29
2 5 = m" . 2 9
-O,(iS
ein deotlichm Rild votn Verlaiif der
525
Entladuugen, obgleich diese Bestiniinurig von rn iiicht zuvcrkissig ist, auch weiin wirklich die Abnahme der Maxima
i n ciiiein geometrischeii Verli~ltnifsstattfindeii sollte. Eiiie
iiacli dicseii Wcrtheu berechnete Riicksiandsreihe stimmt
allerdirigs zieinlicli gut mit den1 Gange der Beobachtungen ;
allein je kleiner die Schlagweite, uin so grofscr sind die
Abweichuiigeu , rind zwar sind die bereclineten W e r t h e
stets zii grofs. E s ware deiikbar, dafs die Funkenstrecke
bei jcdcr einzelnen Alteriiatioii eineii die ElektricitBtsbewegung heinmendeii EinfliiCs. ausubt, so dafs die M a x i m um
SO mehr von deiii berechneten W e r t h e abweichen, je gcriogcr die Dichtigkeit der Laduiig beiin Reginii der Alternatioii ist. Bur so werden einfache Entladungen mit positiven Ruckstanden begreiflicli bei solclicii VC-iderstanden
wie sie hicr nngemandt siod. Ich mufs indefs auf cinen andern Ucbelstand aufinerksam maclien, der fiir sicli allein
schon zuiii Theil die angedeuteteii Abweichuiigen erkfart.
Vergleicht mail n:inrlicli die einzelnen Perioden einer
Versuchsreihe unter einaiitier, so sielit man, dafs die positiveii Maxiiiia iiiit der Schlagweite gr-ofsere W e r t h e e i Iialteii, w;ihrend die iiegativeii zuriickbleiben, oft sogar biofs
ein Miiiiinum positivcn ~ e i c h i i i serreicht mird ( 3 b VI uiid
5 a b X j , so dafs es uberhaupt fraglich w i r d , o b mit diescm Wendepuiikt wirklicli eiiie neue hlteriiatioir auftritt.
Mir scheiirt es indefs, als iiiufstcn diese positiven Ruckstande
doch als negative angesehen werden, die aber iliiwn eigentliclieii W e s e n nach durch verschiedeiie Ursachen verdeckt
ersctieiiien. Die Batterie is( crstens gleich iiacli der Entladung iioch mit dcni Coilductor der Elehtrisiriuaschiiie i n
Verbinduug, woclurch eiri Theil dcs hypothetisch iiegati: e n
Riickstandcs sich neutralisirt riach der stark positiv elektrischen Sclieibe der Maschine hiu; weshalb auch die oben
beschriebeiie Einrichtung des Entladr~ogsapparRts zur m o g lichsteii Vermiiideruiig des Fehlers mir wichtig sclieint.
Zweitens ist dcr in der ersten Zeit iiach der Eiitladu~ig
wiederauftreteiide Kuckstand nicht uiibedeuteiid u ~ stets
d
posiliv. Diittens eridlict~ ist in der geladenen BaitcriP ein
81
(t
526
Ueberschufs an freier positiver Elektricitzt vorhanden, von
dem aus die Ruckstandswerthe gercchnet werden mursten.
Der Gang der Entladung wird dadurch sonst nicht gestort I ) ,
da wiihrend derselben nur die Uifferenz der Dichtigkeiten
auf den beidcn Kugeln des Funkenmessers in Betracht
lromiiit, shnlich wie der galvanische Stroin derselbe bleibt,
w e m den] ganzen System freie Elektricitzt initgetheilt ist,
oder was dasselbe ware, der Schliefsungshogen irgendwo
ableitend beruhrt wird.
Daraus folgt, dafs sainmtlicbe Ruckstandswerthe um eine
der Schlagweite nahezu proportioiiale Grorse vermindert
werden miifsten, wenti inaii die in Rechnung zu bringendeli Maxima der Alternationen kennen wollte, ein Versucb,
deli ich noch nicht gemacht, weil ich glaube, dafs er einer
speciellen Uiitersuchung bedurfte.
Um die Ladung der Batterie Q bestimirien zu konnen,
liefs ich mir von dein Hrn. Mechanikus S a u e r w a l d ein
zweites Galvanometer construiren, welches genau dieselben
Diinensionen hat, wie das fruher beschriebene. Nachdem
ich die beiden liistrumente in ein uiid denselben Schliefsungsbogen eingeschaltrt hatte, wurdeii die Ablenkungen
gleichzeitig voii zwei Beobarlitcrn abgelesen. Diircli eine
geringe Verschtebung der einen Spirale dcs neiieii Galvanometers gelang es, eine solche Einstellung zu treffen, dafs
die Ausschlage beider Apparate gleich wurden, und sich
dann bei jedweder Schlagweite gleicli blieben. Dann wurde
das altere in den fIauptsctiliersniigsbogen S (Fig. b ) , das
iieue in die Nebenschliefsung, die den Fallapparat enthielt,
eingeschaltet.
Ich fiihre hier nur eine Versuchsreihe an, die mit dem
Widerstaiide VOII 60000 Meter Kupferdraht angestellt wurde.
1 ) P o g g . Ann. Bd. C, S. 209.
A = Ablenkung des Galvanometers im Hauptschliefssungshogen ;
R = Ablenkung diircli den Hiicksfand; Q berecliuel = A + R .
Widerstand GO000 Rleter, Kupl'erdrelli, O"l'n,2 diLk.
4.
Oberfllrlre.
9.
Schlagweite.
€2
Q
A
+ 2
+5
+ 2
2
3
Wlm.
o,o3
0,06
,,
o,o9
0,18
)>
0,27
,)
>
0,36
,,
0,45
0,54
+3
3,s
+3
6
ti
8,5
8
8
15
I5,2
1ti,0
22
20,5
21,s
22,5
24
25
23
33
33
34
37
31
30
0,63
0,81
1,17
34,5
4 :3
34,5
37
45
36
42
42,5
1,53
48
48
1,89
52
53
58
58
67
68
74
75
2,25
2,TO
3,15
2.
+ 1,s
+ 2
+ 2
2,3
v,9
1,2
1,3
- 1,2
- 1,s
- 2,o
- 3,5
- 3,0
- 3,1
- 4,1
-- 5,2
- 5,0
- 4,O
- 6,9
+
+
+
+
- 6,5
- 8,2
-7
+ l,5
+ 2,o
+ 2,s
-8
1- 3,O
+ 2
-9
+3
+ 4,s
+ 5,5
+ i,o
+ 7,5
+ 6,Z
+
5,s
+ 8,7
+ 9,0
+12
+13
+14
+13
5
5
8
8,3
934
932
9,3
13.8
13,9
14,o
18,5
1i,A
18,4
I8,4
18,8
20,0
26,l
26,s
334
490
4,o
6,5
G,T
7,O
+l I
10
11,5
922
12,3
14,8
13
I5,R
13,5
25,s
14
30,o
32,s
3 2 ,O
37
35
37,5
39
36
39
46,5
48,O
55
55,5
58,2
58,5
66,7
67,O
59
81
88
I5
li
14
16
15
19,5
19,l
23
23
24
245
27
27
34
31
45
88
46
19,o
15,5
16
H
+ 0,9
+ O,H
+ 0,4
+ 1,2
+ 0,5
+ 0,s
0
- 0,2
-
-
-
0,3
1,s
l,o
- 2,0
- 0,5
- 2,2
- 3,O
- 2,5
-- 0,9
0
- l,o
0,l
- 4,5
2,0
3,0
2,o
2,s
3,7
+
+
+
+
+
+
Q
+2,9
2,5
3,4
4 3
4,e1
435
G,5
6,5
6,1
9,5
9,p
993
857
10,1
11,8
10,5
14,6
13,5
13,0
],+,I
12.5
1(i,O
19,0
17
18
19,7
+ 5
24,5
23,5
+ 5
28
28,5
29,5
30,5
34,5
33,5
40,5
39
45
46,5
+ 4,5
+ 5,5
+ 5,5
+16,0
+
i,5
+ 6,5
+
G,8
+ 7,0
0
+ O,5
523
Obrrflbche.
4.
___
A
2.
R
o
Q
3.60
52
4,05
53
.
9i
- 1,2
4,511
58
65
- 2,0
57,6
56,s
63,O
4,95
50
69
72
- 2,s
- 3,0
- 3,5
67.2
G6,O
68,s
5,40
6,30
78
90
- 3,5
74,.5
86,O
4,it
- 1,o
- 1,4
- 4,0
52
52
Der Eiiitdt der Periodeu gcscliieht bei derselbeii Schlagweite, mie i n Coluiiirie 2 der friiheran Versuclisreihe. Das
ails A und R berccbiiete Q vedauft sietig, wiihrerid A an
den GIa LI zsc tiln gw e i t en e i ii c ti ga n z ei geii t hii 1111i ch en Gang
befolgt, beiiii Ihginn der zwriteti Periode ab - wahrend Q
wie gehiirig zu niiiiiiit. L)urcli die zwcite Alternatioii ist dein
Spiegel ein neuer Iinprrls i i i ~ntgegciigesetzterRichtung erthcilt wordcii. Aus dcuiselbeo Gruiide iiiinint bei Sclrlagweite I3 = 1,YS die Ableiikuiig A uin iiielir als 20 Sealentlicile zii, wahrend die Laduiig langsain anw8chsi. Spater
werde icli zeigeii, dal's iiiiler alleti Unistanden diese Res tiinin 11 11 g d e I' La dun g b ci j ed ein Scb I i e fsu n gs b oge ii iii iigl i ch.
Lelirrcichc Beispiele, die wir der inconetatiten Laclung verdaiiken, sielit iiinn u;iineiitlich bei dein Iliiitritt der zweiteu
Periodc, wo stcts tier schw$chcren Laduiig eine eiiifache
Eritladuug init n e g a h e i n Ruckstatid eiitspiicht. Aus allen
KPobachtuugeu ain Endc der zweitcii Pcriode ( D = 3,15
bis 4,72), \YO wir am eliesieii rechneti diirfeu, das Maxim i m der zweiten Alteriiatioii zu beobachten, ergiebt sicli
Der Gaiig der Periodru ware offcnbar ein aiiderer gewesen, weiiii eiitweder die Glasdiche, oder die isolireride
S29
Substanz der nattrrieflascheri ver8ndei.t worden w;ire. Auf
diese Versuche war ich iiidefs nicht cingerichtet und beschrankte mich auf eine aiidere Art, die Dichtigkeit der
Elektricitat bei gleich laiiger Luftstrecke zu vcrandern. Man
erreicht diefs am besteti dadurch, dafs nian die Ilatterie
(lurch ihren eigenen Schliefsungsbogen mit Itiductionselektricitat ladet , worauf ich diesrnal nicht eingehe, obgleicli
(lurch diese Versuche am sichersten der Beweis gefiihrt
werden kano, dafs die erstcii Eiitladurigen bis I1 wirlilicli
ei t) fa ch ger icht c t e si ti d. 1) 11rch ei 11 en 111 eh r fach 11II t er 1)roclreneti Schlielsiingsbogen erreicht mail aiicli den genanuten
Zwcck, sowie durch verandcrte Form der Elektroden.
Einen extreinen Fall will ich anfiiliren, w o ich ,zwei
Spitzen aus Messing am Funkenmesser anbrachte. Die jeder
H eobach t u ng i II K la uini ern beige fug t e Za h 1 b ezeich n e t d i e
Anzahl von Utndrehungen der Elektrisiriaaschine, ZUI' ungefahren Schatzutig der Ladung. Fur nebeneiiiander angestellte Beobachtuag geniigt dieses Mittel vollkommen.
Widerstand =60OOO Meter Kupferdraht. A m Funkenrnesscr zwei Spitzen.
OberflBclre.
4.
2.
1.
Schlagweite.
Riickstand.
Riirkstand
Riickstand.
+ 1,3 (0,6)
+0,i ( I J )
- I,5 (2,3)
- 0 @,I)
+0,5
(2,O)
-2,l
(2,i)
+2
(23
- 2,o (3,3)
- 1,1
- 1,l
Poggeodorff's Ann.
Bd. CXV
(2,i)
(2,i)
- 1,3
(3,s)
-2
(3,5)
-2
-331
-3,7
-4
-4
(499)
(5,9)
(6,5)
(44)
(997)
530
1.
2.
4.
Oberfliiche.
Schlagweite.
- 7,5 (18)
(16)
- 7 (18,3)
-6
(19)
-7
(19,s)
- 7 (23)
-5,5
- 374
-
(895)
2 , i (8)
5 (10,4)
4
(9,5)
4,3 (l0,2)
- 4 (11,5)
+ 16 Biischel
+I9
m
+34
+ 40
Die Ruckst~ncie, fast durchgangig negativ, verlaufen
nicht ganz constant, was bei der angewandten Form der
Elektroden nicht auffalleii kann. Sammtliche Entladuiigeii
waren hier einfach, die cinzelnen positiven Riickstande entsprachen unvollstiindigen einfachen, gewifs nicht alternirenden Entladiingen , wie aus der entsprechenden Aiizahl V O
Uindrehuiigen sicher zu schliefsen ist. Die Dichtigkeit der
Bntterie ist bei dieser Form der Elektroden im Moment
der Elitladung vie1 geringer als sonst, ebenso das erste negative Maximum, das gar nicht inehr die Hohe erreicht, die
zum Beginn eincr zweiten Alternation erforderlich ware.
Bei (imm,0beginnt einc drei bis vier Sekunden lang horbare
Buschelentladung, die bei einrr ganz bestiinniten von der
Schlagweite abhiingigen Dichtiglieit abbricht.
Sehr eigeiithiinilich verlaufende Riickstande erhielt ich
init anderer Form voii Elektroden, z. B. von Spitze zu
Platte, und umgekehrt: ich will diese indefs um des kostbaren Raumes willen iibergehen.
W e n n der Schliefsungsbogen der Batterie an niehreren
Stellen unterbrochen ist , so wird voraussichtlich die Anzahl von Alternationen eine verlialtnifsmiifsig geringere segn,
da der Beginn einer neuen jetzt von der Beschaffenheit
mehrerer Funkenstreclien abhzngen wird. Durch die nun
eintretcnden VerEuderungeu wird inan auch ein Urtheil gewinnen iiber den Einfruls beliebiger Einschaltungen auf die
~
53 1
Art der Entladung. Mit Hrn. Dr. P a n l z o w habe ich nachfolgende Versuchsreihe angestellt , wo aufser dem metallischen Widerstande iioch die in P o g g . Ann. Bd. 112, S. 573
beschriebene G e i f s l e r ’ s c h e Rahre No. 3 und ein zweites
Funkenmikrometer im Schliefsungsbogen sich befand, dessen
Elektroden, zwei messingene Spitzeii, onverandert 0”’”,2
von einander abstanden, und der Funke nach der (a. a. 0.
S. 584) angegebenen Art init der Lupe beobachtet wurde.
Da in keinem einzigen Falle die Spitzen ein anderes
Resultat als die Rohre ergaben, so bezieht sich die Angabe
der Erscheinungen auf beide Priifungsmittel.
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- 7
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Riickstand.
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Schlagweite.
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+31
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Ruckstand.
R uckstand.
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2.
4.
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0,63
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Riickstand.
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- 8
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+ 3 sltern.
- 10,5 rinfach
Ruckstand.
Ruckstlnde der Batterie mit EioschaItiing einer Geifsler7sclieo Robre in den Schliefsungsbogeo
von 60000 Meter Kupferdraht, O,Zmm Dicke.
t3
CI)
01
533
Man sieht, dafs bis zu den hoclisten negativeii Rucksfanden die Entladung stets als eiiifacli sich erwies; treten
die Alteriiatioiieu auf, so entspricht der positive Ruckstand,
oder ein hleinerer negativer Ruckstand der alternirendeia
Entladung so z. B. bei Schlagweite D = 1,62 der Ruckstand - 5 einer unvollstandigen zweifachen. Die zaeifachen Entladungen treteu, wie vorauszu~ehen war, bei vie1
grofserer Schlagweite auf, als friiher (Tafel, S. 520 Col. 2);
die erste dreifache beginnt offenbar bei D = 4 5 . Sehr
deutlich unterscheiden sich hier die unvollst~ndigen einfaclicn mit grofsen positireii Riickstaudeii von den vollstandigen einfachen. Die Licliterscheinuogen waren bei letztcren dieselbeti wie bei jenen, nur bedeutend heller.
In der ganzen Versuchsreihe findet nian nicht eine einaige Reobachtung , wo die drei verschiedenen Prufiingsmittel voa eiiiander abwcicbeiide Resultate gegeben hatten.
Die Methode, niit den1 rotirenden Spiegel die Anzahl
roil Alternationen einer Entladung und die Dauer derselhen zii bestiinmen, haite F e d d e r s e n zu wichtigen Resilltaten gefiilirt. Diese Methodc ist indefs nicht mit vollkoniineuer Sicherheit in alleii Fallen anzuwenden , wenu veranderliche Funkenstrecken iin Schliefsungsbogen sich befinden. W e n n wirklicb , wie friiber nachgewiesen worden,
der Beginii einer neuen Alternation von der Relation zwischen der Dichtigkeit eines Maximums und der Lange der
durchbrochenen Funkenstrecke abhangt, so mufs voraussichtlich der Riickstand sich andern je nach der Geschwindigkeit, mit der die Funkenstrecke sich wahrend der Entladung vergrofsert.
Ich lief8 die Elektricitlt von eiiiem Metallkijgelchen von
r)mm Durchmesser nach einein zweiten Kugelchen von 3""
Durchmesser, welches an einem Stift von 100"" Lange befestigt war, iiberspringen. Das andere Ende des letztereu
befand sich in der Axe eines Rotationsapparates, wie er
zu optischen Versuchen uber subjective Farbenerscheinungel1 angcwandt wird. Die Axe machte in der Sekunde 130
bis 150 Umdrehungen, so dafs das kleiuere Kiigelchen,
534
desseii Stift senkrecht auf der Rotationsaxe stand, einen
W e g von ungefzhr SO bis 90 Meter in der Sekunde zuriicklegte. Wurden jetzt spiralffirmige Drahte von betrachtlicher Lange eingeschaltet, so war der Funke oft von ansehnlicher Lgnge. Bei 3100 Meter Kupferdraht und einer
Schlagweite von 3"" konnte ich Funken erhalten, die eineii
vollen Kreis bildeten. Der rotirende Spiegel miifste von
solch einein Funken, ein objectives Bild geben, das zwei
volle Umkreise bedecken wiirde!
Um auf der matten Glastafel ein vollstandiges Bild der
Entladung zu erhalten, mufste der rotirende Spiegel, den
Dr. P a a l z o w nach dem Vorbilde des F e d d e r s e n ' s c h e n
hatte machen lassen, langsam init der Hand in Bewegung
gesetzt werden ; dann erschienen die Alternationen von einander getrennt. Bei mafsiger Rotationsgeschwindigkeit war
bereits blofs die erste Entladung sichtbar, uber das Vorhandenseyn einer zweiten liefs sich so nichts bestimmen.
Allein die Riickstande verriethen jetzt den Vorgang.
W a r der Stift in Ruhe, so wurde vine Versuchsreihe
gemacht zur Bestimmung der Anzahl von Alternationen,
die bei der gewiinschten Schlagweite stattfand. Auf unzweifelhafte W-eise ergaben sich vier Alternationen bei der
Schlagweite 3"'",4. Bei acht Flaschen betrug die Ablenkung des Magnetspiegels im Hanptschliefsungsbogen + 159,
der Ruckstand + 10. Jetzt wurde der Stift, der die eine
Elektrode trug, in Rotation versetzt, und jedesmal nach
erfolgter Entladung der Ruckstand beobachtet. W a r die
Geschwindigkeit gering, so schwankte der Riickstand ; bald
war er negativ, bald positiv, grofs oder klein. Bei etwa
30 Rotationen in der Sekunde wurden bereits blofs negative Ruckstande beobachtet , das Maximuin derselben be92. Bei drei Flaschen wrlrden die Riickstande
trug
- 31, - 36, bei zwei Flaschen - 23,
21 beobachtet.
Constante Zahlen sind bei diesen Versuchen selbstverstandlich nicbt zu erhalten. Es war also durch die Vergriifserung der Schlagweite wahrend der Entladung aus der vierfachen eine einfache Entladung geworden, und zugleich der
-
-
535
urimittelbare Beweis gewonnen, dafs erstens die Eatterie
zu einer nainhafteti Hohe der Ladnng eiitgegengesetzten Zeichens gekornrnen war, und zweitens, dafs die Alternationen
von der Fuiikeiistrecke abhangen in der Art, wie wir friiher besprochen hrtben. Sehen wir - 92 fur das den1 W i derstande entsprechende Maxiinuin der ersteu iiegativeii Ladung a n , so ware hier m =
92 - 159
-.
~~
0,58, wahiend wir
friiher fur denselben Widerstand auf gaiiz aiidere Weise
- 0,59 berechiiet hattcn. Die grofse Uebereinstimrnnnglg
lnub ich bei den vielen Fehlerquellen dcr vorliegcnden Versuche allerdings fur eineii Zufall halten. W u r d e die grofse
Spiralc von 60000 Metern in den Schliefsungsbogen gebracht, so erhielt man bei kleinereii Schlagweiten (bis 1"",5)
bei grofserer Rot~tio~~sgescliwi~~digkeit
gar keiiie rollstandige Entindung, bei inafsiger Geschwindigkeit eiiie einfaclie
und bei unbewegtcr Elektrode eiiie zweifache Entladuag.
Es ist eiue bekannte Thatsache, dafs der Funkr je nach
dem Widerstande seinen Cliarakter andert. Aber auclr bei
unveraudertem Schliefsungsbogen ist dcr Klang und die
Farbe bei verschiedenon Schlagweiten verschieden. Beini
Eintritt der zweiten Periode und der grofsen Spirale ist
der Unterschied sehr bemerkbar, am auffallendsten aber bei
lileineren Widerstanden (1000 bis 5000 Meter) in der Nahe
der siebenten Periode. Wurden diese Spiralen in den
Schliefsungsbogen eingeschaltet, und die eiiie Elehtrode des
Funkeninessers in Rotation versetzt, so wurde der Funke
mit der Schlagweite Ianger , bis plotzlich mit eiiier auffallenden Aeiiderung des Manges der ganze Schweif verschwand, und nun ein kurzer hellglanzender Funlie auftrat, der sich nur sehr wenig in die Lsnge zog. Von dieser ganz bestiinmten, voin Widerstande abhaligigell Schlagweite an tritt eine ganz andere Art von Entladung auf,
deren Dauer vielleicht um das Fuiifzigfache geringer ist,
als jene bei kleinereii Schlagweiten. In einer kleinen init
I),
1) Der Funkenschweif bei diesen einfaclien Entladungen sieht genau so
aus, wie die sogenannte Aureole hei kraftigen Inductionsfunken.
536
Wasserstoff gefulltcii wid bis 2"'"I h u c k evacuirteu R6hre
s a h mail gleiclifalls gaiiz verschiedcne Ktscheinungen. Bei
deiien voii kwser Dauer war das positive Licht loth uric1
geschichtet , das iiegative Liclit blao; bei d e n Eiitladiiugeil
voii langer Dairer, das positive Licht weil's und geschichtet,
das iiegative mattgrari. Obgleich der Funke bci jeiien Entladiingeii ciiien ~ h u l i c h e nCliarakter hat, wie der bei kurzein Schliefsungsbogen , so ist doch ein Ueberspriiigen der
Elelitricitat uber die eiiizelneu Wiiidiingei~der Spirale iiicht
die Ursach e, weil b ei li I eiii er e 11 W i d c rst a IId e 11 en I sp r ech cii d
fruher, d. 11. bei geringerer Dichtigkeit der Ladung, diese
Eutladungca beginnen, bei der vortrefflicli isolirteri Spirale
von 32 Meter schoii bei den kleiitsten Schlagweitcn.
Diese Entladungen so \vie aiidere init vieleri Alternatioiieii koiiiite ich durch iioclr so grobe Rotationsgeschwindigkeit nicht in eiiifache vervvautlelii. Die Ableiikurigen iai
Hauptscblicl'suagsboacii waren zienilich constant, die Kiichstaiide aber sehr schwankend. Deshalb glaiibe ich , dafs
auch bei kurzeii Draliten die lotzten Alternatioiieo, wo verhaltnifsinafsig geringere Klektricilatsmcngen in Bewegung
gesetzt werden, wohl durch Veraiiderung der Funkenstrecke
beeintrachligt werdcn iiiiil'sten.
B. Grrdlinige Driilite.
Wir haben bisher gesehen , daEs je Iaiiger der spiralfiirinige Widerstand w a r , um so constarrter die Beobachtungen, UUI so gr6Cser dcr absolute Zahlenwerth der Riickstande uiid uin so ausgedehnter die einzelnen Perioden
wurden.
Kupferue Drahte von solcheu Diineiisioneri wie oben,
geradlinig aiisznspanncit , hat seine grofse Schwierigkeiten ;
deshalb liefs ich, in d r r Meinung schneller das Ziel zu erreicben, 2400 Meter Neusilberdraht (0"",24 dich) auf drei
grofse Holzrahiiicn Nf6rmig ausspantieii. Die eiuzeltien
Drahte staiiden 9'"" von eiiiander a b rl'nd wareii ail kleiucu Glaspllocken, die n i i t Siegellack im Holz eingekittet
537
wurden , befestigt, so dafs fiir die Isolation vollkoinmen
gesorgt war.
W u r d e dieser Draht in den SchlieTsuogsbogeri eingeschaltet, so waren die Riickst$nde stets positiv, allinahlich
von den kleiiisten bis z u den grafsten Schlagweiten zuuehmend. Eine zur Prufung eingeschaltete evacuirte Rohre
verrieth aber von der Schlagweite 1"'",20 a n eine atidere
Art voii Entladung. Bis dahin waren dieselben stets einfach, wjlhrend an dieser Graiize sich zuweilen an der negativeii Elektrode ein intensiv leuchtender Purikt zeigte, der
cine schwache Alternation vermutheii lassen koniite. W u r den die Ruckstaiide, die diesen verschiedeueo Arten von
Entladungen entsprachen , verglicheii so zeigte sich durchaus kein Unterschied in denselben, wohl abcr bei eiiier
Lange von blofs 60 Metern, wo dic Erscheinuog der Kohre
noch gauz deiiselbeii Charakter uud dieselbeii Unterschiede
wie oben zeigte. W a r namlich jener leuchtende Punkt
aufgetreten, so war der Riickstand kleiner als bei der sicher einfachen Entladung.
4 FI.
1 FI.
2 F1.
,
Ruckstand
+ 12
+ 21
+ 22
+ 13
+ 11
+ 20
+ 19
+ 12
1
Hiihre
Riickstand
I
Robre
Riirkstand
1
Kotiw
al tern.
einfach
einfach
+5
einfach
altern.
1
einfach
altern.
einfach
+3
5,5
einfach
altern.
,
einfach
n
>>
a1t ern.
altern.
>>
+
+ 6,o
+3 3
+3,0
+
5,7
+ 3'0
altem.
>,
altern.
einfach
altern.
E s unterliegt wohl keineln Zweifel, dafs wir es wit zwei
verschiedcnen Arten von Entladungeii zu thun .haben. Der
Kiirze wegen ist hier die Bczeichnung alternirend beibehalten, obgleich es unbestiinint ist, ob wihrend der Entladung entgcgengerichtete Strome auf einander folgen.
Den Beweis, dafs wahrend der Entladung die Batterie
iin vorliegenden Falle keine negative Ladung annimmt, kanii
inan durch den K 11 o c h e n h a u e r 'scben Versuch mit einer
538
getheilten Batterie fiihren. In der Hoffiiuni; spater tiieriiber
sicliere Resultate inittheilen zu kiinneii, will ich denselben
hier ubergehen und iiur iioch bemerken, dafs wir es hier
trotzdein doch mit alteriiirendeii Entladungeii , wenn auch
ganz anderer Art, zu thun haben konnen. W e n n iiatnlich
bessere und schlechtere Leiter hinter einander im Schliefsungsbogen sich befinden; so wird die Entladung nicht
mehr so einfach gcdacht werden durfeii, wie wir obeii angenoinrneii hatten. Da aber die Iiiiienseite der Batterie nie
riegativ wird wahrend der Entladung, so lianii es nicht auffalleii , dafs inan keine iiegativen Kuckstande beobachtete.
Solche erhielt ich iioch bei eiiiein Neusilberdraht von 5,0
Meter Laiige (Omm, 1 Dicke) :
1 FI.
Sctilagweite
0,05
0,09
0,18
0,2i
0,36
0,45
034
+ 0,l + 0,2
- 0,2 - 0,3
0
- 0,4
-0,3 - 0,4
+0,1
0
- 0,I - 0,2
0,s l,o
- 0,2
1,4
0 +2,2
1,i
2,0
2,3
0
+
+
+
+
+
+
+0,6 + 0,6
+ 0,6
+0,7
+ 0,8 + 0,9
+l,5
+1 4
-t1,7
+0,5
+ 0,5
+ 0,5
+0,1
.0
+0,2
0
+ 0,1
+0 4
Wurde
nahmeii die
Rtickstandswerthe zu, blieben stets positiv, verriethen jedoch eiiieii ahnlichen Charakter, wie wir ihii beini spiralforrnigen Widerstaide von 32 Meter Lauge kenneii gelernt
habeii (Tafel, S. 520 Columiie 6).
Hr. Ur. P a a l z o w stellte inir eiiieii Rahmen zur Disposition, auf welchern er GOO Meter Kupferdraht von lmm,5
Dicke batte Nfiirmig aufspaonen lassen. Aus den bei diesein Schliefsui~gsbogeubeobachteten Kuckstaaden lafst sich
auch nicht die Anzahl voii Alteruatioiieii erkeiinen, obgleich
das Vorhanderiseyii uiid ebeiiso die Zunahine bei vergrofserter Schlagweite wohl benierkbar wird. Die Ableiikung
ini HauptschlieLungsbo~eii wurde jetzt auch geinessen, weil
sich die Schliisse auf die Art der Elitladung sicherer zieheri
lassen.
539
Ruckstiinde der Batterie bei einem Schliefsungsbogen von
600 Meter Kupferdrabt, llnm,Fi Dicke (Nfiirmig).
Schlagweite.
D.
0,03
1)
>I
0,06
n
>,
0,09
,>
0,18
>I
0,225
>>
0,27
>I
0,315
>>
0,36
>,
0,45
>,
0,54
>,
,,
0,63
0,72
0,81
u
0,90
0,99
1,17
135
1,53
1,71
1,89
2,oi
2,25
2,47
2,70
3,15
3,60
4.
8.
ObertlBche.
A
R
+3
+5,5
535
675
795
+
2,s
-1
- 0,5
+ 3,3
+ 3,5
15
14
19
18
20
20
22
22
28
27,5
31
30,5
35,5
37
40
45
45
45
45
50
60
54
59
66
66
64
66
75
78
86
82
91
0
+1
4,5
3,8
+ 5
5,5
+ 6
6,5
3,2
2,5
3,5
4,O
5,o
4,5
+ 6
0,6
0
+5
+ 5
+ 5
4,5
5,5
+ 2
1,5
+ 2
+ 5
+ 4
6,s
+ I
+ 3
5,5
7,5
15
15
23,5
21,8
25
25,5
28
28,5
31,2
+ 8
6,5
+ 3
+ 8
+ 3
+11
+ 9
+ 9
109
115,5
125
132
142
Q
A
R
8
- -- - - -
101
109
122
124
139
142
164
182
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
5,5
4,5
570
98
11,o
30,O
345
34,5
40,O
41.5
46
45,6
45
50
50
55
54,5
61,5
61
6i,5
68
69
70
81,5
79
89
87,5
98
153
1i3
192
+2
+1,4
195
4
595
6
9
7
9
9
11,5
11,o
12
13
15,5
l5,5
17
15
20
18
22
21
+1
+ l,o
+ 1,o
+2
0
0
-1
+2
+3
3,2
2,s
2,o
2,i
1,5
+1
0,s
0,5
0,5
1,5
+ 2,s
14
3,o
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+ 0,6
+ 0,4
+I
+ 3,5
+3
2,4
256
6
535
6
8
9
12
12,2
14
13
14,7
14,5
16,5
16,0
17,5
17,5
21,2
20,5
23,0
24
+2
24,6
29,4
26?
28,5
30
32
+ 3,5
35,5
34
+4
38
37
39
45
45
46
47
52
56
60
63
il
52
86
97
+4
41
40,5
47
48
50
51,7
55
61
65
66,5
55
57,5
91,5
103
24
25
25
25
28
+ 1,5
+2
+3
+4
4,7
+3
+5
+
+5
3,5
+4
5,5
5,5
+6
+
+
+
540
Wic iiiiiii sictit, hoiiiiiieii auch hier bci kleinere~iSclilagw eit eii iie pat iv e Riickst ii iitle vo r, all eiii sichere Scliliisse ti b er
deli
rcilic
(hiit;
iiiclit
der Kiitlatliiiip lasseii sich ails clieser Versiiclis-
gewiiirieri.
Ich
glaubte dcutlichcr sprccheiide
Kcsiiltatc zu crlialleii bei I~iiiscltalttilig ciiici. zweitt‘ii Funkeiistrccke. Deiin dafs dicsc E~rtlndiiiigen altcriiireiide warcii, iiiiterlng schoii dcsliiilt) hcinoin Zweifcl, wcil gleich Anfangs iicgativc: Riickstgiidr, dic a yriori sclioii die Miiglichheit ciiier hlteriiatioii bewciseii, beobnchtct sviirdcii, iind
aiicli F c d d c r s c 11 bci tlicsuiti M’iclcrsIalide iioch iiiehrere
ti I t er i i n t i o it e ii tin t zsIi I c i t h i i i i ii en. i (! R iicks t 2 ii d e h ii i i ii cii,
wie wir 1111s ohen iiberzeiigt tinbeii, bei zwei oder inchrereii 1; i i i i k e 11 st r c ck eii a ,so 1u t grii fser e m’ct r I ti e cr ha It e 11, 11nd
deslialb die iiegativeii 11111 so wciiiger vcrdeckt wcrden, wie
cs in der vorliegciidcii Versiictisreiha iiocli iiielirfacli Se
sdiicht, (wie z. 13. bei D = 0,54 der l~iickstand0 bei acht
Flascticii).
Als zwcite Fiiiikeiistrecke beiiutzte ich eirie klciiie evacuirte Rbhre, dcrtw Elchtrodeii aris Aliiiiiiniiiiii 10””“ yon einaiidcr abztandeii. Xachdeiii ich diesc init Wasscrstoff gefullt,
und bis arif 2””” Drrick grlcert hattc, wurdc die Hijhre zugcsc:liitielzt wid in deli Sclilielbiiiigsbogen ciiigeschaltet. Diese
kleirie Kiihre lialte dic E:igenttiiiiiiliclikcit. dafs iiiaii deutlich dreifache und selbst vicrfaclic Entlatlungcii iuitcrscheiden koniitc , i i i d m clas i i c p l i v c l.iclit jcder iieuen Alternation sich init einciii iiiteiisircr lcuchtciideii Lichtkern ahtreiiute. 1)ie dreifacheii Erscheiiiiiiipn habc ich iiotirl, die
vierfachrii iiiclit, ivcil sic rtrisicltcr wareii, obglcich ich iiie
einen Widerspruch niit dein bcobachtetcu l\iickstandswer~h
habe waliriicliiiieii kbiinc~ii.
+ 4
+lo
31
50
54
42
0.54
38
3
I0,5
18
18
12
12
13
14
27
26
30
21
28
26,5
36
,,
- 3
+ 7
- 4
+
*
- 1
+
- 3,5
- 5
4,5
-I- 3,s
+5
+
7,5
- 4
+a
- 6,5
+ 7
+ 7
- 6
R
A
46
,
8.
13,5
12,o
11,5
19
19
21
21,5
45
46
51
49
41
40
25,5
31,5
31,5
40
25
23
22,5
Q
-+
0,45
I
>I
0,36
0,27
u
0,18
Y
0,13
I
0,09
,
0,015
0,06
0,oo
O,O3
I).
Sclilagweite.
Oberflkhe.
>,
Y
I)
>
n
8
)
>
1,
I>
ahern.
I,
>I
dreifacti
,>
>
cweifacti
Lweifach
einfacli
Rclire
A
R
Q
15,5
16,O
17
26
25
‘16
25
21
21
I 4,5
16,5 - I
14 3 - 2
14
+3
-I
- 1,5
+2
+2
-1
-1
+
+
+
+
27
28
23,5
25
21
20
+ 2,3
+
- 0,s
R
I2
15
I4,3
10
8,s
4-2,5,
f. I,5
9,o - 1
7
1,s
4
10.2
14
11,o
3,s
3,s
7
478
4,5
3.5
A
9,5
996
8
875
-4
11
5
+3
ri
3,5
595 + 4
5,s
4,2
t 7,o
4,O
4,’L
610
-1
15
16 - 1,5
7
-- -
4.
1
I
10
8,s
6,s
6,3
8,O
Q
12,5
2.
>>
>
>,
,,
U
Lweifach
dreifacli
altcrn.
d rei fd v t i
>
einfacli
Lweihcti
ririfacli
Lwcifacli
Rijhre
-
Schliebungsbogen, 600 M e t e r Kupferdrnbt ( N f l i r m i g ) mit Eioscballung eioer cvaciiirteo RGbre.
3,15
3,60
>,
2,70
+15
+ 7
t-9
+ 8
+a
i-6
131
134
151
144
1’13
I91
,,
n
2,25
+ 4
- 1
- 2
+ 7,5
-4- 3,5
+ 5
- 2,5
+ 9
- 3
- 1
+ 5,5
+
5,O
-3
+ 4
+13
55
56
67
68
68
78
75,5
88
92
102
106
ll9
124
R
8.
-
126
115
I
I-- - -
I
2,07
>>
1,89
u
1,71
1,35
>,
n
0,99
>,
0,81
>>
0,72
D.
Scblagweite.
Oberfliiche.
60,5
61
64
65,5
77
75
74,5
93
95,5
109,5
110
118
12’2
130
128
137
136
159
159
180
200
Q
R
+
+44,O3
+1
+5
+3
+5
83
77
90
200
4-4
I-5
-f- 2,0
+
2,b
+2,5
+b
+B
0
0
+1
+t
+4
6246
67
63
57
53
60
59
4s
44
33
35
39
38
A
Q
4.
84
82
93
105
63
68
68
71
59
55,5
62,5
49
49
33
35
40
39
-- 28 +3,5 31,5
33
29
__.
+
33
+
+
+
+
+- 2,s
33
33,5
34
41
39
45
48
+4
+
+
+I
23
2,s
-I-3
+4
23
3,o
30
0,5
29
4- 1.5
3I
1,5
33
0
34,5
1,5
23
20,5 + I
21,o
0
+
16
-I-a,o
14
f-3,o
15,5
3,s
R
36
35,5
37,5
37
42
41,5
4i,5
52
$3
26,5
26,O
303
30,5
32,s
21,5
21,o
18
17
19
Q
-- -
A
2.
___ __
543
Vergleicht man diese Zahlen mit der vorhergehenden
Versuchsreihe, so sieht man zunachst, dafs bei entsprechenden Schlagweiten die Ladungen der Batterie hier ohne
Ausnahme grofser siud, offenbar in Folge der Einschaltung
der Rohre. Ferner sind die Ruckstande fast ebenso haufig negativ wie positiv; bei nur zwei Flaschen werden die
ersteren bei grofserer Schlagweite meistentheils verdeckt.
O b die in der letztcn Rubrik verzeichneten roinischen Zahlen, die sicli zunachst auf die Maxima und Minima der
Ruckstande beziehen , ebenso vielen Alternationen entsprechen, scheint mir bis Periode I V unzweifelhaft. Weiterhill miifsten zahlreichere Beobachtungen bei jeder Schlagweite angestellt merden. Der Werth 0,61 fur den Coefficienten m stiiiimt sehr gut init den Ruckstanden uberein,
und wurde allerdings beweisen, dafs die Anzahl von Alternationen mit Vergrbfserung der Schlagweite rasch zunehmen mufs.
Ich bedauere, dafs ich keine Versuche mit llngeren
geraden Drahten aus Kupfer, sowie mit langeren schlechtleitenden Spiralen, etwa solchen aus Neusilber , habe anstellen konnen. Erst dann liefse sich entscheiden, in welcher Art die Spiralform die Art der Entladung beeinflufst.
Dais diese letztere nicht allein die negativen Ruckstande
und somit die Alternationen veranlafst , glaube ich bewiesell zu haben, einen neuen Beleg finden wir iin folgenden
A bschnit t.
11.
Blussige Widerstiinde.
Die meisten Versuche habe ich mit verdiinnter Schwefelsaure vorn specifischen Gewicht 1,25 angestellt, theils in
verschlossenen Riihren, theils in offenen Gefafsen. Bis zu einem Widerstande von 3 Decimeter Lange und 2"'"',5 Durchmesser habe ich noch negative Ruckstande erhalten; bei
grofserem W i d e r s t a ~ ~ dwar
e der Gang genau derselbe, wie
beim langeren Neusilberdraht. Selbst da, wo die evaciiirte
Kohre nach P a a l z o w's Angaben eine Granzschlagweite
P
544
zeigte zwischen einfachen Eiitladungen und alternirenden,
d. h. soIchen, wo auf der negativen Elektrode ein intensiv lerichtender Punkt anftrat, erhielt ich deli auf Seite 537
besprochenen ganz analoge Resaltate, weshalb ich hier die
angestellten Versuchsreihen nicht specie11 anfuhre.
S e i kurzem Schliefsungsbogen, w o n u r der zur Verbindung der einzelnen Theile nothwendige Kripferdraht
(4 Meter lang, 1'""dick) sich im Schliefsungsbogen befand,
und ein offenes Gef3fs init verduiinter Schwefelsaure eingeschaltet w a r , erhielt ich folgende Beobachtungsreihe:
3,o
4,o
0,50
0,GO
0,iO
0,80
170
192
1.4
0,44
0,28
0,32
0,36
8.
+5,5 +5,5 +5,1
+6,2 + i , U +2,1 +2,8
+7,5 +5,8
+2,1 +2.9
+3,2
+2,i +2,0
+3,2
+
+3,5 +5,0
+1,4 +1,2 +1,4
+4,1 +2,0
e +4,0 +1,7 +1,5
+3,5 +4,3
4.
-0,l +o, 1 +3,0
+0, 1 +3,4 +3,i
I
Flaschenzahl.
I
-0,3
-0,4
- 4 4
+1,2 +1,2
+ I , O +1,0
-0,4
+o,c
-0,5 +1,5 -0,1
+0,6 +0.9 +1.1
+I,] +l,3
+o,l - 0 3 -0,l
0 -0,2 -0.1
0
+0,2 -0,l
0 +0,i
+0,1
0 +o,9 +1,2
+1,1 +1,2 +1,1
+1,7 +1,6
0 +oJ
0 +0,2 4 - 0 4
+o,l
0 +2,0
+2,1 +2,0 +1,9
+ O , G +0,6 +0,7
+0,6 +0,8
+1,0 +0,9 +0,9
+1,2 +0,9 +1,0
+1,5 +3,0 +3,1
+3,0 +3,Y
+2,3
-0,3
+I$
+1,1
-0,4
-146
0
+1,2
2.
1.
~~
+0:4 -0,3 -0,3 -0,3 a
+0,5 +0,4 -0,‘L +0,4 b
+0,7 +0,5 +0,6
+0,9+0,9
0 +0,6 c
-0,l -0,l +0,5 +0,5
0 +0,6
0 +0,6
+O,6 -0.1 +0,6
+O,6 +0,5
+0,5 +0,5 -0,l
U
+0,4
0
0
0 *,5
0
0 +0,6+0,5
+0,1 +O,I +0,8
0 +0,1 +0,8
+0,8 +0,9 +O,8
+0,3+1,1 +],I +0,2
+0,4 +0,2 +0,3
+0,4 +0,3 +1,2
+O,.i +1,3+1,3
+.0,5+1,4+1,3
+O,i +1,9 +I$
+1,4 +1,9
~~
Riickstiiode der Bntterie hei einem 4 Meter laogen, Imm,ldickrn SchlieCsungsbogeo (nothweodig)
verduonter Schwefelsiure (spec. Gew. 1,25) 20Gmtn laog, 26mln Durchmesser.
546
Leidcr konntc ich nicbt gleichzeitig den Hauptstrom messen, da ich sonst eine betrachtliche Lange spiralfirmigeli
Kupferdrabts im Schlietungsbogen gehabt hltte. Nachdem
ciii Maximum oder Minimum erreicbt worden war, wurde
mit einem Buchstaben der Eintritt einer neuen Periode bezeichnet. Von den auffallend groiben positiven Riickstlinden, selbst da, wo solche so eben eintreten, so wie von
der Abnahme der negativen, gilt das bereits friiher gesagte: Der Ueberschufs an freier positiver Elektricitat verdeckt um so mehr die negativen Riickstlnde, je kQner der
Schliekuugsbogeu I).
Bei acbt Flascheii sind die fiinf angedeuteten Perioden
nicht zu verkennen. Allein es liifst sich bier nicbt entscheiden, ob die ersten positiven Riickstlnde einer eiafachen
oder alternirenden Entladung , die ersten negativen Riickstlnde bei vier Flascben dreifachen oder einfacben Entladungen entsprecben. Eine eingeschaltete Rirbre wtirde die
M6glichkeit geben, genau die Auzabl von Alternationen
zu bestimmen, sobald man die von Pa a 1z ow gegebenen
Merkmale fiir das Eintreten der ersten alternireiiden Entladung beautzt. Kach diesen Versucben zu urtheilen, wtirde
die Constante m von der Capacitiit der Batterie weseatlich abhaingen, wie auch aus der T h o ms o n 'schen Arbeit
folgt.
Ich wiederholte obige Versuchsreihe mit Einschaltung
des 600 Meter langen geradlinig gespannten Kupferdrabts.
Icbliefsungshogen: 600 Meter Kupferdrrrht, l m m click, + vercliiooto
ScbwefeLsiore, (spec. Gew. 1,25) 206mm lmg, 26mm Uurchmesser.
Acbt Flrscben.
I ) li icf9, Lellre von der I~eibuiigselekiriciiHtBd. IJ,
8. 646.
547
W i r haben iiicht mehr fiinf, sondern nur drei Perioden bei gleich hoher Schlagweite erreicht; durch die VerIangerung des Schliefsungsbogens siud na und n kleiner geworden.
Nach seiner letzten Abhandlung zu schliefsen, hat Dr.
F e d d e r s e n bei kurzem Schliefsungsbogen und fliissigen
Widerstanden, das Funkenbild, das durch deli rotirenden
Spiegel auf einer inatten Glastafel entworfen wird , nicht
ia Partialentladungen auflosen konnen. Der Beweis, dafs
auch d a m die Entladungen alternirend sind, ist durch vorstehende Versuchsreihe gegeben.
Da sowohl hier als bei stimmtlichen fruheren Beobachtungen stets die Alternationen mit der Schlagweite zunehmen, SO mufs ich den Begriff eines Granzmiderstandes, wie
ihn Dr. F e d d e r s e n aufgestellt hat, ganzlich lsugnen ; es
giebt nach den bisher mitgetheilten Versuchen keinen Mriderstand, bei welchem nur einfache Entladungeii vorkominen, denn bei gehorig vergroi'serter Schlagweite tritt doch
eine Alternation ein, wie aach P a a l z o w schon behauptet
hat I ) .
Allerdings habe ich bei Neusilberdrahten uber 10 Meter
dick ) keine negativen Riickstande mehr erLange (01111n,24
balten , und ebeiiso wenig bei verdiinnter Schwefelslure
voii 300m'"Lange und 2"" Durchmesser. Deshalb aber ist
doch mit solchen Widerstanden keineswegs eine derartige
Granze erreicht. Denn erstens haben wir schoxi oben gesehen, dafs da, w o die evacuirten Rohreii eine andere Art
von Entladuiigen verriethen , auch die Ruckstande einen
aiideren Gang verfolgten, und es blieb dahingestellt, ob
hier alternirende Entladungen stattfiuden; man kann solche
aber stets durch Einschaltung rnetallischer Drahte 17011 gewisser Lange unzweideutig erhalten. W u r d e in den Schliefssuagsbogen aufscr den GOO00 Metern Kupferdraht, die allein sclron iiach F e d d e r s e n ' s Resultaten den Granzwiderstand iibertreffen , eine Rohre mit verdunnter Schwefelsaure von 1"" Durchmesser und 2055"" Lange gebracht,
1 ) P o g g . Ann. Bd. CXII, S . 57%
35 *
548
so erhiclt ich wiedernin negative Riickstande, die das VoIh a ~ ~ d e i i s e yalteriiirender
~i
Eiitladungen bewiesen.
I
I
Flaschenzalrl. Die Schlagweite.
8
)I
>>
0,300,35
0,40
I
1
Die RiicksiBnde.
+24
-
-
+23 + O +2
0,5
1,5
-
-
3
1,8
d. h. bei einer verhaltnifsmafsig kleinen Schlagweite negative Riickstande, wahrend F e d d e r s e n verdiinnte Schwefelsfure voii 1"" Dicke iind 58"'" Liinge als Granzrviderstand schon fur cine Flasche angiebt I ) .
Icli habe nur diese wenigeu Zahlen zuin Beweise ailgefuhrt, weil mir die Combination von verschiedenartigen
Widerstinden von besonderein Interesse zu seyn scheint,
und eiuer specielleren Untersuchung bedarf.
D a s G n l v a a o m e ter.
Zum Schlufs theile ich noch eine Reihe voii Beobachtungen mit, die ich zur Controle der Angaben des Galvanometers angestellt habe.
Vergleicht man namlich die Ladungell Q, die durch
Summiruiig der Ablenkungen im Hauptentladungsstrom A
und den Ruckstand R gewonnen wurden, in verschiedenen
Versuchsreihen mit einander, so findet inail von einander
ein wenig abweicheiide Werthe bei gleichen Schlagweiteii.
Da die bisher mitgetheilten Reilien a n verschiedenen Tagen aiigestellt waren, so liei's sich hieraus kein sicherer
Schlub ziehen uber die Brauchbarkeit des Instruments.
Es wurden deshalb bei vier verschiedenen Schlagweiten, mit Verandcruug der Batterieoberflache, die Ablenkungen geinessen mit Einschaltung solcher Widerstiinde,
dals die grafste Verschiedenhcit der Art, sowohl in Betreff der Alternationen, als der Dauer der Entladung erhalten murde.
1) Pogg. Ann. Bd. 113, S. 4G2.
A
I1
Q
57,5
63
63
8
9
10
59,5
4
i
6
Zlulll
+5,5
+ 1,2
+1 3
64,3
64,2
64,2
64,O
63,O
72,a
64,5
5
+ 7,5
f 1,2
+4,5
i2,5
63
t0,4
f0,5
i3
4
I -14,5
-14,O
73,5
72,2
73,O
56
55
56
55
+ 9,2
+ 8,E
+ 8,sI
f 8,T
+-
66,2
65.5
63,7
643
86,O 1-13,s
85,5 &--13,9 71,6
72,5
86,s -11,3
bi
8,5 65,5
8s
i2,E
73,4
i3,O
f 4,8
8
ti8
1""
2
3
1
8i
zahl.
t- 0,3 73,3
weite.
- ----
Schhg-
'laschen-
73
_
I
No.
D.
56
55
54
69,5
55
54
60
60
69
60
-
A
+
+
+
72,2
72,O
71,4
+12,9 i1,9
+13,1 72,6
f 8,8 63,s
$- 9,2 63,2
9,i 63,7
8,7 64,7
€43 63,3
+12,2
f12,O
+12,4
44,O
44,O
62
43
42,5
43,2
60
50
49,5
dl
-
A
+31,5
f-23
+23,5
+23,0
+20,0
+21
+20,8
+21
+2I,5
+21
65,O
65,5
64,2
63,3
64,O
72,O
i2,5
73,O
73,5
72,5
-I
60000 Meter.
upterdralrt, O"'*,2 dick
7 Meter.
upferdraht, Omm,E dick
Rohre 220mm lang,
10"'m,I dick.
1v.
Destillirtes W a s s e r .
111.
Verdiinnte Schwefeltire (1,25 spec. Gew.)
05M lang, Omm,8dick
Ir
1.
+
V
63,89
72,55
Q
Mittleres
Die Ladung der Batterie Q wird, unabhaogig vom Schliefsungsbogen, = A (Ahleokung des Galvanometers,
R (AbIenkitng durch den Ruckstand) gefunden.
im Aauptschliefsungsbogen)
rp
W
cn
zahl.
rlaschen
17
18
19
20
21
22
16
14
15
11
12
13
4-
3mm
weite.
z
2
- --
D.
NO. Schlag-
+:
Schliefsungsbogen :
Galvanometerspiraleo
26,3
26,O
26,5
+2,3
+ 1,5
+2,o
i45
-I-2,o
+2,s
+3 3
+2,o
45,s
4G,3
47,O
48,O
47,O
46,U
28,5
28,Z
29,5
28,8
27,s
28,3
Q
30
30,5
32,s
30,5
30,O
46
47
30
45
38
48
47
A
28,9
48,2
47,5
48,O
4i,7
47,5
46,5
Q
28,6
29,5
- 2,5 30,3
- 1,8 28,7
- 2,4 2i,6
- l,o
-
-I- 0,s
- 1,1
1,6
030
4- 2,2
f 8,5
4-2,5
+0,;
R
60000 Meter.
kpferdraht, Omm,2 dicl
11.
-- ---
R
f3,0
f2,5
26,2 I- 2,o
27,s f2,o
45
46,5
45
43
26,5
4.3
43
A
7 Meter.
hpferdraht, Omm,8 dicl
I.
240
25,o
26,5
25,O
42,s
24,5
25,o
42,8
42
42
43
42
+5,2
+5,5
f4,G
4-5,s
+5,0
+5,2
+3,4
+2,8
+3,5
+3,4
+2,9
+3,5
A
R
Q
IY.
Destillirtes Wasser.
Riihre 220mm lang,
IOmm,l dick.
28,4
29,4
28,5
27,9
27,U
27,s
473
47,6
47,3
4i,8
47,2
47,5
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
39
'1,s
40
8,O
39
7,3
7,7
39,5
39,Q t 8,2
38,5
8,O
23,5
43
23,5
4,9
240
4,6
24,O
4,o
23,5
5,O
24,O
5,O
46,5
46,3
47,2
47,2
46,5
28,O
2U,4
28,5
28,O
28,5
29,O
48,O
28,55
47,17
Q
YIittleres
V.
- --- -
Q
111.
Verdiinnte SchwefelIure (425 spec. Gew.)
L,05 M. lang, 0,s dick.
0
v1
0
551
Mit 2400 Meter Neusilberdraht (O"'",24 dick) erhielt
ich der Columiie I11 gaiiz iihnliche Werthe.
Eine solche Uebereinstiminuiig hatte ich in der That
selbst ~iicht erwartet. Die Schwankungen des Q in den
verschiedeneii Columnen finden sich bei unveranderker
Schlagweite auch bei eiu uiid demselbeii Widerstande uiid
sind nicht zu vermeiden.
Ich mache iiur noch aufmerksam auf die grofsen Unterschiede fur A in Columne I1 und IV. In letzterer wurde
der Ruckstand merklich kleiner, nachdem die erste Entladung durch das Wasser gegangen war. In No. 11 bis 16
der Columiie I1 haben wir geiiau die Granzschlagweite zwiwhen zweifacheii und dreifachen Eutladungen. Ebenso
lehrreich siiid die inconstanten Riickstiinde in Columne I,
wo der grofsereu Ladung stets eine Entladung entspricht,
die eine Alternation mehr hatte. Die Beobachtungen in
Columne I11 zeigeii nur sehr geringe Schwankungen.
Ehe das Galvanometer zu messendeli Versuchcn angewandt wird, inufste eigentlich die Angabe desselben mit
einem Sinuselektrometer verglichen werden, mit welchem
man Q und R direct messen kann. Leider stand mir ein
solches iiicht zu Gebote, und ich mufste mich mit der voriiegenden Selbstcontrole des Instruments bescheiden, was ich
urn so mehr durfte, als es sich liicht um die Ermittlurig physikalischer Constanten in der vorliegenden Arbeit handelte.
Mit der Maafsflasche zusammen ist das Galvanometer iiicht
gut zu gebrauchen, weil der Magnetspiegel durch den Ladungsstrom im aufseren Schliefsungsbogen und deli schwachen entgegengesetzten Stroni bei jeder Entladung der Maafsflasche in Schwankungen versetzt wird , die eine sichere
Reobachtung verhindern.
Zum Vergleich mit Luftthermometerbeobachtungeli sind
die Galvanometerangaben auch nicht ohne Weiteres geeignet, wie aus einem Hick durch folgende Bctrachtung erhellt :
C i a u s i u s ') hat bcwiesen, dafs )>dieSuluuic allel durch
1) Pogg. Ann. Bd. LXXXVI, S. 337.
552
eine elektrische Entladung hervorgebrachten Wirkungen
gleich der dabci eiiigetreteneu Veranderung des Potentials
der gesainmten Elektricitat auf sich selbst ist. (1
Bezeichnen wir mit C l a u s i u s das Potential einer iiiit
der Elektricitatsmenge Q geladenen Leideuer Batterie anf
sich selbst init - W, und nach einer Eutladung der Batterie den Riickstaud mit R, das Potential desselben arif sicli
selbst niit Wr, so ist (siehe daselbet Seite 352 und 369)
W - Wr = a (Q' - B z ) ,
wo a bei unveranderter Oberflache cine constante Zahl bedeutet. Die Ablenkung des Galvanometers ist jetzt
A=Q-B.
Sey der Ruckstand nach vollstandigen Alternationen = Qn,
so ist die Erwarmung eines Stiickes im Schliefsiiiigsbogeii
nach (71 - 1 ) Alternationen, bei passend gewlihlter Eiiiheit
fur 0 ,
und
nach n Alternationen
On-I = Q'
An-1 = Q
8,
und
An
- Q'n-1
- Qn-1;
= 0' - Q'a
= Q - Qn
folglicli O n stcts
&-I,
aber A,,,< A,-,, je nachdeni 18
gerade oder ungerade, weil im ersten Falle Q,+l cine ncgative Zahl ist. Mithin kaiin einer kleineren Ablenkung
im Hauptschliefsriiigsbogen eine grihere Erwlirmung ini Luftthermometer, ferner ein und derselben Ablenkung A einc
verschiedene Erwlrmung entsprechen.
Seg z. B. beobacbtet
A=+
20, R = 0,
so wEre
A+R=Q=20
und 8=40,07
bei passender Einlieit fur 0 ; aber fur A = + 20 R = + 4
Q =24 und 0 = 56,O.
Dagegcn fur A = + 16, R = + 4, wicdcrum
Q = 20, aber 0 = 36,4
I I I I ~fur A =
24, li = - 4
Q = 20, und 0 = 38,b
>
+
553
folglich bei A =24 u ~ i d1 6 dieselbe Erwlrmung 38, i,riud
bei A = 20 die stlrkeren Erwdrmungen 40,O und 56,O.
Uiese Berechnungen waren iiur zuliissig, wenn alle Arbeit in Wiirine uingesetzt wird, und dic Entlndiing in eineiii iiugenblick inomentaner Ruhe, (1. 11. a111 Elide ciucr
vollstaodig.cn Alternation abbricht. Die Erw~rinuiigist daun
drirch die Galvanometerbeobachtungen A uud R ausgedriicht:
0 L- A'
2 AR,
wo in R das Zeichen der Elektricitat zu beriichsichtigen ist.
Um aber diese Forruel experimentell priifen zu kiinnen,
miibte inan den UebcrscliuCs an positivcr Elektricitiit, dcr
eiu iiicht leicht zii erniittelndes Corrcctionsglied in die Riichstandswertlie briiigt , kennen.
Nach T h o m s o n I ) ist ferner
+
-
(<) = $ 8 ( A y l ) +ky'
(3t
wo q die im Innern der Batterie wahrend dcr Eiitladung
befiiidliche Elektricitiitsuienge, y die Intensitat zur Zeit t
in irgend eiiiem Querschnitt des Scliliefs~i~i~;sbogens
odw
die Geschmindigkeit bedeutet , niit welclicr die Ladung clcr
Batterie iiiit der Zeit t sic11 iiudert, also
k sind Constanten.
dung.
c, A uutl
Weiin wir beim Beginn der Entla-
t=0,
ferner fur t =
= (31 ist.
q = Q und y = o ,
tn
q= Qn,
U I I ~y
= yn
sctzeii, so ist
t"
; c (Q'
--
Q2,J
=$ 4 7 '
+ S k y z at.
0
I11 dcm von C l a u s i u s betraclitctcn Fnllc ist (S. 311)
yn=(O, wid so folgt daiin niicli aus diesel Glcicliung dic
Erw~innung
J:^
0 = k y 2 8 t = n (Q'
1) Phi/. J ~ q Juuc
~ ~1853
.
- 0,'').
554
W e n n aber bei cinem Schliefsungshogen , bei welchem
unzweifelhaft alternirende E ~ ~ t l a d u n gstattfinden
e~~
iniifstea,
die letzte Alternation unvollstHndig ist, so wird +Ay,* durch
den Einflufs der Fuukenstrecke verbraucht werden, und
fur das Luftthermoineter verloren gehen, so daL d a m die
beobachtete Erwarmung nicht n ~ i tder aus den Galvanometerangaben berechneteii stimmen kbniite.
Die Miiglichkeit solcher Storungen leuchtet auch aus
den Versuchen voii R i e f s I ) deutlich hervor, welche C l a u s i u s 2 ) in der citirten Abhandlung ausfuhrlich bespricht.
Schliefslich noch mache ich darauf aufmerksam, dafs mir
das Galvanometer ganz dazu geeignet erscheint, die Abhangigkeit der Ladung der Batterie von der Schlagweite und
der Form der Elektroden zu bestiminen. Aus den vorliegenden Versuchsreihen wage ich nichts hieriiber auszusagen, da zahlreichere Beobachtuugen bei jeder Schlagweite
hatten angestellt werden mussen. Die Ladung der Batterie
bei sehr kleinen Schlagweiten war stets auffallend grofs.
Von grofstem Iuteresse ware ferner eine neue Untersuchung
iiber die Magnetisirung von Stahlnadeln mit gleichzeitiger
Beobachtung dcr Riickstande.
Fassen wir die Resultate unserer Untersuchung zusammen, so ergeben sich folgende Thatsachen, voii denen einzelne bereits auf anderem Wege gefunden waren.
1. Bci Entladung der Leidener Batterie durch cine
Funkenstrecke kann der Ruckstand derselben sowolil gleichnamige als ungleichnamige Elektricitat mit der urspriinglichen Laduiig der Batterie haben.
2. Der Ruckstand ist in vielen Fallen ein Priifungsinittel fur die Art der Entladung.
3. Diese ist abhangig vom Schliehmgsbogen, der Dichtigkeit der Ladung und der Funkenstrecke.
4. Nimmt die Dichtigkeit der Battcrie mit der Schlagweite stetig zu, SQ wachst im Allgemeinen auch die Anzahl
von Alternationen mit dieser.
van der ReibungselektricitSt Bd. I,
2 ) Pogg. Ann. Bd 86, S. 357.
1 ) Lehre
I. 442.
555
5. Das Verhaltnifs zweier auf einander folgender Ma-
xima der Ladung entgegengesetzten Zeichens m nimmt mit
abuehmendem Widerstande zu, und hangt auch von der
Capacitat der Batterie ab.
6. Einfache so wie alternirende Entladungen kiinnen
vollstandigcl oder 8) unvollstandig seyn. Bei ersteren hat
die letzte- Alternation das dem Coefficienten m entsprecheode Maximum der Ladung erreicht, der Ruckstand ist
d a m bei ungerader Anzahl von Alternationen ungleichnamig mit der ursprunglichen Ladung (die erste Partialentladung ist hierbei als erste Alternation gedacht), bei gerader Anzahl gleichnamig.
7. Die Anzahl von Alternationen hangt vom Coefficienten m, der Oberflache der Batterie und der Beschaffenheit der Funkenstrecke ab. Ein bestimmtes Abhangigkeitsgesetz lafst sich nicht aussprechen, da die Form der Elektroden wesentlich von Einflufs ist (s. Seite 529). Im Allgemeinen beginnen die alternirenden Entladungen bei urn so
kleinerer Schlagweite, je kleiner die Oberflache. (Die eiuzige Ausnahme hiervon bildete die Versuchsreihe mit den
60000 Metern Kupferdraht mit Eisenkern.) J e kleiner der
Widerstand, um so griifser die Anzahl von Alternationen
bei derselben Schlagweite.
8. Bei grtifseren Schlagweiten namentlich, konnen die
ihrem Wesen nach negativen Riickstande durch inehrere
Griinde verdeckt werden, 1) durch den Ueberschufs an freier
positiver Elektricitat auf der inneren Belegung, 2) durch die
Verbindung der Batterie mit dem Conductor, 3) durch den
8) wiederauftretenden (I
oder >> verborgenen (I Ruckstand. Je
griifser die Oberflache, um so geringer ist der durch die
beiden ersten Umstande hervorgebrachte Fehler.
9. Sowohl bei geradlinigen Drahten als bei fliissigen
Widerstlnden kommen negative Riickstande vor, die Aufschlufs geben uber die Anzahl von Alternationen und den
Coefficienten m.
10. Bei schlechter leitendem Schliefsungsbogen, (Flussigkeiten , diimem Neusilbcrdraht ) nimmt die Batterie von
18
(1
556
eincr gewisseii Grofse des Widerstandes an, keiiie negative Laduiig melir an. O b trotzdeiii die Eritladuiig eiiie
alternirende, blieb dahingestellt. Auch bei dieseii MTiderstaiideii konnten durch Hinzufiiguiig langer gutleiteiider
Driihte wiederum unzweifelhaft alternireiide Eiitladuiigen
iiiit negativeii Ruckstiiiideii erhalteii werden.
11. Bei spiralfiirinigen inetallischen Drghten ist die Dauer
der EntZadung vom Widerstaiide und der Dichtigkeit abhlngig. Es findet bei einer gewisseii von eben dem W i derstaiide abhangigeii Schlagweite eiii plotzlicher Sprung
statt, so dafs die Eutladungen uon kuraer Dauer (bei grafsercn Sehlagweiten) niindesteiis urn das 30- bis 50fnclie
der Zeit von deiien von bnger Dauer (bei kleinen Schlagweiten) abweichen. Jedc von h'eiden hrteii niniuit innerhalb ihrer Granzen init der Schlagweite an Dauer zu.
12. Durch kunstliche VcrgrBfseruiig der Funkenstrecke
wiilirend der Entladung koniieii eine oder inelirere Alternationen verschwinden. Bei Entladung U O ? ~ kuraer Dauer
crhielt inan durch den bezuglichen Versuch die Miiglichkeit, das Maximum der ersten negativen Laduiig der Batterie uninittelbar zu beobacliten, und den Coefficienten m
auf eine iieue Art zu bestimmen. Da€s auch Eiitladuiigen
von kurzer Dauer durch die kiinstlich vergrofserte Funkenstrecke veraiidert werdeii, blieb ungewifs, wurde aber wegen der dabei beobachteteii Ruckstande als wahrscheiiilich
hingestellt.
13. Zwei Galvaiioineter, die in ein und demselbcii
Schliefsungsbogcn bei einer Schlagweite gleiche Ablenkungeii gaben, tliaten dasselbe bei allen aiideren. W u r d e das
eine im Hauptschliefsungsbogen eingeschaltet, und die Ablenkung A durch deli Eiitladuiigsslroin beobachtet , feriier
der Riickstaud R init dein andercn Galvaiioineter beobachtet, so ergab sich die Ladung Q = A -Q- R , bei jedwedciu
Schliefsuiigsbogen uiid jeder Art von Entladung , der theorctischen Forderung gciniifs, da€s die Ablenkung stcts
2'
=Jiet
0
ist, wo i 8 t dicjeiiige Elektricit~tsiriei~geist, dic.
557
i i i dcr Zcit 0 t dilrch cine11 Qncrscliiiitt dcs Sclilicfsongsbogelis Ilofs.
14. Die Einschaltung ciiier cvncuirteii Riihre in deu
Schliefsungsbogeu vergrofsert die Ladung der Batterie uiii
eiuen bei allen Schlagweiten nahezu gleichen Werth, d. h.
die Entladung beginut bei einer etwas griiCseren Dichtigkeit
der Elektricitiit.
15. Die duich den Riickstand gewonneuen Kritericn
widerspraclwn iti kcinem ciuzigen Falle den VOII Dr. P a a l z o w fur die Licliterscheiuungen gegebeneu I<eunzeicheu fur
die Art der Entladung.
U e b e r d i e B e s t i m m u o g d e s Cyans.
( sciri
urs.)
Ilestimrnliog dea Cyans irn Qiiecksilbercyanid.
I v a h r c n d iiian leicht die Meuge des QuecksilLers iiii
Quccksilbcrcyaiiid durch Scliwefelwasserstoff bestimmcn
kauii, ist die richtige Bestimmung des Cyans i n demselben
init den allergriifsten Schmierigkeitcn rcrkniiyft. Aber die
Bestimmuiig des Cyans iin Cyauquecksilber ist deshalb von
Wichtigkeit , weil ,vie weitcr unten gezeigt werden wird,
aus vielcn Cyanverbindungeu das Cyan an1 besten abgcschiedeii mird, wenn man es an Quecksilbcr bindet.
Die richtige Bestimmung des Cyans in Cyanquccksilber gelang erst nach ciner lnugen Reihc v o ~ i fruclitloseri
Versuche~~.Da diese nicht ganz ohne Interessc sind, so
sol1 ihrer kurz Erwiihuung geschehen. Alle diese Vcrsuchc
siud von Hrn. F i n k e u e r angestellt worde11, uud uiir sci
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