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Der Rckstand des Schiesspulvers als Pyrophor.

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heit wabrscheidlich ohne Bedeutung seyu. Das Prtiparat
auf nassem Wege bereitet, ist dagegen, wie diefs bei
allen solchen NiederschIagen der Fall k t , sehr vie1 feiuer zertheilt als die zusaininengeriebene Masse, und daher
gmifs weit starker wirkend. Hat sich der aethiops min e r d s , auf nassern Wege bereitet, in der niedicinischen
Anwendung bewlhrt, so ist es leicht, dein Apotheker die
Bereitungsart init solchen Vorsichtsmafsregeln anzugeben,
d a b das Prtiparat rein und in sciser Zusamlnensetzuug immer gleich erhalten wird.
XV. Dcr &iickstnnd des SchifspuZvers aZs Pyroplior; VOTL 231: Mor i t z Mey er.
s e i t Jahrhunderten bedient man sich des Schiefsspulvers,
und doch erst seit kurzer Zeit hat man bemerkt, d a k
dcr Ruckstand, den es beitn Varbrennen IaLt, ein guter,
nnd fiir die Artillerie gef3hrlicher Pyrophop ist.
Dieser Ruckstand wird urn so griilser, je unvollkornmner
die Verbrennung war; zeigt sich daher besonders bei
schwachen Ladungen und kunen Geschiitzrohren in grofser Menge. In dem Rohre bildet er diinae skh'iiber
einander lagernde Schichten ; die Grundfarbe derselben ist
schwarzgrau, und daruber sind gelbe Tropfen gespritzt.
NUF bei sehr trocknem Wetter erhalten sich diese
Schichtcn eine Xeit Lng unverhdert, gewohulich sind sie
h weuigen Miiiutea fcucht und zerfliefsen endlich. Eine
Temperaturvel.iiiidcrurig ist dabci hauin zu beinerkeu.
Kratzt inan aber den Riickstaod, so lange er qoch trokken ist, lieraus, laid packt ihn in I'apier oder Wolle,
so crivlrmt er sich irach eiuer Minute etwa, die Temperatur steigt, wenn iiiaii gcgen & Loth der Masse angeivandt , bis zutn Siedepuitkt ziciolicb regehafsig urn 20
bis 23" C;. in der Miuute; voii 100" C. an wird aber
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die W&mezunahme sehr unregelmafsig , das Thertnometer steht minutenlang ganz unverriickt, und steigt d a m
wieder in unmecsbarer Zeit um 50 bis 60'. Nach etwa
einer Viertelstunde brennt die Umhullung, ja sogar friiher schon, wenn sie ein wenig angefeuchtet war; der Pyrophor, der nach dein Auskratzen aus lockern, duiinen
Schuppen bestaud, biidet nun eine feste gleichartige gelbliche Masse. Zerreibt man sie mbglichst fein und erwCrint sie sehr vorsichtig auf dem Wasserdampfapparate,
so wirkt sie yon Neueln als Pyrophor, jedoch nicht mehr
so kriiftig als das erstemal. LaCst man aber den Pyrophor eine Zeit lnng an der Luft stehn, so wird er weirsgrau, und wirkt nun nicht mehr pyrophorisch.
Die Analyse des frischen Ruckstarides gab Schwefelkalium, schwefelsaures und kohlensaures Kali , nnd
Kohle, einigelnale auch ctwas Schwefel. Unterschwefelsaures Kali war nicht zu finden. Der Riickstand entwikkelte, mit Wasser behandelt, kein Wasserstoffgas, enthielt also kein Kalium.
Das Schwefelkalium war nicht,
wie man aus der Zusamlnensetzung 'des SchieCspulvers
von 1 Atom Schwefel auf 1 Atom Salpeter hatte erwarten sollen, das Erste, sondern verhielt sich ganz wie die
gewohnliche Hepar. - Ein hbchst widerlicher Geruch
scheint auf eine Art brenzlichen Oels im Riickstande zu
deuten.
Die Mengungsverhaltnisse wurden sehr verschieden
gefunden, besonders hinsichtlich des Schwefelkaliums und
schwefelsauren Kali's, weil ersteres so sehr leicht in dieses sich verwandelte. Die Kohle betrug zierulich constant 2 Procent.
Die pyrophorische Eigenschaft des Pulverriiekstandes beruht also, wie bei dein yon G a y - L u s s a c untersuchten Pyrophor aus Alaun und Kienruk, auf der hygroscopischen &raft des sehr fein vertheilten, also vie1 Oberi l k h e bietenden Schwefelkaliums. Urn noch bestirnutter
sich zu iiberzeugen, o b wirklich blots Wasseransaugung
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und nicht vielbicht auch Oxydation hier wirksam sey,
wurdell einige Loth frischen Kiickstantles in ein verschlosscnes Gefzfs gebracht. Man leitete zuerst durch Chlorcalcium getrocknete Luft dariiber, es zeigte sich aber
lieine Temperaturerhijhung. Nun liefs man feuchte Luft
eintreten, das Thermometer stieg fast augenblicklich: dann
ward wieder blocs trockne Luft zugdassen, das Thermometer stand nach einigen Secunden still, und blieb unverriickt stehn, bis wieder feuchte Luft eintrat.
Obmohl also die Wasseransaugung die eigentliche Ursache
der Erhitzung zu seyn scheint, so geschieht doch inimer
eine geringe Oxgdation dabei, denn die Analpse giebt
nach dcr Erhitzung etwas mehr schwefelsaures Kali als
vorher. Der durch lzngeres Stehn weibgrau gewordene
Riickstand zeigte fast nur' schwefelsaures Kali, uod daher
riihrt seine Unfiihigkeit sich ferner zu erhitzen.
Auch direct kann man den Pyrophor erhalten, wenn
man die gcnannten, im Kiickstande enthaltenen SubstanZen in warmen Gefafscn maglichst schnell und innig zusamrnenreibt; doch erhglt man aiemals auf diesem Wege
eine so kraftig wirkende Masse wie durch Pnlververbrennung, gewifs weil man nicht im Stande ist, die Substanzen so fein zu kleinern und so innig zu mengen, wie
Man sieht dabei deullich,
sie es im Pulver waren,
dafs das Schwefelkaliuin nnr schwach vom kohlensauren
K d i iin Wassercinsaugen unterstiitzt wird, und d a t diefs
wie die ubrigen Beimengiiogen besonders nur dazu dient,
das Schmefelkalitrrn fein zu vertheilen, aufzulockern und
am Zusarnlneubacken zu verhinderu.
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