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Der Sauerstoff. Seine Gewinnung und seine Anwendung in der Industrie. Von M. Laschin. Zweite vllig neu bearbeitete Auflage. Mit 25 Abbildungen. Verlag Carl Marhold Halle a. S. 1937. Preis geh. RM. 3 60 geb. RM

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P e 7'so n (I1- un rI H o c h c h u In n c h I'ic A t e n, - ?'ere i n D e u t s c h e r C h e m i k e r
weitaus grofiten Raum nehtnen indessen wiedenini die Schilderung der Mangelsyinptonie und die Behandlung der Physiologie, der Pharinakologie und der therapcutischen Anwendung
in Anspruch. Gerade die Anwendung der Vitamine als neuartige und selbstandigc Heilmittel, fur die sich die Steppsche
Klinik sehr einsetzt, hat seit dem .Erscheinen der 1. Auflage
zahlreiche kichtige Erweitemngen erfahreii. Benierkenswert
ist die optimistische Einstellmg der Verfasser in diesern Punkt,
eine Einstellung, deren Berechtigmg tvohl erst durch weitere
Versuche erwiesen werden kann. Hirizuweisen ist noch auf die
Tatsache, daR beziiglich der AnzaN der mit Sicherhcit nachgewiesenen Vitamine, die sich auf niehr als 20 belauft, Vollstandigkeit in der Darstellung erreicht worden ist , Die vielen
zahlenmaaigen Angaben iiher den Vitamingehalt unserer
Nahrungsmittel und einiger Diafforiiien sind den1 iieuesteii
Stand der Forschung angepaBt und bildcn neben den genauen
Behandlungsvorschriften eine s e l l wertvolle Ergaiizung des
vielseitigen Ruches. Die 1,iteraturhinweise sind gegeniiber der
3 , Auflage betrachtlich vermehrt worden.
Uas Buch ist i ~ ierster Linie fiir die theoretischen und
praktischen Rediirfnisse des Arztes geschrieheii. 13. wird
aber auch den daran interessierten Chemiker iiber viele Dinge
aufklaren, von dencn er sirh auf Grund der zahlloseu Originalarbeiten nur schwer eiii klares Riltl niachen kann. Soniit diirfte
such die 2. Auflage dieses anregenden Buches wiedermii An€I. R u d y . [ R R . 1.39.1
klang finden.
Der Sauerstoff. Seine Gewinnung und seine Anwendung
in der Tndustrie. Von 3f. 1,aschin. Zweite, vollig neu
bearbeitete .Auflage. Mit 25 Abbilclungen. Verlag Carl
Marhold, Halle a. S. 1937. Preis g e h . R31. 3,60, geb.
RM. 4,40.
Das Biichlein will einen Uberblick iiber die Erzenpng und
Verwendung voii Sauerstof f unter Beriicksichtigung der
neuesten Entwicklung geben. Es heginnt mit den Eigenschaften
und Anwendungen des Sauerstoffs, wobei als wichtigste
Neuerungen die Wasscrgaserzeugung mit Sauerstoff, die Anwendungsnioglichkeiteii in der Hiitteiihidustrie sowie Versuclie
zur Frischhaltung von Milch, Fischen u. dgl. durch Sauerstoff
eriirtert werden. Neben den Verfahren und Apparateri zur
Xrzeugung des Sauerstoffs wird auch die Befreiung der Luft
yon Kohlensaure und ihre 'l'rocknung verhaltilismai?ig ausfiihrlich behandelt. Betrachtungcn iibcr die Ergebnisse von
Sauerstoffanlagen sow-ie iiber das Abfiilleii und den Transport
yon Sauerstoff beschliefien das Bucli. Auf die Verwendung voii
wechselbaren Kalteaustauscherii an Stelle der iiblirhen Gegeiistromer wird kurz hingewiesen.
Das Ruch, das leider manchc irrtuniliche Angaben enthiilt,
betorit vor alleni die betriebliche Seite. Nicht wenige, die rasch
einen Uberblick gewinnen wollen, werdeii gerne iiach diesem
Biichlein greifen, da es leicht verstiindlich n n d besonders in1
Aiifang auch anregend geschrieben ist.
H . Ifuusen. [RB. 163.1
Verliehen: Generaldirektor Dr. Dr. h. c. Dr.-Ing. €1. c.
F. Rergius, -Heidelberg, und Prof. Dr. E. S p a t h , Vorstaiid
des 11. Chemisrhen 1,aboratoriums der Universitat Wien, anlaalich der Hauptv-ersanimlung des Niederosterreichischen
Gewerbevereins die Wilhelm-Exner-Medaille.
Dr.-Ing. habil. W.S i e d e l , Miinchen, ist die Dozentur fdr
das Fach Organische Chemie in der Fakultat fur Chemie der
'1'. H. Miinchen ertcilt worden.
Gestorben: Hofrat Dr. H. I m n i e n d o r f f , eiiier. Prof.
fiir Agrikulturchemie an der Universitat Jena, irn Alter ron
79 Jahren. - Prof. Dr. F. v . K r u g e r , langjahriger Leiter der
Physiologiscli-Cheinischen Abteilung der Universitat Rostock,
in Braunscliweig im Alter von 76 Jahren. - Dr G.H. K e d d e lien, a. 0 . Prof. fur organische Chemie an der Tiniversitat
Leipzig, zuletzt Leiter des wisscnschaftlichen 1,aboratoriums
rler I. C,. Farbenindustrie A,-G.Wolfen, Mitglierl des VDCh seit
1917, am 31. Jaiiuar im Alter von 5 3 Jahren.
Ausland.
Gestorben: Dr. I,. S t o r c h , friiher Prof. fur physikalische
Chemie an der Deutsrhen Terhnischen Hochschule in Prag,
am 25. Januar im Alter von 79 Jahren.
A n g e u h m d l c Clieniis
5 1. Jahry. 19,:S'. R r . 5
VERElN OEUTSCHER CHEMIKER
Emil Senger -f-.
In Ur. E m i l Senger, der am 3. Dezeinber 1937 in Berlin
starb, ist ein Altmeister der l'eeriiidustrie von uns gegangen.
Am 10. Mai 1863 in Dirschau als Sohn eines Kaufinanns
und Stadtrats geboren, sclilug S e n g er zunaclist die Apothekerlaufbahn ein, wandte sich dann dem Studium der Chernie
in Leipzig mid Erlangen zu, mo er 1890 zuui Dr. phil. promoviert wurde. Nach 6jahriger TGtigkeit in der cheniischeu
Pabrik seines Scliwiegervaters Ur. M a j e r t in Griinau uiid in
den Akkuinulatorenwerken Oberspree trat er am 1 . Mai 1901
als Cheniiker in die Riitgerswerke ein. Uieser Schritt wurde
liestimniend fiir sein games spateres Wirken 3 1 Jahre lang
hat er als T,eiter der Fabriken Kanxel und Erkner sein reiches
Wissen und sein ausgezeichnetes cheiiiisches Konnen der
Erforschung des Steinkohlenteers gewidinet uiid gtmstige
Verfahren %u seiner technischen huswertung erarbeitet ; init
unerinddlicheni PleiB hat er dazu beigetragen, diese in
Ikutschland reich sprudelndr Rohstoffquelle auszubeuten
und ihre Einzelbestandteile nutzbar ZCI iiiachen. Iiekanntlicli
dringt dic tagliche wichtige Kleiiiarbeit dcs Cheinikers in der
Pabrik wenig nach aullen, uiid ihre Einschatzung bleibt nieist
den besorideren Pachgenossen vorbehalten. So ist im Schrifttuni ifer Rame S e n g e r nur durch die Erfindimg des Hebers
verankert, mit dein man ails rohen und zuhereiteten Teeren
und Teerblen Durchschnittsproben fur die -1nalyse zielien
kann. Die gesamte deutsche Teerindustrie aber weiB, was
diese Industrie
dieser Mann geleistet hat, und wenn h-te
dber die rohen Anfange der wirtschaftlichen Aufarbeitung
des Steinkohlenteers, wie sie Anfang des Jahrhunderts noch
bestanden, weit hinaus ist, so wird der Name des Verstorbenen
dabei nicht vergessen werden.
Dem Verein Deutscher Cheniiker gehorte er seit 1903 an,
und seit 1909 war er eifriges Mitglied des Bezirksvereins
(>ro&Berlin und Mark.
Aus der 1899 geschlosseiien >>heniit L u c i e M a j e r t entsprossen zwei Kinder, und ein gliickliches Paniilienleben gab
den1 Wirkeri S e n g er s Warine und Frohsinn.
Neben dieseni allcm ist aber eines nicht zu vergesseli.
S e n g e r war niclit nur ein ausgezeichnetcr Chemiker und eiii
froher, liebenswiirdgcr Gcsellschafter, sonderii auch ein
tief religioser Mensch. Er war ehi Philosoph. In eingehendem,
his ins hohe Alter fortgesetztern Studium versenkte er sich
in die Gedanken der groDen Dichter uiid Deiiker des deutschen
l-olkes uiid suchte in heioein Hemuhen, diesc Erkenntnisse
iiicht nur selbst zu verarbeiten, sondern auch seinen Freunden
zii vermitteln. Aus dieseni Grunde seines Wesens eiitsprang
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