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Der Thermo-Magnetismus der Metalle eine neue Entdeckung.

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-
VIII.
Der Thernw Magnetismus der Metalla,
eine neue Entdeckung,
-on
dern
k. Baier. OFR. u. Akad. Aitter vox YELIN211 Miinchen.
(Vorgel. in d. Math.Phyl:ClrlTe d. Ak. d. Win. am 12 Apr. 1823.) ')
Daf..
eine EiCenfiange im Zufi'tande des I i o t h g I i i I i e n s
Oiim Magnete wird, ifi eine Bemerkung, die icli Ichon
feit etwa zwei Jahren in der Werkfirttte des Iiiefiyen
garchickten Stahlarbeiters S e d e l m a i e r bei der Gele*) Ich lcge meinea Lefern diefe eben einlaufende ausfihrllche
DarRellung einer Arbeit, von der er fchon rnehrerer aus der
vorliufigen Anzeige des Iirn Verf. S. 361 kennt, noch In diefern StUcke vor, und lane auf lie die FclrBneii Verfuche tiber
denfelben Ciegenftand, womit Hr. ran Beeh in Utrecht mich
etfremt hat, kmmt Hra OerRed's prrlfer Notiz von den liier
her gehtirigen Verfuchen des Dr. Seebrch in Berlin foipen,
thsiis um dem Begebran der VerfaEer nach fchneller Bekanntmachung zu entfprechen, theils urn, rugleicli mlt dem richtigen
Urtiieile liber die Entdeckung , der weitern Erforfchung des
merkwtirdigen Thenno-Magnetismus der Metalle m6glichR befjirdrrlich zu feyn, mit Hr. v. Yelin die Ueberzeugnng :lidlend,
drls die ganz eigneo Erfcheinungen, aof welche dlder ThermoMagnetismus liihrt, draIntrrelfe albr Phyfiker in Anfprach n e b
men und den Unterfuchongen Uber den Electro -BIagnetismus
eiue n e w Richtung geben werde, bei dem jetxt allgeniein verbreiteten und unilblifigen Experimentiren jeder aber aicht forgfam gcnng feyn k6nne. felnen Fund fefisnhalten utid bei LU I m gein ZurBcLhdten ihn fich nicht entliihren zu laKen. Gilb.
z
416 1
genlreit machte, daL icli eineii zu eiiier Inclimtionsnadel befiimmten Stab voii Stalil durch das Ausaliilien
vollkaninml magnetfrei zu erlialteii micli beniiihte.
Icli fand, dafs es iiur eiiie einzige Lase giebt, in welcher eine Ei fen- oder Stahl-Stange magnetfrei aus den1
Feuer koniiiieii kann nzmlich die genane Lage von
magnetiCcli Ofi Segen Wefi. Dicfe Lage m d s die horizontale Stange Cow0111 w ~ l i r c n ddes Gliihens, als
wdirend des Herausnelimeiis und des Liifcliens bclialten. AiiIserdem wird das g e ~ e nNO pwendete Ende
der StaiiSe zum Nordpol, zind zwar defio m e l ~ r ,je
geringer der Abweichungswinkel von der wahren magnetircllen Mittagslinie iR, in melcher liegend, das Segen N gewendcte Elide den Nordpol in der griifsteii
Starke erlitilt welche dnrch den Procefs des Gliihens
in der Stange entfielien kann.
Ich ga6 damals von diefer Bemerkiing mehreren
nieiner hiefigen gelehrten Freunde worunter iqli hie
Herren Fr a 11 n 11 o fer Ma r e'cli a u x H e i n t z 11. a.
anfiihren kann Nachricht I'clLricb Ge auch unl'erm
verehrten S 6 m m e r r i n g. Da ich jedooli in dem ganzen Phtrnomene weiter nichts, alu das Spiel des Erdmagnetismus zu erkennen glaubte, liefs icli die Saclie vor der Hand auf licli beriifien. Bald kam ich jedoc11 wieder auf dieCelbe zuriick. Urn ntrmlicli M o r i o l i i n i'e Entdeck,ung, daCs man durcli Streichen mit
dsm violetten Liclite jles Sonnen -Spectrums, Stahlnadeln niagnetifiren kiinne, mit aller Sorgfalt zu prfifen, hatte icli mir im Lanfe dcs Sommers 1821 diirch
deli hiefigen Meclianikus s e ni l e r die Vorrichtnng,
welclie icli der verehrlichen Iila5e hier vorzuzeigen die
Elire habe, rnacheii lafleren, iini den in einem Fokus
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I
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3
condelifirten LichtBralil auch fc1iranbenf;irmig um dik
Stahlnadel lieriimfiiliren Z L ~k6nneii. W a s mir mit
dem violetten Stralile allein aller Miilie mid Gedilld
ungeachtet niclit vollkommen gelingen wollte, errei&te ich endlich mittelfi eines kr8ftiSeii Fraiinhofer’lchen Brenngldes, durcli den Focus des Sonnenliclitee iiberhanpt mit welcliem icli eine fcine Magnetnadel anhaltend Rrich; fie hekani an de’m gegeli Ofi
gekelirten Elide einen dentlichen Nordpol iind a11
dem entgegengefetzten Ende einen Siidpol.
Meine niichfie Unterfiicliung war natiirlicli niin
darauf gericlitet ob das Sonneiiliclit liierbei als Colches, oder niir vermiige der erzeugten W a r m e gewirkt
habe? Und lo wiederliolte ich den Verhcll mit der
Abh~dernng,daIb icli einen feinen Stahldralit von etwa
Linie Dicke und 2 Zolle Ltinge, mit der mittelfi
Blalens durch ein Lathrolir gebildeten Spitze einer
Kerzenflamme wiederholt nach einerlei Richtung
rfricli. Es gelang mir bald, nielirere Nadeln aiif diel‘e
Weilh iiicllt nur ontichieden niagnetifcli zii ninchen,
fondern aiicli die Pole in denrelben iimzudrehen. Be-
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ronders Ieiclit und ftnrk zeigte Ecli die Wirkiing an
einem Stiicke H i c hter’fclicn Nickeldrahts. Streiclrt
man die ~tllizeNadel m’it der Flamme dergefialt dab
der davon beriihrte Punkt zum Rotligliilien komnit,
und wiederholt das Streichen (bei welcliem iibrigena
die Richtung gleichgiiliig zn feyn blieint) einige Zeit
llindurch, lo findet man auf der gen N oder NO gericlitet gelVeheil Seite der JSadel einen N Pol, auf
der anderii einen S-Pol. - Aucli dieCen Verllch 118be ich den oben genannten Freiinden, aiifserdem nielrrereii fremdeii Gelehrteii e. B. den HH. ProfelToren
,
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c
418
3
A t t i n g h a n r e n aus W i e n , i K r e m e r aus Raab,
0 e r fied aus Kopenhagen u. a. gezeigt jcdocli geSlaubt aiicli ihn fur eine blof'e duroli die Warnie begiinfiigte Einwirkiing des Erd Wagnetismue anfeheii
zii muffen. Ich leste daher fo wenig Werth daranf,
dafs icli ihn nicht iiffentlich bekannt gemacht babe,
bhien w i r gleich daraus hervorzugehn
dafs aucli in
,,Hm Morichini's Verfiich nicht das violette Licht in
,,Cpecififclter Natui-, fondern iiberhaupt niir die W a r ,,me die Magnet;firung hiner Stalilnadol bewirkt habe."
Gleichwohl war ich begierig ZLI unterfuchen, ob
nurser den1 Eifen und Nickel, nicht anch die iibrigen
Metallo im Zufiande dee Gliihens fiir die Wirkung deo
Erd Magnetisnnie empftinglich wiirdeii, was mir i n
l'ehr bedeutenderi Hitzegraden m6ghch Ichien. Ich
Rellte mit Stangen von Platin, MefIing und Knpfer i n
dem Ofen der k8n. Porcollain-Fabrik ZLI Nymphenburg
deshalb Verfuclie a n , fie blieben jedoch oline Erfolg *).
Kdch diefen Vorarbeiten mnkten Hrn Dr. S e e b e c k ' s neiie tliermelectro-magnetil'che Verfuclie von
denen das phil@phical Magazine 1821 die erfie,
wiewohl Ikhr oberlkichlichs Notiz entliiilt und welclie ich, (x~iittelfi eiiies aus einer Stange Antimoninm und einer klammerftirmigen Schiene Kupferblechs zu~arnmengelothetenBogens, der an einer Seitenfielle eiiifiirmig erwarmt, ziemlich Rark, gleicli einem Schliefsungsdrahte, auf die Rlagnetnadel wirkt) "1,
durch Hrn Prof. Oerfied'a Auwefeiiheit nrrlier kenneii
,
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.)
GegenwPrtig dabei wareti der H. OBgR. Freih. v o n I n i p e n -
b e r g uud der Hr. Infpect.. CommiITair S c t i m i t z.
Vergl. Annal. gegeiiw. Jalirg. St. I S. I 1j.
6.
V.
Y.
E
419
I
Jernte, 'meine Aufrnerkfamkeit in hohem Grade ewesen. Ich liabe mil Bogen ails Kupfer und verrchiedolien Metallen, die Hauptverliiche der KlaITe in ihrer Sitzung am 11 Jiinner diefes Jahres vorzuzeigen
die Ehre geliabt und Ceitdeni mit EoSen undlstangen
aim Gold, l'latin, Silber Eifen, Kiipfer, Zinn,
Zink, Blei, Antimon und Wismiitli eine Iieihe zahlreicher Verfiiclie angefiellt, in welclien mir eine eigene zur Zdamrnenletzung uiid Erwgrniiing der Metalle
dionende ganz einfache Vorrichtung 1'0 uncrwartet
confiante iuid lichere Keliiltate gewtihrto, dafs icli mir
urn fo melir vorbehalte, diel'elbe der verelirl. KlalTe
vorzulegen und alsdann bekannt zii niaclien da iiber
diere VerIuche von dem Entdeclter felblt ziir Zeit
nichts in3 Pnblikum gebracht worden in.'
In Hrn Seebeck'e Biigen ifi Contact lieterogener
Metalle, ifi alfo, Volta's bekannten Verfuchen zu Folge,
bereite freie, wenn fchon Gch noch im Gleichgewichte
befindende Electricitat vorlianden. Die Wrrmc fchien
fonach, beim erfieii Anblicke, als fortleitendes Flnidum
cfluide &fdrent) zu wirken, uni mich diefes Ansdrucks
von De Luc zii bedienen; oder, wie AnipAre es betrachtet, die Warme fchien die durch den Contact
der beiden verlchiedenartigen Metalle bereits in Spanjiiing verletzte iiaturliche Electl.icitrt in Bewegung, nnd
dadurch in magneto-motorifclic. Tlititigkeit z u bringen.
Abergleichwohl ergaben Gcli in denverfuchen mitdielen
Bogen Schwieriskeiten, welclie nach diefer AnGcht nicht
211 erkltiren waren. Denn Knpfer iind Zink geben vie1
fiarkere Contact Electricittit, ale Kiipfer nnd Antimon nnd deiinoch wirkeii in1 Seebeck'fchen Bogen
die beiden letztern Metalle bedeutend fiarker, 31s er-
,
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[
420
1
fiere. Feriier ifi Kupfer fowohl gegen Zink, als gegen
Antimon das galvanilcli negative Metal1 dennoch
wirkeii Bogen a u s Kupfer und Ziuk und aiis Knpfer
und Antimon, unter fonfi gaiiz gleiclier Beliandlung
entgegengelktzt auf die Magnelnadel. Endlicli ift, deli
Refliltaten des Electro-Cliemismus ganz entgegen, die
Verbindiing von Antimoii und Mupfer aus der ganzen Reilie der in knpferne Bogen cingeMiloITeneii
Metalle die Einzige, wclclie deli Nordpol einer Mag-
-
iietnadel sen
{s
,
,
unter den nanilichen Umfianden
ablenkt, unter wclcliexi niaii alle iibrigen denIXle11 gen
{
ableliken Gelit.
Es fcliien mir liiernacli offcnbar die Wiirnie i n
-
den merkwiirdigen Seebeclr’fclien Bogen Verliclieri
oine wiclitigere wefentlicliere Rolle zu-fpielen 418
blos Fnhrmanns-Dienfie zii verriclitcii dalicr icli niin
verhichte, ob nicht auch gefchlo~eneBogen uu8
einerlei Melnll asf ungleiclie W e i f e erwarmt die
iiatiirliclie Electricitat des Metalls lofen und i n Uewegung bringen wiirden. Da icli mich dabei Celir feiner
wid vie1 enipfindliclierer Magnetnadelii ale der lcliweFen auf Metalllpitzen bliwebenden bediente gliickte
niir gleich der erfte V e r C d iiber meine Erwnrtung *I.
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,
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,
*) Da fir alle folgondeu Verfuclie eine vollkommene BoullblooVorrichtung eine unerkifsliche Redinguiig iR, fo flige ich hier
die Bdchreibung der BouITole bei, welche Imir, nach meiner
Angabe, der hiefige beriihmte Mechanikus Hr. Lieblierr verfertigt hat. Es Rellt Fig. 6 diefe fehr etnpfindliche, Z I I den
feiulien Vert‘uchen dienliche Bounole in ihrer wirklicheii Grbfse dar. Die Nadel iR 20 Par. Zolle lans, pfeiliurmip sugo-
Es fiellt
in Fig. 7 nbcdem einen ctwa 5"' breiten,
$"' dicken mid 10 2011 langen gercliloflenen Bogen
von Kupfcrblecli oder Zinkblech vor, der bei 6 hart
eingeliitliet, oder, urn alles fremdartige Metall zu
entfernen dicht und fell durchge~iictlietiR. W'WQ
nian den Theil a b iiber eider Wacliskeize erwarmt,
bis die Wiirnie z w i f c h e n , ~und d fitark in der Hand
gefpiirt wird, und dann den Tlieil cdem des Bogens
in kaltes WaKer tancht, um in ihm eine verlchiedene
Wtirrne von der der anderen Hdfte zii erregen, To
zeist der ganze Bogen deutliche und befiiriimte electromngnetirche Wirkungen, und zwar, l'omol~lin entgegengefetzten Lagen gegen den N-und S-Pol, als auch
,
fpitzt, in der Mitte 0,3 Lin. breit und van Poftpapier-Dicke, und
durch ihren Mittelpunkt iR ein feines mit Silber eingeltjtheter
Stiickchen MeGngdraht fenkrecht auf ihre FlPche aufgefetzt.
Die ganze Nade! wiegt I Gran Niirnb. Gew. Das vertikale
Drilhtchen iR mittelIt W a d i s , oder in WeingeiQ aufgelblten
Siegellacks, an dem untern Ende eines einfachen Fadenr einer
Krenzfpinne, und das obere Ende diefeea Fadenr eben To an
einem im Mitteipunkte der BouiTole befindlichen und von oben
herrb verfchiebbuen meflingenen Stempel bofefiigt, und die
Nadel an dierem Faden genau balancirt. Aufser Gebrauch wird
fie rnittelR des Stempels in die im Boden der BouKole befindliche , auf der Zeichnung angedeutete Rime niedergelifen
und mittelfi einer fehr diinnen Sperrhakenr darin feltgehrlten,
fo, dafs fie transportabel ill. Der verfchiebbare Stempal, welcher die Nadel trigt, reibt fich in eiuer gefchlitzten, federnden
Hiilfe ron Mefling, welche auf einem Glasrohrchen aufgekiittet ill. Diefes Glasr6Lrchen iR unten in (:inem Ringe, und mit
diefem in eine kreisrunde i n s dem Deckelglafe der BouiTole
rusgedrehte OeKiiung befefiiget, fo dafs die Axe der Nadeltrlgers feiikrecht auf dem Mittelpankte des gailzen BouKole Re-
[
422
J
Gber nnd unter der Nndel mit dem erwgrmten oder
dern kalten Ende vorwgrts, auf entgegengefetzteWeire.
Man fielit in B, C, D, E die Richtnng des N-Pols
der Nadel in den 4 Hauptftellungen des Bogens fiir
den Fall dargcftellt, wenn e d a s kalte und b das erwiirmte Ende ,des Bogens ifi. SelbR die Lagen wie in
F, vor oder hinter der Magnetnadel, wirkeii deutlicli,
wenn man den Enden der Nadel nahe genus mit den
Bogentheilen kommen kann.
Man beobachtet, wohin der N- oder S-Pol den
erficn kleineii CoSen niaclit, und hilft fodann dttrcll
ein nach deli Scliwingnii~s-Zeitenabgemeflenes takt-
,
het. Der Iilberne Limbus iR in 360' getlaeilt. Das fehr dUnne
Glas wird mittelft des Xufserfien liinges feftgehrlten, der fiber
der zirkelBrmigen Wand der eigentlichen Bouffolen-BUchte gedrXngt einpafst.
Bine folche Bouffole iR f i r dle felnften electromagnetikhenVerfuche brauchbar, und eine To aufgeldngte,keiner
Reibuiig unterworfene und democh mit Sicherheit van einem
Orte rum andern transportable Nadel, wird wenn man das InRru.
ment mit Dioptern verlieht, gewifs mit grofremNutzen felbR zum
Geoditifchey Gebrauche Anwendnng finden, da bei eiuiger V o p
ficht, darzerreifsen des Spinnfadens fo leicht nicht zu befiirchtea
iR. Nach meinen Verfuchen trzgt ein Kreutzfpinnen Faden
bis 24 Grane, eine folcbe Nadel wiegt aber bei. doppelter Liinge als die befchriebene, nur 2 Gran. Die pus der
Triigheit der gewchnlichen Nadeln antfpringende Unzuverlliffigkeit, hat diefes beim Feidmeffen To niitzlichen und Arbcit fiirdernden Infirunient bisher allein in Rliskredit gebracllt.
Bei electro magnetifcheu Verfiichen wird die Nadol entweder
dem Boden, oder dcm Deckelglare, fo vie1 mSglich genxhert.
Wollte man den Boden ganz frei haben, To liefse fich leicht eine
andere Sperr-Vorrichtung ftir die Magnetnadel anbriogen.
-
-
-
v. Yolin.
c
423
3
mafsiges Dippen riiit den] Bogeii nach, oline jedoch
den Boden der BonlTole im mindeBen zu beriihren.
Nach wenisen folclien D i p p u n p i 11at ficli der Bogen
in der zii,~eliiirigenRiclitiing bereits bedentend vergriifsert und man kann aiif lolche Weile dio anfanglich genommene Ausaeichung des Pols (die jeder Bogenlage ziigehiirige 'Riclitung deITelberi) auf keine
Weire verfehlen iiocli verkennen da ein Dippen
bei entgegengefetzter Scliwankung die Vibrationen in
kuqzer Zeit ga11z hemnit uiid vernichtet. Id1 bemerkte Iiierbei, dafs aucli der aulserlialb des Bogens liegende (nicht wefentliclie, aber bequeme) Tlieil ah
electromotorifch wirkt; das diirfte er aber nicht, wenn
das Phtinomen durch die Form des Bogens bedingt
wgre, wie ich anftinglicli vermuthete.
Ich gnderte nun Hrn Seebeck's Verfuch dahin ab,
dafs ich zwei verrchiedenartige blos mit der warmen
Hand, v i e in Fig. 8, fefi a n einander gedriickte MetalIe, z. B.'Wismuth nnd Kupfer Zink und Kupfer etc.,
auf die Magnetnadel &ken lieb. Ee gelingt diefee
,
,
,
,
oline ScKwierigkeit) und das i/i?woh2 die einfachpe
Art, wie man die thermelectro mugnetychen VerJuche nnpellen bann. Der zwifchen den Fingern er-
-
warmto Theil der beiden Fliichen (die rein metallifcl'cll
und eben abgedreht feyn miiITen) wendet die Nadel in
verkehrtem Shine gesen den urn 180° abftehenden
Punkt der beiden Plotten.
Nachde111 icli Colchergefialt mir die Ueberzengtulg
verfchafi hatte dafs Lei allen ClicLli firfclieinu~i~eii
die Wirkung &lit von der F i p r der Metalle ablitingig fey, fing ich a n zu lioffeii, dots iiberllanpt jedes
Metall fclion fiir Gcl; ollriii clectro-m;lgiietifch wirken
,
I: 414 3
werde, fobald es niir an zwei verfchiedenen Punkten
11nter ziemliclier WHrnie- Differenz ungleich fiark era
und icli fand melir als icli
\v:irmt werden miirde,
erwartexi m i diirfeii glaubte.
Ich entdeckte narnlicli 1) daji alle Metnlle; Qhne
-
Ausnnlime, fobald Jie a n ewei Stellen unglaichen
ybmperntur Graden uusgefetzt Jind, zu Magnetofilotoren werden und zwar verhaltnifsmafiig deJo
Jisrker, j e griijser i n beiden Stellen ihre WizrmeDzJ7erenz; zy.
2 ) DnJs Jch bei diefer MngizetiJirung durch
W G r m e , Eigenthiimlicltbeiten eeigen, ilurch welche
J e J c h volt dem durch OerJted entdecilen ELe c t rof i ~ a ,nq e t i s nt u s wejhntlich nuszeichnet weshall
i c h Jie C u m Untefcliiede derfelben T h e r rn o - M a g n e t i s m u s nenne.
1. Ee ley Atl FiS. g ein Stab aus Wiemuth, oder
atis Antimon, Kupfer, Silber, Zink etc. oder einem
-
,
,
andern der lisfier Cogenannten unxnagnetifclien Metalle. Man erwlrnie i n der Hand j belrer i n kocliendem WaCTer oder iiber eincr Liclitflamme, die eine
Hiilfte CB delTelben, wahrend die aiidere Halfte AC
durch kaltes oder Eis-Waffer kalt erlialten wird. D e r
Sanze Stab wirkt nun auf die Magnetnadel, und es
wird nun Z. B. die Hrlfte CR den Nordpol der Nadel,
unter welclieii fie gebraclit worden ifi, gegen Ofi ableiilicn w~lireiiddie Htilfte C A denlelbcn gegen W e R
zu dreht.
2. D i e Mitte dcs Stabes C, Fig. 10, werde erliitet,
,
w ~ l i r e n ddie leideii Eiiden A, h Iialt Llciben. Sclliebt
niaxi daiiii nacli iind nacli die Stange mit dcni kalten
Elide B voraii unter die Magnetnadel yon N gegeii S
I 435 I
I
m durch, & w i d die Ablenknng gerchehen wie
Fig. 10 lie zeigt, 8. B. am vordern kalten Ende der N.
pol gegen W, am warmen mittleren Theile C gegerr
QR, tmd ~ e g e nh $weits kalte Ende A zu wiw
der gegen WeR.
,
3. Dreht mon den Stab urn, und bring), w&
rend gie Gegend bei C
' erwitrmt iR, dae Ende d voran,
;r?deq nian iibrigetle domit wiederum den VVeg unker
der Fadel von N gegen 9 z u nimmt, lo erfolgt Alles
&gp Co, wie in (2).
- . 4 In allen Fallen bringt die Lage A-B, und
6
.
die ontgegengefetzte l3-A dee Stabs unter der Nadel,
bei 'fonR gleichexi Umhnden entgegengdetzte Ab*
hnkungen det Pole der I\bagnetnadel hervor.
5. Ein Stab, det die mittlere Temperatur, z. B,
14 bie is* R hat, terde an feinem einsn Elide nicht
erwtrmt, Condern b.eine kalt machende Mifchung
gelegt. Alsbald zeigen Ech, je nach der Natur der
ljdetrlls mehr ' o h minder Rarke 9 magneto motorid
tile Wirkungen.
6. Wiurnuth wiAt untcr iibrigem gleichen Urn&
Randen am mrkften BrSi am rchw~chrte~~
auf die
Magnetnadel, Ich glaube die Reihe der Wirkfamkeit
fiir die eintelaen Metalle vor der Ibnd d o annehmen
-
,-
zu kiinnent
wwd:
drirnoa:
Gotd; Zinn: B b i ,
Silbat Rapf*l P u t
h& 6s aber noch f'hhfer 2t1 befiimmen, Wmn ich
mir st&e votl gleichen Dimenlionen au d e n Ma*
tdsn werde vorlchoftt habed.
. . Glb. And. d, Pb;rBk, B*75, St.4. J, $8134 ShC
Ff
I 426 1
7. Stube, 7 2011bis z Fuf.lang m i d 5.bie 6 Lin.
Gevierte welolie 5ch niir machen lief6 wirkten
nlle ziemliah hark; find fchon Sltrbdier~24 2hil 1aq3
und g Zoll dick, wjn Silbsr, Platin, Ktlpfer, zi~~k,
zeip,n deutliche VVirkung.
,
,
8. Naclifieliende Verfuche find mit 7 2011langcn
Staben von Wimnuth gemacht , deren Querfchnitte
die in Fig. 1 1 unter A bis G angegebenen Gefialten
nnd eine Iblcl~eGrbfse liatten dafs fich jeder in einen
Kreis von i Zoll DurclirnelTer einfchrribeii liefs. Die
B~~chhaben
o, w bezeiclmen die Ablenkung , welche
,
der Nordpol der Magnetnadel von den Staben nach
OR oder W e l l in diefen VerlLchen erlitt, wenn dae erwirmte Ende des Stabes unter der Nadel, rnit der Seite
an welcher der BtdiRabe fieliet aafwsrts von N nach
S dergefialt lag, dafs fich die Axe der Nadel in einerlei Verfikal-Ebene rnit dcr Are dcs Stabs befand.
,
9. Beim Vergleichen dicfer Wirkungeii mit denen welche ein OerRed'Iclier Schlielsungs-Dralit yon
,
demlelben Querrclinitt auf eine Magnetnadel gufsern
wiirde, zeist ficli zwar, wenn, wie in B, C, D und
G, die game eine Malfte des QuerCchnitts auf verlrelirte
W e i L als die andre wirkt ~iichts,was eiiien therniomagiietil'clien Stab von eineni electro magnetihhen
unterfclilede. Denn denkt man Gch eine gel'chlolTene
einfache galvanifcheKette von der Form wie in Fig. 12,
die an iliren beiden Enden rnit Zapfen tap welche in
Pfarmen liegen, v e r f e h ifi, mittelfi welclier fie fich To
urn die Zapfen an drehen l&
dals der Dralit 6& die
Mqpetnadcl nacli iiiid nach ganz umkreik, fo rnul'e
bei dcr Stellung des wie in der Figur bel'chaffenen
,
-
,
,
Electromotors c vertikal
{ :::tr]
Gb’, das
den1 Dralite
-Maximum der ALlenkiing dcs Kordpols nacli
enthefin, iiidefs er in Iiorizo~~talerEbene nlit der
Mnpetnadrl cinnial rcclils, das andre Ma1 links von
derSelbcn, gar keine W i r k u n g auf die DeclinationsKadcl Hul‘sert wodurcIi Gcli alro die obigen Erfcliei11un8en dcr 4 - und 6 - eckigcii WismiiilifitiLe nachmachen lamen; ( w o g e p n ini leizteren Falle das Maximum der Wirkuiig auf die Inclinatjons - Nadel erfolgt,
eiri Verlhcli, der die voii A1tlla11s’~~che
Zweiaxen-The+
rie des Scl iliefsungs-Drahtes vollkoni~ne~i
widerlcgi).
,
,
Uei Qiicrfcli~~it!ender Strbe d a g e ~ e n ,voii
CeIialten \vie A, E und F in Fig. 1 1 , zeigcn fich Ei10.
,
geiitl~iiiiiliclikcitenin den I’l1~1io111ciio1iwodurcli Gch
die Wirkung der c r w h n t e n f i h n l l k i l e voii dcni dea
odcr C~eCflifC~i-liiagiledrelilarcn Sclilic~’siiiigs-l)ra~ilcs
,
tiCchen Leiters Gclitbar auszeiclinet und dadurcli den
Kanie~iThernio Mrzpetismus f u r fic rcclitfertigen,
-
obfclion icli dariini keineswegs gcmcint b i n , der Ein-
wirktuig der durcli die W S r n i e erregten und in Beweglini; gefctzteii iiatiirliclien Electricitat der Metalle iIir
1ieclit nLzuli,reclicn, oder das l’li&noriien felLfi als e i n
-
eigcntlicli eleciro 11iagnctiC~1lceverkenilcii ZLI wollen.
Offenbar Cagcn die L’;rfclieinungcn a n den Stiiben A
ulld E der AnGcht 211, welclie Hr. P r e c 11 t 1 in feiner
erfien Abliandluiig iiber Ocrlied’e Verfuche ( i n Gilbert’s Anna]. N.I=. 1821 St. 3 1). 259) g e ~ e b e nh a t , lllld
es find beSanders die W i r k u n ~ o nan den1 runden Sfabe E denen des von ihm angrgebellen 11lc11raxiye11
in allen St iickcii ahdicll. Da‘rransvcr~~l-Magiieten
Ff
2
t 429 I
gegen parst diere leine Anficlit wiederum auf kcine
Weire ZLI Erkl~rungder Erfclieinungen an den Stiibeii B, C, D nnd G.
allell Unifiiinden erhellet, dafs das Ge11.
fiige der kleinfien Tlieilclieii ini Iiinern der gegoCTenen
Stiibe, all'o die KryJnZZzJztion derlelben auf die Bild o n g , Anzalil Lagc und Aearserung gewiCTer magnetil'clier Kraft -Linien Einflurs gewonnen h a t , dnrclL
,
,
deren Aiinalime die Erfclieinungci1 be; deli Stliben A,
& niid E' allciti geniigend erkkirt werden kiinneii.
Und in Ib fern erfcciieint diere erfie Kenntnifs iiber
den T l i e r m o - n ~ a g n e t i s n i iiiclit
~ i ~ o h e Wichtigkeit, da
er uns die erlien Blicke i n das noch ganz d~uilrleCe-
-
biet der Kryfiall- Electricittit und Kryfiall Bildung ZLI
gew iiliren lcliei nt.
12. Dafs aber die bei der ErwSrmlung der Metallhangen ficli bildenden niagnetirclien Axen oder &aftLinien (reJ.dtunles) mit der Art iind W e i f e , .\vie einc
folclie Metallfiange nach dern Giifle erfiarrt und in illpen kleinfien Theilchen Gch kryhallinifcli gefialtet,
wefentlich zufammenhangt zeigen die Relultate der
folgenden Verfiiclie :
a) Ich Iiefs zwei gleich grofse, 1 2011dicke und 7
Zolle lange cylindrilche Stiibe ails Wisrnnth giefsen,
wovon der erfie unmittelbar nacli dem GuITe iiiit der
Gielsflalche in kaltes WaITer geworfen wurde, der andere aber langfam etkaltcte. Der erfiere bekam a11 zwei
gegeniiber liegenden SteIIen Rifle utid eine wiilff artige
AufblahLlhgin derMitte; der letztere hliebiri allen Thei-
,
]en ganz. Der fchnell erkaltete Stab ifi atlf der Seite,
w o der EingiiCs geCchali, polarifcll genau in z $&he
H d f b getheill
fo, dafs diefcs
Eiiigu&E&
mit der
1 429 I
eilieii Halfte den Rordpol der Nadel beim Erwarnleli
nach O h , beiiii Erkxlteii iiacli W e f i ablenkt, mit
drr andern Hiilfte aber beim Erwarineii nac11 We&
beini Erkalten nach OTt. D a s entgesengefetzte, beiiii
Giel'sen zu unterlt befindliche Ende des Stnbes llat daegen 4 zienilicli gleicli abgetheilte Iiegioneii w e l c h
$en Nordpol der Nadel die erlte z. H. nacli 0 , die
zweite angriinzende nach W, die dritte iiach 0 mld
die vierte wieder nacli W ablenken.
,
b) Es fiellen E und P in Fig. 1 1 die beiden E n den des langfanier erkalteten Wisnintli - Stabes vor,
u n d zwar F das obere am EinguKe befindliche, iuid
E das untere Ende. Das obere ifi ebenfalls i n 2 jedoc11 ungleiche Polaritats Hdffen abgetheilt wovoit
der einen, (bei Erwarmung diefes Endes der Oltpart i e ) etwa 90°, der andern (der Wefipartie) 270" zukomnien. Das iuntere Ende ifi dagegen, wie E in
Fig. 1 1 zeigt, 6 polig, fo daIs etwa der fiarkfieii m i t
W bezeichneten Abtheilung gfjo, der folgenden O h
Partie 620; der angrtinzenden W - Z o n e 57"; der
naclifilidgenden W-Abtlieilnng 480 ; der folgenden
iililich-wirlcenden 4 2 O , uiid der Sten Oh-Zone 56" angeharen.
c) Von beiden Stangen erkaltete jederzeit das obere Ende am EingnITe, wo es der Luft am langfien ausgeretzt war und das Metal1 minder compact ifi, zuerfi,
p n d das untere langl'anier. An dem untern ifi alfo das
Gefuge der kleinfien Theilchen ansgebildeter und regelmabiger geordnet. Beide Stangeii haben darum
obeii die wenigfien, unten die nleifien Pole, und die
lclinell erkaltete hat deren nur 4 , die langfamer abgekuhlte 6. Leider find mir zwei Cylinder, die icli lklir
Iangl'ani verkiililen laKen wollte, im G u f l m
~ iblu~~gen,
ich f l u b niir dalier weitere Verhche vorbelralten.
d ) D i e Wirkungen li@ ihrer Starke l ~ a c l i , der
Griifse der Zoncii zienilicli proportional fo d a b z. B.
die 2 7 0 0 einnehmende, bei weiten1 Itarker anf die Kadel wirkt, als die IILW goo ausgedehntc.
,
-
,
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