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Der tropfbar - flssige Sauerstoff oder das oxygenirte Wasser.

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ANNALEN DER PHYSIK.
JAHRGANG
1820,
-
ERSTES STOCK.
I.
D e r tropfbar flib'ffige
o d c r d n s oxygenirte
entdeckt yon Hrn. THERAAD)
Prof. a. d. Univ. in Paris.
Frei dargertcllt von Gilbert.
H e r r Thenard iR auf die eben fo iinerwartete als
wichtige Entdeckiing, did's der Saiierltoff mit dem
WaITer in Verbindung treten und yon demfelben mit
einer bewuiidernswiirdigen Kraft verdichtet iind Sefeffelt werden kann nnd der an das Wunderbare grznzenden Eigenfchaften, durcli welche Gch diefe Vcrbindung auszeichnet zufdlig gefiihrt worden, ah cr auf
dern fchon vor mehreren Jahren gemeinbhaftlich mit
Hm. Gay Luflac betretenem Wege weiter fortfchreiten, und das Verlialten der Sluren zu dem yon ilinen
aufgefiindenen zweiten nnd hiichrten Oxyde des Baryt -Metall$ genauer erforfchen wollte. Er redete mierficn Male iiffentlich von dem ? was leine Verhche
iiber diefen Gegenfiand ihm Unerwartetes gegeben haA
Annal, d,PhyGk. B.64. St, I. J, 1820. S1.y.
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ben i n einer SitzunS der Parif'er Akadamie der W i L
IenScIiaften am 27. Juli 1818, iind binnen eiiiem J a h r e h a t e r die Akadcmie nocli ee/zrz.Mal von den Fortrchritten Seiner Unterfiichung Linterhahen rnit dc
er feitdern fan uniinterbroclien hei'ohiiftigt war. Diek
in der Akadeniie yon illm vorgelel'enen iuid in den Rniiales de Chiniie Lekannt gemachten Anflhtze , find die
Quelle, ails dcr icli meine Darfiellung fch6pfe. Sie
War iiicht oline Scliwicrigkeit ~ v n rd emir jedocli bcdeufend erleichtert durch die wiederliolte eigiie -&TlfiCllt
der Saclic welche n i h Hr. Tiienard i n lciiicin Laboratorium rnit der zuvorkornmcndfien GefSlligkcit VWIcllaKt hat. Und icli bin i h m iind den iibriyeii wih.diSen Manilern in der Ilaiiptfiacit Frankrciclis , d i i r d i
deren angefirenSte Arbeiten wir uiilere KeniitiiiTTc i i n
Oebiete der Clteniic? auf eine lo ausgezeichnetc W'cil'e
jrhrlicli eriveitert Selicn das Zciignil's fcliuldig dafs
ich mi& ( welcliee eiiicr nieiner I-Iauptzwecke inciiicr
Reif0 nacli Paris war) iiberzciigt liabe d d s ilire Vorrichtungen ziiid ifire Art ZLI verfal~fenin der T h a t den
fiolien Grad voii GenaniSkcit gewdiren, den ilire Auffiitze angeben, uind date fie durch dielklbeii in dcr
That i n den Stand p k t z t find in kurzcr Zcit lo uiiglaublicli viele Verliiche geiiau durclizufiiliren, wie
wir lie gaiiz beloiidcrv iii den Arbeiten Hrn. Ga)--Lu1'h ' s zii lewpndern liaben , der in ~ ~ ~ i l ~ ~ c Jdir
liexii
durch [cine VerSticIic iii das Rciiie p A n d t h a t , v o z u
man vor Lavoifier's Zcit vielleiclit ein &~ciil'chenlebcr-1
gelrauclr t liabeii wiirde.
Bei clciri A.u~~erordeiitlic1ien
der Erl'chcinmiSen,
auf welcllc 1.b. T h n a r d ganz nnerwnrtct pfiillrt warden ifi, war es kanm nio$icli,dafs cr Gch So$eich in r t c n
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C 3 J
rechten Geliclitspunki h2tte verfetzeri kijnnen j er gelangte zu demfelben erfi nich vielen und miihfamen Arm
beiten. Urn indefs meine Lefer nicht unaijthiger Weire durch ALwege (Anliditen und Sjltze, die nicht ganz
wahr find, und deren Berichtigung 1 zu fiihren liabe
iclx die Rolle des Berichterfiattera iibernommen fo
lelifieich und interenant amh alles ifi, was yon Hrn.
Thenard kijmmt, der fich drs Veraenfi der Kiirze and
Eleganz der DarRellung zu erwerben weifs.
Tropflar-jfifiger SauerJof ifi iibrigeno eine Be~iennnng,die lch dpm neu eiitdeokten w e l k n gebe,
DaL fie ganz in der Andogie der iiblichen chemifchen
KrdXpracbe iR, wird aus dem was weiterhin fdgt,
hervorgehen, und ifi fie auoh an fich d i t richtiger als Hrn. Thenard's Bezeichnung : osrgenirtes WnJJ i r , To lcheint mir docli durcli fie die htdeckung, ihrcr ginzen Wiclitigkeit nach befleer cbarakteriIirt zuwrden.
Icli fetze voraiu, dafs es heinen Lefern bekannt
fey, dal's der reinc Baryt 9 wie man ilin dnrch Gliiliep
des f'dpeterfaurcn Baryts erliiilt, das Oxyd eines eigenthiimlichen Metalles ifi, niirnlich des V O ~ IHrn, Davy
rein dargefiellten B Q ~ U V
oder
Z Baryt-Metalls, und dafs,
menn man dielks erfie Oxyd in Beriihrung mit Sauer&#gas n d s i g erhitzt 9 es nocli niehr Sauerfioff, & er
rcllon enthrlt einznl'cliliirfen uiid ficli damit in ein
eweites Bnryum- Oxyd yo11 feltem und befiimmtem
?difchunSs - V e r h h i l l k , welchcs das hCchJte uns bekannte ifi, zp vewaiidelii vermng; ganz dem Verlialtell des Kalium und des Natroniuta gem&, deren erd
fie Oxyde ficli aid iilinlicheArt in die hijllern von €in,
T I l e n d and Gay Liinic gemcinl'c1~;tftlichentdeckten
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In der erfien feiner Vorleflingen (vom 27. Juli 1818) berichtet Hr. Thenard der
Akademie der WiKenfcliaften , er habe Gcli durch ErOxyde verwandeln laKen.
hitzen einer gewogenen Menge reinen Baryts in ei'ner
iimgebogenen mit Queckfilber gefperrten Glocke voll
Sauerfioffgns, iiberzeugt dnh der h r y t (d. h. das erfie Baryiim Oxyd) beinahe ebcn 10vie1 Sanerfioff, als
er fclion enthrlt, i n fich fchliirfe, wenn er fich in dzs
hiichfie Oxyd venvandele ; und dah, da i n dem reinen
811s falpeterfaurem bereiteten Baryt imrner ehvas hiiclifies Bnryum- Oxyd 6 h o n vorlianden ilt wie er fich
durcli Verfuche iiberzeugt habe, man anzunehmen berechtigt fey dafs 3as zweite Baryum Oxyd genaii die
doppelte Menge Sauerfioff a h das erfie bei gleicher
Menge von Baryum enthalte +).
Hr. Thenard Iah ferner dafs z\lreites BaryumOxyd, wenn er es mit Wafler befeuchtete, Rifle bekam und in ein Pulver zerfiel ohne fich merklich zu
erhitzen,zind zerriihrte er es dann in das 7 bis 8-fache
Gewicht WaKer rind fetzte IchivvclcheSalpeterfaure all-
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Nach Hrn. Berzelius fchliefst das erRe Oxyd auf 1 0 0 Gwthle.
Baryum IJ,@Z Thoile Sauerltoff in f c h , und nach Hrn. Thenard's erlter Ausgabe feiner Chemie 1814, foll das zweite Baryum-Oxyd dnrch blorse Hitze nicht zerfetzt werden, eben fo
wenig in der KPlte dorch die einfachen verbrennlichen K6rp e r ; dagegen in der Hitze durch fa% nlle nicht metallifche
einfache Kiirper. Es war bisher noch fo wenig bekannt , dafs
Hr. B r a n d e es in den feiner Chemie aogehingten TafeIn
ganz iibergeht, und bei dem Baryum blos anfiuhrt. es folle
nach Hrn. Gay-Luffac ein zweites Baryum-Oxyd geben, ails
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dem lich im WafTer SancrRoffgas entbinde. Letzteres fcheint
indefs keitieswegs der Fall zu hyn.
Cilb.
m&lig him? fo liifie es Iich in dierer Slnre millig auf,
ohne dq.faJich Gaa entbnnd. Die Au5alilng wirkte weder a d Lackmus - noch anf Curcum3 Papier,
war all0 weder faller noch dkalibh. Durch Zuletzen
von S c h w e f e l h r e liels Gch BUS ihr aller Baryt niederhlilagen und war dieles lmit Sorsfalt gelcliehen,
fo fichlols lie nur WaiTer, Salpeterfiiure mid Sauerfiiff
in licli. Dah der Sauerfioff in diehr Flfligkeit an die
Salpeterfiiure gebunden fey dicfes lchien Hrn. Thenard keinen Augenblick zweifelhaft zu feeyn und
er kiindigte dem zu Foige an, er habe eina oxygenirta
Snlpeterfhure entdeckt.
Sonderbar war es nber doch da6 diere neiie SZUr e in allen phyfikalifchen Eigenlehaften mit der Salpeterfiiure iibereinfiimmte und licli von ilir hauptfichlich nur dadurch nuterlchied d a b fie im Kochen illren mehreren Sanerfioff allmahlig fahren lids, und fich
in die gewchnliche Salpeterfiiure verwandelte. Nicht
minder londerbar war es, dals die oxygeiiirte von gleichen Mengen Baleen ale die gewiihnliche Snlpeterhire
neiitralihrt wurde ; dak ferner ilire Salze Gch weder
kryfialliliren noch iiberhaiipt in dem fefien Ziifiande
darfiellen liefsen vielmehr wallrend dcs Abdampfens
der FliilTigkeit, und im Augenblicke wenr: das Kryfiallifiren eintreten follte, den melirern Sanerfioff der nmeix
Sziire fahren liehen und blos gc~iihnl.icIielalpeterh i r e Salze v b e n . Dieles gefchall ebeiifalls , wenil
man iiber der FlCfligkeit welche cins der vermeintlichen SaIze der neiien Ssure enthaltcn Mlte, die Luft
verdiinnte "1. DaSegen zerletzte fich die oxygenirte Sal-
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* ) Das thun nach
Hm. Thenard's Bemerlrtmg arieh die Au%-
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peterftcure nnter diefen Urnrtdnden nicht wcnn
lie mit keiner Bafis i n Beriihrnns war, zind lelbfi
bei BeEhleunigiing des Verdiinfiens in dem liiftverdiinnteii Raume der Ltiftpumpe mittelfi einer
Schale mit KalL nach Leslie's Art konccntrirtc fit
fich blor, ohne fioh z u zerretzen fo dafs tv&*end
fie ziivor niir 13 Ma1 ihren Ranm an Sanerfioffgas
durch Kochen hergab, ficli dann das 1 1 faclie ilircs
Raums an SaiieFfioEgis aus ihr dnrch Koclien erlialtcn
liefs. IVeiin man fie in diefem verltlrkten Zultaiido
nit Kali nentralifirte, nnd dann eine koncentrirte Kalilauge liiiizu gofsl 10 erfolgte ein ziemlich lebhaftes
An flraal'en diircli Entweichen von Saiierfioffgaa; einc
Wirknng die ebenfalls a116 aller Aiialogie mit andcrn
Sziiren herartstrat.
W i e die Salpeterhure, fo verhielten Iich mit dem
nvciten Bnryiirn - Oxyde be; glciclier Behandlung,
aucli die P h s p h o f a u m , die ArfeeniAfdure, und tyie
Hr, Thenard verniutliete die SornJiiui-e. Alle drei
Siiuren glaubte e r oxvgenir8 a y haben, und fclilofs inis
feinen VerfLidicQ dafs fie im oxygenirten Ziifiatide
deri mehrern SaiierftofFvie1 feller ala die Salpetorliiure
hieltep es ihm all'o rnit ihnen verrni1th:ieh geliiigcn
werde Salze der oxysenirten Siiurc im felieii Zufiaiide darznltellen. Aiich mit der 3@gfiiure
alles
eben & wic bei der Salpeterfgnre yon fiatton, nur dafs
beirn Erhitaeii einer gekttigteii AnfliiGug voii Kali
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La& btr
auf einige Millirnetsr fortgepnmpt, fo gerathcn fie in sin lebhaftes AubrauRn und vcrwandeln lick In sine Aufliilung dos
fingen gemttigtcr kohtenraursr Salzs; I R Iibar lie die
btfifchen kolilenf'uren Salzar.
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ill fogenaniitw oxygenirterEffi&iure, Gch zrrgleicli mit
dem Sanerfioffgas eine betriichtliche Menge kohlenfait-
res Gas entbaiid, ein Theil der EIfigCiiure a l b zerk z t wurde,
Dagegen gelang es Hrn. Thenard nicht aiif diefem
Wcge die Schwefeifaure zii oxygeniren in der Baryt
bekanntlich iinaiifI6slioli ill. Vie1 auffallender als die&
war es aber, dafi die Sache mit SalzftYure wider alles
&-warten Selans, nnd dafs Hr.Thenard eine oxygenirfe Chlorine Wn$?’ee,$?o$Saure erhielt da \YO itacli all e r Anal~gieinit den iibrigen chemiMien Thatlichen
&lie Zerfetziing dcp Chlorine WalTerCtofFhure durch
den mit ihr ficli verbindenden Sauerfioff, und eixie
Vermandliing defTelben in WaITer iind in Chlorinehure, iixn clilorinefauren Baryt zii bildcn zii vermuthen
\\qr. Hrn. Thenard Ghien dicfcs mit Aeclit fo aukerordentlicli aii leyn, dal‘s es Verfiiche v i e Folgendes be&ti-fte, urn ilin yon der Sache zit iiberaeugen. Er oxygenirte Chlorine-WaITcrfiofure mit zweitem Baryui~iOxyde, wcloheo, d i r e n d es gcli aus dem erfienBaryumOxyito gebildet,i 2,4iCentilitres Sairerfioffgasverfchluckt
Iiatte, Ihttigte diere oxygenirte Stiure wit Kali, ztnd
erhieIt d a m diirch Koclien ( wohei GoIi die oxygenirten w i d e r in gemcine Sguren verwandeln), genaii die&&c Meage yon l n , 4 1 Centilitres Sauerftoffgas. Auch
iiciitralifirtcn Iiier wiedes gleiche Mengen B a v die
ccw6linIiohe iind die orygenirte Siiure und gabeii
mit beideii Shiron genau dalTelbe Sdz.
Das WLinderbare d i e h oxysenirten Siiitren \vi~-de endlich noch dadiirch eriiijht, da6 lie insgefammt
Gch durcli zweites Barytim Oxyd ininier iioch mit
niehr Sauerfioff verbinden, wid dfo aacli unbellimm-
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teiiVerhaltiiiITeii wiederholt iiberoxygeniren liefsen ;daGi
folche oxygcnirte mid uberoxpgenirte Sauren die ganze Menge ilires melirern Sanerfioffs andern Sauren abtreten konnten mid derSleichen melir.
Die Lofting des Rathfels lag ziernlich nahe ; iind
eben das vollis Uiibegreifliche in den Eigeiifchaften dieter verrneintlichen oxygenirten und iiberoxygenirten
S h r e n welclies die Chemiker in Erltaunen fetzt,
mnl'ste den ScliliiITel zii alleii diehn Paradoxieeii zu
finrlen erleichtern.
Bei allen diefen Wirkiinscn war
Wallkr zngleicli mit don SHnren im Spiele. Nicht die
Sauren fondern das Wn@r ifi es, welches o x y p n i r t
wird; die Sgiireii thiin weiter nichts, als dafs lie das
zweite Baryum - Oxyd in erftes verwandelii um es
anfzullifen 11nd Gcli damit zu einem Barytfalze zu vcrbinden und dats fie den Antheil Sauerftoff, welchen
das zweite Baryiim-Oxyd mehr als das erlte entldt,
zintei- Umltsnden entliiiden, welclie die maglichfi vortlieilliaften lind, daIs das W a x e r Ech diefes Sauerlloffs
beninclitigen ilm immer fiarkeri in lich verdichten,
iind fo Ech in fortfclireitendem Grade oxygeniren kann.
Anch tclclleint die Gegenwart freier Siiuren in demWaCTer,
der Verbindnng dicfes cingefchliirften Sauerfioffs mit
dem Wafier ein fefieres Befiehen zu geben.
Hr. Thenard gelangte en dieler AnIicIit erfi, a1s
er die wundervollen Wirkungen welche das Silberoxyd anf Line vermeintlich oxygenirten Siiuren XUfsert Senau iuiterliichte.
Sie zeigten ilim klar, dars
es nicht die Siiuren End, fondern dafs es das Walrer
ifi melclies in feineii VerfiicIieii den oxygenirenden
SnnerfiofF felt hielt nnd dafs er die ganz unerwarteie
Entdccknng oxygenirten JYaflers gemncht habe. Und
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ihm auch lkhr bald, oxygenirtes Wd-
nun g&ng es
l e y , das gar keine Siiure i n Jich 61do6, pu bereiten.
Er ilieilte diefe AnGclit und die Erklgrung, dafs er feine oxygenirten Siiuren aufgebe der Parirer Akademie
in einer Sitzung am 23. Movember 1818 mit. Dais i&
rnich bereditigt halte, das neu entdeckte Wefen fiir
iropfbnr - $ i t e n SauerPoJf auszugeben habe ich
[chon zii Anfang erwiihnt, iind werde es weiterliin
rechtfertigen.
Meine Lerer Gnd dnrch diele Erzahlung hinlunglich orientirt. Ich gebe ihnen, um mijglichh kiirz
und liclitvoll zu leyn nunmehr Hrn. Thenard's nenfien Auflatz vom Juni 1819, frei iiberl'etzt, worin er
eine umltiindliche Anweifung ertheilt, wie man es anziifangen habe urn fich oxy8enirtes Wall'er von miigliclifter Sttirke ZLI verkhaffen. W a s er tins bisher
voii den Eigenlchaften diefes wiindervollen Wel'ene
5el;igt liat welches die Anfmerkfamkeit, die es in lo
holiem Grade verdient noch nicht erregt hat wird
als ein dritter Abkhnitt den Befchldi machen.
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Bereitungsart des oxygenitten Waffers ;
von Hrn. T h e n a r d .
,,Die Bereitung de. oxygenirten WalTers erfordert
einige Madsregeln der Vorficht ohne welche lie nicht
vollkommen gelingt. Um keine zu iibergehen, will
ich hier das Verfahren im griirsten Detail belchreiben."
,,Das Errte ill, d a b man Gch recht reinen idpeterfniren Baryt verrchaffe, der bebniiers von Eifen
nnd Mangarr frei leyn mi&. A ~ das
s Kcherfie Mittel,
ilin von diefen Beiniengnngen zu befreien ? empfehle
ich den falpeterlauren Baryt in Wager aufzulolkn,
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atme
Baryt - W a f e r
t 10 3
h i i i en
~ ~ gieCsen
~
, dic Fllilli6keit
cu filtriren mid fic danii kryhllifircn zii lath."
Jlcr zwoiteSehi*iLt,dcn man zit tlinii hat, ifi, den
redit winen Calpeterfnuren Baiyt im Gliihfeucr zu zerletzen wn ihii in reinen Baryt ZLI vorwandeln. Diefes dnrf i d i t it1 irdeneli Hetorton gcl'cllclicn, dcnn fie
eiitlialten zu vie1 EXhoxyd nnd blangaiioxyd; londen1 man mu& fich dazu einer Fbtortc aue rccht wcifscm I'orcellaiii bedicnen. Es laKen ficli 4 bis j Pfund
hlpeterljnmv B q t mit eincm Malc tehandeln; dio
Zer15tziing ifi in imgi.fithr 5 Shuiticn vollndct. Zwar
jfi dcr Baryt, den man auf diefe Art erhdt, inimer niit
r.ieinlidi vie1 Kicfelerdc nnd l'lionerdc verbruidcn, yon
Eifcii uiid M a n p i cnthvlt er aber doch iiur Spurcn,
und JjeCcs letztere Xt es, worard es w-eTentlich ankijmcit
,,Man ~crklcincrenun den Baryt niit Hiilfe eines
MeaTers in Stiicke 0011 dcr Griibc cines Fingerglicds,
uiid f'iillo niit d i o l h Stiicken einc befclilagone Glasriihre vSlli8 an. ~velclicniaii von ciner folclicirVVoitc uiid
Liiiisc nclimen kanii d r 6 P bis 5 Pftind Uai-yt liinein
~ c I i ~ ' :Kaclidem
i.
ixim die Riilire niit den andorn Theilcn des Appsrats geiiiiril; verbundcn hat, iinigebe iiiaii
lie a d oine Tolclie 'CVciTe mit Foner, dalis fie nur
fchwacli glii11~1itlwcrile a n d lare d a m ainen Stroni
..getroctpctcs Saiicrfioffp clurcli lie lriiidurclr Ikrigen.
\Via qalbll\rind man mcli diehs Gas liinclurcli trcibe,
iiaiiner wird es vollrz&idigvoii dcin Baryt oingcl'cldiirft.
Troien cndlicli Gasbldkn an9 den8 Entbindimprahrc
Lervor, &s an dom hintern h d c dra % h e angckittct &rn niuG, To ifi das eiii zuverlSlLges Zeichen, dali
P ~ C I 'Uwjt in zwcitcs Jiorypin Oxyd vcrwand.elt Gi.
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Man ]aKe dann
der Sicherheit halber, dae Gas noch
eine halbe Viertelfinnde lnng diirclr die RBlire I&diirclifirarnen nehme wenil die Rijhre grijfstent1ie;is
trkaltet ili, das zweite Baq-iirn- Oxyd heraiiv iuid hebe es a i d in eineF angcpfropftcn Flafche, Diel'os Oxyd
ift yrtiiilich weil's."
,,Urn eiiie Sewill'e Menge Waffer, eiim Beifpiel
Litrrs mittclfi diefee O x y h in oxygeniries W&er
211 verwandcln hat man Roll folgondormekx~m i benehmen. Man k t e dernwalfer Ib vie1 reiim rnuchende SalzBiire ( Clilorino - WalTkrfiofff~nre)zii 11s CF
forderlicli iR, nm etwn 15 Giwmme Baryt PlIfZii3&'cn,
und giefse diel'es hierliche w-afler in ein G h , das einen Fu6 hat nnd iimgebe dde Glns: mit Eis, wcldies,
€0 oft 0s bhmelat
erneuort wcrden mufs. Ferner richm e man 12 Grnmme zweites Baryum Oxyd? faichto
fie iinr ebeii an zerreibo die Stiicke eiiizeln in eincp
agntneii oder &llilkmcnRcilfcliale zii einem fcincn TeiBe, nehrne diol'en , lo uric er Gch bildet €ortw&end
rnit eincni MeITcr VOH Zuchsbanmholz hora.aua, iuid
brlnge ilm i n die h i r e Flufigkcit, 111 ilir kjft ficl:
diel'er Teiy lnld auf, bei'onders ivorsa er etwvas hill
i d her bewest wirtl, und zwar ohne alles AufbraiiZen. Zeigt Iich bcim Unrriiliren mit einem Glssfizb.
chen dals die ganzc M e n p vollkornrneii aufge1iil.t Xr,
Zo trijpfele ninn reim koiicentrirte Schwefelfxure hjnein.
Jcilcr 'Tropfon der ScliwefeIhue verwniiaelt
fich fosleich iii l'chwefelhwen Baryt, der in Flokt
ken I'ctineU zii Boden h k t . OeIcliieht diefce nicl i t
mehr fb ill es Zeit, nnfs neue 12 Gran zweiles Bar
r p m - Oxyd wie das crfie Mil zu eiceni fcincn Teig
zuricben al~m5ihligin dic FliiLligkcit ZLL hriagen, niid
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If
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dann den Baryt wiederum aiif diefelbe Weife ails ihr
durch Hineintriipfeln von SchwefelfZure nieder zu
bhlagen.''
Dae Barymm - Oxyd unterfcheidet ficli Iehr beftimmt von dem niedergefallenen f'chwefell'auren Baryt.
E5 ifi fiir das Gliicken diel'es Procell'es wichtig, ScLwe€elh.~regenug z.uznfetzen, urn allen Baryt abzufclieiden, und doc11 auch nicht zu viel; denii in beiden
Fdlen wiirde das Filtriren felir CGhlecllt yon Statten
gehen, und im erfien Fall eine triibeFliiifigkeit geben,
indeb wenn man den rechtcii Punkt getroffen hat,
das Filtriren mit der @&ten Leiclitigkeit vor fic!i
geht. Nacli dem Filtriren mufs man ein wenig .cines
W-alTer auf das Filtrim nachgieben uiid es zii dern
Durchgelaufcnen flieLsen laKen, woducch die Fliilligkeit den Haum beibehnlt, den fie anfangs Iiatte. Urn
nichts verloren gehen zu laKen, breitc ich das ausgertiste Filtrum auf einer Glasfclieibe ans, nelirne von
demfelben das Filtrat ab, zerriilire es in einer Ikhr kleinen Menge WalTer , filtrire und bediene niicli diel'es
nllr wenig mit Sauerfioff gefchwangerten WalTers zum
$vaf&en der E'iltrrr bei folgeiiden Operationen."
Icli habe nun fchwaches oxygenirtes WalTer.
Urn diofcs zu verfiaken, wiederliole ich mit der erlialtenen Fliiigkeit dis ganze vorige Verfaliren wobei
das auf dem Filtrum bleibende Filtrat mir wieder fiir
die folgende Operation das WaKer zum Wal'chen des
Filtrums giebt. So fahre icli fort mit derfelben Fliilfigkeit das Verfaliren auf die angegebeile Weife ein
drittes, ein viertes Md, und fo fort zu wiederholen, bis
endlich das WalTer hinlinglich mit Sauerfioff gefchwiingert ;It,
Hat
15 Gramme Salzfiure genommen,
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E
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fo reicht fie fiir ungekhr go bis LOO Gramme zweiter
Bayiim-Oxyd (nnd alfo fur etwa 8 Wiederholungen dei
Verfahrens) am nnd die F l f i s k e i t , welche man auf
diel'e Art erhiilt iR dann mit dem 25 - bis 30 - fachen
ihres Rarims an Sauerfioff verbunden. W i l l man fie
noch rttirker oxygeniren, fo mL1f.s man aufs Neue Salzftzure 1iinzufiigen.l'
Es ili mir mehrmals geluiisen, auf diefem W e ge dae WalTer mit den1 la5fachen feines Raums SauerAoff zii verbinden, nur dds icll gleich Anfangs demd
ftelben To viel Salzfiiure zugefetzt hatte, ala niithig warj
urn 30 Gramme zweites Baryum-Oxyd aufzulijfcn, und
da6 ich rnit dem Zafetzen diefes Oxyds fchon aukSrte, Venn die FliiIIigkeit noch i n dern Grade fauer war,
d d s fie noch etwa 20 Gr.zweites Baryum- Oxyd (ohne
dds Schwefelf'ure damn Antheil hatte) aufzuliiren
vermochte. Ich wurde aber bald gewahr, dafs bhon,
wenn das WalTer mit dern 5ofachen feines Raumo
SauerIIoff gefchwangert a,yon einem Tage zum folgenilen To viel Saaerfioffgas dieler Vorficht nngeachtet
daraus entwich dab es nicht vortheilhaft ifi, es noch
liarker ah bis zu jener Griinze mittelfi zweitem Baryum Oxyd zu oxy3eniren.l'
,,Hat man den Grad der Oxygeniming des Waffers erreicht, den man bezweckte, To mufs man es
noch mit zweitem Baryum - Oxyd iiberfiittigen, und
das Geftifs dabei immerfort yon Eis iimgeben erhalten.
Es Eheiden Ech dann bald Flocken Kierelerde und
Thonerde in Menge ab, welche durch etwas EifenOxyd rind Mangan - Oxyd briiunlich gelb gefgrbt ZP
feyn pflegen. Man mills alsdann eilen die' Fliifig-
,
,
,,
,
-
,
keit diuch Leinivand PU filtriren: Qeq AiiciickCtmd wik-
t
14
I
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keIt man in die Loinwand und prcfet ilin ltark \vomit
iiidel's Eincr allcin iiicht p t fertig wird, h d c r 1 l wot e i umi die Iiiilfe eiiics Zwciton ledad. Man
dabci &Iiacll vorfaliren j dcnn To wenis dcs &n@inOxydco ficli aiich abfclieidet fo rciclit es imnicr noclr
]kin, eiiie bededendc EntbinduiiS von Siiicrfioff 20
bewirkcn."
99 1L'iclit fclteli entlidt dic Fllilliykcit
naclidcm fie
dirrcli dic Leinwaiid liiiidiircli filtiirt if5 nocli ein wenig KieCzlerdc, Eifcii oder hlangan. Um Ge gawirs
frci voii allcii diebn Ueiinenyiiiipn en liabefi tetze
iali ilir nachdeni ich das GcbCe aufo Keue init Eis unilcgt Iiabc, Bar)* - W a l k tropf'cnwciro uflter behndigcm Umrilhrcii ZU. Erfolgt kcin Nfedcrfchlag wid
der Baryt fiicht dooh eiii wciiig vor, nacli AnzeiSe von
Ciirciimg- rapier, to iR L s uiii Beweis, d& d c s Ei1hi O.uyd niid Naiigaii Oxyd vollfindia cntfcrnt Gnd.
Oliiicdcrii fallcii fie nunnielrr iiicder, i i i d iR das der
Fall, lo mils 11ian Ibgleich allc Fliifliglieit in 2 oder 5
Filtra ausgicfseii ; deirii Mangnii Oxyd eiitbindet atis
ilir Saiicrfioffip in IblcIicr llIciigc, d& nian es iliclit
f&iicll goiiiig foortl'chaiTcii krnii. Blaiiclnnal iR nirn
fulbfi gciiijtlrigt doppcltc Pnpier Filtrr zu nelinion,
\veil dao Gas dns Papier in dio iiiilie treibt nnd cinfnches zcncifi. blaiclimol mi& man aiicli uin Vcrld't nit~liciifizu vernieiden, die in dcn Filtris vorLandenell Aleirien Mentien nocli iiicht dtirch&ufeiier
I:lifligkcit in cin rcinee Filtrurn atgiclbcii am fie ail..
4icr & r i i l i r n ~ i ~
Init den1 fcrten Bodeidha zu bringer..
Aue Filtra mi& nmi in Lacinwand wickcl~iuiid aiisp & n , diinit keiric IWTiikeit verlorcii prlie; die Filtrate, wrclclrc griiberc hZeii~e111\Qantl,aoOX)^ cntlial-
,
,
,
,
,
-
-
-
-
,
-
ten, erhitzen fich dnbci To fiark, dBfs man ficlldie
Halid ail iliiicii verbrcn1ien kann."
,,Each diefein Rcinigiings - Verfnhrefi c n t l d t die
FIiiffisEeit niir ~ i o c lW
i n l r c r , SnlzIiiuFe und SaizcrfiofE
ESkii111111t 111111 d o irocli d a r d an, die SaIzCinre ttnrm s ~ve,~nl'cltaffen."
,,Urn dit4cs zii bcwirken, giefse man die Fliil%Sk&j
in das e r h Glasgeiiifs znriick nmlege diefes wicder
mit Eis und l'btzc d a m der PliilGgkeit iiritcr UmnIlrren aIIni~I11it;immcr mchr reiiies I'cliwefelCinres Silber ziir U i c h iiiub man fich lelbfi ails Si1bero.u)-d
mid Sdiwefclfiiure bereiten, iini licher 211 f e p , d a t
Ecli kein freies Silberaxyd dabei bcfindc, melches eine
wefcntliclic Saclie ilt. Es fcheidet fich iiiin die Salzh i r e rnit den1 Silbcr Oxyd ab und fiillt als ChloriiieSilber zii Boden, dagegen tritt Schwefclfmre zn den1
oxyseniftcn WalTer. So bald man genng fcliwefclBures Silbcr ~linzngefiigthilt, dais dle Chlorine -%'VaKerfioffl'iiure zcrletzt iR wird die bis daliin triibc FliiIEskeit mit cineni Male klar irnd waKerhelI. An b l i r kleineii Mengen priift iniln iiiin die FliilGgkcit, ob Ge no&
Salzfhrc oder iiocli I'clrwefdl'aiires Silbcr enthslt crfieres mit f d p e t c r h r e n i Silber letzteres mit Salxhi+
re. E'indet fie Gch frci von bciden, lo filtrirt inan fie,
Itifst die Filtra ails ulld prclst fie z\vil'clicn Leinirand,
mobci nian dic bcim l'refl'en erlialtenc etwas triibe FlSfidkeit nodinials filtrirt:'
,,Man lint a l b nun noch die ScIiwefclliiui*e B I I S
dem oxygciiirten WaKcr zii entlcrneu. Di& gel'c'clliellt
iwi b e h i in einem rnit Eis iimgebciicn glafer1lal1filijrI'cr in wclchen man d o 3 oxypnirte'tt-allkr gjel'st lilld
e; zii \~j~:dctrfiolten
iLIaIrn niit e f \ ~ a sSelijl'chteni nnd
,
,.
-
,
,
,
,
,
p t zerfiofsenem Barpt zdamrnenreibt bis man glauhen darf , dafs er alle Schwefelfaure eingel"ch!iir.i't Itabe.
Macht die FliiEgkeit Lacknuspapier kanm n o c ! ~ ins
Rothe fcliielen , fo fdtrirt man l i e prefst das Fihriirn
zwirchen Leinwand a m 7 giefst die dabei erlialtene
FliiCTgkeit zu der aiidern mid vollendet die Sattipng
der Same diirch Bnryt WaRer, woven man unter Umriihren fo vie1 zufetzen mills, dars es etwas iiberLllkffig ifi, damit alle Spiiren von Eileen- Oxyd und befonders yon Mansan - Oxyd, welclie lich in der FIiiffiskeit no& finden k6nnten , daraiis gefchieden werden.
Zeigcn lich aber folche, lo darf man ja nicht vergelren,
fogleiclr linter den vorhin befchriebenen VorIicEtsMadsregeln zu filtriren. Deli iiberfchiifligen Baryt
fchhgt man alsdann mit einigen Tropfen fch\vacher
SJiwefelf~inre nieder , nnd richtet die Saclie lo ein,
dafs die Fliiffigkeit eher etwas &ure als Baryt in Ueberfchufs eiithalte ; denn Alkali forebt den Sauerfioff a116
dem VVarCer 211 entbinden, SYure giebt tlagesen der
Verbindung beider feRern BeRand."
Ungeachtet Hr. Thenard , mie wir serelien haben,
Lch auf diefem Wege, das heifst blos dnrch abwechfelndes Zufetzen von Salzfgure und von zweitem Earynm- Oxyde Wafler verfchafft hat welches i n 6 hohem Grade oxygenirt war, dafs der eingefchliirfte
SauerRoff, menn er wicder frei w i d e , als Gas, bei Sewiilinlichem Druck und Temperatilr der AtmoCphzre,
den 1n5filchen Raum des 'Wafers eiiiliahm, lo war
Ilierdurch doch noch lange nicht die Grznze miiglicher
Oxggeniriing des WaITers erreicht. 2x1dieler fiihrte
i h n erfi die Anwcndung von Hrn. Leslie's finnreichem
Verkhren die VerdunRiing zu belclileunigen und zit
,
-
c
'7
3
verfigrken; bis daliin hatte er es immer nnr mit oxygenirtem WnlTer, das durch Beimenguiig andern Wdf e n feelir Ctark verdiinnt war, zu tlinn gehibt.
,
Eine g t t e Luftpumpe welche die Luft fc'chnell
bis zu I Linie Queckfdberli6he dcr Barometerprobe
verdiinnt und fie in diefem ZiiRande TaSe lang erhalt, lielit man jctzt faR in jedem Laboratorium Parifer CIierniker , welchc licli niit wilTeiifcliaftlichen Untcrliicliungen behliaftigen. Sie dient ilinen ztim Conceiitriren und zum Trocknen fiberhebt lie dadurch
zweier der weitliiufigfien nnd unangenehmfien Operationen bei genaueii cliernifcheii Verfiiclicn und giebt
don RefuItaten eine ohnedem kaum zu errcicliende
Gleichf6rmigkeit mid ZuverlXlliakeit. Wie dabei zu
verfahren in, erfielit man aus der folgendcn Vorfclirift
&s Hrn. Thenard, wcnn fie Gch aucli ziiiiachfi nur
auf feiii oxygenirtes WalTer bezieht.
,
,
,
,,Man giefse das nocli fchr verdiinnte oxygenide
WalTer, welches man vollkommen klar erlidten haben
mufs, wenn n u n gehiirig verfahren il), in ein re&
reines Glas mit einem Fi& +I2 ilelle diefes'Glas unter
die Gloclre der Lnftpumpe in eine weite Glasl&le,
die man zu zwei Drittelii rnit koncentrirter &+wefelkure angefiiUt hat, letze die I'umpe in Bewegung
und 1aKe dann das Glae in dem luftverdiiiiiiten Railme
*) Hr. Thenard nahm d a m . rls er mir k i n Verfahren zeigte
cin tiefcr trichterformiges Welnglar, von weiterer Miindpng
?It unfcre Champagner GIETer. Diefes dietit ihrn aucb die unter der Luftpumpe zu trocknenden Filtra rufznnehmen. G.
AnmL d. Pbylik. R. 64. St. X.I . 1010. SL
1.
B
t 18 3
ruhig liehen. Das reine W a r c r ifi Cellr vicl fliiclitigcr
,
d s das oxygenirte WaKer u n d verdiiiifiet uiiter dicfen L?nifisiiden f'o vie1 I'clineller als dailelbc, dal's lclion
nach zwei Tasen die Fliilliglieit das a5ofnclic ilircs
eiitlinlteii pflcSt. Uabci diirfen aLer die folgcnden Vorficlits -Regel11 xiiclit vcrabRaums
ail
Sauerfioff
ZLI
liiunit wcrdeii."
, M a n xniifs die S c h w e f e l h r c YOII Zeit z u Zcit
umriihren.
W e n n gegcn Elide des Abduiirtcris clic
-
Baroriietcrprobe etwas heist, lb ifi dau a i n Zcichelt,
dal's iiiiii etwas Gas 111s der Fliilligkcit ciitwciciit, wnlirI'clieinlicli , wcil noch e i n i p Spnreii freiiidcr Kijilxx
in ilir vorliandcn find. Zwci oder drei Tropfen 1Blw
fcliwaclicr Schwefelliiure wclclie nian Iii~izii I ' h t ,
reiclien Iiin, diel'rs Entweiclien zn hcizimcn. - &IUIC~Lma1 f'etzcii Gcli ancli einisc wcifsc E'locken Kiel'clerJe
ails der Fliilligkcit ab. Es ifi rathf'ani, diere I'ogleicii
dnraiis zii eiitferiieii wclclies diircli Abliebcri dcr Flidl
figkeit mittclR cines I'clir Tpitz ausgczogeiirxi I'roIwrtilircliex~f( Pkette) recht gut gclixi~tj xnaii vcrIitrrt
dabei fall p r keiiie Fliilli~licit.- So 1ai1se dns osygenirte W d e r iiiclit Mir fiark koncentrirt ifi: @it
diis Verdunfien riihig yor ficll ivenn cs -sher fafi b i n
WalTer xnelir ciitlidt , 10 exitfielien Blafrn , die m i r
fchwer platzen l i d die m a n f i r cntweiclieiidcs Saucrlioffsas lialten I'ollte. Sie find dirl'es aber keincswcse,
lbiidci-11 blolse \VaITc!rdiiinpfc; derm fie vcr2nJcrli dsn
Stand der Barometerprobe iiicht , welche diefer B l a h
unseaclitet ill 2 4 Stundcii kanm inerkbnr a n h i g t , und
fclbfi diel'es niir dadurcli, dal's dir Scllweft~ll'rrnro;IUS
dem in L l i r geriiigcr M e n p mit v d i i n f i C n & m
,
,
,
,
c
19
1
o x y p i r t e n W d e r den Sauerfioff gasfijrmig abrclieidet."
77 firs die-FliilTigkeit im hiichften niij~.jiclien Grade konccntrirt ift, erkennt man daran dafs fie dsdann
das 475fache ihres Ranins an Sauerftoffgas, bei einem
Druck von 0,76 Meter QueckGlberliBhe n n d 14' C.
W L r m e lienugeben vermag. Diel'e Priifiing lafist fich
fclinell a u f folsende Weilk veranfialten. M a n nimmt
in eineni Proberiilirchen (pipette) fo vie1 von der
FliiQkeit
dab fie bis an den Stricli des Riihrchent
reiclit, n n d das warm bei meinen Verliiclien imrner
Litre, verdiinnt lie mit den] i ~ f a c h e n ilires
Raums WaITer, und zcrl'etzt yon dicCcr verdiinnteii
Fliilliskeit eine befiimmte Menge durch h h ~ g a n - o x y d
in einer 15 bis 16 Zoll lilngen u n d 7 bis 8 Linieii weiten Glasrohre, w e l c h an dem einen Ende zngeI'climelzt ift. Zn dem Elide giel'se man diel'e Kohre
bis auf 1 2011voll Queckfilber, bringe daiin niit dem
Proberijlircfien eine bekaiinte Menge der zu priifenden
FliilIigkeit liiiiein fiille die Rohre eiitweder niit W a f &r oder mit Queckfilber voll, bedecke fie mit eiiier niit
Fett bcfiriclinen verl'cliliebenden Platte kehre fie ill
der Qtteckuber-Wanne um, und laITe d m n ein wenig in Wager zerriihrtes Mansan - Oxyd durcli das
Queckfilber 211 der FlidGgkeit hinauf ftcigen. Im Ailgenblicke, weiin diel'es mib ihr in Beriilirung kommt,
fsngt das Elitbinden des Saaerltoffgas an. Man verI'cliIiefse dann die Hohre mit der Hand, I'clliitt& fie,
una die BerClirunyspuiikte des Oxyds mit der Fliilligkcit ZLIvermehreii, iuid niece das elitbtiiidne Gas."
So weit Hrn. Tlienard'u VorEluitf.
B a
,
,
,
,
[
21
3
haben, niir auf den 475fiichen Raum dcs WafTers. Es
fcIieint mir indcl's dalb VerCuclie niit etwas graI>erll
Mengcn von misglichfi bxygcnirteni W a n k r als <lie,
dercn Hr. Thenard Mi bei l'einen Verfiichen 2 1 1 bedienen pflegt, natfiig l ' e p diirftin, u m fiber diel'e ZaIilenwerihe g;mz in das Heine 211 kommcn.
,
Eigenfchaften des nxygenirten U'allers.
Das
mit Sauerfioff vi;llig geLiitigte Wafler bt
iiacli Hrn. Tlieiiard folgendc, Zuni 'I'heil lklir merkwtirdige u n d ganz bcfondere Eigenl'cliaften.
Es ifi ohne Farbe, olina Germ11 u n d ohne Wirkung anf die Lackinustinktur.
Das Ipecififche Ccwicht deKclbeii ifi 1,455. Auch
Gollt nian das gekttigte oxygenirte Wafler, wcnn niaiz
es in gcineines Walrer gielst , diircli diel'cs wie ciiie
Art voii Syrup fliCl'6Cil lind fich zu nodeli letzen, 011glcicli cs i n reinem WaITer l'elir auflijslich ict.
Hrinst man ein Triipfclien v611ie gehtigten oxygeiiirteii WaITcrs auf die Haut, Ib Sreift Iiio das Obcr1igntclieii 10'ogl~icha n , niaclit es l c h e e w d s u n d wic
JiIl11ppig u n d erregt ein Steclien cpicotenent ) ouf
1;iiScre oder kiirzerc Zeit je nachdem man mehr oder
wciiigcr voii ~ C Fliilligkeit
F
genommeii hat. Von zii
vie] odcr bci mclirma~igclnN a c h t r a ~ c nwiirde die Halit
L-lbfi ange'griffcn ilnd zcrfiiirt werdm.
A L ~die
I
Ziiinp wird voii ilir, wenn n u n fie damit beriihrt,
\y\.eifs der Speichcl vcrdiclitet, iund cs entficlit eiii bittcrer : ziil;niriienzielie~i~l~r,
Miwer zn Lcl'chreibender
Gcl'chmack dein dcs Crccliwcinfieins etwas Yluilicli.
,
,
-
,
[
98
J
Das axygenirte WatTer kfst irn lnftverdiinnten
Raiiine I'einen Sauerfioff niclit f d i r e n ; mid es ifi wcit
w e n i c p fliichtig als rciiics WafTer dalier es ziiriick
bleibt zvenn diefcs im Leslie'fchen Verfiiclic i'cliiiell
verdunfiet , ja Llbfi ZLL Eis wird.
Aus rciiiein oxygeiiirtern WaITer lvbt ficli dnrch
,
Kochen der SauerfioKI'chnell austreibeii ; iiiir laiiglim
entwcicht e r beiin Koclien wenii rnaii ctwas S;iurc
deni oxygenirten W a h r beigclbtzt list. Sii~reiiSCbrii denilklben iiberliaupt einen fc.(iern, Alkalicii iiiid
Bafen dapgen einen minder felten Bcfiand. W i r d oxygenirtcrn WaITer, walirend man dnrch Koclien den
Snnerftoff ,austreibt, ein wenis Szure zusefetzt, I'o iiijrt
das Entbiiidcn dcs Gales lbsleicli nnf, iind iiiit Si1lr'c
hark vorfelztes vcrliert durcll Stunden l a i i p Kochcn
niclit allcn I'einen Sauerhoff "1.
Bohle fcliwarzer Braunfi'tein ( liiiclifies M a n y a n Ox)-& liiicliftes Kobnlt - Oxyd, die Blei
Platiii PalIsdiurn - Iridium
Gold - Oxyde iind einigs midere,
gnnz hel'onders Silber - Oxyd, elitbindeli p i i s dem oxy-
,
,
-,
,
-,
-,
,
genirten W a n k r To wie lie es beriihren nnter heftip i n AnfbranI'en allen Sauerfioff, ~ e l ~ l i ees
i i n i A r alc
do; raine 'CValikr enthdlt. Uiid dae Silber -Ox)-d verIiert Jabei felbfi fcinen Smierfioff (wie es fclieint niich
dns Gold O x y d ) u n d wird zii Silber reducirt.
Da
-
-
') Dageien fcheint bei den ernen Verfuchen des Hm. Thenard,
als er niit den vermeintlichen oxygenirtea SPuren Sake zu bildcii hoffte, Alkali in Uebermaafs zu der Shre und dem oxygenirten W a l k hitiziigefettt, und durch diefes beim Fortheben
des Luftdtiicks dcCSauerRoff Rasformig ausgetricben worden
zu feyn. Siehc S. 5.
Wb.
c
3
23
&a& niit dem Jchwarren Mnngnn Oxyde nicfit der
Fa]] ifi, .die W i r k i i n g aber fdt eben fo TcIlncll ( a u c l ~
ililter Erliitzun~) vor lich. gelit, lo liat man an aiefcm
,
O ~ d cias
a bcqiiemfic RZittel die Mengc des Seuarfiolis, wclchen oxypnirtes Wafler enthslt: zu befiiniinen, \vozu wenige Minuten hinrcichen. Folgende AnweiTung d a m gab Hr. Tlienard fchoii in einem l'einer
iriihcrn AafTitzc : Mail fulle einc graduirte, an dem
eiiicii Bnde zugel'chmelztc Glasrahre f& ganz m i t
Qneckfilber , fiillc dann eine geniellkiie Menge o x y p
Iiirtcn WaCCers liiiieiii, und nocli To vie1 Queckfiber,
d& die Rolirc volb ifi, kehre danii die Rbhre i n der
Qncckfilber- W a n n e l i p 3 nnd la& hinl~trglicllyiel
b i n zerriebenes und in W d e r zerriilirtes ManganOxyd durch das QiipckNber i n der Rolire hinauffieisc"* Sogleich enibindet lich aller Sauerfioff p6fCrmi5 n n d man liel't die Menye derCelben an der Skole
clcr Riihre ab.
Am melirficn in die AiiScn fdlend u n d am lieftigfiell jfi indofs die W-irkung des Silter- Oxyds auf
das oxygcnirtc WaKer. Sie erfolst To l'chnell dafs es
gefg[irlich ifi WalTer , welclies das 3obche feiner
&urns an SsuerrtofT niit licli verbunden enthrlt in
GlasSvfiLen mit Silber - Oxyd in Berubrung zu bringeii. Jcdea Trapfchcn vijllig gehttiSten oxygenirteri
WaITeTers , Jas iiiaii auf trocknes Silber - Oxyd fallen
I&t , erzeugt durcli die pliitzliche Gas -Entbindung
eiiie walireExploGoi1, imd entwickelt einc Tolche Menge voii Wgrrnc, dafs i m DiiiikeLi felbfi ein Leuchten
Statt findet. Tliut man einige Tropfeii der FliiEgkeit
in eiiie Crlasriilire und I'cliiittct ehvas Silbcr - Oxyd bin-
,
,
,
t 24
1
zu, To w i d die Rahre To lie&, dnfs man fie nicht Iialten kann; iind hat m a n etwas mehr von dein vijllis
oxysenirten IVaIl'er in ein Glas gethan, iind kikt p l ~ i z licli frifch bereiietes ~ i o c l ifeuchtes Silber - Oxyd Iiinein fallen, Co entfieht eine Art von Explofion.
Statt
Erhitziing hiittc man? bemerkt Hr. T I i e n d , nach
der Theorie, in diclkii Fii1lt.n ErkiiltiinS crwarton folIcn, ( da eiii rropfbar-fliil'fiSer Kijrper clahei plGtzlich
in GasSefialt erl'dieiiit), und diebr Erfola 4-eine ganz
neire urid vijllic; iii~crkl~rbare
Tliatl'aclie.
Niclit iyeniger anffallend alu diefe Erfcheinungen
find die Wirknngen welche fein zerthcilte .MetnL/e i n
~netnllil'clicmZufiande anf das oxyp-iirte Walrer haben. Mclirerc entbinden anf drnliche W-eife 01s die
oben senanntcn Oxyde den Sairerfioff atis demfthlben,
fo bald fie es beriiliren; ziim Beifpicl Silber, ['fatin,
Gofct, Osmium , Iridium, Rhodium und Palladium ; Si1ht.r und I'lntin ebeiifrrlls unter Erliitznng.
So l'c!inell iiidel's ancli diere EiiibindunS niittclfi
Cchr fein zertlieilten Goldes i n reinem oxygenirten
W d c r vor Gcli gelit, I'o reiclit doc11 ciii wenis Sckwcfelkure, die man diefan Waxer z u h z t , liin ,. daCs
clns Gold ohne alle Wirkuiifi blciht ; Co vie1 mehr Bckindigkcit geben die Siinren deiii oxygenirtcn W-aKer.
- Statt clds die eben genannten Metalle den melirern
Sonerlioff des oxysenirteii Wallkrs, fo bald fie diefes
Lerdiren , ( einisc Mctall- Oxyde ziiyleich auch ihren
eigcnen Sauerfioff) fmi macben, fo gicbt cs dasegen
a n d r e hletalle, wclche einen Theil dcs Saucrfioffs, den
fic n u s dem o x y p i i r t e n WalTei- austrciben mit ffch
vfveinigen. Diefes gcfcliiclit init ArJeenik, J&~btdfin,
~
welche Geh insgefammt in
oft felbR unter Eiitbindiuig yon
S h e f i u m nnd Seteniiim
,
SSure verwandeln
Licht.
Dnfs w i r an dern oxygenirten W a K e r in manchcn
Fdlen felbft ein Mittel iiaben bislier nocIr unbekannte Verbindnnaen mit Snierlioff hervonubringen, a u c h
davon hat Mr. Thenard, W Y hrend des Lanfs feiner VerXiiche, fich 211 iibcrzengcn Gcle~eiiheitgeliabt. BCZryt - Waffer, Strontian - WaITer u n d Xnlk -WalTer bilden, wenn man fie mit dcm oxyseiiirteil WalTcr znfaMmen @erst, eine Mense kIcincr Flimmcrchen, welch.e vermnthlich hbhere Barynm -,Strantinm mid Calcinm Oxyde find "1. MagneJin u n d T/mnerde liarker zu oxygeniren, wollto Hm. Thenard, in leinen
.
friihern Verfuchen wenigficns nicht ~ e l i n ~ e nDagegen glaubte er Zinb- oxuvd, KrLpfet Clxyd und f i i k )el Ox-& iiberoxygcnirt zu haben; Refultate, bei dcnen ich micli indefs liier niclit verweile, da wir bald
etwas Genaues iibcr den, Erfol6 diefer Ceiner Verfuche
yon i h m zii hiken crwai-ten diirfen.
A d 4 melirere thierbycche Khper befitzen die EL
genLAaft, den Sauerfioff a m dein oxygenirten WaKer,
I'o bald fie darnit in Beruhrung koinmen, zii eiitbinden, oline felbfi eine Veranderung zu erleiden, wenigliens wenn das oxysenirtc WaRer niit vielcm deliillirten W-aiTer yerdiiniit ift.
,,Ich hattc list ZIr. Thenard, oxygenirtes WaKer fo hark vcrdiinnt, daf3 es
mu-nocli dils 8faclie feiiies Hrrums a n ein~efcliliirftem
,
-
-
,
-
-
,
ihrer Unterfiichung fabid ich
~ o t i g e nJahrer eifrig bcfchiftigt.
* ) Mit
Hm.Thenard im APguR
Cilb.
dog
Bei einigen der h&hR intrreHinton Veriche dieferdn,
clic mir Herr Thenrrd in feincm Laboratotium teigte,
Waut ohue alle Wirkunq (wie nach der gdlertartigm
maskofen Natal derfelbcn vielbiclrt t i erwanen war)
0 )
wet-
blieb
oder
gob
[
27 I
,,
Da thierifche Tlicilc fich hicr gerade fo wie PIPh n , Gold, Silber 11. L f. vcrlinlten, 1'0 ifi B S fehr walirfitirinlich fiigt Hr. Thenard hinzn , dd's diefe VSiirk u n p alle n n f einer i d dcrl'clbcn &aft beruhen. Uiid
follten niclit iiberhniipt allc tliierillclie i d vegetabiliAche Secretionen von eincr mit diefer analogen Kraft
bewirkt werdcn? hian w iirde dnnn begreifon kiinncn,
wie ein Organ ohne felhfi irgcnd etwim einzufchliirfon
oder lienugeben doch n u f eine Fliifligkeit imnierfo'ort
lvirken nnd fie in nciic Prodncte nniwandeln kijiiiitir.
Diefe P.nliclit ftimmt i i b r i p i s ZII e i n i p n I d e m ,
chc in den letztcn Zeiten vorgebrncl~tworden B n d , ~ m b
mhcht c i n i ~ e r m d s e nden IIergong in den hicr hefcliriel e n e n Verliiclien ficlitbar."
Dio IJrfach ilielkr Conderbnrerr Erfchcinnngen,
fo bel'cli1icl;t Ilr. T l i e n d einen hiner Auflhtze, ifi itns
nocli vcrborgcn : wir l ~ ~ l inmu r Ib vie1 dcutlicli, dars
clicinil'clic Verwandtl'clraft dinlie Iirfach nicht C C ~ I IIiaIln,
wcnisficws n;cht, wic inan die Ycrwaiidtfchaft fich 6'wiilinlicli vorfiellt, lbiidcrii daL ~ahrfcheinliclieiiie
phyfikalifche Kraft im Spiele ifi, die vielleicht mit der
Electricitgt znfarnn~enli~illgt. Doch wclcheo Go ancla
&y, Gclwr ifi fie niclit blos in dicfen Condern anch i n
andern Fallen tliatig, Iind icli m6chte i h r iiisbef'ondcre
die ei,~cntliiirnlic~~en
Erfclieinnngcn zufclircjbcn, \y&
elie linallfilher
Duloiig'~ detanireiide FIiiIliglieit
~Cli101-ineStickfioff1, dar Jodine S!ickftoff, urd an~
,
,,
,
-
,
-
-
aber Lcber eine fehr heftige Gar Entbindung , To h d d fie t~
dem oxygenirten WaKeer fiber dem Qwckfi!bTr bcrawf gaR;cgcn war.
Gilbert.
28 3
f
dere detonireiide VertiiidunSen uns auf eiiic lo auffdleiide Art zcigen.
W i r I'chen hier ein neues Feld von U ~ ~ t c r C ~ ~ c h ~ l l l geii geoffnet die iiber nianchcs was iiocli ganz dullkel ifi, Liclit verbreiten, mid b c h d e r s fiir die 1 ' 1 1 ~ fiologie ficli fruclitbar zeigeii diirften. M o p man indel's mit Hypothel'en uiid Theorien dar Brfalirtuig
nicht zu fclinell voreileii, und nicht aiis den Angen fetzen, daCs wir bis jctzt blos l\ll6~lichlteitcnvon
,
Er'klarurigen vor iins rehen, dencn nocli niaiiclter scnaue Verliuch voraiigehen md's , hevor wir bcreclitigt
find, yon ihnen in1 Einzelncn Gebraucli ZLL rnachen,
u n d dencii -Mi&brauch Manches von illrein Wertlie
benehinen wiirde. Die Verfnche werden aber irnmer
ilire ScliwieriSkeit liaben wegen dcs gar wcitlziifigen Verfahrens das oxygcnirtc WalTcr darzufielh i , un3 niiiKen niit vieler Vorficlit allSellellt werden,
darnit man dobei niclit zu Schadeii konirne. W c n n
iibrigeirs die Wiclitiglieit dieter feit andertlialb
Jalircn allmiililig geinachtcn und bislier niclit reclit
beacliteten Entdeckuiiy , diircli diel'e Darfielliui,o ~Gllig
und I'o in das Ause fdlt, dafs man Gcll zum W c i terforklicn gereitzt fiililt , 10nehme icli fiir mich eiiiiges Verdieiifi iim d i e h i neucn wi~eiifclinftliclieri
Gegenfitand in AnCprnch den icli i l l diel'en Annalen
niclit elter I>eriihren wollte > als Lis die Sache ZLI cincr
pwilTeii Rcifh gcdiclicn
u m ilinl den Atiz dc-r
Keuheit fiir riieiiie LcLr iiicfit ZLL benelinieii ~ u L~ ~ d I
die Entdcckiins deli Ireuiidcii der \ViITelil'clloft 10Sleicll in dcin recliteii Lichte Iklien Z L h
~ ih.
C; i l b e r t.
,
,
I ‘9 I
NnchfcIrrift.
~ 0 ~ find
1 1 keine N;lcliri&en
Wiederholuiig
der Veri‘iiclic des Hrn. Tlieiiard iiber das oxygcnirtc
WaITer durcli andere Cllciiiiker bekaiiiit geworden,
Dds, fo eifrig fich a u d i in Frankreich fo viele wiirJige Miiiiner mit cluniil‘chen UnterfucliiinSen befcJirftigen, docli alle die Be~clieidenheitgehabt liaben, Hrn.
Thenard der unai18gefctzt diefen reinen unerwarteten Fund weiter verfolgt, nicht vonngrcifen und es
ilini p n z zii T,berlafIen, die Friichte deNelben einzuIirndten und die Sache Scliritt vor Schritt in das Reine
zu bringen, iR eine fehr zu lobende GewXenhaftigkeit.
Es kann aber niclit fehlen, dafs nunmehr, nachdem Hr.
Tlienard rein Verfahren mit einer ihm zur Elire gereichenden Aufriclitigkeit umfi~ndlich
befchrieben hat, wir
yon melirern Orten aufserlialb Frankreich her recht bald
hiiren werdcn, daf’ man Gcli in den Laboratorien diefen
wiindervollen Karper verl’chafft und diirch &gene
Priif~ingvon den Eigcnfchaften deITelben iibeneugt
hat. Hr. ProfeNor L e s 1i e ~ L I SEdinburg war zugleich
mit mir in Paris, in Hrn. Thenard’s Laboratorium, Augenzeugc von dcm Verfaliren WalTer zii oxygeniren
iind von dcm wmiderbaren Erfolg ; bei feiner Riickre& nach Schottland d t e t e ihn Hr. Thenard rnit eiiier FInLIie voll zweitem Baryum Oxyde und einer
umfign&clien Vorfclirift aus wie damit z u verf&reii Ley, u m Gch von dnn ;luffallenden Eiyenfchaften
des von ihm entdecktcn neuen W e l k n s diirch eigenes
A&+auen ZLI iibeneugen, (ich erhielt yon ihm bei
VOYI
,
,
,
,
-
1 5,
3
meiner Abreife ein Bhnliclics Gefcliciik, dns ficli nber
Icidrr liicr nocli niclit in xiieiirer ITniid bcfindet );
iinJ unter aiirlern Loiidrierii f a d icli ciiicii Frciind
des Dr. VV 011 a fto 11 in dem Laboratoriuni des Collep dc France, niit Aiifiiicrklirnkeit Vcrliiclien diefer
Art folgeid; ficher h i d d ' o in Ediiihiirg aind ill
Lolidoil fchot~diere VrrGiclie irn GanSe. Hr. ProfeKor
fi c r z c l i i t s , deli icli in Paris nocli zu finden die
Freiide liiitte wurde I'clion walirend leieinec.Auhitlialto
;ti Gciif, aitf der Iiiickreile, von Mm. von S auTfur e aiifgcfordert in dcll'cii Laboratorinm oxygenirto
\Vaffer zu bcrciteri (wozii d.unrals die 'l-dchrift nocI~
niclit bckaxint war), i i r d I V ~ S ilini liier die Weiilaufigkcit des Vcrfiihrens iiicht auszufdircxi etlanbte , wird
cr nun wahrl'clieiiilich i i i Stockholm in Ausfiihruns
gebraclit habexi , da er i i i i t d i c l h intereranten Gegenfiande aus eigencr AnGcIit vertraut ifi. Und endich
c:rlirrltcn wir viclleicht vori 1Irii. voii Saiifltire CclbfiUntmfiicliiingeii iiber Jiel;*ii Gegcnliarid lindet cr ilin
aridcrs niclit Cclioii durcli Hrn. 'l'lieiiard's FIcil's wid
Gunie fiir jctzt Io p t als erleliGpft.
,
,
,
G iLlert.
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