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Der Werdegang der Erfindungen. Unter Ber2cksichtigung der Sammlungen des Deutschen Museums und hnlicher wissenschaftlich-technischer Anstalten. Herausgegeben von Friedrich Dannemann. Mnchen Berlin 1922. Druck und Verlag von R. Oldenbourg

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dnrf variiert lverden, indem man das obere odcr untere Ende erhoht.'
Ilie Wirksamkeit der Vorrichtung steigt niit der Lange, wogegen
der Passungsraum durch die Weite des Rohres geregelt wird. Einr?
furs Laboratorium geeignete Grofje ist 20 ern lane und 1,s cm weit
und faBt 35 ccnl Flussigkeit. Das ,,Gaswaschrohr" ist geschiitzt und
wird von der ,,Leipziger Glasinstrumentedabrik, Robert Goetze" i i i
den Handel gebracht.
Form von prachtig rnetnllisrh g u n gliinzendcn Kristallen erhalten.
Die hnalysen stirnrnen fur die von W. S c h n e i d e r aufgestellte
Konstitutionsfornlel fur diese Korper.
I
k
R
Die beiden Verbindungen liefern beim lingeren Kochen mit Eisessig
einen blauen Farbstoff, der noch nicht weiter untersucht w'urde.
Aus Vereinen und Versammlungen.
I
Chernische Gesellschaft Erlangen.
Ordentliche Sitzung der Chem. Gesellschaft Erlangen am 22. 11. 1923.
M. B u s c h : ,,Ober Substitution bei Phenolen". Bei der Fortsetzung der friiheren Versuche (vgl. Ztschr. 34, 160 [1921]) hat sich
ergeben, daD bei der Einwirkung von D i p h e n y 1 m e t h y 1 b r o m i d a u f P h e n o 1 e nicht Arylather des Renzhydrols (CeH5),CH *
OAr, sondern k e r n a l k y l i e r t e P h e n o l e
(CeH9),CflBr 4-CeH6.011 (C,H,),CH * CeHd * OH HBr
entstehen, die sehr schwach saure Natur besitzen, nur in alkoholischer
Losuug zur Salzbildung beflhigt sind und ihre Phenolnatur auch
dadurch verlcugnen, daD sic keine Farbung mit Eisenchlorid geben;
doch zeigen sie anderseits sowohl in alkalisch-alkoholischer wie in
Eisessiglosun Kupplungsvermogen. Als Nebenprodukte entstehen
bei obigem frozeD auch zweifach ketnalkylierte Derivate; so erhalt
man aus Diphenylmethylbromid und p-Kresol ein zweifach diphenylCH (CEH€h
--
+
I
'CH,
, das infolge der Besetzung der
I
CH (CeHA
Para- und der beiden Orthostellungem$Cupplungsvermiigen~atiirlich
nicht
mehr aufweist. Entgegen dern Befunde C 1 a i s e n s (Ztschr. f. angew.
Cheni. 1923, 478) nehmen d i e Phenole auch in Form der Phenolate
in alkoholischer Losung den niphenylmethylrest nicht am Sauerdoff
auf. Neben reichlich Benzhydrolathylather (CEH,),CH OCzH3 entstehen wiederum kernalkylierte Derivate; Alphylhalogenide (Methyl-,
Xthyl- und Benzylhalogenide) reagieren dagegen bei den mono- wie
disubstituierten Diphenylmethylphenolen im Sinne der C 1 a i s e n schen Regel unter Bildung von Phenolathern, die sich auffallenderweise auch in Eisessig gegen Diazoniumsalz als indifferent erweisen.
Die wirklichen A r y l a t h e r d e s R e n z h y d r o l s lassen sich durch
direktes Zusamrnenschmelzen von Phenolat mit Diphenylbrommethan
ewinnen; es sind gut kristallisierende Verbindungen, in denen in
tbereinst immung mit den neueren Anschauungen iiber Valenzbeanspruchung das Methan-Wassersloffatom nicht oder wenig aufgelockert
erscheint.
methyliertes Kresol HO/
\..-./
E r i c h R o s e n h a u e r: 1. ,,Uber das y-Bewzylci~iiraldin" (mitbearbeitet von T h e o d o r G r a f e n b e r g e r ) . Vortr. hat durch
kurzes Erhitzen von Chinaldinbenzyljodid im Bombenrohr auf etwa
2200 das y-Benzylchinaldin (lange, farblose Nadeln) in ziemlich guter
Ausbeute gewonnen und damit festgestellt, daB bei besetzter a-Stellung des Chinolinkerns die Umlagerung des N-Benzylrests glatt in
die y-Stellung erfolgt:
Mit Benzaldehyd, m-Nitrobenzaldehyd, p-1)imethylaminobenzaaldehyd
und Phthaleureanhydrid bilden sich leicht i n nahezu quantitativer
Ausbeute Kondensationsprodukte (Benzaldehyd kondensiert schon bei
lW),
die in allen H eseutlichen Eigensclinften den entsprechenden
Chinaldinkondensationskorpern gleichen. hus dem Jodmethylat des
y-Renzyld-benzalchinaldins erhalt man rnittels alkoholiseher KO11
eine in schonen roten Nadeln kristollisirreride Ihse, deren rote alkoholische Losung rasch nach gelb umschliigt (Addition von C21i,011).
2. ,,Eine Reaktion der gelben ChinaltlinisobnRe". W. S c h n e i 1) hat unter anderm durch Einwirkung \on CS, nuf N-rnethyl-urnethylendihydropyridin ein kristallisiertes Additiorisprodukt erhalten.
wiihrend die entsprechende Chinnltliiiiiiniverbindung nirht XIS definierter Korper gewonnen werden konnte. Vortr. hat unter Mitwirkung yon A. S c h m i d t untl W. S c h l e i f e n b n u r n schon
langere Zeit vorher die Einnirkung von CS? auf die gclbe Chinnldinisobnsc studiert und die AtlditionsverbiridunRcn sonohl von h'-methyla-methylendihydrochinolin wie N-athyl-a-nicthylendihydrochinolin in
dor
~-
I)
Ztwhr. f. nngw . Cticm. 36. 512 119231.
I
Neue BUcher.
I
Justus Liebig und seine Zeit. Von Prof. A l f r e d B e n r a th.
(Biicherei der Volkshochschule, Bd. 26.) Velhagen & Klasing,
Bielefeld und Leipzig, 1921.
Unter den zahlreichen Veroffentlichungen iiber L i e b i g , die anliiDlich der 50. Wiederkehr seines Todesjahres erschienen sind, darf
das vorliegende Buch lobende Erwiihnung finden. Es laBt ein griindliches Vertrautsein mit der biographischen Literatur iiber L i e b i g
erkennen und gibt ein anschauliches Bild der Pcrsonlichkeit und des
Wirkens dieses groOen Forschers. Es darf dem Verfasser als Verdienst angerechnet werden, daB er durch besondere Berilcksichtigung
der politischen und wirtschaftlichen Verhaltnisse der Zeit, in der
L i e b i g lebte, die kulturhistorische Bedeutung des groaten deutschen
Chemikers in das richtigo Licht riickte. (Vielleicht darf hier - wohl
weniger dcm Verfasscr, als dem Herausgeber der Sammlung und dem
Verlxg - dic Anregung gegeben werden, bei einer Neuauflage dieser
volkstumlichen L i e b i g - Biographie die am SchluB jedes Abschnitts
angcbrachten ,,zusammenfassenden Fragen" fortzulassen. Sie unterbrechcn stark erntichternd die Literatur des Ruches und sind auch vom
pldagogischen Standpunkt aus nicht immer gliicklich gewilhlt.)
Bugge. [BB. 52.1
Der R'erdegang der Entdeckungen und Erfindungen. Unter Beriicksichtigung der Sammlungen des Deutschen Museums und ahnlicher
wissenschaftlich-techniseher Anstalten. Herausgegeben von F r i e d r i c h D a n n e m a n n . Miinchen und Berlin 1922. Druck und
Verlag von R. Oldenbourg.
Heft 1. D i e A n f l n g e d e r e x p e r i m e n t e l l e n F o r s c h i i n g
u n d i h r e A u s b r e i t u n g . Von F r i e d r i c h D a n n e r n a n n ,
wissenschafthcher Mitarbeiter des Deutschen Museume. Mit 13 Abbildungen im Text. 36 Seiten.
G.-M. 0-70
In diesen kleinen, hsndlichen Heften sol1 die Entwicklung der
Naturwissenschaften von der friihesten Zeit bis zur Gegenwart geschildert werden, indem jedes Heft ein bestimmtes Thema behandelt.
Das crste Heft der Reihe hat der u m die Geschichte der Naturwissenschaften schon so reich verdiente Herausgeber selbst verfaDt. Er
schildert die grundlegenden Entdeckungen aus der Zeit des 17. Jahrhunderts, wo die experimentelle Forschungsweise in der Naturwissenschaft allgemein zur Geltung kam. Der Entdecker der Fall- und
Pendelgesetze, der Italiener G a 1 i 1 e i ,.der Erforscher des Magnelismus, der Engliinder G i l b e r t , und der erste groDe deutsche
Experimentator, der Erfinder der Luftpumpe, 0 t t o v o n G u e r i c k e,
werden nebst einigen anderen Naturforschern ihrer Zeit hier kurz
besprochen. Unter den beigegebenen Abbildungen, die das Verstandnis des Lesers sehr unterstiitzen werden, befindet sich auch eine
Wiedergabe des Gemaldes aus dern Treppenhause des Deutschen
Museums in Miinchen, das den grooartigsten Demonstrationsversuch
darstellt, der W O N jCmals ausgefiihrt wurde: die Vorfiihrung der
Magdeburger Iiqlbkugeln vor Kaiser und Reich auf dem Reichstage
zu Regensburg. Vielleicht wiire aui3erdem eine besondere Abbildung
von G u e r i c k e s Luftpumpe in etwas gr6Derem MaDstabe nicht unerwiinscht gewesen, wie eine solche von der Elektrisiermaschine
gegeben ist. Papier und Ausstattung der Hefte sind vorziiglich.
Heft 9. D i e E n t w i c k l u n g d e r C h e m i e z u r W i s s e n s c h a f t . Von Dr. W. R o t h . Mit 6 Abbildungen im Text.
32 Seiten.
G.-M.0,70
Nach einigen einleitenden Bemerkungen wird d i e Entwicklung
der Chemie von P a r a c e l s u s on bis zu den Tagen von W o h l e r
und L i e b i g in groDen Ziigen kurz geschildert. Es ist leider gar
nicht darauf hingewiesen, welch groi3es Verdienst sich J e r e m i a s
B e n j a m i n R i c h t e r um die Begriindung der StSchiometrie erworben hat, deren Ausarbeitung er eigentlich sein ganzes Leben nicht
nur widmete, sondern opferte. Man findet seinen Namen (S. 21) nur
kurz neben dcrn von W e n z e 1 erwahnt, und zwnr als Vertreter derjenigen deutschen Chemiker a m Ende des 18. Jahrhunderts, die der
phlogistischen Lehre treu blieben. Kine gerechte Wiirdigung dieses
verdionstvollen Forschers wiirde den Wert des HeItes, daa sonst nach
Form und Inhalt durchdus lobenswert ist, noch erhohen.
Heft 5. D i e E n t w i c k l u n g d e r c h e m i s c h e n G r o B i n d u s t r i e . Von Dr. A. Z a r t . Mit 10 Abbildungen im Text.
48 Seiten.
Ci.-M. 0,W
Wahrend am Anlange dea 19. Jahrhunderts die chemische Wirsenschaft besonders glanzvoll in Frankreich vertreten war, wurde die
chemische Technik zuerst in England im groDen ausgebildet, und bis
54
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Neue BUrher
.
uber die Mitte des Jahrhunderts hinaus behielt England auf diesem
Gebiete die Fuhrung. Dann aber erwuchs in Deutschland ein tatkrHftiger und leistungsfahiger Nebenbuhler. Aus handwerksma5igen
Betrieben enlwickelte sich auf Grund der durch L i e b i g begriindeten
wissenschaftlichen Schulung in schnellem Anstieg die deutsche
chemische GroOindustrie, die sich besonders auf den Gebieten der
kunstlichen Farbstoffe und der Arzneimittel die Welt eroberte. Buch
die ubrigen Industriezweige sind unter folgenden Stichworten k u n
in ihrer Entwicklung geschildert: Gewinnung von Sprengstoffen, Gewinnung von Soda, die Rolle der Elektrizitat in der chemischen
Industrie, die chemische Bindung des Luftatickstoffq die Verwendung
von Chlor und Wasserstoff, Aufbau organischer Stoffe aus den Elementen, Zelluloid und iihnliche Praparate, die Erzeugung kiinstlicher
Riechstoffc usw. Wenn bei dem geringen' Umfang des Heftes das
meiste nur andeutungsweise beschrieben werden kann, so gewinnt
der Leser doch immerhin einen allgemeinen Uberblick. Auf einen
kleinen Druckfehler sei hingewiesen: Auf der letzten Seite fehlt im
Fornielbild des Hexalins zwischen dem untersten C und den HI der
zweite Bindestrich.
Lockemann. [ BB. h 2 . J
Die Tonwarenerzeugung. (Allgemeine Keramik.) Ribliothek der gesamten Technik: 292. Baod. Mit besonderer Berlicksicbtigunp: der
chemischen Grundlagen. Von Prof. W i 1 h e l m R ud o I p h , Leiter der
Staatlivhen Keramischen Fnchschule Landshut, Bayern. Zweite,
neu bearbeitete Auflage. VlII und 210 Seitbn. 65 Abbildungen.
Verlag von Dr. Max Janecke, Leipzig.
G.-M. 5
Nech einem gedrangten, aber inhaltreichen und durch viele
Literaturnacbweise nlitzlic*beri Uberblick tiber die geschichtliche Entwieklung der Tonwarenerzeugung werden in einem weiteren, etwa die
HHlfte des Hucbes umfassenden Abscbnitte Uber Stofflehre in eingehender Weise alle diejenigen elementaren Kenntnicse vermittelt, die
fiir das keramisrh-technische Arbeiten auf pbysikalisch-chemischer
Grundlage erforderlich sind. Hieran schlieBt sich die Hesprechung
der Tonwarenerzeugung in ihren einzelnen Ahschnitten eelbst, von der
Zubereitung der Rohstoffe bis zur farbigen Verzirrung der gebrannten
Waren. Dieser Teil des Buches ist mit zahlreicben geschickt ausgewlblten ~ b b i l d u n g e o versehen. Ein weiterer Abschnitt Uber
"Glasuren' enthllt auch eine leichtverstiindliche Anleitung zu
ihrer Berechnung. Dss Burh ist mit einem sorgfAltig bearbeiteten
alpbabetisch geordneten Sachverzeichnis ausgestattet, das seine
Handbabung erleichtert, und es kann auch in der zaeiten, erweiterten
und wiederum sehr sachgemiif3 benrbeiteten Auflage durchaus empfohlen werden. - Nicht befreunden kann ich mich rnit der auf
Seite 15 vertretenen, dem Standpunkte H. P e t e r s und C. R e i n h a r d t s
entsprechenden Auffassung hinsichtlich des Anteils von W. v. T s c h i r n h a u s und J. Fr. B t l t t g e r an dem Rubme der Erfindung des europtiiscben Hariporzellans, wobei ich zum Beweise auf die hisher unwidersprochen gebliebenen Ausfilhrungen von E. Zi m m e r m a n n in der
"Keramischen Rundschau', Jahrgang 1912, Nr. 7-10, nur kurz hinFunk. [BB. 41.1
weisen mtichte.
Lehrbuch der chemischen Teehnologie. Von Dr. H. 0 s t , Geh. Reg.Rat, Prof. Emer. der technischen Chemie a n der technischen Hochschule zu Hannover. 13. Aufla e. Mit 320 Abbildungen im Text
und 11 Tafeln. Verlagsbuchhandfung Dr. Max Jlinecke, Leipzig 1923.
G.-M. 20 fur Inland, fur deutsche Studenten G.-M.15
Nachdem ich die 12. Aufla e des vorliegenden Lehrbuches erst
vor wenigen Monaten ausfuhrfich besprochen und auf die vielen
Ncuerungen hingewiesen habe, hat sich inzwischen schon die 13. Auflage als notwendig erwiesen. Wiederum ein Zeichen, wie unentbehrlich das Buch sowohl fur den Studierenden'wie fur den Chemiker
ist, der sich uber die Fortschritte und den gegenwartigen Stand der
Technik unterrichten will. Die MuOe, die der Veifasser des Buches
inzwischen dadurch gewonnen hat, dai3 er sich von seinem Lehrarnt
zuriickzog, ist bereits der vorliegenden Auflage zugute gekommen.
So sehr man bedauern muB, dat3 der Nestor der chemischen Technologie nicht mehr im Lehrbetrieb wirkt, so sehr freuen wir uns nuf
der anderen Seite, dai3 er dadurch in die Lage versetzt ist, sein Lehrbuch nach wie vor dem jeweiligen Stand der Forscbung und Technik
Rassow. [BB. 60.1
anzupnssen.
Einiflhrung in die mathematische Behandlung der Neturwlssenschaiten.
K u n gefaf3tes Lehrbuch der Differential- und lntegrulrechnung
mit besonderer BerUcksichtigllng der Chemie. Von W N e r n s t und
A. S c h o e n f l i e s . Zehnte Auflape. XI1 und 502 Seiten rnit 11.7 Abbildungen im Text. Verlag R. Oldenbourg, Mtinchen und Berlin 1921.
Geh. G.-M. 10, geb. G.-M. 12
Die rssrhe Aufeinanderfolpe der Auflagen des , . N e r n s t - S c h b n f l i e s " ist ein erfreulicht s Zrichen des zunebmenden lnieresses der
Chemiestudierenden und Chemiker an den theoretischen Prohlrrnen
ihter Wissenscha't. A u s dem Vorwoit peht heivor, did3 in der h'euauflage drei hesonders wirhtige h a e n eine eingrhenrere Behandlung
erfahren h bqn: der K e r n stsche WItmesaiz. das Rel;ttivit#tsprinzip
und die Theorie der Ktistallgtt~er. Dieser Zuwacbn wird allen willkommen sein, die der nt uercn Entwicklung der theoretis:hen Chemie
und Physik mit Verst5ndr.i.s folgen nollen.
Sieverfs. [BB. 63.1
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..-- . .
~
. ...
-
..
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-... .- -~
[angewnn&e~bemle.
Zeilschrift fllr
.
EinfIlhrung in die Ionen- und Elektronenlehre der Gaee, Experlmentalvorleeungen. Von H. G r e i n a c h e r . (P. Haupt, vorm. M. Drecbsel,
Bern 1923). 121 Seiten.
G.-M. 4
FUnfzebn Vorlewngen und eine FUlle von Experimenten und
theoretischen Erlluterungen! Und dabei Uberwiegend Dinge, die erst
in den letzten 20 Jabren gefunden und erprUndet wurden.
Das alles ist zusammengestellt von einem Meister der Experimentierkunst, der nebenher tiber die Flihigkeit knappsten und doch
v6llig klaren Vortrages verfllgt. Aus jedem Satze ttlnt die Sprache
des Praktikers, die ihre Unmittelbarkeit wohl dem Umstande verdankt, dafj sie zuerst gesprocben, nicht peschrieben wurde.
Der reiche Stoff kann hier nur gestreift werden. Enistehung und
Wesen der Ionen in Gasen; ihre Diffusion. Wiedervereinigung, Dichte
und Reweglichkeit; Flammengase und Thermionen. ubergang zu den
Elektronen; ihre Geschwindigkeit und magnetische Ablenkbarkeit;
Anwendung der Elektronenrohren.
ElektronenstoD; Ionisierungsspannung, Anregungspotential, elektrische Spektroskopie. Der Photoeffekt, seine verschiedeneo Formen und Anwendungen beschlieDen
das inhaltreicbe Heft.
Das zahlreiche Bildermaterial ist dadurch gekennzeichnet, daB es
neben den Uhlichen schematiscben Zeichnungen Pbotogramme des
Vortragstisches mit dem g e s m t e n Aufbau fast fur jeden Versuch
hringt. Dadurch wirkt die LektUre so unmittelbar, als ob man der
Vorflihrung beiwohnte. Dies Verfabren kann nur empfohlen werden,
zumal es den haufig so ermfidenden Text einer Versuchsanordnung
Uberfllissig macbt.
Das Buch ist somit nicht nur zur Abhaltung von Vorlesungen,
sondern auch als vollwefliger Ersatz von solcben fur den Lernenden
eu ernpfchlen.
Bennewifz. [BB. 55.1
Die Reetleldtheorie der Valenz (aul Orund der organischen Moleknlverbindungen). Von Dr. R. K r e m a n n . Ferdinand Enke, Stuttgart,
1923. 194 Seiten.
G.-M. 7,60
Die Lehren W e r n e r s , S t a r k s , K o s e e l s nnd anderer haben den
Begriff der chemischen Verbindung umgewandelt und vertieft. Wenn
nun auch selbst in einfacheren Fallen sich noch Unzullnglichkeiten
die-er Anschauungen herausgestellt haben, so bat das den Verfasser
oicht abgehalten, auch in kompliziertcren Fallen, d. h. bet MolekUlverbindungen zweier komplexer Kohlenstoffverbindungen, nach den
GesetzmtiOigkeiten zu forschen und sie den obenerwlhnten Theorien
unierzuordnen.
Das Huch enthlllt nun im wesentlichen ein in J a b n e h n t e n anqebauftes, sehr vollstlindiges Material. Die Methodik beruht zur
Hauptsacbe in der Anwendung des Scbmelzdiagramms. So e i n t h i g
diese Arbeit gewesed sein rnu6, so eehr ist bit? dem Verfnsser zu
danken, da sie einmal gescheben mu5te. Jedenfalls gibt sie dem
Chemiker in zabllosen Fallen Fingeneige und AufschlUase Uber die
Existenz solcher komplexer Verbindungen.
Allgemeine SchlUsse sind aus den Beobachtungen kaum gezogen
worden ; doch dilrfte die zuktlnftige Forschung hier ein wertvolles
Material zur weitercn Vertiefung der Valenztheorie besitzen.
Sennewitz. [BB. 69.1
--
Lilue and Oelatin by J e r o m e A l e x a n d e r . American Cbemical S O ~ .
Monograph series. The Chemical Catalog Co. New York 1923.
Das vorliegende, 236 Feiten starke Buch Uber Leim und Gelatine
unterscheldet pirh wesentlich von den in Deutschland bekannten
Werken Uber diesen Gegenstand. Von vornherein mtlchte man erwarten, daB der deutsche Autor das Hauptgewicht auf den theorelischen Teil legen wllrde, der Amerikaner aber auf die Praxis; hier
aber ist es umgekehrt. Unsere deutscben Werke behandeln die
chemischen und pbysikalischen Eigenscbaften von Leim und Gelatine
mehr als Einleituog, widmen hingegen dern technologischen und
maschinellen Teil ihr Hauptinteresue. Rei dem vorliegenden Werk
von A l e x a n d e r entfiillt zwei Drittel des Inhalts auf die physikalisehen
und chemischen Eigenschaften.
Da A l e x a n d e r ein bekannter
Kolloidchemiker ist, schenkt e r seine benondere Aufmerksamkeit den
kolloiden Eigenschaften von Leim und Gelatine, d. h. er packt den
Gegenriand zum erstenmal von der einzig ricbtigen Seite an, denn
die Leimindustrie ist der Prototyp einer ,,Kolloidindustrie".
Eine k u n e volkswirtschaftliche Einleliung und eine prHzis gebaltere Darlegung dessen, was wir von der Chemie des Leims w h e n ,
leitet Uber zu den sehr'ausfUbrlich gahaltenen und die neueste Literatur
berticksichtigenden Kapiteln liber die physikalische und Kolloidchemie
der Gelatine. Kurz werden das Ossein und die Wirkung der Gerbmittel gestreift, um dann ausfahrlicher auf Untersuchung und PrUfung
von Leim einzugehen. Die Tecbnologie des Leims und der Gelatine
werden etwas eingehendcr behandelt, aber auch nur von einer btlheren
Perspektive; wer Vorschriften oder Rezepte zur praktiscben Benutzung
sucht, t u t dies verpeblicb. AusfUhrungen Uher Fischleim und die
Prtlfungsmethoden der ,,Naiional Association" bilden den SchluB.
Reiche Lileraturangaben erhbhen den Wert des Ganzen.
Wer unheftingen a n das Buch berantritt, wird vielleicht monieren,
daB der prbDere Teil des Huches, insbesondere in den theoretischen
Aiisltihrungen, sich nirht an den Ixim, sondcrn a n die Gelatine halt.
Dieser Votwurf trifft abcr nicht den Autor, sondern die Wisscnscbaft.
D e Gelatine wird heute gewi-sermaf3en als der reine Teil des Leims
anyesehen und alle theoretischen Untersuchuagen befassen sich dnber
mit der Gelatine. Unsere Kenntnisse vom I,Leim", d. h. diesem eigen-
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