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Des wahren Sicherheitszndholzes Eigenheiten.

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XXLI Jahrgang.
August lm] =eyer: Dw W r e n Skhbrheftssiindholsea Eigenheiten.
1641
Heft 33.
schlagenen Methode betrifft, so ergibt diese Bestimmung im F d l e der unvollstandigen Kohleverbrennung, wie es bei unseren Versuchen mit Anthraziten der Fall war, steta geringere Werte, als die
Bmhimmung naeh E s c h k a ; die Differenzen sind
aber, wie aus Spalte V der Tabelle ersichtlich, derart
unbdeutend, daB sie vernachliiasigt werden konnen.
Zum Schlul? miichte ich hinzufugen, daB bei meinen
Arbeiten mit dem P a r r s c h e n Apparate Explosionen nie beobachtet wirden.
Des wahren Sicherheitsziindholzes
Eigenheiten.
Von
L. 0. P. METER.
(Eingeg. d. 20.14. 1909.)
Ziindholzer, welche durch das ltleinste Kind zu
entziinden sind, bieten keine Sicherheit.- es gibt
aher ein wahres Sicherheitsziindholz, welches vor
34 Jahren patentiert worden ist, und dessen Bestandteile und Eigenschaften sollen durch folgendes erortert werden:
Unzahlig viele Menschenleben und Besitztiimer
von gar vielen Milliarden Wert sind durch die im
Markte befindlichen gefahrlichen Ziindholzer vernichtet, die jedermanns Leben und Besitztum bedrohen.
Das von kompet.enten Fachleut.en
a n e r k a n n t e w a h r e, S i c h e r h e i t s z u n d h o 1 z.
Zur Zeit der Philadelphia-Weltausstellung im
J a l r e 1876 waren daselbst die besten schwedischen,
englisrhen und amerikanischen Sicherheitszundholzer ausgestellt. Die amerikaniachen unter dem
Namen ,,Fusees" nareh von der Fusee Co. in Erie
ausgestellt.
Die Fusees waren eine Modifikation von L.
0 t t o P. M e y e r s Norpalsicherheitszundholz.
Die Einfiihrung dieses Normalziindholzes hat.te die
Fusee Co. ubernomrnen, sobald dafiir Absatz zu erwarten sei - und durch dies Versprechen war L.
0 t t o P. M e y e r aucb Aktionar deren Gesellschaft
geworden.
Vor Pramierung der in Philadelphia ausgestellten Gegenstinde ward L. 0 t t o P. M e y e r in
Kewton, Conn., von der Fusee Co. ersucht, nach
Philadelphia zu kommen, von seinen Normalziindholzern mitzubringen und daruber der Ausstellungskonirnission, die aus 4 Professoren der
Chemie bestand. eine Auskunft zu geben. Die 4
Professoren waren:
Hofrat Prof. v o n W a g n e r aus Deutschland,
ein Professor der Philadelphia-Universitat..
ein Professor der Neu- York-Universitat,
ein Professor aus England war Vorsitzender in
der Kommission, und die zwischen diesem und
M e y e r stattgefundene Unterredung sei hier ins
Deutsche iibersetzt wiedergegeben.
Der Vorsitzende, indem er eine Schachtel mit
Fvsees hoch hielt, fragte M e y e r :
,,Sie wollen behaupten, zur Fabrikation dieser
Ziindholzer keinen Phosphor zu verwenden ?"
Ch. 1909.
M e y e r erwiderte: ,.,DM behaupte ich nicht,
die Fusees haben Phosphor in den Reibflachen ihrer
Schachtel. Aber mein. NormalsicherheitRziindholz,
wovon ich Ihnen Proben zur Priifung mitgebracht
habe, hat zum Entziinden eine Hartgummiplatte,
welche a w der gewohnlichen Hartgummikomposition aus Rautschuk und Schwefel besteht und nur
noch eine groI3e Portion fein gepulvertes Schwefelantimon enthalt. Diese Plittten sind wie Hartgummi bei hoher Hitze vulkanisiert und ganzlich
unschiidlich und ungefahrlich, eine solche Platte
kann viele Jahre Dienste leisten und jederzeit durch
Wmchen gereinigt werden.
Die Zundmasse a n meinen Holzclien ist aus chemisch reinen Ingredienzien hergestellt, namlich aus :
Kaliumchlorat,
Gelatine, vorzugsweise mittels Essigsaure fliissig
gemach t,
Bimsstein, fein pulverisiert;
und zur Farbung beliebigen unschadlichen
Farbstoff, vorzugsweise: 1,5% Liq. essigsauces Sesquioxydeisen.
An ganz reine Holzchen wird die Ziindmasse
durch Eiqtauchen angebracht, dann in sehr hoher
Hitze getrocknet, und danach werden die Kopfenden in stark erhitates Paraffinwachs von hohem
Schmelzpunkt eingetaucht, um das Entflammen
des Holzchens zu bewvirken 'und zugleich gegen
feuchte Luft einen Sohutz zu gewlhren. (Will man
wasserdichten Schutz geben, so taucht man die
Kopfe noch in auBerst diinne Guttaperchalosung).
- (Man kann auch, um das Fortglimmen des ausgeblasenen Ziindholzes zu verhindern, die reinen
Holzchen anfangs in bekannter Weise praparieren).
Die Normalzundholzer widerstehen, ohne zu
entflammen, einer' Hitze, welche die Holzchen samt
Ziindmasse kohlschwarz farbt.
Nach Abbrennen der Ziindmasse verbleibt nur
eine ganz unschadliche Asche.
Die Herren Professoren wollten anfangs Me y e r
keinen Glauben schenken. daD er aus genannten,
sehr einfachen Ingredienzien sein Normalzundholz
hergestellt habe. doch fanden sie seine Mitteilung
hoch interessant und lieBen sich von ihm Proben
seiner Zundholzer und Ingredienzien zur Prufung
geben, und infolge der Priifung lautete deren
Urteil :
"It is the only true Safety-Match in the exhibition."
(Es ist das einzig wahre Sicherheitsziindholz
in der Ausstellung.)
Aber so wenig wie das beste Sozialsystem auf
Erden einzufiihren ist, da es nur fiir Engel pa&
ebensowenig lieB sich bisher M e y e r s Normalzundholz einftihren, weil es keiner ubertriebenen
Bequernlichkeit entspricht, sondern einen kraft.igeren Strich erfordert. -Vor 80 Jahren kannte Europa
kein besseres Zundholz, als das mit Schwefel getunchte, zu dessen Entflarnmen man erst mittels
Stahl und Feuerstein Funken auf verkohlte Leinwand oder Feuerschwamm erzeugen multe, um die
Schwefelholzer daran zu enhiinden.
Vorstehender Artikel ist von L. 0 t t o P.
M e y e r , Americ. Consul a. D., selbst geschriebeii;
er zieht vor, von sich als von dritter Person zu
schreiben.
206
1642
Referate.
[
- Allgsmeiries.
Erster Schritt zur Einfiihrung
w rz Ir r e r S i c 11 e r 11 e i t s z u n d h 6 1 z e r.
Zwei Jahre vor der Philadelphia- Weltausstellung brachte der Neu-York Herold, vom 11. April
1874, M e y e r s spaltenlangen Artikel iiber die
Gefahrliclikeit a 1 1 e r im Markte kauflichen Ziindliolzer, sowie auch iiber die Vorzuge der von M e y e r
patentierten Zundholzer. Der Zeitungsartikel schloR
mit zwei Aufrufsschrei'ben wortlich wie hier nachstehend.
L. 0. P. M e y e r s Manuscripts englische
ins Deutsche iibersetzt,
SchluBbriefe Seite 6-8,
laiiten:
B r i e f e a n Z ii n d h o 1 z f a b r i k a n t e n.
Meine Herren ! Ich, der Unterzeichner, habe
niemals Ziindholzer verkauft - bin auch nicht in
der Lage, irgend eine Fabrikation fur den Markt beginnen zu konnen. - Meine Aufgabe ist gewesen,
ein wiinschenswertes Ziindholz lierzustellen, wozu
icli mich fiihig erachtete; da ich die Kenntnis eines
gut erfahrenen Ingenieurs besitze, wie auch einige
Kenntnis von Chemie (hatte ungefallr 2 Jahre anorganische Chemie bei Prof. W i e b e 1 in Hamburg
studiert).
Mein Kame ist hier (in Anierika) schon vor 20
Jrzhren bekannt geworden durcli Patente fur wertvolle Verbesserungen in der Herstellung von vulkanisiertem Hart,gummi. Aber 7 Jahre miihsame drbeit
kostete es mich, um mein Ziindholz zur gewiinschten
Vollkommenheit zu bringen. Vor 11 Jahren begann
ich, mich der Aufgabe zu-widmen.
Ich wunsche, keines Mannes Geschaft zu echiidigen, denn ,,Union ist Starke". icli wiirde daher
ein Arrangement bevorzugen, wodurch keiner von
Ihnen von der Fabrikation meines Ziindholzes ausgeschlossen wird. Solch ein Arrangement ist wahrscheinlich nicht an1 besten geeignet, verdiente Relohnung Eiir meine miihsame Experimentierarbeit
Zeitschrift fur
ansewandte Chemle.
zu erzielen; es wiirde aber den guten Willen aller
sichern und schneller das Ziindholz in allgemkinen
Gebrauch bringen. Ich selbst wiirde gegen irgend
eine ubermaBige Taxe protestieren oder gegen irpend
etwas, wodurch die Einfiihrung meinea Ziindholzes
Verzogerung erleiden konne.
Meine Herren ! Ihr Interesse verlangt, zu untersuchen, ob mein Ziindholz gute Aussichten hat,
allgemein beliebt zu werden. 1st dies der Fall,
dann werden Feuerversicherungsgesellschaften es
mit der Zeit aucli begiinstigen und dadurch den
Verkauf Ihrer Phosphorzundholzer einschrlnken.
Manner der Wissenschaft, welche niein Ziindholz gepriift haben, auBerten sich sehr zugunsten
desselben.
Ich bin bereit, Vorschlage von achtbaren Gescliaftdeuten, wenn solche mir brieflich zugehen, i n
Erwagung zu ziehen, kann aber meine Erfindung
nicht den Handen von blol3en Spekulanten anvertrauen.
Ich beanspruche keine Znhlung im voraus,
auch wiinsche ich nicht, Ihnen Unkosten zu machen,
sondern offeriere Ihnen ein ehrliches Geschaft.
Schtungsvoll der Ihrige
Newtown, Conn.
L. O t t o P. M e y e r .
Brief an dic
F e u e r v e r s i c h e r u n g s g e s e 1 1 s c h a f t e n.
Meine Herren! Jetzt ist es Zeit, xu iiberlegen, ob Sie eine Pramie oder irgend einen Vorteil
den1 Unternehmen gewahren konnen, welches hier
in den Vereinigten Staaten alle amerikanischen und
auslandischen Phosphorziindholzer durch Sicherheitsziindholzer ersetzen will.
Acl~tungmollder Ihrige
Newtown, Conn., 4. April 1874.
L. O t t o P. M e y e r .
Referate.
I.
I.
Allgemeines.
F. C. Donuan. Die Universitiitsaushildung der twhnisehen Fhemiker. (J. Soe. Chem. Ind. 28,
275-280 [1909].)
Verf, tritt nach Wurdigung der Wichtigkeit von
Mathematik, Physik, physikalischer Chemie und
Sprachen fur Schaffung von Laboratorien der allgemeinen angewandten Chemie ein. Auch technische Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Gebieten der Krafterzeugung und der Metallurgie
sollte der in die Technik tretende Chemiker in hoherem Grade besitzen. Ferner wiirden Vorlesungenvon
in der Industrie tatigen, Ghemikern, in welchen vor
allem die konimerziellen undKostenfragen behandelt
werden. den Studenten fur seinen Beruf gut vorbereiten. Vom technischen Chemiker der Zukunft
wirdnachVerf.s Ansicht vor allem eine ausgedehntere
Beherrschung moderner chemischer Theorie zu
fordern sein, verbunden mit einigen Kenntnissen der
Metallurgie, der Ingenieur- und HandelswissenRucky. [R. 2295.3
schaften.
Jerome Blexauder. Iiolloideheniie und einige ihrer
teehniseheu Bussichten. (J. Soc. Chem. Ind.
28, 280-285 [1909].)
Nach einer Ubersicht iiber die Gruiidziige der Kolloidchemie, geht Verf. auf ihre Redeutung fiir die
einxelnen Gebiete ein. Er bespricht in Kiirze: Tonund Topfernaren, Gips, Boden und Diinger, Elektroplattierung und Galvanoplastik der Metalle. Metallurgie, Farben, Seife, Milch, Eiscreani, Filtrieren,
chemische Anal yse. Durch Literaturangaben wird
ein eingehenderes Studium erleichtert.
Bxcky. [R. 2302.1
E. A. Dunstan und B. B. Thole. f h e r rinige stoehiometriselie Beziehungen, welehe durcli die ViseositatskoeIfizienten gelietert werden. (J.Chini.
phys. 7, 204-214 [1909]. London.)
Bucky. [R. 2299.3
H. Preeht. h e r die Bildung des jiingeren Steinsalzes
der Zechsteinformation. (Mit einem Nachwort
von E. E r d m a n n; Z. Kali 1909, 228--227.)
Die Arbeit ist eine Stiitze der E r d m a n n schcn
TheQrie (vgl. diese Z. 21, 1690 [1908]), die mit der
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