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Deutsche Gesellschaft f Minerallforschung und Brennkrafttechnische Gesellschaft e. V

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Veraammlungsber i e h t e
natiirlich 'alle Kationen, die keine oder riur lose geburideiie
Halogenidkomplexe in wal3riger I.6sung bilden.
Die Titration eignet sich besonders zur Bestinmiung vori
Quecksilber in Amalgameii. Die Legierung wird dabei in
einer geringen Menge konz. Salpetersaure aufgelost. Ein
kleiner lfberschul3 an Saure braucht nicht entfernt zu werden.
P. A. Thiessen u. K. Herriiiann (vorgetr. von K . H e r r niann) : , , E k e einfache Methode mi Herslellrrng hiichsfgerezniglen 1.eilfdhigkeilswassers ') ."
Uni T,eitf iihigkeitsmessungen in den liochsteniverdiinnungen
( >10000 1/Mol) auszufiihren, wurde eine einfache Wasserdestillationsanlage konstruiert, die ein Wasser niit einer T,eitf&higkeit x;$ = 6,5--8.10-* il-1 liefert bei einer stiindlichen
Ausbeute von etwa 400 cni3. Zu dieseni Zwecke werden 5 1
1,eitfhigkeitswasser ( X :-1,5--2.10-*
0-1)
durch 20 his
30stiindiges Irrhitzen auf 80-900 unter gleichzeitigeiii 1)urchleiten eines hochgereinigten Stickstoffstroms von den gasfonnigen Verunreinigungen $0, und NH,) weitest gehend befreit. Dieses entliiftete Wasser wird dann aus einer Quarzglasapparatur in1 Stickstoffstroni in das I.eitfiihigkeitsgefai13 iiberdestilliert. Als IJrsache fur eine Verunreinigung des Destillats wurde das storende Kriechen des Wassers aus deiii
Destillationskolben in den Kiihler erkannt ; dieses wird durch
das I.:rhitzen der GefUwand niit einer elektrischen Heizung
verniieden ; der eniporkriechende IZliissigkeitsfiliii wircl tladurch zur Verdariipfung gebracht. Durch den Einhau einer
weiteren Destillationsstufe wurde eiii Wasser iiiit einer Leitfiihigkeit x;& = 5.9. lod R-I gewonneri (theoretischer Wert
infolge der Eigendissoziation des Wassers x ~ ~ 5,52.1
~ o
(I-').
Die Kosten der -4nlage hetragen etwa 150 KM.
Berlin-Dahlem, am 9. Dezember 1936.
A . L i i t t r i n g h a u s : ,,Stereorhenrische linleiszichitn~en
~ r o m aischen
t
Rings ystemen. ' '
Voxtr. teilte schon friihers) eine einfache RingschluWniethode
niit, die unter Anwendung des Zieglerschen Verdiinnungsprimips die Darstellung von -4thern des Resorcins und Hydrochinons (z. n . 11) gestattete, bei deneti der Benzolkern in
in- oder p-Stellung iiberbrikkt ist.
Beim n'aphthalin gelang auf gleiclieni \?.ege erstiiialig tlic
Uberbriickung der 1 5 - und der 2,6-,Stellmig (\;, VI) durcli
10 Methylengnippen in 60- hzw. 22%iger Ausbeutc. I)as MiUlingen der uberbriickung der 1,5-Stellung diirch eine Oktamethylenkette ini Gegetisatz zuni Hydrochinon spricht fiir
weitgehend starre und ebene .4norclnung der Naphthalinkerne.
Beiin Diphenylniethan (VJ I ) gclang der bislaiig vergel)lirli versuchteRingschluW iiberdie p-p'-Stellung, iiritl zwarniit 1 0 ( 0 s o h ) ,
X (36%) und 7 (5q4) Methylengruppen. I)as starke .4bfalleri
der Ausbeute hei Verkleinrrung der Briicke spricht wierlerutii
fur weitgehende Starrheit cler Benzolkenle. Heini p-Diphenol
kontite ein intraniolekularer KingschluB durch eine Dekarnethylenbriicke auch nicht iii Spuren erzielt werden. Soiiiit
besteht auch bei IXphenylderivatm kein Anhaltspunkt fiir
das Vorkommen von I'onnen niit inerklicher Abweichung von
der stamen gestreckten Anordnung der beiden Kerne.
Beini p-p'-Dioxydiphenylather ( V I I I ) koiinte zwar riiit 1 0
Methylengruppen ein RingschluU erzielt werden, aher niclit iiiehr
nLit einer Oktamethylenbriicke, obgleicli die Keaktions~escli\Fiiidigkeit der freien Hydroxylgruppe in den entsprechenden Hall>iithern des Typus I gegeniiber Hroinalkyl gleich groW ist.
1)ieser auffallende Unterschied gegeniiber derii Diosydiphenyliiiethan niacht wahrscheinlich, daW der Valcnzwiiikel a111
S a u e r s t o f f in dieseni Falle Iiierklich groUer ist als an tler
Methylengruppe, was iibrigens aiich aus 1)il'oliiionicntiixe~suligell
nnderer Autoreii hervorgeht. J r i m weiterc Stiitze hierfiir
liefern Isoniorphieversuche : wiihrerid 1:luoren und L)iphenylelioxyd, bei denen die CH,<- bzw. O<-Gruppc in ein s t a r e s
System eingebaut ist, offenbar eine liickenlose Keihe ~ 0 x 1
Mischkristallen bilden, geben die entsprechenden offenen
Verbindungen Diphenyliiiethali-DiphenvlSther. ehenso auch
entsprecliende 1)erivate riii Eritektikuni ohne Aiizcic.hrii ~ o n
Isoniorphie.
0
n n JJ
CH,
IS.
I.
%. 13. lieCen sicli der Hydrochinon- und der Kesorciti-deka-
riiethylenather in SO- bzw. fiOO/,iger Xusbeute erhalten. I)er
engste nach dieser Methode darstellbare in-Ring ist der
12gliedrige Kesorcin-heptamethylenather (III)! der engste
p-Ring der 14gliedrige Hydrochinon-oktaniethylen8ther ( T V I .
Die Bildung eines Kesorcin-hexaniethyleniithers konnte niit
Sicherheit nicht riachgewiesen werden, erscheint aber nicht
ausgeschlassen. Beiiierkenswerterweise stellen diese, iibrigens
hislang engsten durch KingschluU erhaltenen derartigen Kinge,
auch an Stuartschen Modellen das Mininiuni dar. Es ergeben
sich also keine Atihaltspunkte fur das Vorkommen von wesentlich rom starrcn Sechseck abweicheiiden Formen des Benzolsystems.
L
0- (CH,),-O
x-
Die clargestellten cyclischeti .%ther sitid \volilclefinirrtc.
gut kristallisierende Substanzen. Ihre an sich sclion rlurcli
die Synthese weitgeheiid gesicherte Konstitution wurde (lurch
Molekulargewirhtshestiniiimng. Kachweis des Vehlens aktiven
Wasserstoffes sowie durch Spaltnng riiit Hroriiwasserstoff i n
das entsprechentle Polyiiiethylenhroniitl l m v I )ioxylmizol,
-Naplithuh w w . festgelegt. 111 vieleii I~alleii wurden aucli
die durrh Zusaiiiiiieiitritt zweier Hall,atht.riiiolekiile ~ o i i 'l'yp
i
1
gebilcleteti -4ther doppelter MolekiilgriiWe, z. I I . I S urid S ,
isolirrt .
Deutsche Oesellschaft fur Mineralirlforschung und
Brennkrafttechnische Oesellsdmft e. V.
Gemeinsame wissenschaftliche Tagung
vom 5. bls 7. November 1936.
Technische Hochschule zu Berlin-Charlottenburg.
1)er Vorsitzendc, Prof. I)r. I: I)l)eloliclc, IwgriiWte ziierst
IV.
111.
V.
( -)
VII.
VI.
(CHn),"-)
VJJI.
') Die Apparatur aird kurz in der .,Chcrn. Pahrik" lwschriebeii
werden.
Diese ZtSchr. 48, 401 [1935].
54
tlir i'ertreter auslaridisclier Kegierungen, die Vertreter der
Keichsregierung und Reichsbeliorden, der Partei, der Luider ,
Provinzen und Stadte. Ilr gab bekannt, daLi I)r. Spilker,
Duisburg, und Prof. Dr. F . Fzscher, Miilheiiii, zii E h r e n iiiitgliedern der (>esellschaft ernannt wordeti sind. Die
Verdienste I)r. Spilkers liegexi besonders auf dtm (kbietc der
Erforschung der Kohle und des Teers. und c'r hat iiiit dieseii
ilrbeiten schon gnuidlegende Vorarbeiten auf deni (iehiete des
Mineraloles geleistet. Die Yerdienste Prof. Ilr. Fischers werden
in seiner Benzin- nnd 61-Spthese erhlickt, und clic Durchfuhnrng in der Technik stellt eine wissenschaftlich-technische
Leistung ersten Ranges dar.
Angcwandtr Chrnis
so. Jahra. 1naF'.Nr.1
Versammlungsberichte
Prof. Dr. U b b e l o h d e :
,,Stand u n d Zukunftsaufgaben
der Mineralolforschung."
Der gegenwartige Bedarf an hoch- und niedrigsiedexiden
Mineralolen betragt etwa 3,15 Mill. t. Diese Menge setzt sich
u. a. zusaninien aus: 44 yo Benzin, 25 "/b Dieselkraftstoff und
14% Benzol. T i n Jahre 1935 wurden etwa 400000 t Rohol in
Deutschland gefordert, woraus 85000 t Benzin, je 65000 t
Leichtol und Gas01 sowie rund 100000 t Schmierol gewonnen
wurden. f i r die Gewinnung der weiter benotigten Kraftstoffe
und Schniierole aus heimischen Quellen komnit die Verarbeitung der Kohle in verschiedenen Formen in Betracht, und
zwar durch Verkokung, Verschwelung, Hydrierung, Synthese
nach Fischer-Tropsch sowie Kohleextraktion.
Vortr. zerstreut dann die Bedenken, daB durch die Gewinnung von Kraftstoffen ,und Olen aus Kohle die Kohlenvorrate vorzeitig erschopft wiirden. Ninixnt man den sicheren
Kohlenvorrat bis zu einer Teufe von 1200 ni init 61 Milliarden t
an und betragt die jahrliche Forderung rund 144 Mill. t, so
wird durch die Deckung des gesamten deutschen Kraftstoffbedarfes aus Kohle diese Forderziffer nur um 1 Mill. t vergroBert.
Bei Verwendung von Braunkohle betragt die entsprechende
Ziffer nur 3 Mill. t.
Prof. Dr. 0 . B a r s c h . Berlin: ,,Die geophysikalische
Neichsaufnahme als Grundlage f u r die ErschliePung neuer
I-agerstdtten."
Bei der groBen Ausdehnung der Flachlandsgebiete, die
des ganzen Reichsgebiets umfassen, mu0 sich naturgeniaI3
das Augenmerk gerade auf diese richten. In den gebirgigen
Gegenden, wo die tieferen Schichtenglieder zutage treten,
hatte man ja bereits vor Jahrzehnten und Jahrhunderten die
einzelnen Lagerstatten gefunden, und der Bergmann hat sie
auch schon zuni groBen Teil abgebaut.
I m Flachland, wo jiingere und jiingste Ablagerungen 'die
alteren Schichtenglieder verdecken, ist aber bei weiteni der
groWte Teil noch vollig unerforscht. Hier konnten bisher nur
kostspielige Tiefbohrungen AufschluR bringen; aber auch sie
ergeben nur eine ortsgebundene Klarung und sagen nichts
iiber den strukturellen Zusammenhang mit der Umgebung
aus. Die Zusammensetzung und der tektonische Aufbau der
Untergrundschichten ist aber fur den Ansatz einer erfolgversprechenden Tiefbohrung Vorbedingung. Man strebt daher
an, ohne kostspielige Tiefbohrungen den geologischen Bau des
Irntergrundes zu klaren.
Das kann heute mit den verschiedenen Methoden der
Geophysik geschehen ( Anderungen der Schwerkraft, magnetische Eigenschaften des Untergrundes, Laufzeiten elastischer
Wellen, durch Einfiihren elektrischer Strome verschiedener
Leitfiihigkeit).
Allerdings kann man mit all diesexi Methoden niir in
besonders giinstigen Fallen eine Lagerskitte u n in i t t e 11, a r
feststellen (z. R. magnetithaltige Gesteine, Verfolgung von
Erzgiingen, Salzlagerstatten), die fur die betreffende Lagerstatte giinstigste geologische Position entscheidet meist erst die
Tiefbohrung.
Im Hannoverschen Gebiet konnten im Laufe eines einzigexi
Jahres 35 neue Salzhorste festgestellt werden. Da es der Erdolindustrie vollig unmoglich ware, in absehbarer Zeit,die Flanken
aller dieser Salzstijcke, die Erdol vermuten lassen, zu untersuchen, entsteht hier die Aufgabe, auf Grund von wissenschaftlichen Uberlegungen die aussichtsreichsten dieser Salzaufbriiche auszuwahlen. Die Aussichten fur das Vorkomnien
von Erdol sind an jenen Salzstocken am groBten, die sicli
an den Randern der unterirdischen Gebirgsmassive befinden.
Ein weiteres Beispiel fur die weitreichenden Ergebnisse
der geophysikalischen Untersuchungen bildet auch SchleswigHolstein, das Ton eineni unterirdischen Gebirgsmassiv durch zogen wird, welches von der Elbemiindung bis zur Flensburger
Bucht reicht. Ein zweites Massiv erstreckt sich ostlich davon.
Dazwischen befindet sich eine tiefe Mulde, und auch hier
befinden sich Salzaufbriiche an den R-dern
der Gebirgsmassive, die erdolhaltige Strukturen aufwdsen. AbschlieBend
wies Vortr. auf die Bedeutung solcher Untersuchungen fur
die Auffindung neuer Kohlenvorkommen, Erzlagerstatten und
Heilquellen hin.
2/i,
dngcwandlr Chemie
60. Jahrg.1937. N r . 1
Prof. Dr.-Ing. A. K e i n s c h , Berlin:, ,,Genugen die heutigen
.Ifarkenole den Retriebsbedihgungen der Fahrzeugmotoren
Nach eineni kurzen tjberblick iiber die .%iiforderungen,
die ini heutigen Kraftwagenmotor an das 0 1 gestellt werden,
wird iiber groBere Versuchsreihen an Motoren auf dexii Prufstand und im praktischen Fahrbetrieb berichtet. Eine Anzahl
handelsiiblicher Markenole verschiedener Herkunft , niit
verschiedenen Raffinationsmethoden gewonnen, diente dabei
als Untersuchungsgegenstand.
Die Priifstandversuche, bei denen nach eineiii bestininiten
Belastungsplan alle o l e unter gleichen Bedingungen verschiedenen Dauerlaufen unterzogen wurden, werden den
Versuchen mit 2 Wagen im praktischen Fahrbetrieb gegeniibergestellt. Hierbei wurde ein Fahrzeug nur im Grohtadtverkehr eingesetzt, wahrend das andere im normalen Stadtund Uberlandverkehr fuhr, und zwar unter Einhaltung ganz
normaler Betriebsweise. - Die Versuche haben ergeben, dal3
auf dem Priifstand, bei dem stets,gleiche Betriebsbedingungen
eingehalten wurden, sich die Ole je nach Herkunft und
Herstellungsverfahren in der Alterung und in der Viscositat
unterschieden, daB aber im praktischen Fahrbetrieb der EinfluB
der Fahrweise bzw. Streckenart und des sich a d e r n d e n
Motorstandes diese Unterschiede z. T. verwischte. Weiterhin
konnte gezeigt werden, welche Verbesserungen durch neuere
Raffinationsmethoden erzielt wurden, denen der gleichc
Rohstoff unterworfen wurde.
Die Priifstandsversuche lassen ferner erkennen, daB der
EinfluB der einzelnen untersuchten Olsorten auf den Abrieb
an Zylinder und Kolbenringen innerhalb der MeBgenauigkeit
liegt, daLi dagegen veranderter Warmezustand durch zu h e i k
01 den Abrieb erheblich steigert.
Zum SchluB wird darauf hingewiesen, daB durch die
hoheren Geschwindigkeiten auf den Autobahnen die o l e
groljeren Heanspruchungen untenvorfen werden, uxid daB der
Motorenbauer durch Anwendung eines Schonganges und eines
Olkiihlers die Teniperaturen des oles heruntersetzen kann.
Es ist zu erwarten, daB die heutigen Markenole auch dann
allen Anspriicheii, die die Autobahn an die Fahrzeuge stellt,
geniigen.
? ' I
Fachsitzung Mineralolchemie.
Leiter: Prof. Dr. H o c k , Clausthal
Prof. Dr. G. Huge1 von der Ecole Nationale Sup6rieure
du Petrole et des Combustibles Liquides, StraBburg: ,, u b e v
die Konstitution u n d die Viscositat won Flussigkeiten"n).
Vortr. weist darauf hin, daW es heute noch nicht nioglicli
ist, alle Eigenschaften der o l e allein durch die iibrigen Daten
zu erfassen, und daB beispielsweise Ole, die durch Filtrierung
und durch Selektiv-Verfahren verbessert werden konnen, in
ihreiu Verhalten ganz verschiedexi sein konnen. Wiihrend das
Hydrierverfahren sehr vie1 Wassersboff erfordert und schwierig
durchzufiihren ist, liefert das Selektiv-Verfahren viele nicht
nur unmittelbar verwendbare Nebenprodukte.
Vortr. weist an Hand von Versuchen nach, daIJ es auch
mit Hilfe anderer Verfahren moglich ist, Schmierole zu verbessern. Man kann von einem hoherviscosen zu einem niederviscosen Gexnisch gelangeh, indem man es durch ein poroses
Glasfilter hindurchpreat. Der umgekehrte Weg ist bisher
noch nicht gelungen.
In cler A u s s p r a c h e weist E v e r s darauf hin, daW auf
dexn Kautschukgebiet ahnliche Beobachtungen geniacht
worden seien. - U b b e l o h d e hat durch die Ausfiihrungen des
Vortr. eine Erklarung fur eine Beobachtung, die er friiher
gemacht habe, gefunden. LaBt man ein 01 bei der Viscositatsbestimxiiung durch eine sehr enge Capillare flieaen, so beobachtet man eine Verandemg der Viscositat stets nach der
Richtung einer Verminderung, bis man zu einer Konstanz
komnie. - Die Frage von v. B r a u n hinsichtlich des Verhaltnisses der Abnahme der Viscositat zu der G r o k des Diisendurchinessers bzw. der DurchfluBgeschwindigkeit wurde vom Vortr .
dahin beantwortet, daB selbstverstandlich eine grol3e Diise
eine kleine Durchflazeit bei einem gegebenen Druck bedingt
und umgekehrt. Es sei deshalb bei den Versuchen notwendig
') Vgl. ,,ol und Kohle" 12, 917 [1936].
gewesen, gewisse Diisendurchmesser einzuhalten, um einerseits Butylen. Abgesehen von deni technischen WerZe dieser Festdie Durchflul3zeit nicht zu gro13 werden zu lassen und anderer- stellung - ungeattigte Kohlenwasserstoffe sind fur die Technik
seits einen moglichst giinstigen Wirkungsgrad hinsichtlich von groJ3em Werte - gestatten die niengenmiiljigen Angaberi
der Zerkleinerung der Molekiile zu erzielen. Bei gaiigend oft der Untersuchung die Festlegung der theoretisch wichtigen
wiederholteni Dwhsatz wird ein konstanter Endzustand PrimBrreaktionen. Als solche kommen in Betracht :
erreicht. -- v. Philippovich fragt Vortr., ob zwischen den
I.
C,H,,
C,H, +'CH,
57 %
geschilderten Versuchen und deni von itun schon seit lhgerer
11.
C,H,,
C,H, -1- H,
bei 730° zu 31 "/v
Zeit zur Verbewrung des Schmiereffektes vorgedagenen
2C,H, + H,
I 12%
111.
C,H,,
Verfahreri, das gleickfalls in einer mechanischen Behandlung
des ales unter hoheni Druck durch eine Diise besteht, XuDie Umsetzungen konnten im einzelncti hinsichtlich ihrer
samriienhiinge zu erblicken seien. E
s handele sich bei seinem Geschwhdigkeitskonstanten und Aktivierungswmen festVerfahreri uni eine Verbesserung der ,Schmierftihigkeit einerseits gelegt werden. Wichtig ist, daU die nach 111 stattfindende
und Beeinflussung der Viscositiitsteniperaturabhiingigkeit mittlere Spaltung des ,Butanniolekiils nicht unter Bildung
'andererseits. Vortr. stellt fest, da13 seine Versuche mit dem eines Athan- und eines Athylenmolekiih vor sich geht, sondern
geschilderten Verfahren nichts zu tun hiitten und da8 er an unter gleichzeitiger Abspaltung von Wasserstoff, wenigstens
cine unmittelbare Verbesserung der Schmierfahigkeit durch bei den vorgegebeneri Versuchsbedingungen, die allerdings
d.m geschilderte Verfahren nicht glaube.
fur eine derartige Spaltung besonders giinstig sind. Da kein
Zweifel daran besteht, d d bei g r o k r werdenden ParaffinDr. F. Bvers, Berlin-Siemensstadt: ,,Die Oxydafions- molekiilen der Bruch unter Wasserstoffentwicklung mehr in
fdhigkeil con Schmierolen"'D).
den Hintergrund tritt gegeniiber der Spaltung in eixi Paraffin,+hniierole Werden irieist bei hoheren 'l'einperaturen ver - + Olefinmolekiil, so darf mit g r o k r Sicherlieit augeriomiiien
wendet; aber die Priifung ilirer Eigenschaft erfolgt bei Raurn- werden, da8 sich kein einheitlicher Spaltmechanisinus fiir alle
temperatureri. IJni etwas iiber die Veriinderung der Kon- Paraffinkohlenwasserstoffe angehen 1mt. Die Natur der
stanten der Schmierole bei steigenden Temperaturen zu Spaltreaktionen ist deiimach nicht blo13 abhangig von den
erfahren, wurden 3 Schilierole bei 1000, 115O, 1250 und 150° Versuchsbedingungen, sondern auch von der Natur des
im Oxydator gealtert. Es ergab sich, da13 die Alterungmerk- Ausgangs-Kohlenwasserstoffes.
male nlit steigenden Temperaturen zunehmen. An den wieder
isolierten oxydierten 8lproben wurde festgestellt, da13 das
Prof. Dr. Bielenberg und Dr. W. Schniieden: ,,Die
spezifische Gewicht und die Verseifun szahl sich nicbt andern. Ihermische Zersetzicng von Propan"12).
Dagegeri wird ein Teil des oxydierten les in den gewohnlichen
In einem Sicromalrohr wurden an Propan Spaltversuche
Issungsmitteln unloslich. In diesem Anteil bleiben die wirk- durchgefiihrt, uni die Ausbeute an Olefinen bei verschiedenen
lichen Alterurigsprodukte zuriick. Nur bei nicht stark ge- Temperaturen und Verweilzeiten festzustellen. Eine schonende
fetteten Olen kann man eine merkliche Zunahme des Asphalt- Spaltung unter Anstrebung hoher Ausbeuten an Propylen
gehaltes iin 0 1 feststellen. Es wird also ein groBer Teil des liiljt sich durchfiihren bei 7600 und 2 s Vemeilzeit. Die Ausverbrauchteri Sauerstoffs in olunloslicher Form ausgeschieden. beute an gasfiirniigeri Olefinen eneicht linter diesen R e d i n Man kann also eine dnderung der Schmierole bei Er- gungeri etwa 72 yo (davon 25 76 Propyleri und hohere Olefine).
hohung iluer Oxydationstemperatur (thermische Reaktions- Die bei den einzelnen Versuchsreihen erhaltenen Ausbeuten
steigerung) feststellen, und zwar sowohl bei reinen Schmierolen und ihre Zusammensetzung geben interessante Einblicke in
als auch bei gefetteten Olen. Weitere Schliisse sind vorlaufig die Zersetzungsvorgange. Sie werden ergihzt durch die
aus den Versuchen nicht abzuleiten. Die Untersuchung iiber gleichzeitige Beobachtung der Volumenzunahmen, aus deren
die thermische Reaktionssteigerung von 81en mu13 sich auf
Grol3e auf den Grad der Zersetzung geschlossen wird. Temperaturen bis zu 2500 oder 3000 erstrecken; der Kreis Hochstwerte fur die Summe der Ungesiittigten liegen bei
der zu untersuchenden ole mu13 weiter gezogen werden, etwa 75% des angewandten Propans, und zwar ist dieser
gegebenenfalls sind auch noch andere Katslysatoren zu ver- Hochstwert bei Temperaturen von 730, 760 und 7900 erhalten
wenden.
worden. Nach tieferen Temperaturen tritt jedoch ein schnelles
In der A u s s p r a c h e weist Hock auf seine eigenen Ver- Abfallen ein, und die Ausbeute ist bei 650° bereits auf 60%
suche mit Peroxyden hin, die zweifellos als Zwischenprodukte gesunken.
bei der Alterung der ole anzunehmen seien. Diese Peroxyde
Gemeinsame A u s s p r a c h e iiber die beiden Vortrage:
lieferten bei der Oxydation stets Polymere. Diese Reaktionen v. B r a u n : Wer sich ernsthaft mit der Theorie der Spaltung
laufen in GlasgefaBen schneller ab als in Quarzgefakn; dies beschiiftige, konne an den Arbeit? von Dr. G. R. Schultze
konnte vielleicht eine Erklarung fur die Beobachtung des nicht vorbeigehen. Die Bildung des Athylens e r W v. B r a u n
Vortr. iiber gefettete Ole sein. Ubbelohde glaubt, daO Vortr. iiber das Cyclobutan als Zwischenstufe, das leicht in zwei
schneller zu einem Ziel komme, wenn an Stelle der komplex Molekiile Athylen zerfdlt. Konne Vortr. erklueii, da13, wie
zusammengesetzten ole einheitlich chemische Kijrper zur in der Literatur stets behauptet wurde, die Spaltwg der
Untersuchung herangezogen wiirda, da auf Grund der bis- Paraffinmolekiile wahrscheinlicher am Ende als in der Mitte
herigen Versuche ein Urteil iiber den Mechanismus der Alterung erfolge? - Vortr. stellt auf Grund der Forschungsergebnisse
schwer zu fiillen sei.
von Polanyi, Wiegner und Peltzev fest, daJ3 die Spaltmg an
jeder beliebigen Stelle des Molekiils stattfinden konne. TatDr. G. R. S c h u l t z e , Physikalisch-chemischesInstitut der Sachlich erfolge aber die Spaltung bei hohen Temperaturen
Universitiit Berlin : ,,Beitrag zur Kennlnis der Przmdrvorgcinge und geringem Druck beim Paraffin nieistens am Ende. Aus
bei der thermischen Spaltung des Butans"ll).
den Versuchen von Engler, Ssachanow und Tililschejew sei
Als Ausgangsstoff wurde Butan g e w u t . Gearbeitet bekannt, da13 mit zunehmender Lgnge der Kette der Paraffine
wurde mit stromenden Gasen bei mininialen Spaltzeiten und die Bruchstelle bei der Spaltung sich imms mehr vom Ende
mit einem g r o h n uberschul3 an Stickstoff zur Vermeidung der Kette nach der Mitte verschiebe, so daD bei Sehr langen
des Wandeinflusses. Tieftemperatur- und Verbrennungs- Paraffinketten die Spaltung in der Mitte uberwiege; giinstig
fiir die Spaltung in der Mitte wirke erhohter Druck. analyse dienten zur Feststellung der Spaltprodukte.
Als Endgase findet man bei Temperaturen iiber 6500 und Auf die Frage von Ubbelohde, ob die aus dem Reaktionsbei Verweilzeiten von der GroDenordnung einiger Zehntel rohr tretenden Gemische keiner Nachreaktion untemorfen
Sekunden neben Methan und Wasserstoff ausschlieRlich die seien, antwortet Vortr., daJ3 mbn, um die Wandkatalyse
ungeattigten Kohlenwasserstoffe Athylen, Propylen und herabzudriicken, versucht habe, kaltes Butan in auf l l O O o
erhitzten Stickstoff einzuleiten. Bei dieser Arbeitsweise sei
es aber nicht gelungen, wegen der hohen spezifischen Wgrme
l o ) Vgl. ,,ul und Kohle" 12, 920 [1936].
Vgl. ,,Ul und Kohle" 12.922[1936];vgl. dam auch ,,Thenno- des Butans, die erforderlichen Spalttemperatwen zu erhalten.
dynam. Cleichgewichte v. Kohlenwaserstoffreaktionenin Anwendung Das Reaktionsgemisch sei zu stark abgekiihlt worden. und
auf den SpaltprozeB bzw. d. destruktive Hydrienmg", dieee Ztschr.
40. 268, 284 [1936].
1,) Vgl. ,,Ol und Kohle" 18. 930 [1936].
1
8
36
I
VeTaomm/ungaberichte
Spaltung sei nur in geringem MaBe aufgetreten. Ein allzu
schroffes Abschrecken der Reaktionsprodukte mul3te vermieden werden, da durch sofortige K~ihlungder Reaktions-,
produkte durch fliissige Luft eine Vernebelung der Endprodukte
ohne Verfliissigung eingetreten sei, so daB ein g r o h r Teil der
Reaktionsprodukte in nicht inehr kondensierbarer Form durch
die Apparatur gegangen sei. Die angewandten Kiihlbedingungen
seien aber so groB gewesen, daB eine Nachreaktion vermutlich
nicht eingetreten sei. - S t o c k f i s c h macht auf die.Schwierigkeiten der Oxydation von Kohlenwasserstoffen mit Kupferoxyd
aufmerksam und stellt fest, daB Kupferoxyd bei 10000 in
mehreren Modifikationen vorkonmit, so daB die Oxydation
verschieden schnell verlauft. Diese Ausfiihrungen wurden
vom ,Vortr. bestatigt; Olefine konnten in der l3xplosionspipette nicht mehr zuverllssig bestimmt werden. Auf eine
weitere Prage, ob auch Vergleichsversuche mit Iso-Butan
angestellt worden seien. erwidert Vortr.. daI3 Iso-Butan vie1
leichter spaltbar sei als Butan und im Gegensatz zu Butan
bei der Spaltung mehr Wasserstoff liefere.
'
Dr. H . W i n t e r , Leiter der cheinischen Abteilung der
Westfalischen Berggewerkschaftskasse, Bochum : ,,Versuche
iiber die Hydrierung des Schwelteers unter verschiedenen Bedingunpen". (Zusammen mit Dr.-Ing. G. F r e e und Dr. H .
Mo n n ig.)13)
Technische Schwelteere aus Ruhrkohlen wurden unter
verschiedenen Bedingungen des Drucks, der Temperatur und
des Katalysatormaterials der Hydrierung unterworfen, wobei
das Augenmerk stets auf Erreichung der hochsten Ausbeute an
qualitativ wertvollem 1,eichtol gerichtet war. Die gewonnenen
Leichtole wurden auf ihre Zusammensetzung nach Korperklassen - Phenole, Aromaten. Olefine, Naphthene und
Paraffine - und auf ihre motorische Eignung hin untersucht.
Die Kraftstoffpriifung ergab, daB die phenolfreien Leichtole
nach leichter Raffination gute Kraftstoffe fur Vergasermotoren
darstellen. Hierfiir spricht, neben dem Reichtum an Arornaten
und Naphthenen, ihr iiber 300° liegender Ziindpunkt und eine
- analytisch ermittelte - Oktanzahl von etwa 70. Dagegen
sind die hoheren Fraktionen als Dieselkraftstoffe weniger
geeignet. Wiederholter Teerdurchsatz lie13 erkennen, da13
technische Steinkohlen-Schwelteere zu etwa 80 Vol.-yo in
hochwertigen Kraftstoff (Benzin) und zu etwa 20Vol.-yo in
niedrigsiedende Phenole, die der Kunstharzherstellung zugefiihrt werden konnten, uniwandelbar sind.
,
G. Vogelpohl: ,.Hydrodynamische Theorie und halbfliissige Reibung"14).
Neben den sonst fiir die Ole gegebenen Daten sind noch
zur Kennzeichnung des physikalischen Verhaltens im Sinne
der erweiterten hydrodynamischen Theorie zu bestimmen :
Ziihigkeit, Raumgewicht, spez. W a m e und fur die weitere
Arbeit auch no& die Warmeleitfilhigkeit, siimtlich . in Abhagigkeit von der Temperatur. Zwei Ole sind erst d a m
mechanisch gleichwertig, wenn diese vier G r o k . in dem in
Betracht kommenden Bereich zusammenfallen.
In der A u s s p r a c h e hebt U b b e l o h d e hervor, daI3 die
Arbeit des Vortr. grol3en Wert fur die Beurteilung der uberg a g e von der fliissigen zur halbtrockenen Reibung besitzt.
Fachsitzung fur Geologie und Geophysik.
Der biter Prof. Dr. B a r s c h , Berlin, stellt in einer
kurzen Ansprache fest, da13 der Geophysiker von der
Geologie seine Aufgaben gestellt bekomme und die Geologie
ausschlaggebend bei der Bewertung der Befunde sei. Im
Sinne des Vierjahrplanes liandele es sich bei der Geophysik
um geophysikalische Lagerstattenforschung.
Prof. Dr. R. P o t o n i e , Leiter der Untersuchungsstelle
fiir Mikropalaontologie an der Preu13. Geologischen Landesanstalt, Berlin: ,,Der Wert der Mikvopaldontologie fur die
Erdolevschliepung"l6).
An der A u s s p r a c h e beteiligen .sich M i n t r o p , R e i c h
und T a k e n , Hildesheim. Die Frage des letzteren, ob auch
la)
l')
16)
Vgl. ,,dl und Kohle" 1%.934 [1936].
Vgl. ebenda 18, 943 [1936].
Vgl. ebenda 12. 889 [1936].
Angswandlr Chemie
KO. Jalrg. 18611. N t . 1
Spiilproben untersucht werden konnen, wurde dahin beantwortet, da13 die Geologische Landesaxktalt durch die Untersuchung von Kernmaterial so iiberlastet sei, dalj die Bearbeitung
von Spiilproben den Geologen der Privatindustrie iiberlassen
werden miisse.
Dr. H. R u n g e , Celle: ,,Einige nord- und siiddeutsche
Erfahrungen mil elektrischen Bokrlochuntersuchungen als stratigraphischem Hilfsmittel"16).
In der A u s s p v a c h e stellt R i e d e l fest, daB die Festlegung von stratigraphischem Horizont auf Grund der von
Vortr. ausgefiihrten Messungen bedenklich erscheine; auf
kleinem Raum ginge es, doch be! weit auseinander liegenden
Bohrlochern spiele die Fazies eine g r o h Rolle. Starken E i n f l d
auf die Kurve habe auch der wechselnde Kalkgehalt . - K a u en howen stellte fest, da13 die Art 'der Spiilung grol3en Ehflul3
auf die Messung habe. Untersuchungen iiber Porositat und
Pemeabilitiit sind unentbehrlich, und er schllgt vor, daB die
Geologische Landesanstalt ebenfas solche Messungen ausflhrt.
- Die Anfrage von T a k e n , Hildesheim, ob es moglich ist,
niit Hilfe der elektrischen Bohrlochuntersuchung Spalten und
die Art ihrer Ausfiillung zu erkennen, wird von H u m m e l
dahin beantwortet, daI3 die elektrischen Messungen durcli
den Spiilschlamm nicht wesentlich beeinfldt werden. Nur
am Grunde des Bohrloches machen Widerstandsmessungen
Schwierigkeiten, dieselben treten aber bei PorositBtsmessungen
nicht auf. - Schlierjend gibt T a k.en , Hildesheini, einen kurzen
Bericht iiber die vor einigen Jahren gesammelten persijnlichen
Erfahrungen iiber Spiilversuche.
Dr.-Ing. R. v. Zwerger, Berlin: ,,Dev Wevt der regionalen
Gravimetermessungen als Vorstufe fur die weitere Evforschung
des Untergrundes mit Hive geophysikalischer Sonderunter~uchungen"~').
In der A u s s p r a c h e hebt B a r s c h nochmals die enge
Verkniipfung von Geologie und Geophysik hervor. lim die
R a g e zu klaren, was auf salinare und was auf subsalinare
Tektonik zuriickzufiihren sei, sind fliegende MeMrupps notwendig, die sich nur mit dieser Frage zu beschaftigen haben.
Dr. Fr. T r a p p e , Hannover: ,,Die Anwndung der seismischen Reflexionsmethode i n Deutschland"18).
B a r s c h stellt in der A u s s p r a c h e fest, daB das Reflexionsverfahren bei den Reichsaufnahmen noch nicht rerwendet
werde, da vorerst nur die Aufgabe gestellt sei, obersichtsuntersuchungen auszufiihren. In Spezialfdlen werde man aber
auf das Verfahren zuriickgreifen. - Auf die Frage von R e i c h ,
mit welcher Sicherheit man die Neigung der Schichten bestimmed konne, wird von A n g e n h e i s t e r geantwortet, da13
unter Verwendung der Dreiwinkelbeobachtung eine einwandfreie Tiefenberechnung moglich sei. - R u n g e setzt sich
dafiir ein, da13 das Reflexionsverfahren,'da es immer mehr an
Bedeu tung gewinne, starker heranzuziehen sei.
Fachsitsung : Transport, Lagerung und Verteflung.
Leiter: Direktor R. vom F e l d , Braunschweig.
Ober-Reg. Rat F. W o l t e r , Wi.-Min., Vorsitzender
des Ausschusses fur den. Verkehr mit brennbaren Fliissigkeiten, Berlin : ,,Sicherheitsvorschriften fur die Lagerung und
Beforderung brennbarer Flussigkeiten. Gedanken zur Neubearbeitung der Polizeiverordnung iiber den Verkehv mat brennbaren
Flussigkeiten .''
Reg. Rat Dr. E. P a d e l t , Physikalisch-Technixhe Reichsanstalt, Berlin: ,,Die Vermessung von Mineral61 und die einschkigigen eichgesetzlichen Beslimmungen"ls).
In der A u s s p r a c h e wird aus dem Horerkreis auf die
Schwierigkeiten von innen versteiften Tanks hingewiesen. V o r t r . betont, daB man bei der Berechnung auf die Innenversteifung verzichten konne, da die erhaltenen MeDfehler- in
dem Gebiet der Fehlergrenzen liegen.
10) Vgl. ,,dl und Kohle" 12, 890 [1936].
1 7 ) Vgl. ebenda 12, 897 [1936].
18) Vgl. ebenda 12, 901 [1936].
lD)
Vgl. ebenda 12, 907 [1936].
57
V er8ainni 1 t b n q.4 be t i c ht e
Oberbaurat I)r.-Ing. Z a p s , Hani1)urg: ,,Grop~zrsuchezuiu
Abbloschen von M i n e r a l d e n mat Wasser, I.ujtschaum und themischem .Schaum"ao).
.
SchluBsitzung
Leiter: Ministerialdirektor Dr.-Ing c. 11. Hraiideiibiirg
voiii Keichsverkehrsriiinisteriutn, Herliri.
Keg.-Rat Dr,-rxig. K l a f t e n , Berlin: ,,Die Sichtbavtnnchung
dev 1 .erbrennirngsziorgdnRe i n Hrennliraftmaschinen."
Das Druckindicatordiagranixii und die Abgasanalyse siritl
elektrische Meflxiiethoden. Methoden f iir den Teniperaturverlauf konnten kein vollstandiges Bild iiber all die Zwischeristadien des \'erhrennungsvorganges vennitteln.
Viir die I'erbrennung des Leichtolgeiiiisclies in Vergaseriuascliinen liegt das Problem wesentlich anders als fur Schweriilinaschinen n i t iniierer Geniischbildung. Die Sorge uni cine
geniigende Verbrennungsgeschwindigkeit, selbst bei hochsten
Ilrehzahlen, fallt dort iiii allgenieinen weg. die Schwierigkeit ,
gerade beini Schnellauf, liegt darin, zu liohe Geschwindigkeiten,
d. h. die niit dem Klopfen verbundene ,,Schlagziindung" zu
vernieiden. Man versuchte und versucht noch heute, haupt sachlich auf ciiipiriscliein Wege, durch die riiannigfaltigsten
\'orsclilage fiir Brennramnformen uncl fiir die 1,age tler Ziintlkerze dieser Schwierigkeit Herr zii werden. Deli I'rsaclien
und der ISntsteliung der das Klopfen hervorrufenderi 13xplosionswelle restlos auf die Spur zu komrnen, diirfte aber aucli niit
den heute vorhandenen photographischen Mitteln nocli nicht
moglich sein.
Die nornialen Verbreniiurigs~esrliwindigkeiteiivon BenzitiBenzol-Luft-Cemischen dagegeri sind am laufenden Vergasermotor mit Hilfe cles Kath~lenstralil-Osuillographen gemesseii
worden, sie liegeti bei 10 15s 25 ni,'s, je nach Mischungsverhdtxiis untl Starke der Wirbelung, die ihrerseits van der
Drehzahl abharigt.
Die Oscillographenrnethode ist aucli Lei Dieselmaschitien
mit Erfolg angewendet worden, z. H. um die Geschwindigkeit
zu ermitteln, mit der die Flamme aus einer Vorkammer ilden Zylinderrauni hiniiberschlagt, und u m bei Luftspeicherinaschinen den Entstehungsort der Flamnie und die Ceschwindigkeit festzustellen, mit der sie aus dem Hauptbrennraum in den Speicher hineinschlagt. 1)iese Messungen bediirfen
aber, uni eine unniittelbare Anschauung des Verbrennungsvorganges zii ernioglichen, noch iiunier des freien Spiels der
Phantasie. Deshalb ging man bald zu Versuchen init 1'1aniiiienphotographien iiber, die durch Fenster aiii Brennrauni aufgenonunen wurden.
Derartige Lichtbildaufnahnien an Dieselniaschinen sind
bereits vor iiber 10 Jahren von den Junkers-Werken in Dessau
ausgefiihrt worden und gut gelungen. Es wurde die stroboskopisrhe Aufnahiiieart r u i t 1/8coo s Helichturigsdauer je Biltl
verweiidet. In neuester Zeit sind iiiit Erfolg erheblich verbesserte Aufnahmeverfahren benutzt worden. Die rieuartige
MeDmethode niit dem Filnxaufnahxiieapparat wird. wenn sie
weiter ausgedehnt wird, in1 Verein niit der Verfeinerung der
spektralanalytischen Methode zur Erkennung des chendschen
Vorganges der niotorischen Verbrennung deni Dieselniaschinenbau einen sicheren technisch-wissenschaftlichen 1Tnterbau geben
kijnneri.
4
Dr.-lng. H . M a r t i n . Eljlingeti a. S .: ,,(;evausrhdimpfung
ttfi Kmjfmnschinen des Verkehrsn:e.sens."
Die 1,iirxiiquellen an Bremikraftiiiasrlihieli setzeii sich B U S
.iuspuff-, Ansaug- und Korperschall ziisammen. Den wesentlichsten Anteil des Straflenliirnis verursacht hi allgemeinen
der Auspuffscliall, mit dessen Vernlinderung sich die Forschung
am eingehendsten beschiiftigt hat.
Die Beurteilung der Lautsthrke geschieht in letzter Instanz
stets durch daq menschliche Ohr, fiir das die frequenzabhangige
und logarithinische Empfindlichkeit niit sehr kurzer Einschwingzeit charakteristisch ist. TJui von subjektiven Einfliissen unabhangig zu sein, hat inan die Eigenarten cles Ohres
in deni handelsiiblichen Verkehrsgerauschnieser niit elekschen Mittelii nachgehildet.
*") Vgl. ebcnda 12. 913 [1936].
])as We.seti der (:crlusclidRiiipfung voti Aiupuff- uric1
Ansaiigschall liegt darin begriindct, daR ein heftig pulsiererider
;lbgas- und Ansaugstroin so weit geglattet werden muO, daW
keine fur das Ohr lastigen Impulse iiiehr vorhanden sind.
Pulsierende Stroniungen sirid aber niathernatisch als eine
ifberlagerung eines (;leichstronies niit eirirr grol3en Reilie
harnionischer Wechselstr6iiie au betrachten. Dies wurde 1x4
deni Schalldiimpferbau erst in letzter %eit starker beachtet.
Hei dem Schalldiinipferprobleni kann man drshalh vorteilhaft
die horbare Wechselstroiiiung von den1 nicht horbaren Abgasgleichstroni vollig getrennt behandeln.
Die Lastigkeit der .%uspuffi~iipulsr.ist nach S f e u d d unmittelbar an der Steilheit des Ihickanstieges zu erkennen.
I n gleicher Weise liefert die E'oirrier-.\rialyse der Inipulse
die fiir die IAstigkeit charakteristischen hohen Teiltone.
So ergibt das Spektruiii tler ungedampften M'echselstromung
fiir die Zweitaktmaschine ein vollig linear iiiit cler P'requenz
abfallendes Linienspektruni. I'nter Zu~rundelegiingder gegebenen Ohrempfindlichkeitskurven und der geforderten
Mindestlautstarke ist daniit die zu verwirklicliende DBnipfuxig
fur den in Betracht konimenden Frequenzbereich herechenbar.
Daxiipfung von SchallweIlen in] %ug einer akustischen
1,eitung ist gruiidsatzlich nioglich tliircli Energicentzieliung
oder durch Reflexion. I'tiergieetitziehiiii~ kaxin (lurch \Virl)elung, Abkuhlung und Xbsorption erfolgcn. Reflexion entsteht
in einer akustischen I,eitung filmall tlort, wo verschiedenc
M'iderstande aneinanderstoflen. Eine gesetznialjige Anwendung
dieser Brscheinung liegt in den akustischen Wellenfiltern vor.
Man unterscheidet hier HochpaR- und Tiefpdsysteme, i v o v m
tlas letztere eine technisch sehr brauchbare Erweitcrung durch
das gestaffelte Tiefpaljsysteni narh Kluge erfahren hat. Oft
fiihren auf sehr kleinein Haiini Kornbiriationeri von Wirhelung
niit einfachciii 'I'iefpall, rwler W3rI)elung n i t Al)kiihlung, ocler
Absorption rnit Reflexion zii ciricin gewissen Erfnlg.
Einen wesentlichen Piinkt Ilildet der %us:iximienliaii~
zwischen Sclxalld&iipfung und 1,eistungsgewinn. Hier siricl
es die Wechseldriicke der ersten 3--5 hannonischen Schwingungen, die zur I<rzielung von 1,eistungsgewinn beitragen.
Das gesanite Auspuffsystem stellt ein schwingungsfdiiges
Gebilde dar und kann iinniittelbar niit der N'echselwirkung
zwischen Masse und Veder (d. i. Kohr und Kaninier) verglichen werden. J e nach Motorbauart, z. B. 4-Takt oder 2-Takt.
niit Kurbelkastenspiiluiig oder Punipenaggregat miissen ganz
hestixmiite Sch~ingiixigszustandeder Gasmassen in tler *hallclanipferanlage verwirklicht werden. Die Ilinflusse der Sperrkreis- und KurzschluBresonanz, wie sie in der 1:lektrotechnik
vorkoninien, lassen sicli hier genau nachweisen und wirtschaft lich verwerten. Der Abgasgleichstroin spielt dabei eine selir
untergeordnete Rolle.
Ur. E, K.I'ischcr, I,eiter cier Wirtscliaftsgruppe Kraftstoffindustrie, Berlin : , , A ? ! / ~ p b e ndpr Iirajtstojf~i,rcircstr;fI I I )
Vierjahvi.splaa ."
M a n iiiiisse anerkeniieri, tlaW die AufgaEeri, die der Kraftstoffindustrie ini Rahriien tles Vierjahresplaries gestellt worden
sind, so gewaltig und bedeutungsvoll seien, daW die Griindung
einer besonderen Wirtschaftsgrup1:e durch:ius nrigebraclit
gewesen sei, Aufgahen, deren J.:rfiillung ihr nach Ziffcni
iind Zeiten genau vorgeschrieben seien. Ein groljes Aufgaberigebiet fiir die neue Wirtschaftsgruppe stelle die Frape tler
Verfahren dar. Prof. Ik. Iihbelohdr hat bereits auf die Wichtigkeit des Ausgleiches hingewiesen, der zwischen den verschiedenen
1:erfahrexi auf Grund ilirer besonderexi Bedingtheiten getroffen
werden iiiiisse. Es gehe nicht an, daW ein bestiiiiiiites Verf a h r e n gegeniiber einem anderen. das iixi Interes se des -411sgleichs auch unbedingt erforderlich sei, bevorzugt nerde.
Eitie verniinftige gegenseitige Abstimrnung der ve rschiedenen
Interessen sei daher unerltifilich.
Ein zweiter i\ufgabenkomplex entstehe aus der Frage
der St a n d o r t e . Abgesehen von anderen (;esiclitspunkteti
sei hier die A r t des einzelnen Rohstoffes nial3gebend. Dieser
iiiiisse in seiner Menge urid Art in den Gesamtrahmen der
Kohlenwirtschaft eingepaut werden. . h r h das sei eine Frage,
die zweckmtiflig in exiKerern Kreis durchberateii werde. wenn
natiirlich auch- dem Staat die oberste Entscheidung zufalle.
.IngruondCr Chrmlt
r n in.."
10x1 v.
I
R II n d s c R a i l
Ein drittes Aufgabengebiet ergebe sich aus der t i r t u n t l
M e n g e der von den verschiedenen Fabriken herzustellenden
Produkte. In erster Zeit sei beispielsweise die Synthese leichter
Treibstoffe starker gefordert worden als die von Gasol und
Schmierol. Er habe schon auf der vorjahrigen Tagung auf
diesen MiBstand hingewiesen u n d diirfe heute mit Befriedigung
feststellen, daB bereits nach einem J a h r die Dinge so weit
entwickelt seien, daB m a n es wagen konne, Fabriken f u r die
Herstellung synthetischer Gasole u n d Schmierole zu bauen.
Es gehe nicht an, daB eine Gruppe von Erzeugern ausschlieBlich leicht herstellbare Produkte mit niedrigen H e r stellungskosten u n d verhaltnismaaig geringem Risiko erzeuge,
wahrend eine andere neue u n d daher noch mit hoheren Herstellungskosten und groBerem Risiko belastete Erzeugnisse
herausbringe. Das Plus auf d e r einen S i t e miisse zu einer
Deckung des Minus auf der anderen Seite herangezogen werden,
denn es galte, wenn irgend moglich, eine Verteuerung d e r
'I'reibstoffe zu vermeiden. Ein solcher Busgleich sei vielleicht
d a s Schwierigste bei dern gesamten Problem.
Fabian
sowie
Ministerialdirektor
Generaldirektor
Dr.-Ing. e. h. B r a n d e n b u r g beschlieoen mit kurzen Ansprachen die Tagung m i t den1 Hinweis, daB die Zeit des
Handelns gekommen und die Zeit der Versuche und Vorversuche voriiber sei u n d nlit einer Mahnung an die Industrie,
alles daranzusetzen, daB d a s gesteckte Xiel des Vierjahresplanes erreicht wird.
Am Sonnabend, deni 7. Noveniber 1936, wurde im UfaPalast am Zoo der Film: , , D e u t s c h e s Erdol" vorgefiht.
Der Tonfilm, der von der gesamten, deutsches Rohol verarbeitendexi Industrie hergestellt worden ist; zeigt in g u t e n
Aufnahmen und Trickzeichnungen die Entstehung, Bohrung
und Verarbeitung von deutschem Kohol. Zuni Vergleich
wurden am E n d e der V o r f ~ r u n gnoch 2 Kurzfilme aus den
aixierikanischen Erdolgebieten gezeigt.
RUNDSCWAU
Preisausscbreiben der Auerforschungsstiftung.
Die .4uerforschungsstiftung h a t heschloqen, fur das
J a h r 1937 a c h t Preisausschreiben offentlich bekanntzugeben') .
Es sind folgende Preise ausgesetzt worden :
f u r die Idsung der Aufgabe Kr. I . . .
Khl. 2500,f u r die Losung der Aufgaben N r . 2--8 je RM. 1000,--.
1 . Entwicklung
geleuchtes.
eines
Hochleistungs - Gas - StraQen-
2. Entwicklung eines Gaszunders.
Selbsttatige Ziinder fur ausstromendes Gas, die auf der Wirkung
von Platinmohr und Platindraht beruhen, sind im Haushalt seit
langem bekannt. Diese ,,Zundpillen" versagen aber erfahrungsgemaL3 nach kurzer Zeit durch die Einwirkung von feuchter Luft,
Staub. vielleicht auch von Abgasen.
Weiter ist die Verwendung von Cereisen in Vorrichtungen zur
mechanischen Ziindung von Gas bekannt, die zu ihrer Bedienung
eine gewisse Kraftentfaltung erfordern.
Es wird die Aufgabe gestellt, auf Gruud wissenschaftlicher
Vorschuiig eine Vorrichtung fur die Ziindung ausstromenden Gases
zu entwickeln, die entweder
a ) auf chemischer (katalytischer) Grundlage beruht und fur die
Zeitspanne von mindestens 1 Jahr die Sicherheit gibt, da13 weder
durch Staub noch durch Feuchtigkeit in der Luft noch durch
Einwirkung der Abgase die Wirkung beeintrachtigt wird - oder
3. Angabe einer wissenschaftlich "d technisch brauchbaren Methode zur Darstellung der Metalle aus der
Reihe der dreiwertigen seltenen Erden.
Die meisten Elemente sind nicht nur in Form ihrer cliemisclien
Verbindungen. sondern auch im elementaren Zustande gut bekannt.
Eine Ausnahme hiervon bilden die dreiwertigen seltenen Erden,
von denen man zwar alle Glieder als Verbindungen. aber nur wenige
als Yetalle kennt.
Diese Liicke in unserer Kenntnis erklart sich nur z.'1. durch
die Schwierigkeit der Beschaffung von reinen Ausgangsmaterialien.
I m wesentlichen diirfte sie durch das Fehlen einer geeigneten Darstellungsmethode der Erdmetalle bedingt sein. Da nun die Kenntnis
der metallischen Erden zweifellos von wissenschaftlichem und
technischem Interesse ware, wird die obige Aufgabe gestellt.
Die Bewerber um den ausgesetzten Preis sollen zeigen. (la13
die von ihnen beschriebene Methode moglichst allgemein anwendbar
ist und zu reinen Erdmetallen fiihrt. Die Rrauchbarkeit der Methode
sol1 durch Beispiele erwiesen werden, und zwar sollen nach ihr
Erdmetalle hergestellt werden, die bisher noch nicht dargestellt
wurden. Ein besonderer Vorteil der Methode ware es, wenn sie
sich auch in technischem Umfange anwenden liefie.
4. Verwendung von seltenen Erden als Katalysator.
Bei zahlreichen katalytischen Reaktionen in gsformiger und
fliissiger Phase sind seltene, Erden als Katalysatoren vorgeschlngen
worden, sei es fur sich,, sei es in Form von Mischkatalysatoren mit
anderen Elementen. Die Literaturangaben hieriiber sind indes
liickenhaft und zum Teil sicher auch irrefiihrend.
Es ist deshalb durch eine experimentale Untersuchung der
Nachweis zu erbringen, ob bei bestimmten katalytisch zu beeinflussenden technischen Prozessen einzelne seltene Erden eine spezifische, andere Katalysatoren ubertreffende Wirkung entfalten.
5. Angabe physikalischer Konstanten von reinen Metallen
aus der Gruppe der dreiwertigen seltenen Erden.
Von den wenigen bisher dargestellten Metallen aus der Gruppe
der seltenen Erden sind nur einige meist ungenau bestimmte physikalische Konstanten bekannt. Es ware in wissenschaftliclier und
technischer Hinsicht wichtig, unsere Kenntnisse von den physikalischen Konstanten der Metalle der seltenen Erden zu vermehren.
Daher wird obige Aufgabe gestellt.
Unter physikalischen Konstanten sollen hier alle chemischen,
mechanischen, elektrischen. magnetischen usw. Material-Konstanten
verstanden werden, soweit sie dem metallischen Zustande angehoren.
Eine Angabe des Reinheitsgrades der betreffenden Erdmetalle wird
in jedem Falle notwendig sein.
6. Beitrage zur moglichst einfachen Darstellung von
reinem Ferro-Thor, Nickel-Thor und Cupro-Thor.
Es hat sich in neuer Zeit herausgestellt, daL3 das Thorium ein
wertvoller Legierungszusatz, besonders zu Eisen und Nickel, vielleicht
aber auch zu Kupfer ist, ebenso wie zu Aluminium.
U'ahrend nun aber das Thorium, wenn man von reinen Thoriunisalzeii ausgeht, sich oline jede Schwierigkeit leicht rnit dem Aluminium legieren laBt, muO, um das Thorium den Schwermetallen
zuzusetzen, besonders oxydfreies metallisches Thorium vorliegen,
das sehr schwer zu erlangen ist.
Deshalb ist bei all diesen Legicrungen vorlaufig noch aul3er
dem Preis des Thoriums an sich die sehr erhebliche Kostenaufwendung fur die Reindarstellung einzusetzen. Da nun bei den in
Rede stehenden Thoriumlegierungen die Verwendbarkeit sich nach
dem Quotienten der Qualitatssteigerung durch Thoriunizusatz zur
Preissteigerung durch denselben richtet, ware eine Scnkung der
praparativen Kosten sehr erwiinscht.
Eine solche Senkung 1aDt sich analog wie bei ahnlichen Metallen.
wie Vanadium, Zirkon, Chroni usw. dadurch erzielen. dal3 man
nicht das freie Element, sondern geeignete Vorlegierungen erzeugt,
wie z. B. statt des sehr teuren reinen Vanadiums das sehr vie1
billigere reine Ferro-Vanadium.
Als Ausgangsstoff des auszuarbeitenden Verfahrens sind reine
Thorium-Salze anzusehen. die auch den Bearbeitern der Preisaufgabe auf Anforderung zur Verfiigiing gcstellt nerden konnen.
Die Verwendung heimischer Haustoffe ist anzustreben.
7. Worauf beruht die Triibungswirkung von Zirkonoxyd
und Ceroxyd, die nach verschiedenen Verfahren hergestellt sind, auf Emails, und wie wird diese Wirkung
durch die Zusammensetzung dieser Emails beeinflufit?
Naheres uber Bedingungen usw. vgl. diese Ztschr. 19, 130
[1936] U. ,,Dtsch. Chemiker" 1. 49 [1935].
Die Triibungswirkung von Ceroxyd wird auf Verbindungen
zuruckgefiihrt, die sich in kolloidaler Verteilung bilden. Es wird
auch vermutet, dal3 diese Wirkung durch eine gleichzeitige Ent-
b) auf physikalischer (mechanischer) Grundlage beruht und rnit
einem moglichst geringen Arbeitsvermogen die Ziindung austretenden Gases sichcr bewirkt.
I)
Angewandte Chemic
50. Jahrg. 1937. Nr.1
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