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Deutsche Gesellschaft fr angewandte Entomologie. Frankfurt (Main) vom 27.-29

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Deutsche Gesellschaft fiir angewandte Entomologie
Frankfurt (Mnln), vom P7.-29. Oktober 1953
Prof. Dr. Zwdlfcr-Miinchen konnte im HOrsaal des Naturkundemuseums Senckenberg 150 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet, der
Ostzone, aua Osterreich, der Schweiz, Holland, Jugoslavien und
anderen Landern begrilOen. E r gedachte zunichst des im letrten
Jahre verstorbenen Nestors der angewandten Entomologie, Geheimrat Escherich. Die Forschungsinstitute (besonders an den
Universitaten) sollten finanziell besser ausgestattet werden. Auch
die Einrichtung von Lehrsttihlen filr Agrar-Entomologie ware zu
fordern.
Einschleppung aus!Pndischor SchPdllnge
H . D R E E S, Bonn: Internntionale Mafinahmen zur Abwehr
des Kartoffelkafers.
1948 wurde der Internationale Kartoffelkilfer-AusschuO gebildet. Ein verhlltnisrnii5ig hoher Betrag wurde for seine Arbeit zur
Verfiigung gestellt. Damit konnte eine Schutzzone im Westen geschaffen werden. Die Kartoffelanbauflache ging insgesamt in den
beteiligten Landern trots des Vordringens des Kartoffelki4fers
nicht zuriick. I n GroDbritannien und Dammark konnten bis jetzt
noch alle Herde ausgeltischt werden. Allgemein ist ein Riickgang
im Verbrauch von Staubemitteln zu verzeichnen, da man mehr
und mehr d a m iiberging, gleichzeitig die Phytophthora rnit Spritzmitteln zu bekampfen. AUB dem Kartoffelkafer-AusschuB bildete sich im April 1951 die ,,Europaische Pflanzenschutzorganisation", die ihr Arbeitsgebiet auf eine Anzahl weiterer wichtiger
Schadlinge, wie Kartoffelnematode, San Jos6-Schildlaus u. a. ausdehnte. Inzwischen sind 19 Europiische Staaten dieser Organisation heigetreten. Das Arbeitsgebiet wurde 1952 auf den nach
Europa eingeschleppten ,,WeiOen Barenspinner" oder ,,Amerikanischen Webebar" (Hyphantria cunen) erweitert.
6. S C H I M I T S C H E K , Wien: dber den amcrikanisehen Webebiir Hyphantria cunea.
Dieser au6 Nordamerika zun?ichst nach Ungarn eingeschleppte
Schmetterling aus der Familie der Biirenspinner (Arctiidae), dessen Raupen dem Obst- und Waldbau in gleicher Weise gefahrlich
werden. h a t sich von 1940 bis 1950 auDer nach Jugoslawien bis in
die Oatlichen Teile Osterreichs verbreitet. 45 verschiedene Wirtapflanzen wie Maulbeere, Quitte, WalnuO, Kirsche und andere
Obstbhume, Buche, Ahorn, Platane werden in Osterreich befallen.
Eine b i o l o g i s c h e B e k a m p f u n g durch Parasiten-Einfuhr aus
USA mu0 mit Vorsicht aufgenommen werden, da diese bei uns
auch auf andere Wirte iibergehen werden. Fur eine wirksame
c h e m i s c h e B e k i i m p f u n g ist Voraussetzung, daO ein Meldediefist funktioniert, der feststellt, wann der gr6lte Teil der Raupen
geschliipft ist. Gegen die Stadien I-IV wirken Hexa- und DDTStaubemittel gut, die letzten Stadien lassen sich rnit E 605-Staub
zu 98% abttiten. Das Insekt wird wohl ein stsndiges Glied der
europiiischen Schadlingsfauna bleiben. Es wird rnit einer weiteren
Ausbreitung ilber das Btihmische Becken nach Westen xu rechnen
sein.
a. T H I E M ,
Heidelberg: Ausbreitung und Bekdmpfung der
San- Josd-Schildlaus in Deutschland.
Die San-Jos6-Schildlaus h a t in 75 Jahren die Welt erobert. I n
Deutschland wurde sie von Sachverstindigen zu spLt festgestellt.
In Bayern Hind bis jetzt 112 Fundstellen registriert, davon 49 inlandiacher Herkunft. Die Lage im nordbadiachen Seuchengebiet
ist wenig befriedigend. Emulgierte Obstbaumkarbolineen sind
nicht zu verwenden, DNC und zahlreiche Mischprodukte haben
sich bewiihrt. Festgestellte Wirksamkeitsunterschiede lassen sich
durchweg durch den Zeitpunkt der Anwendung erklilren. Bei der
S o m m e r b e k a m p f u n g haben Rich die an E 605 geetellten Erwartungen im allgemeinen erfiillt. E 605, im zeitigen Friihjahr
verwandt, wirkt oft erst nach 2 Monaten. Pestox und Aathiol
zeigen erst bei htiheren Temperaturen eine gute Wirkung. Systox
hat nach 1 Monat die beste Wirkung, nach 3 Monaten zeigte 8s
eine abfallende Tendenz. Dagegen zeigt E 605 nach 3 Monaten
noch eine 98--100proz. AbtStung. Die Nachwirkung des E 605
ist l h g e r ale bei DDT und HCH.
G R O S C H K E , Miinchen: Dcr schwarze Nutzholzborkenkafsr
Xylosandrus germanus blandf., ein in Deutschland neu eingeschleppter Schadling.
August 1952 wurde bei Darmstadt dieser holzbriitende Borkenkafer, dessen Larven von Pilzen leben, erstmalig im Freiland festgestellt. Dae Tier war aus Japan, Korea und von Formosa be-
kannt, wurde 1932 aus USA gemeldet und nunmehr zum ersten
Male in Europa nachgewiesen. In Lebensweise und Aussehen hat
9s Ahnlichkeit rnit dem Nutzholzborkenkafer (Xvleborus dispar).
Aus seinen ostasiatischen Heimatlandern ist der Klfer a h Schadling zahlreicher L a u b h o l z g e w l c h s e bekannt. E r ziihlte zu den
haufigen Ubertragern dee Graphium ulmi, des Erregers des Ulmensterbens. I m Jahr konnen sich 2-3 Generationen entwickeln.
O b s t - u n d W e i n b a u sind voraussiahtlich noch mehr bedroht
ale die Forstwirtschaft.
F . Z A C H E R , Berlin: Die Einschleppung von Vorratsschiidlingen i n Deutschland.
1951 waren bei 4 Mill. t Getreide-Einfuhren 5 0 % mehr oder
minder verkafert. Wenn nichts getan wird, ist mit einem Verlust
von 400000 t o
100 Mill. DM zu rechnen. Der Aufwand fur die
Begaaung dieser Menge betragt 3l/, Mill. DM. Das Problem hygienisch unbedenklicher Dauerschutzmittel ist noch nicht gelast.
Den oberflachenaktiven Pulvern ist weitere Versuchsarbeit gewidmet.
Neben dem Hauptechadling, dem Kornkafer (Calandra grannria) ist der Reiskafer (Calandra oryzae L.) eingeschleppt. Der
Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica L.) kam mit KeniaWeizen nach Hamburg. Die Khaprakafer (Indien, Pakistan) vertragen im Larvenzustand Temperaturen bis zu + 5 OC. Der Leistenkopfplattkifer (Laemophloeus ferrugineus Steph.) wurde an
brasilianischem Reis in erstaunlichen Mengen festgestellt. Der
aus Mittelamerika stammende Speisebohnenkafer ( Acanthoscelides
obledus say.) diirfte bei una zum Dauergast geworden sein. Zahlreiche andere neue Schadlinge wurden in geringerem MaOe gefunden.
-
H . W E I D N E R , Hamburg: Die Bodentermite Reticulitermes,
sine ernste Gefahr fur die Gebaude i n Hamburg.
In Hamburg wurden 1937 erstmalig im Keller einer Fernheizung
Termiten festgestellt. 1950 wurde trots des kalten Winters weiterer Befall entdeckt, u. a. auch in Altona. B e k l m p f u n g s malnahmen wurden in Hamburg bisher nur auf Ausbauen, Verbrennen und prophylaktischen Schutz beschrinkt.
G. K R A U S E , Ammerland: Schildlaus, Wickler und Fruchtfliege aut importiertem Obst.
Der Pfirsichwickler (Laspeyresio mlesta Busck.) ist seit 1937
nach der Schweiz vorgedrungen. In Miinchen wurde er 1951 und
1952 in mehreren Fallen an italienischon Pfirsichen getunden. Es
ist damit zu rechnen, daO Deutschland vom Pfirsichwickler besiedelt werden kann.
Bekilmpiunpmittel nnd -methoden
E . D 0 H R I N G , Berlin : Untersuchungen uber Lebensweise und
Bekimpfung gesundheitlich wichtiger Wespen.
I n Berlin traten 1952 verstarkt Wespen und Hornissen auf. Laut
einer Schweizer Statistik sind dort in einem J a h r allein 1780 UnfPlle auf Insektenstiche zuriickzufiihren. In Berlin sind etwa 30 %
der Wespen rnit Bacterium eoli behaftet. Die AbtStung von Erdnestern ist durch einmaligea Einschiltten von HCH oder DDTPulvern mbglich. I m Mauerwerk solhe man spat abends pulverformige Mittel anwenden, am Tage fliissige (HCH oder DDT,
Suspensionen oder Emulsionen). Besonders geeignet sind entweder 1% HCH-Emuleionen oder 0,75-1% HCH oder HCH +
DDT
Sunpensionen. Auf dem Dachboden haben sich Sprilhmittel bewlhrt, wahrend in Lebensmittelgeschaften die Anwendung Y O U RLuchertabletten nicht wirksam war.
-
G R O S C H K E , Miinchen: Zur LebEnSWeiSE und Bckampfung
des Eichenkiifers Platypus cylindriformis.
Befallen werden auI3er Esche, Ahorn auch Kirsche (Osterreich).
Die Larven weiden von den Mutterkafern geziichtete Pilze in den
Gangen ab. StBrkste Furniereichen werden entwertet. Bekiimpfungsversuche Ende Juni rnit DDT und Hexa waren ohne Wirkung. Gleichfalls versagte Rohkarbolineum. Versuche im Oktober, nach Beendigung der Flugzeit, rnit Karbolineum und
Xylamon waren ebenso erfolglos wie die Lochbehandlung mit
40 % KarbolsLure. Mit chem. Pitteln ist Bekiimpfung deshalb
Angew. C h . 1 65. Jahrg. 1953 1 Nr. 5
Zt. nicht mtiglich, da auch systemische Mittel wegen des fehlenden Saftstroms nicht in Frage kommen. Ob evtl. A n t i b i o t i c a
g e g e n d i e N i r h r p i l z e eingesetzt werden konnen, ware noch zu
kliiren.
z.
F . D U S P I V A , Heidelberg: Uniersuchungen iiber die Wirkungsweise von Insektiziden.
Bei den Phosphorsaure-estern spielt die Hemrnung der C h o l i n e s t e r a s e eine groOe Rolle. Das sich dauernd in den Zellen bildende, sehr giftige Acetylcholin kann durch die Blockierung der
Cholinesteraae nicht mehr i n Essigsaure und Cholin gespalten werden. So kommt es zu einer Vergiftung durch Acetylcholin, die
sich ala Stllrung des parasympathischen Nervensystems tiu5ert.
Der erregte Nerv enthiilt mehr Acetylcholin als der ruhende. Der
E 605-Wirkstoff wirkt am meisten hemmend auf die Cholinesterase,
es folgt dann ein Geigy-Wirkstoff ( G ) , sodann der 4-Methyl-7oxy-cumarinester der DiBthyl-thiophosphorsirure ( E 838
Potasan) und schlieDlich das Octa-methyl-pyrophosphorsilureamid
Pestox 111 (Schradan).
-
L . H d T E R , Frankfurt ( M . ) : Physikalisch-chemische Eigenschaften und Anwendungstechnik von Methylbromid 9 der Schadlingsbekrimpfung.
Methylbromid ist heute in den USA und in England eines der
wichtigsten Mittel fur den Vorratsschutz. Es besitzt verschiedene
giinstige Eigenschaften: erhtihte Diffusion nach unten, niedrige
ViscositLt, tief liegender Schmelzpunkt, hoher Sattigungsdruck,
geringe Wasserloslichkeit, geringe Absorption, stark lllsende Wirkung von Fetten, praktische Unbrennbarkeit, starke Durchdringungskraft. Die akute Toxizitiit betriigt 1,5 mg/l, die chronische 0,076 mg/l. Der Geruch ist stiOlich, chloroformilhnlich,
eine ausgesprochene Warnwirkung fehlt.
R . W O L F R A M , Frankfurt (M.). Wirkungsbreite des Methylbromids i n der Schiidlingsbekiimpfung.
.
Bei der Wirkung auf Insekten fhllt ein narkotisches Stadium mit
m6glicher anschlieOender Erholung weg. Die Spanne zwischen
der dosis tolwata fiir Pflanzen und der dosis lehlis fur Insekten ist
sehr betrkchtlich, 80 daB z. B. eine Begasung gegen Narzissenfliegen 10-12 h ohne Schaden moglich ist. Bei Begasungen von
427 Pflanzenarten zeigten sich nur bei 5 Arten Schiidigungen. Bei
lhnger als 2 h Einwirkung ist jedoch bei Gemiise eine Beeinflussung mtiglich. Zur Tabak-Begasung wird es in USA verwandt,
jedoch wird von Lepigre davor gewarnt, da Aroma-Veranderungen
mtiglich sind und auch das Gas wegen des Olgehaltes nicht genilgend vordringt. I m Vorratsschutz iat es zur Kornkiiferbekilmpfung geeignet. Eine Getreideschicht von 5,5 Zoll wird noch
npielend durchdrungen. DaO Mehl erheblich mehr Methylbromid
absorbieren sol1 als Getreide, konnte nicht bestiitigt werden. Bei
einem Vergleich gegen Getreideschadlinge wirkte BE gegen 1 3
Schildlinge besser als BlausLure (Ausnahme : Getreidenager, Tenebrioides mauritanicus L.). Keimschsdigungen wurden nicht
festgestellt. Verfarbungen sind nur bei unsachgemaDer Anwendung, I. B. zu langer Einwirkung, zu erwarten. I m Freiland ist
die Anwendung nicht mtiglich, auOer zur sog. ,,spot fumigation"
in Zelten (Obstbiiume).
H . G A B L E R , Tharandt: Die Oiftringsprilzung i n der Forstsehddl$ngsbek6mpfung.
Gegen Nonne und Kiefernprozessionsspinner wurde nach dem
Kriege zunjichat mit dem Fliegenmittel .,Duolit" ( D D T ) ein
25-30 om breiter Giftring um die Biiume gespritzt. Die Spiegelrilupchen der Nonne wurden noch nach 1 Jahr abgeschreckt, &1tere Raupen weniger. Daa Fliegenmittel ,,Mutoxan", 30faoh verdtinnt, hatte unterschiedliche Wirkung. Der Vorteil des Verfahrens liegt in der Arbeits- und Materialersparnis, die Stitmme brauohen nicht geglHttet zu werden wie beim Leimringverfahren. EE
wurde jedoch fiir den Forst erst wirtschaftlich tragbar, als die
Emulsion ,,Duolit Extra 20" herausgebracht wurde, die auf das
lOfache verdiinnt, noch ausreichende Wirkung zeitigt. Vorteile:
Bei einer allgemeinen Bekirmpfung werden zu viele Niitzlinge mit
abgetotet. Puppen-Rauber z. B. werden SO nicht geschildigt, da
die Kiifer mit ihren Krallen driiber laufen. Wenn die Haftfiihig-
Angw. C h . 1 65.Jahrg. 1953 1 Nr. 6
keit der Mittel noch etwas erhllht worden ist, diirfte die Nonnenbekampfung damit auf eine neue Grundlage gestellt worden sein.
5. BO M B O S C H , Frankfurt (M.): Erfahrungen bei Maikbferbekbmpfungen mit geringsten Giftmengen.
Bei einer Waldmaikiiferbekiimpfung im Frankfurter Stadtwald
wurde Roh-Hexa im Staubverfahren mit j e 15 kg auf 1 ha
bei 2-3maliger Behandlung angewandt. EE wird fiber gtinstige
Erfolge berichtet, jedoch rand Not-Eiablage etatt, weshalb die
Bekilmpfung vor die Kopula zil legen ware. Die Kosten betrugen
DM 37.- pro ha. Insgesamt greifen HCH-Mittel weniger in die
Fauna (auch Bodenfauna) ein als DDT-Yittel. Die Abendatilubung iat im Mischwald ungiinstig fiir d i e Fauna, im Laubwald
giinstiger. Die Vogelwelt wurde nicht gestllrt, Fledermhuse blieben ohne Verluste. Bienenvtilker gingen nicht verloren.
B . W E L L E N S T E I N , Ringingen: Neue Erfahrungen ilber
Arsen-freie FraPgifte i n der forstlichen Schadlingsbekampfung.
Nachdem bereits aus der C a r b a z o l - G r u p p e ein arsen-freiea,
bienenunschirdliches Mittel (,,Holfidal") auf den Markt gekommen ist, wurden weitere derartige Mittel gepriift. Die Prirparate
Hoe 2585 (Farbwerke Hoechst) und Dicarzol-Ultra (Schering)
bewahrten sich dabei in 0,5--0,8proz. Briiben gegen Feldmaikilfer
und Buchenprachtkafer. Sie wirken bei hohen Temperaturen genau so achnell wie DDT, bei kuhlem Wetter erst nach 3 Tagen.
Die Haftfahigkeit war auch auf glatten Buchenbliittern nach
14 Tagen noch ausreichend. Eiparasiten wurden nicht beeintrachtigt. Eine Steigerung der Konzentrationen iiber 3 % brachte
keine Wirkungssteigerung, wurde dann aber fur Winterbienen
gefahrlich. Noch beasere Anfangswirkungen hatte T h i o d i p h e n y l a m i n , das in 0,5proz. Briihen dem Carbazol iiberlegen
war. Die schnellere Zersetzung durch Licht diirfte abzustellen
sein. Wegen des laufenden Blattzuwachses ist der Anwendungszeitpunkt wichtig.
Bienen
K O C H , Miinchen: Der Wirksto/fgehaZt von Bllitsnpolbn und
Waldhonigen.
Der Vitamin B-Gehalt im Kllnigin-Muttersaft ist starker als in
den Pollen, wie auch durch den Tribolium-Teat fur Pyridoxin
festgestellt wurde. (Der quantitative Test ist sehr schwierig; bei
Vitamin-Mange1 tritt Kannibalismus der Tribolium-Larven auf).
Pollen von Rotklee und Buchen hatte stiirkeren Wirkatoffgehalt.
Obstpollen aus der Zeit von Maifrilsten wirkte so hemmend, daB
Tribolium-Larven sich nicht entwickelten. Die schlechtesten Ergebnisse gaben eingestampfte und vorjahrige Pollen. I m Honig
wurden nur 4 Vitamine gefunden, vor allem Pyridoxin. Vitamin
B,, wurde nicht gefunden (Test Lactobacillus leichmanni), so daO
es fraglich ist, worauf die Anlmie-Honigtherapie beruht.
O O N T A R S K I , Oberursel: Fermentbiologische Studien an
Bienen.
Die Fermente werden in den Kopfdriisen und im Mitteldarm
gebildet. Das Darm-Ferment ist ein molekular vie1 gr0Deres Ferment a h das Driisen-Ferment. Der Optimalwert des Darmferments liegt bei 45 OC, der des Driisenfermentes bei 40 OC. Bei 7O0
wird das Driisenferment inaktiviert. Beim Driisenferment handelt es aich um Fructosidase, beim Darmferment um Glycosidasc.
Das im Honig vorkommende Ferment gleicht dem Kopfdriisenferment. Die Biene liefert damit ein Ferment, f u r das sie physiologisch keine Verwertung hat.
W . S A E S E R , Freiburg i.Br.: Neusre Untersuchungen iiber
die M6glichkeat einer Bekbmpfung dcr Milbenstuche dsr Honigbisne
mit chemischen Mitteln.
In Baden h a t die Milbenseuche lokal Totalverluste verursacht,
80 daD iiber 1000 Vtilker eingingen. EE konnten dabei zahlreiche
Mittel auf ihre acaricide Wirkung iiberpriift werden. Die Sohwierigkeit liegt darin, daO die Mittel die Bienen schiidigen konnen,
bevor die Abttitung der in den Tracheen lebenden Yilben erreicht
ist. Bei den Versuchen h a t sich das Riiuchermittel ,,DeIacan"
(Wirkstoff wird nicht genannt) bei der Friihjahrsbehandlung bewlhrt.
L.
[VB 4361
* 39
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