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Deutsche Gesellschaft fr Bder- und Klimaheilkunde. 53. Tagung in Kiel 25.Ч27

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polierten. Dies hatte zur Folge, daB man bei der elektrochemischen Abscheidung ein um niindestens 20% kleineres
Verhaltnis finden miiBte.
Der Austausch an Ort und Stelle erfolgt immer dann.
wenn die 1,ijsungsgeschwindigkeit der edleren Atome in dern
Losungsmittel groBer ist als die Abscheidungsgeschwindigkeit
durch die Lokalelemente. Dies ist insbesondere dann der
Fall, wenn von dem abscheidenden Metal1 in der Zeiteinheit
wenig Atome als Ionen in Losung gehen oder wenn die Konzentration der edleren Kationen sehr gering ist und ihre
Nachlieferung unter Verziigerung aus einem Komplex erfolgt.
Durch den elektrochemischen Austausch an Ort und
Stelle wird also eine einatomare Bedeckung bewirkt. Dadurch
war es in einwandfreier Weise moglich, die AbsolutgroBe von
Metalloberflachen und der aktiven Flgchen von Edelmetallen
zu hestimmen.
Deutsrhe Gesellschaft
fiir Bider- und Klimaheilkunde.
53. Tagung in Kiel, 25.-27.
Februar 1938.
Hauptverhatidlungsthema : Meereshetlkunde.
Dozent Dr. R. Schulze, Berlin, Inst. f. Strahlenforschung:
,. Uniersuchungen iiber Gradation des Erythems u n d P i g m e n .
lierung u n d Fragen der Ultrauiolett-Dosimetrie"3).
Es wird iiber eine Untersuchung der Beziehungen zwischen
IAtraviolettintensitAt und Erythemgrad sowie Pigmentierungsgrad bei den verschiedenen Ultraviolettstrahlern berichtet.
In biologischen Untersuchungen wurden fur die einzelnen
Strahler Erythemschwelle, Gradation des Erythenis und
Pigments festgestellt und in physikalischen Versuchen die
s p e k t r a l e V e r t e i l u n g der Strahler zu erfassen versucht.
Das Ergebnis der Untersuchung war, dalj das Verhdtnis
xwischen kurzwelligem und langwelligem Ultraviolett den biologischen Erscheinungen parallel geht . Bei Strahlern, bei denen
die kurzwellige Strahlung unter 280 mp iiberwiegt, ist die
(kadation des Erythems sehr flach und der Pigmentierungsgrad sehr schlecht. Bei Strahlern mit iiberwiegend langwelligem
Illtraviolettanteil ist die Gradation sehr steil und die Pigmentierung erheblich starker. Strahler mit vorwiegend kurzwelligeni
ITltraviolettanteil haben weiter den Nachteil, sehr schnell
eine starke Bindehautentziindung zu erzeugen. Beziiglich der
Gradation des Erythems und der Pigmentierung ist die Some
allen kiinstlichen IJltraviolettstrahlenquellenbisher iiberlegen.
Fur die Ultraviolett-Dosimetrie ergibt sich aus diesen
Versuchen, daB die Messung der Ultraviolettstrahlung mit
einem Gerat nicht geniigt, sondern daB auch die spektrale
Verteilung erfaBt werden muB. Hierfiir geeignete Verfahren
und Instrumente, auch zu fortlaufenden Registrierungen, sind
entwickelt worden.
Dr. U. H e n s c h k e , Berlin, Inst. f . Strahlenforschung:
,, Pigmentbildung duvch langwelliges Ultraviolett und Priifung
uon Lichtsch~tzwlitteln"~).
Durch Versuche mit sonnenslhnlichen Strahtern (ijberhochdrucklampe) und schrittweise Abfilterung des kurzwelligen
Ultravioletts wurde gefunden, daB bei hohen Dosen bei Abfilterung des Ultravioletts unter 315 mp keine Rotung, aber
eine starke Braunung unmittelbar nach der Bestrahlung auftritt und sehr lange bestehen bleibt. Neben der kosmetischen
Bedeutung ist eine solche Abfilterung unter Urnstlinden auch
therapeutisch wichtig. Sie laat sich bei Sonnenbestrahlung
init geeigneten Lichtschutzmitteln erreichen, die das kurzwellige Ultraviolett absorbieren, das langwellige dagegen
moglichst unbehindert hindurchlassen. Die Untersuchung aller
im Handel befindlichen Lichtschutzmittel ergab, daQ neben
sehr vielen unbrauchbaren Praparaten einige sehr gute Mittel
mit geeigneter Absorption vorhanden sind, die daher eine
Braunung ohne Gefahr eines Sonnenbrandes zulassen (z. B.
,,Delial"). Vortr. glaubt, dalj die therapeutische Wirkung
dadurch nicht wesentlich geschwacht wird.
s, Vgl. hierzu Hazlper, Lichtreaktionen der menschlichen Haut
und der Bananenschale in langwelligem Ultraviolett und irn sichtbaren Spektrum. diese Ztschr. 51, 204 [1938].
Angevandle
Dr. D. L a n g e n ,
Kiel, Bioklimat.
Forschnngsstelle:
,,Untersuchungen iiber das Ultrauaolett-Erythem an der Nordsee."
Die Latenzzeit des Sonnenerythems ist viel kiirzer, 31s
nach den Beobachtungen des Quarzlampenerythems zu erwarten war. Sie betragt ungefahr 15 min. Reobachtungen bei
niedrigem Sonnenstand weisen darauf hin, dafi das Schnellerythem durch den langwelligeren Teil des erythemerzeugenden
Ultravioletts bedingt ist. Die mittlere Erythemschwelle liegt
bei 400 Einheiten des 1.G.-Farben-Dosimeters, zeigt aber groBe
individuelle Unterschiede. Die Empfindlichkeit vorher unbestrahlter Hautstellen ist vom Pigmentgrad der iibrigen Haut
uiiabhihgig. Die Strahleneinfallsrichtung hat einen groBeren
EinfluB, als nach dem Cosinusgesetz zu erwarten ist, was auf
die zu durchstrahlende Hornschichtdicke zuriickgefuhrt wird.
Niedrige AuBentemperatur vermindert die Erythembereitschaft .
Bei tiefstehender Some scheint die Haut empfindlicher zu sein
als das Dosimeter. Auch der Erythemverlauf zeigt Unterschiede
zwischen Sonne und Quarzlampe, cbenso die Erythemcharakteristik (Verhaltnis von Intensitatsteigerung zu Erythemsteigerung). Bei Bestrahlungsinterniissionen von 2 bis 48 11
gilt .das Additionsgesetz, jedoch nur fur iiberschwellige Intensitaten. Unterschwellig gebildete histaminahnliche Stoffe
scheinen schon nach 2 h unwirksam gewortlrn zu sein.
Prof. Dr. H. B r u n i n g , Rostock, Universitats-Kinderklinik: ,,Allgemeines iiber Meerzuiassertvinkkuren."
Der interne Gebrauch von Meerwasser ist nicht nur eine
bis ins graue Altertum zuriickreichende Sitte hei der Revolkerung der Seekusten, sondern auch eine ebenso alte arztlichtherapeutische MaBnahme. Namentlich der franzosische Arzt
Quinton hat durch das im Jahre 1904 herausgegebene Buch
,,I,'eau de mer, milieu organique" den AnlaB zu zahlreichen
Veroffentlichungen gegeben. In neuerer Zeit wird dm Meerwasser wieder sehr empfohlen, vornehmlich von Vertretern
der Naturheilkunde. 1932 wurde in der Kieler Medizinischen
Klinik die klinische Wirkung des mit Kohlensaure versetzten
und verdunnten Westerlander Kurwassers gepriift und eine
deutliche Normalisierung pathologischer Magensaurewerte gefunden. Ferner waren Bilirubin-, Trypsin- und Diastasegehalt
im Duodenalsekret vermehrt. Weitere exakte pharmakologische, physiologische und klinische Untersuchungen sind
notwendig, bevor ein klares Bild iiber den Wert der Meerwassertrinkkur moglich ist.
Prof. Dr. E. G r a f e , Wiirzburg, Medizin. Klinik: ,,Meerwasser u n d Stoffwechsel."
Bericht iiber klinische Untersuchungen iiber den EinfluB
der Meerwassertrinkkur auf den Verdauungskanal und Stoffwechsel. Es konnte eine anregende Wirkung auf die Verdauung festgestellt werden. In einzelnen.Fallen pathologischer
Magensaftsekretion (sowohl im Sinne der Ubcrsauerung als auch
des Sauremangels) konnte eine Normalisierung durch Tri~iken
und Magenspiilung mit Meerwasser herbeigefiihrt werden. In
der H a f t e der FUle bewirkte das Tririken von Meerwasser
eine geringe, aber deutliche Senkung der Oxydationen (Grnndumsatz), die sich meist gegen Ende der Untersuchungsperiode
wieder ausglich. Einflusse auf den Blutzucker waren weder
bei Gesunden noch bei Kranken zu beobachten.
Dozent Dr. J . K i i h n a u , Wiesbaden, Stadt. Forschungsanstalt f. Stoffwechsel: ,,Meerwassertrinkkuren u n d Mincralhaushalt."
Da alles organische Leben letzten Endes dcm Meerwasser
entstammt, ist die Frage der BeeinfluUbarkeit des Mineralstoffwechsels durch Meerwassertrinkkuren nicht nur vom therapeutischen, sondern auch vom entwicklungsgeschichtlichen
Standpunkt aus von Interesse. Verdunntes Meerwasser ist
ein gutes NAhrmedium fiir Organe und Zellen und ein vollwertiger Ersatz fur Ringerlosung, einnial weil es alle lebenswichtigen Elemente enthalt, dann aber auch weil das Mengenverhdtnis der Ionen im Meerwasser i. allg. das gleiche ist wie
im Blutserum. Die einzige Ausnahme macht das Magnesium,
welches ini Meerwasser viel reichlicher vertreten ist als in
biologischen Medien (es ist das zweithaufigste Kation des
Meerwassers). Die bei Meerwassertrinkkuren zu erwartenden
Stoffwechselumstellungen waren also in erster Linie in einer
Magnesiumanreicherung des Organismus zu suchen. Eine solche
Chernfe
61.Jahrg.1838. Nr.18
zs9
V efaarnrn~ungabcr~ehte
a w e urn so bedeutsamer, als das Magnesium schon in kleinen
Mengen einen erheblichen EinfluB auf den Kohlenhydrathaushalt, auf die Aktivitat von Fermenten und Inkretorganen
mid auf das Zellwachstum ausiibt. 3
3 wurden daher Bilanzversuclie an Katten angestellt, die zum Ziele hatten, festzustellen. 01) durch lange fortgesetzte Trankung mit Borkuiner
Meerwasser ehie Anderung des Ca- und Mg-Bestandes des
Organismuszu erzielen ist. Die Versuchsdauer betrug 5 Wochen.
Die Ratten wurden niit Schwarzbrot, dessen Ca- und Mg(;ehalt vorher ermittelt wurde und das gleichzeitig als VitaniinU-Quelle diente. gefiittert und erhielteii auktdern X- untl 1%Vitaniin als Detavit. In wochentlichen Absthdeii wurde cler
Ca- und Mg-&halt der ge.samtnelten Exkrete bestimmt uncl
niit der Ca- und Mg-Zufuhr rerglichen. Kontrollversuche, in
denen statt cles Meerwa.ssers eine dieseni isotonische Kochsalzlosung oder 1,eitungswawer gegeben wurde, liefen nebenher.
%uin SchluB wurden die Tiere getotet und nach Veraschung
ihr Gesanitbestand an Ca und Mg ermittelt. Die wochentlichen Bilanzen ergabeii init fortwhreitender Versucldauer
cine zunehmende Retention vor allem von Magnesium, welliger
von Calcium, wiihrentl in den Kontrollversucheti die Bilanzeii
anntihernd ausgegliclieii waren (lediglich in clen Versuchen niit
Koclisalzlosung waren die Ca- Bilanzeii wegen cler kalkausschweniinendeii Wirkung des NaCl ngativ). Die MgRetentionen bei den Meerwassertieren wareti so erheblich,
da13 der Mg-Bestand des Gesamtorganisiiius ain nnde der
Versuchsperiode 7- bis lOmal groBer war al. bei Versuchsbeginn, w&lirencl er in den Kontrollversuchen unverwdert
1)Lieb (Wassertiere) oder nur wenig. bis hoclistcns aufs Doppelte
zunahm (Salztierc). Da die Ca-Retention wahrend der gesatnten Versuchsdauer nur wenige Prozent des Ausgangs-CaBestandes betrug, wirkte sich die Meerwasserzufuhr bei den
Ratten ini Sinne einer enormen Erhohung des Quotienten
Mg/Ca (um das Acht- his Elffache) aus, wogegen in clen Kontrollen der Wert dieses Quotienten im Laufe der Yersuche
nicht oder nur ganz wenig zunahtn. Es komnit also h i der
Ratte wiihreiid einer 5wochigen Meerwasserzufuhr zu einer
echten ,,Transmineralisation" des Organisinus, die vor allem
durch eine sehr betriiclitliche Vermehrung seines Magnesiunibestandes gekennzeichnet ist. Die Wirkung einer Meerwassertrinkkur auf den Menschen miiljte demnach wohl - soweit
die Ergebnisse von Tierversuchen sich auf meiischliche Verhiililtnisse iibertragen lassen - ihreiu Wesen nnch voc alleiii
in euier Magriesiuniwirkung bestehen.
bringen sind wie f i i r die iibliche Trinkwasseruntersuchung,
wird dahin beantwortet, daB ersteres einer besonders starken
Kontrolle unterworfen werden muB, da sich wiihrend der
Kurzeit zaldlose Keime im Meerwasser befinden, deren Lebensdauer im Meerwasser groBer ist als im Leitungswasser, wie
experixnentell nachgewiesen wurde. Die wirksame Entkeimung
durch Passage eines keimdichten Pilters ist somit eine berechtigte Forderung. Die meerwasserverarbeitenden Abfiillbetriebe bediirfen einer sthdigen hygienischen oberwachung.
Die vollige Ckfahrlosigkdt in hygienisclier Kichtung hildet die
Voraussetzung fiir die tlierapeutische Anwendung.
Dr. E. Vollmer, Bad Kreuenacli: ,,obey Chlorcalciunt
wid seine Bedeutung als Restandtcil deulschev Solquellen."
linter Hinwei.. auf die zunehinende Xnweiiduug cler Kalktherapie in der inneren Medizin wird auf das Kalkvorkommen
in zahlreichen Solquelleii lhgewiesen, in denen cr als doppelkohlensaurer, schwefelsaurer und phosphorsaurer Kalk vorliegt.
Chlorcalciuni entholten die Quellen von Suderde. Nauheh,
Heidelberg, Tliale. Kreuznach untl Miinster a. St. u. a. Das
Chlorcalciuni wirkt auf die Zellen entwibsenid und anregend.
Wert wird uuf die sekretionssteigernde Wirkung gelegt, durcli
die krankliafte Stoffr aus cleni Organismus entfernt werdeii
kiinnen.
Dr. H. Cauer, Berlii, Hauptgesuiitllieitsniiit : ,,l?iti/h/?
des Meeres auf den Chemismus der LzLft."
Der uber das Meer streichende Wind niniint feinste Meerwasserspritzer mit und t r w sie weit in das 1,and hineiii, so
claB Chlorionen iiiit den Nieder.whl&gen auf die Erde gelangen. Wenn diese Meerwassertropfchen in trockner 1,uft
Wasser verlieren, so bilden sie infolge ihrer Hygroskopizitilt
(MgCl,-Gehalt) wirksaiiie Kondensatioiiskenie, die auch fur
die Entstehung von Niederschliigen itn lnnern des Koiitinent s
von Bedeutung sind.
Das Chlor des Meerwassefs gelit aber nicht nur als Chlorion bzw. als festes Chlorid in die Atmosph&e uber, sondeni
wird auch durcli das (bei ttiagnetisclien Sturmen und Nordlicht stark verinehrte) Ozon der 1,uft zu unterchloriger Siiure
und freieui Chlor oxydiert uncl schliel3lich in Salzsiiure
iibergefiihrt, die ebenfalls als Kondensationskem zur TropfchenIdldiing Veranlassung gibt. Das Anfangswachstuin dieser
'l'ropfcheii, voii cler Dinlension 10-8 bis etwa 5 * 10-7 cm, gelit
infolge dcr zuerst sehr starken Hygroskopizitiit der HC1 sehr
L)r. K. J a u p , Baden-Baden, Bnlneolog. I'orschungsstelle: schnell vor sich, dann nur noch langsam, wobei sich mit der
verniinderten Leitfahigkeit schliel3lich das Vorzeichen der
,,.Minevalstoffivechse~a~nlersuchungen
bei Meevwasserlvinkkuren."
elektrischen Ladung des Tropfchens unikehrt.
Uer EiilfluB von Meerwasserzufuhr auf den Mineralliaushalt
Die Konzentration des Chlorids iiininit mit der Entfeniung
wurde mit folgender Versuchsanordnung untersucht : Fur die roui Meer bald selir stark ab. Sie ist aber bei der heute ent(ksamtversuchsdauer von 30 Tagen wurde eine konstante Kost wickelten auBerst einpfindlichen Methodik des Nachweises und
zugefiihrt. Nach einer lOtQ-igen Einstellungsperiode folgten der Bestimmung gut zur E r i n i t t l u n g d e r H e r k u n f t d e r
vier Perioden zu je 5 Tagen, w&rend derer taglich ini Harn Luftmassen geeignet. 1% Verwendung cles J o d g e h a l t s
Na, K, Ca, Mg, C1 und P bestimnit wurden. Die gleichen Be- der h a f t fiir diesen Zweck ist weniger zu enipfehlen, da dessen
stimmungen wurden in dem zu je 5 Tagen gesamnielten Stuld Werte zuweilen stark durcli stol3weise Jodzufulir aus den inausgefiihrt. In der zweiten und dritten Periode wurde nun dustriellen \7erschwelungeti jodreichen Tanges an verscliiedeiien
Henkenhagener Ostseewasser bzw. Borkuiner Nordseewasser Stellen der europiiischen Kiiste beeintrachtigt werden.
in Form einer Trinkkur gegeben und in gleichen Versuchen
Die balneologische B e d e u t u n g dieser Befunde, diirfte
mit der Baden-Badener Friedrichsquelle verglichen. Natrium darin zu sehen sein, daW gerade die feinsten Tropfchen (unter
und Chlor werden vom Korper dem Mehrangebot a m e n d der 10-6 cm), deren Zahl in den meeresnahen rebieten besonders
Trinkkur entsprecliend nahezu restlos wieder ausgeschieden. groB ist, ganz tief in die Lungengkge eindringen konnen.
In siltlitlichen Versuchen, auch in denen mit Leitungswasser, Dazu konimt, dalj die aus dem Meer stammenden korperwurcle eine erhohte Phosphorausscheidung beobachtet. Daq verwandten Stoffe rasch verarbeitet werden konnen, im GegenVerhalten des Kaliumstoffwechsels ist nicht sehr charakte- satz zu den Tropfchen mineralisclien Oles in cler Grohtadtristisch, meist wird jedoch ein gegensatzliches Verhalten zuni luft, die die Oberflache der Lungengage I>edecken iind den
Calcium beobachtet. Auffallend ist jedoch die Beeinflussung cheniischen Stoffwech.wl liindern diirften.
des Calcium- und Mamesiumstoffwechsels. Es wurde sowohl
Retention als auch MIehrausscheidung von Mg und Ca beobDr. Ameely, Bad Nauheini, Kerckhoff-Institiit: ,,Ruditwzachtet, so dalj anzunehmen ist, daB konstitutionelle Faktoren
und GeoleRloniR.8'
Mi der Beurteilung des Magnesiuni- und Calciuinstoffwechsels
In der Uiiigehung der sog. Quellspalte von Bad N a u h e h
eine Rolle spielen. Der Mineralgehalt des Blutes wurcle durcli
aurde eine I%iche von 0.09 kin' durcli 700 Messungen auf den
die Trinkkuren nicht beemflul3t.
Kadiunieinanationsgehalt der Bodenluft in 1 m Bodentiefe
iintersucht. I 3 --den
mehrere Zonen erhohter Emanationsfief. Dr. wmPfannenstiel, Marburg* Hyfden. Inst*: konzentration f&gestellt, die rpp&wi&&
zm Quellsp&e
,.Hygiene des Meerwassevs."
verlaufen und eine SWke bis zu 300 Mache-Einheiten besakn.
Jedes zu Kurzwecken dienende Trinkwasser inuB einer I)a die friilier von anderer Seite ausgefiihrten mehr stichprobenhygienischen priifung unterliegen. Die Frage, ob fur daq artigen Messungen ein ganz anderes Bild von der Verteilung
Trinkmeerwasser die gleichen Normen in Anwetidung zu und Starke der Emanation in deni gleichen Gebiet ergeben
260
A n p r r n n d l e Chrmie
5I.JuLrg.leS8. s r . i a
hatten, h6lt Vortr. eine systematische Untersuchung dcs
ganzen Zerriittungsgebktm (etwa 4h') ffir dorderIich. um
zuverliissige Grundlagen fiir eine therapeutische . ~ U . W ~ I ~ U
und fiir die Quellmutung zu schaffen.
einen ktimrnten Minimalgehalt an Kupfer (2Oy/l) besitzt.
Zeitweise hat das Gold irn Mere einigcs Aufsehen erregt.
~ldder
K
zu Unrecht, da seine Konzentration von 0,004 yfl jede
technlsche Cewinnung illusotisch erscheinen 1Ut. InduyMell
ausgebeutet wird von den anoqanischen ReYtandteilen des
Dr. H. Wattenberg, Kiel, Inst. f. Meereskunde: . . C h i c Meeres, wenn man von den Meersalinen ahieht. unmittelbar
dcs Merrwasscrs."
nur des Brom, das trotz seiner gerhgen Menge (7Omgfl)
\'on den rnamigfaltigen &&hen
Eigenschaften des nach dem prdaetzen durch Chlor mit Luft in Rieseltiirmen
Meerwassers werden einige biologisch wichtige herausgegriffen; ausgetrieben und in Alkali adgefangen wird.
An radioaktiven SubstanZen ist das Meer yehr arm, abes w-erden das KohlemAurcsystem and verschiedene derin Spuren
vorkommenden Elemente behandelt. Die KohlensAure des gesehen vom Uran, das zn 2yfl nachgewiesen wurde. Der
Seewssers liegt zum weitaus @fiten Teil in chemisch ge- Radiumgehalt ist mit lo-' y/l weaentlich geringer, als dem
bundrner Form als Bicarbonat- und Carbonation vor. Die radioaktiven Gleichgewicht mit dem Uran entsprechen wtirde.
danlit im Gldchgewicht stehende freie CO, besitzt an der Wahrschdnlich wird mit dem Eisenhydroxyd zusammen d a q
Meeresoberflache annAhemd den CO,-Partialdruck der Atmo- Idurn weitgehend aus dem Seewasser entfemt, so daB die
sphAre von 3 . 1 P at, wahrend in der Tiefe die Tension in- Uranzerfalhdhe vor dem Radium abbricht. ELne W c h e
folge Zersetzung organischer Substanz auf das Vielfache steigen Ursache md3 man fiir die aukrordentliche Arniut an Thorium
kann. Die durch die Gleichgewichte Carbonat/Ricarbonat und annehmeu.
Ricarbonat/frde CO, gebildeten Pnffersysteme regeln das
pn des Sewassers und halten ea trotz stellenweise starker Vereh der ZeMoff0 und
C0,-Zufuhr (Atmung. Abbau organischer Substanz) und Papier-Chemiker nnd -Ingeniewe.
starkem C0,-Entzug (Assimilation)in engen Gtenzen (etwa Schlmische Bedrk8aNppc.
7 , 7 4 , 4 ) . Diese gute P u f f m g ermbglicht 90 erst die oft
sehr starke Besidung des Meeres. Prakti~chwichtig M die MiteUederverearnmlunea m 26. Februar 1938 In Breslau.
Mbglichkeit, aus dem leicht mel3barea pa die Konzentrationen
Dr. Stadler. Werk Malts& der Schlesischen CelluloRer m freier CO,. HCO,' and CO," berechnen zu khnen, nach- und Papierfabrikcn Ewald Schoeller ((r Co.: ,,Eigncl sicir das
dem einmal die AktivitAtskoeffizienten dieser Verbindungen P-Vc*fdrsn xur Unsch&iluhmachicng von Sulfitsch1emf.w in abfiir Seewauqer bestimmt worden Yind; die Kohladlnre ist in wasseritxhnischer HinsicM?"
der 1. Stufe eine etwa 3md, in der 2. Msaoziationsstufe eine
Vortr. machte mn&chst allgemeine Angaben iiber den -4betwa 30mal &Arkere S8ure als bei unendlicher Verdhnung. laugenanfall, die Zuaammensetzung der Ablauge, die AblaugeIn der gebundenen KohlenSBure besitzt das Meer einen verwertung und fiber biologische Abw-ahren,
ungeheuren Vorrat an Kohlwtoff*), der dem p f l d c h e n das Tropfkiirpersystem und das Belebtschlamtllverfahren. I%
Plankton zur Assidlation zur Verfiigung steht. Dieser Rdch- wurden die zun8chst im kleinen voqenommmen Laboraium \*or allem an Bicaibonationen Mim Lade der geologischen toriumsversuche geschildert, Sulfitschlernpe mit dun BelebtZeitrAume durch VerWitterung tlllhhllrffger Cateine mit dcn schtammverfahren unter Zusatz von NAhrsalzen, insbes. PhoePliissen ins Meer gelangt. Der Anreichmg dcr gebundenen phaten (daher der Name P-Verfahren)'1 biologisch ahbauen.
C 0 3 wurde durch das L6slichkdtsprodukt des CaCO, eine Nach den Laboratoriumsafahrungen wurde d a m eine 28 mJ
Grenze gesetzt, die allerdings infolge der Neigung dea CaCO, fassende Versucheanlage aufgebaut, deren Wirkungsweise einzu iibersattigten I.&ungen ~ l l t pTeil erheblich fiberacMtten gehend geschildert wurde. Die Versuche, z. T.in Verbindung
worden ist. Gleichgewicht zwischen Zufuhr und Ausscheidung mit dem Fld3wasser-Untersnchungsamt Breslau, hAtten zu
von CaCO, (mit und ohne 3ditwirkung von Organismen) ist einem befriedigenden Ergebnis nicht gefiihrt.
sei insbes.
erst bei dem heutigen Zustand erteicht, bei dem wir Sgttigungs- nicht gelungen, den schaam w i r b zu
d a mitgrade bis zu 250 % an der MeeresoberflAchein den warmen unter die ReaktionsrAume a d U t e . Auch d e n die AnlageZonen finden, wAhrend in der Tiefe annahemd Sgttigangs- kosten verh&UtdsmUig hoch. - Entsprechende Versuche in
glcichgewicht mit dem Bod&-.
den CaC0,-Schalen, lwnigsberg van Lietke htitten zu einem Bhnlichen Ergebnis
herrscht. die den 'l'iefseebaden bedecken.
gefiht.
Me Intensitat der Stoffproduktion im Meere, die auf der
AnschlieDmd ergriff Mpl.-Ing. Yeyer, Lelter des
Entwicklung des pflanzlichen Planktona basiert, wird nicht Breslauer FluBwasser-UntersuchungsamersuchuDRsamtes. von dem das Verdurch die zur Asshilation zur VerMgung stehende CO,-Menge fahren im wesentlichen h a r o M . das Wort. Seiner Meinung
begrenzt, sondern durch andere lebenawichtige Bausteine des nach w&en die Ausdchten des Verfahrens erheblich gliastiger
Protoplasmas, Phosphor und Stickstoff. Da Phosphate and als geschildert. insbes. kame man voraudchtlich mit erheblich
N i t r a t e nur in Konzentraffonen von 0,001 bis h6chsten.s kldneren und daher wohlfdkren Anlagen aus. Es sd keine
0 , O S m g P/1 bzw. 0,5mg N/l vorkommen, werda sie von
Frage, da13 es gelingen wiirde, der Schaunuchwierigkeiten
allen notwendigen Stoffen zuenst verbraucht. Die pflawn- Herr zu w d c n .
produktion geht daher nur in dem Ma& vor sich, als P- und
N-Verbindungen aus den mehrere tausend Meter machtigen Berliner Bezirksfpuppe.
Tiefenschichten, in denen sie angereichert sind, in die Ober- Berlin, den 17. Mgrz 1938.
flachenschichten gelangen. wo dann das L%nnenlicht die h i Dr. M.Liidtke, Sorau: ,,Die Bcstimmung des Fasermilation erm6glicht. Bei den Diatomen, einer der wichtigsten gehalSs von S n r t f a s e @ ~ ~ . ' '
Planktongruppen, kann auch die zum Aufbau ihrer Schalen
Vortr. bespricht falgende Methoden: 1. nic Abriistung;
notwendige KieselsAure, deren Honzentration im Seewasser
2.den chemfechen AufschluR; 3.die mechaaische Faseretwa 0,05--1 mg Si/l betrw, als prodnkffons-der
Errtholzungsmaschinm; 4. die ReiB
Faktor wirken. Wieweit das auch f u r das zur Asshilation ausarbeitung
niitige Eisen gilt, ist noch nicht geklatt. Da das Seewasser priifung; 5. die d k m b p k h s a p h i s c h e Methode. In der
extrem arm an geltieten Eisenverbindungenist (etwa 0,001 mgfl), Praxis wird meist die Methode der AbrBstung benutzt. S k
iiber Langfaseranteil und Wcg.
mu13 das Plankton seinen Eisenbedarf aus ungel&ten Teilchen gibt nicht nur Auf&uB
sondern auch iiber die WtAt der Fasern und kann,auf EinzelTon Eisenhydroxyd u. A. decken.
stengel angewandt, zur Kontrolle von Ziichtungsversuchen
Auf Vorkommen und Bedeutung anderer in sehr
dienen. Die Bestimmung dauert zwar 1
Zeit, iet aber
Menge vorhandener Elemente, Wie Sr, Mn,Zn, F, J, As kann bisher durch k&e andere zu eraetzen. - Der chemische
nur hingewiesen werden. Kupfer und Vanadin sind fiir die- AufschluQ durch Kochen mit verdiimter Natmatoolgc
jeiiigen Meetestiere lebtmnotwendig, in deren Blut sie das ermijglicht Auseagen iiber den Gesamtfaeegehalt, a k r nur
Eisen des Hamoglobins ersetzen. Kupfer scheint eine wichtige bedingt iiber den techidten Wert.
Die Methode der
ph7siologkhe Rolle im bfeere zu spielen. So setEen dch die mechanischen Fasergewinnung d d Enthalnmgsfrri schwebenden Larven der Aastern nur dam zur Ausbildung maschinen besitzt im Hinblick anf die Grihflachsgewtnmmg
cler eigentlichen Austernmuschel fest. wenn das Seewasser
9 Jahrbuch vom Wasner 8. I. S. 126. Noh.Mmnw n. Fronrks.
4) Vgl. hiFrzu auch Nodduck. ,,&r Kahlmrtoff i
m Hauahdt VersuAh; zur Dutchfiihrun~des ~ e l e b b c h l a m m v e r fbd
~ gewerblichen AhwiCsseni.
der Sntur", diese 2t.whr. 50, 505 119371.
-
A a#eeandIr C h r m i r
S 1.Jn hrq. I 93 R. .Y r. 18
2c I
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