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Deutsche Gesellschaft fr Holzforschung Stuttgart.

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GDCh-Ortsverband Munster und Gesellschaft fur Medizin
und Naturwissenschaften
Deutsche Gesellschaft fur Holzforschung, Stuttgart
Uii~~Clclorl,
811130. 11.-1. 12. 1950
Es wurde auf die Xotwendigkeit der Holzforschung hingewiesen und
die Bitte ausgesprochen, daB auch von seiten der am Holz interessierten
Industrien Geldmittel zur Fortfiihrung der Forschungsarbeiten bereitgostellt wcrden. Die Deutsche Gesellschaft fur Holzforschung moge ferner
zwischen den derzeitigen Tendenzen nach scharfster Holzeinsparung und
iibertriebenem Holzverbrauch eine vermittelnde Rolle einnehmen.
Dezeiiihcr 1950
H A L D A N E , London: Genetik und Biochetnie.
Vortr. ~ t e l l t edie Probleme heraus, die seines Eraelitens von Biochemie und Genetik geineinsam gelijst werden kiinnen :.
Was bewirken d i e G e n e , welches ist ihr Wirkungsmechanisrnus, was
sind sic und wie erfolgt ihre Selbstreproduktion?
Die Erforschung der Genetik der Pilze untersucht das WachsC L L R I G I I , Stuttgart,: Ilioloyie des Iiolzes iin ilinblick auf seine
tuni von Pilzmutanten auf Xinirnalnahrboden, denen die vermuteten lechnisclre Nulzung.
Zwischenprodukte des Stoffwechsels lebensnotwendiger NahrungskomAls Moglichkeit z u r i’erbesscrung der Iiolzversorgung wird auf die
ponenten zugesetzt werden. Nan konnte so fiir einige Pilzarten ( N e u - IIolzpflanzen-Ziichtung hingewiesen, wobei eine Verringerung der Varospora crassa, Ophioslomu) u. a. den komplizierten Weg des T r y p t o - riationsbreite unserer IIochzuchten dringend erwiinscht ist. Da die A r y h a n - S t ~ f f w e c h s e l s ~aufkllren.
)
Arbeiten von Bonner, Leim, .Witbeiten sehr langwierig sind, konnen sic nur von staatlichen Stellen durchchell, N y c und anderen zeigten, daB einige Mutanten unbedingt Trypto- gefiihrt werden. Auvnahmen sind einige Laubhblzer wie Pappel und
phan selbst henotigen, andere jedoch auf Anthranilsanre, Nicotinsaure Weide, die durch Stecklinge vermehrt werden kiinnen. Durch Ziichtuiip
oder Kynurenin2) wachsen kijnnen. Ein Ferment, das Tryptophan aus p o l y p l o i d e r P f l a n z e n ist einc weitere Steigerung der Wiichsigkeit
Indol und Serin herstellt, wurde bisher nur aua normalem Myeel isoliert.
und der Holzausbeute miigljeh. Drrartige Pflanzen stellen aber a n den
Huskins und Mitchell atellten einen Tryptophan-Cyclus auf, dessen Hoden erhohte Anforderungen, so daB sie nicht allgemein angebaut werIIauptproduktc neben Tryptophan Anthranilsaure und h ’ i ~ o t i n s l u r e ~ ) den konnen. Bei der Nutzung des Holzes miissen mehr als hisher.die
sind. i\hnliche Untersuchungen liegen fur Arginin, Methionins) und die biologischen Grundlagen der Holzfestigkeit beachtet werden, da das IIolz
Purinbaseri vor.
such statisch nur als Ganzes hetrachtet wprden kann. So iiit I . R. IliindEinige der eigenen Arbeiten des Vortr. besohaftigen sich rnit der Ge- Iiolz hinsichtlich Frstiglwit deni Kantholz stets iiherlcgrn.
netik der A n t h o c y a n e und A n t h o x a n t h i n e (Flavone, Flavonole,
K l S S E R , Wien: D i e Bedeufung biologischcr ffOkforSCh7Lng fiir die
Ruteine). I3ei Lnfhyrus odorulus z. B. kennt man heute 13 Parben-Gene.
WOhrend einige die Bildung von Paonidin oder Pelargonidin bewirken L a w n y holztechnologischer Frageii.
(je mehr freie OII-Gruppen in der Anthocyanmolekel vorhanden sind Vortr. berichtet iiber die Bodeutung der V e r h o l z u n g auf die mesowohl phenolische a13 auoh im Zuckerrest be5ndliche - desto mehr ~ e r - chanischen und chemischen Eigcnschaften des IIolzes. Zum Sachweis
schiebt sich der Farbton von rot nach blan), ergehen andero Gene eine dcr Verholzung h a t sich von den vcrschiedenen bckannten Reaktionen
Verandcrung des p H des Raftes der BlPtenblatter von 5.93 auf 5.34. diejenige mit Chlorzink und Jod a m besten geeignet. Bisher noch nieht
Wieder andere hemmen die Bildung von Anthocyan, steigern dagegen die geniigend bekannte Eigenschaften des IIolzes werden erklarbar, wenn
Anthoxanthin-Produktion. Die Anthoxanthine konnen die Rolle von die Unt.erschiede im Vcrholzungsgrad genauer beachtet werden. Daxu
sog. K o - p i g m e n t e n (Robinson) spielen: sic bilden mit roten Antho- gehort u. a. die Imprignierharkeit dcs Holzes sowic der AufschluD durch
cyanen einen purpurfarbigen Komplex. Die Bildung einer blauen Blii- chemischr Xittel. Auch die mechanischen Eigenschaften wie Schwintenfirbung wird wahrscheinlich durch das Zusanimenwirken aller drei dung hangen weitgehend vom Vnrho1zungsgra.d ah.
qenannten Gene gesteuert. Rei Lathyrus odoratus wcrden sowohl AnthoJ A Y M E , Darmst.adt : Die H e d e u f u i t ~ e s Z z c g h o l z u n t e i l s i ~ r P ~ p ~ e l h o l z e r i f .
cyane als auch Anthoxanthine aus ciner gemeinsamen Vorstufe gebildet,
Vnrtr. zeigt, daB Pappelholz unter Umstanden sehr erhebliche Menzu deren Synthese jedoch ini Gegensatz zu anderen Pflanzen ktin besonderes Gen erforderlich zu sein scheint. u b e r die GenPtik des Glycosid- gel1 an Zugholz enthaltcn kann, das sich durch einen wesentlich hoheren
C e l l u l o s e - A n t e i l , durch h6here Dichte und durch andere mechanische
ltestes in den Anthocyanen ist noch wcnig bekannt.
Eigenschaften vom Normalholz unterscheidet. Pappelholz mit hoheni
Interessante Ergebnisse in der Erforschung der r n e n s c h l i c h e n
G e n e t i k brachten Untersuchungen iibcr die sog. SichelzeIlen-.4n&mie Zugholz-Anteil liefert daher hesonders hohe Cellulose-Ausbeuten. Bei
dcr Seger. Das diem Erkrankung hervorrufende Gen scheint in die der Verarbeitung. insbes. heini Sehalen verhalt es sieh aber ungiinstiger,
da das Zngholz meist einseitig im St,anim auftritt. und dahcr ungleichSynthese der Globinkomponente des Rlutfarbstoffs einzugreifen, und
zwar a n einer Stelle der Globin-molekel, die nahe an der Haniin-Kom- miilligc, welligo Furniere IieferL
a11118.
ponente liegt.
Wahrend man iiber die Genetik der Pernieabilitit der Spinndriise
des Seidenspinners (Bombyz nfori) durch Arbeiten vnn Jucci und Mitarbeitern unterrichtet ist, fehlen entspr. Ergebnisse noch weitgehend heziiglich der Perrneabilitat der menschlichen Niere, iiber die viellcicht gewisse Nierenerkrankungen, wie das soy. Panconi-Toni-Syndrom, bei deni
Aminosauren i m ITarn ansgesehieden werden, Aufsehliissc ergrben kBniicn.
M.
[VB 3541
Medizinisch-Naturwissenschaftlicher Verein Tubingen
Dezember 1950
E . B uNh’1SG, Tubingen: Problenre der .~rrhres~eriodizitiil
bei d e n
Pflanzen.
Uestimnite jahresperiodische VorgLnge hei den Pflanzen (z. I<. Lauhfall und Lauberneuerung) besitzen endogenen Charakter, d. h. sie laufen
auch bei gleichmiBigen AuBenbedingungen (Tropen) weiter, und ihre
Hhythmik stimmt. dabei nicht rnit dem Verlauf des astronomischen Jahres
iiberein.
Der physiologische Mechanismus der endogenen Rhythmik ist noch
ungeklart. Eine Deutung durch das Zusammenspiel von Stoffwechselprozessen, etwa durch cine allmahliche Anhiiufung von Assimilaten, ist
nieht moglich, denn die Rhythmik lauft aueh bei volliger AasschlieDung
des Stoffwechsels, z. H. in t r o c k e n e n S a m e n , wcitcr und auBert sicli
bei einigen Arten in jahresperiodischen Schwaiikuogen der Keimfahigkeit. Es l i B t sich zeigcn, da13 diese Jahreerhythmik in t.rockenen Sarnen
der gleichen physiologischen lriatur ist wie der Rlipthmus mehrjahrigcr
Pflanzen: Ein Same beginnt rnit einer Phase der Aktivitatsperiode, d. h.
einem Grad der Keimfihiqkeit, der der Phase der Aktivitatsperiode der
Yutt.erpflauze i m Zeitpunkt der Sanienreife entsprieht. An Sanien solcher Arten wurden Versuche vorgenommen, uin die Natur der inneren
Rhythrnik zu erforschcn. Die Periodenlinge, namlich die IJauer von
12 Xonaten zwischen 2 JIaxima der Keimfahigkeit, ist innerhalb der
Grenzen der Meflgenauigkeit unabhangig von der Temperatur; die innerc
Rhythmik verlauft bei -ZOO ebenso schnell wie hei -!-5O0. Auch der
Feuchtigkeitsgehalt der Samen hat keinen Einflufl auf die I’eriodcnlangc.
E:bensowenig konnte Fine Beeinflussung durch die Aufbewahrong in 0 , ,
N, oder C 6 2 gefunden werdcn. Die Rhythmik lauft auch writgehend
unverandert weiter, wenn die Sanien unmittelbar nach der Ernte, also
vor der Lagerung, starken schadigenden Einfliisscn, z. H. kurzzeitiger
cxtreni hoher Temperatur, ausgesetzt werden, wodurch ein hoher Prozentsatz der Samen sehon abgetotet wird. Die iiberlehPnden, nur gesehiidigten Samen zeigen weiterhin den rhythmischen Verlauf der Keimfahigkeit. Somit lie13 sic11 bisher kein Einblick in die physiologische Nat u r der Selhststeuerung dieser Rhythmik gewinnen.
H . [VB 2511
1) Vgl. diese Ztschr. 61, 1 , 352 [1949], 62 171 11’3501.
8 , Cgl. ebenda 68,371 [1950].
V g l . ebenda 6 2 , 543 [19501.
uiii 4.
98
M A Y E R - W E G E L 1 9 , IIann.-Miinden:l)us Holzgefii.ge in1 Jnhrririg und die Bestirniiiuttg des Friih- und Spatholzanteils.
Es wird gczeigt, wie man mit eineni mechanischen IIartetaster, der
init einer gewiehtsbclasteten Nadelspitze arheitet, durah Bestimmnnp
des Spatholzanteils zu einer Hewertung des Holzes kommen kann. Die
so erhaltenen Harte-Diagramme sind f u r jede Holzart charakteristisch,
und bei einzelnen IIolzarten ist es moglich, aus ihrem Verlauf gewissc
Riickschliisse auf die Qualitat des Holzes - z. B. milde Furniereichen zu ziehen. Die Priifung ist aucli an Bohrkcrnen moglich und kann z u r
forstlichen Beatimniung des Holzertrags herangezogen werden.
R I -V(;, Signiaringen: Fichtenrotfiii~le,ProbZenie der Prazis untl A u f guben fibr die Forsehung.
Vortr. weist auf die gro13e Bedeutung der Fiehtenrot,faule hin, die als
chronischer Schaden in vielen Revieren auftritt und, v o n auflen unbenierkbar, zu groBen Wertminderungen fiihren kann. Diese durch Kernfaule-Pilze wie z. ‘H.Fomes aqnosus hervorgerufene F a d e fiihrt zu einer
durchschnittlichPn Wertminderung r o n 10-13 % des gesaniten Fichtenholzea. Auf die Notwendigkeit einer Friihdiagnose wird hingewiesen. Resonders aussichtsrcich erscheinen Schall- und Ultraschall-Gerite, uni
deren Ausarbeitung die einschligige Industrie gebeten wurde.
W E B E L T , 1)iisscldorf: Iiolz i i n Wettbecuerb mit nnderen Bau- 14nd
Werkstoffen.
Vortr. erscheint trotz steigendrr Bautatigkeit der Bedarf der Bauwirtschaft an Holz auf lange Zeit gesichert, wenn wie bisher die besseren
Qualitaten eingefiihrt werden. Voraussetzung sei, daD das Gefiige der
Holzwirtschaft nicht durch IIolzanwendungeverhote, Sparerlasse oder
unsinnige Versehwendung an a.nderer Stelle geatort wird. So wird c8
auch moglich sein, den sehr hohen Ihdarf des Bergbaus zu hefriedigeii,
da es sieh hierbei uni S0rtiment.e handelt, die sonst hiichstens zur Cellulose-Herstellung herangezogen werden konnten. Auch die Verwendung
des IIolzes fur IiBlzerne Bahn- und Grubenschwellen erscheint auf langr
Zeit gesichert. Rei echter Konkurrenz, betont der Vortr. - soweit es sich
um normale Bauten mit nicht allzu groflen Spannweiten liandelt -, sei
Holz naelr wie vnr dcr giinstigste Werkstoff fiir Decken, Daeher sowic
FuDboden.
S C I i E M P P , Stuttgart: Erforderliche lloZzschzctznia~nahme11~~e~i
in1
Hauwesen und bei underen Wirlschaftsgebielen.
Die Gleichwertigkeit des Holzes mit anderen Baustoffen ist nur dann
gegeben, wenn dem Holzschutz geniigende Beachtung geschenkt wird.
Aufklarung der Architekten und Bauunternehmer erscheint notwendig.
Es wird auf die Moglichkeit hingewiesen, Holzschutz a19 Lehrgegenstand
in samtlichen Pachschulen aufzunehmen. Gleichzeitig wurde angeregt,
den sog. Holzschutzmeister a18 handwerklichen Beruf zu begriinden.
P.
[VB 2531
drcgezc. Chetti. 163. Jnhrg. 1951 N r . 1
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