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Deutsche Gesellschaft fr innere Medizin. 52. Tagung vom 6.Ц9. Mai 1940 in Wiesbaden

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Rundschau
zu senken und auch andere zur Verfiigung stehende Grundstoffe
zu verwenden, wie dies z. B. schon mit den Apfeltrestern geschieht.
Es ist in Aussicht genommen, im Laufe von 1-2 Jahren etwa
2.5-3
Mio. 1 solcher. wenn moglich verschiedener Getranke zu
erzeugen, und die Erzeugung in kiirzester Frist auf das Zwei- bis
Dreifache zu steigern. Bei Bewahrung eroffnen sich auch f i i r die
Zeit nach dem Kriege fiir diese Getranke die grollten Aussichten,
da ein ausgesprochenes Bediirfnis besteht und alle in Betracht
kommenden Dienststellen des Staates ihre Verbreitung mit allen
Rfitteln fordern werden.
(33)
Die Reichsanstalt fiir Tabakfomchung
in Forchheim-Karlsruhe
hat einen T a t i g k e i t s b e r i c h t herausgegeben. Er enthalt u. a.
einen Aufsatz des Leiters, Prof. Koenig, iiber die Entwicklung und
Eiiuichtung der Reichsanstalt von ihrer 1927 unter dem Namen
,,Tabakforschungsinstitut fur das Deutsche Reich" erfolgten
Griindung bis zum Jahre 1939, in welchem iiber die einzelnen
Aufgaben, wie Boden-, Samen- und Pflanzenbehandlung, Sortenziichtung, Tabakkrankheiten, Verarbeitung der Tabakblatter u. a.,
und eine Reihe von Sonderaufgaben berichtet wird. unter letzteren
solche iiber die Verwertung der Tabakstengel und -bliiten und
Studien iiber die Chemie des Tabaks. So konnten die Verfahren
zur Bestimmuug des Nicotins wesentlich verbessert werden, und
Untersuchungen iiber Zuckerarten, Pektin, Seuren und Farbstoffe
des Tabaks haben fiir die Verbesserung der Tabakqualitat giinstige
Ergebnisse gezeitigt. Ein Verzeichnis der Veroffentlichungen der
Reichsanstalt in den Jahren 1927-1939 und der Doktoxdissertationen, die im gleichen Zeitraum in Verbindung mit deutschen
Hochschulen ganz oder teilweise an der Reichsanstalt ausgefiihrt
wurden, ist angefiigt.
(a41
Die Tierarzneischule in Berlin
zu deren Griindung seinerzeit Friedrich der GroDe den AnstoD ge-
geben hatte, feierte am l . Juni ihr 150jahriges Bestehen, nachdem sie
1887 in die Tierarztliche Hochschule umgewandelt worden ist. (16)
'1 E'. 0.M. Eirz 8 . E . 0.Schenck, Hauptamt f. Tolksgesundheit der NBDAP., ,,Qetriinke
iw dm deutsche VOW', Die Qesundheitrdiihrung 6, 186 [19401.
Dentsdm Oesellschaft f?ir innere Medizin.
52. Tagung vom 6.-9. Mai 1940 in Wiesbaden.
Schenk, Miinchen: Die Bedelclung der EiweiSsloffe /ur die
Stof jweclaseluorgiingel).
Das EiweiD ist kein ,,Zustand', sondern ein ,,Vorgang", d. h.
die einem jeden Teil eines lebenden Organismus eigentiimlichen
Eiweihtoffe sind innerhalb einer gewissen Spanne veranderlich.
Diese Verhderung erstreckt sich auf die Aminosaurekomplexe und
wird kenntlich in Verschiebungen der Anteile an den verschiedenen
Aminosauren. Eine einheitliche charakteristische Konstitutionsformel etwa fur Albumin oder Globulin gibt es nicht, die SerumAlbumine sind zu verschiedenen Zeiten trotz gleichen physikalischchemischen Verhaltens verschieden aufgebaut. Vortr. h a t zur Stiitze
seiner These in den letzten Jahren etwa 4000 ein,zelne EiweiDstoffe
auf ihren Gehalt an den wichtigsten Aminosauren analysiert. Diese
Eiweihtoffe stammten von etwa 20 verschiedenen Tierarten und umfafiten vergleichend von den Wiirmern bis zu den Warmblutern die
verschiedensten Organe und Gewebe. Ferner wurden an etwa
70 Menschen die Proteine von iiber 330 Organen untersucht. - Nach
A. KosseZ bestehen die im Sperma reifer Fische vorhandenen Protamine (Salmin, Clupein) vorwiegend aus Hexonbasen (Arginin,
Lysin, Histidin). wiihrend die Monoaminosauren stark zuriicktreten.
Wiihrend der Reifung der Lachs- und Heringstestikel werden Salmin
und Clupein allmiihlich aus normalen EiwdDstoffen umgebildet.
Bei diesem Vorgang entstehen charakteristische Zwischenprodukte:
aus den zuerst nachweisbaren basischen Peptonen durch Entfernung
von Lysin ein Histon, aus diesem durch AbstoQen von Monoaminosauren ein Triprotamin (enthalt alle drei Hexonbasen). dann durch
Ausscheiden von Lysin oder histidinhaltigen Eiweillkomplexen die
betreffenden Diprotamine, nun durch Abspaltung von Histidin oder
Lysin das Monoprotamin (mit Arginin). Aus diesem tritt zuletzt
die Monoaminosaure Tyrosin aus,und die Endstufe dieses Entwicklungsganges ist erreicht. Beim reifen Karpfen a t h a l t e n die
Testikel eia Triprotamin, beim Stor ein Histon, bei anderen Gattungen
die verschiedenen Diprotamine. In den Spermatozoen anderer Tiere,
besonders der Warmbliiter, konnten ahnliche Eiweibtoffe bisher
nicht gefunden werden. - Beim Studium der Entwicklusg des
Hiihnchens wurde am 7. Bebrutungstage im Embryo ein hoher
Hexonbasen- und Histidingehalt festgestellt. Am 9. "age sinkt der
Histidingehalt bei unverandertem Arginin- und Lysingehalt. Eine
erneute Zunahme der Hexonbasen am 12. Bebrutungstage wird in
a)
Vgl. a. Feliz, Die Struktur dwi EiweiDes als Grundlags !ltr Bein physiolcgiechm Verhalten, diese Ztschr. 51, 540 [1938].
Angewandle Chemte
53.Jahrg. I g 4 0 . N r . 3 l / S e
-
Veraammlungeberichte
starkstem MaDe allein durch das Histidin verursacht. d a Lysin und
Argintn zu gleicher Zeit absinken. Mit dem nun einsetzenden enormen
Grohwachsturn sinkt der Hexonbasengehalt um 9% des Gesamtstickstoffs, wovon 7% allein auf das Histidin, je 1% auf Arginin und
Lysin entfallen. Dieser Histidinabfall halt bis zum Schliipfen des
Kiikens an. m i c h e Ergebnisse wurden bei der Untersuchung der
Entwicklung von Forelle und Frosch erhalten. Ebenso gab die Untersuchung einer Reihe von menschlichen Foeten ganz ahnliche Beziehungen zwischen EiweiBbau, Massenzunahme u n d
W a c h s t u m s besc h l e u n i g u n g . Charakteristische Verschiebungen
treten auch bei Cystin. Tyrosin und Tryptophan auf. - Das Globin
zerfallt bei der peptischen Verdauung im Verhaltnis 7 : 3 in zwei
basische Peptonkomponenten, von denen die eine durch hohen Lysinund Histidingehalt. die andere durch hoheren Arginingehalt charakterisiert ist. Der Anteil dieser Peptone am Gesamteiweifikompkx
ist groden b d e r u n g e n unterworfen. - Die Carcinome werden wegen
ihres starkeren Wachstums und verschiedenen Iihnlichkeiten in1
Zellstoffwechsel mit dem foetalen Gewebe in Beziehung gesetzt.
I m Bau der Eiweihtoffe beider Gewebe lassen sich jedoch keine a n lichkeiten nachweisen. So fehlt gerade der hohe Hexonbasen- und
Histidinanteil des Hiihnerembryos im ganz jugendlichen, maligne
wachsenden Rous-Sarkomgewebe. Noch deutlicher werden diese
Unterschiede bei Chorionepitheliom und Blasenmolen. - Durch die
V e r f u t t e r u n g b e s t i m m t e r A m i n o s a u r e n laat sich die Z u s a m m e n s e t z u n g d e r GewebeeiweiBe b e e i n f l u s s e n . Durch
den jeweiligen Stoffwechselzustand kann der Bau der GewebeeiweiDe
ebenfalls maagebend veriindert werden. So wurden bei hungernden
Ratten sehr erhebliche Abnahmen irn Lysin- und Tryptophangehalt
rler Proteine festgestellt. Der Organismus scheint sich also nach diesen
LJntersuchunrren unter dem E i n f l u D d e r E r n a h r u n g fortlaufend
umzubaue;
- Die Rontgenbestrahlung stellt ei&n schweren
Eingriff in das Gefolge der OrganeiweiDstoffe dar, der jedoch reversibel ist. 3 4 Tage nach der Bestrahlung sind die gobsten der gcsetrten Veranderungen nicht mehr nachweisbar, wenn auch noch
sicherlich Storungen in der Feinstruktur bestehen. - Die EiweiDstoffe des Organismus sind also stlndig im Umbau begriffen, der
zwar physikalisch-chemisch nicht bemerkbar wird, sich aber sehr
deutlich durch die Verteilung der Aminosauren dokumentiert .
Felix, Frankfurt a. M. : Dynamik des EiweiSes.
Wahrend Art und Menge der Aminosauren eines EiweiDkorpers
relativ leicht zu bestimmen sind, gehort die Aufklarung der Anordnung zu den schwierigsten und miihsamsten Aufgaben der EiweiDchemie. Sie ist erst bei einem EiweiDkorper, dem ClupeinP), einigermallen gel&&. Es besitzt ein Molekulargewicht von 4470 und besteht
aus nur 33 Resten von 6 verschiedenen Aminosauren. Das Globin
enthglt 576 Arninosgurereste. - Die Anordnung der A&osauren
in den Proteinen erfolgt nach einem bestimmten Bauplan. Die
lebensnotwendigen Aminosauren scheinen a n einer leicht zuganglichen
Stelle im EiweiDmolekiil zu stehen, aus der sie sofort bei Bedarf
herausgeholt werden konnen. Das OrganeiweiD h a t vermutlich keine
streng konstante Zusammensetzung, sondern scheint sich unter den1
EinfluD des Stoffwechsels und auch VOII Krankheiten zu andern.
So sol1 im Verlauf von 3 Tagen 10% des Leber- und 2,5% des MuskeleiweiD neugebildet werden. Urn 1 g Hamoglobin aufzubauen, werden
7-8 g NahrungseiweiB benotigt. Die tagliche Synthese von 5 g
Hamoglobin (Mensch) erfordert also 3 5 4 0 g Nahrungseiweio. fiir
den Fall, dafi die Hamoglobinsynthcse nur aus diesem erfolgt.
Koch, G i e k n : Zwr F r q e der Chmoreceptoren.
Von den am Aortenbogen und a n der Carotistdungsstelle ge'
legenen Chemoreceptoren geht reflektorisch eine c h e m i s c h ges t e u e r t e G e m e i n s c h a f t s r e g e l u n g v o n K r e i s l a u f und
A t m u n g aus. Wahrend es sich bei den von den Pressoreceptoren
ausgehenden, physikalisch gesteuerten Reflexerfolgen im Endergebnis
immer um Hemmusgen handelt, werden von den Chemoreceptoren
aktivierende Erregungen geliefert. Fiir die Blutkohlensaure lie6
sich nachweisen, daD sie bereits innerhalb der physiologischen Werte
einen t o n i s c h e r r e g e n d e n E i n f l u D auf d a s A t e m z e n t r u m ausubt. Zu einer direkten Reizung des Atemzentrums kommt es erst,
wenn die C02-gonzentration im Blute wesentlich starker ist als in
der Norm. Physiologische Erregung und direkter chemischer Reiz
des Zentrums sind also grundsatzlich zu unterscheiden. Unter
physiologischen Bedingungen ist nicht, wie die klassische Atemtheorie annahm, das Zentrum ,,Fiihlorgan" fur den Blutchemismus,
sondern es handelt sich um Reflexerfolge von Seiten der Chemoreceptoren. Die bei groDen Beanspruchungen geforderte gemeinsame
Aktivierung von Kreislauf und Atmung, die bisher vielfach auf
sog. Mitinnervationen bezogen wurde, scheint vorzugsweise auf den
aktivierenden Reflexerfolgen der Chemoreceptoren zu beruhen. Auch
bei H y p o x a m i e kommt es zur Erregung der Chemoreceptoren.
Die bei 0,-Mangel regelmaDig auftretende Steigerung der Atemtatigkeit fehlt vollig, wenn die Chemoreceptoren ausgeschaltet sind.
Aber die Blutgase konnen nicht das einzige Verbindungsglied zwischen
Gewebmtoffwechsel und der Tatigkeit von Kreislauf und Atmung
sein. d a die Chemoreceotoren auf der arteriellen Seite Uegen. Neuere
') FeZ'eliz, dime Ztschr.
63, 464 C19391.
373
Versanimliingsberichte
Untersucliungen liaben ergehen, daO in den Geaeben, vor alleni in
der tatigen oder ungeniigend mit Sauerstoff versorgten Muskulatur,
ein aktivierender TYirkstoff gebildet aird, der die Chenioreceptoren
erregt. D i e Gewebe s i n d es a l s o , d i e i m B e d a r f s f a l l e
Kreislauf und Atmung reflektorisch alarmieren.
Ratschow, Halle: Z w rcngebliehen Gi/tigkeit der oestroycir
wirksamen Stoffe clzls der Stilhenreihc [ D i i i / h . y l d i o ~ y s t i l b e n ] ~ ) .
Das Amer. Council of Pharmacy hat die therapeutische VexKendung der oestrogen wirks;iiiim Stoffe ails der Stilbenreihe wegen
moglicher Schadigungen vorerst ahgelehnt. Dieser Beschlulj stiitzt
sich einmal auf Tierversuche, in denen iuit unphysiologisch hohen
Dosen verschiedene Organschadigungen, vor allem aber Lebernekrosen erzielt wiirden, ferner auf klinische Berichte, nach denen
das Mittel vor allem bei peroraler Gabe unvertraglich ist. In eigenen
Tierversuchen wurde nachgewiesen, daI3 die angeschuld$tcn Schadigungen nicht durch die Hornione oder ihre Ersatzstoffe bedingt
sind, sondern durch das Losungsmittel Sesaniol. Sie treten nur auf,
wenn iiber langere Zeit hohe oldosen gegeben werden. Lebernekrosen wurden in diesen Versuchen weder mit hohen Oestrondosen,
noch mit hohen Diathyldioxystilbendosen, noch rnit reineni 0 1 erzielt. In ausgedehnten klinischen Untersuchungen wurde festgestellt,
dal3 die gelegentlich auftretenden Erscheinungen von Seiten des
Magendarmkanals auf einer Schleimhautreizung des Magens beruhen.
Wahrend. die Naturstoffe weder bei parenteraler noch hei oraler
Gabe die Magensaftsekretion beeinflussen, lassen die Stilbene sowohl
die Sekretion als auch den Sauregehalt deutlich ansteigen. Das
Diathyldioxystilben kann ohiie Bedenken in der Therapie verwendet
Rerden, es ist aber nicht in allen biologischen Reaktionen den Naturstoffen wirkungsgleich.
Prigge, Frankfurt a. M. : Akticv Sc7~utziinpju.nggegen Bacilleiiruhr').
Die Ergebnisse langwieriger Untersuchungsreihen lassen erkennen, dal3 niit Impfstoffen, die nach dem ETA-Prinzip (EndotoxinToxin-Aluminiumhydroxyd) hergestellt sind, sowohl im Tierversuch
als auch beini Menschen eine immunisatorische Umstiniriiung gegeniiher den Giften der Ruhrbacillen (Shiga-Kruse) erzeugt werden
kann. Diese Unistirnmuiig konimt darin Zuni Ausdruck, dalj geiinpfte
Versuchstiere das Doppelte der bei normalen Individuen sicher
todlich wirkenden Giftmenge vertragen. Beim Menschen konnte
durch serologische Untersuchungen gezeigt werden, dalj im Blut der
Geimpften s p e z i f i s c h e Schutzstoffe auftreten. Die Impfstoffe
konnen so zubereitet werden, daO sich die Impfreaktionen, die zur
Erreichung der Umstimmung in Kauf genommen werden miissen,
in gut ertraglichen Grenzen halten. Einer allgemeinen Einfiihrung
der ETA-Impfstoffe diirfte daher nichts mehr im Wege stehen;
wenigstens ist schon in nachster Zukunft mit der Erprobung in Massenimpfungen zu rechnen. Ob die mit den Impfstoffen erzielbare Unistimmung geniigt. um einen voll wirksamen Schutz gegeu Bacillenruhr zu gewahrleisten, mu13 die weitere Priifung zeigen. Ein abschlieI3endes Urteil wird mir auf Grund ausgedehnter klinischer Erfahrungen moglich sein. Eine zweckvolle Prophylaxe der Bacillenruhr ist allerdings nur dann moglich, wenn die Irnpfstoffe eine hinreichende Wirkungsbreite haben. Aus diesern Grunde werden in
Zukunft nur solche Impfstoffe eine Rolle spieleii konnen, die gegen
alle wichtigen Ruhrerreger zu schiitzen vermogen. Es miissen also
konibinierte (polyvalente) ,,Mischimpfstoffe" verwandt werden, die
nieht nur eine Immunitat gegen Shiga-Rruse-Bacillen, sondern auch
gegen die iibrigen Ruhrerreger crzeugen, also Inipfstoffe, die neben
den Antigenen des Shiga-Kruse-Bacillus auch die Antigene der
wichtigsten .,giftarmen" Ruhrbacillen. vor alleni der Flowwr(A-, D-, H- usw.) und Kruse-Sonne-Bacillen enthalten.
meter Serum auf. \Venn 1 ccm Pferdesermn nut 1/30 I.A.E. 10 todliche Meerschweinchendosen zu neutralisieren vermag, erkrankt das
betreffende Pferd trotz intraniuskularer Injektion einer lebenden
sporenhaltigen Tetanusbacillenbouillonkultur nicht, wahrend das
KontrolItier stirbt. Die Empfindlichkeit des Pferdes komtut der
des Menschen gleich, und es darf angenommen werden, daI3 bei vierwochigem Impfintervall niit dem Behringschen Impfstoff auch beim
RIenschen schon ein geuiigender Schutz vorhanden ist. Die mit
Maunimpfstoff (Tetatosoid) Geimpften hatten den hochsten Antitoxingehalt (durchsehn. 0,22 I.A. €?,) hei vierwochigem Intervall. Da die Gasodernerreger nicht wie der Tetanusbacillus am Orte der
Verletzung liegen bleiben, sondern eine schnelle Verbreitung und
Vermehrung ini ganzen Korper erfahren, tritt auch die Toxinbilduug
schneller als bei der Tetanuserkrankung in Erscheinung. Eine
passive Immunisierung mittels Serum kann also bei verdachtigen
Wunden nicht friihzeitig genug einsetzen. Eine aktive Schutzinipfung ist aus diesen Griinden erst recht am Platze. Gepriift
wurde der Inipfstoff der Behringwerke, in deiu die Toxine des
Fraenkel-Bacillus, des Pararauschbrand- und des Novy-Bacillus
durch Formol in Tosoide umgewandelt uiid an A I ( o H ) ~ adsorbiert
waren. Demnitr 11. Scholz konnten eine Iniruunisierung von Kaninchen gegen diese Typen erzielen. Es wurden 58 Leute in Zwochigen
oder in 4- und in 8wGchigen Abstanden 3mal mit je 1 cciti Impfstoff
geimpft. Eine praktisch ausreichende Menge von Antitoxin konnte
bei allen 58 Leuten gegen Fraenkel und Pararauschbrand nicht festgestellt nerden. Nur bei 4 Menschen war eine bemerkenswerte
Antitoxinmenge gegen Novy-Bacillus vorhanden. - M'as die Sehutzimpfung gegen Ruhr aribelangt, so ist es auch heute noch ein nicht
ganz gelostes Problem, einen gegen alle Ruhrerreger gut airksamen
Inipfstoff zu schaffea, der von allen Menschen gut vertragen wird.
1 em3 des neuen Impfstoffs ,,Aldystox" der Behrin erke enthalt
100 nlio. durch Hitze abgetotete Shigo- und E-Ruhr-Kcillen, 5 Mio.
nbgetotete Flexner-, Y- uiid Schmitz- Bacillen. Diese Suspension
ist zii gleichen Teilen nlit einer Shiga-Formol-Toxoid-Losung versetzt. Den Handelsimpfstoff verbesserten Deninilz u. Schullze, indein
sie zuui Shiga-Toxoid Lysate von allen Ruhrbacillenarten zusetzten
und diese IIischung an AI(OH), adsorhierten. Die mit beiden Impfstoffeii erhaltenen Ergebnisse sind folgende : sic vermochteri heide
his 2.1 I . A . E . je Kubikzentimeter Seriini zii crzeugen, iind es ist
aiizunehmen, daI3 cliese Antitoxininenge einen nunrri henden Schutz
gewahrleistet.
s
Pfeil, Leuna : Die gewerbliche bleibeditt!ite Anaiitie.
Als Kardinalsymptom der Bleivergiftung mulj die Bleianamie
angesehen werden. Das I'orhandensein von Koproporphyrin ini
Harn, von vie1 basophil punktierten Erythrocyten im Blut und eine
Erhohung des Blutbleispiegels allein sichern die Diagnose ,,Bleivergiftung" nicht. Fa wird immer wieder beobachtet, da5 die klinischen Symptome der Bleivergiftung (z,B. Bleicolorit) sich erst dann
verstarken bzw. erst auftreten, wenn der Himoglohingehalt absinkt,
auch wenn die oben genannten S y m p t o m schon vorhanden sind.
Die Bleianamie ist immer eine sekundare Anauiie von hypochronieni
Charakter. Von den genannten Syinptomen ist das Auftreten von
Koproporphyrin ini Harn der feinste Indicator. Normalerweise sind
his 60 y/1 vorhanden, hei Bleiarbeitern werden manchmal iiber
Mouate hin Werte von 600-800 y/1 mit Zwischenwerten von 1-2 mg
ohne Anamien beobachtet. Solche Personen sehen gesund aus und
fiihlen sich wohl. Der Blutbleispiegel betragt bei Bleiarheitern
haufig 60 y/100 cms. Hierbei hkufen sich schon die Krankheitserscheinungen. Es werdeii aber anch nicht selten Werte bis 80 y/
100 cma beobachtet. niese Personen sind trotz Auftretens vmi
Koproporphyrin iin Harn und basophil piinktierten Erythrocyten
iiieist bleigesund, hierbei ohne Colorit, ohne Hypertonus 11. a . ni.
Der Blutbleispiegel ist also mit Vorsicht und nur als weiteres Symptom
Kestermann, Marburg : Aktiae Imrtmnisierung gegen Telnn~c.3, zu bevcerten. Fiir den Betriebsarzt ist die Bestimniung des HamoGmbmnd und Dysenterie.
globintiters als beste Methode zur Uberwachung seiner Bleiarbeiter
anzusehen. - Die Erfahrungen haben gezeigt, da13 zwischen BleiDie dureh prophylaktische Antitetanus-Serum-Anwendung ereinwirkungen und Bleivergiftungen, d. h. zwischen gesunden Bleireichte passive Immunitat dauert wegen des schnellen Schwindens
tragern und Bleikranken unterschieden werden muB.
des Antitoxins aus der Blutbahn hochstens 10-14 Tage. Aus richt
veroffentlichten Versuchen von Demnitz u. Scholz geht ferner hervor,
Reichmann, Bochum : Ergmefrische Ergehnime bei Silicosen.
daO schon einige Stunden nach intravenoser Seruminjektion der
l l i t der Leistungspriifung nach Brauer-Knipping wurde an
Antitoxingehalt des Blutes deutlich absinkt. AuBerdem sind anaphy300 Knappen rnit Silicose in allen Stadien festgestellt, daO eine
laktische Reaktionen nicht imnier auszuschalten. Seit langer Zeit
Silicose nach 17 a der 3. Verordnung dann vorliegt, wenn der Priifling
ist schon bekannt, daO diu-ch Einverleibung eines geeigneten Impfstoffes die Bildung kiirpereigenen Tetanus-Antitoxins beini Menschen nicht mehr i n der Lage war, eine Arbeitsleistung von 150 Watt
wahrend 3 min ohne Unterarterialisierung des Blutes durchzuhalten.
bewirkt werden kann. Das durch Formol und Warmeeinwirkung
Die Trager leichter Silicosen aaren hierzu ohne Ausnahme imstande.
aus dem besonders giftigen Tetanustoxin erhaltene Pornioltoxoid
Von den mittelgradigen Silicosen mirden vor allem die sogenannten
wurde zur Anreicherung des antigenen Toxoids nach dein bereits
Grenzfalle untersucht. Etwa die Halfte Ton ihnen, und das gilt auch
bekannten Verfahren an Aluminiumhydroxyd adsorbiert. Insgesamt
fiir die sogenannte Schneeflockenlunge, zeigte keinerlei Insuffizienz.
wurden 92 Manner teils mit dem Tetanusadsorbatinipfstoff der
Auch bei einem kleinen Teil der rontgenologisch schweren Silicosen
Behringwerke, teils mit deni Alauninipfstoff des Anhaltischeii Serumfehlte sie. Beziiglich der Sauerstoffaufnahmeschuld ist zu sagen,
institutes geimpft. 42 Mann konnten vollstandig weiter verfolgt
da5 bei den iintersuchten Silicosen die Erholungszeit selten iiber
merden. I m Durchschnitt wiesen die Geimpften 8 Tage nach der
Zweitimpfung 0,45 Intern. Antitoxin-Einheiten je Kubikzenti- 6-8 min betrug. Kranke, die eIne wesentliche Verlangerung aufwiesen, hatten samtlich Myocardstorungen. Diese Verlangerungszeit
a) Vgl. ~ R Z U den Auf6atz van E: We.w7y. Uber spnt,het.ischeO&rogene, dlese Ztschr.
und ungeniigendes Ansteigen der Sauerstoffaufnahmewerte bei
58, 197 [19401.
steigender Arbeitsleistung sind die erkennbaren Zeichen einer Herz') Vgl. a. Prigge, Babriologie, Immunologie u. Epidemiologie der Bszillenrubr, d i m
ztschr. 62, 407 [1D39].
insuffizienz bei den Silicosen.
3 74
Angrwandls Ohemie
53.Jahrg.lPPO. Nr.31/3,8
Neue Biicher
-
Kohlmann, Oldenburg: tfber zentrale Pneumonie nuch Kalk
stickstoffvergiftung.
Der Verbrauch an Kalkstickstoff hat vor ungefahr 30 Jahren als
kiinstliches Diingemittel und zur Unkrautvernichtung eingesetzt und
sich besonders im letzten J ahrzehnt noch gewaltig gesteigert.
Wahrend friiher in der Industrie zahlreiche Gesundheitsschaden
durch Kalkstickstoff vorkamen, die jetzt durch verbesserte Arbeitsbedingungen fast aufgehort hahen, sind die Schaden in der Landwirtschaft zahlreicher geworden. Das liegt am vermehrten Verbrauch und
auch daran, daB die Schutzmafinahmen in der Landwirtschaft (Streuanzug, Tuch vor hlund und Nase, Schutzbrille, Hande und Gesicht
einfetten, Alkoholverhot I) gar nicht oder viel zu wenig befolgt werden.
- Als Krankheitserscheinungen werden rneist Schadigungen der
Haut und der Augen beschrieben, die sich durch Rotung und Brenneri
bemerkbar machen. Wichtiger sind die Allgemeinerscheiniingen,die
in Atembeklernniungen, Mattigkeit, Erbrechen usw. bestehen konnen.
Voni Vortr. wurden in letzter Zeit mehrere FalIe beobachtet, bei
denen, wie das Rontgenbild einwandfrei ergab, eine zentrale Pneumonie nach Kalkstickstoffvergiftuug vorlag. Der Alkobol spielte in
diesen Fallen keine Rolle. Ini ganzen zeigteu diese Falle einen relativ
gutartigen, wenn auch im Anfang stiirmischen Verlauf, der zu
Riickfallen neigt, schlieI3lich aber gute Heilungstendenz zeigt.
Dauer der Behandlung bis zur Arbeitsfahigkeit etwa 2 Monate. I n
ganz schweren Fallen bei vorhergehendem AlkoholgenuB sind auch
'rodesfalle beohachtet worden. - Es ist anzunehmen, daW durch das
Calciumcyanamid die Widerstandsfahigkeit des Menschen erheblicli
leidet. Tierversuche zeigen, daO Phagocytose und Baktericidie nacli
Einatmen von Kalkstickstoff abnehmen. Alkohol beschleunigt dieseii
ProzeB um ein Vielfaches und verlangsamt die Entgiftung.
Biirker, GieBen : Colorinaetric des Blutfarbslofles ,nit reduziertew
Hiimoylobin.
Das im Jahre 1924 beschriehene Haluoglobinometer zeichnet
sich vor allem durch aurjerordentliche Haltbarkeit des zur Colorimetrie benutzten reduzierten Hamoglobins und die vollig syniinetrische Optik fiir die beiden Lichtbiindel aus, wodurch das Uisungsiiiittel praktisch ausgeschaltet und ein zweiter storender Faktor,
etwa Callenfarbstoff, kompensiert werden kann. Die aus dieser
Zeit staiumenden Vergleichsliisungen wurden nun spektrophotometrisch und spektrographisch in qualitativer und quantitativer
Beziehung eingehend untersucht. Fur das frisch hergestellte reduzierte Hamoglobin wurden mit dern neuen Photometer Leifo folgende
optische Konstanten erhalten : Extinktionsverlialtius in den Wellerilangengebieten 555,5 und 541,5 pp:
E'r/Er = 0,827,
init Schwankungen von 0,82-0.84,
die Adsorptionsverhaltniise
A', = 0,001554 und A, = 0,001283. Mit Hilfe dieser Werte wurde
clas von friiher vorliegende reduzierte Himoglobin vollkommen uiiverandert befunden. Die ,,typische Farbkurve" nach HeiZmeyer war
bei beiden Proben ebeufalls gleich. Auch in quantitativer Hinsicht
waren die Werte dieselben wie vor 16 Jahren. Der Blutfarbstoff in
Form des reduzierten Hamoglohins ist also ein aunerordentlich haltbarer Farbstoff, der dem sauren Hamatin weit iiberlegen ist.
.
Becker-Freyseng, Berlin: N e w Untersuchungen u b w die Einwirkung hochkonzentrierten Sawrsloffs auf den Organisniw.
Langdauernde Versuche iiber die Einwirkung hochkonzentrierten
Sauerstoffs wurden bis jetzt nur am Tier (Plesser u. Orzechowski),
kurzfristige auch am Menschen vorgenonimen (Anthony, Retzlaff).
Diese ergaben zwar wichtige Einblicke in die Umstellungsphase des
menschlichen Organismus auf hohe Konzentrationen, sie erlauben
aber keinen endgultigen SchluB auf die Folgen langdauernder 0,Einwirkung. Die zusammeb mit Clamann. M a r k c h u x und Liebegott
unternommenen Untersuchungen fiihrten zum Ergebnis, daB die
Wirkunggleich hoher 0 ,-Konzentrationen auf verschiedene Tiere sehr
unterschiedlich ist. Bei Benutzung einer 40-ms-Kammer und unter
Einhaltung normaler Feuchtigkeit, Temperatur, CO, und Luftbewegung uberlebten Mause, Ratten und Hunde einen achttagigen
Aufenthalt in 80-!30%
Sauerstoff (Rest war Stickstoff uud bis
0,2% CO,) ohneTodesfal1. Meerschweinchen waren alle nach 3 Tagen
eingegangen. Kaninchen zeigten ein individuell verschiedenes Verhalten. Von diesen starben die albinotischen Tiere nach
3 4 Tagen, die pigmentierten Tiere erst nach 6-7 Tagen, wahrend
ein Teil von letzteren den Versuch sogar uberstand. Von den Uberlebenden gingen einige akut nach Herausbringen in die normale
AuDenluft ein. Ohne a d die Pathogenese der 0,-Schadigung naher
eingehen zu konnen, laat sich aus dem Verhalten der Tiere nach
Herausnehmen aus den1 Sauerstoff sagen, daB die Todesursache
nicht in einer reversiblen Anderung des Blutchemismus, namlich des
Fehlens des sog. Bohr-Effektes und einer dadurch verursachten
Kohlensaurestauung liegen kann, sondern irreversible Schaden voraussetzt. Das unterschiedliche Verhalten verschiedener Tierarten
und Tierindividuen lieB die Folgerungen auf den Menschen besonders
vorsichtig werden, was im Einklang mit einem Selbstversuch iiber
3 "age in 90% 0, steht. Innerhalb der ersten 24 h waren bei beiden
Versuchspersonen (Becker-Freyseng und Cltlmann) keinerlei Storungen
/zu bemerken. Von da ab entwickelten sich bei beideq nervose
Storungen (vor 'allem Paraesthesien), bei einer eine Bronchitis. Fur
Angewwndte Chemie
53.Jahrg.1940. Nr.31/3:
die Luftfahrt ergab sich hieraus die wichtige Folgerung, daB die
Anwendung der Sauerstoffatmung in Hohen iiber 4000 m innerhalb
der jetzt praktisch erforderlichen Zeiten vollig unbedenklich ist,
besonders. da ja in groBen Hohen der 0,-Partialdruck normal ist.
Kaiser Wilhelm-Institut fur physikalische Chemie
und Elektrochemie, Berlin-Dahlem.
Colloquium am 2. J u l i 1940.
Dozent Dr. habil. H. Bohme, Pharmazeut. Inst. d. Universitat
Berlin: Zur Iionstitution des Auraptens und seiner Umwnndlungsprodukte.
Deni aus dem Stearopten des bitteren Pomeranzenschalenols
gemonnenen natiirlichen Cumarin A u r a p t e n kommt auf Grund
des oxydativen Abbaus und der Synthese die Konstitutionsformel
(I) zu. Die Anwesenheit des Athylenoxydringes in1 Molekiil gibt
AulaB zu inannigfaltigen Umsetzungen. Besonders interessant sind
die durch Behandeln des Auraptens mit Laugen erhaltenen Produkte. Es entstehen hierbei je nach den Arbeitsbedingungen zwei
cis-trans-isoniere Carbonsauren, deren Stritktur in1 Sinne der
Fornielii 11-IY
diskutiert wurden.
,\/OH=OH400H
I.
i)H
I/'
11.
bH
I,
I"\
OH, OH,
P\ UH,
OH.
I
UH
Ein eindeutiger Beweis fur eine dieser Formeln koniite bisher noch
nicht erbracht werden. Bemerkenswert sind schlieBlich noch die
physiologischen Eigenschaften des Auraptens. Es ist ein starkes
Fischgift und wirkt auch spasmolytisch. Analytisch ist Aurapteii
leicht durch sein ultraviolettes Absorptionsspektruni zu erfasseu,
wodirrch gleichzeitig eine bequeme Priifung von Pomeranzenschalenolen auf sachgetnaBe Gewinnung eriuoglicht wird.
WEUh BUCHLR
Lehrbuch der physiologischen Chemie. I n Vorlesungen. Vou
E. A b d e r h a l d e n . 7.Aufl. 313s. mit39Abb. Urban &Schwarzenberg, Berlin-Wien 1940. Preis hr. RM. 12,--, geb. RM. 13.60.
Den guten bisherigen Lehrbiichern der physiologischen Cheiiiie
fur Studierende stellt sich die 7. Auflage des bekannten Abderhaldenschen Lehrbuchs wiirdig zur Seite. Das Erscheinen dieser vollig urngearbeiteten Auflage ist nicht iiberfliissig, da sich die Einteilung
des Stoffes grundsatzlich von den anderen Lehrbiichern unterscheidet. Unmittelbar an die Besprecfmng der Chemie eines Naturstoffes, wie der Fette, der Kohlenhydrate oder der EiweiBe, schlieBt
sich ihre physiologische Besprechung an, so daI3 wir es bei diesem
Buch in Wahrheit mit einem Lehrbuch der ,,Chemischen Physiologie"
zu tun hahen, wo die Chemie der Naturstoffe niclit um ihrer selbst
willen betrieben w i d , sondern nur das unumgangliche Hilfsnittel
fur das Verstandnis der Stoffwechselvorgange darstellt. Die Einteiluug des Stoffes nach diesem Gesichtspukt ist ja das Meal des
physiologisch-chemischen Lehrers. Die Durchfuhrung ist aber sehr
schwierig, da sich zwangslaufig hlufig Verweisungen auf spatere
Stellen ergeben. Das liegt z. T. darau, dal3 die cheiuische Ausbildung
des jungen Mediziners - trotz an und f i i r sich ausreichender Kollegstundenzahl - sehr oft unzureichend ist, da seine besonderen Belange vom Chemiker, in dessen Handen dieser Unterricht lie@, nicht
geniigend beriicksichtigt werden konnen. Dal3 es Abderhdden gelungen ist, hier einen gliicklichen Mittelweg einhalten zu konnen,
macht das Buch besonders wertvoll, und darum ist das Erscheinen
der 7. Auflage so sehr zu begriiBen.
Diese 7. Auflage ist gegeniiber der 6. Auflage durch Kiirzung
des
des Stoffes und Weglassen der Literatwangaben u m fast
Umfanges gekiirzt worden, so daB es vielen Studierenden jetzt dem
Preise nach erreichbar ist und dern dargebotenen Stoff nach ,,erfaDbarer" erscheint. In dieser Form wird es f i i r die erste Untemchtung
auch dem biologisch interessierten Chemiker viel zu sagen haben,
besonders heute, wo ein guter Teil der organischen Chemie sich
riicht nur in zunehmendem MaBe chemisch in Analyse und Synthese
lnit den Naturstoffen befaBt, sondern auch mit ihrer Physiologie.
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