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Deutsche Gesellschaft fr photograph. Forschung 5. Tagung am 1. Juni 1935 im Haus der Technik in Berlin

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Anperrand t e Chrniic
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48.Jihrg. 1935. Yr. :iO
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Belegen fiir die Zuverlassigkeit der Methode angegeben
s i n e ) ; auch bei Verwendung anderer Substanzen wurden
zu niedrige Zahlen gefunden.
Zu Untersuchungen, unter welchen Bedingungen man
Methoxy-lgruppen durch Erhitzen niit Schwefelsaure quantitativ abspalten kann, henutzten wir V a n i l l i n , das wegen
seines - ahnlich wie beim Lignin - verhaltnisnPiBig
schwer abspaltbaren Methoxyls besonders geeignet erschien.
Anderung der Einwirkungszeit und der Konzentration der
Schwefelsaure, um etwaige Bildung von Dimethylsulfat
nach Moglichkeit auszuschlieL3en, fiihrte nicht zum Ziel ;
atif eine Wiedergabe des bei diesen Versuchen erhaltenen
Zahlenniaterials sei aus Griinden der Rauniersparnis verzichtet. Ein wesentlicher Fortschritt wurde erst erreicht,
als nach beendeteni Sieden in eine alkalische Vorlage
iiberdestilliert wurde; die Kochdauer betrug 1h, die Vorlage
enthielt 5 g Kaliurnhydroxyd in 20 cmS Wasser.
Dies zeigt am besten der folgende Versuch: 0,5 g Vanillin
werden init 20-30 cm3 72 %iger Schwefelsaure zum Sieden
erhitzt. Das Gemisch laBt man 1 h sieden und destilliert in
Anlehnung an die Vorschrift von E n d e r nach Zugabe von
Wasser ab. Das den Methylalkohol enthaltende Destillat wird
in zwei gleiche Teile zerlegt; der eine Teil wird zwecks Verseifung von (vermutlich gebildetem und mit ubergegangenem)
Methylsulfat alkalisch gemacht und nach einiger Zeit wieder
angesauert, der andere Teil wird, wie von Eizder angegeben,
ohne weiteres zur Bestimmung des Methylalkohols benutzt.
Man erhalt fur beide Teile verschiedene Werte; die richtigen
in dem alkalisch gemachten Anteil, im anderen Falle um 1 0
bis 25 yo zu niedrige.
In der folgeiiden Tabelle sind einige Methoxylhestimmungen angegeben, die nach der von uns ahgean3)
nicse %tscl:r. 47, 258, l'abelle 1 .
VERSAMMLUNGSBERICHTE
Deutsche Gesellschaft fur photograph. Forschung
5. Tagung am 1 . Juni 1935 im Haus der Technik in Berlin.
V o r s i t z e n d e r : Prof. Dr. E. S t e n g e r , Berlin.
Die Tagung wurde kurz vor dem ZX. Internationalen
KongreB €fir wissenschaftliche und angewandte Photographie
abgehalten, uni den Mitgliedern der Gesellschaft Gelegenheit zu
geben, sich zu den beabsichtigten Mitteilungen des Ausschusses
fur Sensitometrie der Gesellschaft vor dem KongreB iiber die
bisherigen Erfahrungen mit der DIN-Sensitometrie und den
geplanten weiteren Norniungen zu auBern. Bekanntlich ist
bisher die Normung der Sensitonietrie nach dem deutschen
Vorschlag, Norniblatt DIN 4512, nur von der deutschen
photographischen Industrie angenommen worden. Dagegen
hat die auslandische photographische Industrie sich bisher zu
dem Vorschlag ablehnend verhalten. Die zahlreichen Erorterungen in der in- und auslandischen Fachpresse uber diesen
Gegenstand und die Wichtigkeit einer internationalen Einigung
iiher die I3estiminungslllethode der Liclitempfindlichkeit
photographischer Materialien laat es angezeigt erscheinen, auf
den1 Internationalen KongreB zu den bisher erhobenen Einwanden Stellung zu nehmen. Die die Normung betreffenden
Fragen wurden in den 3 ersten Vortragen behandelt. Daran
schlossen sich Vortrage uber photographische bzw. photochemische Probleme.
Dr. O t t o R e e b , Berlin: , , c b e r die Festlegung der B e stim~nzLrzgs?nethodevan PhotograFhischen Aktinitaten."
Durch die Einfuhrung einer Normallichtquelle in der
Sensitometrie ist es nunmehr auch moglich geworden, die
,,Aktinitat" von Lichtquellen fur bildmailjige Aufnahmen ZLI
normen. Der AusschuB fur Sensitometrie der Deutschen
Gesellschaft fur photographische Forschung und die Fachgruppe Optische Lichttechnik der Deutschen lichttechnischen
Gesellschaft haben gemeinsam einen Entwurf eines Normblattes dazu ausgearbeitet. Die Aktinitat einer Lichtquelle,
die naturlich nur im Hinblick auf eine bestimmte photographi-
derten und vorstehend beschriebenen Methode durchgef iihrt wurden.
-
Tahelle
~
BinSuhstanz
-
Herkunft
~~
1
Vanillin . . . . . .
2
Vanillin . . . . . .
~~
Kahlhauni
D. ,4. 13. 6
Kahlbaum
n. A . H . 6
xaage
g
i
,
Methoxyl
76
gef.
0,4782 20,16
i
Kiefer (Splint)
Kiefer (Splint)
Rotbuche . . . .
Rotbuche . . . .
Fichte . . . . . . .
Fichte . . . . . . .
OstpreuBen
Waldeck
Vogelsberg
Vogelsherg
Waldeck
Waldeck
20,40
0,4794 20,51
1,itrraturananlien.
(Rrstimmmigen
nach Zeisel).
I
3
4
5
6
7
8
"b her
2,5738
1,26501
2,3067
2,49741
2,0716i
2.39941
4,29
4,16
5,53
5,76
4,97
4,84
4,434)' 4,515)
5,84
1
~
h,ll
Von Ender sind fiir Kiefertiholz Methosylwerte zwischen
3,55 und 3,95 :/o (durchschnittlich 3,73 74) gefunden. Diese
Angaben sind inerklich niedriger als die von anderen Autoren
nach der bekannten Methode von Zeisel ermittelten Zahlen.
Dagegen nahern sich unsere Ergebnisse den Literaturwerten
so sehr, dalj eine lwachtliche Abweichung nicht zu erkennen ist.
Die Ausdehnung der vorliegenden Methode zur Bestimmung des Methoxylgehaltes auf isolierte Lignine und
Holzpigmente ist in Angriff genoininen ; hierauf wird nach
iSbschluB der Untersuchungen zuriickzukommen sein. [A.67.1
4,
R. Benedikt u. M . Bamberger, MIL Chem. 11, 260 [1890],
ziliert nach W . Fuchs, Die Chemie des Lignins, S. 70 (Berlin 1926).
j) C . G . Schtmlbe u. E . Bcclier, diese Ztschr. 32, 229 [1919].
sche Schicht zahlenmd3ig angegeben werden kann, wird durch
diejenige Belichtung bestimmt, die bei Verwenduxig der zu
priifenden Lichtquelle nijtig ist, um eine bestimmte Schwarzung
bei genau definierten Belichtungs- und Entwicklungsbedingungen auf dieser Schicht zu erzeugen. Hierbei wird diese
Belichtung in Vergleich gesetzt zu der Belichtung, die bei Verwendung einer festgelegten Normallichtquelle zur Erzeugung
der gleichen Schwarzung auf dem gleichen Material unter
gleichen Bedingungen notwendig ist. Die Aktinitat ist demnach eine dimensionslose Zahl und bewertet den Unterschied
der photographischen Wirksamkeit von photometrisch (fur
das Auge) gleichen Strahlungen. Die Aktinitat aEm einer
Lichtquelle ist gegeben durch
Belichtung
durch
ISormallichtquelle in Luxsekunden
_~--____
- - __
Belichtung durch die zu prufende Lichtquelle in Luxsekunden.
Die Aktinitatsmessung erfolgt im iibrigen nach den Belichtungs- und Entwicklungsbedingungen von DIhT 4512. Fur
Blitzlichtquellen sind gewisse Abanderungen des Verfahrens
vorzunehmen, da die Verwendung dcs DIN-Fallverschlusses in
diesem Fall nicht moglicli ist .
Prof. R. L u t h e r , Dresden : ,,Sensitometrzsrhe Benzerkungen
zum D I N - Verfnhren.
Die gemeinsam mit S t a u d e ausgefuhrten Versuche uber
die cbereinstimmung der nach DIN 4512 gemessenen und bei
praktischen Bufnahmen erhaltenen Empfindlichkeit verschiedeiier Pilnie beweisen, daB das DIN-Verfahren eine gute Bestimmungsmethode zur Ermittlung der praktischen Empfindlichkeit darstellt. Die gute Ubereinstinimung der erhaltenen
Werte ist um so bemerkenswerter, als fur die Arbeitsbedingungen
bei den einzelnen Verarbeitungsstellen Vorschriften nicht gegeben wurden und die einzelnen Filme ganz individuell entwickelt wurden. Auch die Reproduzierbarkeit der Methode
wird von keiner Seite bestritten. Dagegen sind besonders von
auslandischer Seite Einwande auf theoretischer Grundlage erhoben worden, die eine Widerlegung auf gleicher Basis erfordern. Zunachst muB festgestellt werden, daB die DTNMethode einen Grenzwert fur die Empfindlichkeit ergibt, SO
aEm
;
Versammlungsberich te
(la13 eine iiacli der DIN-Angabe beliclitete Negativscliicht nur
bei Einhaltung optiriialer Verarbeitungsbedingungen zu eineni
guten Positiv fiihrt. Wenn Sonderbedingungen gestellt werden
(Veinkornigkeit ffir Kleinbildaufnaliineii~, dann mu13 diesen
rlurch eiitsprechende Faktoren Rechiiung getrageii werden. Um
den theoretischeii Finwanden z1.1 begegnen, ist es notwendig,
die Schwarzungskurven der Kegativ- wie der Kopierniaterialien
zu konibinieren und die erhaltenen Bildkurren auf ihre Brauchh r k e i t nach allgenieinen theoretischen Erwagungen zu untersuchen. I )ie RildmaBigkeit kanii nur im Hinblick auf Gesehenes
beurteilt werden, Schallregistrierung, 11.-17.-Aufnahmen und
dgl. fallrii daher nicht in das Gebiet dieser Vntersurhungen.
I'titer teilweiser Anlehnuiig an die Gedankengange Goldbergs wird die Verteilung der unterscheidbaren Helligkeitsstufen (100) fur die einzelnen Helligkeitsbereiche wie folgt
angenomnien :
fur den Bereich 1-0,l
50 Stufen,
etwa 40 Stufen und
fur den Bereich 0,l-0,Ol
fur den Rereich 0,Ol-0,001
10 Stufen.
Unter Vernachlassigung dieser letzten, bildniaaig sich nicht
iiiehr auswirkeiiden Stufen, kann sonach als normaler Helligkeitsbereich des Objektes 1 : 0,Ol gelten, der aber auf der lichteinpfindlichen Schicht infolge Mange1 der Optik nur als 1 :
z,iir Geltung kommt . TJnter Zugrundelegung einer Hochstschwarzung von s = 0 , l fiir das WeiB und einer Mindestschwarzung \-on s = 1,3 fur das Schwarz auf der Kopie gelangt
der Vortr. bei Annahme des vorerwahnten Helligkeitsumfanges
und verschiedener Schwarzungskurven fur das Kagativmaterial
zu einer maximalen Abweichung der DIN-Zahl von der praktischen Fmpfindlichkeit in Hohe von etwa 2/iloo DIN. Dieser
F'ehler ist klein im Hinblick auf die in der Praxis sich aus der
ungenauen Blendeneinstellung sowie anderer z. B. aus der
mangelhaften Schatzung der Beleuchtungsintensitat usw. sich
ergebenden Fehler. SchlieBlich wies der Vortr. noch darauf
hin, daB die in DIN 4512 vorgeschriebene Entwicklung, die am
meisten angegriffen wurde, den groBen Vorteil der sicheren
Reproduzierbarkeit habe. Pu'atiirlich sei sie als Crenzbedingung
zu werteii, wie ja auch die DIE-Empfindlichkeit eine Grenzzahl darstelle.
Prof. J . E g g e r t , Leipzig: ,,L'ovschlag zuv Bestiwinzung der
FarDenei~ip~indlichkeitvon Negativvaaterialien fiir bildrnapige
A iifnahvnen.''
Die Differeiiz der nach DIN 4512 gemessenen Enipfindlichkeit und der sich ergebenden DIN-Zahl, wenn in den Lichtweg
ein norniiertes Gelbfilter eingeschaltet wird, ergibt die ,,Gelbdifferenz", die ein Ma0 fur die Farbenempfindlichkeit darstellt. Die ,,Gelbdifferenz" ist iini so kleiner, je hoher die
Farbenempfindlichkeit ist. Im Zusammcnhang hierniit sollen
die gebrauchlichen Aufnahmegelbfilter durch ihre aktinische
Blauabsorption charakterisiert werden, die ebenfalls in der
DIN-Apparatur gemessen wird. Der Wert der Blauabsorptioii
eines Gelbfilters gibt an, welcher Uruchteil des photographisch wirksamen blauen Lichtes von den1 Filter absorbiert
wircl. Aus der ,,Gelbdifferenz" der Eniulsionsscliicht und der
,,Blauabsorption" des angewendeten Gelbfilters l&Wtsich nach
Tabellen oder Rechnung der Vzrliingerungsfaktor fur die Auf nahme bestiimneii, wobei gute Ubereinstininiung rnit der Praxis
festgestellt wurde.
..
.~
515
~
~
keine durch Satinierung und dgl erzeugte Vorzugsrichtung
besitzt, und daW die Leuchtdichte unabhaiigig ist von dein
Betrachtungswinkel (bei senkrechtem Lichteinfall), gelangt der
l'ortr. zu einer mathematischen Formulierung fur die Liclitstarke einer ebenen Flache, die, in der E'ormel fur die Schwarzutig
s
log
auffallender 1,ichtstroin
- --.
--- - eingesetzt
reflektierter Lichtstrom
die Schwarzung rnathematisch zu defiriieren gestattet. Ilurcli
die Rnnahme und Festlegung einer bestiinniten Beleuchtungsund Beobachtungsrichtung konnte eine Vereinfachung der
Definition herbeigefuhrt werden. Der Vortr. gibt anschlieeend
eine Darstellung des Meagerates, welches in der Reiclisanstalt
ausgearbeitet wurde, das die Leuchtdichte in Abhangigkeit
voin Betrachtungswinkel zu messen gestattet. Als Vergleiclisflache wird hierbei eine mit Magnesiumoxyd belegte Gipsplatte
verwendet. Bei glanzendem Papier tritt zu den1 diffus reflektierten Lichtstrom noch der spiegelnd reflektierte Lichtstroni.
Beide Anteile getrennt festzustellen, stellt eine niefitechnisch
sehr schwierige Aufgabe dar. Die getrennte Gestiniinung kann
urngangen werden, wenn man bei den Messungen strengstens
vermeidet, daB Releuchtungs- und Beobachtungswinkel iiii
Verhaltnis von Einfall- und Reflektionswinkel zueinander
stehen, wenn also in cbereinstimniung init der Praxis etwa
unter 45O beleuchtet und unter 900 beobachtet wird.
Dr. K . K i e s e r , BeueliRh.: Ubev die Verwendbavkeil des
Polarisatiovisphotorneters zuv Schwavzungswzessung plaotogi8aphischrv Papieve."
Vortr. stellt fest, daI3 die Befurchtungen, daB die Messuiigen
von Papierschwarzungen mit Hilfe des Polarisationsphotometers durch Polarisationserscheinungen Storungen erfahren
konnten, viillig unberechtigt seien, wenn man den Pruflitig
unter 4S0 beleuchtet und senkrecht beobachtet. Auch init
Hilfe des sehr empfindlichen Savartschen Polariskops konnte
eine Polarisation nicht nachgewiesen werden, so daI3 gegen die
MeWmethode keine Bedenken bestehen. Besonders zu achten
ist auf die vollige Ebenheit der Pruflinge. Dies durch Auflegen
einer Glasplatte zu erreichen, ist nur bei gliiiizenden Papieren
zulassig ; besser verwendet man eine init. entsprechender
Offnung versehene Metallplatte. a l s Vergleichsflache benutzt
nian bei der Messung zweckniaWig die unentwickelte, ausfixierte Papieroberflache. Die Ergebnisse der Messung niittels
des Polarisationsphotometers stiinmten praktisch niit den
Ergebnissen, welche mit dein Ostwaldschen Iialbschattenphotometer erhalten wmden, uberein.
Dr. G. H a n s e n , Jena: ,,L>asphotogvnphische A-lufldszingsverntdgeri nls wza/?gebendev Faktor bei der Z~onstrzzktionoplischer
Instvuwzente."
Die Tendenz, die photographischen Aufnahniegeriite iiioglichst klein zu halten, bedeutet fur die optisclie Iiidustrie iii
gewissem Sinne eine Erleichterung, da einer ausgedehnten -211wendung der hochlichtstarken Objektive fur groBe I'orniate
bzw. Brennweiten das groBe Gewicht und der liohe A m
schaffungspreis fur clerartige Objektive entgegenstehen wiirden.
Man kijnnte mit der Verkleinerung bis zu der durch das Auflosungsvermogen der Emulsion gegebenen Grenze lieruntergehen, wenn man nicht durch Rucksicht auf Bildgriilk uncl
Norniung in den Dimensionen gebundeti ware. Bei anderen
Xufgaben der Instrumetitentechnik uiiterliegt inan nicht
0berreg.-Rat W. D z i o b e k , Berlin: ,,Srh?~~arzungsmessung diesen Beschrankungen; bei Instrumenten zur Aufzeichnung
?'on,photogvaphischex Papieven."
ron Kurven z. B. ist das photographische Auflijsungsverniogeii
Als Vorbedingung fur die Xormung der Gradation, der ffir die Dimensionen aller l'eile der Einrichtung bestiinniend.
,,Harte'', photographischer Papiere ist zunkchst eine einwand- In der bildinaBigen Photographie mussen, um Bilder bcfriedifreie exakte blessung der Aufsichtsschwiirzungen erforderlich. gender Scharfe zii geben, Objektive solcher Brennweiten verIliese ist koinplizierter als die Messung von Durchsichts- wendet werden, daW die M'inkelauflosung auf den1 rerwandten
schwarzungen, bei denen auch bereits die verschiedensten photographischen Material gleich derjenigen des Auges, also
starenden Efiekte (Calliev u. a,) berucksichtigt werden mussen. ungefahr gleicli einer Bogenminute ist. Andererseits treten
bei fherschreitung der sogenannten kritischen Rrennweite
%u unterscheiden ware zunachst zwischen der spiegelnden und
der diffusen Reflektion. Bei der ersteren gilt das photonietrische Abbildungsfehler auf, die eine praktische Begrenzung der
Icntfernungsgesetz von den1 Ort des virtuellen Bildes der 1,icht- Brennweite ergeben. Die grol3tniogliclie Bildscharfe erlialt
yuelle, wahrend bei der diffusen Reflektion das beleuchtete nian sonach nur durcli Objektive, dereii Rreruimeite untcr
photographische Papier als 1,ichtquelle betrachtet werden der kritischen liegt. Die Winkelauflosung wird c l a m zlvar
1iiu1J und das photoinetrische Entfernungsgesetz von diesem kleiner, aber die absolute Bildscharfe wird bci weiterer \-eraus gilt. Ens interessieren lediglich die Verhaltnisse bei der kleinerung nicht niehr geringer. Die Hildschiirfe wird iini
diffusen Lteflektion. L'iiter der Annahnie, daD das Papier so g r o k r , je groBer das Offnungsverhaltnis ist.
516
~_____
__.
__
Gesetze, Verordnungen und Entscheidungen
Dr. A. N a r a t h , Berlin: , , o b e r das Auflosungsvermogen
photograp hischer Sch ichten. "
Vortr. geht von der Definition fur das Auflosungsvermogen
einer photographischen Schicht aus, wonach diejenige Zahl von
Linien pro Millimeter angegeben wird, .die von der betreffenden
Schicht eben noch aufgelost wird. Zu diesem Zweck wird ein
Linienraster mit verschiedenen Strichabstanden bei systematischer Anderung der Einstellebene (um mit Sicherheit die
scharfste Abbildung zu erhalten) aufgenornmen und nunmehr
die Breite des eben noch aufgelosten feinsten Striches einschlie13lich des Zwischenraumes festgestellt . Diese GroRe wird als
Grenzw-ellenlange A bezeichnet und liegt bei den gebrauchlichen
Emulsionen zwischen 10 und 30 p. Bei einer Auskopieremulsion
konnte eine Grenzwellenlange von etwa 1 p und somit die Greiize
der mikroskopischen Auflosung erreicht werden.
Der Begriff des Auflosungsvermogensmu13 ron dem Begriff
der Flacheiitreue streng unterschieden werden. Wahrend eine
Schicht bei der Wiedergabe einer einzelnen Linie absolut
flachentreu arbeiten kann, tritt bei der Wiedergabe mehrerer
benachbarter feiner Linien durch die Wirkung des Diffusionslichthofes eiii Zusammenflieflen der Linien ein, wodnrch die
Aufzeichnung hoher Frequenzen erschwert wird.
Dr. P. W u l f f , Munchen: ,, c b e v die Lichtveaktio,n zwischen
Bichromat u n d Natviumformiat in wassevigev Losung."
In gemeinsamer Arbeit mit H. Amniann untersuchte
Vortr . die Kinetik der Bichroniatzersetzung in Gegenwart
solcher Acceptoren, bei welchen einfache Reaktionsprodukte
entstehen. Von den beiden anwesenden Komponenten Formiat
und Ameisensaure reagiert nur das Formiat, und zwar wird es
quantitativ in Kohlensaure und Wasser iibergefiihrt . Bs wurde
die Lichtempfindlichkeit des Systems in Abhangigkeit von der
Wasserstoffionenkonzentration und von der Acceptorkonzentration untersucht, wobei diese die Funktion eines Puffers ausiibt, so daR hierdurch eine starkere Anderung des pH-Wertes
bei der Bichroniatzersetzung verhindert wird. Bei steigender
Slkalitat zeigt sich ein rasches Abklingen der Reaktionsgeschwindigkeit. Es wurde die katalytische Wirkung verschiedener Ionen und der EinflulJ von Neutralsalzen auf die
Geschwindigkeitskonstante festgestellt. Die Reaktion ist hinsichtlich des Bichromats nullter Ordnung und hinsichtlich des
Formiats erster Ordnung. Bei Temperaturen zwischen 20 und
SO0 konnte eine h d e r u n g der Keaktionsgeschwindigkeit nicht
festgestellt werden. Die Quantenausbeute betragt etwa
Der Reduktionsvorgang vird von den1 Vortr. als sekundare
Reaktion betrachtet . Eine Sensibilisierung des primaren Vorganges erscheint nicht durchfiihrhar.
Dr. W. Meidinger, Berlin: ,,Messzing dev Entwicklungsgeschwindigkeit ant einzelnen h'cwn."
Mit Hilfe einer inaktiven Gelatine stellte sich Vortr. eine
sehr gering empfindliche Eniulsion (100 ma1 unempfindlicher
als eine DiaFositiv- emulsion^ her, deren Entwicklung er unter
dem Mikroskop nach Desensibilisierungder Schicht beobachtete.
Fiir das Gelingen der Versuche ist das Vorhandensein groDer
Korner, einer geringen Empfindlichkeit der Eniulsion und
solcher Arbeitsbedingungen erforderlich, daW eine geringe
Angewandte Cheniir
-
[48dd u g 1035 Z r 30
Entwicklungsgeschwindigkeit resultiert. Vortr. konimt zu dem
Ergebnis, daW die mittlere Zeit fur die Durchrednktion pro Korn
iiber das ganze Gebiet der Schwairzungskurve einschlieRlich
Solarisation unabhangig von der Belichtung ist, also bei gleichen
Entwicklungsbedingxkien gleich ist. Dagegen haggt der
Entwicklungsbeeinn fiir die einzelnen Korner und die Zahl der
anentwickelTen Korner von der Belichtung ab und ist durch die
Schwarzungskurve bedingt . In den1 Gebiet der Solarisation
beginnt die Zahl der mit der Entwicklung beginnenclen Korner
wieder zuriickzugehen. Bei ausgedelinter Entwicklungszeit
werden im Finklang niit den Versuchen von Avens alle Korner
entwickelt . Dagegen wird in den niedrigeren Belichtungsstufen
ein Grenzpunkt erreicht, d. 11. nur ein Teil der Korner 1aRt sich
auch bei ausgedehnter Entwicklung in der unhelichteten Schicht
entwickeln. Das Wesen der Solarisation liegt daher nicht (im
Gegensatz zu der Atischauurig vcn Scheffers) in einer an sich
verlangerten Reduktionszeit der Korner, sondern lediglich in
einer Verminderung der Wahrscheinlichkeit fur den Ansatz
der Entwicklung. Die Zeit fur die Durchentwicklung eines
Kornes ist im Verhaltnis zur Zeit der Gesamtentwicklungsdauer
nur gering (etwa im Mittel 65 s gegen 15 rnin). Die Entwicklungsgeschwindigkeit wird offenbar durch zwei Komponenten
bestimmt :
1. Durch die Wahrscheinlichkeit fur den Entwicklungsansatz an den Kornern.
2. Durch die Dauer der mittleren Durchreduktion pro
Korn.
Die zweite Komponente ist nur von den Entwicklungsbedingungen abhangig. Die solarisationshemmende Wirkung
von NO,-Ionen beruht (bei den untersuchten Emulsionen)
lediglich auf einer Erhohung der Wahrscheinlichkeit fur den
Entwicklungsansatz, wahrend die niittlere Durchreduktionsdauer pro Korn gegeniiber den unbehandelten Kornern unverandert bleibt.
Dr. H. F r i c k e , Wetzlar: ,,b.evsuche ,zur objektiveia F a v h e w
sensitoruietvie photogvaphischev Schichten."
In der Farbensensitometrie kann man von 3 Darstellungsarteri ausgehen. Man kann als Grundlage ein Spektrum gleicher
Energie (besonders fur den Wissenschaftler geeignet) wahlen
oder die Messungen auf konventionelle Lichtquellen (Tageslicht,
Nitralampenlicht) beziehen oder schliefilich von einem Spektrum
gleicher Helligkeiten ausgehen. Ohne ein Urteil iiber die
Richtigkeit einer dieser Anordnungen zu fallen, neigt Vortr.
zur Ansicht, daR eine der letzterwahnten Grundlage sich bedienende Me13methode sich wahrscheinlich durchsetzen wird.
Vortr. erklart hierauf einen von ihm gebauten Monoc h r o m a t o r ; mit dessen Hilfe in einfacher Weise die verlangten
Spektren hergestellt werden konnen. Das Prisma des Gerates
ist mit einer 1,ichtschwachungsrorrichtung in der U'eise rerbunden, daL3 bei der Schwenkung des Prisnias die den einzelneii
Wellenlangen entsprecheliden Helligkeiteri in gewunschter
Weise gedainpft werden konnen. Die zu priifende photographische Schicht wird gleichzeitig in der Spektrumebene vorbeigezogen und in der gewiinschteti spektralen Energieverteilung
belichtet.
GESETZE, VERORDNUNGEN UND ENTSCHEIDUNGEN
Wissenschaftliche Aufsatze und 5 1 des Gesetzes gegen
den unlauteren Wettbewerb. (Urteil des Reichsgerichts vom
Wissenschaftliche Unter16. Oktober 1934 - I1 121/34 --).
suchungen konnen zu Wettbewerbszwecken veroffentlicht
werden. Indessen diirfen die guten Sitten des Geschaftsverkehrs nicht verletzt werden ; und der wissenschaftliche Charakter einer Abhandlung darf nicht nur das Gewand sein,
um sich deni Gesetz zu entzielien. Fur die Beurteilung der
Frage, ob im Einzelfall eine Veroffentlichung den Tatbestand
des unlauteren Wettbewerbs erfiillt, sind die besonderen Umstande zugrunde zu legen. U n l a u t e r e r s c h e i n e n Ausf i i h r u n g e n , welche d i e W a r e n e i g e n e r E r z e u g u n g
l o b e n , d i e j e n i g e n d e r W e t t b e w e r b e r h e r a b s e t z e n . Unbenommen bleibt es aber, die Vorzuge eigener Erzeugnisse oder
Verfahren ohneVerstoR gegen die Wahrheit zu betonen oder aber
allgemein
anderen Waren gegeniiberzustellenl). [GVE. 48.1
____.
14 des Gesetzes
1) Vgl. Merres, Wissenschaftliche Aufsatze und
gegen den unlauteren Wettbewerb, diese Ztschr. 46, 208 [1932].
Zum Begriff des unlauteren Wettbewerbs. (Urteil des
Oberlandesgerichts Koln, S. Zivilsenat, vom 1. Februar 1935,
8 U 160/34.) Fiir AuWenseiter besteht keine Verpflichtung,
Mindestpreise, die Verbande festgesetzt haben, einzuhalten.
Diese Stellen konnen verbindliche Preisfestsetzungen auf deni
gesamten einschlagigen Markt nicht treffen. Dabei ist unerheblich, ob der Treuhander fur Arbeit sowie die Industrie- und
Handelskammer die Mindestpreise gebilligt haben. Bei Markenwaren ist das Unterbieten von Preisen der Wettbewerber
grundsatzlich eine erlaubte Wettbewerbsnialhahme. Ein
solcher freier Wettbewerb entspricht auch den Grundsatzen
nationalsozialistischer Wirtschaftsfiihrung. Dagegen ist eine
standige Durchbrechung der Regeln ordentlicher Preisberechnung, die entgegen den Gepflogenheiten des lauteren Geschaftsverkehrs erfolgt, als nicht erlaubter Wettbewerb anzusprechen.
Die Frage, ob eine Preisberechnung regelwidrig ist, ist auf
Grund der besonderen wirtschaftlichen Verhaltnisse des Betriebes zu beurteilen.
[GVE. 58.1
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