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Deutsche Gesellschaft fr photographische Forschung 8 Tagung und Deutsche Kinotechnische Gesellschaft E. V. 2

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Ysraammlurgabsrichts
lich die zu einer bestimmten freien Weglange A gehGrige
Energie- und OrMertdung, so kana man durch Verj#eicli
mit eqxdmentellen Daten den wirklichen Wert van A festlegen und damit drre Amsage iiber die Neutron-Proton-Kraft
erhalten; aul3er&m ist es natblich auch fiir den experimentell
arbeiteden Phyaiker von Interesse zu wissen. welche Anordnung er bei einer vorgegebenen Neutronquelle benutzen muB, urn Neutronen einer gewhschten l3nergie init
@J3tmQ#cher IntedIAt zu erhalten. Solange die Energie
des Neutrons groB ist gegeniiber der Bhdmgaenergie des
Protons im Paraffin, v e r M es bei jedem Zusammenst09
dmhchdttlich etwa die Hlllfte drier Energie, so daI3 nach
etwa 20 S t 6 h die Gdkmrdmmg 1eV erdcht wird. Unterhalb der Bindmgsenergie ist iiberhaupt keine Energieabgabe
mehr miiglich, die Neutronen setzen sich dann in thennisches
Gleichgewicht mit den Paraffinmolekiilen, WOWsie eine
Maxurcllsche X3iiergieverteilung an~iehn~en.Durch Einfnngen
verschwinden clie Neutronen schliel3lich, es fiihrt aber erst
etwa jeder 100. Stol3 zur Einfangung. h c h t wird'die Ortsund gleichzeitig die Energieverteilung der Neutronen im
statiamen Zustand, d. h. eine Funktion von v und r, wenn
wir der Einfachheit halber zUn8chet.eine punktftirmige Neutmnenquelle in &em sehr ph Paraffinblock betrachten
(v = Neutmmgeachwindigkeit, r = Abstand u m der Neutronenquelle). Eine TeilIiisung des Problems (iiur Energieverteilq) wurde bereits vcm F m P ) gegeben; er erhielt eine
Funktion, die zu A proportional und zu vl umgekehrt propartianal ist. Vortr. hat diese T h d e durch Bertichichtigung
der Ortsverteilung ausgebaut. Die Grundziige der K e c h n q
werden wiedergegeben und die erhaltene V d q besonders
im Vergleich mit der obigen Fermischen Funktion diskutkrt.
Die ilaraus auf deni oben pchilderten Wege geschlomene
nlittlere freie WegMtlge der Neutronen stiinnit mit miderweitig bestimmten Daten iiber L gut fiberein. Xhnliche itber1egung;en fiihren zu einer mittleren Lebemdauer cler Neutronen von 3,4.1W4s (experimentell 2.7-10-4 s). Die berechnete Orts- und Energieverteilung gibt also ein richtiges
Bild ,von den1 Vorgang des Neutronenclurchganges clurch
Paraffin.
Deutsche W w l l d d fEr photographhdw
Fomdmng, 8 . Tagtmg,
und D m W e Kiuotedm~eaerellrdilaft E.V.,
2. Taeuug,
20. bio 22. Oktober 1938. Berlin.
I)ie Iiricltm (:rwllscliiiftc.iihielten emtmdig ihre Jahrestuguiig
gemefnsnnt ob. In der ersten HWte der Tagung \Furden vornehmlich
Vortriige iiber lrorschungen auf dem Gebiete der Photographie gebracht, wiihrend der zweite Teil Fragm nus der Kinotechnik gcWidmet war. Iler aulkrordentlich gute Resuch dcr Togung ZCihac?.
daQfur die Probleme der Photographie und Kincmrtngrnphie rrvht
rielseitigw lntcrrrrac rarhandcn ist.
prof. Dr.B. Stenger, Berlin: ,',&terreich in der Geschirhk.
drr Phntogrehic."
Vortr. wiirdigte den hervorragentlenAnteil ~ s t e r r u c l an
~r
der Entwicklung der Photographie und Kinematographie. So
wurde dort bereits in der Frikeit der Daguerreotypie durcli
ein hzverfahren die Herstellung von Abziigen .erm6glicht,
wahrend durch die Arbeiten von Petxval iiber Objektivegrijker
Lichtsthrke und durch den Bau der ersten Metallkamera von
I 'oigtliinder die -4ufnahnwtechnik wesentlich gefGrdert wurde.
Auch die Literatux g e h g t e friihzeitig zu g r o k Bliite; so
etschien z. B. das erste deutscLehrbuch der Photopaphie im Jahre 18% in Wien. Bei der Wiirdigung verdienstvoller Farscher wude bcffonders das aulkrordentlich fruchtbare *fen
d a Mtmeisters der Photographie, Prof. .Inset
Mnrin Edrr, liervork&obmi.
Dr. Hertha Waiiil)arher, Wien: ,,f>ir W T r k ~ t ~w~i gt
Cnr$wscularsimhlen airf die photographische Plattc."
I?in latentes nild kann in der photographischen Schicht
nieht iiur durch Iicht. .sandem nuch durch andere Einwirkung.
z. 13. Carpushlarstrahlen, entstehen. lkr Nachwek bzw. die
Charakterisierungder sich durch Masse, Ladung iind ('kschwin-
cligkeit untkmheidenden Blektronen-, Kanal-. a- und protonenStrahlen erfolgt auf i h d &res Ionisierungsvam6gem. F[ir
a-'reilchen gilt i. allg. das J t - ( k S e t Z . Die H-Strahlen i
w
betrachtlich weniger und sind daher schwerer auf der photn
graphischen Platte narhzuweisen. da sie nur eine
Zahl
wm Bmmsilberentwickelbar machen. Dureh Pinakryptdgelb und W c h e Farbstoffe khnen feinldknig;e
Platten ftV H-Strahlen d b i l i 9 i e r t werden, wodptcb man ein
wertvolles Mittel fiir die Morwhung der H t i h e e n in die
Hand bekomint.
-
Prof. Dr. G . Scheibe. Miinchen: ,,Die SsnsibiWsiCruwg
dev Photographischew Platte durch hochmokhulare FarbsiofF
-4ggregate"4).
In friiheren &beiten war festgestellt warden, daII ver-
srliiedene gelhte Farbtoffe (insks. Polymethhfarbstoffe) in
liiilierer Kuizentration durch Bildun(: von hochmolekdaren
Aggregaten dn ghdich anderes Absorptionsspktrurn zeigen
konnen als in verdiinnterem Zustande. Durch I'ntersuchungen
am Pseudo-Isocyaninchlorid wurde gezeigt, daB bei Absorption
ebbenfalls Polynierisation eiutreten kann und d t die Ab.sorptionsbande im adsorbierten Zustande gegeniiber der
iionnalen Ahwrptialsbande verschoben ist; und zwar weisen
(lie Parbstoffe der Pseudocyaninmihe iin liochinolekularen
Zustmde ein erheblich Mngerwelligea ..Mxmrptionsband auf.
I k i Sensibilisierung der photoRraphischen Sichirhten iiut sehr
wird der Farbstoff adrrarbiert, und es
verdiinnten I&wird nun die Absorptionsbaade im adsorbierten Zustande
wirksam. Vortr. hat gefunden, daB die neue Abwrptionsbande
iiii hochmlekularen Zustande einem Xlektronemprung zugeliort, der mit dem Elektronensprung des normalen monoinolekularen Farbstoffxnolekiils keinen Zusamnienhang hat.
I+riwr wurde festgestellt, dsl) die I~arbstoffaggregateeine
Absorptions- und Fluorescenzeinheit bilden UXKIelngeattatrte
Lichtenergie innerhalb ihres Verbandes forbuldten vermtipn.
Durch die t',tersuchungen konnte g M werden. warum in
viela PUen Absorptionshvven und S e n s i b i l i s i e r u n m
.scheinbar nicht zmamme&hmen, und es wurde gezeigt, dal3
clurch Verandern des Aggregationszustandes von Parbatoffen
ganz neuartige S e n s i b i l i r d ~ r k uenielt
~
werden
kiinnen.
Prof. I)r. K. Mecke, I'rdburg: ,,Eiuige Forschungsrrgebnisse dev Ultra#hotographie" 6 ) ) .
In deni Vortrag wurde ein Ckrblick iiber den derzeitigen
Stand der IJltrarotplmtographiegegeben. EWge Anweudungsgebiete, wie Fernphotographie, Spektroatople und insbes. die
B d m n i q der Abhiorptioabande von Kohlenwawmtoffverbindungen zur I&ung %-onStrukturproblenien wurden eingehend behandelt.
Dr. H.Pranke, Berlin: ,,Gegerwrirtiger S t a d drr HdntgenSchdmibiM~hotographir."
IXe indirekte Methode, KlfntgenMlder durch Photographie
d- Leuchtschirmer, zu erhalten, ist bereits im Jahre 1890 beschrieetr w o r h i . Ilas Verfahren Scheiterte jedoch an den
damals erforclerlichenlangen Belirhtungszeiten. Erst nachdem
es Relungen war, Objektive @liter IJchtstBrke zu bauen, die
flu or^'gkeit des Leuchtschirmes zu verbessern und die
absolute und spdfische Empfindlichkeit des photographidmi
Matdals'zu ermen, war es mi@ich, bei ertr&licher Stxahlenclosis Leuchtwhirmaufnahmen herzu#tellen. Ptir die Indirektphowaphie geniigt jetzt die 6- bis l0fache Bnergie der
Direktphotographie.
Der beaondere V d l liegt in der Schnelligkeit der Durchfiihrung und Billigkeit des Materials. fnsbes. bei Verwendung
von Kleinbildkanieras. Me Schinnbildphotographiegibt naturgem&CBweniger acharfe Rilder als die direkte RGntgenphotogrnphie, und nlan mu9 sich klar dariiber sein, daaD die indirekte
%&ode tdcht tiberall brucchlxu ist; sie wird aber fiir gewi!%se
I~allc,\,or allail
Massenuntersuchungen,
w&olle
I H d e leisten kiinnen. Gegentiber der direkten Betrachtui~g
cla IRuchtbildes ist an der Ph-aphie
infollp der %instip;en
LichtverMtnisse bei der Beobachtung bedeutend niehr zu erk m .
Vgl. d i m Ztsclir. 3).
I)
a)
xi92
&man-Festschrift 1935.
6\
51, 212 ;1037-;.
Vgl. ehmcla 48, 310 11935:.
I h . H. I<w e s t u. Dip1.-Ing.W.T h o u r e t , Berlin (vorgetragen
voii T h o u r e t ) : ,,Qitecksilberdampf lanipen hoher Leuchtdichfc."
Vortr. ging zunachst auf die CvesetzmhMgkeitder Quecksilberentladung bei hohen Dnicken und die Anwendung dieser
GesetzmBRigkeit zur Durchbildung von Ianipen hoher Leuchtclichte d n . r.:r fiihrte eine kugelforniige Hijchstdrucklampe aus
Quarz vor, die keine Wasserkiihlung erfordert. Diese Iampe
verbraucht 500 W und hat eine 1,euchtdichte yon 30000
Still)?). Ilurcli kurzzeitige t'berlastung z. B. fiir Mikroaufnahmen schnell beweglicher Objekte ist es miiglich, die Leuchtclichte dieser L a m p bis auf 300000 Stilb zu steigern. Die
Hochdrucklamp strahlt das Licht als kontinuierliches Spektruni
aus, dem die Quecksilberlinien iiberlagert sind; der Anteil an
I'ltraviolettstrahlung ist sehr ~ 0 1 3 .
Prof. Dr. I>. J e n t z s c h , Berlin: ,,Stdrungslicht dwch ntehrfache Innenreflexionen iin Objektb."
Jede 1,insenflftche eines Objektivs reflektiert etwa 5 yo
cles auffallenden 1,ichtes. Von diesem Reflexionslicht wird nun
ein Teil nochnials gespiegelt und gelangt mit auf die Bildflache.
Vortr. hat diesen Anteil in Abliangigkeit von der %ah1der
freien Oberfliiche berechnet und gefunden, daR z. B. Objektive
mit 4 1,insen zwar 7076 des einfallenden Lichtes durchlassen,
daU jedoch nur 667; zum Bild beitragen, w&hrend der Rest
Storungslicht durch Riickspiegelung ist. Der Anteil des
Stiirungslichtes steigt mit der Linsenzahl stark an.
In der A u s s p r a c k e bemerkte Prof. J o a c h i m . daO nuch
praktischen Versuchen der EinfluD des Storungslichtes bei der Projektion nicht ganz so gr00 ist, da nicht alles Streulicht auf den Bildschirm flllt. soridern zu einem groOen Teil seitlich abgestrahlt wird.
Prof. Dr. J . B g g e r t , Leipzig, u.'Dr. G. H e y m e r , Wolfen:
, , E m Zweipackverfahren f i i i subfrakfive Dreifarbenkinemafograbhie (Puntachromverfahren)" rnit Vorfiihrung eines Films.
(Vorgetragen von Prof. Eggert). ;J
Vortr. ging zunachst kurz auf das bekannte Bipack-Dipoverfahren, ein Zweifarben-Verfahren ein, bei dem die beiden
Teilausziige in der Weise gewonnen werden, da13 zwei Negativfilme, die mit der Schichtseite aufeinanderliegen, gleichzeitig
belichtet werden. Der erste IUm (Frontfilm) registriert den
Blaupiinauszug und der zweite Film (Riickfilm) den Orangeauszug. Die Negative werden auf jede Seite eines doppelseitig
beschichteten Positivfilms kopiert und die Positivbilder dann
in geeigneter Weise in Farbstoffbilder iiberfiihrt. Um statt der
zwei Teilbilder zu drei Farben zu gelangen, ist bei dem neuen
subtraktiven Dreifarbenverfahren (Pantachromverfahren) der
Frontfilm als Linsenrasterfilm ausgebildet, der zwei Teilbilder
(p
und blau) aufzeichnet, wahrend der Riickfilm das dritte
Blld (rot) aufnimmt. Um die getrennte Aufzeichnung von Griin
und Blau im Linsenrasterfrontfilm zu erreichen, miUte vor das
Objektiv ein Griin-Blau-Filter gesetzt werden; da aber auRerdem noch das fiir den Riickfilm erforderliche Rot hindurchgelassen werden soll. verwendet man an Stelle des Criinfilters
ein Gelbfilter, das Criin und Rot durchlliDt, und an Stelle des
Blaufilters ein Purpurfilter, das Blau und Rot durchl8Rt.
Kopiert wird auf einen Positivfilm rnit drei Schichten (Tripofilm). .%uf einer Seite des Tripofilms befindet sich eine einfache
Bronlsilberschicht. auf die der Segativ-Ruckfilm und die Tonspur kopiert werden. Das positive Bild dieser Seite wird durch
chemixhe Virage in ein blaugriines Eisenblaubild umgewandelt .
Die andere S i t e des Tripofilms tragt eine Doppelschicht; im
oberen Teil befindet sich neben Bromsilber ein Purpurfarbstoff
und ini unteren a u k r Bromsilber ein Gelbfarbstoff. Auf diese
Doppelschicht wird mit eineni Kot-Griin-Filter der I,insenrasterfilm kopiert und nach dem Silberfarbbleichverfahrenentwickelt, d. h. dort, w o in der Schicht Silber entstanden ist, tritt
Zerstorung des in der Schicht befindlichen Farbstoffes ein.
Nach Fertigstellung des Films liegt ein subtraktives Dreifarbenbild vor. Der 1.insenrasternegativfilm wird einer Umkehrentwicklung unterworfen, wiihrend der Negativ-Riickfilm nach
dem iiblichen Negativprozel3 entwickelt wird : dadurch wird ere) Die.kuchtdichte ist die fur den im Auge hervorgerufenen
Helligkeitseindruck wesentlich maogebende lichttechnische Grundgriilk. Die Leuchtdiclite 1 Stilb wird erhalten, wenn die Lichtstiirke 1 Hefnerkerze von einer ebenen Flache von 1 cmr in senkrechter
Richtung ausgestrahlt wird.
7) Vgl. 8 . diese Ztschr. 52, 164 [1939].
.Iugr~caudtcChcntir.
JO.Jahrg.1939. Br.S
reicht, daW beide Segative gleichzeitig auf lieide Seiten des'l'ripofilms kopiert werden konnen. DasVerfahren ist bereits in Erprobung und diirfte in n&chster%eitin die Praxis eingesetzt werden.
Reg.-Rat Dr. W. Meidinger , I3erliri: , , . S f i d i t - ) / ii6er deli
phofographischen Enlwicklriiigst.orRait~.''
Bei der Entwicklung von Bromsilberscliichten ist zii uiiterscheiden zwischen ,,Anentwicklung". das ist die Zeit voni Eindringen des Entwicklers in die Schicht bis ziini Sichtbarwerden
der ersten Spuren einer Entwicklung, und der ,,Durchentwicklung", das ist die nun folgende Zeit bis zur volligen Entwicklung. Die Durchentwicklung ist unablangig von Belichtung
und Zustand der Bronisilberkorncr und geht in .sehr kurzer Zeit
vonstatten.
Mikroskopische Beobachtung iiber die Kinetik der Entwicklung von Bromsilberkornern in f<inkoriischichten unter
Verwendung von Rapidentwickler (Metol-Hydrochinoti) tint1
Peinkornentwickler (Agfa--4tomal) zeigte. daR die .Feinkornwirkung des Atomal-Entwicklers auf eine stark verlangerte
Durchentwicklungszeit (bis zu 5 min gegeniiber etwa 1 s bei
Rapidentwickler) zuriickzufiihren ist. Wahrend bei Rapidentwicklung immer das gesamte Bronisilberkorn in Silber iibergeht, wird bei Atomal das Korn an verschiedenen Stelleii geschw&rzt, und tiach dem Fixieren bleiben kleine Teile des nronisilberkorns als Silber zuriick.
Prof. Dr. H. Izrieser, Dresden: ,..\Ii/crokrrretrrnlograpLischc
Studieir iiber die Belichtung uiid Entc~icklzrngvotz Urotwsilberkristallen" (muit Vorfiihrungen)").
Vortr. zeigte an Hand von %eitlupenaufnahmen, dab bei
Relichtung die Zersetzung von einigen Punkten des Kristalls
ausgeht, bei Gegenwart ron Bromacceptoren, z. R. Natriumnitrit, dagegen die Silberausscheidung gleichm(i0ig iiber den
ganzen Kristall erfolgt. Die. Entwicklung beginnt bei Verwendung von Rapidentwicklern ebenfalls an einigen Punkten
des Kristalls und schreitet dann i i k r den ganzen Kristall fort.
Vnter bestimmten Bedingungen (z. B. sulfitfreier Entwickler)
kann hierbei eine starke Aufblahung des Kornes beobachtet
werden. Wird rnit pphenylendiauiin entwickelt, so tritt an
vielen Stellen des Kornes Zersetzung ein. gleichzeitig geht ein
Teil des Bromsilbers in IBsung, das in der Cmgebung des
Kristalls als Silber abgeschieden wird.
Dr. R; S c h m i d t , Berlin: ,,Fortsclirille dry Bildaufiinhtnetechnik im Jahre 1938."
Der bedeutendste Fortschritt in diesem Jahr war die IWfiihrung des Agfa-Superpanfilms, der bei herabgesetzter Rotempfindlichkeit gut die doppelte Enipfindlichkeit des Pankine-H
besitzt. Die veranderte Farbenempfiiidlichkeit hatte euie -4banderung der Schnlinktechnik zur Folge, die in ihrer Wirkung
jetzt etwa dem straRenm80igen Aussehen der Schauspieler angepaut ist. Weiter ist fur Aufnahmen bei ungiinstigen Lichtverhaltnissen der noch empfindlichere .%a-Ultra-Rapidfilm zu
erwshnen. Die Verwendung des Superpanfilms brachte wegen
der hohen Empfindlichkeit eine Umstellung der Beleuchtilmgstechnik mit sich und erfordert die Schaffung neuer -4telier1,euchten nach dem Prinzip der Stufenlinsen. I'm deni Kanieramann ein genaues GerBt zur Messung der Belichtungszeit uncl
des Kontrastes zu geben, wurde ein Belichtungsmesser entwickelt, der a u k r der genauen Belichtungszeit auch die Ermittlung der Helligkeiten der Schatten und Lichter gestattet.
Die Benutzung von Belichtungsmessern in der Atelierpraxis
wird in Zukunft erhohte - Beachtung finden miissen, da die
Filme nicht mehr wie bisher individuell, sondern nach konstanter Zeit entwickelt werden.
Prof. Dr. H. J oachiiii. Dresden: ,.Hildrc~aitdAelligkeifin
Filmfhcafcm, Richflinien fiir ihre f 3 e w w f t t ) i g zind :Vessiing."
In den verschiedenen Kinotheatern sind erhebliche ITnterschiede in der S t a k e der Bildwandbeleuchtung vorhanden; es
konnten Leuchtdichteunterschi& im Verhiiltnis 1:8 gemessen
werden. Da die Kopie immer nur auf eine bestimmte Bildwandhelligkeit zugeschnitten sein kann, ist die Folge hiemon, dal3
sehr oft nur eine mangelhafte Bildwirkung bei der Projektion
erreicht wird. Es sol1 deshalb in absehbarer Zeit eine Normdisierung der Bildwandbeleuchtung durchgefiihrt werden. Die
a)
S. a. diese Ztschr. M, 623 [1937j.
I93
V a r d r s und Vwrarnmlungm
Leuchtdkhte h e r Wand ist das Frodukt aua der B e W t q s Als Nonn fGr die Leurbt&kke und dean Reflertm~v-.
dichte ww Kinopmjektionsw&den werden 100 A p M b
(1 Apostilbgleich l/n.lo"Stilb. s.I)uDnote') vorgescblagen. J e
nachdem, ob man esmit diffusreflektkrenden Wgaden, die das
Licht nach d e n Wten glelchmapag z u r i i e r f e n , oder Init
Reflexwanden (Silbhirme und Perlwhde), die das Iicht
nach elner bestirmuten Richtung bevorzugt reflekthen, zu
tun hat, sind vexschiedene Toleranzen zugelassen.
Dipl.-Ing. W. Hegniann. Berlin: ,,Bildprojckliun mil
S u e c k s i l ~ ~ h d ~ ~ ~ m ~ ~ n . "
Fiir Khopmjektionslampen ist eine hohe Leuchtdichtt: bei
kleinex Ausdehnung der Lichtquelle erwtinwht, wobei die
Wgrmesbstrahlung miiplichst gering sein soll. Vortr. fiihrte
eine IuftgekWte, kugelformige 4-Elektroden-QuecIdkho~hc2rucklampevor, die fiir I(inOpr0jektion rpeignetist. Die 1,euchtfleche besitzt eine A u s d h n g von 4 x 4 min und erdteint
bei &was zii geringem Rotgehslt praktisch wein. Bei der
Wiedergabe \-on Farbfilmen treten jedoch wegen des verminderten Rotgehalts - wie ein vorgeftihrh Film d g t e -beachtliche Verf&Ischungen der Farbwerte auf.
Ik. H.J. Graniatzki: ,,Pbysikalischt Prubkrnr der Ftrnaufuahmr."
Die nio<lerne Photographie und KinematograpMe wird
liliufig vor die Aufgabe gestellt, Aufnahmen iiber @fie Entfernungen herzustellen, z. 13. unzugAngliche Objekte, Landscha€ten mit weiter Sicht, !Neraufnahmenund ndlitllrlsche Aufnahmen. Hierbd tritt eine Reihe von Problemen auf, die
auf dem Gebiet der Astroncm~ieschon lange Gegmbd besonderer Untersuchungen war. Folgede 1 Faktaren sind
von bedeutendem EhfluO auf das Bgebnis: Optik, E n d d o n ,
die mechantsche Aufstellung dM 1nstmmente.q u d die Rcschaffenheit der - 4 b m p k : ('made die letztell beiden
Faktoren waden sehr oft unterschiitzt. Par die FernaufnahmeOptik stehendrei Typen zur Verfiigung: Der astnnromtschc
Refr~ktor,das Spiegdteleskop und die Spiegellk. M e trotz
g r o h Brennweiten immer noch sehr kleinen Bilder stellen
@Bte Anforderungen an die Wiedergabefugkeit der
Emutsion. Verlangt wird bei hoher EmpfindUchkeit f
b Korn,
bestes Aufl6~utqpven116genund grol3e Steilheit. Die erschiittcrungsfreie Aufstellung der Iustrumente ist ron griiOter Bedeutung. Bei langer Brennweite konnen rein m e c h a d f e
Fakhen die Aufnahmen illuaorisrh macha. Auch die I,&unruhe, die besondm in Bodennahe sehr GOB ist, wirkt sich
aehr verhAngnhvol1 aus; 80 k6nnen v d der theoretiachen Aufl & i i n e a f t g~o5er Spiegelteleskope in manchen FUen iiur
wedge Prozente im Bilde zur Wirkung kommen.
Dr. W. R a h t s . Berlin: ..l)as Arbrilen mit Sicherlrcih..ilm
I ~ Normalfurtnai
L
."
tungen rdektiert wird, in beatimmter Kichtung in den Zuschauerraum zu werfen. Man erreicht hierhch .&wa die
10 facheHeUgkeit&&eruq
uad kanndasGro@ojektioaebild
bei gleicher HeUigkeit auf 11rn' vergrii9ern. Wche Schirme
sind auch ffir die Klnoteehnilr \-on Inter-.
uipl.-Ing. H . Warncke: .,De7 kchrische Stand der Stermphode."
Unter Stereopbde versteht man daa raumltche Hiip.en.
13.benSowie manerst durch Sehen mit zwei Augen den plastischen
vom Raum erhlllt, ist es auch erst durch H6ren
zwei Ohren milglich, den Ort einer Schallqde im Raum zu
l e e n . Die Aufgabe besteht darin, such bei ahrstfschen
~!'bertragungen,ins-.
beim Tonfilm, dem HGaer einen plastiwhen Eindruck zu iibermitteln. Dies lie& sich z. B. erreMxn.
wenn im Aufnahmerauni 2 Miluophmre in Ohrabstand stinden,
von denen das eine mit der linken Muschel und das andere
nlit der rechten Muschel eineil KopWers verbunden ist. Da
inan jedoch
Kinobesucher d c h t zumuten kann, sich
dnen KopWer aufiusetzem, hat man einen anderen*Weg
k h r i t t e n , der denselben stereophonkhen Effekt erglbt.
R d der Aufnahme stellt man zwei oder mehtwe BUluophone
auf, deren Strihne getrennt aufgedcbnet werden, und ordnet
llei der Wiedergabe jeder .4ufzeichnung &en besonderen
mtnprechend aufgestellten Lautsprecher zu. In der technisclm .hsfiiihrunp; ergibt sich eine g e w k Vereinfachung
cladurch, &B ftir die xptalisierung der Schdlquelle nur die
hohen Frequenzen maDgeblich sind. und somit nur fiir die
hohen T h e besondere Lautsprecher benxitigt werden. wahrend
die tiefen T h e zusammen iiber einen sog. Tiefton-Lautsprecher
gebracht werden Wmen. k den aterecphonischen Zffekt
hinaus erzielt man durch diesea Verfaluen auch noch eixuh
Ueutende QualitatsverbeRperiing. Besonders wirtungsvoll
waren Vorfuhnrngen von .stereoplumkchen Filmen mit abgedeckteni Rild, bei denen es jedeni Zuhiirer ohm weiteres
ni6glich war, die Bmder Schauspieler a d der Bclhne
rein akmtisch zu definieren. Dss Verfahren ist sinngemaD
fiir jede Musilciiibertragung anwendbar. Vortr. demonstrierte
cues durch ttbettragung eines Orchesterkauertes aus der
Singakadeniie niitteh dreier getrennter 1,eitungen in den
Vortragssaal.
m i t e
Tagung der SUdwetatdeut6dien Chemtedorenten.
30. April 193!J in praokiurt a. M.
hmeldungen v m VortrQpn bis zum 10. M B n erbeten an die
Hausverwaltung der In6titnfe fiir anorganlsche und orgdsche
Chemie, Frankfurt a. M.. Robert-Mayer-StraDe 7-9.
28.
Xachdeni hereits iru vergangenen Jahr ein GroOversuch
Der VIII. Internationale ate-wird im Juni 1940
niit 450000 m Sicherheits-Pdtivfilm durchgeftihrt wordem
war,der die Brauchbarkeit des sic her^^ erwiesen hatte, in Deutschland atatffindea. Im f d g e d e n werden einige
wurde in diesem Jahr Mchmals ein Versuch niit 1,5 Mill. m 'fiemen aufipfllhrt, zu welchen Berichte eingereirht wedem
Sicherheitsfilm eiqesetzt, der t
e
e
n 8011, wit: sich der Pylm in kijnnen.
der praMischen Verarbeitung v e r u t . Im ?u'ormetlsusschuU Kommiadon I (Wimemchaftliche und physikdilie trragen sehr
wurde ein Xormenblatt-hhtwurf fiir Sicherheitsfilm a m niedriger Temperaturen und der Thennodynamik; Technik der
sehr tiefen Tempesaturen):
gesrbeitet, der international gebilligt worden ist. Fs ist zu
1. Die Rage der Temperaturskala.
hoffen, daB der Sicherheitsfilm in abaehbarer Zeit allgamin
2. Rntwurf thermodynamiecher Diagramme.
eingefiihrt werden kann. Wird die Verarbeitung des Sicherheitsund Hgenachaften der Stoffe bei sehr tiefen Temfilms in den Kopieranstalten sachgemiU3 durchgefuhrt
.. , .80 ist 3. Verhalten
peraturen.
eine nilormale LBngenverWerung infolge IAngung in den
BMtm und §chrumpfung beim Trocknen nicht zu befiirchten. K o m m i . . l w I1 (yhy.gikal.-techn. Probleme der Kilteindustrie):
1. Vereinhdtlichk Tafeln f i b die thermodynamkhen EigenL)er Herstellug von Klebestellen mull eine @Bere Aufmerkschaften des Animoniaks und vorliiufim Tafeln fiir die anderen
samkeit geschenkt werden; bei sorgfatigem Arbeiten besteht
Katemittel.
jedoch aiich hier k i n e Gefahr.
2. Uericht iiber die Eigenschaften der Isolicr- und Alxleckunw
stoffe.
Dr. K. Miiller : ,,Gropbilderzengung k i n r Fernsehfilm.''
3. Berichte iiber die Texuperatur- und PeuchtigkeitsmeDgerate
Bei dem k t i g e n Stande der Technik iat es nlaglich, das
und iiber die gaeanalythhen UeOgerHte.
durch ein FJektronenbfindel erzeugte Pluorescembild vou
Komml..Lon
I11 (Biologic u.Chetnie d. Nahrunpnittel u. Hygiene):
Hravmchen Rohren, die niit NO000 V A n o d ~ p a n n u qbe1. K a l t e s c W bei in tiefer Tetnperatnr gelagtrten liichtm
triebrn wertien, auf 1 iii* (;riNe, bei einer Helligkeit von SO I,-,
und Gemiiaen.
unter \'erwendung notmaler Projekthsschixine zu ~ 7 e r g r 6 h . -.
3 ICnzyme in der N n h r u n p n i i t t v i c r u n g .
' Chemie der
Urn zu grolkren Flachen zu kommen, verwendet nmi rlas bereits
rvahrungbmittel.
ofters vorgeschlagene Prjnzip der Libenmsteruchirnie. Durch
an
3 * Serfshrrn zur chemischcn Restimmung des ['*halts
geeignete ihordnung der 1,inaen ist es hierbei nlijlich, das
Vitamin C.
4. Vrrf3hrcn xur Restiinmung cles Frischczustondes vnn Pischen.
game aufpttrahlte 1,icht. das 110119t diffus nacli allen Kich-
I94
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