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Deutsche Gesellschaft fr photographische Forschung.

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V ersu~mmlungeber~ohbe
Vortr. kam dann auf seine eigenenhbeiten auf diesem (la13 die st&rkeren Spektrallinien (infolge Abbildungsfehler des
Gebiet zu sprechen, die 1937 aufgenommen wurden. Es sollte Spaltes, Streulicht usw.) breiter sind als die schwacheren, u. zw.
davon, ob die groflere Intensitiit von h g e r e r Beein Verfabren gefunden werden, das in kiirzester Zeit ein unabh-g
Maximum an Empfindlichkeitszuwachsbei einfacher Behand- lichtungszeit. g r o k e r Menge der verdampften Substanz,
lung ergibt. I n der Erke.nntnis, dal3 als primare Ursache der kleinerem Abstand der Lichtquelle vom Spalt usw. herriihrt.
trockenen thrsensibilisierung zuerst das Hineindiffuildieren Das nlit einem Registrierphotometer ausphotometrierteSpektroder Quecksilberatome in die Gelatineschicht anzusehen ist, gramm der zu untersuchenden Substanz. der eine bestimmte
m d t e zur Beschleunigung dieses Effektes e h e Konzentration Grundsubstanz beigemischt wird, wird nun folgendermakn
vorhanden sein, die in Dampfform bei den zur Anwendung ausgewertet: I n Hohe der Schwiirzung der Linie z des gekommenden Temperaturen nicht zu eneichen ist. Es wurden suchten Elementes wird die Breite der Linie der Grundsubstanz
daher die zu behandelnden W c h t e n direkt mit dem flussigen ermittelt. Diese Breite ist unabhringig von der Schwlirzung
Quecksilber in Beriihrung gebracht; die Einwirkung konnte von z, d. h. die Breite der Grundlinie ist in der Hohe der
durch Temperaturerhijhung bis uber looo noch gesteigert Schwlirzung von z stets die gleiche, u. zw. uber einen weiten
werden. Das Maximum der Empfindlichkeitszunahme ist Intensitiitsbereich von z. Diem Verfahren ist vor allem auch
bei diesem Verfabren bereits in einigen Sekunden erreicht. unabhgngig von dem Entwicklwagsgrad der Platte und dem
Eine l&ngere Einwirkung des Quecksilbers ergibt keine Stei- Schleier. Wird die Platte verschieden entwickelt, so wird die
gerung mehr, sondern hat einen sehr plotzlichen Anstieg des Grundlinie so vertindert, da13 in der H6he des maximalen
Schleiers zur Folge. Vortr. zeigte d a m in einer Reihe von Ausschlages fiir z (entsprechend der Schwiirzung von z) die
Lichtbildern die Ergebnisse seiner Versuche an verscbiedenen Breite stets die gleiche ist. Aus der Eichkurve fiir die Breite
Handelsemulsionen. Der Empfindlichkeitszuwachs wurde je- von G in Abhgigkeit des Gehaltes des Elementes mit der
weils in Eder-HechtE;inbeiten angegeben; er war grokr, als Linie z kann nun dieses Element quantitativ bestimmt werden.
er durch Dampfiebandlung je zu erreichen ist. Aus der graphiProf.Dr. G. Scheibe, Miinchen: ,,Reversibel @oZymerisiertc
schen Darstellung des Einflusses von Temperatur und Einwirkungszeit ergab sich, daB das Maximum weitgehend von Farbstoffe als Ewrgieiibertriger und a b Sensibilisatoren in der
der Temperatur a b h g i g ist und bei niedrigerer Temperatur Photographie."
Mit den vom Vortr. aufgefundenen reversibel polymeridurch lhgere Einwirkung nicht erreicht wird. Aus Empfindlichkeitskurve und Schleierkurve ist das Gebiet der ,,opti- siexbaren Farbstoffenl), deren polymere Fomen ein neumalen" Behandlung zu erkennen. Wie Vortr. betonte, artiges, auDerordentlich schmales Absorptionsband und ein
bleibt im Gegensatz zu den Ergebnissen von Derssh und DGrv ebenso schmales, an der gleichen Stelle liegendes Fluorescenzdie Empfindlichkeitssteigerung bier bei der Lagerung liinger band aufsqeisen, lassen sich durch gewisse Farbstoffgdsche
erhalten; die jedocb stets auftretende Schleierzunahme konnte verschiedenartige Wirkungen in der Sensibilisation photodurch Niedrighalten der Lagertemperatur, ,,Einfrieren", zu- graphischer Schichten erzielen. Die Farbstoffmolekiile sind
riickgehalten werden. Weitere Bilder zeigten Gradations- kettenftirmig aneinandexgelagert und bilden in ihrer Gesamtverlauf und Farbenempfindlichkeitskurven der Schicbten vor heit eine Absorptions- bzw. Fluorescenzeinheit, d.h. diese
und nach der Behandlung. Eine scbwacbe Gradationsauf- Aggregate besitzen die Fahigkeit, die eingestrahlte Lichtrichtung war auch hier zu erkennen; die Farbenempfindlich- energie bis zu 100000 Molekiilen fortzdeiten.
keit war in den gezeigten FUen in allen Teilen des Spektrums
Prof. Dr. E; von Angerer, Miinchen: ,,Einige Anim selben Verhsltnis geblieben.
wendungen der Zrafrarot+hotogva@hie."
In einer sich anschlielknden angeregten A u s s p r a c h e
Die I,eistungsfiWgkeit der modernen Infrarotschichten
beantwortete Vortr. no& eine Reihe von Einzelfragen und wird besprochen und die bekannte Umwertung der visuellen
betonte, daB erst weitere Untersuchungen abzuwarten when, Helligkeitswerte von Farben im Ultrarot (Chlorophylleffekt
u m uber mogliche weitere FortscMte bei diesem Verfahren usw.) an Beispielen gezeigt. Eine Reihe von Femaufnaliberichten zu konnen.
men, die mit Objektiven von 1 m Brennweite aufgenommen
waren, lie13 die bekannte Fghigkeit der Infrarotschichten,
das sonst sttirade Luftlicht zu unterdriicken, gut erkennen.
Deutsche Oesellschaft
Am meisten hierzu geeignet war die Agfa-Platte ,,800", wghfir photographisdm Forsdrung.
rend die Platte ,,1050" nicht wesentlich mehr Einzelheiten
9. Tagung, 25. u. 26. Mai 1939 in Miinchen.
zeigte, dabei aber eine -1500fache Belichtung erforderte.
Die technische Verwertung dieser Schichten fiir LuftbildDer AnlaB zu der Verlegung des Tagungsortes von Berlin
nach Miinchen war eine mit dem loqjiihrigen Bestehen der Photo- aufnahmen diirfte vorerst durch die geringe Empfindlichkeit
graphie verkniipfte Gedenkfeier und Ehrung fiir Hennann Wilhelm verhindert werden.
Vogel, dessen Biiste in der neu eroffneten Abteilung fiir Photographie im Deutschen Museum aufgestellt wurde. In der feierlichen
Siteung, welche der Enthiillung der Biiste am 25. Mai voranghg,
hi& die historische Rede Prof. Dr. Erich Stenger, Berlin:
,,I00 Jahre Photographie und H m n n Wilhelm Vogel."
AnschlieDend betrachtete Prof. Dr. Y a x Bodenstein, Berlin,
in seinem Vortrag ,,Photochemische Se&bik&M'
das Phiinomen
der Sensibilisationvom allgemeinen Standpunktder Photochemie aus.
Dr. habil. Rollwagen, Miinchen: ,,Die Bedeutung der
+hotographischen Schicht far die chemische SpektralalPalyse."
(An Stelle von Prof. Gerlach.)
Nach kurzer Darlegung von Zweck und Zikl der Spektralanalyse in der heutigen Technik gibt Vortt. Richtlinien fiir
die Eigemchaften, wdche das photographische Aufnahmematerial fiir die Emissions- und Absorptionsspektren haben
soll. Vorteilhaft sind Schichten mit moglichst langem geradlinigen Teil der S-Kurve und bezuglich der Farbwiedergabe
ausgeglichener Empfhdlichkei:. Die Gdschwankungen der
Platten konnen Fehler bis zu 1,5% verursachen. Dieser Fehler
wird weitgehend vermieden, wenn man nioglichst benachbarte
Linien vergleicht. Weiter wird die bekannte Methode der
homologen Linien erlautert und schlie13lich eine neue Methode
zur photometrischen Auswertung von Spektrallinien angegeben, bei der der Einfld des Schwlirzungsgesetzes ausgeschaltet wjrd: Diese Methode beruht auf der Beobachtung,
4 n g r w a n d l c Chemie
68.Jnhrg.1939. K r . 4 2
Im Mittelpunkt der Tagung am 26. Mai stand die
Auespraehe fiber sensftometl.lache Fmgm,
der bereits am 21.-23. Mai Sitzungen im kleineren Kreis
vorausgegangen waren, zu denen verschiedene auslandische Ggste erschienen waren (Dr. M. Abribat, Paris;
Dr. W . Clark, Rochester, USA.; E . R. Davies, London;
Dr. L. A . J M S , Rochester, USA.; Dr. S. 0. Rawling,
London; Prof. Dr. E . Riisi, Ziirich).
Reg.-Rat Dr. W. Meidinger, Berlin: ,,Die Bewcihruug
con DIN 4512e) in der Praxis."
Es wird die gute Reproduzierbarkeit der DIN-Messungen
henmrgehoben, welche auf die Anwendung der sog. optimalen
FWwicklung zuriickgefiihrt wird. Eine in Bearbeitung befindliche Neufassung des DIN-Blattes soll einige Unklarheiten
insbes. beziiglich der sog. optimalen Entwicklung, beseitigen.
Einwandfreie Nachpriifungen ergaben, daB die Temperatur
des Entwicklers h e r h a l b gebriiuchlicher Grenzen keinen
Einfld ausiibt, dal3 aber der Gebrauchszustand eine Rolle
spielen kann. Um diese unkontrollierbaren Einfliisse anszuschalten, soll der Entwickler nur einmal verwendet werden
und soll vor Gebrauch kurze Zeit an der Luft gestanden haben.
1)
8)
Vgl. diese Ztschr. 50, 51, 212 [1937]; 62, 631 [1939].
Vgl. ebenda 60, 554 119371
639
V ersammlungsberichle
Die laufende t'berwachung der DIh'--?lngaben der Fabrikate, wie sie seit einigen Jahren \-on der PhysikalischTechnischen Keichsanstalt durchgefiihrt wird, ergab, daB die
DIN-Angaben von mindestens 95% aller Filme bzw. Platteti
den Anforderungen von DIN 4512 geniigen.
Dr. Davies, London, bestiitigte die gute Reproduzierbarkeit der DIN-Messungen. DaB das DIN-System im -411sland nicht bedingungslos angenommen wiirde, liige an der
optimalen Entwicklung.
Prof. Dr. L u t h e r , Dresden: ,,Die Themepi u i d das EPgebnis der Vorbesprechungen."
Eki standen zur Diskussion: 1. Die Messung der Gesamtempfindlichkeit ron photographischem Negativmaterial;
2. Messung der Farbenempfindlichkeit; 3. Kijmigkeitsmessung;
4. Dichtemessimg.
Vorschlsige zu einer eindeutigen Festlegung der D ic h t e messung sollen auf allgemeinen Wunsch vom Kodak-1,aboratorium Rochester ausgearbeitet werden. Vergleiche ron
Messungen der Kornigkeit nach der Calliev-Methode in
Deutschland, Frankreich und England ergaben Vnterschiede,
deren Ursachen durch Austauschversuche geklart werden
sollen. Betr. Parbensensitometrie wird der Vorschlag auf
Grundlage des DIN-Systems*) erortert. Jedoch kann natiirlich zu diesen Fragen erst Stellung genommen werden, wenn
die MeBmethode der Allgemeinempfindlichkeit international
festgelegt ist. Die ausgedehnteste Diskussion fand iiber das
Thema ,,Ge sa m t emp f indlic h k e i t!' statt . Die amerikanischen Vorschliige von L. A . Jones (s.u.) sowie der Vorschlag des englischen Komitees (s.u.) werden eingehend besprochen. Es werden Einzelheiten der praktischen Ausfiihrung erortert sowie theoretische und praktische Bedenken
geW3ert. Beschlossen wird. daB die Vorschlsige im Zeitrautn
von etwa 1Jahr in Vergleichen rnit dem DIN-System erprobt
werden sollen. Danach konnen die Ergebnisse dieser experimentellen Arbeiten als Grundlage fur einen Beschlu0 auf dem
niichsten internationalen KongreB fiir Photographie dienen.
Dr. W. Clark, Rochester, USA.: ,,Sensdtornetrie it1 den
Vereinigten Staaten."
In Amerika ist erst in letzter Zeit ein Bediirfnis nach
Empfindlichkeitsangaben auf den Fabrikaten entstanden,
u. zw.durch die itnmer grol3er werdende Verbreitung der Belichtungsmesser. Es folgt sodann ein Referat iiber das Prinzip
des sensitometrischen Systems von L. A. Jones, welches bei
Kodak-Rochester zur Brmittlung der Empfindlichkeitsangaben
dient: Die Grundlage zur Beurteilung der Empfindlichkeit,
d. h. fur die Belichtung, welche in der Kamera zur Brrzeugung
eines geeigneten Negativs notig ist, soll durch die Qualitsit
der Kopie bestimmt werden, u. zw soll die niedrigste Belichtung maagebend sein fur das Xegativ, welches die beste
erzielbare Kopie ergibt. Die ,,beste Kopie" wird auf statistischeni Wege ermittelt. In allen Pgllen wurde gefunden,
daI3 das Xegativ-,das die erste beste Kopie ergibt, in eineni
Rezirk der S-Kurve liegt, die einen betriichtlichen Teil der
Unterexposition erfal3t. Weiter ergibt sich, daI3 ein praktisch
konstantes Verhtiltnis (3:10) besteht zwischen dem Minimumgradienten des Xegativs und seinem Durchschnittsgradienten
iiber einen Logarithmus der Exposition von 1,s (entsprechend
einem Objektunifang ron 30: 1). Es wird deshalb als sensitometrisches Kriteriuni der Kameraempfindlichkeit diejenige
Exposition angenommen, die demjenigen Punkt auf der
S-Kurre entspricht, an dem der Gradient gleich ist 0,3 des
durchschnittlichen Gradienten iiber das Gebiet log E = 1,s.
Entwickelt wird rnit verschiedenen, den Materialien angepdten, in der Praxis verwendeten Entwicklern. Die Entwicklung wird so gewiihlt, daB die Gammawerte der durchschnittlichen guten Praxis in USA. entsprechen: AmateurRollfilm y = 0,9 und Kleinbildfilm y = 0.8.
Dr. S. 0. Rawling, London: ,,Obey eine reproduzierbare Zeit-Tempevatur-Entwilungsmethode."
Der Vorschlag des englischen Komitees geht dahin, die
optimale Entwicklung des DIN-Systems durch eine durch
Zeit und Temperatur definierte und reproduzierbare Entwicklung zu ersetzen. Es wird eine erprobte Entwickler-
440
vorschrift gegeben. Das Prinzip des Verfahrens besteht in
der Anwendung eines Dewar-GefliDes als EntwicklungsgefiilD,
wobei die Durchmischung in einfacher Weise von Hand vorgenommen werden kann, indem das GefU in die Bewegungen
eines rotierenden Mischfasses versetzt wird.
Weitere Vortr8ge.
Prof. Dr. H. Frieser, Dresden: .,Ir'6rnigkeit und Aufliisungscermiigen bei Positiven."
Die Betrachtungen hatten vornehmlich da.. Ziel, die Begrenzung der Vergrokungsfiihigkeit im photographischen
Prozel3 me13bar zu erfassen, indem Beziehungen zwischen
Kornigkeit und Auflosungsvermogen einerseits und ('>renzx-ergroI3erung andererseits gesucht werden. Zu diesem Zweck
wurde die mittlere Schwarzungschwankung und die Grenzvekgrol3erung von Kopien und Vergrol3erungen gleichm80ig
geschwsirzter Negativstellen bestimmt und rnit der Kornigkeit
des Xegativs und den Eigenschaften des Kopiermaterials verglichen. Es ergaben sich Werte, aus denen sich die Begrenzung
der VergroBerungsfiihigkeit durch die photographische Schicht
und das fiir die Schicht kleinste brauchbare Negativformat
ableiten laI3t. tbereinstimmend mit Ergebnisseti von Hansen
u. Ir'eck, sowie von Eggert u. Kiistev ergab sich, daI3 das Produkt aus dem K-Wert (Kornigkeit nach Callier-Methode) und
GrenzvergroBerung praktisch konstant ist.
Prof. Dr. E. Riist, Zurich: ,,Anforderungen an einen
zttverl&sigen Belichtungsmesser."
Ein zuverl-iger
Belichtungsmesser m d die Leuchtdichte des dunkelsten noch bildwichtigen Tdes des Gegenstandes messen. Er mu0 die Mindestbelichtung anzeigen, die
hei der verwendeten Aufnahmeschicht fur den dunkelsten
Gegenstandsteil eine bestimmte Mindestschwiirzung (0,l iiber
Schleier) ergibt. SchlieBlich soll er die spektrale Zusammensetzung des Lichts und die Farbenempfindlichkeit des Aufnahmematerials berucksichtigen. Anschaffungskosten und
Betriebskosten diirfen nicht zu hoch sein. Vortr. ftihrt ein
Gerat vor, welches den gestellten Anforderungen geniigt und
folgendermaBenarbeitet : Das aus dem Raum in das Instrument
f allende Vergleichslicht wird durch eine Sperrschichtzelle gemessen, auf ein bestimmtes Niveau gebracht und dann die
Helligkeit des anvisierten Objektes iiber einen Photometerwiirfel mit diesem nivellierten Licht visuell verglichen.
Dr. habil. H. S t a u d e , Berlin: ,,Die Rolle der Oxydationsprodukte bri dev Entmkklung."
Durch Versuche mit sorgfaltig von Oxydationsprodukten
befreiten Entwicklerlosungen konnte wahrscheinlich gemacht
werden. da13 bei der chemischen Entwicklung die Anwesenheit
solcher Stoffe fiir die Einleitung der Entwicklung notwendig
ist : Die von Oxydationsprodukten freien Bntwickler wirken
wesentlich langsamer als solche, welche 0-Prdukte enthalten.
Die Rolle dieser Stoffe wird durch die Annahme erklgrt, d d
sie die bevorzugte Adsorption des Entwicklers an den Keimen
des latenten Bildes bewirken.
F. Leiber, Berlin: ,,obey gesteigerte Farbwivkung beam
Sehen und bei der Farbenphotographie."
Ausgehend von der Young-Helmholtzschen Theorie des
Parbensehens wird gefolgert und auch demonstriert, da13
Korperfarben in einem spektral nicht kontinuierlichen Beleuchtungslicht je nach spektraler Lage der Lichtbestandteile
in verschiedeneni Reinheitsgrad, d. h. in verschiedener Sttigung, erscheinen.
Dr. G. Heymer, Wolfen: .,Die Schwcirzungskurve in dev
Farbenphotographie. "
Das Hauptkriterium der additiven wie der subtraktiven
Farbenverfahren ist die Grauskala. Aus Abweichungen vom
neutralen Grau kann auf Fehler (Belichtung, Teilfarbenausziige) im Gang der Verfahren geschlossen werden. Die
messende Auswertung bei additiven Verfahren macht keine
besonderen Schwierigkeiten. da nur Silberbilder auszumessen
sind. Bei den Farbstoffbildern der subtraktiven Verfahren
dngcaondlc Chemie
5P.Johrg.1930. A'r.4P
N e u e BQlcher
fuhrt die verhiiltnismUig einfache Ausmessung mit Komplementtirfiltern zum Ziel. Mittels eines Umrechnungsfaktors
mussen dabei die Komplementiirfiltermessungen auf das Gewicht gebracht n-erden, das sie bez. der Grauskala besitzen,
wodurch sie dam fur eine genaue Beurteiluty: der richtigen
Abstimmung brauchbar werden.
Prof. Dr. J. E g g e r t , Leipzig: ,.Eila #ewes farbenkinewatographisches Verfahren (Agfacolov-hTegativ-Positiv-P?'ozep)."
Das neue i'erfahren hat zur Grundlage das bereits bekannte Agfa-Color-Neu-Verfahren,
welches nach der Methode
der Parbentwicklung (mit den diffusionsechten Komponenteil
fur die Farbentwicklung in der Schicht) arbeitet. Es besteht
in der Herstellung komplexnentiir gefgrbter Negative, von
denen auf dem gleichen Material beliebig viele Abzuge erhalten werden kiinnen. Die Farbabstimmung der Positire
kann, wie an einem vorgefuhrten Film gezeigt wird, in weiten
Grenzen wiihrend des Kopierprozesses beeinflat werden.
WEUE BUCHER
Auf Grund einer jahrelangen Erfahrung und umfangreichen
praktischen Ttitigkeit entwickelten die Verfasser gekiinte und
zusammenfassende Arbeitsvorschriften, die laufend den1 Stande
der wissenschaftlichen llrkenntnis angepdt wurden und in
der vorliegenden Form der Offentlichkeit ubergeben werden.
Das Buch behandelt alle Pragen der organischen Mikroanalyse in sehr iibersichtlicher, leicht v e r s t W c h e r und
gewhenhafter Art. Einleitend werden zun%chst die mikroanalytische Waage, das Wiigen auf dieser Waage sowie die
verschiedenen mikroanalytischen Hilfsgerate und die Einrichtung eines mikroanalytischen Laboratoriunis beschrieben.
Diesen allgemein giiltigen Ausfiihrungen schliel3en sich zuniichst Angaben uber die Probenrorbereitung an. Das folgende Kapitel behandelt eingehend in allen Einzelheiten die
Elementaranalyse; z d c h s t die B e s t h u n g von Metall und
Ruckstand in organischen Korpern, Bestimmung des Neutralisationsiiquivalents, volumetrische Bestimmung \-on AminoStickstoff, die gasvolumetrische Stickstoffbestimmung, Bestinimung von Kohlenstoff und Wasserstoff und die der Halogene, des Schwefels, Phosphors und Arsens. Diesen einzelnen
Bestimmungsverfahren wird in der Beschreibung immer das
Grundsittzliche, die erforderliche Apparatur und die notu-endigen Reagenslosungen vorangestellt; den .4bschluB jeder
fur sich geschlossenen Arbeitsvorschrift bilden die Berechnung
des zu bestimmenden Elementes und eine die Bestimmung
betreffende Schrifttumsubersicht. Der Elementaranalysefolgen
die Verfahrai der Bestimmung des Yolekulargewichtes, der
Konstitutionsermittlung, wie die Bestimniung der Acetylgruppen, Bestimmung des aktiven Wasserstoffs u. dgl.
Das Buch zeichnet sich durch lebendige Darstellung aus.
Dadurch, daS es aus der Praxis entstanden und immer wieder
neu geformt wurde, geht es nur auf das Wesentliche ein
und liiI3t Unniitzes fort. Der Berichterstatter ist der Meinung, daI3 heute auf dem Gebiete der organischen Mikroanalyse das vorliegende Buch das einzige ist, welches in
knapper, aber vollstiindiger Form dieses Fachgebiet erschopfend behandelt.
AT. Nie/3ner. [BB. 113.1
Georg Simon Ohm. Von J. Zenneck. Deutsches Museum,
Abhandlungen und Berichte. VDI-Verlag G. a. b. H.,
Berlin 1939.
Der anlUlich der Feier des 150. Geburtstages von Ohin
in Koln am 16. Mtirz 1939 gehaltene Vortrag teilt sich in die
Abschnitte: Das Leben Ohms; die Werke; Persiinlichkeit.
(Ohm als Lehrer ; Anerkennung Ohms: iiuaere Erscheinung.)
Er ist ausgeschmuckt mit Bildern der \-on Ohm selbst hergestellten, uns erhaltenen Forschungs-und Unterrichtsapparate,
Auszugen seiner Beobachtungshefte und einer Photographie
der am 19. M&rz 1939 im Alten Kolnischen Gymnasium enthtillten Gedenktafel, und er ist gewurzt mit allerlei allgemeinen
Bemerkungen, deren ernster Witz alles das auszeichnet, was
Zenneck schreibt und spricht. Wer Freude an der Sache oder
an einer sachlich klaren (und daher allgeniein verst&ndlichen)
Darstellung eines Stuckes deutscher Forschung hat, in welcher
die Person des Forschers selbst auch zu ihrem Recht kommt, Veroffentlichungendes wissenschaftlichen Zentrallaboratoriums der photographischenAbteilung Agfa. BandVI,
sollte diesen Vortrag lesen.
W . Gevlach. [BB. 127.1
VII, 273 S. mit 163 Abb. und einer farbigen Beilage. \'erlag
S. Hirzel, Leipzig 1939. Preis kart. RM. 14,-.
Die Praxis des organischen Chemikers. Von L. G a t t e r Der vorliegende 6.Band der Veroffentlichungen des
mann, bearbeitet von H. Wieland. 26.Auflage, 428 Seiten,
wissenschaftlichen
Zentrallaboratoriums der photographischen
mit 58 Abbildungen im Text. Verlag W. de Gruyter & Co.,
Abteilung -4gfa enthiilt neben einigen Originalarbeiten eine
Berlin und Leipzig 1939. Preis geb. RM. 12,-.
Sammlung der in der letzten Zeit erschienenen wichtigsten
Die nach zweijahriger Frist neu erschienene 26. Auflage Arbeiten der Mitarbeiter des Laboratoriums und zeigt ebenso
des .,Gattermann" unterscheidet sich kaum von der vorher- wie seine Vorgiinger die enorme Vielseitigkeit, welche die
gehenden. Neu ist lediglich ein kleiner Absatz uber Phthalo- photographische Forschung und die Anwendung der Photocyanine sowie die geaderte Chlorophyllformel. Es w&re graphie heute besitzt. Von den -4rbeiteii wird dem \-orwiegend
empfehlenswert, wenn das niichste Ma1 in stgrkerem Ma& chemisch interessierten Leser \-or allem ein Aufsatz uber den
die Fortschritte in den theoretischen Erkenntnissen der or- Anteil der deutschen Teerfarbenindustrie a m Ausbau und der
ganischen Chemie beriicksichtigt wtirden. So konnen die An- Weiterentwicklung der Entdeckung der Sensibilisierung intersichten uber den Mechanismus der Acetessigestersynthese und essieren, wie auch zwei Arbeiten uber die spektrale Empfincluber die Bromierung aromatischer Verbindungen - um nur lichkeit photographischer Schichten und den Mechanismus
wenige Bekpiele zu nennen - heute nicht mehr aufrecht- der Sensibilisierung. Zine Reihe 'on Arbeiten hat die
erhalten werden. Die so wichtigen Begriffe der ,,Mesomerie" Verarbeitung photographischer Materialien zum Gegenstand
und der ,,Wasserstoffbriicke" werden noch nicht erwiihnt, ob- wie die Schnellentwicklung von Papieren, das Reflexverfahren,
wohl gerade die Besprechung des Acetessigesters hierzu gute die Silberbestimmung in gebrauchten Fixierbiidern u. a. m.
Gelegenheit bate. Auch einige neuere priiparative Methoden, Ebenso wie in den friiheren Riinden ist auch der Anwendutig
wie Synthesen mit lithiuniorganischen Verbindungen, De- der Photographie ein g r o k r Raum gelassen. So beschiiftigt
hydrierungen mit Selen oder Oxydationen mit Selendioxyd, sich eine Reihe von Arbeiten mit der Farbenphotographie
verdienten, als hmgsbeispiel gebracht zu werden. Denn an (Pantachromverfahren),der Tonphotographieund der Riintgenein Buch wie den ,,Gattermann", ohne das fast kein Cherniker photographie. (Loehkameraaufnahmen mit Rontgenstrahlen,
arganische Chemie lernt, miissen die hochsten Anforderungen Rontgenleuchtschirmbildphotographie.) In einem Aufsatz
gestelIt werden.
Criegee. [BB. 117.1
wird die Verwendung photographischer Schichten fur atomphysikakhe Untersuchungen besprochen. Einige Arbeiten
Micromethods of Qantitative Organic Elementary Ana- erliiutern die Eigenschaften ron neueren photographischen
lysis. Von J. B. Niederl u.V. Niederl. JohnWiley & Sons, Materialien, vor allem auch die von photographischen Schichten
Inc., New York. Chapman&Hall. Ltd., London 1938.
fur die c-etschiedensten Zwecke der wissenschaftlichen PhotoDie Verfasser fuhrten die von F. Pvegl begriindete orga- graphie.
Schon diese kurze Angabe des Inlialts zeigt die Reichnische XvIikroanalyse in den Lehrgang an der New York University, Washington Square College, ein. Zu diesem Zweck haltigkeit des vorliegenden Bandes, welcher nicht nur dem
war es aus piidagogischen Griinden und vom Standpunkt des photographkchen Fachmam, sondern auch jdem, der die
praktisch arbeitmden Chemikers wiinschenswert, Anderungen Photographie als Hilfsmittel bei seinen Untersuchungen
der original Preglschen Verfahren vorzunehmen, ohne dabei benutzt, eine wertvolle Unterstutzung bietet.
H . Frieser. [ B B . 121.1
deren inneren Wert zu schm8lern.
dngevandlr Chcmir
48.Jahrg.1999. Nr.IO
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