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Deutsche Gesellschaft fr physiologische Chemie.

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Aufliisung bis unter 20 A ) bereits bis ganz nahe a n die Bereiche der
makromolekularen Chemie vorzudringen vermag, wo sich also
Biochemie und Morphologie die Hand reichen konnen. Beispielswrise erwiesen sich die Mitochondrien (der Sitz der strukturgebundenen Fermente des Zellstoffwechsels) als von feinsten LipoidProteininembranen durchzogen, die offenbar als Sitz der Enzyme
anzusprechen sind. Auch das scheinbar strukturlose Zellplasma ist.
in Wirklichkeit strukturiert. Die ca. 50 A dicken Myofilamente der
Muskelfibrillen scheincn ebenfalls noch weiter auflosbar zu sein. Die Erkcnnbarkeit feinster IJnterschiede zwischen normalen und
iiathologischcn Zrllrn schcint erst jctzt die Konzeption der Vir-
ohowschcn Zellulartherapie verifizierbar zu niachen. Dip Virusspeicherung und -vermehrung in den Mitochondrien von VirusTumorzellen konute verfolgt werden. In der Pflanzencytologic
konnten vor allem die Entwicklungsstadien der fiir die Assiniilation so wichtigen Chloroplasten (Chlorophyll-haltiae geformt?
Zellbestandteile) genauer studiert werden.
A . Dejnnt, Innshruck, beendete die Tagung mii einem Vortra:
uber ,,Aufgrrben uiad Ergebnisse der modernen Meereaforschung'..
Im AnschluB a n die Tagung hiclt R. liuhn, Heidelberg, einen
offentlichen Vortrag uber ,,Aniinozucker" (ausf uhrlich in diesem
Heft, S. 23).
[VB 8481
Deutsche Gesellschaft fur physiologische Chemie
Hmihnra. ?T,-?t?.
I)a sich die diesjahrige Tagung an die Versammlung der Arzte
und Katnrforscher anschloll, wurde lediglich ein langerer Vortrag
nrhen Kurzreferaten gehalten, dabei groGentcils sehr spezielle.
S. H O L L M A N N und 0. T O L I S T E R , Gottingen und Nashville ( I T S A ) : 7her Polyolkohol-dehUdrogennsen in Leber-Mitochoizdrien.
E s wurden mehrere Dipbosphopgridinnucleotid- und eine schr
spezifische Triphosphopyridinnucleotid-abhingige Xylit-dehydrogenasen gefunden. Erstere bilden D-, letztere L-Xylolose;
die Bedeutung der Befunde f u r den Glucuro-lacton-Abbau wnrde
diskutiert.
-4. H O L L D O R P , Hamburg: Isolierung iwn Glycerat-dehydrase
zur etizzyi~iutisch-optisehen Bestininiung oon H y d r o x y p yruvat nebeia
Pyruvui.
Aus frischern Spinat konnte eine n-Glycerins8ure-dehydrase
angereichert werden. Ihre Abhangigkeit von D P N ( H ) und ihre
optische Spezifitat (sie reagiert nicht mit der normalen L- Glyccrinsaure) ist analgtisch ausnntzbar.
H . Z E B E , A . D E L B R U E C I i u n t i T H . B U E C H E R , Marburg: (;lUceroi~hosplant-dehydrogennse tinter zellphgsiologischen
Aspekfen.
Der Flugmuskel der Wanderheuschrecke besitzt praktisch keine
Milchfiaurdehgdrogenase ( I ) (cr ist also wegcn seines hohen Encrgiebedarfs offenbar vollkommen auf aeroben Stoffwechsel eingestellt), dagegen sebr vie1 Glycerophosphat-dehydrogenase (11).
Vmgekehrt werden in Tumorzellen (bei denen nach Warburg die
Atmung gestort ist und der Energiebedarf vornehmlich aug dcr
Glyliolyse gedeckt werden mull) hohe 11- unrl im Vergleich zu normalen Gewebcn sehr niedrige I-Konzentrstionen gefunden. Dies
wird wic folgt interpretiert: Zur vollstandigen Vcrbrennung muG
der aus der Substratdehydrierung stammende Wasserstoff aus
dem Zellplasma in die Mitochondrien (zum Ort der Atmungskette)
transportiert werden; ob dies in Form des hydrierten DPN.H
moglich ist, ist offen. Neben der loslichen, DPN-spezifischen I1
enthalt der Flugmuskel aktive strukturgebundene Glycero-phosphat-oxydase (111) (@reen-Enzym). Eine quantitative Rekonst.ruktion der Verhaltnisse i m Vlugmuskel aus den Aktivitaten
und Affinitaten isolierter I 1 un3 111 fiihrt zu dem Schlull, dafi
ein ganz wesentlirhrr hnteil des estramitochoiidrialen Wasserstoffs iiber DihydroxyaMon -1-a-Glycerophosphat. in die ,,Struktur" eingeschleullt wird. Die (hypothetische) 'iibertragung soleher Gesichtspunkte auf andere Tellen wiirde bei nicht zureichcnler Aktivitat von I1 oder 111 und hoher Aktivitat von I
Milchsaureausseheidungeii in den extraz~llularen Raum auch
unter aiiroben Bedingungen erklaren,
F . B R A M S T E D T und H . F L A M M E R S F E L D , Hamburg
und Hanuover : Iiathepfische Enzyine des Pankreas.
I n gefriergetrockneten Pankreaspraparaten konntr neben der
tryptischen aueh eine yroteolytische Wirksamkeit bcim pH 4.5 bis
5,0 nachgewiesen werden. Diese war allerdings nicht lagerungsstabil und auch nur partiell mit CN- reaktivierbar. Um Peptidasen
handelt es sich dabci auf Grund entsprechcnder Substratversuehe
nicht.
Pankreashomogenate (also ohne Gefriertrocknung) werden autoaktiviert, komrnen zu voller Wirksamkeit allerdings erst nach
Cystcin-Zugabe.
U. ( ; R E I L I N U und L . K I E S O W , Berlin: TransphosphorylieThinillin-triphosphorsaureesfer.
rziiigeii t i t i t
Mittels Hefe aus Thiamin und Adenosintriphosphat synthetisierte's Thiamin-triphosphat konnte mit Hilfe einer ebenfalls aus
rIrfe gewinnbaren Transphosphorylase Glucose in das 6-Phosphat
Arbgeuj. Ghem.
69. Jahrg. 1957
I
Nr. 112
Seplember 1950
iiberfiihreii unter Ubergang in Thiamin-dip1iospIi;t. I n rler Diskussion wurde auf den zum Reaktionsbeweis nutwendigen absolut
sicheren AusschluG von katalytiach wirkrndr~n Adenosin-diphosphat-Spuren hingrwiesen.
I,. J A E X 1 ('I< E , Marburg: Zurrt Mechanis~nus drr FororielAktivierrrng.
Mittels einor aus Taubenlebrr angereicherten Formj-lasr ieineni
SII-Enaym) wurde die Reaktion
Tetrahydrofolsaure ( F S H 4 ) i HCOOH + AT'P
10-Formyl-FSH,
ADP - P,,,,rg,
+
f
studiert. Die AnieisensLure diente hier zunirhst nur a h unphysiologistrher Modell-Formyidonator.
10-F-FSH, ist das Coenzym des t.ransfortnylirrf~~idr~i
Ihzynies,
fur das folgende Struktur angenommen wird:
H
COOH
I
-CONHCHCH,CH,COO
H
CHO
11
(:. I i l L L M t l N N , Tiibingen: Zur Biosynfhese des Sehilddriisenhornions.
Thyroxin ( I ) licfi sich durch Kupplung v o n J)ijorltyrnsin mit
seiner analogen Ketosaure
( HO-<>-CH,-CO-COOH
;
II
)
synthetisierrn; I1 konnte als Zwischenprodukt tler ThgroxinRiosyntheso hisher nicht nachgewiesen werden.
I$. B I E K E R T , Miinchen: Untersuchungen iiber Oiiiniine
Die in Augen und H a u t zahlreieher niederer Tiere vorkommenden ,,Ommine" scheinen Endprodukte dcs Tryptophan-KynureninAbbaus und den Ommatinen nahe verwandt zu sein (vgl. A .
Bufennrzdt, rtiesrs Heft, S. 16).
G . W E I T Z E L , GieDen: Beeinflussung d e r Aortenlipide bei
tierezperimenteller Atherosklerose und E . Ii U D D E C K E , Giellen:
Beeinflmsung d e s Aortenbindegewebes bei tierexperiiiienfeller
A therosklerose.
Lipotrope Substanzen (die Leberfett-senkend wirken) sind La.
an der Aortenwand drs alten Hnhns unwirksam. Von den obrrflachenaktiven Phythyl-Verbindungen waren Vitamin K und E
unwirksam, A und besonders A + E recht wirksam (ebenso Phenylathylessigsaure). Allgemeine dabei zu beobachtende Wirknngen
auf den Fettstoffwechsel gingen dem nicht parallcl, so daW die GeIallwand offenbar doch autonom reagiert.
Bei den atheroskleroLischen Veranderungen der Gefafiwandr
vor und bei der Lipoitl-Einlagerung zu beobachtende Vermehrung
des Collagens und der Grnndsubstanz wurde durch -4 und A
E
nicht beeinflullt, umgekehrt wirkte Methionin hier writer steigernd
bei Unwirksamkeit auf die Gefafiwandlipoide.
+
17. M A I Z K W A R D T und X . F E M M E R , Greifswald: Uber
die ReuJ;tion des Hirudins Init Tkroinbin.
Das aus Blutegelkopfen isolierhare blutgerinnungshemmeude
Peptid (Mo1.-Gew. 20000) Hirudin ( I ) scheint init Thrombin (11)
zwischen pH 4 und 8 eiuen definiertcn (enzym-inaktiven) Komplex
zu bilden ahnlich den1 rles Trypsins mit seinem Inhibitor. Durch
pH 2 oder 1 2 oder Erhitzrn wird I unter 11-Zerstorung wierler freig e 4 t zt .
G. U L B R E C H T , Heidelbcrg: U b e r d e n M e c l c r ~ ~ ~ i s ~ r Eircr~~tsrle~
gieiibertrctgztng c o n Adeaosivbtriphospkut auf &LS Micskelprotei,~.
Durch Zusatzversuche mit ADP* und P* konntc eiitschiedrn
werden, dalS das kontraktile Muskelprotein mit A T P iintrr Protein--P-Bildung (und nicht van ADP-Protein) reagirrt.
Die cheniische Kupplung geschieht i m Actosin-Bnteil des A c tomyosins; aber nur zusammen init dem Myosin-Anteil tritt d c r
rnechanische Effekt der Kontraktion ein.
[VB 8601
Biochemie und Physiologie der Alkaloide
Llnter tler wissenschaftlichcn Leitung v a n Prof. Dr. Ii. Mothes,
Gatersleben, veranstaltete die Deutsche Akademie der Wissenschaften voiii 8 . bis 12. Oktober 1956 i m Institut f u r Pflanzenzuchtung in Qucvllinburg (Uirektor : Prof. Dr. Becker) eine den
Alkaloiden gewidmcte Vortrags- und Diskussionstagung'). Teilnehmer waren etwa I 2 0 Wissenschaftler aus Bulgarien, China,
GSR, England, Frankreich, Holland, Jugoslawien, Osterreich,
Polen, Sehwriz, UdSHH, Irngarn, USA, aus der Bnndrsrepnhlik
und aus ilrr DDK.
Aus d e n Vorlragen:
I). A ( ! l L E ' R M A N S , Whrzburg: Uber Protoalkaloide i i i
Pflatize zotd Tier.
Die uberwiegcnde Zahl tler als Protoalkaloide (hiogenc Amine)
bczeichnrten Verhindungcn ist i m Tierreich anzutreffen. Sowohl
in pflanzlichen als in ticrischen Organismen wurden gefunden:
vier v o n insgesamt 14 nstiirlioh auftretendon Betainen (Glykokollhetain, Stachydrin, Trigonellin, Ergot.hionein), Cholin und
einige seiner Ester, Trimethylamin, Bufoteniii sowie eine Rcihe
decarboxylierter Aminosauren (Putresoin, Histamin, Agmatin,
Tyrainin, Tryptamin). uher die Stoffwechsel-Funktionen der
meistcn dieser Verbindungen ist wenig bekannt; allerdings fLllt
die grofie Zahl K-motliylierter Verbindungen auf, die teils an der
hiethylgruppen-Ubertra~ung betciligt, teils als StoffwechsolEndprodukte aufzufasscn sinrl. Die Saurearnide Citrullin, Asparagin, Glutamin, Allantoin und Allantoinsaure dienen in hoheren
Pflanzen der Aniinoniak-Entgiftung sowie der Speicherung und
den1 Transport dra Stickstoffs. I n gewissen Pilzen durfte der
des Trockengewichtes) eine ahuliche AufHarnst,off (his z u 10
gabe erfullrn; in der Tierwclt wurde lediglich beim Haifisch eiiie
uherdurchschiiittliche I-Iarnstoff-Akkumulation (3 yo i m Rlutplasma) hcobachtet, die ~rioglicherwcise mit d e r Osmoregulation
in Zusammenhaug steht.
R. II E GS A 17E R , Leiden: Botcinisclc-sUsteil~rctiselacBelrrtclil t m g e i k zur Biologie der A l k d o i d e .
Fur die fiporadischc T'rrhreitung rinzelnrr sekundarer Pflanzenstoffe lassen sich folgende Erkl~rungsmnglichkeitendiskutieren:
I.) Reduktion cines ursprunglichen Mcrkinals in den mcistrn
plrylogenetischen Entwicklungslinien. Nur in einigen Sippen
hleibt das Merkrnal orhalten, in mannhen anderen t r i t t es durch
Atavismus wiedcr in Erscheinung.
2 . ) Bildung cin und derselben Verbindung als Produkt verschiedenartiger Stoffwechselprozesse in phylogenetisch nicht, verwaiidten Sippen (Konvergenz).
3 . ) Nicht die Bildung, sondern die i l n h a u f u n g cines Stoffes
stellt etwas AuDergewohnliches dar; Akkumulatoren fiir bestiinmte
Suhstanzen koiinen unabhangig in vcrschiedenen Zweigen des
Stanimbaumes entstanden sein.
Die hisher hekanntcn Vorkommen des N i c o t i n s in sehr verschiedenrn Pllanzrnfamilien werden i m Sinne der dritten M6glicbkeit getleutet. Die Nicotin-Bildung diirfte ein in Pflanzen allgemcin vrrbreitotcr, relativ einfacher und phylogenot,isch alter
Stoflweehselvorgang sein (Vorkommen des Niootins in Barlappu n d ScharhtelhalnigewBchsen). - Auf Grund botanisch-systeniatisrher Betrachtungen werden folgende Alkaloide zu einer
Familie zusam~nengefaWt: Nicotin, Anabasin, die Lupinen-Alkaloide (Spsrtein, Cytisin usw.). die Alkaloide des Maucrpfeffers,
(les Granatapfelbaumes, des Schierlings, die Lobelia-Alkaloide,
die Hygrinc, die Tropinbasen, die Ekgoninbasen und die Necine.
Die von B. Robinson unter alkaloid-chemischen Gesiclitspunkten
aufgestdlte Lysin-Ornithin-Familie stimmt damit in1 wescntlichen uberein.
1)
66
Die Vortrage und Diskussionen erscheinen demnachst in den
Abhand,L,nger,der Dec,tschen Akademie der Wissenschaften zu
Berlin.
W . S. S O K O L O W , Leningrad: AZknloid-Vor~oit,i/ie,r t 4 1 t d
D~nainiTr.der Alkaloid- Bildutzg in Pflnnzen.
Anhauversuche init alkaloid-fuhrendon Pflanzen i n verschiedcnen Gebieten der Sowjetunion hahen bestatigt,, dalJ die AlkaloidRilduiig von geographischen und klimatischen Faktoren heeinfluDt wird. Reichliche Niederschlage und tiefe Tempersturen b r dingcn durchweg eine Minderung des Alkaloid-Gehaltes. I m LauPe
der Vegct.ationsperiode nimint die Allraloid-Gesamtmeiige his z n r
Rluhperiode und zuin Beginn der Fruchtreife zu, (lie ZusanimPnsetzung der Alkaloid-Geniische ist wahrend der Entwicklung der
Pflanzen merkliohen Schwankungen unterworfen. - I n 68 Pflanzcnfamilien - einem Viertel aller Pamilien des Etzglerschen
Pflanzonsysteins - wurdeii bisher Alkaloide gefunden. Gehalt a n
Ltherischem 01 und Kautschuk und Bildung von Alkaloiden
schlieDen einander in den meiston Fallen aus. Die Suche iiach
Alkaloid-Pflanzen, die in der UdSSR systematisch betrieben wird,
hat besonders i m Kaukasus und in Mittelasien Aussicht a u f Erfolg.
I{. M A C E I L , Prag: Moglichkeiten der V 8 r i . t e i i d z i i i g der P,ipierclkro?~~atogmphie
i n der Alkaloid-Cheniie.
Fur die Identifizierung von 65 dcr haufigcren Alkaloidr wlirile
eiii papierchromatographisoher Tronnungsgang ausgearheitet.
Alkaloide, die nach diesem Verfahren nicht einzuordnen siurl,
wcrden in folgender Weise untersucht: Nachweis rles AlkaloidCharakters (aueh Nicht-Alkaloide konnen mit allgenieinen Alkaloid-R,eagenticn positiv rcagieren), Anwendung srlcktiver
Farbreaktionen zur Erkennung des Grundskeletts (EromcyanReaktion fur Pyridin-Derivate usw.), Bestirnmung pliysikalisclicr
Konstanten, Ermittlung funktioneller Gruppen d u r c h spezifisclie
Nachweisreaktionen oder auf Grund van Uinsetzuiigcu mit den
Komponenten des Losungsmittelsystems bei der rhromatographischen Entwicklung. Aus Art und Zahl der funktionellen
Gruppen lassen sich - unter Berucksichtigung von Korrekturen
f u r Papier und Loaungsmittelsystem sowie einer Konstaute f iir
die Grundstruktur - Ry-Werte berechnen, wio a m Brispirl dcr
Mutterkorn-Alkaloide dcinonstriert wurdc. Die experimentrll
gefundenen Rf-Werte konnen andererseits wertvolle Hilfsinit tel
fur die Konstitutionsaufklarung sein, so fiihrten im wesrntlichen
rhromatographische Studien zu der Feststellung, daW sich rlie
Aretoxp-Gruppen des Tetraacetyl-cevins in den Positionrn 4 , S 2 ,
14 und 1 6 befinden.
6. H A G R B A R T I I , Scharnhorst: Allinloidgene def LupinenByten.
Die durch Selektion und Ziichtung gewonnenen SuOlupincnStamme zeichnen sioh durch Alkaloid- Gehalte zmiszlicn 0,OS und
0,1% gegeniiber den Bitterlupinen (niit etwa 1% ) aus. Der Erbgaiig der Alkaloid-Armut wurde fur verschiedene Lupinen-Arten
studiert uiid in den meisten Fallen als einfach rezessiv hedingt
gefunden. Fur Lupinus luteus sind vier, f u r L.nngustifoliu,s und
L.albus je drei Gene bekannt, die die Alkaloid-Armut steuern.
SiiDlupinen-Stamme konnen durch naturliche Einkreuzung von
Bitterlupinen infolge Dorninanz des hohon Alkaloid-Gehaltes i n
wenigen Jahren fur Futterzwecke unbrauchbar werden, was auch
bei Kreuzuiig zweier alkaloid-armer StArnme eintrcten kann,
deren niederer Alkaloid- Gehalt durch verschiedene Gene hedingl
wird.
H.-J. T R O L L , Miinchebcrg: Vilalitutsverhultnisse bei ctlkaloidhaltigen und alkaloid-amen L u p i n e n sowie bei deren Bnstnrden.
In mehrjahrigen Versuchen wurden die Ertrage van alkaloidarmen und alkaloid-reichen Formen der gelhen Lupine verglichen.
Wahreucl in1 Griin-Ertrag keine wesentlichen DifferenZen auftraten, waren die alkaloid-reichen Stamme im Korn-Ertrag in don
meisten Fallen deutlich iiberlegen, was darauf zuriickgefiihrt
wird. daD die Alkaloid-Armut eine profiere Eninfintllichkeit "ceceniiber ungunstigen Umwelteinfliisson mit sioh bringt. Kreuzungsversuohe mit weiDen Lupinen sprechon fur eine wachstumsfordernde Wirkung der Alkaloide auf die Bastarde tler F,-Generat.ion.'
-
Angew. Chenz.
1 69. Jahrg. 1957 /
N r . 112
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