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Deutsche Gesellschaft fr technische Physik. Berlin 5

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612
Versammlungsberichte
war die Aufgabe der Expedition. Die mit einem Fernrohr von
8,5 m Brennweite gemachten Sternaufnahmen ergaben eindeutig eine Ablenkung des Lichtes, aber um einen groBeren
Betrag (2" 2) als von def Relativitatstheorie gefordert wird.
Die 1922 von der Lick-Sternwarte unternommene Expedition
hatte eine Ablenkung gefunden, die ihrem Betrage nach vollkommen mit dem von der Theorie geforderten ubereinstimmt.
Doch beruht diese Ubereinstimmung, wie Vortr. zeigt, auf
einem prinzipiellen Fehler der Auswertung. Bei der Umrechnung der von den Amerikanern gefundenen Werte ergab
sich jetzt ebenfalls eine starkere Ablenkung (2" 21 bzw. 2" 1).
Vortr. bespricht eingehend alle Fehlerquellen, die bei der
Auswertung der Platten eintreten konnen. Die deutsche
Expedition hat von denselben Sternen je zwei Aufnahmen
gemacht, eine zur Zeit der Sonnenfinsternis, die andere in
einer Nacht einige Monate spater. Die Hauptschwierigkeit besteht in der vollstandigen Obereinstimmung der Einlage der
Platten. Um den dabei auftretenden Fehler zu eliminieren,
wurde rnit einem Hilfsfernrohr ein Raster so auf die Platten
photographiert, als ware das Raster auch am Himmel. Zur
Auswertung der Platten, auf denen die Ablenkung des Lichts
sich in einer Verschiebung der Sterne von der Sonne fort darstel*lt,werden die wahrend der Finsternis gemachte Aufnahme
und die einige Monate spater gemachte Aufnahme so zur
Deckung gebracht,.daB Raster auf Raster liegt. Zur Auswertung
der vier rnit dem langen Fernrohr wahrend der Sonnenfinsternis
gemachten Aufnahmen sind mehr als 100 0o0 mikroskopische
Abmessungen ntitig gewesen. Alle Aufnahmen haben eindeutig
eine Ablenkung des Lichtes erwiesen, der Mittelwert der vier
Aufnahmen betragt 2"24. Es ist also sicher festgestellt, da13
die Ablenkung groBer ist als der theoretische Wert, wenn auch
der gefundene Wert erst dann ala endgultig sicher zu betrachten
ist, wenn auch die mit einem kleineren Fernrohr rnit g6Berem
Gesichtsfeld gemachten Aufnahmen ausgemessen sind, was in
etwa einem Jahr zu erwarten sein wird. In der Diskussion bemerkt Prof. E i n s t e i n : Sofern man
die Gravitation allein betrachtet und sie nicht im Zusammenhang mit dem Elektromagnetismua zu behandeln sucht, also
Raumeigenschaften nur durch eine Metrik darstellt, gibt es nur
!en von der Relativitiitstheorie geforderten Effekt. Es ist aber
klar, daB die wirklichen Eigenschaften des Raumes nicht nur
Gravitationseigenschaften sind; Gravitation und Elektromagnetismus sind als Einheit mathematisch zusammen zu behandeln.
Eine fertige Theorie dafiir liegt noch nicht vor. Jedenfalls ist
es von wesentlicher Bedeutung, daB die Messungsergebnisse
einen Wert liefern, der groi3er ist als der aus der Metrik allein
gewonnene Effekt.
Prof. F r e u n d 1i c h weist noch darauf hin, daB man aus
der bisher ungeniigend bekannten Merkurperihelbewegung
einen Beitrag zur Losung des Problems erhoffen konnte.
Deutsche Oesellschaft fur technische Physik.
Berlin, 5. Juni 1931.
Vorsitzender: Prof. Dr. Me y.
0. R e i c h e n h e i ni , Berlin: ,,Neuere Untersuchungen
uber angeregle Molekeln und Alome und deren Speklra."
Die Untersuchungen des Vortr. beschaftigen sich mit der
spekiralen Anregung in der Gasentladung. Bei einer Entladung
folgen in der Elektrodenrohre von der Kathode zur Anode
aufeinander: die erste Kathodenschicht, Cer Crookessche
Dunkelraum, das negative Glimmlicht, der Faradaysche Dunkelraum und die positive Saule, die im allgemeinen geschichtet
ist. Bei der Woodschen Entladung, bei der W a s s e r s t o f f
in Atome zerlegt wird, ist in langen, gleichmiifjig weiten Glasrohren die positive Saule n i c h t geschichtet. Bring man
jedoch einen fur die Rekombination der H-Atome wirksamerr
Katalysator in die Woodsche Rohre, so tritt vom Katalysator
zur Anode hin Schichtung auf. llndert man die Richtung des
Gasstroms, so da13 das Gas zur Kathode stromt, so wandern
die Schichten uber den Katalysator hinaus zur Kathode. Die
Bildung der Schichten beruht also auf der Entstehung von H1.
der Schichtbildner wandert als negativ geladenes Ion zur
Anode. Vortr. zeigt eine Versuchsanordnung, rnit der die
Anregungsspannung von Spektrallinien an der Grenze zwischen
Faradayschem Dunkelrpm und positiver Saule bmtimmt
werden kann. Die Entladungsrahre ist so konstruiert, daB die
Ztschr. angew. Chem.
44.Jahrg. 1ml. Nr.28
erste Schicht der positiven Saule kuppenformig in den
Faradayschen Dunkelraum hineinragt. Da die Elektronengeschwindigkeiten im Faradayschen Dunkelraum nur gering
sind und nach der posiliven Saule zu wachsen, so ragen diejenigen Speklrallinien der ersten Schicht der positiven Saule,
deren Anregungsspannung am kleinsten ist, am weitesten in
den Faradayschen Dunkelraum hinein. Bei der Abbildung der
Grenze zwischen Faradayschem Dunkelraum und positiver
Siiule auf dem Spalt eines Spektographen erhalt man ein
Spektrogramni, in dem die Linien um so ranger sind, je geringer
ihre Anregungsspannung ist. Die Methode ist so ausgearbeitet,
daR aus der Lange der Linien direkt auf ihre Anregungsspannung geschlossen werden kann. Treten, wie das bei der
Entladung in Wasserstoff der Fall ist, infolge Beschleunigung
der Elektronen an d a Grenze zwischen Faradayschem Dunkelraum und positiver Saule durch ein elektrisches Feld fast alle
Linien gleichzeitig auf, so setzt man geringe Mengen einea
Gases mit niedriger Ionisationsspannung zu. Durch die Ionisat ion des Fremdgases wird die Elektronenbeschleunigung verringert, und die Linien erscheinen raumlich hintereinander.
Die Anregungsspannung fur das Kontinuum des WasserstoflSpektrums wurde auf diese Weise zu 12,6 V gefunden. Die
Untersuchungen haben eine Bestatigung und Erganzung des
von M e c k e und F i n k e 1 n b u r g aufgestellten Termschemas des Wasserstoffs ergeben.
Metastabile Zustande
werden durch Fremdgase zerstort. So hebt z. B. ein Zusatz
von 2% Wasserstoff zum Neon die bei der Entladung auftretenden nietastabilen ZuBtande dee Neons auf. Die metastabilen Zustande des Stickstoffs werden durch Beimengung
geringer Mengen Quecksilberdampf zerstort. . Ferner ist es
Vortr. gelungen, die maximale Dauer der Emission eines Lichtquants zubestimmen, sie ist kleiner als IO--14sec., wiIhrend die
Dauer der dabei entstehenden koharenten Welle von L a u zu
etwa 1
W sec. bestimmt wurde. - Vortr. berichtet noch fiber die
Beobachtung, daB reiner Fludspat unter der Einwirkung von
kumwelligem Licht an der Oberflache phosphoreseiert, e r verfarbt sich an der Oberflache blau. Die Erscheinung beruht
moglicherweise auf der Zersetzung in Calcium und Fluor, und
die Phosphorescenz ist wahrscheinlich eine Art Resonanzstrahlung. Bestrahlmg von FluDspat mit der Quarzquecksilberlampe hat keine Phosphorescenz zur Folge.
Berlin, 19. Jnni 1931.
W. u. I. N o d d a c k : ,,Vber die absolute Haufigkeit der
Elemenle." (Vorgetragen von W. N o d d a c k.)
Die Haufigkeit der chemischen Elemente war bisher ein
unklarer Begriff, der durch die Auffindung neuer Mineralienund Erworkommen zahlreiche Anderungen erfuhr. Da aber
die Radioaktivitat und die ganzzahligen Isotopen darauf hinweisen, daB auch zwischen den stabilen Elementen genetische
Zusammenhiinge bestehen, gewinnt die Haufigkeit eine neue
Bedeutung. Als reine Kerneigenschaft mud sie das Gleichgewicht zwischen den Wahrscheinlichkeiten der Entstehung und
des Zerfalls der Atomkerne wiedergeben und so einen Beitrag
zur Struktur der Kerne liefern, wenn es gelingt, den Begriff
der Haufigkeit moglichst allgemeingiiltig zu fassen. Definiert
man die Haufigkeit eines Elementes in einem System als den
Anteil (als Masse oder als Atomzahl), den das Element am
Aufbau des Systems hat, so wird ersichtlich, dad man nur dann
zu einem physikalisch gerechtfertigten Begriff der Haufigkeit
kommt, wenn man das System so wahlt, daD es von allen
differenzierenden Einflussen der Gravitation und der Chemie
frei ist.
Als Bezugssystem hat man bisher meist die Erdrinde
gewahlt, deren mittlere Zusammensetzung C 1a r k e und
W a s h i n g t o n aus Tausenden von Mineralanalysen erfdten.
Aus den Daten dieser Forscher hat man die Haufigkeit vieler
seltener Elemente zu schatzen versucht, die C. und W. nicht
direkt bestimmten. Diese Schatzungen sind meist zu gering
ausgefallen, da der Hauptanteil der seltenen Elemente, wie
z. B. Sc, Ga, In, Ru, Os, Rh, Ir, Pd, Pt, Se und Te, nicht in
den sparlich vorkommenden Mineralien dieser Elemente,
sondern fein verteilt in haufigen Gesteinen und Erzen steckt.
Die Verf. haben aus zahlreichen Analysen von Mineralien und
Gesteinen neue Werte fur die irdische Haufigkeit einer Anzahl
seltener Elemente bestimmt.
Ztschr. angew. Chem.
44.Jahrg. 1931. Nr.291
Versammlungsberichte
613
Faschisten-Vereins fur Hygiene, und Prof. Ing. Girolamo I p p o 1i t 0 , Technische Hochschule Neapel: ,,Die Behandlung der
fliissigen Abfalle in Italien vom hygienischen und landwirlschaftlichen Gesichtspunkte."
Die Refierenten h b e n bei der Behandlung der fliissipn
A b f i e , die h a t e in manchen Fallen a h hinfiillig bezeichnet
w i d , die gegeneeitigen Beziehungen mischen den gesundheitlichen Erfordernissen seitens der Stadte, die sich der Abfalle
entledigen miken, und den Edordernimn witens der Agrikultur, m k h e die Abfiilb vemrten 8011, gepriift. Sie veranwhaulichen die wirtschaftlichRn Seiten d i m doppelten
Problems, heben hervor die aufeinander passenden und die von
einander abweichenden Punkte in der didtischen und in der
landwirtwhaftlichen Bilanz. Sie geben die Richtlinien an, die
VerwaMung und Ackerbau befolgen miifiten, urn die ge@nseitigen Interessen und Ziele in Ubereinstimmung zu bringen.
Eine weitere eingehendere Untersuchung hinsichtlich dee
theoretiwhen Wertw der Flikalienwasser in der Landwirtschaft und eine Darstellung der praktischen Verhaltnisse in
deren Verwertung, hat den Zwwk, den tattsLichiichen landwirtsohaftlichen Wert dieser A b f i e zu Iwstimmen, sei es in deren
umpriinglichen Beschaffenheit, sei es nach erfolgter Reinigungsbehandlung. - EB werden Angaben iiber die ungefiulren Koeten
der Reinigmgsbehandlug gemacht. Die Berichterstatter
fiihren die wirtschaftlichen .und hygienisohen Urteile an, die
bei der Wahl des Behandluagssystems beruckeichtigt werden
miken. I n e k n d e r e priifen sie die Vorteile und die Nachteile
Sie machen
in der Bewiiserung mittels Fillrulienwasser.
einige Angaben iiber den Zusammenhang, der fiir italieniwhe
VerhZiltnisse entstehen konnte, Zwisohen der Behandlung der
fliissigen Abfalle der Stadte. Dip1.-Ing. Alexander L a n g , Berlin, Direktor der Charlottenburger Wasserwerke: ,,Neuzeitliche Wassergewinnungsverfahren und ihre hygienischen Vorteile."
Die bisherige Wassergewhung mitkels B e s a u g u n g ist
auch rnit saugrohrlosen Brunnen, Stollen und Samelbrunnen
moglich, und somit ist eine Awnutzung der Grundwaserstrome bis zu jeder Absenkungstieb gegeben. An Hand von
Zeichnungen wird erlautert, dal3 ein Stollen, an webhen, saugrohrlose Brunnen angemhlown 5ind, die k h e r i g e Heberleitung ersetzt.
Das neue c h e w h e Vemteinmgmerfahren
11. Internationaler Kongrel? ftir
(Hydrolit-G. m. b. H.) ermoglicht die Herstellung von Stollen
Oesundheitstechnik und Stldtehygiene, Mailand. im
Grundwasser und den vollkommen wasserdichten AnschluB
19.-26. April 1931.
der saugrohrlosen B m e n an den gemeineamen Stollen. Auf
Die E r o f f n u n g s f e i e r i n d am Montag, dem 20. April. diese Art ist es moglich, Grund'waserstrtjrne wirtschaftlicher
10 U'hr vorm., in einem der groi3en Siile des historisch bedeut- bis zu jeder Tiefe ausmunutaen. Das Wassergewinnzmgsversamen Castello Sforzesco statt. Den Vorsitz fuhrte der Unter- fahren erlaubt eine vollkommen keimlreie Weserfassung und
staabssekretar dw Miniskriums fiir offentliehe Arbeiten
zu allen Jahreswiten eine sehr gleichmaige Temperatur des
L e o n i. Die Teilnehmerbte wies 26 auf dem KongreD offizieli gefadten Wassere. oder inoffiziell vertretene Lander auf. Grodbritaiinien und
Dr. Ludwig G a P n e r , Frankfurt a. M.: ,,Die neuere GeU. S. A. waren nicht vertreten.
staltung der zoologischen GroPdesinfektion mit BlausaureDie ScM&itzung des Kongresses fand am 26. April im praparaten unter Beriiclzsichtigung der gasformigen Schadlingsgrohn &ale ,,dell0 Statue" im Caste110 SQIZ~SCO,
ettdt. Man bekiimpfung im allgemeinen."
wird auf Einladung Frankreiche 1032 in Lyon tagen. Von den
Von den drei Arten der Ungeziefer- und SohiidYngsAnsprachen sei nur die des KongreDprasidenten Exz. d e bekampfung sind gasformige Mittel und von diesen Blaueure
B 1a s i gehaltene Schluhnsprache erwahnt, auf welche Herr am besten. Die BlausZiure wird in Deutsohknd seit 1918 in
Geh. Rat Prof. DT. B e n i n d e im Namen aller ausliindiechen allen Betrieben zur allgemeinen Ungeziefwvernichtung angeKongreDkihehmer dankte.
wandt. - Neben der Bhusaure kommen in den letzten Jahren
Geh. Medizinalrat Prof. Dr. B e n i n d e , Prasident der einige andere leicht mrgaeenden Stoffe in Anwendung.
PreuDischen Landesanstalt fiir Wasser-, Boden- u. Lufthygiene, Athylenoxyd wird wegen seiner geringen Giftigkeit fur den
Berlin-Dahlem: ,,Die Organisation der staatlichen wasser-, Menwhen angewendet und in den letzten Jahren noch mit
boden- und lufthygienischen Beralung in Preupen."
KohlensLiure gemisoht (zur Verhiitung von Gasexplosionen). Dm Emporbliihen der Indwtrie und das Anwacheen der Die Entdeckung der vorziiglichen ineektiziden Eigengchaften
Stadte war die Veranlassung der Griindung einer staatlichen des Athylenoxyds geschah fast gleichzeitig in den Vereinigten
Stelle. Die Aufgaben sind: 1. Wisisenschftliche Mrbeitung Staaten und in Deutschland. Man ist im Begriff, dae vielauf Grund der Literatur und eigener Forschungen, 2. Be- versprechende Verfahren praktiwh aumuarbeiten und seine
rabende bzw. gutachtliche Tatigkeit, 3. Lehrtatigkeit. Die An- Anwendung amtlichi zu priifen. stalt besteht yeit 30 Jahren, m d der besch'rittene Weg envies
DrAng. H. K e 11e r , Priv.-Doz. der Technischen Hochsich als richtig. Ihre starkste Entwicklung hat die Landesschule Berlin, Berlin: ,,Wasserversorgung in ariden Liindern."
amtalt porn Juhre 1924 an genommen. Die Methoden der WassererschlieDung in afrikanischen
Em. Prof. Dr. Dante d e B 1a s i , Direktor des Hygienischen
Trockengebieten
weichen erheblich von den hochentwickelten
Institutes an der Universitat Neapel, Prasident des Italienischen
Verfahren ab. Dasselbe gilt von Wasserreinigung und landwirtschaftlicher Bewasserung. Auch iiber die Erzeugung von
l) Vgl. V. M. G 01 d s c h m i d t , Ztschr. angew. Chem. 41.
SuBwasser in kleinen Mengen durch Kondensation von Luft8 7 [19%]; 43, 888 [1930].
feuchtigkeit mittels Kiihlflachen und uber die geophysikalischen
2) I. u. W. N o d d a c k , Naturwiss. 18, 757 [1930].
Die Erdrinde stellt aber kein geeignetes System fiir Haufigkeitsbetrachtungen im Sinne des Themas dar, da die kosmische
und geochemische Entwicklung unseres Planeten e h e weitgehende Trennung der Elemente bewirkt hat, so dai3 die Erdoberflache an gewissen Elementen verarmt ist, wiihrend sich
andere in ihr angereichert habeni). Die Verf. haben daher
versucht, ein h e r e s Bezugssystem aus der Zusammensetzung
der Meteoriten zu gewinnen'). Durch Analysen von zahlreichen
Stein- und Eisenmeteoren konnten sie die Konzentration fast
aller bekannten Elemente in den drei Phasen (Stein, Tro'ilit
und Eisen) dieser Weltkorper bestimmen. Durch Mittelwertsbildung lieB sich dann die Haufigkeitsverteilung der Elemente
in Meteoriten ermitteln.
Die gewonnene Kurve stimmt
qualitativ gut mit den Ergebnissen der Spektralanalyse der
Some nach R u s s e l l iiberein, 80 daD die Verf. adnehmen,
daB ihre Kurve die mittlere Haufigkeit der Elemente im
Sonnensystem darstellt.
Die gewonnene Kurve besitzt drei bemerkenswerte Eigenschaften. Sie zeigt einen allgemeinen Anstieg der Hiiufigkeit
von Li bis 0, dann ein Absinken bis V, wieder einen Anstieg
bis Fe und ein erneutes Absinken zu den schweren Elementen.
Dieser Gesamtverlauf liiBt sich durch eine Wahrscheinlichkeitsfunktion darstellen. Uber diesen Verlauf lagern sich zwei
Perioden, zuniichst eine, die besagt, daB die geradzahligen
Elemente haufiger sind als die ungeradzahligen (H a r k i n s sche
Regel), und dam eine zweite, die anzeigt, da5 von den geradzahligen Elementen fast immer die vierwertigen die relativ zu
ihrer Umgebung Nufigsten sind und von den ungeradzahligen
die siebenwertigen die relativ seltensten. Diese Funktion
zeigt einen gewissen Parallelismus mit den Perioden des
periodischen Systems, der sich bis auf die Anomalie der
dreiwertigen-Erden und auf die langlebigsten Isotopen der
Radioelemente erstreckt.
Die Verf. nehmen daher an, daf3 diese Perioden der
Haufigkeit, die trotz der verschiedenen Isotopenzusammensetzung der einzlnen Elemente erkennbar sind, durch
Periodizitiaten der Stabilitat der Kerne bedingt sind, und dai3
die Struktur der Kerne eine gewisse h l i c h k e i t mit dem Aufbau der Elektronenhiille hat. Die Arbeiten zur genaueren Bestimmung der Haufigkeitsverteilung werden fortgesetzt.
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