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Deutsche Gold-und Silberscheideanstalt vorm Roeler. Frankfurt a.M. 1873Ц1923. Festgabe zum 50 jhrigen Bestehen der Firma

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Personalnaehrichten
- Neue
Biicher - Verein deutscher Chemiker
[
Zeitschrift filr
anRemandto Chemie
Verein von Gas- und Wasserfachmannern.
photographische Zwecke in den Handel gebracht wurden. Als Anfang
der neunziger Jahre der bekannte grofie Bedarf an Cyankalium fur
die Goldextraktion eintrat, konnte die Scheideanstalt sich den grbfjlen
Teil des Weltabsatzes sichern. Ihre Erzeugung wuchs von 19 t (1SS6)
090 t (18Y4). Durch gnte und gleiclimafiige Qualitst schlug man
.,Die notwendigen Nebenprodukfenantagen eines Gaswerkes". auf
die
Konknrrenz. Urspriinglich arbeitete man nach deni
2. Prof. Dr. S t r a c h e : ,,uber die Frage des Gasheizwerfes", altenenglische
Verfahren
der Verschnielzung tierischer Abfalle rnit Eisen Z U I h t 3. Obering. S t e d i n g : ,,Benzolgewinnung nach dem A-Kohle- und laugensalz und dessen
Uberfiihrung in Cyankalium nach L i e b i g durcli
nach dem Wascholverfahren". 4. Direktor Ing. B 6 I3 n e r : ,Neuere Verscbmelzen
mit I'ottasche. In den neunziger Jahren wurde GasGesichrspunkfe iiber Erzeugung und Beschaffenheif von Koks
reinigungsmasse der Ausgangsstoff. Die niichste Verbesserung bestand
im Verschmelzen des Ferrocyankaliums mit Natrium nacli 11r l e 11meyer. Indessen wurden alle diese Verfahren und noch andere zn
Anfang diescs Jahrhunderts durch die Darstellung von Cyankahum
Personal- und Hochschulnachrichten.
BUS Z u c k e r s c l i l e m p e und durch die Synthese aus N a t r i u m , K o h l e
und A m m o n i a k iiberholt.
Dr. A. S c h o n f l i e b , Prof. der Mathematik an der Universitiit
Der zweite Teil des Buches lwingt d i e E n t w i c k l u n g d c r G o l d Frankfurt, feierte am 17. 4. seinen 70. Geburtstag.
u nd S i l berscliei d u n g von Geh. Hergrat Prof. C. Scli iff n er, Freibeiy,
Prof. Dr. M. B o d e n s t e i n , Hannover, hat den Ruf auf den Lehr- Der Verfasser geht auf das 6. Jahrhundert v. Chr. zuriick, wo p e r stuhl der physikalischen Chemie als Nachfolger von Geh. Rat N e r n s t sische Goldmiinzen schon einen Feingelialt von 998 zeigen, obgleich
angenommen (vgl. Angew. Chem. 35, 87 [628]).
Rohgold fast niem:ils so rein ist. hlan kannte also srhon daini~lsdie
Es w u r d e n e r n a n n t : Dr. E. Abel, a. 0. Prof. an der Technisclien Scheidung, und zwar verschmolz man mit Chlornatriuni. Im fiiiben
Hochschule Wien, zurn 0. Prof. fur physikalische Chemie; Dr. N i e n - Mittelalter fand man das iihcrlegene nasse Verfahren. Der Verfwser
burg, Abteilungsvorsteher am Botanischen Institut Kel, zum 0. Prof
sagt, man habe die Scheidung mit Salpetersaure im groben hereit\
In Mannheim wurde die V e r m a p p A.-G. Vermittlungszentrale iin Jahre 1433 zu Goslar angewendet. Hierzu mochte der Referent
folgendes bemerlren: Kopp (Geschichte der Chemie 1845, Bd. 3,s.238)
fur Maschinen nnd Grobapparate der chemischen und verwandten
Industrie gegrlindet. Die Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe ge- gibt an, das Verfahren sei um 1500 in Venedig aufgekommen, wiilirend
stellt, bei den durch die Zeitlage gebotenen Betriehserweiterungen, es nach Schif f e r von Deutschland nach Venedig gebraclit wurde.
-Urnstellungen oder -EinschrBnkungen, wodurch Apparate da dringend Nach M. M o l i n i e und H. Dietz (L'argent et les mehux de la mine de
Platine, Paris 1912) hat D o m i n i q u e H o n e s t i im Jahre 1403 untcr
benotigt, dort entbehrlich werden, der chemischen und verwandten
Industrie zu dienen, in erster Linie durch auf reellster Grundlage Franz I. die Scheidung niit Salpetersaure an der Koniglichen Munze
beruhende Vermittlung, weiter aber auch durch An- und Verkaufe in Paris eingefiihrt. Die Angaben sind nlso verschieden, u n d eine
Feststellung ware von historisehem Interesse, denn in der Anwendung
auf eigene Rechnung.
der Salpetersliure kann man einen wesentlichen Keimpunkt der (%heG e s t o r b e n s i n d : E. Dicke, Leiter der ,,Gsmeinscbaftsstelle
Schiniermittel" des Vereins deutscher Eisenhiittenleute, Dusseldorf, mischen Industrie erblicken (vergl. A. Bi nz, Ursprung nnd EntwidiVerfasser der ,,Richtlinien fur den Einkauf und die Priifung von lung der chemischen Industrie, Berlin 1910 bei G. Reinier). Ein
Schmiermitteln" im Alter von 40 Jahren am 6.2. - Dr. E. Lax, Be- Ubelstand des Verfahrens bestand in der Entwicklnng grober Mengen
triehsdirektor und Prokurist der Chemischen Fabrik Milch A.-G. zu nitroser Gase. In der RoefJlersclien Fahrik entfernte man die Diimpfc,
indeni man sie durch gliihenden Koks leitete oder mit Lewhtgm verOranienhurg.
b r i ~ ~ n t eWeitere
.
Schwierigkeiten liegen in der Zerbrec!dichkeit cler
GefiiBe und dem hohen Preise der SRure, so dafi der Ubergang zur
Scheidung mit Schwefelslure einen grofien Fortschritt bedeutete ((1' A Neue Biicher.
c e t 1802). Die erste ausfiihrliche Beschreibung dieses Verfiihrens
stammt von Dr. H. R o e b l e r (1870). Ein Jahr spiiter versnchtc Dr.
E. W o h l w i l l in der Norddeutschen Affinerie in Hamburg die elekDeutsche Gold- und Silberscheideanstalt vorm. RoeBler. Frankfurt a. M.
trolylische Scheidnng, die seit 1892 in der RoeBlerschen Firma ZII
1873-1923. Festgabe zum 50 jlihrigen Bestehen der Firma.
Der Hochstand unserer chemischen Industrie kommt unter an- ihrer heuiigen Vollendung gefuhrt wurde.
Diese Ubersicht nus den1 reiclien Inhalt itloge geniigen, uni den
dereni in ihren literarischen Erzeugnissen zum Ausdruck. Als Beispiele seien genannt: Das Indigobuch B. A. S. F. und das neulich in wissenschilfllichen Wert des Buches anzudeuten. Es wird hier etwas
dieser Zeitschrift besprochene Werk ,,Hundert Jahre Baumwoll-Textil- ausfiihrlicher besprochen, als sonst in Referaten iiblich, da es niclit
industrie" von Gebr. Elbers A.-G. Derartige Bucher sind nicht etwa im Buchhaudel crhlltlich ist. Wenn auch vieles bekannte darin steht,
Propagmdaschriften, sondern wertvolle technologische Dokumente. In so beruht doch andererseits die Darstellung auf einer Sachkunde, wie
diese Gattung gehort auch das Buch, das liier zu besprechen ist. Der sie nur solchen Autoren eigen sein kann, die an der Quelle hoben
erste Teil bringt die ,,Geschichte d e r S c h e i d e a n s t a l t v o n Dr. schiipfen konnen. Darin besteht der technologische Reiz des Buches,
F r i t z Roebler". Im Jahre1841 wurde durch SenatsbeschlufiE.F.RoeB- und es ist erfreulich, daf5 die sonst so verschwiegene Technik auf
ler, der Sohn des Darmstadter Miinzmeisters, als Miinzwardein an die diesem wichtigen Gebiete ihre Archive geiiffnet und Zusammenhange
Frankfurter Miinze berufen. Er hatte in Munchen bei seinem Onkel, klar legt, die fur jeden Chemiker von Interesse sind.
A. Binz. [BE. 33.1
dem Hauptmiinzamtscheider H a i n d l die Scheidung von Miinzen nach
dem Schwefelsaureverfahren kennen gelernt und fuhrte sie an seiner
neuen Wirkunesstltte ein. Dadurch entstand die Firma F. R o e b l e r
zunachst in AElehnung an die Miinze. Man arbeitete aus Krontalern
und (isterreichischen 10- und 20- Kreuzerstiicken das darin noch enthaltene Gold heraus. Als Nebenprodukt wurde Kupfervitriol gewonnen.
Offenhar weil man hierbei Schwefelslure brauchte, entstand gleichMitteilung der Geschaftsstelle.
zeitig eine Kunstdungerfabrik, die spater ahgetrennt wurde und im
Jahre 1863 Anlab zur Griindung der C h e m i s c h e n F a b r i k G r i e s Der Beitrag fur das zweite Vierteljahr 1923 in HBhe von M 7000,
h e i m gab. Inzwischen fiihrte der Miinzwardein R o e b 1e r seine Privatder bis zurn 10.4. fdlig war, ist von saumigen Zahlern nunmehr umgeschafte neben seinen amtlichen Obliegenheiten weiter, was in der gehend einzusenden. Rucksthdige BetrRge werden ab 10. 5. diirrh
vorpreubischen Zeit moglich war, nicht aber nach dem Jahre 1866. Nachnahme erhoben, wobei auber den Nachnahmegebiihren zur Declrung
Am 1. 1.1868 ubernahmen darum Roefilers Sohne, Hector und Hein- der Unkosten 10 o/,, des zu erhebenden Betrages aufgeschlagen werden
rich, die Scheiderei unter der Firma F r i e d r i c h R o e b l e r SBhne, und
(vgl. das Rundschreiben von Ende M;irz).
im Januar 1873 erfolgte die Griindung der Aktiengesellschaft unter
Zahlungen erfolgen zweckmabig auf Konto 12650 des Vereins
ihrem heutigen Namen. Nach Einfiihrung der Markwahrung zog man deutscher Chemiker beim Postscheckamt Leipzig oder auf das Konto
die alten Landesmiinzen ein und iibertrug die Scheidung der Firma des Vereins bei der Dresdner Bank in Leipzig.
Roelller und der N o r d d e u t s c h e n A f f i n e r i e in Hamburg. Die
Scheideanstalt erhielt durch den aus der Reichsscheidung fliebenden
Verdienst die MBglichkeit zurn Ausbau ihrer Einrichtungen und erweiterte dadurch ihr Edelmetallgeschaft im In- und Auslande. Die
beim Schmelzen der Edelmetalle erforderlichen hohen Temperaturen
Am 26. M L z entschlief sanft nach dreimonatlichem
waren der AnlaB zur Bearbejtung wZirme6konomischer Fragen und
Leiden u s e r innigstgeliebter atester Sohn
der Konstruktion besonderer Ofen. So entstand die T o n w a r e n a b t e i l u n g . Daneben wuchs die A b t e i l u n g f u r C h e m i k a l i c n . Zu
Kupfervitricl und Hljllenstein trat Ende der siebziger Jahre das
im Alter von 13 Jahren.
Glan zgold fur Keramische Waren. Im Zusatz geringer Mengen
R h o d i u m fand H e i n r i c h Roefiler das Mittel, um das Gold nach
B e r l i n - H a l e n s e e , 19. April 1923.
dem Einbrennen auf Porzellan festhaftend zu machen. Im Jahre
Mag. pharm. Robert Plohn
1885 folgte die Herstellung von K o b a l t o x y d ale wertvolle blaue
und Dr. phil. Clara Plohn.
Ponellanfarbe.
Eine wichtige Rolle in der Chemikalienabteilung spielten C y a n - I
k a l i u m und F e r r o c y a n k a l i u m , die fur galvanoplastische
und
42. J a h r e s v e r s a m m l u n g am 11. und 12. 5. 1923 in PaSSiIn
genieinsam mit dem Bayrischen Verein vonGas- und Wasserfachmiinnern.
Es werden folgende F a c h v o r t r a g e gehalten: 1. Dr. G r e i n e d e r :
'I.
I
I
I
I Verein deutscher Chemiker.
I
Toni
I
I
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