close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Deutsche Keramische Gesellschaft E. V. Sfchsiche Bezirksgruppe. Tagung in Meien am 4. Mai 1940

код для вставкиСкачать
Institut fiir angewandte Photochemie
an der T. H. Berlin.
Colloquium a m 23. April 1940.
Manfred von Ardenne: Analyse des Feinbaues stark ,und sehr
stark belichteter Bromsilberkorner mit dem Universal-Eleklronen~n~kroskop~).
Das Korn wird bei der Beobachtung bzw. Aufnahme im
Elektronenmikroskop etwa 10sfacli iiberbelichtet. AuBerdem entspricht die Grol3e der Quanten nicht den norinalerweise verwendeten
Lichtquanten. Ein weiterer Unterschied gegeniiber der Praxis ist
der, daB im Vakuum gearbeitet wird, das Brom also sofort verdampft
und sich der Beobachtung entzieht. Man sieht also im Bilde eigentlich nur noch einen Abdruck des Bromsilberkornes. Das Bromsilberkorn sieht zunachst schwarz aus. Nach Belichtung tritt eine Aufhellnng ein, die bei fortschreitender Belichtung immer groBer wird ;
das Silber verlagert sich zum Rande des Kornes hin, und schlieBlich
waclisen Silberaggregate n u s dem Korn heraus. Die entwickelten,
aber nicht fixierten Bromsilberkristalle zeigen ebenso wie vorher die
Silberaggregate, lassen aber eine mehr faserfiirmige Struktur derselben erkennen. Vortr. zeigte eine Aufnahme der Korner einer
Lippmann-Emulsion, die einen Durchmesser von etwa 30 mp
haben. Nach der Entwicklung ist die Gestalt der Korner nicht mehr
zu erkennen. Der Durchmesser der entwickelten Lippmann-Korner
betragt 5-10 mp. Zurn SchluO ging Vortr. auf die Bedeutung des
Aufliisungsvermogens der zur Aufnahrne benutzten photographischen Schichten ein. Besonders giinstig liegen hier die Verhaltnisse
bei den bindemittelarmen Schumann-Schichten, da hier wenig die
Elektronen zerstreuende Substanz neben dem Rromsilber vorhanden ist.
Organisch-Chemisches Institut der T. H. Berlin
Diingemittelpreisen reclinen kann, wie der heimische 1,andwirt.
und ihm auch die durch Erfahrung iiberlieferten Kenntnisse des
Bodens fehlen. Eine sachverstandige Probenahtne ist unerlaL3liclIe
\'oraussetzung fur die Bodenuntersuchung. Es ist vielfach nicht
niiiglich, mit dern bloden Auge die verschiedenen Horizonte des
Bodenprofils festzustellen. Ein Abklopfen mit dem Holzhammer
gibt hier naheren AufschluD iiber das Auftreten von verdichteten
Horizonten. Auch ein genaues Studiuni der Wurzelverbreitung la5t
die Eigenschaften der verschiedenen Horizonte erkennen. Da die
Wurzeln der Pflanzen ihre Nalwstoffe ans einem gewissen Bodenvolumen entnelmen, miissen fur die Untersuchungen die Proben
volunienmafiig und nicht gewicltsma5ig zugrunde gelegt werden:
dns Porenvolunien kann namlich in tropischen Boden von 25-7574
schwanken. Bei der Untersuchung ist der Wasserhaushalt des
Bodens unter Beriicksichtigung der verschiedenen Xindungsformen
des Bodenwassers zu priifen. Bei der chemischen Untersuchung
sind einmal die wasserloslichen Narstoffe zu bestimnien, ferner die
von den Bodenkomplexen adsorptiv gebundenen Nahrstoffe. Itn
Gegensatz zur Rodenuntersuchung in der gemLBigteu Zone ist hei
den tropischen Boden wegen ihrer rasclien Verwittemng auch die
Kenntnis des Gesamtgehaltes an Nalrrstoffen fiir die Ifewertung
des Bodens von Bedeutung. Fur jede zusamrnengehorige Bodengruppe (Catena) ist die rontgenographische Bestirnmnng der Zusammensetzung der Tonsubstanz zur Klassifizierung unerlaBlich.
Die bodenkundliche Landesaufnahme in Kolonialgebieten mull
der wirtschaftlichen ErschlieBung vorausgehen, um eine sacliliche Planwirtschaft unter Vermeidung falsdier Bodenwzlil und
falscher, zur Erosion oder Versslzung f iilirender nodenhehandlung
xu verrncirlen.
Deutsche Keramiscbe Gesellschaft E. V.
Sachsische Bezirksgruppe.
Colloquium am 29. Mai 1940.
Tagung in MeiBen a m 4. Mai 1940.
H . Scheibler : Uber Hnrnstoff-ForinaldelLyd-H~rze und deren
Vorsitzender : Dr.-Ing. H. L e h i n a n n , Dresden
Misrhpolytrterisate init Acr?ylsazire.
Dr. H . Sarchinger, Deutsches Forschungsinstitut fur Steine
Nach eir.eni Ubcrblick iiber die allgerneinen Eigenschaften der
utid Erden, Kothen : Die Zulsn.nmenh&aqe z~iaehender Ceologie der
Harnstoff-Formaldehyd-Harze (Aminoplaste), insbes. die iiberLagerrtatten tind d m Heramkchen Eigen.srli.njten der Knoline w i d T o w .
einstinimenden und die untersclieidenden Merkmale von den PhenolNach Hinweis auf die Rohstoffmerkblatter5) der Deutscheil
Forinaldehyd-Harzen (Phenoplasten) werden die einzelnen Phasen
.Keramischen Gesellschaft und die regional aufgeteilten Rohstoffder Reaktion zn-ischen Harnstoff und Formaldehyd besprochen').
kartena) nennt Vortr. als typisches Beispiel einer zweckmaBigen
In einer gemeinsam mit R . Zworner durchgefiihrten Untersuchung sind Mischpolymerisate von Harnstoff-Formaldehyd-Harz ZusammenarbeiC zwischen Keramiker uud Geologen eine Veroffentlichung vou Lau.benheimer u. Lehmonn') aus dem Jahre 1937, die
niit Acrylsaure und mit deren Estern dargestellt und untersucht
sich mit den Kaolinen von Kemmlitz, Lothain und Schletta befallt.
worden. Die Acrylsaure wird im Anfangsstadium der Kondensation
Diese Arbeit zeigt deutlich, da13 die geologische Vorgeschichte eines
vofl Harnstoff mit Fortnaldehyd zugesetzt, in dem das Reaktionskeramischen Rohstoffes bestimmend fur die spatere Verwertbarkeit
produkt noch wasserloslicli ist. Es liegen dann Methylol-methylcnin der keranlischen Industrie ist bzw. daB spezielle Eigenschaften,
Harnstoff und
seine niedrig molekularen
Polymerisationswie z. B. Xornzusammensetzung, Trockellsch~indutlg, Trockenprodukte . . . .N (CO. NH.CH,OH) CH,--N (CO.NH.CH,OH) CH,festigkeit und Plastizitat wesentlich von der geologischen VorN(CO . NH . CH,OH)CH,. . . vor, die also noch Oxymethylgruppen
geschiclite abhangig sind. Vortr. zitiert Arbeiten von Harkorl,
enthalten. Nachdern diese durch die H-Ionen der Acrylsaure unter
Lehmann u. Laubenheimers) und versncht in diesem Zusammenhange
Wasserahspaltung in Azoniethingruppen umgewandelt wordensind, erz. R . Aufklarirlmg dariiber zu geben, warnm die Eigenschaften
folgt Mischpolylnerisation zwischen den Acrylsauremolekiilen und den
plastischer Rohstoffe (Kaoline und Tone), die entweder a m Porphyr
Azoniethingruppen. Das znnachst diinnfliissige Gemiscll gibt beitn
oder nus Granit entstanden sind, verschieden sein miissen. Die
Ausgieljen in Fonnen mit glatter Grundflache nach dem Erstarren
cheniische Zusammensetzung der Muttergesteine ist zwar dieselbe,
bci Raumtemperatur und Harten bei 60-80° farblose, vollig durchjedoch die Ausbildungsform und KristallgroBe der einzelnen Minesichtige, Witterungseinfliissen gcgeniiber bestandige Harzplatten.
ralien ist recht verschieden. Schon darin ist der Grund fur die jeweils
I m Gegensatz hicrzu siiirl die aus reineni Harnstoff-Fornialdehydverauderten keramischen Eigenschaften zii suchen.
Harz hergestellten, gegossenen Harzplatteu sehr unbestandig. Sie
bekoimnen bald Sprunge und Risse und zerfallen spater in kleine
Wahrend sich die bisher in der Literatur heschriehenen Arbeitcn
Bruchstiicke Itfit einer Kugeldruckharte von 1500-1800 kg/ctrl* in der Hauptsache mit feinkeramischen Rohstoffen beschaftigen,
bei 60 s Belastung halxn die gegossenen Mischpolymerisate aus
konnte Vortr. auszugsweise iiber ahnliche Arbeiten, bei denen ZiegelHarnstoff-Fortnaldehyd-Harz und Acrylsaure die gleiche oder eine
tone untetsucht wurden, einen uberblick geben. Die untersuchten
noch groBere Harte als die durch HeiBpressen hergestellten AminoZiegeltone gliedern sich in 2 groae Gruppen, namlich in cine solclie
plaste Diese enthalten bekanntlich erhebliche Mengen Cellulose,
von marinen Tonbildungen, also Meeressedimenten, nnd in cine
die man in Form kurzer Fasern den PreDpulvern zusetzt. Hierdurch
andere, die alle nicht marinen Bildungen, also Siinwasserabsatze in
wird die Neigutig zur Bildung von Rissen aufgehoben und ein zur
landgebundenen Becken, umfal3t. Kornverteilung, Humusgehalt
Herstellung von Gehrauchsgegenstanden geeignetes dauerhaftes
und vor allem auch der Kalkgehalt lassen sicli auf Grund der geoMaterial gewonnen, das allerdings nicht durchsichtig, sondern nur
logischen Kenntnisse iiber die Lagerstatte bereits zu einem wesentdurchscheinend ist. In den neuen Kunststoffen kommt dem Znsatz
lichen Teil voraussagen. Gerade die Kenntnis dieser Tatsachen ist
von Acrylsaure ebenfalls die Fahigkeit zu. die den reinen HarnstoffauJ3erst wichtig f i i r die Gestaltung des Betriebes, z. B. fur die Wahl
Formaldehyd-Harzeu eigentiimliche Neigung zu RiBbildungen aufdes Aufbereitungs- und Herstellungsverfahrens. Aber auch die Preljzuheben. Diese Kunststoffe sind wegen ihrer Durchsichtigkeit und
bedingungen bzw. die Gestaltung des Ofens und die Art der FeuerHiirte vielleicht als ,,organisches Glas" geeignet.
fiihrung sind sehr stark von den genannten Feststellungen abhangig.
Zum SchluB weist Vortr. auf eine Veroffentlichung von Lehmann
u. E?~deZl9),,iiber Steinguttone" hin und gibt auf Grund von bisher
Deutsche Bodenkundlidhe Gesellschaft.
noch unveroffentlichten Forschungsergebnisseii der genannteti
(Kommission fur tropische Bodenkunde)
Autoren einen Uberblick iiber den Zusnninienhang zwischen
Tagung vom 7. Mai 1940.
totaler Sorptionskapazitat der Steinguttone und deren geoProf. Dr. Vageler : Probenahme u n d Vnlersuchung uon Tropenlogischer Vorgeschichte. Die weitere Forschung wird durch. die
boden.
richtungweisenden Ansfiilirungen des Vortr. sicher entscheidend
Die Untersuchung der Boden hat fiir die Tropen noch groBere beeinfluot werden.
Wichtigkeit als fur die heimische Landwirtschaft, da der Tropen6, Lauhenkimer 11. Lehmann, Ber. dtsch. keram. Ges. 16, 549 [10351.
pflanzer infolge der Transportverhaltnisse nicht init den billigen
9 Lallnenlreimer u. Ldmann, ebenda 14, 367 [198EJ.
?)
3 Ueber daa Ardmnesche Geriit VRI. die* Zkhr. 55, 103 [IMO].
') Vgl. hienu a.Scheiblm, P. Trosller u. E. Sckob, diese Ztechr. 41, 1305 [19261.
A n g e z a n d l r Chemie
.jJ.Jnhrj.1940. Xr.27/28
O;
O)
Laubmfiaimer u. Lehmnn, ebenda 18, 631 119371.
S . u. a. cbendu 9, 484 [1928]; 11, 172 C19'01; 14,155 119331.
Ebenda 18, 306 [19351.
3 03
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
202 Кб
Теги
meier, tagung, 1940, bezirksgruppe, keramische, gesellschaft, sfchsiche, deutsch, mai
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа