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Deutsche Keramische Gesellschaft e. V. Sfchsische Bezirksgruppe. Tagung am 21. und 22. November 1942 in Meien

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KWI. fur physikalische Chemie u. Elektrochemie,
Berlin-Dahlem
Colloquium am 17. M a r z 1943.
Dr. habil. W. Scheele, Celle, Reiclisforsc1iungs:iiistalt f.
Seitlenbau : Rheotnetrische Untervuchungen a n organisellen brlasern').
Aus der Analyse der Reaktionsprodukte von Sulfamiden rnit
Fornialdeliyd wurde geschlossen, da13 diese Harze keine Kettenpolymeren der Methylensulfonamide sind, wie es haufig in der
Literatur dargestellt wird. Vielmehr stellen die Harze zn Glasern
erstarrte Schmelzen von Gemischen der Sulfamide mit ihren trimeren Methylen-Verbindungen dar. Nach langerem Tempern auf
174O gehen derartige Gemenge leicht in den Glaszustand iiber.
Die Harze weiseii um so geringere Viscositat auf, je mehr Sulfamid sie entlialten. Wird in den Systemen p-Toluol-sulfamidMethylen-p-toluol-sulfamid urid o-Toluol-sulfamid-Methylen-ptoluol-sulfamid das Molverhaltnis 7 : 3 iiberschritten, so werden
keine Harze mehr erhalten; vielmehr bilden sich dann beim Erstarren der Schmelzen Kristallkonglomerate, die von einem Harz
durchsetzt sind. Dieses ,,kritische Molverhaltnis" betragt im
System Benzolsulfamid-Methylen-p-toluol-sulfamid 6 : 4.
Es
wurde ferner nachgewiesen, daI3 die untersuchten Harze bei gleichen
Temperaturen und gleichen Molenbriichen praktisch gleiche Viscositat besitzen. Aus den geschilderten Versuchsergebnissen wurde
eine Vorstellung iiber den inneren Aufbau der Sulfonamid-Harze
entwickelt. Da man bei der Einwirkung von Benzamid auf Formaldehyd keinerlei Harze erhalt, wird die Bildung der SulfonamidHarze vornehmlich auf die Sulfo-Gruppen in den trimeren
Methylen-Verbindungen zuriickgefiihrt. Es kommt bei der glasartigen Erstarrung der Schmelzen zur Ausbildung regelloser
Molekiilaggregate der trimeren Methylen-Verbindungen der Sulfonaniide. Beim Zusatz von Sulfcmiden werden diese Molekiilkomplexe ganz oder teilweise nach auden abgeschirmt, womit die
Abnahme der Zahigkeit der Harze rnit steigender Menge an Sulfamid in den Geniischen gedeutet werden kann.
I m zweiten Teil des Vortrages werden die rheologischen Verlialtnisse bei Kettenpolymeren behandelt und die Komplikationen,
denen man bei der Auswertung von FlieBkurvendiagrammen mit
quasiviscosem oder quasiplastischem Flieden begegnet, diskutiert.
Um die Zusammenhange zwischen Verformungsvorgang und Temperatur jedenfalls fur praktische Zwecke auswerten zu konnen,
wird eine konventionelle Methode der Auswertung von FlieBkurvendiagrammen vorgeschlagen.
Bildet man das Flachenintegral, welches die FlieDkurven mit der .c-Achse und der Ordinate bis zur FlieUgeschwindigkeit v = 5.lO-* bilden, und tragt
man den log davon gegen die reziproke absolute Temperatur auf,
so erhalt man Geraden fur die einzelnen Polymerisate. Der
Neigungswinkel, den dieses als Verformungsleistung bezeichnete
Integral mit der T-Achse bildet, kann als ein Ma13 fur die Temperaturbestandigkeit eines Werkstoffes angesehen werden. Je
kleiner der Winkel ist, u m so temperaturbestandiger ist das betreffende Polymerisat. Innerhalb einer polymerhomologen Reihe
ist der Winkel um so kleiner, je hoher der mittlere Polymerisationsgrad ist. I n Ubereinstimmung mit ihrer hohen Temperaturbestandigkeit zeigen die Oppanole einen weit geringeren Anstieg
der Temperaturfunktion der Verformungsleistung als z. B. Polyvinylacetate. Der EinfluB von Plastifizierungsmitteln auf den
Verlauf der Temperaturfunktion der Verformungsleistung wnrde
an einigen Beispielen aufgezeigt.
Physikalisches Institut der Universitat Berlin.
S i t z u n g am 3. F e b r u a r 1943.
E. F u e s , Breslau : v b e r dynaneische Rnumgitterbenyung irn Verlauf der Kikuchi-Liniena).
Die dynamische Theorie der Raumgitterbeugung erklart
die hyperbelartigen Ausweichungen, welche in manchen Fallen
in der Gegend des Schnitts zweier Kikuchi-Linien beobachtet
werden, als Wechselwirkung von 3 oder mehr starken Elektronenwellen im Kristall. Die Erscheinung ist aus zwei Griinden fur die
Strukturbestimmung von Interesse : Erstens erlaubt sie eine
experimentelle Bestimmung des B e t r a g s einer Strukturamplitude
aus Langenmessungen (namlich aus dem Abstand der beidt x i
Hyperbelscheitel) ; zweitens ergibt der Intensitatsverlauf im
hyperbelartigen' Bereich zum erstenmal eine Beurteilung des
A r g u m e n t w i n k e l s der (komplexen) Strukturamplitude, also
eine Aussage iiber die Phasenbeziehung der einzelnen Glieder
einer Fourierentwicklung des etektrostatischen Potentials im Gitter.
I n diesem Sinne eroffnet sie im Prinzip die Moglichkeit einer vollstandigen Strukturbestimmung der (kontinuierlich gedachten)
Verteilung der Elektronendichte im Kristall.
1)
2)
Tgl. .SclreeZe u. Steinke, Kolloid-Z. 9?, 170, 100, 361 [1942]; Scheele, AlJeis u. LaIraye,
ebenda 108, 1 [19431:
Nine ansfiihrliche Prorterung erscheint in Ann. Physik.
164
Deutsche Keramische Gesellschaft e. V.
Sachsische Bezirksgruppe.
T a g u n g am 21. u n d 22. N o v e m b e r 1942 i n MeiBen.
.Vorsitzender: Dr.-Ing. H. I , e h m a n n , Dresden.
Di. H . L e h m a n n , Dresden : K W U W L ~ ~
Rohato/f-Br~iqrn
W~G
dcr Oegcnwart.
Vortr. ging zunachst auf das G l a s u r p r o b l e m e i n . Der auBerordentlicli giinstige Viscositatsverlauf des FluBmittels V 26, das
wahrschrinlich infolge
zunachst in der keramischen Industrie
sekundarer Reaktionen - keiiien praktischen Erfolg zeigte, war
die Veranlassung zur Schaffung neuer FluRmittel, die nunmelir
zum ersten praktischen Erfolg durch Schaffung einer Blankglnsur
fiir SK 1 4 2 a fiihrte, die folgcnde Zusammcnsetzung h a t :
-
Fritte II 40/I ....... 40
FluOrnittel E 17 ..... 20
F r i t t e Il 40/I
Kreirle ........... 7,G%
Sand ............1 2,7 yo
Kalisilicat ...
Kreide .............. 3
Zinkuxyd
10
Bariumcnrhonnt . . i8,7'7"
Xagnesit, gehrannt 1,7X
liesontlers beaclitenswert erschcint, daW sich im Zuge tler
...........
Arbeiten mit den abgewandelten I~luBmittrlnauch noch Mogliclikeiten fur die Herstellung von weid getriibten Glasuren mit
niedrigem Schmelzpunkt zu ergeben scheinen. Bei den M a s s e r o h s t of f e n ist vor allem zu priifen, inwieweit auf die bisher vom
Hersteller erwiinschte rein wei13e Farbe der Fertigerzeugnisse verzichtet werden kann, zumal man bereits in groBerem Umfang
schon vor dem Krieg d a m iiberging, leicht gefarbte Glasuren mit
Elfenbeinfarbton zu verwenden. Wenn man diese Farbung in die
Masse verlegt, wird e s moglich sein, zu einer bedeutend weitergehenden Ausniitznng der Rohstofflagerstatten und zu einem
hochwertigeren Einsatz solclier Tone zu kommen, die infolge
geringerer Verfarbungen und teilweise auch infolge etwas hoheren
Riickstandes leider noch oft auf die Halden wandern. Der Mobilisierung dieser Halden, sofern sie nicht mit Abraum verunreinigt
sind, ist auf alle Faille das groBte Augerimerk zuzuwenden, d a
betrachtliche Werte in ihnen stecken und d a es durch ihre Verwen? ung moglich ist, Einsparungen an menschlicher Arbeitskraft
und Energie dnrchzufiihren. Bei der H a l d e n s a n d v e r w e r t u n g a )
sind ferner durch den geringeren spezifischen Mahlwiderstand
Energie- und Materialeinsparungen beim MahlprozeB und auf der
anderen Seite durch die giinstigen Quarzumwandlungsbedingungen
Kohleeinsparungen beim Brennproze13 moglich.
Bei den Tonen und Kaolinen, die fein verteilten S c h w e f e l k i e s enthalten, h a t das einfache Verfahren des Auswinterns oder
Aussommerns gezeigt, da13 dadurch der fein verteilte Schwefelkies
weitestgehend oxydiert wvird, so da13 eine feinkeramische Verwertung der Rohstoffe moglich ist. Fur die Zukunft wird als Aufbereitungsverfaliren fur diese Rohstoffe die Zentrifuge in Frage
kommen.
Die Frage des Einsatzes von W e i c h p o r z e l l a n wurde nur
erwahnt, d a kiirzlich F u n k , MeiQen, eingehend dazu Stellung genommen hat'). Zum SchluB beliandelte Vortr. die Verwendung
von Kaolin zur S e i f e n h e r s t e l l u n g ; angesichts der groaeii
Mengen, die benotigt werden, wird zu priifen sein, ob es nicht moglich ist, Rohstoffe einzusetzen, die in keramischer Hinsicht keine
so gro13e Bedeutung haben wie die jetzt zur Seifenherstellung verwendeten Kaoline. . Durch Verwendung der in der Hiittenindustrie
anfallenden S o d a s c h l a c k e schliePlich als Sodaaustauschstoff
in der Glasindustrits) diirfte wenigstens eine teilweise Entlastung
der aul3erordentlich angespannten Sodaversorgung moglich sein.
Prof. Endell, Berlin, fiihrte dann einen F i l m vor, der von
M . 8. Ardenne im Erhitzungs-Ubermikroskop aufgenommen war
und den Schmelzvorgang der Feinanteile eines glimmerartigen
Tonminerals, sowie das Schmelzen zweier verschiedener Kaoline,
von denen der eine einen bestimmten Restfeldspatgehalt und der
andere glimmerartiges Tonmineral enthalt, zeigte.
Prof. Dr. F. Fichtner, Direktor der Staatl. Sammlungen
Drcsdens und Leiter des Kunstausschusses der Deutschen Keramischen Gesellschaft : D i e Blutezeit der turkischen Pliese.
Die tiirkische Fliesenkunst h a t Anregungen aus Persien und
auch aus China bekommen, wie aus den der Verzierung dienenden
Motiven zu ersehen ist. I m 14.und 15. Jahrhundert entwickelten
dann die Tiirken die z. 1'. vorgefundene Kunst selbstandig zur
Innenraumgestaltung der Bauwerke der osmanischen Hauptstadte.
9. J a h r e s t a g u n g am 6 . u. 7. F e b r u a r 1943 in MeiBen.
Vorsitzender: Dr.-Ing. H. L e h m a n n , Dresden.
Landesgewerbearzt 0berreg.-Rat Dr. B r a n d t , Dresden : v b e r
die Wirtscltaftlichkeit gewerbeh ygienischer Mapnah.men.
Die mit Dr. Bredau, dem kiirzlich im Osten gefallenen Betriebsarzt der Keram. Industrie Dresden-MciOcn, begonnenen RontgenReihenuntersuchungen haben zu wertvollen Erkenntnissen gefiihrt.
3)
4)
5)
Ber. dtsch. keram. Ges. 19, 433 [19381; 20, 113 L19391.
Sprechsaal Keram., Glas, Email 75, 415 [1942].
S. dnsu auch: Glastechn. Ber. 20, 200, 321 [10421.
n i e Chemie
5 6..I u hrg. 19 4 3 . Nr. 23/24
Demnachst werden Wiederholungsaufnahmen, die zur Erhartung
der ersten Erkenntnisse wichtig sind, in dem Gebiet DresdenMeiRen, das Bredau zuerst bearbeitet hat, mit dern Rontgenwagen
des Sachsischen Forschungsinstitutes fur -4rbeitsmedizin und
Gewerbeh ygiene durchgefiihrt .
Die auf sozialpolitischem Gebiet liegenden gewerbehygienischen Mafinahmen sind aber nicht nur um ihrer selbst willen,
sondern auch in nTirtschaftlicher Beziehung besonders wichtig.
Am Beispiel der Betriebsunfalle nnd der dadurch in Hohe \-on
2,s Milliarden RM. entstehenden Kosten wurde eindentig der Wert
von VerhiitungsmaRnahmen klargelegt. Erhebliche Leistungssteigerungen lassen sich erzielen durch richtige Arbeitsplatzbeleuchtung, UV-Bestrahlung, StaubbekampfungsmaRnahmen, die
teilweise auch StaubriickgewinnungsmaRnahrnen sind, wodurch
wertvolle Staube der Volkswirtschaft erhalten werden; dariiber
hinaus werden dadurch auch die Arbeitsmaschinen geschiitzt
werdens). Durch den Tunnelofenbetrieb schlieRlich ist neben einer
groReren Wirtschaftlichkeit in bezug auf Zeitaufwand und Brennstoffverbrauch fur den Gewerbehygieniker und ..lrzt \-or allem
wichtig, dal3 die Krankheitsfalle von 1216 bei den alten Ofen auf
5% beim Tunnelofen zuriickgegangen seien.
Prof. Dr. K . Endell, Berlin: D a s Sintern keranaischer Rohs t o f f e im Erhitzungsubermikroskop.
Praktisch ist an der Sinterung wenig fliissige Phase und r i e l
festes Material beteiligt. Die fliissige Phase besteht i. allg. ails
4-7 verschiedenen Stoffen mit einer innerhalb weiter Grenzen
*) Aa/3-Bwh-up: Staub in der Industrie der Steine und Erdeii, Berlin 19.12.
schwankenden Zusammensetzung, so daR die eutektische Schmelztemperatur nicht genau bekannt ist.
Aus der groRen Serie der Aufnahmen, die in einer Gemeinschaftsarbeit mit ilf v. Ardenne, Berlin, und H . L e h m a n n , Dresden,
erfaRt worden sind, zeigte Vortr. solche \-on Sintermagnesit,
Sinterdolomit, verschiedenen Kaolinen, glimmerartigen Tonmineralen, deutschem Ca-Bentonit, verschiedenen Tonen und
Kalkfeldspat. Diese A4ufnahmenzeigten eindeutig den verschieden
liegenden Sinterbeginn, und fur die keramische Praxis sind die
Folgerungen zu ziehen, dafi es in Zukunft moglich sein muR, die
Bestimmung des Sinterungsvermogens keramischer Rohstoffe
und Massen wesentlich einfacher durchzufiihren, als dies bisher
der Fall war. Sie zeigten aeiter, dalj die rationelle Analyse allein
nicht zur Bewertung eines keramischen Rohstoffes oder einer
keramischen Masse, vor allem in bezug auf das Sintern und Dichtbrennen, herangezogen werden kann.
Aus den Aufnahmen an reinem Feldspat und feldspathaltigen Kaolinen, die ein fruheres Eintreten der Sinterung im
Gegensatz zu Feldspat erkennen lassen, ist ersichtlich, welcher
Wert den r o n Natur aus beigemengten Fluljmitteln zukommt. So
weisen die Erkenntnisse der Untersuchungen im Erhitzungsiibermikroskop erneut den Weg zur Verwendung von Rohkaolinen bzw.
nicht zu weit ausgeschlammten Kaolinen, aber schliefilich auch
zur Verwertung der Haldensande. Die neuen Untersuchungen bestatigen so Erkenntnisse, die L e h m a n n u. Mields bereits friiher
auf andere Weise gewonnen und in einer Arbeit : ,,Uber neuartige
Quarzrohstoffe fur die Steing~tindustrie"~)
mitgeteilt haben.
7)
Bw. dtsch. kerarn. Ges. 19, 433 [193Sl; 20, 113 E19391.
RUNDSCHAU
Preisausschreiben der Auerforschungsstiftung fur 1943.
Die .4uerforschungsstiftung h a t den Zweck, -4rbeiten auf dem
Arbeitsgebiet eines groRen deutschen Forschers, des Freiherrn
C'avl A u e r v a n Welsbach, iusbesondere also Arbeiten auf dem
Gebiete der seltenen Erden und den damit in einem sachlichen Zusammenhang stehenden weiteren Gebieten. zu fordern,
Der Vorstand der Auerforschuiigsstiftung hat beschlossen, fur
das Jahr 1943 folgende neue Preisaufgabe bekanntzugeben :
,,Seue
rolkswirtschaftliel~ wertaolle
4iaiiendirngusSebiefe jiir
seltene Erden, Thorium, Zirkon zcnd i i l t d i c l i e Elensente sind 216
f inden oder durch wissenschajtliche Foischuiig rowubeveitenl).
Bereits bekannte Aibeitsgebiete sind weiter nuszubaicen. Die Preisarbeiten kdnnen auch mehr abseits liegeride Arbeitsgebiete des
Forschers A u e r uon Welsbach betreffen und brauchen init den bekanntesten, wie dein Gasgluhlicht, denz Ziind,metall, den geiuibten
Grliisern usw., nicht i n einena engeren Zusamneenhang zu stehen.';
Fur die Losungen dieser Preisaufgabe sind Preise in der Hohe
bis zu insgesamt 40000,- RM. ausgesetzt worden.
An dem Preisausschreiben kounen alle Rcichsbiirger im Sinne der Siirnberger
Rassengesetze teilnehmen. - Die Arbeiten diirfen our Zeit der Einreichong bei der
Auerforscbungsstiftung noch nicht reroffentlicht sein. Die Einaendungen verbleiben
nach der Preiszuteilung im Archiv der Auerforschungsstiftung als Beleg. Die Bewerber
behalten sonst aile Rechte an ihrer Arbeit. - Die Preisarbeiten sind unter einem Kennwort einzureichen und sollen keine Angaben enthalten, aus denen entnommen werden
kann, wer der Einsender ist. Der Name und die Anschrift des Einsenders sind der Arbeit
in einem geschlmsenen Briefumschlag beieufiigen. Dieser Briefumschlag sol1 a d e n
das gleiche Kennwort traqen wie die Arbeit. - Der Stiftungsrorstand entscheidet iiber
die Zuteilung van Preiaen unter AusschluD Ton Rechtsanspriichen. - Die E i n r e i c h n n g
r a n Losungen z u r P r e i s a u f g a b e 1943 sol1 spatestens bis zum 31. Dezember 1944
erfolgen. - Das Ergebnis wird offentlich bekanntgegeben. - Alle EinEendungen und
Zuschriften sind zu richten an das S e k r e t a r i a t d e r A u e r f o r e c h u n g s s t i f t u n g ,
B e r l i n N 65, F r i e d r i c h - E r a u s e - U f e r 24 :rrelches auch die xwiteren Aufkiinfre
(64)
iiber Einzelheiten gibt.
Reindarrtellung von
1 8 0 , und von 14N15N gelang K . CEusius,
Ct. Dickel u. E. Becker rnit Hilfe einer nach dem Staffelrohrprinzip
arbeitenden Trennrohranlage, die aus 6 Einheiten (insges. 82 m)
besteht, Wasserkiihlung und als Heizelemente Pt-Legierungen
hoher Warmfestigkeit verw-endet. Leistungsaufnahme : bis zu
7 kV. Aus elektrolytisch gem-onnenem 0, wurde in dieser a d a g e
zunachst ein Gemisch 90% 1 8 0 ,
10% 1 7 0 1 8 0 abgeschieden
(Drahttemp. 7000) und in der alten Trennrohranlage nochmals
verarbeitet. So wurden insges. 250 cm3 1 8 0 , dargestellt. - I m
chemischen Austauschverfahren wurde 1jN in NH,Cl angereichert.
Von dem daraus hergestellten Stickstoff, der 4% 14N15Nenthielt,
wurde in der neuen Anlage nicht, wie ern-artet, 15N, abgeschieden,
sondern 14N15N(bis jetzt insges. 800 cm3), Es ergab sich also die
fur manche Fragen interessante Moglichkeit, ein Mischmolekiil
rein zu gewinnen. Vff. hoffen, durch geeignete Katalysatoren
auch reines 15N, zu gewinnen. --'(Naturwiss. 31, 210 [1943].) (87)
+
Eine neue Synthese des physiologisch interessanten
Athionins C,H,~S-CH,.CH,-CH(NH,).COOH,
das Dyer, ausgehend von C,H,CH ,SH, in 7 Reaktionsstufen darstellte, gelingt
R. Kuhn u. Q. Quadbeck, entsprechend der Methionin-Synthese von
Barger u. Weichselbaum, in uur 3 Stufen bei guter Ausbeute
(73, 97, 68% d. Th.). P-Chlor-diathyl-sulfid wird rnit Na-Phthalimidomalonsaurediathylester kondensiert zu (P-Thioathyl-athy.1)1)
Cgl.
8.
B. das Thema ,,Uher die Bestimmung des Thoriums", S. 157.
D i e Chemie
56.Jahrg.1943. Nr.23124
phthalimidomalonester, der, alkalisch hydrolysiert, HOOC .C,H,
-CO . S H . C(CO0H) CH,. CH,S. C,H5 liefert. Wird dieses durcll
HCl aufgespalten, so entsteht Athionin in vorziiglicher Reinheit.
Wahrend Methionin fur verschiedene Mikroorganismen und Saugetiere ein unentbehrlicher Wuchsstoff ist, hat Athionin Giftwirkung,
die durch gleichzeitige Gaben 1-on Methionin aufhebbar ist. Es
scheint, dalj lthionin im Organismus den Platz, aber nicht die
Funktionen des Methyl-Homologen einnimmt und durch dieses
wieder verdrangt iverden kann. - S u c h fur die Synthese 1-on
Lanthionin HOOC. CH(NH,). CH,. S-CH,. C H ( N H 2 ) COOH
.
wird
ein neues Verfahren angegeben: Xa-Phthalimidomalonester wird
,'
mit spmm. Dichlordimethylsulfid kondensiert zu I, das bei salzsaurer (nicht bei alkalischer) Verseifung mit 40-50 74 Ausbeute
meso-Lanthionin ergibt. - (Ber. Dtsch. Chem. Ges. 76, 529, 527
':1943] )
(01)
Partialsynthesen vonAl kaloiden vornTypus desErgobasins
[d-Lysergsaure-l-propanol-amid-(2)],
in denen der Lyserg-Rest
(C1SH15R-2.CO-) mit einem Aminoalkohol amid-artig rerkniipft
ist, fiihren A . Stall u. A . Hofmann aus. Beim Aufspalten von
IIutterkornalkaloiden mittels Hydrazin entsteht das rac. Isolysergsaurehydrazid, das sich iiber die Salze der opt. akt. Di-(p-toluyl-)weinsauren in die 1- und d-Form zerlegen laRt. Zur Synthese der
opt. akt. ct-Amino-alkohole werden ct-Brom-fettsaureester mit
Benzylamin in die (bisher unbekanntcn) a-Benzylamino-fettsauren
iiberfiihrt; diese werden zu den Alkoholen reduziert, die sich leicht
in die opt. Antipoden spalten lassen. Der Benzyl-Rest IaBt sich
ohne Racemisierung durch Hydrierung (Pd) ablosen. Die Methode
ist allgemein anwendbar; es wurden so u. a. erstmalig in reiner
Form die opt. akt. 2-Amino-propanole synthetisiert (aus a-Brompropionester), auch Phenyl-substituierte Alkohole. Zur Synthese
der Alkaloide wurden die Isolysergsaure-hydrazide mit HNO, in
die Azide iiberfiihrt und diese mit den opt. akt. a-Amino-alkoholen
kondensiert. Die Produkte lassen sich zu Derivaten der Lysergsame umlagern; man erhalt so z. B. unter den 8 Ergobasin-lsomeren das natiirliche Ergobasin. Die pharmakologische (uteruskontrahierende) Wirkung (am Kaninchen gepriift) hangt erheblich
mehr von der Konfiguration a b als selbst von erheblichen Unterschieden in der Konstitution; sie ist i. allg. riel geringer bei Deriraten der Isolysergsaure als bei solchen der Lysergsaure. Wahrend
weiter z. B. das d-Propanolamid-(2) und das 1-nor-Ephedrid
(= 1-Phenyl-propanolamid-(2))
der 1-Lysergsaure ganz unwirksam
sind, haben die entsprechenden Derivate der d-Lysergsaure rolle
Ergobasin-Wirkung. I n der homologen Reihe d-Lysergsaureathanolamid- ( Z ) , -1-propanolamid-( Z ) , - ( ) -butanolamid- (2) steigt
die Wirkung (relat. Wirksamkeit 0,3; 1,O; 1,3) und fallt beim
Isopropyl-ergobasin (0,3). Wie die klinische Priifung ergab, ist
das synthetische d-Lysergsaure-(+)-butanolamid-(2) mindestens
ebenso wirksam wie Ergobasin, das in der Natur nur in unzureichender Menge vorkommt. - (Helv. chim. Acta 26, 922, 929,
944 [1943].)
(89)
+
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