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Deutsche Keramische Gesellschaft. Goslar vom 23. bis 27

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Deutsche Keramische Gesellschah
Gnslar, vom 23. bie 27. September 1962
Nach Sitzungen der Fachausschiisse der D K G und der Unterausschiisse des Fachnormenausschusses Materialpriifung B 2 am
22. und 23. 9. fand am 24. 9. nachmittags die geschaftlichc Hauptversamrnlung statt, auf der u. a. Prof. Dr. A . Diefzel iiber die Arbeiten der Fachausschusse der DKG, Dir. R . Lunghard iiber die
neu aufgenommene Tatigkeit dee Kunstausschusses dcr D K G und
Dr. H . Hecht iiber die Normungsarbeiten fur Priifmethoden in der
Keramik in den fiinf Unterausschiissen des FNM B 2 berichteten.
AnschlieOend wurde die Jahrestagung der D K G fcstlich eroffnet.
Prof. Dr.-Ing. H . Lehmann begrii5te a h Vorsitzender der Bezirksgruppe Niedersachsen der D K G gleichzeitig im Narnen der Rektoren der Bergakademie Clausthal und der Technischen Hochschulen Braunschweig und Hannover die Giiste. Der Prasident
der DKG Dr.-Ing. A . Guilleaurne wies auf die Notwendigkeit der
Forschung und dcr Nachwuchsausbildung hin, die dem heutigen
Stand der Wissenschaft entsprcchen mu5. Prof. Dr. W. Oelsen
hielt den Festvortrag: ,,Die Chemie der hohen Temperaturen
in Technik, Forschung und Lehre".
Prasident Dr. Builleaume nahm verschiedene E h r u n g e n vor.
Fur hervorragcnde wissenschaftliche Arbeiten auf keramischem
Gebiet erhielten Prof. Dr. E . Berdel und Prof. Dr. K . Endell die
Seger-Denkmiinze. Die Auszeichnung wurde von den Sohnen der
Verstorbenen in Empfang genommen. Weiterhin wurden die
chemaligen Vorsitzenden dcr Deutschen Keramischen Gesellschaft
Dr. H . Harkort und Dir. H . Willach zu Ehrenmitgliedern ernannt.
A . H . M . A N D R E A S E N , Kopenhagen: E i n Vergkich zwischen verschiedenen Verfahren ZUT Besfimmung spezifischer Oberfldchen.
In zahlreichen Industrien, in denen pulverformige Stoffc hergestellt werden, begniigt man sich bci der Feinheitskontrolle mit
der Messung des Widerstandes, der von einer Schicht bekannter
Hohe gegen stromcnde Luft geleistet wird. Die so gefundene Zahl,
die mit der Feinhcit wachst, wird in die spezifische Obcrfliche des
betreffenden Stoffcs umgerechnct. Bei dieser Umrechnung verwendet man mcistens eine von Blaine aufgestellte Formel.
Es ist interessant zu untersuchen, ob die so gefundenen Werte
mit der durch gewohnliche Pipettenanalyse bestimmten Feinheitskennlinie iibereinstimmen. Bci Versuchen an einer Reihe
von Produkten, deren Feinheiten genau bekannt warcn, wurde
speziell diese Frage gepriift. In den USA wurde eine dritte Yethode zur Bestimmung der spezifischen Oberflirche ausgcarbeitet,
die sog. BET-Methode, die auf Adsorptionsmessungen im Hochvakuum beruht.
Die nach den drei Methoden gefundenen Wcrte wurden verglichen und dabei Differenzen von 10-20 % festgestellt. Die beste
Methode ist nach w i e vor die Pipettenanalyse.
J. A . H E D V A L L , Goteborg: Trockensinterung und Oberfliichenakfiuifiit.
Unter Sinterung wird im folgendcn Zusammenbacken von Pulvern ohne Yitwirkung von Schmelzen verstanden. Die Voraussetzung siimtlicher Vorglnge ist Partikelbeweglichkeit bzw. Partikelaustausch in oder zwischen den in Frage kommenden Karnern
oder Kristalliten. Dabei sind die Verhaltnisse an den Kristalloberflachen ausschlaggebend, emtcns, weil die Oberflachenpartikel immer mehr oder wenigcr unabgesattigt Bind im Vergleich
zu den Partikeln im Innern den Gitters, und zweitens, weil die
Oberflachen Beriihrungsfliichen darstellen.
Jeder EinfluD, der die Oberflachenaktivitat und die Partikelbeweglichkeit irn erwiinschten Grad erhoht, ist fur die Sinterung
vorteilhaft. Dabci ist jede Art von Storung dcs Gleichgewichtszustandes nicht nur a n der Oberflache, sondern auch.im Gitterinnern grundsatzlich wichtig. Heute ist es moglich, solche St6rungen absichtlich und an den in Frage kommendcn ProzeD angepaDt hervorzurufen.
Solche irreversible, d. h. einem Gleichgewicht nicht entsprechende Gitterstorungen konnen sowohl rein strukturell als auch
energetisch scin. Meistens treten diese gleichzeitig auf, d. h.
Struktur- oder st6chiometrische Abweichungen vom Ideal- oder
Gleichgewichtszustand sind in der Regel auch mit StOrungen dcs
normalen Elektronenzustandes verbunden. Es sol1 aber nicht unerwahnt bleiben, daO auch Storungen nur der letzteren Art, wie
z. B. bei spontan eintretenden Veranderungen magnetischer oder
elektrischer Art oder durch Bcstrahlung, die chemische Aktivitit
beeinflussen und sogar technisch methodisch angewendet werden
khnen.
Untersuchungen iiber die Art und die Wegc der wandernden
Partikel sind deshalb von ausschlaggebender Bedeutung, um den
Verlauf der Sinterprozesse und ihre tcchnische Anwendung zu
beherrschen. Sowohl Ionen wie auch ungeladene Partikelkom-
plexe konnen den Matcrietransport besorgen, letztere hauptsachlich a18 verhirltnismi5ig schnelle Oberflilchen- oder Phasengrenzdiffusion. Wenn chemische Reaktionen vorkommen, ist das Studium der Keimbildung ebenfalls grundsatzlich wichtig. Eine
Reihe von neuen Methoden zur Bestimmung des Wanderungsmechanisrnus, der Gittcrauflockerung und der Oberfliichenaktivitat sei erwahnt, z. B. sind zu nennen: Diffusionsmessungen
rnit der Hilfc von Radioisotopen, Messungen der Elektronenemission, der elektrischen Leitfiihigkeit, der katalytischen Aktivitat, der magnetisohen Eigenschaften, rhtgenographische,
feldelektronenmikroskopische und elektronenmikroskopische Bestimmungen usw. Die Art und Rolle der Fehlstrukturen im Kristallinnern und a n Oberflachen fangt an, auch quantitativ bestimmbar zu werden, und es ist schon in vielen Fallen moglich,
den Diffusionsproze5 in Oberfliichenwanderung und Gitterdiffusion aufzuteilen.
A . H . M . A N D R E A S E N und P . W . B E R G , Kopenhagen:
Einflup der feineren bzw. grdberen Anteile des Tones auf seine Eigenschaffenim ungebrannten Zusfand (vorgetr. von P . W. Berg).
Alterc Untersuchungen priiften, wie sich die Eigenschaften dcs
Kaolins, z. B. Bildsamkeit, Trockenschwindung usw., mit der
KorngrODe iindern. Wciterhin wurden die physikalischen Eigenschaften verschiedencr Tonarten i n Beziehung zu ihrer Feinheit
untersucht.
Nunmehr wurde untersucht, wie sich die Eigenschaften von
cnglischem Ton rnit der Feinheit andern. Obwohl cine solche Trennung kaum gro5tcchnisch moglich sein wird, wiirden diese Ergebnisse die Bcurteilung der Tone f u r industrielle Zwecke erleichtern.
Von zwei Tonproben wurde j e einc feine und eine grobc Fraktion hergestellt. Die Trennung wurde durch Sedimentation erreicht. Die Feinheitcn der Tonproben und der Fraktionen waren
genau bekannt. Sie wurden sowohl direkt als auch nach Elcktrodialyse folgenden Bestimmungen unterworfen: 1) chemischc
Analyse, 2) Trockenfestigkeit, 3) Trockenschwindung, 4 ) Basenaustausch, 5) Hygroskopizitat und 6) Bildsamkeit. Die erzielten Ergebnisse wurden i n Tabellen und Diagrammen gezeigt.
L. D U B U I T , Paris: Fortschrifte i n der maschinellen Anwendung des Siebdrucks fur die keramische Seriendekoration (vorgetr.
v. R . Schmidt).
Das Prinzip des Sieb- oder Schablonendrucks, eine auf Holzoder Metallrahmen gespannte Seidengaze zu benutzen, die durch
einen Gelatine- oder Kunstharziiberzug das zu iibertragende Bild
frei IirOt, wurdc zunirchst fur die Glas- und erst in den letzten
15 Jahren im Ausland auch fur die keramische Industrie ausgebaut. Der Siebdruck ist die ideale Losung fur die Reproduktion
von Kupferstichen, Holzstichen und vor allem Strichzeichnnngen.
Die Dekoration zeichnet sich durch eine satte, reliefartig aufgetragene Farbe aus, die bcsondcrs feine Beschriftungen gut wiedergibt. Wirtschaftlich ist das Sicbdruckvcrfahren das rationellste
Verfahren, urn Keramik und Glas zu dekorieren. Fur die Dekoration von Auf- und Unterglasurfarbcn dienen die gleichen Yaschinen. Fur den Druck auf Glasur und Glas ist scit Jahresfrist
ein neues Verfahren verfiigbar, bei dem nicht Farbpaaten i n fliissigem Zustand, sondern t h e r m o p l a s t i s c h e F a r b e n angewandt werden, die erst zwischen 60 und looo C fliissig werden.
Mit elektrisch geheizten Schablonen aus V2A-Geweben und geheiztem Farbrastcr wird die goschmolzene Farbpastc durch die
Schablone gedriickt und erstarrt sofort auf der kalten Fliiche des
dekorierten Gegenstandes.
U . H O F M A N N , R . F A H N und A . W E I S S , Darmstadt:
ifber die Thizofropie bei Tonen (vorgetr. von U . Hofmann)l).
J . S C H U F F L E R , Diisseldorf-Heerdt: Aufgabe des Planars
und Konstrukteurs ZUT Silicoseverhiitung.
Bilder einer alten und neuen Zcrkleinerungsanlage fur Quarzit
wurden ale Richtlinien zur Silicosebekampfung bei Errichtung
von Neuanlagen geecigt:
1) Weitestgchende Mechanisierung der Arbeitsvorgange und
automatische Schaltung der Maschinen. 2) Vermeidung schwerer
korperlicher Arbeit in der N i h e von Staubquellen. 3) Konzentration der Maschinen und Einrichtungen auf klcinstcm Raum,
untcr Wahrung der Ubersichtlichkcit und Zughglichkeit. 4) Maschinentypen nicht nur nach Arbeitszwcck, eondern auch nach
Verhinderung der Staubgefahr wiihlen. 5) Gebiude und Einrichtungsteile, wie Wirnde, Armaturen, Leitungen usw. so ausbilden,
da5 nur glatte Flachen vorhanden sind. 6) Obcrfli4chen der CfeI ) Vgl. Naturwlss. 39, 351 (19521.
Angm. Chern. 1 65. Jahrg. 1953 i Ns. 5
biude, Einriohtungea dnd Maschinen mit glatten, staubabweisenden und den Staub sichtbar maohenden Farben und Glasuren versehen. 7) Beleuchtung muD alle Flhchen g u t sichtbar machen,
damit keine verborgenen Staubfelder verbleiben. 8) Staubabsaugungen fur die Arbeitsmaschinen; alle MaterialfluObetten,
insbes. die aufwirbelnden Prall- und Obergabestellen Bind unter
Vakuum zu halten. 9) Unnotige Luftwirbelung i m Raum ist zu
vermeiden. 10) Fur die Sauberung der Winde, Einrichtungen
und Maschinenoberflhchen sind besondere Staubabsaugeeinrichtungen vorzusehen. Die abgeaaugte Luft ist in die Entstaubungsanlage zu leiten.
'
Die Schallgeschwindigkeit der Longitudinalwellen E O ~ ~die
E
Schallabsorption versohieden dicht gebrannter keramischer Probestiicke wurde mit nachtriglich vorgenommenen Fuchsinproben
verglichen. Dicht gebranntes, nicht saugfshiges Material weist
ein Maximum der Schallgeschwindigkeit und ein Minimum der
Absorption auf. Die Empfindlichkeit dea Verfahrens ist wenigstens ebenso groD wie die der Fuchsinprufung, so daO ohne eine
Zerstbrune die Stiicke hiernach auaeeschieden werden kbnnen.
Messungen in der Praxis haben die Brauchbarkeit erwiesen.
S.
[VB 4201
J . K D P P E R , Krefeld-Uerdingen: Anwendung der Strahlungstrocknung bei der Trocknung kcramischer Erzeugnisse.
lnstitut fiir Lebensrnitteltechnologie
und Verpackung Miinchen
formien Teile nicht eintreten. Die Beheizungskosten der oien
sind praktisch gleich Null. Wichtig ist, daO durch Fortfall fast
jeder Luftbewegung auch die Staubbildung sehr stark eingeschrlnkt wird. Die Anwendungsmaglichkeit solcher Trockner ist
in der Porzellanindustrie fur Flachgeschirre, aber auch fur GuOgeschirre und Becher, ferner fur Kapseln gegeben. Fur weitere
Industrien sind nur einzelne Versuche durchgefifhrt worden, so
z. B. zur Trocknung von Waschbccken, die boi entsprechender
Lagerung in Trockenzeiten von 4-5 h r i m - und spannungsfrei
getrocknet werden kBnnen. Bei der Porzellanindustrie sind infolge der kurzen Trockenzeit im 3-Schioht-Betrieb 15-20 Abformungen auf einer Form mliglich.
H . D . C R E M E R , Mainz: Die physiologische Bedeutung der
chemischen Behatidlung won Nahrungsmitteln.
Vide Nahrungemittel werden teile zur Verhinderung des Verderbs, teils zur Erhohung ihres GenuDwertes vorbehandelt, auch
mit chemischen SubstanZen. Dies ist pharmakologisch, torikologisch und auch mit p h y s i o l o g i s c h e n Yethoden zu priifen
Physiologische Untersuchungen aber liegen bisher nooh verhsltniam&lig wenig vor.
Farbstoffe, Geschmacksstcffe, Fettzusatze, Bleichmittel u. i.
sowie Koneervierungsmittel wurden ausfiihrlich behandelt.
A . D I E T Z E L , Wiirzburg: Die Tramparena won Porzelhn i n
Abhdngigkeit von der Quarzsorfe.
Die Transparenz von Porzellan hangt im hohen MaDe nicht nur ,
von der chemiachen Zusammensetzung und dem Brennverlauf
ab, sondern auch entscheidend von den Rohstoffarten. EE wurde
geklart, in welcher Hinsicht verschiedene Quarze auf die Transparenz wirken und umgekehrt, welohe Eigenschaften ein Quarz
haben' muO, um im Porzellan eine mbgliohst groOe Transparenz
zu ergeben. Das Vorbrennen der Quarze beeinfluat die Transparenz nicht merklich. Zwischen den verschiedenen Quarzsorten
bestehen in ihrer Wirkung erhebliche Unterschiede: der nordiache ergibt die grOOte Traneparenz, die Sand8 die niedrigste; dazwischen liegen die Quarze aus Pegmatiten. Parallel damit geht
die Umwandlungsgeschwindigkeit der Quarze in Cristobalit bzw.
d i e Abnahme des E ~ E Z .Gewichta beim Brennen auf 1400O C. Dilnnschliffe der Porzellanplhttchen zeigen entspreohend groOe Unterschiede in der Auflosungsgeschwindigkeit der versohiedenen
Quarze i m Feldspatglas; j e weniger Quarzreste nach dem Brand
vorhanden sind, umso besser die Transparenz.
Mikroskopische Untersuchungen der Quarze gaben die Erkliirung far ihr verschiedenes Verhalten: Nordischer Quarz h a t
eine feine Mosaikstruktur mit zahlreichen feinsten Poren. Durch
diem Gitterstbrungen ist die hohe Umwandlungsgeschwindigkeit
und Lasungsgeschwindigkeit bedingt. Die Quarze aus Pegmatiten
Bind durch andere Minerale, besonders Glimmer, verunreinigt.
Diese Verunreinigungen fordern den reinen Sanden gegeniiber
Umwandlung und Lbelichkeit. Reine fehlerfreie Quarze mit ungeet0rtem Kristallgitter geben also die sohlechteete Transparenz.
A . L U T S C H I Erlangen: Zersflirungsfreie Werkstoffpriifung
von Isolaforen mif Ulfraschall.
Nach VErEUChen mit Ultraschall-Durchstrahlungsverfahren h a t
die Impulsreflexionsmethode in der Stahl- und neuerdings auch
in der Porzellanindustrie fur die Werkstoffpriifung Verbreitung
gefunden. Man sendet hierbei kurze Sohallimpulse in den Priifling
und beobachtet auf einem Oszillographen Eohos von Fehlstellen
UEW. und schlieDlich auch von der Riickwand des untersuchten
StUckes. Die Handhabung iat bei modernen Geraten, die mit
e i n e m piezoelektrischen Quarz sowohl senden als auch empfangen, sehr vereinfacht worden. Die hohen Frequenzen von 2,5 und
5 MHz ermoglichen bei der homogenen Struktur keramischer Erzeugnisse eine scharfe Biindelung der Schallwellen bei kurzen
Impulsen und mehr als auereichende Fehlererkennbarkeit.
Mit gutem Erfolg wurden Vollkernisolatoren auf Lunker untersucht. Eine weitere sehr wichtige Anwendung dee Irnpulsreflexionsverfahrens iet die der Messung elastischer Konstanten, also
der Schallgeschwindigkeiten, des Elastizitits- und Torsionsmoduls
und dadurch der hiermit im ZUEamnEnhang stehenden Eigenschaften.
Angm. Chem. 65.Jahrg. 1953 NT.5
W . M O H R , Miinchen: Uber einen wasserldslichen Bitfcrsfoff
aus Hafer.
AUEdem Methanol-Extrakt von natiirlich bitterem Hafermehl
bzw. aus Haferkleie konnte nach der Abscheidung von Phosphatiden, Fettstoffen und Kohlehydraten ein wasserloslicher
Bitterstoff isoliert werden. Die Substanz lieO Rich durch Schaumbildungevermbgen, starke himolytisohe Wirkung und deren
Hemmung durch Cholesterin eindeutig a l s S a p o n i n charakterisieren. Damit wurden Befunde von boas und Sfeuda beatltigt,
die 1936 eretmalig uber das Vorkommen von Saponin in Avena
safiwa berichtaten, ohne jedoch gleiohzeitig dessen Bedeutung als
Triger eines bitteren Geschmackes in Hafer erkannt zu haben.
Die Ergebnisse des Vortr. stehen i m Gegensatz zu denen anderer
Autoren, die dem wasser1l)slichen bitteren Prinzip des Hafers die
Struktur eines Anhydrozuckeis unbekannter Konstitution zuschreiben, dessen Bildung durch Erhitzen des Triigermaterials
tiber 80 OC gefordert werden ~011.
An Vcrsuchen mit dem isolierten Saponin kcnnte nachgewiesen
werden, daO die Entbitterung des Hafers i m Verlaufe eines P r l pariervorganges unter technologisohen Bedingungen nicht auf
Spaltung den Bitteratoffes durch Wasserdampfeinwirkung mit
anschlieDender Entfernung einer Komponente infolge Wasserdampfdestillation beruhen kann. Wahreoheinlich handelt BE Rich
bei der Entbitterung urn die Bildung sinnenphysiologisch unwirksamer Additionaverbindungen zwischen Saponin und anderen im
Hafer vorkcmmenden Stoffen. Die Existenz derartiger Addukte
wurde experimentell nachgewiesen.
L . Q d R N H A R D T , Y a m h e n : Zur Analyse von Sfdrkemrupcn.
Die Analyse von Stlrkesirupen sol1 die Mengenverhlltnisse von
Glucose, Maltose und der Dextrin-Fraktion feststellen. ?deist begnugt man sich rnit der Bestimmung der ,,Reinheit" (GlucoseEinheiten) eines Sirups. Als Kennzahl mit grbOerer Anachaulichkeit wurde der mittlcre Po~ymerisationegraddes Sirups sls Quotient der redurierenden Substauz naoh und vor der Hydrolyse
eingefiihrt. Er kann einer rechnensohen WaSEErbeEtimmUIIg zugrunde gelegt werden, die guta Ubereinstimmung mit der Ublichen
Bestimmungsrnethode zeigt.
Filr eine eingehendere Sirupanalyse steht das Veifahren nach
Bleyer und Sichert zur Verfugung. Es weist aber zwei Fehlerquellen auf: Die unvollstandige Bestimmung der Glucose durch die
Acetatmethode und die Veinachlassigung des zumeist betrlchtlichen reduzierenden Anteila der Dextrine und damit die Verfiilschung der Maltosezabl. Es wird festgestellt, in welcher Weise
die Glucose-Bestimmung vom Glucosc-Maltose-Verhaltnis abh h g i g ist. Durch die Umrechnung nach Tryller sol1 das MaltoseDextrin-Verhiiltnis berichtigt werden, doch ist anrunehmen, daO
auch die Tryllersche Umrechnung die Verbaltnisse nicht vbllig
korrekt erfaOt.
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