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Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft. Versammlung zur Frderung der Bodenbearbeitung durch Kraftbetrieb

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Vereine und Veraammlungen
-________L_
Stillegung der Fabi%ikenw u d e auch d.ie Zuhl der Enverbslosen
erhoht, und viele Kartoffeln fielmen dwn Verderben anheim, weil
die Heichsbahn zu wenig graDziig.ig hand.elte. Um eine weit.ere
Entwertung der Kartoffeln zu verhiiten, m i i w n jetzt Kartoffeln
amgefuhrt w e d e n , die sonst hier hatten verarbeitet werden
konnen. Urn eine solche Ausfuhr von Kartdfeln zu fondern,
D ~ ~ B S ~natiirlich
II
FrachtvergiinstiguIqpn van der Reichsbahn
gewiihrt werden. Die Reichstagsverhandlungen in d e r vonigen
Wocbe scheinen die envkhnten FrachtermBSigunpn zu bringm.
Auch die vlielen Bemuhungen, dem Trocknergewerbe Betriebsmittel zu verschaffen, uni rmhtzei.\ig die Arbeit aufzunehrnen,
sind vergeblich gewesen. Die Regierung hat sich nicht d a m
entsehiiellen kliiinen, etwa 5 Mill. fur d i e Kredithilfe des
Trocltnungsgewrbes zur Verfiigung zu stell.en, trotdeni fiir
e.ine h,inreichende Sicherbeft und glatte Abwicklung Sorge getragen war. Wie gut hlitte unsere groPe Kartoffelernb wirtschafllich niitzlich unt.ergebracht wsrdexi klinnen, und wie viele
brach limegende Trocknereieu hatten eine lohnende Beschiiitigung gefunden. Die Landwirtschaft und das Trocknungsgewerbe miissen sich zusammenschliefien, um gemeinsam eine
rat,ionelJe Kartoilelverwertung EU schmaffen. Noch allen wkSenschaftlmichen und praktischen Versuchen sind sowohl die gediimplten als auch gesbuerten und getrockneten Ka&offeln
ein ausgezeichnetes Kraft- ' m d Mnstfutter, wenn nur eine geringe Menge hochw>ertiger Eiweil3fut t erinit tel mit Vera bf olgt
wird. Wir brauchen also keine allslandischen Futtermittel wie
Mais, Maizena, russi.sche Gerste usw. Mit Kartoffeln und wenig
Eiweifl, Hacksel und Heu erreichen wir das ebensogut und
besser a h mit diesen auslandischen Futtermitteln. Wenn wir
also die Kartoffel und Trockenkartoffel in. v i d grofierem Umf a n e als bisher, und nicht nur nuf dem Lade, sondern auch
in der Stadt, als Futtermittel allgemein v e r w e d e n , dann wird
weder eine Sehwierigkeit. im Absatz von Kartoffeln eintreten,
noch eine unrationelle Verwertung der Kar t o B l \-orkommen.
Nach den Mitteilungen des ,,Deetschen Reichsanzeigers" vom
27. Januar d. J . siiid im Deutschen Reiche u. a. an Tieren
vorhanden: 3,9 Mill. Pferde, 17,l Mill. Stiick Rindvieh, 16,l Mill.
Schneine und 4,7 Mill. Schafe. Rechnen wir nur dime Halfte
dierrer vorhandenen 42 MiI1. Tiere, also nur 21 Mill., u d rechnen
wir je Tag und Stiick nur 5 k g Kartoffeln, so macht das bei
durchschnittlich 240 Futtertagen 232 Mill. dz Kartoffeln, d,ie als
Futter in Form von ged8mpft,en, gesauerten oder getrockneten
Kartoffeln in Frage kommen. 5 kg Kartoffeln taglich oder
1,25 kg Trockenkartoffeln sind als Durchwhnitt wenig, es lrnnn
m.indestens doppelt so vie1 verabreicht wenden; aber schon
diese k1ein.e M.enge 1aPt uns erltennen, wie forderllich unsere
ganze Wirtschaft eine umfangreiche Verwertung der Kartoffel
un.d Trockenkartoffel als Futtermittel sein kann.
Vortr. gehZ dann zu d'en technisch-wirtschaftlichen Arbeiten
iib.er unld hebt hier besonders die K a r t o ~ l u d e r s u c h u n g e i i
hervor. ])as Rohmaterial war auch i n dieser Kampagne nicht
von besonderer Ciite. Nsmentlich der Stiirk.egehalt der Kar,toffeln lieu haufig vie1 zu wiincwhen iibrig. Wohl kam.en Kartoffcln von 20-17 yo Starke vor, in der Mehrzahl aber war &er
Stiirkegehalt nliedriger, er schwankte voii 16-%l yo. Am
meisten kamen 12- und 14 "juige Kartofleln zur Untersuchung.
Als hochster Schmutzgehal,: wurden bei einer Kartoffel 20,2 Yn
festgestellt. Trotz des geringen Sauregehalts l i d e n sich d i p
KartofTeln gut verarbeiten, nur sellten wurde bei d en Prufungen
ein zweites Produkl gefunden. Die (Jiialitat tler erzeugten
Flocken war im allgemeinen sehr gut. D,er Wassergehalt bew e d e sirh in normalen Grenzen ron 12--15 %,. Es kamen aber
auch Flock.en m.it 9,60h un,d 17,2D;,vor. WBhrend 9% W s m r
die Flocken zu trocken macht, wenn sie nicht gerde auf Walzmeh,l verarbeitet werden sollen, id 17% Feuchtigksit zu hoch.
Bei dieseni Wassergehalt ist die Hlaltbark,eit eine ungeniigede.
In der Trockensubetanz der Flocken wurden 72-76 o/o Starke
festgestellt und nur 0,04-0,1 % Sand. Flocken von solcher RU6gezeichneten Bewhaffenheit eignen sich ganz besonders in Form
von M'alzmehl fur Backereien und Konditoreien und die Verweadung solcher ProdukZe in Backereien und Konditoreien sollte
n.icht erschwert, sondern im I n Zews e unserer Willtschaft nach
Moglirhkeit gefiixdert werden. Das untersnchte .Kartoffelwalzmehl war von guter BeschaBenheit. es hatte eine hellgelbe
Farbe, 11.9 % Feuchtigkmeit, 3.7 D/n Asche und normalen G8eruch.
B.pi der h r a tung zur Errich.tung von 'Trockenanlagen, ebenso
-
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%i!itschrift f u r
nngewundb Ohemrc!
bei der Prufuag van umgebauten Anlagen wurde das Institul
vielfach .in Anspruch genommen. Es konnte so festgestellt
werden, dafi die vorhandenen Systeme alle gut arbeiten. Es
kommt nur darauf an, da5 man den Liekrungsvertrag vorsichtig auisetzt unld sich .die natwendigen Garantien uber
Leistung, Uampfverbrauch und die U t e des Trocloenprodukk
geben urid diiese dann, nachdem d e r Apparat umgebaut oder die
neue A d a g e errichtet i d , prufen lallt. Bei den Yriifunpn
ltamen sowohl Einwalzen- als auch Zweiwalzenapparate ZUF
Vorfiihrung und fast iitrerall wurde die .garantierte h i s t u n g
nicht nur erreicht, sondern sogar iiberschritten. Der Kractund Dampfverbrauch bewegte sich meist in normalen Grenzen
und die bei d.en Priifungen gewonlrenen Flocken waren ausnahmslos von vorziiglicher Beschaffenheit. Verbesserungen an
ihrem Hiihrwerk haben H i i t t n e r upd P a u c k s c h verge.nommen. Der Wrasenabzug geschieht bei den meisten Systemen
ltiinstlich mittels Exhaustor, Imperial-Forsterwerke entfernen
den Wrasen auf natiirlichem Wege durch einen Abzug. Wesentliche Neuerungen g e g m friiher liegen nicht vor. Solche sind
auch wohl kaum noch moglich. da die ietzigen Ausfiihrungen
und Leistungen der Apparate wohl lcaum zu iibertreffen sind.
Zu begriiflen ware es allerdings, wenn im Kohlen- oder 1)ampfverbrauch der Apparate noch ein Fortschpitt erzielt wiirde,
damit die Trmknungskosten noch geringer werden. Den
Flocken wird nachgesagt, daO ihr Eiweifigehabt nicht ausreicht,
um mit ihnen a h i n reine Mktung erfolgreich durchzufiihren.
Uas wird voraussichtlich jetzt aiiders werdm. Die Waggonund Mwchinenbau-A.4;. GiirLitz in Landsberg (friiher Paucksch)
hat eine Vorrichtung konstruiert, mNels der es ermoglicbt
nir41, die Flocken gleich bei d e r Herstellung so mit Eiweill
anzureichern, dsi3 eine eiweiOreiche Flocke entsteht. Leider
lionnte bisher de r Apparat noch nicht gepruft werden, wohl
aber das Produkt. Es is1 eine Kartoffel-Lupinenflocke, die in
de r Trockensubstanz 13,28 "/; Rohprotein hatte. Es wird sicher
inoglich sein, durch eine starkere Vermiwhung der gedampRen
Kartoireln mit dlen vorher entbitterten Lup:inen die KartoffgILupinenflocke noch eiweiareicher zu machen. Wenn es auT
dim e Weiee gelingt eine eiweil3reich.e Flocke als Handelsware
auf den Markt zu bringen, dnnn haben wir in unserer heimischen
Flocke den besten Ersatz fur alle a d a n d i s c h e n Kraft- unld MastIutterm.iMe1. AuDer Kartoff'el-Lupinenflocken ist noch ein Produkl
bekannt geworden, d a s aus Kartoffelflocken und einged;ickten
Molken besteht. Die hlolken, die meist in den Molkereien nicht
verwendbar sind, sollen in der Molkerei zur Sirupsdicke eingedamplt, dann an die Flockenfabrikmen gesandt w d e n , urn
hi.er mit den gedamphen Kartoffeln zusammen auf eiweiflreiche
Flocken verarbeitet zu w e d e n . Vorausgesetzt, daR .das Eindiclten d e r Molken nlicht zii teuer w i d , wiirden auch dirse Kartoff el-Molkenflocken ein \wrtvolbes Mastflitter d.arstellen, das
die Verftitleruing von Trockenkartoffeln nur fordern kann.
Regierungsbaumeieter a. D. M u 1 1 e r , R e r h : ..Uhcr
1)nmpfunlagen in Trocknercien".
In de r ausgedehmten Aussprache zeigte sich allseitiges IntereSse fur die Herstellung von KartoBel-Lupinenflocken. Es bestehen ftir dile Erzeugung dieses eiweiflreirhen Futtermittels
schon Anlagen.
Deutsche Landwirts~aafts-OeselIschatt.
Versammlung ZIU Forderung de r Bodenbearbeitung darrh
Kraftbetrieb. Berlin, den 24. Febrnar 1926.
DipL-Ing. G e s e 1 1 : ,,Neueres zunl Motorspiritus".
Die Entwicklung der letzten Ja hre hat gezeigt, daf3 die
V e r w e d u n g von Spiritus zum Betrieb von Motorhhrzeugen
nichl eine voriibergehende Erscheinmg ist, sonsdern dall hierfur ein dauerndea Bediirtnis vorliegt. Es ist deshalb seine
Henutzung ein Gebot der Stunde, und es hat gar keinen Sinn
mehr abwwarten, bis die restlose, Kllirung aller Fragen erreicht ist, da heute mit dem Sammeln von Erfahrungen kein
Risiko mshr verbundlen is2. Ohne Zweifel eignet sich dRr
Spiritus ale Treibkraft in hoher Kompression und daher auch
in hoher Ausnutzung. Von besonderen Eigemchaften des
Spiritus ist zu erwahnen seine schwerere Vendamphgefahigkeit gegeniiber a n h r e n Kraftstoflen. Es muS drshalb der Motor
bei hoherer Temperatur laufen und der Spiritus mit Leicht
olen, Benein und Benzol vermisrht werden. Weitere Zusiitze
in ganz kleimen Mengen bewirken ein keichberes Anspringen
und solken auch der Verminderung der Angriffe auf Metal1
dienen. Am giinstigstien stellt sich die Mhchulng von drei
l'eilen Spiritus und ein Teil Benzin oder Benzol. Unter den
seit 11/* Jah-r gelteniden Pneisverhaltnissen stellt sich der
Spiritusbeftrieb um 16 bis 3Q y! billiger. Anerkannt wird
ferner weicher, elastischer Ga,ng der h s c h i n e n und geruchloser Auspuff. Die Badenken hin.sichtlich Anfressungen von
Zylindern und Tanks sind entschieden zuriickgegaqen. Ein
gewisses Mat5 von Sachkenntnis und gutem Willea zur richtigen Einstellung d'er Vergaser auf vollkommene Verbrmnung
im Intere,sse groijter Wirbscbaftlichkeit wie auch Etetriebssicherbeit i,st erforderlieh. Einer allgem.einen Einfiihrung i s t
noch hinderlich, daij Spiritustneibstoffe nicht al1,erortrts bequem
erhiiltlich sind, Sicher aber iiberwiegen die Vorteile, und infolgedeslse'n diirfte dter Motorspiritusbetrieb in Zukunft immer
mehr an Boden gewinnen. Diies um so mehr, wenn di'e grofie
volkswi.rtschaftliche Bedeutung der Dsckung des Brenntstoffbedarfis au,s inlandischem Produkt gebiihwnd beriicksichtgt
wiirdme.
\'ersrmmlang d e r Diingerabteilung, Berlin, den 24. Pebr. 1926.
Prof. 1)r. L e m m e r m a n n , Berlin-IJahiern: ,,Was mup
iier Lniidroirt wissen, urn rafionell IU diingen ?''
Rei einer wirklich rationelken Durchfiihrung d e r Diingung
sitrd eine groije Anzahl von LTmstanden zu beachten, so daiJ
eigentlich nur der richtige Feliddungungsversuch die Kwtrollmogl~ichkeit gibt; auf -dm anderen Seite hat sich von jeher
das Bediirfni's nach sogenannten Schnellmethoden gezeigt.
Vortr bespricht nun di,ese a t h o d e n ' in historischer Reihenfolge von der primitivm Bod,enanalyse ansgebend, die Zitratmethode, die N e u b a u ,e r sche M.ethode und schliefilich die
von M i t s c h e r l i c h uIvd zeigt, wie man immerhin auch
augs dieisen Methoden 'wertvolle Riickschliisse fur 4ie Praxis
zi,ehen kann. Die Diingung mud sowohl dem Diingungszustand
des Rodtens als auch dem Charakter der Pflanzen nach Form
und Menge angepafit warden. Ferner ist dafiir zu sorgen, daB
tder zu -dungende Boden einen gutm Kultu,rzustand besi,tzt,
uad zu beachten, daf3 die aerschiedenen Pffanzen die Diingvng
versehiden gut verwerten konnen. Weiter muf3 die Aussaatstarke der Diingung angepadt und beriicksichtigt werden, dal3
die Diingung auch (die Qualitat d er Ernteprodukte sowohl im
giinstigsten als auch im uqgiinstigsten Sinne beeinflussen kann.
Dann legte Vortr. ansfiihrlich. .die Methoden dar, d i e uns h8eube
zur Perfiigung stehen, um das Diingungsbediirfnis eines Boldens
keinnsenzulernen.
Rittergutsbesitzer S c h u r i g (zweiter Berichterstatter) :
Duich umfangreiche Forschungsverssuche (wind wir heute
in d,er Lage, die M,enge lder wurzelliislkhen Nahrdoffe im
Bod'en mit leiniger Sicherheit festzust~ellen.Der Landwirt kann
sich durch diese Untersuchungen bei gl.eichzeitiger Durchfiihrung von Felddiingungsvlersuch,en heute einigermafien iib,er
die Menge tlieser NahrstoBe Klarhceit verschafien, Es ist deshalb
notwenldig, dad die gefiihlsmafiige Anwendung des kiinstlichen
Diingers aufhort, und dafi an ihre Stell'e die Errechnung der
zur Erzielung von Hochsternten natwensdigen Pflanzennahrstoffe tritt. Neben der rationellen Verw.endung der kiinstlichen
I)iingemitt.el miitssen aber auch allmedie KulturmaDnahmen angewandt w e d e n , die es dten Pflanzen ermoglichen, moglichst
schn.el1 aufzugeh'en und die erst.e Ehtwicklung, die besomders
ri.el Gefiahren in wich birgt, balld abznschliefien. Ganz biesonders ist darauf zu achten, dafi der Wa'sservomat im Roden nicht
durch falsche Kulturmafinahm.en ungenutzt verloren geht, sondern in genugenlder M.enge zur Lijsung d-er verwsndeten kiinstlic.hen IlungemitZel erhalten bleibt. Redn,er begriifit es, dafi
unter Mithilfe des Reichsmahrungsministeriums erheblich,e
Mittel bewilligt sind, um die Ro'd,enun~'ersuchungenzu verbilligen; doch 'sollten hierMr ganz andere Summ,en in den
Etat ein.gestellt wepden.
Verxammlung der Creriiteabteilung, Berlin? den 25. Febr. 1926.
Prof. Dr. L i c h t e n b e r g e r , Ki.el: ,,Technische Hilfsi t i i t ( e / fiir dic Gerriinriuri~j.Transport und Ifindliche Verarheitunf/
dcr .?filch i n den Vereinigten Staaten".
Ub.er 50 Mill. 1 Milch werd,en alljahrlich dfiiben erzeugt,
und Iiiervm werden 36 % verbuttert. Da ,di,e ,,hlilchinduetrie"
haufig gezwungen ist, &re Standorte zu Perlassen, so hat sie
sich in kuszer Zeit dem GrofJbetrieb angepaGt, das &nossenschaftsw!esen stark ausgebildet und ganz besonders auch alle
techniscben Hiltsniitt~el in ihren Dienst ge ~t~ellt.l h s Wort
Industrie wird von de8nAni,erikanarn in d'em bei uns gebrauchlichen Sinme mit Kecht angewandt. Arbeitskriifte- unld Unkostenemparnis sowie quantitative uad qualitative Mehrbeistung
sind die energischen Ford,erungsmittel dieser ,,Mechanilsierung"
gewesen. D.er gesamte Milchgewinnungs- und V e r w ' e r t u n p
prozeij strebt niit grofies Schneltigk,eit einem nelativ hohen
Grade 'der Vollkwnmenh,eit zu. Schon der Viehstall selbst
i a .seiner modernen Form iut ein Must,er 7der Zwecknibf3igk,eit.
Die San.dandisierung ist sehr weit fortgeschrilt.em, und meist
w h d der Vieh~stall einfach nach Katalog bestellt, im Waggon
angelhfert und vom Bfesitzer mit Hilfe eines einfacben; Zimmermanns aufgestellt. Sehr weit fortgeschritten ist auch' die Anwendung von Melkmaschinen, unid man hat errechnet, daij
durch ihre Anwendung eine Ersparnis \'an 5,7 Dollar pro Jahr
un,d Kuh eintritt. 1)as Transportwesen ist sehr gut ausgebildet;
da man auf d i e Qualitat der hlilch gro13en Wert legt, so sind
alle Sammelstellen mit Tiefkiihlung ausgerustet. Der Transport
erfolgt meisZen,s in Kannenautos. Soweit Eisenbahntransport
in Frage kommt, dienen ihm nicht, wie bei uns, luftgekuhlte
Wagen, sondsern dire Kuhlung n i r d durch Rohtei's b,ewirkt.
Neuerdings werden auch vielfach Tanks empfohlen, un.d insbesondpere hat sich ,der kleine Tank mit einem Inhalt voa 1000 1
besondens bewlhrt. Diese Tanks werden n.ebeneinand.er auf
die Wagen geschoben unld durften auch fur dile deutschen Verhaltnisse schr brauchbar sein. Die niaschinelle Ausrustung
i'st meist vorziiglich. Die Typisierung i,st himer noch nicht so
weit vorgeschritten, weil man sich iiber die richtige Art der
hlilchbehandlung noch nicht rollig einig ist. Fur die Milchkannen kommt Stahl mi2 Glasemaille o'der Kupf,?r rernickelt
in Frage, Aluminium wird nicht riel verwend,et.
Verein zur Beforderung des GewerbefleiRes.
Berlin, den 1. Marz 1926.
Iandesgeoioge Prof. Dr. \ili u n s o r f : . . h s Vorkontnten
tlrs Erdols und die Erdiilwirtschaft".
Vortr. hat sich auf Qrund seiner 20 jiihrigen Beschaftigung
eine Anschauung uber die Ent.stehung tles Erdols. gebil:d.et;
danrich ist fur das Auftreten des Erldols (lie Enitlstehung von
Senkungsgebiden notwendig, in tlenen, \vetin si8e vom Meer
abgeschlowen sind, eine Verdunstung dm Me~erwass~ersund
Salzabiagerung anftritt. 1)ns Salz sp,ielt bei Nder Zersetzung der
in diesen Senkungsgebi,et,en sich anhhf'enden organishen
Stofbe in de r Riichtung 'der Erdolbilidung eine Roll'e. Vortr. verweist auf ,das fast immer beobachtete gleichaeitige Auftreten
con Erdollagern und Palzgesteinen, Dolomiten und Anhydriten.
Fur die BiIdung der Erdolsammelstatten ist ,tlann von Wichtigkeit das Auswandern d.es EFdols aus 8d.em MuCt.ergest.ein in d.ip
Magazingesteine. Dieses Magazingestein muf3 einie Lage haben.
die eine Anhaufmg des Erdols gast8at4et, ea muW aufgerichtet
verbogen sein. In den hoch,sten Partien lageit sich , d a m das
Erdol ab. Die Annahmme, daf3 an d'en ScheiteIn idler sogenannten
Antiklinacden Er'dgase auftreten, ist narh den Ilarlegungen des
Vortr. nicht richtig, da die Erdgase im Erdol loslich sind. Der
Aufbau de r ani.erikanischen Erdolfelder ist ein Beweis fiir das
Gtebundenssein [des Erdolvorkommens an Senkungsgebielbe. Ee
tritt dies be,sontders in Erscheinung im G'ebiet sdes Golfs \'on
Mexiko, weniger gut liifit sich dieser Zusammenhang auf den
ersten Blick an dfen anderen Gebi'eben erkennen, am schwier igsten an den Midland -Cont i nen t - F,elder 11, D i.e geol ogimhen
Verhaltnisse l.i,egen eb'en n,icht inimer so einfach, wi.e man
nach dem Aufbau der Schichten schliefien mochte. An die
gro8en ErdolPelmder de r Veveinigten Raatmen schliefien sich dime
r o n M,exiko mit den zwei wichtigen Gebi'eten blei Tampica und
Tuispan, e,in kleinerer Rezirk li,egt nuf dlem Isthmus von Tehuantepec.
Uberblic,ken wir [die Fo1-d~e~ungsv.erlibIdnissei n den Ver&@en Staat,en, so sehen wir, dafi diese von Anfang 1925 bis
Ende Januar 19'26 gefall,en sin,d. Die im Jabre 1925 zu veizeichnende Slteigerung .der Forderung in Amcerika is2 zuriickzuYiihmn nuf das Gebi.et von Arkansas, wo die Fiirdernng ron
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