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Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft.

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Versalnmlungsberichte
freiem Wasser und Luft. Da die 'Verteilung ini frisch geschlagenen Holze aber als ziemlich gleichmadig angesehen
werden kann, so kann erwartet werden, . d a 5 die GesetzmlBigkeiten den vorauszusetzenden Naturgesetzen genau entsprecheii,
und daD der Untersc.hied gegeniiber anderen Gebilden, etwa
reiner IIolzniasse, nur in den Beiwerten liegen wird. Tatsachlich
folgen die Leitungskurven fast genau den F o u r i e r schen
Warnieleitungsgesetzen. I1 a t f i e 1 d , Bureau of plant industry, Madison, U. S. A.:
,,Furlher experiments with chemicals suggested ns possible
.wood preservafives."
Bei den Untersuchungen zeigte sich sehr wirksam eine
ganze Reihe Cresolate und Phenolate, z. B. Tetra-Chlor-Phenol.
Die hauptsachlich in Deutschland propagierten ,,Salzgemische",
aus Fluornatriuni und nitrierten Phenolen bestehend, erfahren
eine weniger giinstige Beurteilung, besonders die Nitro-PhenolBeimischung wegen ihrer intensiven Gelbfarbung. H u n t , Director of Forests products Lab., Madison, U S A . ,
und Dr. S n y d e r , U. S. Bureau of Entomology, Washington:
,,An international Termite exposure test. Third progress report."
Probeholzer sind in Sudafrika, Australien, Mittelamerika
und anderen Tropengegenden dem Frai3 von Termiten ausgesetzt worden. Rest losen Schutz gab nur Inipragnierung niit
Teerol und chloriertem Naphthalin. Letzteres wird bei uns in
Deutschland unter den) Namen Xylamon propagiert. Daher ist
r s wichtig genug, diesen Bericht etwas aufmerksamer zu lesen.
Man findet zuiii grogen Erstaunen, daB die Behandlung der
Holzer fur diese Versuche nicht so erfolgf ist, wie es in der
Praxis gewohnlich geschieht, durch Anstrich oder durch verhaltnisniiBig leichte Inipragnierung. Die Holzer haben rund
300 kg des Chlornaphtlinlins auf den Kubikmeter erhalten. Bei
derarlig schwerer Inipragnierung, die schon das Doppelte des
fiir Teerol C'blichen betragt, ist ein solcher Effekt natiirlich in
keiner Weise unerwartet. Wahrend aber bei einem Teerolpreise von 6 Pf. eine solche Impragnierung insgesamt 18 M.
an Impragnierstoff auf den Kubikmeter Holz erfordert, also
runt1 30 M. fur die gesamte Impragnierung, wiirde sie entsprec.hend bei Chlornaphthalin ein Mehrfaches sogar des Holzpreises bedingen. Die Versuche besagen also fur die Praxis
nichls, sie werden iiur deshalb hier so ausfiihrlich wiedergegeben, weil man erwarten kann, da5 sie ohne diesen Kommentar von interessierter Seite ausgebeutet werden. Welcher
Schutzwert dem Chlornaphthaliu bzw. dem Xylanion in Wirklichkeit gegen Insekten, also auch u. a. gegen den Hausbock,
zukomint und wie es in der Wirtschaftlichkeit im Vergleich mi!
anderen Stoffen ist, dariiber fehlt leider jede Unterlage. Ven
Salzimpragnierungeii, welche fur den Holzschutz in1 Hause in
Frage komnien, haben die von Deutschland gelieferten Produkte, wie Tanalith und auch Tanalith-U, ein nach der Ausdrucksweise der Berichterstatter verbessertes Wolmansalz, sowie das gleichfalls als Wolmansalz bezeichnete Triolith verhlltnisinaflig schlecht abgeschnitten. Dagegen hat das von
W o 1 m s n noch kiirzlich in der .Angewandten Chemie PO abfallig beurteilte Zinkmeta-Arsenik bei gleicher Menge ganz
bemerkenswerte Wirkung gezeigt und in allen Versuchsreihen
in bezug auf seine Wirkung an der Spitze gestanden.
,
Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft.
Berlin, 1. Marz 1932.
In An\vesenheil der Spitzen der Reichs- und Staatsbehordeli
und d e r Fuhrer der landwirtschaftlichen Rerufsverlretungen
wies die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft in einer Pressebesprechung auf die dringende Notwendigkeit .der Sicherung der
Ernte hin. Der Vorsitzende, Dr. h. c. v o n W e b s k y , k e n m i c h nete die G e f a h r e n e i n e r zu g e r i n g e n V e r a e n d u n g v o n
D i i n g e n i i t t e l n . Die Ertrage des deutschen Bodens wiirden sich
durch sachgemaoe Diingung steigern lassen. Da die Bestellung
in der Landwirtschaft jetzt teilweise nicht so ausgefuhrt wird,
wie e8 erforderlich ist, ist die deutsche Ernte fur das Jahr 1932
auf das starkste gefiihrdet. Dr. S c h u r i g fiihrt aus, die Ernte
der vier Hauptgetreidearten, die in den Jahren 1880--1885 im
Jahresdurchschnitt 14,7 Mill. t betragen habe, sei 1900-1905
auf 23,6 Mill. t und 1910-1914 auf 27,7 Mill. t gestiegen. Eine
Steigerung war auch auf dern Gebiete der Viehhaltung zu verzeichnen. Dieser Aufschwung ist ganz besonders auf eine
zweckmaflige und reiche Ernahrung der Pflanzen in Form von
I
Angewandte Chcmie
45. Jahrg. 1932. Nr. 22
ltiinstlichem Dilnger zuriickzufiihren. Trotzdem hat die Intensitat d e r Landwirtschaft mit den Bediirfnissen einer sich iiberaus schnell vermehrenden Bevolkerung nicht Schritt halten
konnen. Weiterhin ist durch eine Veranderung der Ernahrung
der Bedarf an landwirtschaftlichen Rohstoffen gesteigert worden.
Daher ist in der Vorkriegszeit trotz des Aufschwungs der
inlandischen Landwirtschaft die Einfuhr landwirtschaftlicher
Erzeugnisse standig gestiegen. Der EinfuhriiberschuB von
1,5 Milliarden M k . im Jahre 1900 stieg bis zum Jahre 1913 auf
2,3 Milliarden Mk. Im Gegensatz zur Vorkriegszeit hat der
Import von lbdlichen Erzeugnissen in d e n letzten Jahren einen
starken und standigen Riickgang erfahren. Wahrend 1927 wertniaD3ig die Einfuhr noch 4 Milliarden betrug, ging dieser Betrag
im Jahre 1931 auf 1,6 Milliarden zuriiok. Das groBe, seit Jahrzehnten erstrebte Ziel, das deutsche Volk aus eigener Scholle zu
versorgen, ist damit amahernd erreicht. In dieseni Augenblick
aber droht die ungeheure Gefahr, daB die Landwirtschaft durch
die Zeitverhaltnisse gezwungen wird, auf dem erfolgreich beschrittenen Wege umzukehren, weil vielfach nicht die Mittel fur
die erforderlichen Dungeinittel aufgewandt werden konnen. Es
ist unbedingt erforderlich, daR die Landwirtschaft fur die Erreichung einer guten Ernte die unerlafilichen Betriebsmittel voll
einsetzt, um so die Ernte und die Volksernahrung zu sichern.
Dieser Appell, den Dr. S c h u r i g im Namen d e r DLG. an
die gesamte Landwirtschaft richtet, wird von Reichsminister
Dr. S c h 1 a n g e - S c h o n i n g e n unterstiitzt. Der Vorsitzende
der Organisation der deutschen Pflanzenziichter unterstreicht
die Notwendigkeit der Verwendung von hochwertigem und
leistungsstarkem Saatgut. Nach den Bereohnungen, die e r vor
langerer Zeit angestellt hat und die in den Entwurf des Pflanzenzuchtsohutzgesetzes iibernommen worden sind, erhalt durch die
Pflanzenzurht das deutsche VolksvermSgen einen Zuwachs von
600 bis 800 Mill. Mk. Leider ist in den letzten Jahren eiii
starker Riickgang in der Verwendung hochwertigen Saatgutes
zu verzeichnen; es a e r d e n dadurch Werte vernichtet, die erst
in vielen Jahrzehnten w i d e r erzeugt werden kbnnen.
55.Ordentliche Generalversammlung des Vereins
Deutscher Portlandzement-Fabrikanten.
Berlin, 16. Mars 1932.
Vorsilzender: Direktor Dr. K n e i s e 1 , Hover.
Dr. H a e g e r m a II II , Berlin-Karlshorst: ,,Ober den Reaklionsverlnuf zrvischen Kalk und Kieselsaure, Tonerde, Eisenoxyd beim Brennen von Portlandzement-Rohmasse."
Fur d i e Konstitution des Porllandzenients sind von Bedeutung: das Tricalciumsilicat (Alit) 3Ca0. SO,, das Bicalciumsilicat (Belit) 2Ca0. Si02, das Tricalciumaluminat 3Ca0. A1,0,
und das Tetracalciumalurninatferrit (Celit) 4Ca0 . A1,0, . Fe,O,.
Das Bicalciumsilicat kommt nur in Portlandzementen vor, die
nicht geniigend Kalk haben. Von deli Verbindungen zwischen
Kalk und Kieselsliure ist dns Tricalciumsilicat die wichtigere.
weil sie energischer erhartet. Man kann ein raumbestandigb
Produkt erhalten, weiin ninn uuter 19ooo brennt. Die unfere
Grenze fur die B~lclungdes Tricalciuiii6ilicates ist die Temperatur von 15500. Das Trisilicat bindet sehr langsam ab, die
Abbindungszeit beginnt nach 5-6 h und ist nach etwa 12-13 h
beendet. Man kann diese Abbindezeit durch Zusatze beeinflussen; so wirken die Sulfate d e r Alkalien beschleunigend, auch
die Chloride von Calcium, Kaliuni, Magnesium und Aluniiniuin
wirken besclileunigend; die beste Wirkung hinsichtlich Beschleunigung des Abbindens und Erhartens erzielt man durc!i
einen Zusatz von 3% Calciumchlorid. Eine besondere Rolle
spielt die Tonerde im Portlandzementklinker. Bei 14000 entsteht das Eutektikum von 3Ca0. A120J und 5Ca0. 3A1,03. Oberhalb des Schmelzpunktes des Eutektikums zersetzt sich dieses
wieder, und es bildet sich Triealciumaluminat. Als Bindemittel
an sich ist es ungeeignet, wenn man Tricalciumaluminat aber
taglich zerkleinert und mit Wasser jeden Tag neu anriihrt, erhartet die Probe inimer wieder. Das Eutektikum bindet nicht mehr
so stiirmisch wie das Tricalciumaluminat. Die vor einigen Jahren
von J a n e c k e angenonimene Verbindung 8CaO. 2Si0,. A1203
existiert nkht. Von den Verbindungen des Kalkes mit E k e n spielt
das Bicalciumferrit im Portlandzement der heute iiblichen Zusammensetzung keine Rolle, hochstens bei Portlandzement vom
Charakter des Erzzements. Das Eisen erscheint im Portlandzeiiient imnier in Form d e r Verbindung 4Ca0. Al2O,. Fe,O,
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