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Deutsche Therapiewoche Karlsruhe.

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If. S T I T M P P , Wiesbaden: Eisenkorrosion durch Holzschutzmillcl.
Als Prufmethode fur Holzschutzmittel wird das von Schikorr irn Mat.erialpriifungsamt Berlin-DaNem ausgearbeitetc Verfahren angewandt.
Hei der Priifung in Lbsungen schneiden Fluoride, Chlorzink und viele
Handelspraparate g u t ab. Zinksilicofluoride greifen je nach Reinheit
starker an, kbnnen aber durch Zusatze ebenso gunstig eingestellt werden.
Magnesiurnsilicoflriorid zeigt stfrkere Korrosion. Bifluoride korrodieren
sehr stark. Wegen Glasangriff kann die Priifung nicht nach der NormenMethode durcbgefuhrt werden. Auch saure Feuerachutzmittel oder
Mehrfach-Mittel k6nnen durch Zusatze nahezu korrosionsfrei eingestellt
werden. Die Ergebnisse im sog. Schraubenversuch sind durchweg ungunstiger. Sparbeizen und andere Zusiitze sind meist nur unzureichend
wirksam.
T.-P.
117 I3 2291
Deutsche Therapiewoche Karlsruhe
vom %lo. September 1950
K R 0 E T Z , Hamburg: Digitalis- und Strophanthin- Therapie des
M yokardschadens.
Vortr. betont, daO beirn Myokardschaden niemals Strophanthin oder
Digitalis indiziert seien. Erst das infolge eines Myokardschadens insuffizient gewordene Herz bedarf der spezifischen Glykosid-Behandlung. Die
weitverbreitete Unsitte, ohne strenge Indikation Strophanthin-Kuren
durchzufuhren,wird kritisiert. Die Anschauungen von Edens, nach denen
Strophanthin nur mittelbar durch Verbesserung der KranzgefaOdurchblutung und Digitalis nur a m hypertrophischen Herzen wirkt, bediirfen
der Revision. In der modernen Herztherapie werden Reinglykoside rnit
Recht bevorzugt. F u r Digitoxin. Cedilanid und Strophanthin werden
an H a n d von Kurven Wirkungsdauer und Hohe der SLttigungSdOSiS
demonstriert. Strophoral wird als Anachronismus abgelehnt, die Wirkung des per 08 gegebenen Cedilanid dagegen der des i. v. verabreichten
Strophanthin gleichgesetzt.
M I C H E L , Miinchen: Therapeutische Erfahsungen niit twschiedenen Antihistamdnica.
Vortr. h a t eine Reihe von Antihistaminkorpern auslandischer und
deutscher Herkunft untersucht. Danach ist das Avil') (p-aminosalicylsaures Salz des 1-Phenyl-1-pyridyl (2')-3-dimethylaminopropan) der
Farbwerke H6chst in die Qruppe der wirksamsten Antihistaminica einzureihen. I m Vergleich zu anderen Antihistaminica sollen beim Avil
besonders selten Nebenerscheinungen auftreten. Wahrend Avil allein,
wie iibrigens auch andere Antihistaminica, bei Bronchialasthma keine
uberzeugende Wirkung hat, erwartet man bessere Ergebnisse von einer
Kombination rnit einem Spasmolyticum. Bei allergischen Dermatitiden
wurde eine Avilsalbe verwsndt. Fiir die klinische Prufung von Antihistaminica wird die Kapillarmikroskopie empfohlen, mit deren Hilfe
man leicht die E i n s c h r h k u n g der Sekretion, die Steigerung der Kapillarresistenz und die Hemmung der Permeabilitat verfolgen kann.
LO E S E R , Miinster : Ubm die medikamenldse Beeinflussung der
Darmbewegungen.
Physosticmin und Prostigmin haben intramuskular und subkutan
bei Darmparesen eine sichere Wirkung. Hypopbysenhinterlappen-Praparate regen als Parasympathicomimetics die Darmperistaltik an. Kleine
Atropin-Dosen beheben Atonien, groBe wirken bei Spasmen lihmend.
Bei spastischer Obstipation kann die Novooain-Infiltration des sympal ) - v x d x i i i s c h r .62, 346 [1950].
thisohen Grenzstranges rnit Erfolg angewandt werden. Eine Besahleunigung der Darmpassage erreicht man durcb mechanisch oder chemisoh
wirksame Mittel. Erstere (Glaubersalz, Bittersalz, Paraftinum liq.) wirken durch Vermehrung des Darminhalts, letztere (Aloe, Rixinus-C)l, u.a.)
greifen direkt a n der Dunn- oder Dickdarmschleimhaut an. Bei den vieleu Handelspraparaten ist wegen der mirglichen Nebenwirkungen genaue
Dcklaration der Zusammensetzung zu fordern.
M E R T E N , Kaln-Lindenthal: FermenktBrungen und ihre Bedeutung fur die Therapie.
Nach neueren Untersuchungen kommt dem Kathepsin fur die EiweiOverdauung i m Magen eine grbBere Bedeutnng zu als dem Pepsin. Alle
Magenfermente - auder Pepsin und Kathepsin sind Chymotrypsin u n d
Lipase zu nennen - haben ihr Wirkungsoptimum bei Bindung an Magenschleim und einem fur die einzelnen Fermente jeweils verschiedenen
pH. Zur Fermentsubstitution werden Arbuz und Enzynorm empfohlen.
Letzteres stellt ein Praparat aus Bdagenschleim rnit einern hohen Gehalt
an Kathepsin und Pepsin dar.
I i L . S O E H R I N G , H a m b u r g : Die Therapie des Kopf- und G'esichtsschmerzes.
Bei der Entstehung gefaabedingter Kopfschmerzen kommen nicht
nur spastische Zustande, sondern, wie vor allem Untersuchungen von
H . G. Wolff und seiner Schule eindrucksvoll gezeigt haben, auch akutc
GefaDerweiterungen, Zug a n mittleren Arterien UBW. in Betracht. E s
ist daher nicht zu erwarten, daD spasmolytisch wirksame Substanzen
immer zur Behebung bestehender Kopfschmerzen geeignet sind. Selbst
die bekannten ,,.4ntiadrenalinica" wie Dibenamin, Dihydroergotamin
USW. k6nnen zu schweren Schmerzzustbnden i m Kopf-GefaBgebiet Veranlassung geben. Andererseits ist bekannt, daB sympathicotonisch wirksame Medikamente, die also eine GefaOverengerung verursachen, dennoch therapeutisch wirksam sein kbnnen. - Die Bog. ,,banalen Kopfschmerzmittel" vom Pyramidon-Typ haben neben ihrer a m ZNS angreifenden Wirkung deutliche Effekte a m Geflidsystem. Bei der tierexperimentellen Prufung auf zentralanalgetische Effekte kann man i m allgem.
k e i n e Wirkungen nachweisen. Diese Stoffe wirken also besonders gut,
wenn eine GefLBkomponente bei der Scbmerzentstehung beteiligt ist,
SO z. B. bei der akuten Pulpitis. - Novocain und seine Komplexverbindung Impletol, die seit 1928 von Huneke i n der Therapie propagiert werden, haben neben der sioheren analgetischen Wirkung noch andere therapeutische Effekte. So verursacht das i m Korper entstehendc Spaltprod u k t DiithylaminoHthanol j e nach der Spannungalage des vegetativen
Nervensystems Anderungen i m Tonus des GefaOeystems, wie sie von
HauschiM experimentell nachgewiesen werden konnten. Die Kombination Coffein/Novocain stellt naoh eigenen Untersuchungen k e i n e ,,Entgiftung" des Novocains dar. Die beiden Krampfgifte wirken jedenfalls
bei dem hohen Dosisniveau der LD,, unabhangig voneinander. - Auch
die Ausschaltung der Trigeminusleitung bei den sohweren Fallen der sog.
Trigeminusneuralgie rnit Alkoholinjektionen bietet noch Probleme: sic
kann vorn pharmakologischen Standpunkt keineswegs a18 ideal bezeichnet
werden. - SchlieDlich wird auf die groDe Verantwortung des Arztes bei
der Verwendung stark wirkender zentraler Analgetica vom Morphin-Typ
hingewiesen, die aueh dann best,eht, wenn die Arzneimittel, wie etwa
Polamidon in Deutschland, noch nicht der Retaubungsmittel-Gesetzgrbung unterstehen.
[ V U 2281
Rundschau
Ein Phasenllbergang zweiter Ordnung k a n n bei langkettigen Ketonen
a n einem Wechsel der D K beobachtet werden. FrohZichfhatte einen 801chen fur mine Ketone vorhergesagt. V. Daniel fand ihn a n einer Miachung
cines Ketons rnit einem Paraffin (25% C,H,,. COC,,H,,, 75% CI7H3,).
Hild 1 zeigt MeSSungen der D K als Funktion der Temperatur bei einer
Frequenz von 3.108 Hertz. Die
OK
Diskontinuitat bei etwa 20, entspricht
einem
metaatabilen
3.0
Schmelzpunkt und ist auf Volumenirnderung und sonstige mat.8
kroskopische Effekte zuriickzu26
fiihren. Der Abfall der D K bei
21
ungefahr 4O, derunabhbngig von
0
20
JO
der Frcquenz ist, zeigt dann einen
Ytrukturwechsel von einer Struktur mit beweglichen Dipolen zu einer solchen mit unbeweglichen Dipolen
an. Der Wechsel ist iiber ein groOeres Temperaturintervall verteilt. (1020)
(Nature [London] 163, 725 [1949]). -W.
I /I
I
I
I
Trifluormethyl-schwefel-pentdluoritl CF,SF, entsteht hei Fluorierung
voii Methylmercaptan rnit Cobalt(II1)-fluorid a18 Oxydationsmittel bei
250,. G. A. Silvey und G . A . Cady hatten aus Metbylalkohol so Trifluormethyl-fluoroxyd hergestellt und erwarteten nun das Schwefelanaloge.
Bei der Einwirkung von iiberschiissigem, mit Stickstoff verdiinntem
Fluor-Gas auf Met hylmercaptan bei 200°, katalytisch beschleunigt duroh
Kupfersphne, die rnit Silberfluorid tiberzogen sind, werden neben 1 0 %
Trifluormethyl-sohwefel-pentafluorid1504 des Mono-hydrogen-Derivates
Augew. Chew. I 62. Jahrg. 1950 1 Nr. 22
CSF7H erhalten. Die besten Ausbeuten, bis zu 40% CF,SF,, wurden
bei der Reaktion von Schwefelkohlenstoff und Cobalt(II1)-fluorid unter
den obigen Bedingungen erzielt. Trifluormethyl-schwefel-pentafluorid
ist eine farblose Substanz, die bei -20,4O siedet, bei -86,SO schmilzt
und einen Umwandlungspunkt bei -153,3O besitzt. E s ist bei Raumtemperatur gegen Natronlauge bestandig und reagiert rnit Alkalimetallen
nur bei Rotglut. Es isoliert bei niedrigen Drucken besser als Schwefelhexafluorid, wird aber beim Durchschlagen eines Funkens v o h t a n d i g
zu Tetrafluorkohlenstoff und Schwefeltetrafluorid zersetzt. CSHF, siedet bei 5,1° und schmilzt bei -87,.
E s reagiert rasch rnit Natronlauge
bei Zimmertemperatur, wobei alle Fluor-Atome *abgespalten werden.
(J. Arner. Chem. SOC. 72, 3624 [1950]). -J.
(1036)
Die Sohwefelsiiure im Pb-Akku durch andere Elektrolyte zu arsetzeu.
h a t nach F . Miillm das Ziel, eine hohere Belastbarkeit und eine Verweudung bei tieferen Temperaturen zu erreichen. Man versucht rnit Perchlorsaure. Borfluorwasserstoffsaure und Siliciumfluorwasserstoffsaurr
zu arbeiten. Im HCIO,-Element verlauft die Reaktion analog der ini
Pb
4HCl0,
2 Pb(ClO,),
2 II,O.
normalen Akku: PbO,
Das gebildete Pb-Perchlorat ist jedoch i m Gegensatz zum -Sulfat loslich, infolgedessen werden die Elektroden nicht abgedeckt. Das PbOe
wird aus Nitrat-Lasungen auf Ni oder nickelplattiertem Al, F e oder Cu
niedergeschlagen; Pb-Bleche oder bleiplattierte Metalle dienen als Kathodc. Das Element kann bis zu hohen Stromdichten von 50 A/dm2 belastet werden und arbeitet noch bei -40, C mit ausreichender Kapazitat. Die Selbstentladung in geladenem und halbgeladenem Zustand in
den positiven Platten ist noch stbrend. Sic ist jedoch in HBF,-Elernenten
wesentlich geringer. (Ghimia 4, 175/187 119501). - W.
(1041)
+
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-
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541
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