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Deutscher Verein fr Schutz des gewerblichen Eigentums.

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43. Jahrgang 19271
Vereine und Versammlungen
Dr. W e r n i c k e , Dr. T i e g s , Dr. L i e s e g a n g und Prof.
Dr. W i l h e l m i .
Die 'l'agung schlieBt am 15. - am Wachmittag - mit einer
Hesichtigung der Mohuetalsperre, wo Baudirektor Dr.-Ing.
L i ii k uber ,,Zweck und Ziele des Edirtalsperrenvereins"
Vortrag halten wird.
Nahere A u s k u n f t iiber die ragung, iiber die Wege zur
Beteiligutig (auch an Veranstaltungen des Vereins Deutscher
Cheruiker) urid iiber die Ausstellung ,,Achema", gibt die G e
s c h I f t s s t e 11 e d e s V e r e i n s , Berlin-Dahlem, Ehrenbergstr. r(8-42.
-
I
Versammlungsberichte.
I
Deutscher Verein fur Schutz des gewerblichen
Eigentums.
Gerade t:in Jalir nach dem Hingange Albert Osterrieths,
des eifrigen Vorkampfers fur den Schutz cles geistigen Eigentums, vereinten sich seine Freunde und Verehrer auf Veranlassung tles Deutschen Vereins fur den Schutz des gewerblichen
Eigentunis zu einer Gedenkfeier im Festsaale des Patentamtes.
Auch die Witwe des Entschlafenen und dessen Kinder wareri
erschienon. I>er Prasident des Keichspatentamtes, Geh. Oberregierungsrat v. S 1) e c h t , gedachte in seinen BegriiBungsworten cier engen Beziehungen, die Professor Dr. A 1b e r t
0 s t e r r i e t 11 durch seine Tltiglteit auf dem Gebiete des
Pateutrechts und des Urheberschutzes zum Reichspatentamt
gehabt hat. Ministerialdirektor 0 e g g , tier im Namen der
Reichsbehorden sprach, wies darauf hin, welch gewaltige Vorarbeiten Osterrieth geleistet hatte, um die Fragen des gewerblichen, des literarischen und kiinstlerischen Urheberrechts zu
regeln. Des fesselnden Dozenten gedachte der Rektor der
Handelshochschule, Prof. Dr. W e g e 11 e r. Dann schilderte der
Vorsitzeride des Deutschen Vereins fur den Schutz des gewerblichen Eigentunis, Patentanwalt M i n t z , Osterrieths Wirken.
In mehr als dreiijigjahriger Freundschaft war Miutz mit ihm,
der ein Weltburger im besten Sinne des Worts war, verbundeii
und hat oft Seite an Seite mit ihm fur das Kecht des Urhebers
an seiiiern Werke gekampft. Der Redner zeigte, wie der vielseitige Osterrieth, der von Hause aus gar keine praktische
Natur war, den deutschen Tonsetzern, den Schriftstellern, den
Erfinderri Beistand leistete, wo es galt, ihre bedrohten Rechte
zu schiitzen. Wenn auch Osterrieth dahingegangen ist, seine
Werke uber das IJrheberrecht, sein Lehrbuch des gewerblichen Rechtsschutzes werden noch lange eine lebendige Wirkung ausiiben. Abw auch den Menschen Osterrieth wird man
nicht sobaltl vergessen. Gesange umrahmten die Feier.
Physikalische Gesellschaft zu Berlin.
Berlin, 18. Februar 1927.
Vorsitzender : Prof. Dr. G r ii n e i s e n
Pro;. Dr. W. N e r n s t : ,,Verdunnunqswarme bsi sehr
kleinen ~ionzPntralionen,".
Schori vor einiger Zeit wurden Versuche zur Nachpriifung
der Theorie von 1) e b y e und H i i c k e l durchgefiihrt, wonach die Abnahme des osmotischen Drucks von den Werten,
die bei Salzen be; vollstandiger Dissoziation eintreten, auf die
Beziehung zwischen geladenen und ungeladenen Ionen und
nicht, wie nach A r r h e ii i u s , auf unvollstiindige Dissoziationen zuriickzufuhren ist. Die Unterschiede in beiden Auffassungen sind, worauf schon A u e r b a c h hinwies, nicht sehr
gro8. Die bei den ersten Untersuchungen des Vortr. verwendete Apparatur wurde vervollkommnet, und Prof. N e r n s t
berichtet iiber ein sehr empfindliches Kalorimeter, welches bei
den neuen mit Dr. W. 0 r t h m a n n durchgefiihrten Versuchen
zur Anwendung kam. Der Apparat ist hervorgegangen aus
den vielcn thermochemischen Arbeiten. Er wurde so konstruiert, daB immer gleichzeitig vier Versuche durchgefiihrt
werden konnten. Im Auijengefaij befand sich reines Wasser,
in den Rohren irnmer je 10 cbm einer zehntelnormalen
KochsalzlGsung. L7m sehr verdiinnte Losungen messen zu
konnen, wurden 100 Thermoelemente verwendet, iiber das
DewargefaB wurde ein groaer Kupfermantel gesetzt, und der
Apparat war gegeii die Warme der Umgebung sehr gut ge-
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schiitzt.
Es wurde mit einem Elektromotor geriihrt, die
Nlessungen wurden mit einem Differentialthermometer vorgenommen, und die Temperatur konute sehr genau gemessen
werden.
Die Empfindlichkeit des Apparats ist sehr grofi,
1 mm\ Ausschlag des Galvanometers entspricht 0,00324 Kalorien und 1 mm Ausschlag ist gleich % millionstel Grad. Der
Apparat arbeitet weitgehend storungsfrei, nur bei starken
Wetteranderungen wurde das Galvanometer unruhig.
Als
Galvanometer wurden nicht die ganz empfindlichen Instrumente benutzt, es reichte das Drehspulengalvanometer aus, in
der Form, wie es von Prof. Z e r n i c k e konstruiert worden
ist.
Man wird sicherlich noch zu grot3eren Genauigkeiten
kommon konnen, wenn man den Apparat noch viel grofier wahlt.
Der Vortr. bespricht nun die Ergebnisse der mit diesem
Apparat durchgefiihrten Versuche. Es zeigte sich, daf3 man
nach der Formel von D e b y e und H i i c k e l mit LiC1, KC1,
KNO,, CaCl,, Ca(NO,),, ZnS04' die Verdiinnungswarme nicht
einmal dem Vorzeichen nach berechnen kann, wenn man mit
den ublichen Konzentrationen arbeitet, geht man aber in das
Gebiet sehr starker Verdiinnungen iiber, daiin ist meist der
Lowenanteil der Verdiinnungswarme durch elektrostatische
Kraifte hervorgerufen.
Dr. W. P f e i f f e r : ,,Ober e i n empfindliches BellafiDynamometer".
Einer Anregung von Prof. N e r n s t folgend, wurden Versuche durchgefiihrt, um die Empfindlichkeit des Dynantometers, dessen Prinzip 1883 von B e 11a t i angegeben wurde,
zu steigern. Es ist schon von einer Reihe von Forschern versucht worden, die auftretenden elektromagnetischen Storungen
zu beseitigen. Der Vortr. verweist auf die Instrumente von
G i 1t h e y 1889, D o u 1e 1890, der weiches Eisen verwandte,
von M. W i e n 1900, dessen Instrument die Empfindlichkeit
des Giltheyschen bedeutend ubertraf. Die Grundlagen fiir
das Verhalten des Instruments gibt uns die Theorie von
G a n s iiber die reversible Permeabilitat. Die magnetischen
Storungen kommen dadurch zustande, da8 das Erdfeld die
Nadel magnetisiert. Man mu0 also das Erdfeld astatisieren.
Hierzu geniigt meist die Panzerung. Will man die Empfindiichkeit der Ihstrumente erhohen, so mu6 man die Storungen
weitestgehend beseitigen, und hierzu empfahl N e r n s t die Erhohung der Aufangspermeabilitat des Materials. Es konnte
pin sehr empfindliches Instrument hergestellt werden durch
Verwendung eines Drahtes von einer 78 % Nickel enthaltenden
Legierung; in einem Eisenring von 2cm Durchmesser und 2,5mm
Offnung wurde das Bellatisystem unter einen Winkel von 450
gestellt. Man erhielt sehr empfindliche Ausschlage, und es
diirfte dies das empfindlichste Dynamometer sein, das bisher
gebaut worden ist. Das Instrument halt den Ausschlag bis
10-12 000 Perioden in der Sekunde konstant. Der Vortr. verweist zum SchluB noch auf die Frequenzunabhlngigkeit des
Bellatiinstruments.
Prof. Dr. L i s e M e i t n e r : ,Uber die Reichweite non
8-Strahlen".
Deuts&e Gartenbau-Gesellschaft.
Sitzung in der Landwirtschaftlichen Hoehsehule,
Berlin, 10. Marz 1927.
Vorsitzender : Gartendirektor L e s s e r.
Nachdem der Vorsitzende den anwesenden bulgarischen
Gesandten Dr. P o p p o f f besonders begriiBt hatte, sprach
Pro:.
Dr. K a 13 n e r iiber : ,,Die Rosenolgezcinnung
Bulgariens".
Die Rosenkultur zum Zweck der Olgewinnung ist wahrscheinlich indischen Ursprungs und von Indien dann nach
Persien verpflanzt worden. An dieses hohe Alter der RosenClgewinnung und Rosenziichtung erinuern zahlreiche Mythen
und poetische Werke des Altertums. So sagt Anakreon, dai3
bei der Geburt der Aphrodite gleichzeitig die Rose entstand,
damit die Gottin sich ihres balsamischen Dufts erfreue. Schon
in ganz alten Zeiten stellte man einen wlBrigen Auszug aus
Rosenblattern, das Rosenwasser, her. Bereits im neunten Jahrhundert bildete dieses Rosenwasser einen Handelsartikel, der
auch als Heilmittel bei Augenerkrankungen und auch intern
auf Zucker Verwendung fand. Im zehnten Jahrhundert wurde
Roseno1 bereits zu Pomaden verarbeitet. Im Jahre 1580 findet
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