close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Diathermansie einer Reihe von Stoffen fr Wrme sehr geringer Brechbarkeit.

код для вставкиСкачать
182
T s ch e r ni a k ’s Annahme von 25 Albit nnd 75 Anorthit
ist nicht ganz correct; sie wlirde das Mol.-VerhZLltnifs beider
= 5 : 2 8 ergeben, d. h. N a : C a = 1:2,8 (AI:Si=1:2,6)
statt 1 : 23.
Der Feldspath vom Nlrbedal entspricht also dem fur
die Kalk-Natronfeldspathe von T s c h e r m a k anfgestellten
Mischiingsregel. Er steht an der Granze von Anorthit wid
Labrador, in dem Sinne, wie diese Namen gewohnlich genommen werden, und sein Vorkommen beschrankt sich nicht
auf jenen Punht.
---
X.
Diathermansie einer Reihe aon S t a g e n f u r
Warme sehr geringer Brechbarkeit;
von C a r l S c h u l t z i - S e l l a c k . ’>
D i e Absorption, welche Lirht und Warme bei der Durchstrahlung von Stoffen in gewbhnlirher Temperatiir erfahren,
ist in den wenigsten Fallen charaktrristiscli in dem Maafse,
wie es die Absorption und Emission der gliihcndeii Gase
ist. Einige gefarbte Gase, die Verbiodiingen von Yttrium,
Didym und anderen zeigen im sichtbareii Theil des Spectrums hervortretende Absorptioiissireifen ; fur ‘die meisten
Stoffe ist die Farbe nnr ein unvollhommenes Merkmal.
Die nicht sichtbaren Warmest ralilen werden , nach den
Versnchen von M a s s o n uiid J a mi n, roii den durchsichtigen Stoffen im Allgemeinen nm so slarher absorbirt je geringer ihre Breclibarkeit ist; dic im Spectrum dem Ruth zunachst liegenden drinklen Stralileii werden von den meisten
durchsiclttigen Substanzcm dorchg,elassen. Uie von Kohlenrub bei looo ausgestrahlte Warme wird von fast allen
Stoffen so stark absorbirt, dafs schon Schichten von mkifsiger Dicke fiir dieselbe undurchdringlich sind. Die Kohlen1) Bisher blofs: C a r l
Schultz.
(P.)
183
rufswiirrne von 1OO", welche spectral noch nicht untersucht
ist , miifs deshalb ails Strahlen von bedentend geringerer
Brechbarkeit als die rothen bestehen. In dunnen Schichten,
von weniger als O,Ijmm, respective O,lmm Dicke, sind, wie
M e l l o n i ' ) gezeigt hat, viele Stoffe, wie Glas, Gyps, Glimmer, in lufserst diinner Schirht selbst Koblenrufs, fur diese
Wiirme merklich durrhIassig. Auch diiriiie Wasserschichten,
Seifwasserlamellen oder capillare Schichten zwischen parallelen Flufsspathplatten, lassen, nach des Verfassers Beobachtring, die Rtifswarine sehr reichlich hindurch.
Die Absorptionscoefficienten fijr alle von dieser Quelle
ausgesendeten Warmearten sind aber bei diesen Stoffen so
grofs, dafs drirch eine Dicke von mehr als 1'""ein betrachtlicher Antheil von W a n n e nicht mehr hindurchgeht. Nur
Steinsalz, Flufsspath, Schwefel absorbiren, nach M e l l o n i's
Beobachtungen, Theile der Kohlenrufswarme in so geringem
Verhaltnifs, dak dieselben dicke Schichten dieser Stoffe
durchdringen; die gleiche Eigenschaft hat der Schwefelkohlenstoff, die Anfl6sung von Jod in Schwefelkohlenstoff, das
Brom, nach T y n d a l 1 2 ) , der Sylvin nach M a p u s s ) , und
wahrscheinlich der Zweifach-Chlorkohlenstoff Diese Stoffe
sind zum Theil Elemente, anderentheils Chloride, ein Flnorid und ein Sulphid.
Ich habe gefunden, dais nicht nur alle ChEoruerbindungen, sondern auch Brona-, Jod-, Fluorserbinndungen der einfachcn Sfoffe und aach eine Anzahl Sulphide, welche in
dem fitr diese Untersuehnng erforderlichen Zustande erhalten werden konnten , dieselbe Eigenschaft besitzen, einen
betrdchtlichen Theil der Risfswarme hiradurchlassen. Die
Farbung dieser Stoffe hat also etwas Gemeinsames in Beziebung arif den Iufsersten Theil des Spectrums.
Als Assistent von Hrn. Prof. Mag 11u s hatte der Verfasaer Gelegenheit, den thermoelektrischen Apparat Desselben
".
1) Thcrlltachrdse p. 191.
2 ) Phil. Tratmact. 1862, p . 67; 1866, p . 83.
3 ) R e ~ l .Montttsber. 1868, S. 307.
4) B u r r e t t , Phil. Mag. X X X Y I , p . 208.
184
mir Emittelw dw ia der folgenden T a b d b gegebewn
Zahlen zu benntzen. Als W%rmeqtielle dieiiM sin mit K o k
l e n d s Libenogener, d u d Wasepdaanpf gcheizter Metailwttrfel tmd eine Scot’s& Leuchtgasflamme; die Zahten
shta e m den Ablenhungm da $pieg&lg&lva~met~rs
pkxwtisah auf den Werth dek dirbdten Stratdung berechnet.
Durchgehende Witrrnernenge
Durrhstrahlte Substanz
Dirke
Chlorsilber (Ag Cl)
:Pm
Bromsilber ( A g h )
3
Bromkallum (RBI-)
3
Jodkalium (K J)
3
Kryoiith (Al, Na, Fl1J l b
Zinkblende (Zn S )
5
Schwefelarsen (As, S,)
mit Schwefel
0,s
do.
do.
3
Glasiges Selen
094
do.
3
Rnfs von 100’
Leuchtgasflamme
46 Proc.
3U Proc.
45
42
26
13
10
11
7
23
29
23
21
8
‘28
50
16
12
36
5.
Bie akht m r Th&mo&de gelangende W ; l m geht wr
mum Tbil dmch Abssrptjog, uam TLeil durch feg&&age
Reflexion und durch Diffusion verloren. l h r wahre WettL
dei Absorption mufs @also im allgemeimm geringek- sepo als
ihn die mitgetheilten Zdlcn engebm, welohe uberdicetk wegen der zlnbeknnnten Ztwmmemeiwmg der rrqpwewktea
W b e nicht die Bdeutting van ermittdtea Cmant.esa
bbw khnen.
Von den mtasuchten Stoen warm vollktmmren b s
tuogai nur die Ziakbiende, van #vel&et HT. Prof‘ Rsak
mir eine aasgezeickaet kiabe, Bchnaeh gdb getkrbte Blattc
w’f Ubtwsuchudg iibergab, iind dm3 gl-asige Sdai3, wydches
d&& $ & d z e n pxnd Pressen awisdwn diinoen CLlastSfdja
in spiegelnden Platten erhnlten war. Die Kryolitbplatte,
welclie ich Hrn. Dr, K r a n t z in Bonn tetdankk, *at h &r
Masse ziemlich klar, iber aoch voll feiner Risse.
Cblorsilber und Bromsilber w r d e n durch Schmelzen isl
GhIofi, nspectiwe B m m d a m p b t m els volllcommea gladdare
Maisen erhalten, denen ~n durch Umochtnelzea mischen
&men Glasplatten gJatte Oberflgchen geben bann. Die
Sake h&en an dem Glese enfserordentlich febt; e r w l W e
concentrirte Salpeterslure, welche die Salze selbst nicht
meA&&aagr@t, zieh4 sioh aber capillar zftischen das Glas
uad des Silbersaln und bewirbt die Trennpng. I h Chlor&bet ers&int vdlkommen f a r b h , das Bromsilber hell
bernsteia$&; igeschdaen iind sl5rLer eAiW dnd heide
Salze dunkelbraun.
D u d Schdzungl erhaltene Platten von Chlofnrttium
hsm, wk s&en K n o b l a a c h fand I ) , die Rafswlrme: hindrstob. Chlorkatirm , Bromhdium, Jodkalium geben geauhmolzeh, glasklare Massen, we& die Stibstanzen in Lla~oo
Krgstallerm angenendet w & h , wie matl dieselhen diirch
sehr langsames Verdunsten der LiSsungen bei gew&hnli&r
Temperatur erhglt. Durch das Zusammenziehen beim Erstamen bilden sich indessen meist zunschst der erstarrenden
OberiIache Hoh~~Shme
und Bllschen, so dafs die Platfen
niemals vallig homogen und durchsicbbtip, s i d Jodrilbet
erstarrt zunachst zu einer hellgelb dn*h$icbtigen 6lSsige-11
Masse, welche aber h i miteErhalt.cn pbtzlich Wb*
wid. Aehnlich verhalteu sich Chlorblei und andete Hafolidsalze; das Chlorblei f h b t sich beim starkkfi EatitZen im
Chlorstrom nicht drinkel.
Gbadges Selen wurde in der angegebenen Weise in
Platteh erhalten; Plhtten von weniger d# 1'"- Didiktt h$sea
von dem leuchtendw Spectrum d& direbten Sbhndiaktcs
nur eine ziemlich achmale Bande im alter3tfsb&efi Rot%
hindurch, Platten von mehr als 2"" Diche lassen auch das
intensive Sonhenlicht n i d t
wahrnehmbak dmrchdringen.
Dhs d u r d fortgeeetatea Et.wHmen des glasigeh Srlens aid
160° &rhalteh$ krystabk&lte W e n ist d b s t in diibneii
Sehichten fur Licht und Wlrm kiundurchdrioglick.
4n d e d b e n W& #urden Plat+tt?nulrhdtn a m biner
M?edias$ won rSvfiwLlarseli mit Schwbfel. Dime M&chd+
fa. 128, A. 17'1.
1) Pb&.
186
gen, wenn sie nicht mebr ale hdchstens 3 Th. Scbwefel aiif
1 Th Dreifachschwefelarsen enthalten, erstawen zii amorphen
glasigen Massen von gelbbrauner Farbe, welche bei grofsein Schwcfelgehalt erst nach Wochen hart nnd sprbde
werden.
Einc AnzahI fliissiger Verbindungen und Anflbsungen
von Sloffen, welche fest nicht in geeignetem Zwtande crhalten 1% erden honnteu, wiirden in einem mit planparallelen,
2"" dicken Steinsalzplatten verschlossenen Glasgefdfs in 8""
dicker Schicht untersucht.
Die in der foIgen?en Tabelle enthaknen Zahlen geben
die durch das gefiillte Gefafs hindurchgehende Warme in
Procenten von der durch das leere Gefafs hindirrchgehenden
Menge, irnd ergeben deshalb noch weniger als die in der
ersten Tabelle aufgefuhrten absoluten Werthe der Absorption.
Durchgehende W k m e
Durrhstrahlte Substnnx
Zinnchlorid (Sn Cl,)
Schwefelchlorid (S Cl,)
Schwefelkohlcnstoff (C S,)
Phosphor in Schwefelkohlenstoff
Zinnjodid (Sn J,-)in
Schwefelk ohlenstoff
Dreifachchlorkohlenstoff (C, CI,)
in C S,
Chloroform (C H Cl,)
Aethylenchlorid (C, H, Cl,)
Aethyljodid (C, H, J)
Rufs 1 on 1CO'
I e w htgasflammt.
44 Proc.
41
50
52
80 Proc.
44
47
5
38
2
30
12
0
0
95
51
57
12.
Die Phospborlbsung enthielt auf 10 Th. Phosphor nur
I Th. Schwefelkohlenstoff, die Ldsung von Zinnjodid t ,5 Th.
Sn J, und 1 Th. C S,, die Lbsiing von Chlorkohlenstoft
1 Th. C, C1, und 4 Th. C S,.
Die Stoffe, welche fur die Rufswtirme atherman sind,
wie Paraffin, Kampher und andere, sind auch in Schwefelkohlenstofflbsung atherman ; umgekehrt darf man aus der
187
Diatliermasie tler Lqsungen wold aiif dic Diathermasie der
gelosten Staffti achliefscn.
Nach den vorstehenden Versuchen ist es wahrscheinlich,
dafs die Chtor-, Brom , Jod-, Fluorverbindungen aller Eleqnente in fester oder fliissiger Form fur die Kohlenrufsmarme
won 100" theitweise diatherman sind; ebenso v i d e Sulphide.
Die Haloidverbindungen compIt\er Radicale, von Ammonium,
Aethyl, Aethylen IISW. scheincn die Eigensdaft der Verbindungen der Eleinente nicht zii theilen. Die Sauerstoffverbindungen dagegen, wie Wasser , Borsaare, arsenige SIure
sind meistens starke Absorbenten dieser Warme. Von den
Elementen sind die sogenannten Metalloide fur die RIJ€Swarme anscheinend gut durchlassig; vielleicht ist auch der
Kohlenstoff, als schn arze Kohlc ein sehr starker Absorbent
der Wzrme, als Diamant fiir die Kufswarme diaiheman.
Die Metalie Gold und Silber sind selbst in durchsichtigeii
Bhttchen far dunkle Warme opali, wie schon K n o b l a u c h ' )
beobachtet hat.
Man hat frtiher angenommen, dafs alle Stoffe die dunkle
WSrme am so starLer absorbiren, je geringer jhre Brechbarlleit ist, die Warme von clunlilen Warmequellen starker
als die von leuchtenden. Eine Ausuahine hiervon machle
nach M e l l o n i ' s Beobachtung ') Iltir der Kohlenrufs in sehr
dunner Schicht; derselbe absorbirt umgekehrt die Warme
von leuchtendeh Quellen starker als die von dunklen. I?asselbe Verhalfen zeigen in hervortretender W-eise eine Anzahl der in der erstcii Tabelle aufgrfuhrten Stoffe: Selen,
Zinkblende, Chlorsilber.
Diese Stoffe mlissen also fur gewisse Warmearten, zwischen den tiufsersten dunhIen Strahlen welche sie dtirchlassen und dem Roth im Spectrum ein hervortretendes Absorptionsvmnbgen haben , also Absorptionsbaiiden im dunklen
Theil des Spectrums zeigen.
Berlin, Jirni 1869.
1) Pogg. A m . Bd. 101, S . 161.
2) Ann. d. rhiin. t . 72, p . 40.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
280 Кб
Теги
stoffen, brechbarkeit, wrme, sehr, eine, diathermansie, von, reihe, geringer
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа