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Dictionary of Organic Compounds herausgegeben von I. Heilbron und H. M. Bunbury. Verlag Eyre and Spottiswoode Publishers Ltd. London. 1953. Vier Bnde mit etwa 800 S. je Band geb. 7

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trage uber die Eigenschaften der Polymerisate cnthalt das Kapitel 9. Besonders eingehend wird die Emnlsionspolymerisation
des GR-S nach Standard-Methoden sowie mit aktivierten Ansatzen (Redox-Polymerisation) in den Kapiteln 10 und 11 behandelt, wozu die Verfasser wertvolle eigene Beitrage gegeben
haben.
Das Werk ist rnit zahlreichen Literaturzitaten ausgestattet und
gibt auf einer breiten Grundlage i m wesentlichen die Ergebnisse
yon Arbeiten in den USA wieder. Deutsche Arbeiten und die anderer europaiseher Nationen werden nur gestreift und unvollstandig wiedergegeben. Den Lesern, die cine Einfuhrung in das groBe
Gebiet der Emnlsionspolymerisation wunsehen, sei es zur Herstellung von synthetisehem Kautsohuk oder anderen hochmolekularen Verbindungen, kann diese klare und umfassende Darstellung
empfohlen w e d e n .
Paul Sehneider-Leverkusen
[NB 1501
Dictionary of Organic Compounds, herausgegeben von 1. Heilbron
und H . M . Bunbury. Verlag Eyre and Spottiswoode, Publishers
Ltd., London. 1953. Vier Bande rnit etwa 800 S. j e Band,
geb. 6 7.- j e Band.
Dieses Naehschlagewerk, welches zuerst 1937 erschienen ist,
will Konstitution sowie physikalisehe und chemisehe Eigenschaften der wichtigsten Kohlenstoff-Verbindungen einschlieBlioh ihrer
Derivate zusammen rnit den wesenhlichen Literaturquellen iibersichtlich darstellen. UmfaBte die 1. Auflage drei Bande, so h a t
man nunmehr den Umfang auf vier Bande erweitern mussen, n m
insbes. dem Aufschwung der Bioehemie rnit seinen zahlreichen
wichtigen Verbindungen folgen zu konnen. Mehr als 2500 neue
Verbindungen mul3ten in die vorliegende Auflage aufgenommen
werden. Die Angaben der alteren Auflage wurden erweitert.
Die Stichworte, also die einzelnen Verbindungen, sind streng alphabetisch geordnet. Ein Inhaltsverzeichnis ist damit gespart.
Andererseits besteht natiirlich die Sehwierigkeit, daB fur viele
Verbindungen mehrere Bezeichnungsweisen moglich sind, dazii
noch Trivialnamen oder Handelsnamen kommen. Man h a t sieh
daher entschlossen von der Auffiihrung von Handelsbezeichnungen
sehr weitgehend abzusehen nnd nnr wenige Ausnahmen, die allgemein ublich sind, zuzulassen. I m ubrigen wird bei den verschietienen Bezeichnungsmogliohkeiten auf die Haupteintragung verwiesen.
Nomenklaturfragen spielen selbstverstandlich bei der Herausgabe
cines solchen Werkes eiie bedeutende Rolle. Die Herausgeber betrachten das Beilstein-System fur ihre Zwecke als zu kompliziert
und haben es daher vorgezogen, die Nomeiiklatur aus Originalpublikationen zu iibernehmen, bzw. sich auf die allgemein einleuchtenden und iiberall verwendeten Bezeichnungsweisen zuruckzuziehen.
Jcdes Stichwort gibt zunachst einmal grundsatzlich die Strukturformel, soweit diese bekannt ist. 1st die Strukturformel noch
iiicht gesichert, so wird eine vorgeschlagene Konstitution angegeben. Es folgen Summenformel und Molekulargewichte. I n wenigen Zeilen werden dann physikalisehe Eigenschaften, wie
Schmelzpunkt, Siedepunkt, Aussehen, Loslichkeit und dergl. angegeben; Darstellungsweise und chemisehe Charakterisierung
schliellen sich an. Eine Auswahl von Literaturzitaten endet jedes
Stichwort. Dabei h a t man besonders darauf gesehen, gunstige
Uarstellungsmethoden zu zitieren. SchlieBlich h a t man versucht,
Literaturangaben aufzunehmen, die es dem Leser ermoglichen sollen, ausfiihrliohere Literatur zu erschlieBen. I n den Fallen, in
tlenen Strukturfragen wesentlich sind, war man iiberdies bemiiht,
die jeweils neuesten Quellen anzufuhren. Lediglich bei einigen
allgemein bekannten Verbindungen, die der Leser gegebenenfalls
in jedem beliebigen Lehrbuch nachschlagen kann, h a t man ganzlich von Literaturangaben abgesehen.
Man fragt, wozu dieses Nachschlagewerk brauehbar sein soll.
GewiW, inanche Stiehworte sind reoht ausfuhrlich und bringen auch
viel Literatur. So beispielsweise umfaBt das Stichwort Chinin
cineinhalb Seiten, Cortieosteron eine halbe Seite, Cortison etwa
den gleichen Umfang usf. Zumeist handelt es sich aber doch nur
urn etwa 10 bis 1 5 Druckzeilen, sieht man von den raumfressenden
Strukturformeln ab. Dennoch werden aueh diese knappen Informationen oft ausreichen. Allerdings wird es sieh vielfach nicht
umgehen lassen, anschlieBend die Origiualliteratur nachzusehlagpn. Hier scheint einer der Hauptvorteile des Werkes zu liegen:
Rs gestattet ohne groBe Literaturarbeit, wesentliche Literaturstellen zu finden, und so viel Zeit und Muhe zu sparen, die man
aufwenden miiBte, wollte man auf anderen Wegen die Literatur
erschlieBen. Es erweist sieh dabei als wertvoll, daB man versucht
hat, Literaturstellen noch bis zum Jahre 1953 zu berucksichtigen.
Druok und auch Formelsatz sind ausgezeiehnet.
Boschke
598
[NB 1721
CnneCrisation par les Substances Chimiques et Structure MolGculaire, von A. u. B. Pullman. Verlag Masson et Cie., Paris.
1955. 1. Aufl. 306 S., 50 Abb., geh. 2800 fr.
Die interessanten Beziehungen, die die Autoren, theoretische
Physiker und Mathematiker, aufbauend auf den Arbeiten von
Schmidt u n d Boyland, zwisehen der elektronisehen Struktur cyclischer Kohlenwasserstoffe und ihrer cancerogenen Wirkung fanden,
werden ansfiihrlich physikaliseh begrundet. Die mathematische
Grundlage bringt eine fruhere Veroffentliehung der Verf. (,,Les
theories bleetroniques de l a chimie organique", Masson & Cie.,
1952). Nach den Beobachtungen der Verf. ist fur die canoerogene
Wirkung der Kohlenwasserstoffe ausschlaggebend die ,,mesophenanthrene" K-Region der Molekel, a n der die Fixation mit
dem Zellsubstrat znstande kommt, vorausgesetzt, d a 5 der hemmende EinfluB der ,,mesoanthracenen" L-Region durch ,,auxoeanoerogene" Methyl- Gruppen (wie in Methylcholanthren) oder
durch andere Ringe (wie in Dibenzpyren) blookiert ist. Naeh der
Fixation an der K-Region soll die Epoxyd- und Diol-Bildung in
der benaehbarten M-Region bei der Umwandlung der Zelle in eine
Krebszelle eine besondere Bedeutung haben. Wie die Verf. zeigen,
fehlt dagegen jede Beziehung irgendwelcher physikalisoh-chemiseher Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe oder ihrer Stoffwechselprodukte zu ihrer cancerogenen Wirkung. Hinsichtlieh
der ,,oancerogenen Wirkung" mussen sioh die Autoren allerdings
ganz auf die Versuche anderer Forseher (Zusammenstellung von
Hartwell) verlassen, wobei das Problem der quantitativen Ausdeutung solcher Versnehe und die Tatsache der unterschiedliehen
Reaktionen der Tierarten nur nebenbei erwilhnt werden. Die Verf.
sind sioh bewuBt, daB ihre Theorie vorlaufig nur auf die Kohlenwasserstoffe anwendbar ist, die praktiseh viel wichtigeren aromatisehen Amine werden daher in dem Buch nur auf 2 Seiten erwahnt, wahrend bei den Azofarbstoffen und Stilbenen die --N = N bzw. -C = C-Bindung in Parallele zur N-Region der polycyclischen Kohlenwasserstoffe gesetzt wird. Die Verf. sehen hier einen
experimentellen Beweis ihrer Theorie in den Arbeiten von Miller,
der gezeigt hat, d a 5 die Voraussetzung der cancerogenen Wirkung
von Azofarbstoffen ihre Bindung rnit einem spezifischen Protein
des empfangliehen Tieres ist. Rein erkenntnismaBig sind diese
Beziehungen zwischen Elektronenstruktur der Molekel und ihrer
spezifischen biologisehen Wirkung zweifellos von groBer Bedeutung, nur diirfen sie nicht falseh ausgelegt werden: Es ist durchaus
problematisch, ob die an Mausen bzw. Ratten beobachteten Veranderungen nach der Applikation solcher Stoffe irgendetwas rnit
dem menschlichen Krebs zu t u n habenl I m mensohlichen Gewebe
wirken Kohlenwasserstoffe und Azofarbstoffe, wenn uberhaupt,
nur a d e r s t schwach cancerogen, SO daB sie keine praktische Bedeutung haben. Der einzige praktisch wiehtige ,,chemisehe
Krebs" des Menschen, der Blaseukrebs durch aromatische Amine,
wird aber durch die Elektronentheorie, jedenfalls vorlaufig, nicht
erfa5t.
H . Oettel
[NB 133j
Mitteilungen aus den Forsehungslaboratorien der Agfa LeverkusenMiinchen, Band I. Springer Verlag, Berlin- Gottingen-Heidelberg. 1955. 1. Aufl. VIII, 338 S., 221 Abb., geb. DM 48.-.
Die vor 25 Jahren, durch den damaligen Leiter des wissenschaftlichen Zentrallaboratoriums der Agfa Wolfen, Herrn Prof.
Dr. J. Eggert, ins Leben gerufenen ,,Veroffentliehungen des wissenschaftlichen Zentrallaboratoriums der photographisehen Abteilung
Agfa" mullten nach Ausbruch des Krieges mit der Herausgabe des
VI. Bandes unterbrochen werden. Naeh Kriegsende setzte die
Filmfabrik Wolfen die Reihe mit den Banden VII, V I I I wieder
fort.
Erfreulicherweise eroffnet nun auch die Agfa Leverkusen mit
dem Band I eine analoge Reihe unter der Bezeiehnung ,,Mitteilungen aus dem Forschungslaboratorium der Agfa Leverkusen-Munehen". Das Buch ist Herrn Generaldirektor Prof. Dr. Dr. e. h.
Ulrich Haberland, ,,Dem tatkraftigen Forderer des Agfa-Aufbaues
in Leverknsen", gewidmet.
Die Zusammenstellung des Stoffes entsprieht in den Grundzugen ebenfalls jener der Wolfener Bande, indem zuerst theoretische
Betrachtungen iiber den photographischen ElementarprozeB angestellt werden (H. Frieser und E . Tilein), gefolgt von der Praxis
naheliegenden Forschungsarbeit. Diese 24 Arbeiten geben einen
Querschnitt aus verschiedenen, die photographisehe Praxis interessierenden und daran angrenzenden Gebieten.
Drei Arbeiten sind photographischen Emulsionen gewidmet,
wobei durch Diinnschnitte a n Karnern und rnit Hilfe des Elektronenmikroskopes sowie in einer eingehenden Abhandlung uber
Konzentrationsverhaltnisse bei der Herstellung photographischer
Emulsionen neue Erkenntnisse gewonnen worden sind ( J . Johann,
E . Klein). - Ebenfalls drei Arbeiten untersuohen die Abhangigkeit
der photographischen Eigensohaften organischer Farbstoffe von
ihrer Konstitution, hauptsachlich bei einer neuen Gruppe von
Angew. Chem. 1 68. Jahrg. 1956'
N r . 17/18
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