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Die Absorption festen Cyanins im Ultraviolett.

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13. Die Absorption festem C y w i n s dm UltravioZett;
Noti& worn A. Pf'Eiiger.
In verschiedenen Arbeiten ') habe ich die Brechungs- und
Extinctionsindices fester Farbstoffe, specie11 des Cyanins, innerhalb des Absorptionsstreifens bestimmt, und die Resultate zur
Priifung der Ketteler-Helmholtz'schen Dispersionsformeln
verwandt. Es ergab sich fur Cyanin geniigende Uebereinstimmung zwischen Theorie und Experiment, sodass der Schluss
berechtigt war, dass die betreffenden Formeln den Gang der
Dispersion auch bei solchen Medien richtig darstellen, deren
Brechungsindices in kleinen Spectralbereichen stark mit der
Wellenlange variiren.
Auch im Ultraviolett habe ich einige Bestimmungen der
Brechungsindices ausgefiihrt. Hier ergaben sich fur Cyanin
erhebliche Abweichungen der theoretischen von der experimentell ermittelten Curve, die ich damals schon durch einen
Absorptionsstreifen im Ultraviolett zu erklaren suchte. Buf
vorher angestellten, photographischen Aufnahmen des Absorptionsspectrums trat nun wohl die Absorption im Griin,
nicht aber eine solche im Ultraviolett hervor. Der vermutete
Streifen musste daher, wenn er uberhaupt existirte, erheblich
schwacher sein als der bekannte im Griin.
Inzwischen hat Hr. Wood2) meine Messungen an nach
anderem Verfahren hergestellten Prismen wiederholt und fur
das yon ihm benutzte Cyanin starke Absorption im Ultraviolett, die eine Messung des Brechungsindex in diesem Gebiete
iiberhaupt nicht gestattete, gefunden. Ich habe diese Abweichung von meinen Resultaten bereits dadurch erkliirt y),
1) A. P f l i i g e r , Wied. Ann. 66. p. 412. 1895; 66. p. 173. 1898.
2) R. W. Wood u. C . E. Magnusson, Phil. Mag. (5) 46. p. 380.
1901; (6) 1. p. 36. 1901.
3) A. P f l u g e r , Phil. Mag. (6) 1. Sept. 1901.
Absorption f‘esten Cyanins im Ultraviolett.
23 1
dass Hrn. W o o d ’ s Cyanin von anderer chemischer Zusammensetzung war als das meinige - eine in der photographischen
Technik bei den meisten kauflichen Cyaningorten bekannte Erfahrung.
Die Freundlichkeit des Hrn. Dr. B e t t e n d o r f , dem ich
auch an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank ausspreche, ermijglichte es mir, mit einer yor kurzem aufgestellten Row land’schen Gitteranordnung meine Messungen
wiederholen zu konnen. Die Versuchsanordnung war die 1. c.
beschriebene. Nur wurden statt einer auf einer Quarzplatte
niedergeschlagenen Cyaninschicht deren sechs in den Gang
der Strahlen des Kohle-Eisenbogens gebracht , so zwar, dass
die fest zusammengepressten Platten die eine Halfte des Spaltes
bedeckten. Das Spectrum musste infolge dessen aus zwei iibereinander liegenden Halften bestehen , deren eine nur Licht
empfing, das die Cyaninschichten passirt hatte.
Auf der Platte zeigte sich nun allerdings ein Absorptionsatreifen im Ultraviolett , etwa bei der Wellenlange
il= 340 yp beginnend imd bis zum Ende des Spectrums
(ca. 230 pp) sich erstreckend. E r ist sehr vie1 schwacher als
der Streifen im Griin, da er bei langer Belichtung bez.
nur einer Cyaninschicht verschwindet wahrend der zweite
bestehen bleibt. Die theoretische Voraussage ist also bestatigt.
Ebenso bestatigt sich die Meinung , dass Hrn. Wood ’ s
Cyanin yon anderer Beschaffenheit sein mum. Denn dort beginnt die Absorption schon bei A = 372 yp. Sie ist so stark,
dass Hr. Woo d in denselben Spectralregionen bei fiinfstundiger Exposition keine Einwirkung auf die Platte erhielt, wo
mir eine solche bei nur dreiviertelstundiger Belichtung gelang.
Allerdings muss bedacht werden, dass Hrn. W o o d ’ s Prisma
erheblich dicker war als das meinige, ein Umstand, der die
Prismen des Hrn. W o o d mehr fur Demonstrationen als fur
Messungen brauchbar macht.
Zweifellos muss die Dispersionscurve irn Ultraviolett den
fur anomale Dispersion charakteristischen Verlauf zeigen :
starkes Anwachsen kurz vor il = 340 pp, dann Abfall und
wieder Anwachsen gegen kiirzere Wellenlangen. Doch wird
die Variation des Brechungsindex geringer sein als im Griin,
,
232
A. €j%ger.
Absorption festen Cyanins im Ultraviolett.
entsprechend der schwacheren Absorption. Meine Messungen
legen nur drei Punkte der Curve fest, niimlich
I = 378 pp
n = 1,69
1
= 350
,,
n = 1,70
I. = 288 ,,
n = 1,71
Der interessanteste Teil der Curve, bei il = 340 ,up, befindet sich also nicht darunter, und der dritte Wert gehort
wohl dem absteigenden Aste im Absorptionsstreifen an. Eine
grossere Anzahl von Punkten festzulegen, gelang darnals nicht
wegen der ungewohnlich mangelhaften Beschaffenheit des
physikalischen Institutes. Sollten diese Verhaltnisse eine
Besserung erfahren, so beabsichtige ich, die Messungen wieder
aufzunehmen.
B o n n , Physikalisches Institut der Universitat, Marz 1902.
(Eingegangen 11. Miirz 1902.)
Druck
YOU
Metzger 8 Wittig in Leipzig.
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