close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Aenderung des Fluorescenzvermgens mit der Concentration.

код для вставкиСкачать
316
B. Walter.
V. Dde Aenderamy des l?luorescenxvermtigens
rnit der Concentratdon; v o n B. W a l t e r .
(Hlersu Tnf. 11 FIs. 6
I--III.I
Die eigenthumliche Erscheinung, dass die Intensifat des
Fluorescenzlichtes mit zunehmender Verdiinnung einer fluorescirenden Losung zuerst m - , dann aher wieder abnimmt,
gewinnt ein einheitlicheres, weniger befremdendes Aussehen,
wenn man die Thatsache in Rucltsicht zieht, dass mit zunehmender Concentration einer Losung auch die Menge des
absorbirten, d. h. in dieseln Falle also die Menge des die
Fluorescenz erregenden Lichtes grosser wird. Um ein bestimmtes Beispiel vor Augen zu haben, gehe ich von einer
Eosinlosung von 1/2000 Verdiinnung aus und nenne die Menge
des von ihr absorbirten Lichtes A , , die Menge des von letzterem in ihr hervorgerufenen Fluorescenzlichtes Fl, ; dann
wird der Bruch FZ,/A1 angeben, ein wie grosser Theil
der Energie des erregenden Lichtes in Fluorescenzlicht umgewandelt ist, und dieser Bruch kann demnach als ein passendes Bfaass far die Fahigkeit dieser Losung, Fluorescenzlicht
zu bilden - mit eineni Worte fur das ,,Fluorescenzvermogen''
derselben gelten. Sind nun ebenso fur eine Eosinlosung von
l/looo Verdiinnung A, und FZ, dieselben Grossen, wie sie oLen
A, und Fll fur die Liisung l/zooo waren, so ist allerdings
sicher, dass FI, > FI,, aber es ist auch ebenso gewiss, dass
A, > A, , und der Quotient FZ,/ A, braucht deshalb noch
keineswegs >Fl, / A , zu sein; vielmehr zeigen die nachstehend
angegebenen Untersuchungen, dass gerade das Umgekehrte
der Fall ist, dass also die concentrirtere jener Losungen,
trotzdem die Intensitat ihres Fluorescenzlichtes grosser ist,
dennoch ein geriugeres Fluorescenzvermogen besitzt als die
dunnere.
Dasselbe gilt aber auch nach eben diesen Untersuchungen fur alle anderen Concentrationen des Eosins, es
gilt ferner auch fur alle Verdunnungsgrade des Fluorescejns
und des Magdalarothrj, sodass ich demnach wohl kaum mit
der Annahme fehl gehen durfte, dass jenes Gesetz auch
Ehroresceiir.
31 7
fur alle anderen fluorescirenden Flussigkeiten Gultigkeit
besitzt.
D a s Fluorescenzvermogen einer fluorescirenden
F 1us s i g k e i t iv a ch s t mi t zu n e h m e n d e r V e r d ii n n u n g
u n n u f h o r l i c h - dies ist das wichtigste Resultat der nunmehr genauer zu besprechenden, im physikalischen Staatslaboratorium hierselbst im Laufe dieses Winters angestellten
Versuche.
Die mir dabei zunachst obliegende Aufgabe war, die
Griissen A, d. h. die Mengen des absorbirten Lichtes fur
die verschiedenen Concentrationen derselben fluorescirenden
Substanz zu bestimmen. Da eine directe Messung der gesammten durchgelassenen Lichtmenge mit Hulfe des B u n
sen'schen Photometers, selbst bei Vergleichung zweier an
Concentration nicht sehr verschiedener Losungen, wegen der
ungleichen Farbennuancen keine zuverlassigen Resultate gab,
so nahrn ich zu der von V i e r o r d t zu so grosser Vollkommenheit ausgebildeten Spectralphotometrie meine Zuflucht,
d. h. ich bestimmte, die ganzen Absorptionsspectra der verschiedenen Losungen irn V i e r o r d t'schen Spectralphotometer
stuckweise durchmessend, fur jeden einzelnen Spectralabschnitt
die Grosse des absorbirten Theiles der einfallenden Intensitat, reducirte dann die einzelnen Theile mit Benutzung der
von V i e r o r d t selbst angegebenen Intensitatswerthe fur die
betreffenden Abschnitte des Petroleumlampenspectrums') ich arbeitete stets mit Petroleumlicht - auf ein und dieselbe Lichteinheit und erhielt schliesslich durch Addition
der sammtlichen , so erhaltenen Einzelwerthe die gesammte
von der betreflenden Losung absorbirte Lichtmenge. Es sei
noch erwahnt, dass die Breite der fur die Einzeluntersuchung
herausgeschnittenen Spectralstreifen sich immer gleich blieb,
und also die darin enthaltene Lichtmenge der gemessenen
Intensitat direct proportional war, dass jedoch, wenn eine
zu schnelle Aenderung der Intensitgt an einzelnen Stellen
des Absorptionsspectrums eine Verschmillerung des jeweilig
-
1) V i e r o r d t , Die Anwendung (leg Spectralapparates zur Photometric
der Absorptionsspectra. Tubingen 1873. p. 19.
318
B. Walter.
untersuchten spectralstreifens nothig machte, dies natlirlich
bei obiger Berechnung in Riicksicht gezogen wurde.
Nachdem so fur die slmmtlichen Concentrationen einer
und derselben fluorescirenden Substanz die absorbirten Lichtrnengen bestimmt waren, blieb mir zweitens noch ubrig, dieselben Losungen hinsichtlich der Intensitkt ihres Fluorescenzlichtes zu vergleichen. Hierzu bediente ich mich ebenfalls
des V i e r o r d t’schen Spectralappurates, vor dessen beide
Collimatorspalte zu diesem Zwecke je ein von rechts und
ein von links her totalreflectirendes Prisma (Vergleichsprisma)
angebracht wurde, um so das von jeder der beiden zu vergleichenden LBsungen ausgehende Fluorescenzlicht nur in
einen der beiden Spalte eindringen zu lassen. Es wurden zwei vollkommen gleiche Reagensglaser zunachst mit
Theilen derselben Concentration der zu untersuchenden Substanz gefullt und jedes derselben, nachdem sie in geeigneten
Stativen befestigt waren, vor je einem der Vergleichsprismen
so aufgestellt , dass ihre Fluorescenzspectren bei gleicher
Oeflnung der beiden Collimatorspalte gleiche Helligkeit zeigten. Ditrauf wurde vorsichtig das eine jener Gllser aus seinem
Stativ genommen, entleert, mit einer andern Concentration der
betreffenden Substanz gefiillt und genau wieder an die alte
Stelle gebracht. Aus der Erweiterung, resp. Verengerung
des zugehorigen Spaltes wurde dann direct das Intensitatsverhlltniss der Fluorescenzspectren beider Losungen bestimmt,
und zwar wurden hier sofort die ganzen Fluorescenzspectren
auf einmal verglichen, was um so leichter angeht, als dieselben nach vorhergegangenen Untersuchungen fur alle Concentrationen derselben Substanz nahezu dieselbe, iibrigens
nicht sehr grosse Breite im Spectralraume ausfiillen.
I n derselben Weise wurden auch alle anderen Concentrationen der jeweilig untersuchten Substanz mit der
zuerst angebrachten Losung hinsichtlich der IntensitLt ihres
Fluorescenzlichtes verglichen und zur Controle ausserdem
noch dieselbe Versuchsreihe mit einer anderen Concentration
als Ausgangslasung vorgenommen. Dabei ist hervorzuheben,
dltss die erregende Lichtquelle fur die beiden verglichenen
Losungen immer ein und dieselbe Petroleumlampe war,
Fluorescens.
319
sodass also die Helligkeitsschwankungen derselben nicht in
Betracht kamen.
Die Absorption der Flussigkeit fur ihr eigenes Fluorescenzlicht wurde nicht berhksichtigt, da dieselbe, in allen
Fiillen nur von sehr minimaler Bedeutung sein kann: bei
den diinneren Losungen namlich, weil sich hier die Absorption iiberhaupt noch nicht uber diejenigen Spectraltheile
erstreckt, denen der vorwiegende Theil des Fluorescenzlichtes
angehijrt; bei den concentrirteren Losungen aber deshalb,
weil hier wieder die Bildung des Fluorescenzlichtes nur in
den vordersten Schichten der Fllissigkeit stattfindet. Die
Thatsache, dass die Ausdehnung des Fluorescenzspectrums
gerade nach der violetten Seite hin fiir alle Concentrationen
unverandert dieselbe bleibt, ist der unzweideutige Beweis fur
die Zulassigkeit dieser Schliisse.
I n Bezug auf die bei diesen Versuchen angewandten
Apparate sei noch erwahnt, dnss das aus der optischen Anstalt von A. K r i i s s hierselbst stammende V i e r o r d t’sche
Spectralphotometer mit sich symmetrisch offnenden Spalten
versehen war l), und dass als Absorptionsgefass fur die zu
untersuchenden Flussigkeiten das zerlegbare S c h u 1x’sche
Gefass von 11 mm Schichtweite mit einem 10 mm dicken
Flintglaswurfel gebraucht wurde. Dieser Glaswllrfel hat bekanntlich nur die halbe Hohe des Absorptionsgefllsses, sodass,
wenn letzteres mit der Losung geflillt ist, das durchgehende
Licht in der oberen Halfte 11 mm, in der unteren 1 m m
Flussigkeit, ausserdem hier aber noch den Flintglaswurfel
zu passiren hat. Nennt man a den Durchlasscoeffioienten
einer Plussigkeitsschicht von 10 m m Dicke, d. h. diese
Schicht moge von der einfallenden Lichtmenge J nur den
Bruchtheil u J durchlassen; ist ferner b der Durchlasscoefficient des Glaswurfels, so ist
dieser Coefficient fur 1 mm
10-
und l/ull der fur 11 mm Flussigkeit, sodass die einfallende
Lichtmenge J oben auf J ; a und unten auf J b y a abgeschwiicht wird. Das Verhaltniss beider Lichtmengen ist n / b ;
__
..
__
1) Die Heaohreibung des Mechanismus (von Dr. H. Krbss) befindet
siolr in Carl’s Rep. 18. p. 217. t88%
320
B. Walter
und da dieses Verhilltniss eben durch Anwendung des
V i e r o r d t’schen Spectralphotometers gemessen wird, so ist
liiermit, vorausgesetzt dass die Grosse b bekannt ist, auch die
Grosse a gegeben. Den Durchlasscoefficienten b des Flintglaswiirfels bestimmt man fur jede zu untersuchende Substanz an jeder in Frage kommenden Spectralstelle ein fur
alle ma1 dadurch, dass man das Gefhss bei darin befindlichem Wurfel mit dem Losungsmittel jener Substanz flillt
und es in der iiblichen Weise vor den Spalten aufstellt. Das
Verhaltniss der oberen und unteren Spaltweite gibt dam,
wenn auf gleiche Helligkeit beider Spectralabschnitte eingestellt ist, fur die betreffende Wellenlange unmittelbar die
gesuchte Grosse 6 , mit deren Hiilfe man in der oben angegebenen Weise auch die Grosse a findet. Letztere ist
naturlich ein echter Bruch und gibt uns an, ein wie grosser
Theil von der Einheit der an der betreffenden Spectralstelle
befindlichen Lichtmenge von 10 mm der untersuchten Fliissigkeit durchgelassen wird, sodass mithin die Grosse 1 - a den
von dieser Flussigkeitsschicht absorbirten Bruchtheil jener
Lichteinheit ausdruckt. Diese Grosse, die ich als den Absorptionscoefficienten jener Losung ftir die betreffende Wellenliinge bezeichne, findet man in der folgenden Tabelle
fur die verschiedenen Verdunnungen des Fluoreseefns (erste
Horizontalreihe) und ftir die in Betracht kommenden Stellen
des Spectrums (erste Verticalreihe) angegeben , wobei die
Lage im Spectrum derartig bezeichnet ist, dass z. B. D60E
die Stelle bedeutet, welche man erhalt, wenn man den Abstand der Fraunhofer’schen Linien D, und E in 100 Theile
theilt und dann von D, aus um 60 dieser Theile nach der
brechbareren Seite hinschreitet. Die in der Tabelle ttngegebenen Verdunnungen beziehen sich auf eine zu Anfang
jeder Versuchsreihe hergestellte Normallasung; die in der
letzten Verticalcolumne angegebenen Zahlen stellen die durch
lnterpolation aus den Vierordt’schen Angaben erhaltenen
Werthe fur die Intensitat des Lichtes an der betreffenden
Stelle des Petroleumlampenspectrums dar. Die Zahlen V i e r o r d t ’s beziehen sich auf das prismatische Spectrum und
miissen sich demnach mit der Dispersion des angewandten
321
Fluorescenz.
Prismas Bndern; aus der Angabe der Lage der F r a u n hofer'schen Linien bei V i e r o r d t ersah ich jedoch, dass
die Dispersion des in meinem Photometer befindlichen Prismas nahezu dieselbe war, wie bei demjenigen des genannten
Beobachters.
T a b e l l e I.
Abuorptionsco&fficienten fitr die verschicdenen Verdunnungen
des Fluorescehe..
'14
0,02
0,,9
(I, I 1
D 89 B
D
98 E
E-3
2 18
E 29
E 39
E 49
E 60
B 70
I?
B
P
F
P
F
P
P
-
1
o,22
0,37
q56
0,35 , O;%
o,50 I o,31
0,73 , 0,60
0,92
o,73
1,OO
0.96
1 ;oo
1 :oo
1,oo
1;OO
1,OO
1,OO
1,OO
1,oo
1,oo 1,011 I
1,oo
1,OO
0,99 1
1,oo
1,oo
0,98 I
O,!%
1,oo
0,9j
1,oo
1,OO
O,95
l,oo 0,94 I
0;93 1
1,oo
O,Y9
0,YO
O,YR
0,99
F 0,81
P , 0.9Y
F I / 0,W
F ,, 1,oo
I
P
1,Oo
F
i
G
iI
1,OO
F 1,OO
91 P I 1,oo
80
1
6
11
16
21
F 26
F 31
P 36
F 41
G
G
G
G
G
G
G
G
~
I
I
I
I
1
1,oo
1,OO
1,00
1,OO
1,oo
I
1.00
1,OO
1,OO
1:OO
F 5 6 C 1 1,OO
F 61 G
1,00
F 66 G 1 1,OU
F 71 G 1,OO
P 76 G 0,99
F 81 G I 0,99
I,
F 91 CT
G 1H I
G 12 11 I
G 23 H '
0,97
0,96
0.93
O;S9
,
0,98
0,83
O,97
0,g.j
0,93
0,so
o,n8
0,82
0,79
0,74
482
O,81
0,72
0,72
O,65
0,58
u,54
0,48
0,35
0;SS
O;O7
0,06 I - I ..2030
_. - ___
.
--__
o,19 0.06
0,07 I - / I 1400
0,25 0,11 I 0,12 I 0,01
1320
0,5 1 0,31 I 0,12 i O,o:!
1210
0,14 0,01 !I
0,72 0,45
960
0,88 0.66 1 0.18 0.12 ,
807
0.95 0,til I 0;26 0121 ' I
643
O;98 0,83
0,44
375
0,W 0,81 I 0,51
366
0,96 0,82 I 0,59
341
O,94 0,7X I U,62
203
0,92 0,73 1 0,60
166
0,87 0,66
0,54
140
135
0,82 I 0,57 1 0,Bl
0,80 0,60
0,45
131
0,76 I 0,51
0,39
116
0,74 0,47
0 30
75
0,72 I 0,5l
0.30
45
0,70 0;47
0;24
41
O , G ~ O,48
0,16
37
O.tiR , 0.37
0.07
33
32
0,56 0,32
L
0,5l 0,12
27
23
0,47 0,26
0,46 0,26
14
11.2
10,6
.
'
I
I
1
I
i
I
I
1
1
0,20
0,23
0,17
-
I
- '
-
692
535
4,s
-
Bevor jedoch auf Grund dieser Tabelle die gesammten, von den einzelnen Verdunnungen absorbirten Lichtmengen berechnet werden, ist noch zu berucksichtigen, dase
Ann. d. Phya.
U.
Chem. N. F. XXXIV.
21
322
B, Walter.
nicht alles von der Fltissigkeit absorbirte Lichf im Stande
ist, die Fluorescenz hervorzurufen. Entwirft man nllmlich
auf der Vorderseite eines grosseren Absorptionsgefasses, in
welches man nach und nach immer starkere Concentrationen
einer fiuorescirenden Substanz bringt, ein die F r a u n h o f e r ’ schen Linien zeigendes Spectrum, so bemerkt man, dass die
Erregung des Fluorescenzlichtes zuniichst genau der Absorption entspricht, dass jedoch von einer gewissen Concentration
an diese Correspondenz aufhort, indem namlich von jetzt a b
die Fluorescenzerregung nach der weniger brechbaren Seite
hin sich immer nur bis zu einer ganz bestimmten Wellenlange erstreckt, wiihrend dagegen die Absorption sich aucb
j e t z t noch mit zunehmender Concentration immer weiter iiber
dss Spectrum hin ausdehnt. So sind z. €3. fur das Fluoresce‘in die letzten, uberhaupt noch erregungs€ahigen Strahlen
diejenigen aus der Gegend der P r a u n h o f e r ’ s c h e n Linie E,
whhrend man Concentrationen dieser Substanz herstellen
knnn, bei denen die Absorption noch Wellenlangen umfasst,
welche in den Spectralabschnitt zwischen C und D gehoren.
Es kommen demnach hier von den in dieser Tabelle angegebenen Absorptionscoefiicienten nur diejenigen in Betracht,
welche sich unterhalb des wagerechten Striches befinden.
Diese Coefficienten wurden mit den in der letzten Verticalreihe rechts daneben stehenden Intensitatswertlien multiplicirt, und dann die so erhaltenen, einer und derselben
Verdannung angehorenden Zahlenwerthe addirt. So erbtllt
man fur jede der angegebenen Concentrationen des Fluoresc e h s eine Relativzahl fur die Gesammtmenge des absorbirten
Lichtes, und diese ist in der folgenden Tabelle II unter
A angegeben, wahrend rechts daneben, in der Rubrik unt‘er
Fl, die in der frtiher beschriebenen Weise bestimmten Intensitaten des Fluorescenzlichtes dieser Losungen stehen. Die
Zahlen der nschsten Verticalreihe, unter f, sind durch Division der beiden links daneben stehenden erhalten und stellen
also das Fluorescenzvermogen der betreffenden Verdiinnung
{in Relativzahlen) dar ; die Zahlen der letzten Spalte endlich,
unter Z , zeigen die Grasse der Zunahme des Fluorescenzverniijgens beim Uebergang von einer Concentration zur
nachst diinneren an und sind durch Division der beiden aufeinander folgenden Werthe des Fluorescenzvermogens enthalten.
T a b e l l e 11.
1"luoresceiizveriiiogeii der vcrschiedeiicti Vcrcliiiinuugcii
des Fluorescci'ns.
I
_
_
~
I
Verdiiniiung I
I!
'?
I
I
I
(1;
~
$,
:1'?8
1
j
.I
............
-. .........
I
z
.f............. j
11.L
~
.......
7945
6699
5931
50iO
3686
1919
801
94
109
123
~
I
i
~
I
I
I
0,011$
126
I:
81
52
I
0,0161
0,0207
0,0248
0,0271
0,0422
0,0649
100
~
I
j
:$:
j
j
1,09
I,'
I
An diese Tabelle I1 schliesse ich sofort die beiden
Tabellen 111 und I V an, die fur Magdalaroth und Eosin
dieselben Angaben enthalten, wie die erstere fiir das Fluoresce'in. Die Tabellen der Absorptionscoefficienten jener
beiden Stoffe konnen fiiglich weggelassen werden, da dieselben von keiner principiellen Bedeutung sind, und es mag
daher nur noch erwiihnt werden, dass die Fluorescenzerregung sich nach der rothen Spectrslseite hin beim Eosin,
nicht iiber D65 E und beim Magdalsroth nicht iiber CS0:D
hinaus erstreckt , sodass also nlles absorbirte Licht, welches
jenseits dieser Grenzen lag, bei den fiir diese Korper angestellten Berechnungen nicht in Rucksiclit gezogen wurde.
T a b e l l e 111.
Fluoreecenzvermogen der verschiedeiieii Verdiiiinuiigcii
des Magddaroths.
........
.
Verdiiiinung
~
A
_ . _ -_.
_
.._ _ _ _
coiicentrirt
'/I
I/,*
I
I
'
l{j,,
1
1;loc24
1
69483
66143
61117
48834
33502
12070
1
.
;
I
'
FZ
.
....
1
. . . .
f
. .
.
2
~
.
.
.
.
.
, 0,000 403 2
0,0006653 I
0,0010308 !
100 ; 0,0020477
9G
0,00?8657 !
78 I O,UOF 462 3 , 2725
28
44
63
~
1
:$
I
I
21 *
324
B. Walter.
T a b e l l e . IV.
Fluorescenzvermogen der verschiedenen Verdunnungen des Eosins.
___
Verdunnung
I
A
IF11
1
27126
26946
' 22864
1 13834
I 4164
I
:121)
5,2
12,,,5
I
I
'
I
18
1
[
f
I _
- ___
_
____
_- _
~____
_ ___
0,000663
I 0,001 893
100 I 0,004574
79
0,005711
38
0,009 126
61
Z
_ _
~- --
'
1 ;;$:
1,31
Die drei Tabellen 11-IV
zeigen uns ubereinstimmend, dass das Fluorescenzvermogen (Spalte j') mit zunehmender Verdiinnung der fluorescirenden Losung gleichfalls
unaufhorlich zunimmt. Diese Zunahme ist allerdings nach
den Zshlen der letzten Verticalspalten keine gleichmassige,
wie man vielleicht wegen des gleichmassigen Fortschreitens
der Verdiinnung (erste Verticalreihe) erwarten konnte; man
darf jedoch nicht vergessen, dass sich diese ganzen Berechnungen nur auf die Gesammtmenge des absorbirten Lichtes
ohne Riicksicht auf die Wellenlange beziehen, und wird deshalb auch wohl kaum erwarten konnen, hierdurch iiber ein
Gesetz Aufschluss zu erlangen, das vielleicht fur jede Wellenlange ein anderes ist. Immerhin zeigen aber die drei untersuchten Substanzen noch darin eine sehr bemerkenswerthe
Uebereinstimmung, dass bei allen die Zunahme (2)des Fluorescenzvermogens gerade dort , wo das Fluorescenzlicht eben
das Maximum seiner Intensitat uberschreitet (fett gedruckte
Zahlen), eine erhebliche Verkleinerung aufweist, wahrend sie
bei starkerer Verdunnung wieder gr6sser wird. Stellt man
sich demnach das Wachsthum des Fluorescenzvermogens durch
eine Curve dar, indem man die wachsende Abscisse (v) a18
wachsende Verdunnung und das Fluorescenzvermogen (f)als
Ordinate ansieht, so erhalt man fur die drei obigen Korper
in der angegebenen Reihenfolge die drei Curven I, I1 und
111 (Tafel 11), die in mehr als einem Punkte ubereinstimm e n , deren wesentlichste Harmonie aber jedenfalls darin
besteht, dass alle mit zunehmender Abscisse auch eine fortwahrend zunehmende Ordinate aufweisen, worin sich eben
das Gesetz der continuirlichen Zunahme des Fluorescenzvermogens bei wnchsender Verdiinnung ausspricht.
Ruorescenz.
826
Unter dieses Gesetz, das sich mit grosser Wahrscheinlichkeit auf shmmtliche fiuorescirenden Flussigkeiten veraUgemeinern lisst, ordnet sich noch eine Anzahl von Erscheinungen, die zwar langst bekannt, jedoch bisher noch
nicht in bestimmten Zusammenhang gebracht worden sind.
Hierzu gehort namentlich die bei allen diesen Flussigkeiten
gemacbte Beobachtung, dass die Eluorescenz bei sehr etarker
Concentration derselben immer nur sehr wenig zu Tage tritt,
bei fortschreitender Verdiinnung jedoch immer lebhafter wird,
von einem gewissen Concentrationsgrltde an aber wieder abzunehlnen beginnt, bis sie schliesslich bei sehr hohem Verdiinnungsgrade sich allmahlich ganz unserer Wahrnehmung
entzieht
Das oben bewiesene Gesetz erklart alles, denn es ist
augenscheinlich, dass bei einem anfanglich unendlich kleinen,
mit der Verdiinnung aber fortwahrend wachsenden Fluorescenzverrntjgen die Intensitat des Fluorescenzlichtes zuerst
gleich Null sein, dann allmahlich wachsen, spater aber wieder
ebenso allm%hlich abnehmen muss, da j a zuletzt bei unendlich grosser Verdiinnung iiberhaupt kein Licht mehr absorbirt wird und also auch kein Eluorescenzlicht mehr gebildet
werden kann, wie gross auch dann das Fluorescenzvermogen
der Fliissigkeit sein mag. Dass das letztere aber gerade bei
solchen sehr dunnen Losungen ein ganz bedeutendes sein
muss, zeigt sich eben darin, dass das Fluorescenzlicht in
einer geradezu staunenswerthen Intensitat selbst dann noch
sichtbar bleibt, wenn an eine Messung der absorbirten Lichtmenge iiberhaupt nicht mehr zu denken ist. Man muss dabei
narnlich immer noch beriicksichtigen, dass das Fluorescenzlicht sich von dem fluorescirenden Theilchen aus nach allen
Seiten des Raumes hin ausbreitet, dass sich also die Energie
des erregenden (absorbirten) Lichtes gewissermassen in unendlich viele Theile spaltet, und unser Auge mithin schon
aus diesem Grunde nur einen sehr kleinen Bruchtheil jener
Energie aufzufangen vermag. EYdurfte daher die Annahme
nicht allzu gewagt erscheinen, dass bei den sehr hohen Verdunnungsgraden fluorescirender Losungen die gesammte von
der Flussigkeit absorbirte Energie in Fluorescenzlicht umge-
326
c. AdJfiCZL.
wandelt wird, wiihrend dagegen bei stsrkeren Concentrationen
natiirlich nur ein ziemlich unbedeutender Theil derselben in
dieser Weise verbraucbt wird.
Als eine weitere Illustration zu dem oben bewiesenen
Gesetze sol1 endlich noch die Thatsache erwlhnt werden,
dass die meisten fluorescirenden Substanzen, wie Fluorescein,
Magdalaroth, Eosin, Chlorophyll, Aeskulin u. 8. w., die in
Losung ein so ausserordentlich stmkes Fluorescenzlicht zeigen, in festem Zustande kaum eine Spur davon verrathen,
trotzdem ihre Absorption, nach der Farbe der Ktirper zu
urtheilen, auch dann noch den Losungen gegeniiber in normaler Weise zugenommen haben muss. Es ist dies der deutlichste Beweis dafiir, dass das Fluorescenzvermogen dieser
Korper bei grijsstmtiglicher Concentration die niedrigste Stufe
erreicht.
Wenn dem gegeniiber feststeht, dass es eine Menge
fester Korper gibt, die ein sehr merkliches Fluorescenzlicht
verbreiten, so scheint das letztere auch selbst hier noch in
den meisten Fallen einem gleichsam verdiinnenden Medium
(Krystallwasser oder dergl.) seinen Ursprung zu verdanken;
indessen bezieht sich der oft erwilhnte Satz bis jetzt nattirlich nur auf solche fluorescirende Substanzen, die sich in
irgend einem fliissigen Medium geliist befinden.
H a m b u r g , Phys. Staatslabor., Winter 1887/88.
VI. Um%wsuchung fiber die Lichtbrec7~,un.ysuerhCltnisse des Eises und CEes unterkliiitlteiz Wussers,
nebst eCnern Anhang, die PoZaw%at%onsuerJz itZtnCsse
der Greizxcumen der l’otalreflexion bet~8effend
;
2102% c. Y u Z f r i c h .
(Hlerzu Tar. 11 Pig. 0--5.)
Durch
des letzten
nach einer
exponenten
___
die gegenwartige Untersuchung , welche wahrend
Winters zur Ausfiihrung gelangte, ist die Frage
genauen Kenntniss der beiden Hauptbrechungsdes Eises far die Fraunhofer’schen Linien A-3’
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
541 Кб
Теги
die, der, concentrations, fluorescenzvermgens, mit, des, aenderung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа