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Die Analyse der Trkischrothle.

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Zeitschrift für die Chemische Industrie.
1887.
Heft 12.
die Lauge ab, spült mit Wasser aus, bringt
den Kuchen in die Schale zurück und erhitzt ihn so lange über einer ganz kleinen
Von
Flamme,
welche den Boden der Schale nicht
Rudolf Benedikt.
berührt, bis beim Umrühren des geschmolzeAuf Grund der S. 298 mitgetheilten nen Fettes mit dem Glasstabe ieiu knatResultate der Untersuchung der Türkisch- terndes Geräusch, hervorgerufen durch entrothöle können die in meiner „Analyse der weichenden Wasserdampf, mehr auftritt und
Fette und Wachsarten" S. 149 gegebenen eben weisse Dämpfe zu entweichen beginnen.
Vorschriften zur quantitativen Analyse dieser Nun lässt man erkalten, wägt und bringt
Öle vereinfacht und theilweise abgeändert das Gewicht von Schale mit Glasstab und
werden.
Stearinsäure in Abzug.
Man begnügt sich meist mit der Be2. Neutralfett. Etwa 30 g der Probe
stimmung des Gesammtfettgehaltes, worunter werden in 50 cc Wasser gelöst, mit 20 cc
die Summe des in Wasser unlöslichen Ammoniak und 30 cc Glycerin versetzt und
Theiles (Fettsäuren, Oxyfettsäuren und zweimal mit je 50 cc Äther ausgeschüttelt.
Neutralfett) und der durch Zersetzung der Man befreit den Äther durch Schütteln mit
löslichen Fettschwefelsäuren gewinnbaren Wasser von ganz geringen Mengen in Lösung
Oxyfettsäuren zu verstehen ist. Bei ge- gegangener Seifen, destillirt ihn ab, bringt
naueren Untersuchungen ermittelt man noch den Rückstand in ein gewogenes Becherglas
den Gehalt an Neutralfett, an Fettschwefel- Ton etwa 150 cc Inhalt, trocknet zuerst
säuren, Ammoniak oder Ätznatron und an im Wasserbade, dann im Luftbade bei 100°
Schwefelsäure. Endlich nimmt man eine und wägt.
Titrirung nach v. H üb l, sowie die Be3. Lösliche F e t t s ä u r e n (Fettschwefelstimmung der Acetylzahl nach B e n e d i k t säuren). 5 bis 10 g der Probe werden in
und Ulzer vor, um einen Schluss auf die einem Druckfläschchen in 25 cc Wasser geNatur des zur Bereitung des Türkischroth- löst, mit 25 cc rauchender Salzsäure veröles verwendeten Fettes ziehen zu können. setzt und im Ölbade eine Stunde auf 130
1. G e s a m m t f e t t . Etwa 4 g der Probe bis 150° erhitzt. Dann yerdünnt man mit
werden in einer dünnwandigen, halbkugel- Wasser, entleert in ein Becherglas und filförmigen Glasschale von etwa 125 cc Inhalt, trirt die Fettschicht ab. Dies gelingt am
welche man Torher sammt einem kleinen leichtesten, wenn man vorher eine nicht geGlasstabe gewogen hat, mit allmählich zu- wogene Menge Stearinsäure hinzugesetzt,
gesetzten 20 cc Wasser angerührt. Ist die aufgekocht und wieder erkalten gelassen
Flüssigkeit trübe, so lässt man nach Zusatz hat. Im Filtrat wird die Schwefelsäure
eines Tropfens Phenolphtale'mlösung Ammo- durch Fällen mit Chlorbaryum bestimmt.
niak bis zur schwach alkalischen Eeaction Da das Moleculargewicht der Oxystearinzufliessen, vermischt mit 15 cc mit dem schwefelsäure (380) und der Ricinolschwefelgleichen Volumen Wasser verdünnter Schwe- säure (378) nahezu gleich ist, so ergibt
felsäure und fügt 6 bis 8 g Stearinsäure sich der Gehalt der Probe an Fettschwefelhinzu. Hierauf erhitzt man so lange zum säuren ohne merklichen Fehler, wenn man
schwachen Sieden, bis sich die Fettschicht die procentische Schwefelsäureausbeute mit
ganz klar abgeschieden hat, lässt erkalten, 379 : 80 = 4,738 multiplicirt.
hebt den erstarrten Kuchen mit dem GlasSollte die Probe schwefelsaures Ammon
stabe ab, spült ihn mit möglichst wenig enthalten, so ist die nach 5 bestimmte
Wasser über der Schale ab und stellt ihn Schwefelsäure vorher in Abzug zu bringen.
4. N a t r o n und A m m o n i a k . 7 bis
auf Fliesspapier. Die Lauge wird auf dem
Wasserbade so lange erhitzt, bis sich alle 10 g Öl werden in etwas Äther gelöst
zurückgebliebenen Fettsäuretheilcben zu l und viermal mit je 5 cc verdünnter Schwefelbis 2 Tropfen gesammelt haben. Man hebt säure (l : 6) ausgeschüttelt. Das in den
die Schale vom Wasserbade weg und kann vereinigten sauren Auszügen enthaltene
nun die Fetttropfen durch Neigen der Schale schwefelsaure Natrium wird dann in geleicht an die Glaswand bringen, wo sie so- wöhnlicher Weise in wägbare Form gefort erstarren und anhaften. Man giesst bracht.
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Die Analyse der Türkischrothöle.
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T
Zeitschrift für
Ldie Chemische Industrie.
Coglievina: Ungenauigkeit der Lichtmessungen etc.
Zur Bestimmung des A m m o n i a k s extrahirt man das 01 in gleicher Weise mit
verdünnter Schwefelsäure, vereinigt die Auszüge, destillirt sie mit Atzkali und fängt
das Ammoniak in einer abgemesseneu Menge
titrirter Säure auf, deren Überschuss man
nach Beendigung der Operation zurücktitrirt.
5. S c h w e f e l s ä u r e . Zur Bestimmung
der in Form von schwefelsaurem Ammon
oder Natron vorhandenen Schwefelsäure wird
das in Äther gelöste Öl einige Male mit
wenigen Kubikcentimetern einer gesättigten
schwefelsäurefreien Chlornatriumlösung ausgeschüttelt, die Auszüge vereinigt, verdünnt,
filtrirt und der Schwefelsäuregehalt des
Filtrates durch Fällen mit Chlorbaryum ermittelt.
6. A b s t a m m u n g des Öles. Um ein
Urtheil über die Abstammung eines Türkischrothöles zu bekommen, wobei es sich meist
um die Frage handelt, ob reines oder gemischtes Türkischrothöl Torliegt, bestimmt
man die Jodzahl und die Acetylzahl des
Gesammtfettes, zu dessen Abscheidung aus
der Probe man nach S. 300 verfährt. Wird
die Acetylzahl bei 140 oder höher, die
Jodzahl nicht bedeutend niedriger als 70
gefunden, so liegt reines Ricimis-Türkischrothöl Yor; ist eine der beiden Zahlen oder
alle beide viel kleiner, so besteht die Probe
aus einer Mischung von Ricinusöl mit anderen Ölen oder kann auch aus Olivenöl,
Cottonöl, Ölsäure u. dgl. allein erstellt sein.
Auch das quantitative MischungsYerhältniss von Ricinusöl mit den anderen
Ölen wird sich auf diese Weise ermitteln
lassen, nur müssten die diesbezüglichen
Zahlen erst durch eine grössere Versuchsreihe festgestellt werden.
(Chemisches Laboratorium der k. k. technischen
Hochschule in Wien.)
Ungenanigkeit der Lichtmessnngen bei
Benutzung von zwei Normalflammen.
Von
D. Coglievina,
Ingenieur in Wien.
Die auch den Lesern dieser Zeitschrift
bekannte Besprechung über die zuerst von
Krüss aufgeworfene Frage, ob die Länge
des Photometers einen Einfluss auf das
Messungsergebniss ausübe oder nicht, kann
zwar noch nicht als abgeschlossen betrachtet
werden (vgl. S. 248); das Eine darf indess
heute schon mit vollster Bestimmtheit behauptet werden, dass nämlich die S t e l l u n g
der N o r m a l f l a m m e der zu messenden
Lichtquelle gegenüber für die Grosse des
Messungsergebnisses nicht gleichgültig ist,
dass vielmehr eben diese Grosse um so
mehr von der "Wahrheit abweicht, je seitlicher von der optischen Achse die Normalflamme ihre Aufstellung findet. Nachdem
nun gerade diese Anordnung namentlich in
England vielfach in Verwendung steht und
sich zudem auch in mehreren Städten des
Continents eingebürgert hat, welche durch
englische Gasgesellschaften mit künstlichem
Lichte versorgt werden (wir erinnern an die
in Wien vertragsmässig eingeführte E van s'sehe Abart des Bunsen'sehen Photometers),
so dürfte es von Interesse sein, den Eigenthümliclikeiten dieser Lichtmessungsmethode
eine kurze Betrachtung zu widmen.
Die gedachtePhotometereinricLtung unterscheidet sich von allen anderen ähnlichen
Constructionen ähnlicher Art vornehmlich
darin, dass hierbei an Stelle einer einzigen
Normalflamme L' (Fig. 197) deren zwei gleich-
L''
Fig. 197.
zeitig benutzt werden, welche behufs Erreichung der Gleichheit in der beiderseitigen
Beleuchtungsstärke des fest angebrachten
Schirmes S diesem entsprechend näher gerückt werden müssen, wogegen die zu
messende Lichtquelle L in ihrer Lage verbleibt.
Es fragt sich zunächst: Welchen Vortheil
beabsichtigte E v a n s durch eine solche
Neuerung zu erreichen? Um diese Frage
zu beantworten, erscheint es geboten, die
Grosse jener Verschiebung zu ermitteln,
welche einmal bei Anwendung der einzigen
Normalflamme L', ein andermal wieder bei
Benutzung von zwei Flammen bewirkt werden muss, um auf beiden Seiten des Schirmes gleiche Beleuchtungsstärken zu erzielen.
Denken wir uns hierbei im ersten Falle
die Normalflamme L' von der Intensität = \
nach L" gerückt, so besteht im Momente
der Einstellung die Gleichung:
l: x2 = J : a2,
worin J die Intensität der zu inessenden
Lichtquelle L bedeutet. Haben wir es also
beispielsweise mit einem Brenner von 15
Kerzen Leuchtkraft zu thun und hat die
Photometerbank, wie gewöhnlich, eine Länge
2 a = 100 Zoll engl. = rund 2600 mm,
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